April 2019

Max im Kampf

29.04.18

 

KSV-Nachwuchsringer erstmals bei Deutschen Meisterschaften

„Lernen“ stand im Vordergrund – Tasdemir auf Rang sechs

 

Drei junge Athleten des KSV Witten 07 starteten am Wochenende erstmals bei Deutschen Meisterschaften: im unterfränkischen Hösbach, wo der KSC „Germania“ die Veranstaltung organisierte, gingen die B-Jugendlichen im griechisch-römischen Stil auf die Matte. Darunter mit Niclas Weiß (44 kg) und Maximilian Nowicki (52 kg) zwei Ringer aus der Ruhrstadt. Und in Dortmund-Huckarde wurde das Freistilturnier dieser Altersklasse vom Oberligisten KSV Kirchlinde ausgerichtet und auch hier war mit Ümitcan Tasdemir (57 kg) und Nachwuchsringer des KSV Witten dabei.

 

Die Trainer waren sich schon vor den Wettkämpfen einig: es hätte für ihre Eleven schon eines günstigen Loses, bester Tagesform und einer Portion Glück bedurft, um diese in die Nähe der Medaillen zu bringen – zu dominant waren in dieser Altersklasse die Sportler insbesondere aus dem Süden und Osten der Republik. So ging es bei den KSV-Ringern in erster Linie darum, Erfahrungen und Motivation für kommende Wettkämpfe und Meisterschaften zu sammeln.

 

Das gelang insbesondere Ümitcan Tasdemir, der am Ende mit einem durchaus zufriedenstellenden sechsten Rang aus der Nachbarstadt nach Hause zurückkehrte. Nach einem Freilos in Runde eins besiegte er den Saarländer David Gautrein sicher mit 12:4 Punkten; es folgte eine Punktniederlage gegen Leon Rul aus Württemberg, der später auf Rang vier landete. Runde drei führte ihn gegen den späteren Vizemeister Hromovski aus Südbaden, gegen den er sich lange Zeit gut hielt, aber ebenfalls nach Punkten unterlag. Das bedeutete das Erreichen des Platzierungskampfes um Platz fünf – gegen den Hessen Bastian Wollny verkaufte er sich teuer, lag zunächst nur knapp im Rückstand, ehe er einen Moment unachtsam war und geschultert wurde. So sah Trainer Klaus Eigenbrodt am Ende durchaus positive Ansätze bei seinem Sportler.

 

Noch schwerer war die Aufgabe für die Greco-Ringer in Hösbach. Für Niclas Weiß war die Meisterschaft bereits nach zwei Niederlagen beendet: gegen den Bayern Ole Hansen und Dominik Gilberg aus Hessen verlor er jeweils glatt und schied aus – am Ende blieb für ihn Rang 16. Etwas besser lief es für Maximilian Nowicki, der nach einer Auftakt-Punktniederlage gegen den Thüringer Franz Günther – der belegte am Ende den vierten Platz der Klasse – gegen Tim Siegert aus dem Saarland nach Punkten gewann. Auch für Max kam das „Aus“ dann gegen den späteren Vizemeister Robin Wentsch aus Württemberg, dem er auf Schultern unterlag. Der Wittener belegte in der Schlussabrechnung den 11. Rang. Trainer Mirko Englich, der die Jugendringer begleitete, wertete bereits die DM-Nominierung für seine Sportler als Erfolg, weiß aber auch, was es künftig besonders im Training zu verbessern gilt – um künftig auch bei großen Meisterschaften und Turnieren in Medaillennähe kommen zu können.

Alex Boric im Kampf in Utrecht

26.04.18

Osterturnier in Utrecht: KSV Witten mit drei Medaillen und guten Platzierungen

Ringen XXL – 650 Teilnehmer/innen, 1.200 Kämpfe bei der 49. Auflage

 

Mit zehn Nachwuchsringerinnen und -ringern nahm der KSV Witten 07 am Osterwochenende am traditionellen internationalen Turnier des „UKV De Halter“ in der niederländischen Metropole Utrecht teil. Es war eine harte Prüfung, der sich die jungen Akteure aus der Ruhrstadt dort stellen mussten, denn die Qualität des Turniers war einmal mehr auf sehr hohem Niveau. Aus über 20 Nationen waren an die 650 junge Sportlerinnen und Sportler nach Utrecht gereist, u.a. eine starke Delegation aus den USA. Da war es kein Wunder, dass „nur“ drei Medaillen beim KSV landeten. Doch das Wittener Trainerteam konnte sich darüber hinaus über vier weitere Top-Platzierungen unter den jeweils besten Sechs in den einzelnen Gewichts- und Altersklassen freuen.

