Dezember 2018

09.12.18

Vorentscheidung verpasst: KSV unterliegt in Lübtheen

Tabellenletzter zeigt sich kampfstark

 

Da hätte der KSV Witten an diesem Wochenende bereits eine Vorentscheidung über das Erreichen des begehrten dritten Tabellenranges schaffen können. Der main-fränkische Mitbewerber SC Kleinostheim patzte beim SVA Nackenheim mit 8:26 – bei einem Sieg in Lübtheen gegen den vorherigen Tabellenletzten RV wäre der KSV auf Platz drei vorgerückt. Selbst wenn man die knappen – und teilweise unglücklichen – Niederlagen von Alexander Storck, Ilie Cojocari oder Ufuk Canli außer Acht lässt – der verletzungsbedingte Ausfall vom bulgarischen Neuzugang Daniel Aleksandrov, bisher immer für vier Punkte gut, war nicht zu kompensieren. Altmeister Adam Juretzko stellte sich in den Dienst der Mannschaft, die Niederlage konnte er indes nicht verhindern.

Der Pausenstand ließ noch alles offen – 6:6 stand es nach fünf Begegnungen. Arthur Eisenkrein konnte knapp die „Höchststrafe“ von vier Zählern gegen seine Farben verhindern (3:0) und Imants Lagodskis schaffte kurz vor Ende des Kampfes die siegbringenden Punkte (3:1). Die positive Entwicklung von Ramzan Awtaew war daran zu erkennen, dass er quasi mit dem Schlussgong die entscheidende Wertung zum Punktsieg erzielte (3:2). Eine blendende Vorstellung gab einmal mehr Nico Brunner, als er – bei eigener Punktführung von 13:0 – noch im ersten Kampfabschnitt Schultersieger wurde (3:6). Dann musste Perica Dimitrijevic die Überlegenheit des Junioren-Europameisters Andrej Ginc anerkennen und unterlag glatt, nachdem er einen furiosen Start mit sechs Punkten hingelegt hatte (6:6).

Der zweite Kampfabschnitt war bisher immer die Stärke des KSV Witten – diesmal hatte Lübtheen die besseren Lösungen parat. So musste sich Ufuk Canli erst durch eine Wertung kurz vor Schluss dem Deutschen Ex-Meister Lennard Wickel geschlagen geben (7:6). Und auch Alex Storck fand gegen den ehemaligen Vizemeister Dennis Langner keine Mittel, konnte erst gegen Ende des Kampfes verkürzen (9:6). Danach ruhten die Hoffnungen der Wittener auf Altmeister Adam Juretzko – doch er hatte mit dem Dänen Bisultanov einen internationalen Top-Ringer gegen sich, der gerade Vizeweltmeister der U 23 geworden und an diesem Tag nicht zu besiegen war (12:6). Und auch Ilie Cojocari hatte es mit einem international erfolgreichen Dänen zu tun, Frederik Bjerrehuus hatte beim diesjährigen Grand Prix in Dortmund den zweiten Platz erkämpft. Die Begegnung war lange Zeit offen – der Däne verteidigte seinen Vorsprung schließlich über die Zeit (13:6). Da nutzte am Ende auch der Überlegenheitssieg von Ibro Cakovic nichts, die Niederlage war besiegelt (13:10).

Die Gastgeber haben ihre gute Leistung aus dem Hinkampf in Witten damit bestätigt, als sie zwar deutlich unterlagen, in den Einzelbegegnungen jedoch teilweise gleichwertig waren. Doch wie geht es jetzt weiter im Kampf um Platz drei, der u.U. zur Teilnahme an der DMM-Endrunde berechtigt? Der KSV muss im Heimkampf am kommenden Samstag den SVA Nackenheim Fall besiegen – eine schwere Aufgabe, zeigten die Rheinhessen doch gerade gegen Kleinostheim ihre Klasse auf. Und Kleinostheim muss wiederum beim Tabellenführer Heilbronn verlieren, was nicht gerade unwahrscheinlich erscheint. Und wichtig: liegen Kleinostheim und der KSV am Ende gleichauf, entscheidet der direkte Vergleich. Und er spricht mit einem Sieg und einem Remis für die Mainfranken …… Man hätte sich auf Wittener Seite die Rechnerei durch einen Sieg in Mecklenburg ersparen können – die Heimmannschaft war jedoch stark, präsentierte sich nicht wie ein Tabellenletzter und hatte das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

06.12.18

KSV auf großer Tour: erstmals beim RV Lübtheen

Sieg ist Pflicht, soll die Endrunde erreicht werden

 

Auf eine relativ weite Reise begeben sich die Bundesliga-Ringer des KSV Witten an diesem Wochenende: die Reise geht nach Mecklenburg, wo der RV Lübtheen Gastgeber ist. Fast 500 km sind zurückzulegen, um den 5.000-Seelen-Ort zwischen Lüneburg und Ludwigslust zu erreichen. Und nicht nur die Reisestrapazen werden anstrengen, wohl auch die Begegnung beim Tabellenletzten selbst. Denn die Platzierung sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Teams aus dem Norden – eine Rückschau auf die Hinbegegnung in der Husemannhalle macht das deutlich.

