Aktuelles - Dezember 2017

10.12.17

Gefunden in der WAZ:

 

Viviane Herda greift sich in Polen Bronze

Oliver Schinkewitz

 

Czarny Bor (PL).   Mit einem achtbaren dritten Platz beim Turnier in Polen beendet Ringerin Viviane Herda (KSV Witten 07) ihre Turnier-Saison 2017.

 

Zum Abschluss des Ringer-Jahres gab’s für Viviane Herda vom KSV Witten 07 noch einmal ein erfreuliches Resultat auf internationaler Ebene. Die 19-Jährige belegte beim Turnier im polnischen Czarny Bor den dritten Platz in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm.

 

Gleich zum Auftakt ging es für die Wittenerin gegen die starke Weißrussin Hanna Vaher. „Da habe ich vielleicht anfangs ein bisschen zu viel Gas gegeben“, äußerte sich Herda selbstkritisch. Ihr furioser Start führte zwar zu einem klaren Vorsprung, der jedoch mit zunehmender Kampfdauer zusammenschmolz. Immerhin: Am Ende hatte die KSV-Ringerin die Nase knapp vorn, gewann mit 11:8.

 

Im zweiten Kampf hatte es Viviane Herda, deutsche Juniorinnen-Meisterin von 2016, mit der Polin Jowita Wrzesien zu tun. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes, packendes Duell. Nach einem sehenswerten Wurf ging die KSV-Ringerin mit 5:3 in Führung, wurde wenig später aber selbst geworfen - 8:5 für die Polin. „Am Ende hatte ich das Gefühl, ein wenig verpfiffen zu werden“, so Herda zu einigen fragwürdigen Entscheidungen des Unparteiischen. So gewann Wrzesien das Duell mit 10:5, holte sich später auch Platz eins in dieser Gewichtsklasse.

 

Mit den folgenden Gegnerinnen hatte die Wittenerin wenig Mühe. In der Trostrunde fertigte sie Katharina Gillewitsch (Frankfurt/Oder) technisch überlegen mit 10:0 ab, musste auch im Bronzekampf beim 11:0 gegen Tamara Dollak (Ungarn) nicht über die volle Distanz gehen.

 

Für Viviane Herda folgt jetzt noch ein einwöchiger Lehrgang in Freiburg, zu Beginn des Jahres steht dann am 14. Januar schon ein Kader-Pflichtturnier in Koblenz an, bei dem es in Bezug auf die Nominierung für die U 23-Europameisterschaft - dann in der neuen Klasse bis 62 Kilogramm - schon mächtig zur Sache gehen dürfte.

Andreas Eisenkrein ging mit Übergewicht in den Kampf

10.12.17

 

DMM-Endrunde Ringen:

 

Deutlicher als erwartet:

KSV Witten steht im DMM-Viertelfinale

TV Walheim diesmal kein gleichwertiger Gegner

 

 

Bei der 9:11-Heimniederlage in der Liga hatte der KSV zur Pause bereits mit 0:10 im Rückstand gelegen, dann noch eine Aufholjagd gestartet und letztlich knapp, aber verdient verloren. Diesmal, beim Rückkampf im Achtelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen, war es für die Ringer aus der Ruhrstadt deutlich einfacher. Auch hier drohte zunächst wieder ein größerer Rückstand – doch dank geänderter KSV-Aufstellung und der Tatsache, dass der TV Walheim eine Klasse verletzungsbedingt nicht besetzen konnte, spielte den Hausherren in die Karten.

 

Im Eröffnungskampf schenkte der KSV die Punkte diesmal her – gegen den starken Bulgaren Stoyan Spasov trat der übergewichtige Andreas Eisenkrein an und gab schnell auf (0:4). Dann kam es zu einer Premiere für den Neu-Wittener und Ex-Walheimer Kasim Aras: der Klassik-Spezialist versuchte sich im Schwergewicht im freien Stil – und traf da auf einen ausgemachten „Freistiler“, Zviad Metreveli. Und Aras schlug sich beachtlich, ging sogar in Führung, um am Ende nur knapp zu unterliegen. Und die Niederlage deutlich in Grenzen zu halten (0:5)! In Kampf Nr. 3 dann die ersten Punkte für die Hausherren, als Arthur Eisenkrein gegen den jungen Purja Jamali dominierte und schon in den ersten Kampfsekunden punktete. Am Ende ein hoher Sieg für den Wittener, der seine Farben auf 3:5 heranbrachte.