Gold ging bei der männlichen A-Jugend an Noah Englich (51 kg). Dabei brauchte der Deutsche Meister allerdings etwas Glück, musste er doch bei seinen fünf Begegnungen eine überraschende Schulterniederlage hinnehmen. Doch vier Erfolge standen dagegen, so dass er am Ende trotzdem die Nase vorn hatte. Die nächsten drei Ringer dieser Klasse besiegten sich untereinander und hatten so jeweils drei Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto – u.a. auch Kuti Öztürk, der mit Noah gemeinsam in der Klasse startete und gegen seinen Vereinskameraden zwar nach Punkten unterlag, doch den US-Ringer Otto Cate-Cribari vom Team „Legends of Gold“ schultern konnte. Der hatte seinerseits Noah Englich auf Schultern besiegt, nachdem der Wittener eigentlich sicher geführt hatte. So wurde Öztürk aufgrund des komplizierten Platzierungssystems am Ende nur Vierter in dieser Kategorie, obwohl er den Zweitplatzieren besiegt hatte ….

Für Medaille Nr. 2 war Gensche Gereev (71 kg) verantwortlich, der sich unter 23 Teilnehmern – ebenfalls in der Jugend A - prächtig schlug und in seinen sieben Begegnungen sechsmal siegreich blieb. Seine Finalniederlage (0:8) gegen den Ungarn Kovacs war ebenso eindeutig wie umstritten. Nicht nur er selbst sah sich in einigen Situationen durch das Kampfgericht nicht korrekt bewertet. Dennoch überwog die Freude über „Silber“, hatte er in den Poolkämpfen doch einige „Hochkaräter“ weggeräumt; bei seinen vier vorzeitigen Siegen zeigte der junge KSV-Kämpfer erneut sein großes Potenzial.

Nach längerer Wettkampfpause war Andreas Zenger (Jugend A, 55 kg) wieder mit von der Partie. Mit seinen Auftaktsiegen zeigte er, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. Rang fünf ist allemal ein guter Neuanfang für Andreas! Alex Boric (A-Jugend, 80 kg) arbeitet weiter daran, sich in der neuen Alters- und Gewichtsklasse zurecht zu finden. Doch seine Gegner aus den USA und Frankreich zeigten sich (noch) überlegen – diese internationalen Begegnungen sind wichtig für seine weitere Entwicklung.

Ein tolles Turnier zeigte der junge Mika Labes (35 kg, C-Jugend) bei seinem ersten internationalen Auftritt mit Rang fünf. Mit etwas Glück hätte er durchaus weiter vorn landen können, denn nach zwei Siegen in den ersten Kämpfen verlor er gegen den späteren Drittplatzierten nur knapp. Im Finalkampf um Platz fünf setzte sich Mika gegen den Dänen Ulriksen mit technischer Überlegenheit durch und belegte den fünften Platz! Ilias Stuckas (29 kg) musste in der gleichen Altersklasse Lehrgeld zahlen – nach einem Sieg musste er sich der internationalen Konkurrenz zweimal geschlagen geben. Auch bei ihm zählt vor allem, dass er wertvolle Erfahrung sammeln konnte.

Bei den drei KSV-Amazonen gab es unterschiedliche Resultate – bedingt u.a. dadurch, dass mit Emily Weiß und Dilara Bayrak zwei Athletinnen nach längerer Verletzungspause erstmals wieder einen Wettkampf bestritten. Dabei durfte Dilara Bayrak mit einem Sieg und einer Niederlage und damit „Silber“ in der Klasse „Girls 18-20 Jahre, 76 kg“ durchaus zufrieden sein. Emily Weiß (16-18 J., 61 kg) kam nur sehr schwer in die Kämpfe und konnte nur einmal gewinnen, was am Ende zumindest Rang sechs brachte. Die dritte im Bundes, Lotta Englich (12-14 J., 50 kg), war mit sich selbst ebenso unzufrieden wie ihre Trainer auch: schon nach zwei Niederlagen war das Turnier für sie beendet!