 

Dass dann auch Imants Lagodskis Stilart-verkehrt ranmusste, lag zum einen daran, dass Simeon Stankovich nicht zur Verfügung stand, zum anderen, dass Kasim Aras das 98 kg-Limit nicht erreicht hatte. Ansonsten wäre es wohl zum erneuten Aufeinandertreffen des KSV-Ringers mit Metreveli gekommen. So ging Lagodskis beherzt zu Werke, lag anfangs in Führung, um dann in Halbzeit zwei gleich zehn Zähler abzugeben. Kurz vor Schluss punktete er selbst nochmal und hielt damit auch diese Niederlage in Grenzen (3:7).

 

Kampflos kam Idris Ibaev zum Erfolg – nach der im Hinkampf erlittenen Verletzung war Robin Pelzer noch nicht wieder einsatzfähig, ein adäquater Ersatz stand den Gästen nicht zur Verfügung. Vier Punkte für das Heimteam, Pausenstand damit 7:7.

 

Dass es dann in Halbzeit zwei nicht mehr dramatisch wurde, lag an Ufuk Canli und Alexander Storck. Nachdem Canli im Ligakampf zunächst noch Probleme mit Maximilian Otto gehabt hatte, ging er diesmal sehr konzentriert in die Begegnung und sicherte seiner Mannschaft drei Punkte (10:7). Das Duell zwischen Alexander Storck und dem Ex-Meister Yaschar Jamali ist immer von Taktik geprägt – so auch diesmal. Der Walheimer ging zweimal in Führung, doch Storck konnte dranbleiben und die entscheidende Wertung aus der vierten Minute über die Zeit bringen (11:7).

 

Damit waren die Männer um Coach Fatih Sirin schon fast durch, denn die Gäste boten in den nächsten Kämpfen nicht ihre Top-Athleten auf. Mateusz Wolny hatte den Ex-Wittener Zweitliga-Ringer Rabbia Khalil sicher im Griff und brachte nach dreieinhalb Minuten den Überlegenheitssieg unter Dach und Fach – 15:7! Und auch Ilie Cojocari wurde von Michael Otto nicht wirklich gefordert. Nach einer Vierer-Wertung in der ersten Minute folgten schnell weitere zum sicheren 16:0-Erfolg nach gut anderthalb Minuten (19:7).

 

Im abschließenden Kampf wurde es nochmal interessant, doch Ibro Cakovic zeigte sich diesmal deutlich überlegen, lag den Kampf über immer in Führung und gewann am Schluss auch in der Höhe verdient gegen den gewiss nicht schlechten Ahmed Hyusein.

 

So gab es in diesem Endrundenkampf am Ende keine Zweifel über den Sieger, der KSV Witten hat sich eindrucksvoll als Nr. 1 im NRW-Ringersport zurückgemeldet. In der kommenden Woche schon, Samstag, 16. Dezember, 19:30 Uhr, kommt es in der Husemannhalle zum Viertelfinal-Hinkampf. Da stellt sich der KSV Köllerbach in Witten vor, ein Verein, der in dieser Saison die Meisterschaft als Ziel angegeben hat. Die Hausherren wollen den Titelaspiranten fordern, werden sicher gegenüber dem Ligakampf einige Veränderungen vornehmen. Man darf gespannt sein ….

Andy Zenger Schultersieger im Einlagekampf

10.12.17

 

KSV Witten 2:

Schon an der Waage verloren

Sieben Ringer sind zu wenig

 

Nur mit einer Rumpfmannschaft konnte sich die KSV-Reserve im letzten Heimkampf der Saison präsentieren. Sieben Sportler waren da, neun müssen es eigentlich sein, acht davon das vorgeschriebene Kampfgewicht aufweisen – somit ging die Begegnung schon an der Waage an den unangefochtenen Spitzenreiter der Liga.