Insgesamt zog das Trainerteam mit Nina Kahriman, Szobi Hatos-Dragut und Mirko Englich ein positives Fazit: „Turniere dieser Art sind für die jungen Akteure wichtig und wertvoll, egal ob durch Siege oder Niederlagen“, erklärten sie nach Abschluss der Veranstaltung.

Ein Teil der Aktiven wie auch der Trainer des KSV machten dann in Utrecht noch „Überstunden“. Nach dem Turnier stand noch ein dreitägiges internationales Trainingslager auf dem Programm, wo am ringerischen Feinschliff der jungen Sportlerinnen und Sportler gearbeitet wurde. Nicht minder wichtig war allerdings das gegenseitige Kennenlernen und Freundschaften schließen über die Nationengrenzen hinweg. Und so wird der KSV Witten sicher auch im nächsten Jahr beim „50. internationalen Osterturnier“ des UKV De Halter wieder dabei sein.

Weitere Informationen unter http://www.ringen-nrw.de/

18.04.18

Drei KSV-Jugendringer bei der DM: Weiß, Nowicki und Tasdemir am Start

Titelkämpfe in Hösbach und Huckarde

 

Nach den Deutschen Meisterschaften der A-Jugendringer vor drei Wochen stehen am Wochenende nach Ostern (26. bis 28. April) die nächsten Jugend-DM auf dem Programm. In Hösbach (bei Aschaffenburg) gehen die Nachwuchsathleten der B-Jugend im griechisch-römischen Stil auf die Matte, während im benachbarten Huckarde Titel und Medaillen dieser Altersklasse im Freistil ausgekämpft werden.

Und bei beiden Meisterschaften werden wieder Ringer des heimischen Bundesligisten KSV Witten dabei sein: bei dem im Kultur- und Sportpark Hösbach vom KSC „Germania“ ausgerichteten DM-Turnier sind mit Niclas Weiß (44 kg) und Maximilian Nowicki (52 kg) zwei Ringer aus der Ruhrstadt dabei. Beide kämpfen erstmals bei einer „Deutschen“, entsprechend müssen auch die Erfolgsaussichten eingeschätzt werden. Mit einem guten Los können sie sich nach vorn ringen, doch in erster Linie wird es darum gehen, Turniererfahrung bei einer so großen Veranstaltung zu sammeln.

Das gleiche gilt für Ümitcan Tasdemir. Er muss nicht weit reisen, denn der KSV Kirchlinde richtet diese Titelkämpfe im Freistil in der Sporthalle der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Dortmund-Huckarde aus. Er hat – wie die beiden anderen Wittener DM-Starter – sehr fleißig und gut trainiert, doch sollte man die Erwartungen bei seinem ersten Einsatz bei einer Deutschen Meisterschaft nicht zu hoch schrauben. In der 57 kg-Klasse wird er auf bereits erfahrenere Jugendringer treffen.

Allein die Nominierung ist für die drei bereits ein guter Erfolg. Gleichwohl werden Niclas Weiß, Max Nowicki und Ümitcan Tasdemir versuchen, dies mit guten Platzierungen zu toppen.

Die Wettkämpfe beginnen jeweils am Freitag um 18 Uhr und enden sonntags mit den Finals ab 9.30 Uhr.

"Ringen um Toleranz und Freundschaft" - das Motto dieser DM

08.04.18

Gelesen beim RV NRW von Thomas Meyer:

A-Jugend-DM Greco: Gutes Niveau, viele Teilnehmer und tolle Kämpfe in Witten

Die nationalen Titelkämpfe sind in vollem Gange, am letzten Wochenende (5.-7.April) standen die Deutschen A-Jugendmeisterschaften auf dem Programm.