 

Nur zwei Wittener Akteure konnten sich in den Einlagekämpfen durchsetzen: Andreas Zenger schulterte seinen Gegner, Schojah Zaryala gewann mit technischer Überlegenheit. Trotz seiner Niederlage wusste auch Gensche Gereev durchaus zu gefallen, er hatte es immerhin mit einem Deutschen Jugendmeister des Vorjahres zu tun.

 

 

KSV Witten 07 II

RG Hürth/ Rheinbach

0:40

 

 

 

 

 

57

Zenger, Andreas (J)

Karimov, Asadula (JN)

SS

4:0

61

Öztürk, Tugkagan (J)

Atici, Cihan (J)

AS

0:4

66

Gereev, Gensche (JN)

Stoll, Marco (J)

PS

0:2

71

Omarzy, Khalid (N)

Sulejmanov, Musa (J)

PS

0:1

75 A

Stoll, Tim

KL

0:4

75 B

Zaryalay, Schojah (N)

Isikkan, Semih (J)

4:0

80

Kurle, Thomas

KL

0:4

86

Tasdemir, Mert (J)

Surikow, Daniel

SS

0:4

98

Stankovich, Martin (J)

Khoshbin, Rouzbeh

0:4

130

Meul, Simon

KL

0:4

Skeptische Blicke von Trainer Fatih Sirin und Masseur Hamid el Khadi beim letzten Walheim-Kampf

06.12.17

 

DMM-Endrunde Ringen (Samstag, 9. Dezember, 19.30 Uhr Husemannhalle Witten):

Erster Wittener Endrunden-Heimkampf seit Januar 2007 - „wir woll’n Euch siegen seh’n“

KSV kann über Walheim das Viertelfinale erreichen – Vorsprung ist keine Garantie

 

Etwas Historie zu Beginn: in der Saison 2007/2008 war der KSV Witten, seines Zeichens siebenfacher Deutscher Mannschaftsmeister im Ringen, letztmalig in einer DMM-Endrunde vertreten. Im Achtelfinale war der KFC Leipzig ein Gegner nach Maß – zweimal setzte sich Witten sicher durch. Dann, im Januar 2008, ging’s im Viertelfinale gegen SV „Siegfried“ Hallbergmoos. In Bayern gewann der KSV (24:19), durfte sich berechtigte Hoffnungen auf das Erreichen des Halbfinals machen – doch die „Siegfrieds“ drehten in der Husemannhalle den Spieß um. Mit 24:15 verließen sie als Sieger die Matte und kamen eine Runde weiter.

 

Und jetzt, fast 10 Jahre später, in der Saison 2017/18, hat Witten nach dem gewonnenen Hinkampf gegen den TV Walheim erneut die Chance, im Rennen um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft weiterzukommen. Das Resultat von 2007/08 – und der Verlauf der Ligakämpfe in diesem Jahr – lassen jedoch eine nur ganz vorsichtige Prognose zu. Klar – der KSV 07 will in die nächste Runde einziehen („wir woll’n Euch siegen seh’n!“), doch sind sowohl Trainer Fatih Sirin als auch seine Ringer massiv gefordert, wollen sie dieses Ziel am Samstag erreichen. Denn im Rückkampf der Bundesliga hatte der TV Walheim dominiert, zur Pause bereits mit 10:0 in Führung gelegen. Erst nach einer starken zweiten Hälfte kamen die Ringer aus der Ruhrstadt auf, konnten jedoch die Niederlage (9:11) nicht mehr verhindern – Mannschaft und Anhang aus der Kaiserstadt feierten ihren „Auswärtssieg“!

 

Denn im Verlaufe der Saison hatten die Wittener in der Rückrunde „geschwächelt“, „nur“ knappe Siege neben den Niederlagen gegen Walheim und Köllerbach gelandet. Es zeigte sich, dass das die Mannschaft mit den geänderten Stilarten in den einzelnen Klassen die Qualität der ersten Hälfte der Saison nicht erreichte. Und so ist der KSV nun im Rückkampf gefordert, den Sechs-Punkte-Vorsprung zu verteidigen.

 

Und da sind wir schon wieder bei der ersten Kampfhälfte, wie sie am Samstag u.U. zu erwarten ist. Die 57 kg-Kategorie können die Hausherren im klassischen Stil nicht adäquat besetzen – Vorteil Walheim. Im Schwergewicht verlor Imants Lagodskis zuletzt gegen seinen Walheimer Kontrahenten – das muss man auch diesmal erwarten. Und auch die 61 kg-Klasse ist im Freistil ein Manko beim KSV. Dann die Kategorie 98 kg – hier ist der routiniertere Martin Otto gegen den jungen Simeon Stankovich erneut in der Favoritenrolle. Und dann die Kategorie 66 kg – hier verloren zuletzt sowohl Dawid Ersetic als auch Idris Ibaev gegen Robin Pelzer. Wenn es wieder so laufen sollte, sind dies also alles andere als gute Aussichten für das Team von Fatih Sirin. Doch der kann vielleicht noch einmal in die „Wundertüte“ greifen und die eine oder anderen Überraschung präsentieren. Wie in Walheim, als Ersetic eine Klasse tiefer als normal und Alex Storck zwei höher aufliefen – und gewannen.

TV-Ringer-Trainer Yaschar Jamali weiß um diese Konstellation, wird versuchen, die Wittener Aufstellung zu kontern. Genügend hochklassige Ringer hat er dafür zur Stelle, die – trotz der Niederlagen im Hinkampf in Aachen – ebenso in der Lage sind, ihre Wittener Konkurrenten zu besiegen und das Ergebnis zugunsten von Walheim zu drehen.

 

Spannung pur wird es geben am Samstagabend in der Husemannhalle, hochklassige Kämpfe ebenfalls. Der TV Walheim hatte sich in den Liga-Kämpfen die inoffizielle NRW-Meisterschaft mit zwei Siegen gesichert – die ebenso inoffizielle DMM-NRW-Meisterschaft möchten die Männer aus der Ruhrstadt jedoch gern selbst gewinnen.

 

Kampfrichterin ist Ramona Scherer aus Neu-Isenburg in Hessen.

 

KSV Witten 2 erwartet Tabellenführer RG Hürth/Rheinbach

Ab 17.30 Uhr in der Husemannhalle

 

Einsam ziehen die Ringer des ehemaligen Wittener KSV-Bundesligaringers und Deutschen Meisters Guido Dickmeis ihre Runden: mit 28:0 dominieren sie die Verbandsliga, haben vier Zähler Vorsprung auf den Zweiten RC Ehrenfeld und sogar 11 gegenüber Kirchlinde auf Rang drei. Die KSV-Verbandsligamannschaft belegt derzeit Platz sieben – und hat die Saison unter das Motto „Jugend forscht – Jugend sammelt Erfahrung“ gestellt. Es ist nicht immer einfach für Coach Attila Bayrak, Woche für Woche eine Mannschaft auf die Matte zu bringen, muss er doch immer wieder einige seiner Top-Athleten in den Bundesligakader abgeben.

 

Würde er sich nicht selbst das eine oder andere Mal in den Dienst der Mannschaft und auf das Wettkampfprotokolle bringen, läge der Altersschnitt bei gerade einmal knapp 17 Jahren! Das zeigt, dass dieses Motto durchaus seine Berechtigung hat. Und so wird es auch wieder gegen die Kampfgemeinschaft aus den Rheinland mit den Deutschen Jugendmeistern Marco und Timm Stoll wieder sehr schwer, ein ordentliches Resultat zu erzielen. Doch auch das ist sicher: die jungen Wittener werden alles geben, dies zu erreichen!

Gensche Gereev kämpfte stark im Odenwald

04.12.17

 

KSV-Jugend schließt Wettkampfjahr mit guten Ergebnissen ab

Gute Platzierungen beim Odenwald-Turnier in Rimbach – Klassensieg für „Kuti“ Öztürk

 

 

 

Eine letzte Formüberprüfung in diesem Jahr gab es für eine kleine Gruppe von Jugendringern des KSV Witten am vorletzten Wochenende: im hessischen Rimbach wurde das „Odenwald-Turnier“ im griechisch-römischen Stil ausgetragen, und die jungen Athleten des aus der Ruhrstadt konnten einmal mehr durch gute Kämpfe und entsprechende Resultate überzeugen. Ein Klassensieg, einmal Platz zwei sowie ein vierter und ein fünfter Rang rundeten damit das aus Wittener Sicht erfolgreichste Wettkampfjahr seit langem ab. So war am Ende auch Trainer Jan Kramarczyk mit seinen Eleven hochzufrieden.