Geradezu entgegengefiebert hat man den Greco-Wettkämpfen in Witten, die unter dem Motto „Ringen um Toleranz und Freundschaft“ standen. Die Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft ist etwas, das wohl niemals alltäglich werden wird und auch die Ältesten unter uns nach wie vor in ihren Bann zieht. Um entsprechende Spannung zu erzeugen, hatte man im Wittener Lager auch ordentlich die Werbetrommel geschlagen. Via Social Media wurden Plakate, Teilnehmerlisten, Tipps und viele interessante Infos rund um die Titelkämpfe geboten, sodass man als Ringkampfsportfan aus der Region einfach anreisen und zuschauen musste. Kompliment! Der KSV sein Handwerk. Dass die altehrwürdige Husemannhalle letztlich stark gefüllt war, ist jedoch nicht nur dem Engagement des Traditionsclubs geschuldet. Sage und schreibe 180 Athleten waren nämlich gemeldet – eine tolle Zahl, auch wenn letztlich „nur“ knapp 170 über die Waage gegangen waren.

Das breite Feld war eine gute Ausgangsposition, um nationale Titelkämpfe auszurichten, die ihres Namens auch würdig waren. Doch nicht nur die Masse stimmte, sondern auch die Klasse, denn was das Publikum – unter ihnen auch viele Veteranen wie beispielsweise Wittens Legende Klaus Rost – zu sehen bekam, waren tolle und spannende Kämpfe auf hohem Niveau. Und das bereits früher als ursprünglich geplant: Aufgrund der großen Resonanz wurde der Turnierbeginn am Freitag durch den DRB um eine Stunde vorverlegt, um die Auftaktveranstaltung noch halbwegs zeitig beenden zu können, was letztlich auch gelang.

Der Ablauf verlief wie am Schnürchen: Das aus etwa zehn Leuten bestehende Organisationsteam hatte es geschafft, nach einigen Tagen intensiver Vorbereitung tatsächlich 80 Helfer einzusetzen, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Dies ist nicht verwunderlich, denn schon viele Male war die Husemannhalle Schauplatz großer Wettkämpfe und Meisterschaften. Den Verantwortlichen kann man daher sicher große Erfahrung in diesem Bereich zusprechen. Und es war höchstwahrscheinlich auch nicht die letzte Veranstaltung dieser Art an diesem Ort, wie der KSV in seiner Pressemitteilung noch etwas vorsichtig formuliert hatte.

Einige „Bonbönchen“ hatte man obendrein noch zu bieten. Die Firma AM Sport um ihren Betreiber Mark Warnecke (ehemaliger Schwimm-Weltmeister und Olympia-Dritter) hatte beispielsweise einen besonderen Service angeboten: Die Sportler konnten sich während des gesamten Turnieres kostenlos ihre Trinkflasche, welche an der Waage als Losnummer gedient hatte, mit isotonischem Getränk auffüllen. Warnecke hat durch die Freundschaft zu Wittens Ringerfamilie Englich die Nähe zum KSV gefunden und war mit seinem Unternehmen einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung.

Dass die Finalisten obendrein ein eigens in den USA entworfenes Trikot mit besonderem Design und der Aufschrift „Deutscher (Vize-)Meister 2019 überreicht bekamen, war vielleicht so etwas ein zusätzlicher Anreiz für die Nachwuchskämpfer.

Der anwesende Bundestrainer Maik Bullmann dürfte zufrieden gewesen sein – Meisterschaften dieser Art sollte es häufiger geben. Jetzt gilt es, die vielen Talente auch in den Männerbereich hinüberzuretten. Ob dies gelingen wird? Man wird sehen. Hoffen darf man jedenfalls.

Aus sportlicher Sicht zufrieden sein durften die Verantwortlichen des KSV Witten 07 ebenfalls, denn durch die Goldmedaille von Noah Englich und den 7. Platz durch Kutkagan Öztürk (51 kg) konnte man schöne Erfolge für den Verein verbuchen. Und auch die – trotz zweier Niederlagen - guten Kämpfe von Alexander Boric erfreuten das Trainerteam!

Der Ringerverband NRW als ausrichtende LO hatte nicht weniger Anlass zur Freude, denn sein Team belegte in der Länderwertung mit 71 Punkten letztlich den zweiten Platz hinter Südbaden (89). Auf den Plätzen folgten Württemberg (71), Sachsen (59) und das Saarland (58).

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