 

Seine aufsteigende Formkurve stellte Kutkagan „Kuti“ Öztürk mit seinem Sieg in der 46 kg-Klasse der B-Jugend unter Beweis. In der Vorrunde konnte er einen Gegner schultern, seine beiden Punkterfolge waren jeweils deutlich und sicher. Das Finale führte ihn gegen Nico Reichel aus Nieder-Liebersbach, den er bei einer 6:4-Punkteführung ebenfalls schultern konnte – sein erster Sieg bei einem großen Turnier!

 

„Nur“ den zweiten Platz belegte Noah Englich (Kadetten, 42 kg). „Schuld“ daran war einmal mehr sein Dauergegner Albert Nakaev mit KSK Neuss, dem er in diesem Jahr bereits im Finale der Deutschen Meisterschaft unterlegen war, den er aber bei anderen Wettkämpfen auch schon besiegt hatte. Englich startete mit zwei sicheren Punktsiegen, ehe er dann dem Neusser mit 1:6 unterlag. Beide kennen sich, auch aus gemeinsamen Lehrgängen, sehr gut – taktische Finessen entschieden auch diesmal die Begegnung.

 

Mit einer starken Leistung wartete Gensche Gereev (Kadetten, 63 kg) auf. Mit drei Siegen marschierte er durch die Vorrunden – einmal gewann er auf Schultern, einmal sicher nach Punkten und nur in einem Kampf hatte er 10:10 Punkten das Glück auf seiner Seite. Gegen den Deutschen Meister Deni Nakaev aus Neuss stand der junge Wittener diesmal gut und verlor hielt die Niederlage beim 2:11 in Grenzen. Im kleinen Finale unterlag Gereev dem Hürther Marco Stoll, ebenfalls Deutscher Jugendmeister, mit 3:7 und lieferte auch in diesem Kampf eine gute Leistung ab – Rang vier!

 

Das Wittener Quartett wurde durch Alexander Boric (B-Jugend, 58 kg), vervollständigt. Nach einer Punkt- und einer Schulterniederlage sicherte er sich im Platzierungskampf gegen Marcel Eckert aus Rimbach einen Schultersieg und durfte sich über seinen fünften Rang freuen.

 

Jetzt beginnt die Wettkampfvorbereitung für die neue Meisterschaftssaison, die ab Januar mit den Bezirksmeisterschaften in den verschiedenen Altersklassen startet.

Tukgagan Öztürk wurde Punktsieger

03.12.17

 

KSV-Reserve zieht sich achtbar aus der Affäre

 

12:20-Niederlage beim Tabellenzweiten mit vier Wittener Siegen

 

 

 

 

 

Mehr als achtbar zog sich das junge Wittener Verbandsliga-Team beim Tabellenzweiten RC Ehrenfeld aus der Affäre, obwohl mit Idris Ibaev (Bundesliga) und Pascal Wittke (verletzt) zwei Leistungsträger nicht dabei waren. KSV-Coach Attila Bayrak stellt sich einmal mehr in den Dienst der Mannschaft, füllte sie im Schwergewicht auf, um die ansonsten von vornherein drohende 0:40-Niederlage abzuwenden. Denn die 86 kg-Klasse konnte Witten nicht besetzen und die Regel fordert, dass eine Mannschaft zumindest neun Aktive auf die Matte bringen muss. So gelang zumindest ein achtbares Ergebnis gegen die in der Tabelle mit sieben Punkten Vorsprung auf Rang zwei stehenden Kölner.

 

Der KSV konnte sogar vier Begegnungen für sich entscheiden: Andreas Zenger (57 kg) glänzte mit einem Schultersieg, Schojah Zaryalay (75 kg) kam zum Überlegenheitssieg, Tugkagan Öztürk (61 kg) und Mert Tasdemir (80 kg) trugen je zwei Zähler zum guten Mannschaftsresultat bei. Einen schweren Stand hatte der jungen Martin Stankovich, der gegen den ehemaligen Wittener Zweitligaringer Kevin van Rienen technisch unterlag. Das gilt für Gensche Gereev in gleicher Weise, er hatte es mit dem Ex-Juniorenmeister Melvin Pelzer zu tun.

 

Mit knappen Niederlagen trugen Khalid Omarzy (71 kg) und Bahtiyar Dündar zum guten Kampfergebnis bei, während Attila Bayrak den Kampf aufgab und eine Klasse kampflos an den RC Ehrenfeld fiel.

 

 

RC Ehrenfeld 1976

KSV Witten 07 II

20:12

 

 

 

 

 

 

 

57

Stienen, Sandro

Zenger, Andreas

SS

0:4

61

Hamian, Jean-Michel

Öztürk, Tugkagan

PS

0:2

66

Pelzer, Melvin

Gereev, Gensche

4:0

71

Özcan, Enes

Omarzy, Khalid

PS

2:0

75 A

Offizier, Kevin

Dündar, Bahtiyar

PS

2:0

75 B

Eskrat, Habibullah

Zaryalay, Schojah

0:4

80

Fink, Robert

Tasdemir, Mert

PS

0:2

86

Petrosyan, Eduard

KL

4:0

98

van Rienen, Kevin

Stankovich, Martin

4:0

130

Fahham, Mohammad Dib

Bayrak, Attila

AS

4:0

 

 

Kampfrichter: Grieß, Udo

     
... einer für alle, alle für einen: mit diesem Motto gewann der KSV in Walheim

03.12.17

Sieg für KSV Witten im ersten DMM-Endrundenkampf seit 2008

Sirin-Mannschaft gewinnt in Walheim

 

Da hat er sich einiges einfallen lassen, der Wittener Trainer Fatih Sirin. Denn in der Hinbegegnung des Achtelfinalkampfes um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft beim NRW-Rivalen TV Walheim zauberte er gleich zwei Asse aus dem Ärmel: Dawid Ersetic, bislang in der 66 kg-Kategorie aufgeboten, stand im 61 kg-Limit und gewann da vier Zähler – und Alex Storck zog er gleich zwei Klassen höher, und auch dieser Schachzug war erfolgreich, denn der zeigte sich einmal mehr stark und routiniert, gewann zwei Punkte für sein Team.

 

Doch der Reihe nach. Auch in der Bundesliga-Runde hatte sich bereits gezeigt, dass der KSV Witten in dieser Stilarten-Konstellation offensichtlich stärker aufgestellt ist – so auch am Samstag im Aachener Vorort. Denn die Ringer aus der Ruhrstadt starteten „wie die Feuerwehr“, durften sich über drei Auftaktsiege freuen. Nr. 1 durch Arthur Eisenkrein, der den jungen Purja Jamali sicher mit 14:6 distanzierte und drei Punkte für seine Farben sicherte (57 kg).

 

Nr. 2: der mit Spannung erwartete Kampf des Ex-Walheimers Kasim Aras (130 kg) im KSV-Trikot gegen seinen jungen Nachfolger Martin Otto verlief so, wie man es erwarten konnte. Der Wittener setzte sein Gewicht geschickt ein, drängte den TV-Kämpfer in die Passivität und gewann schließlich sicher mit 5:0 Punkten – weitere zwei Mannschaftspunkte für die Gäste, Zwischenstand 5:0. Und dann war Dawid Ersetic an der Reihe (61 kg) – sein bulgarischer Gegner Stoyan Spasov lag schon nach dem ersten Angriff auf den Schultern, vier KSV-Punkte und 9:0-Führung für Witten!

 

Einen Dämpfer bekamen die Gäste in der vierten Begegnung: Imants Lagodskis (98 kg) kommt mit Zwiad Metreveli einfach nicht klar. 0:5 lautete das Ergebnis am Ende, die ersten zwei Punkte für die Heimmannschaft, 2:9 der neue Punktestand. In der 66 kg-Klasse stand Yunier Castillo nicht zur Verfügung, Andreas Eisenkrein musste im ungeliebten Freistil für ihn auf die Matte. Und das gegen den Deutschen Ex-Meister Yasar Jamali – die Aufgabe war zu schwer. Immerhin hielt sich der Wittener bis in die fünfte Minute im Kampf, dann hatte der Walheimer 15 Punkte zum Überlegenheitssieg gesammelt. Mit 6:9 ging es damit in die Pause – es war noch alles drin!

 

Da ging es mit Mateusz Wolny (86 kg) weiter, der gegen Mario Dotsin wieder ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen hatte. Der Walheimer ging in Runde eins in Führung, doch die zweite Kampfhälfte gehörte dann dem Wittener, der u.a. mit einer großen Vierer-Wertung am Ende mit 11:3 gewann und seinem Team drei weitere Punkte sicherte – 6:12. Doch der erneute Dämpfer kam in der 71 kg-Klasse, wo der KSV den jungen Idris Ibaev gegen Robin Pelzer aufbot. Die Begegnung endete äußerst umstritten, denn der KSV-Kämpfer führte beim 4:4-Punktestand aufgrund seiner Vierer-Wertung, als er kurz vor Ende der ersten Halbzeit wegen Beinarbeit disqualifiziert wurde. Das fand auf Wittener Seite absolut keinen Beifall – der Punktestand wurde wieder eng, 10:12!

 

Alex Storck – der „Allround-Ringer“ des KSV, beruhigte die Nerven seiner Farben dann wieder etwas. Eigentlich in der 71 kg-Kategorie zu Hause, stand er gegen den jungen Maximilian Otto sehr sicher, sammelte Punkt um Punkt und gewann am Ende mit 5:0. Zwei weitere Wittener Mannschaftszähler zum 10:14 vor den abschließenden Kämpfen der 75 kg-Klasse.

 

Da hat Trainer Fatih Sirin mit Ilie Cojocari und Ibro Cakovic immer zwei Asse im Ärmel – doch sichere Siege konnten diesmal nicht erwartet werden, zu stark die Kämpfer auf Seiten des TV Walheim! Doch beide Wittener zeigten sich gleichermaßen kampf- und nervenstark: zunächst musste Ibro Cakovic gegen den mehr als unbequemen Ahmed Hyusein ran, ging schnell in Führung und baute diese noch zum 6:0-Zwischenstand aus. Doch in Abschnitt zwei glich der TV-Ringer zum 6:6 aus, führte aufgrund der höheren Wertung – aber Cakovic gelang in der letzten Minute die entscheidende Wertung zum hart erkämpften 8:6-Erfolg. Ein weiterer Punkt für den KSV Witten, der damit bereits den sicheren Sieg eingefahren hatte – 10:15!

 

Da konnte es Ilie Cojocari eigentlich locker angehen lassen. Tat er aber nicht: er wollte die Niederlage aus der letzten Begegnung gegen Gevorg Sahakyan vergessen machen. Und das gelang dem KSV-Moldawier eindrucksvoll. Jeweils in der ersten Minute in beiden Kampfhälften konnte er mit Vierer-Wertungen glänzen, doch der Armenier aufseiten der Gastgeber blieb im Kampf; der holte seinerseits eine „große“ Wertung, kam in der letzten Minute noch dreimal mit zwei Punkten an den Wittener heran. Der rettete den kleinen Vorsprung ins Ziel, gewann am Ende 11:10 und sicherte den letzten Mannschaftspunkt für sein Team. 10:16 stand für den KSV auf der Anzeigetafel angeschlagen – ein Ergebnis, das nicht unbedingt zu erwarten war.

 

Beim letzten Ligakampf in Witten hatte sich der TV Walheim eindrucksvoll als Mannschaft präsentiert und verdient gewonnen – dieses Plus lag diesmal aufseiten des KSV Witten! Doch werden die Männer von Coach Fatih Sirin am kommenden Samstag (9. Dezember, 19.30 Uhr, Husemannhalle) diese Leistung wiederholen müssen, um die nächste Runde zu erreichen. Denn während die Kaiserstädter in der Rückrunde nach dem Stilartenwechsel besser zu stehen scheinen, ist das beim KSV nicht unbedingt der Fall – das zumindest lassen die Liga-Ergebnisse vermuten. Also wird es nochmal höchst spannend, wenn es zum weiteren NRW-Derby kommt – gleichzeitig der erste DMM-Heimkampf des KSV seit 2008!

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