Zwar gewannen die Wittener seinerzeit mit 17:4 deutlich, doch waren die Einzelbegegnungen teilweise hart umkämpft. Acht von zehn gingen über die Zeit und die KSV-Akteure durften sich über knappe Punktsiege mit 7:6, 5:4 oder gar 4:4 freuen. Und der RV Lübtheen verfügt über eine Reihe hervorragender Kämpfer, an der Spitze der frischgebackene Junioren-Europameister André Ginc; Namen wie Emanuel Krause, Dennis Langner, Martin Buhz, Lennart Wickel oder Nico Graf sind seit Jahren in den Top-Listen verschiedener Bundesliga-Teams zu finden und stehen auch heute noch für erstklassigen Ringkampf. Dänische Ringer, an der Spitze Anders Nyblom, der Bulgare Mitko Asenov oder die Tschechen Jan Ziska und Artur Omarov sind starke internationale Ergänzungen im Team der Mecklenburger.

Ein Sieg ist trotzdem Pflicht für die Männer um Fatih Sirin, will man das Ziel „Endrunde“ nicht aus den Augen verlieren. Denn Witten und Kleinostheim stehen aktuell mit jeweils neun Minuspunkten gleichauf in der Tabelle. Vorausgesetzt, beide Mannschaften erfüllten an diesem Samstag ihre Pflichtaufgaben – der KSV in Lübtheen, der SC in Nackenheim –, werden die abschließenden Begegnungen am kommenden Wochenende über die endgültigen Platzierungen entscheiden. Da empfängt der KSV den SVA Nackenheim, während Kleinostheim Tabellenführer Heilbronn zu Gast hat – auf dem Papier also dürfte der KSV im Vorteil sein. Und sollte das alles klappen, spielt dann das Los eine große Rolle: denn von den drei Drittplatzierten der Bundesliga-Gruppen werden bei der DMM-Auslosung nur zwei aus dem Lostopf gezogen, die – neben den Erst- und Zweitplatzierten – das Feld für’s Viertelfinale komplettieren. Also noch eine Reihe von Fragezeichen für das Team vom KSV Witten, das sich zunächst auf den Kampf in Mecklenburg konzentrieren muss, will es die gute Ausgangsposition erhalten.

02.12.18

Punktreicher Ringer-Abend: KSV besiegt RC Merken im NRW-Derby

 

Es war ein unterhaltsamer Abend, den die Ringer-Fans am Samstag in der Husemannhalle erlebten, als sich die NRW-Clubs KSV 07 und RC Merken gegenüberstanden. Denn es fielen fast 130 Kampfpunkte in den zehn Partien – ein Wert, der auf den Ringermatten nicht so häufig ist, noch dazu in der höchsten Liga! Am Ende hatte Witten einen deutlichen Heimsieg eingefahren, der aber teilweise hart erkämpft werden musste. Nach der – auch verletzungsbedingten – Niederlage von Arthur Eisenkrein glich Imants Lagodskis postwendend aus, Ramzan Awtaew kam zum sicheren Erfolg und Nico Brunner durfte sich über seinen Sieg gegen einen internationalen Spitzenmann freuen. Die Emotionen kochten hoch, als Perica Dimitrjevic vor der Pause bei eigener Punktführung von Kampfleiter Christian Deeken (Köln) disqualifiziert wurde.

Danach dominierte nur noch der KSV: Ufuk Canli legte mit dem knappen Erfolg nach, ebenso Alexander Storck. Und Daniel Aleksandrov tat das, was er immer tut: er gewann mit einem „Vierer“, der Höchstwertung – wie in allen seinen fünf Kämpfen bisher. Diesmal beendete er sein Match nach knapp zwei Minuten durch technische Überlegenheit. Die erzielte auch Ilie Cojocari und in der abschließenden Begegnung wurde Ibro Cakovic – in Führung liegend – Aufgabesieger durch Verletzung des Gegners.

In der kommenden Woche dürfte es schwerer werden, wenn der KSV Witten erstmals in der Vereinsgeschichte beim RV Lübtheen antritt. Zwar verloren die Mecklenburger am Samstag in Kleinostheim schon an der Waage – das dürfte ihnen zu Hause sicher nicht passieren. Den Hinkampf gewann der KSV zwar deutlich mit 17:4, doch die Einzelkämpfe waren durchweg eng - das verspricht eine spannende Begegnung. Mit einem Sieg würde sich der KSV die Opiton auf Erreichen der DMM-Endrunde offen halten können.

Der KSV setzt einen Bus für die Fahrt nach Lübtheen ein, Mitfahrinteressenten können sich beim KSV-Vorstand melden.

Heimmannschaft

Gastmannschaft

 

KSV Witten
24

RC CWS Düren-Merken  
8

 

Stil

Gew.

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

GR

57

Arthur Eisenkrein

Zurab Matcharashvili

0:4

TÜ 0:15

02:33

FR

61

Ramzan Awtaew

George Ramm

3:0

PS 11:3

06:00

GR

66

Perica Dimitrjevic

Melvin Pelzer

0:4

DV 7:8

05:35

FR

71

Alexander Storck

Timo Moosmann

2:0

PS 11:4

06:00

GR

75A

Ilie Cojocari

Domenik Chelo

4:0

TÜ 17:0

03:15

FR

75B

Ibro Cakovic

Zsombor Gulyas

4:0

AS 5:0

04:09

GR

80

Daniel Aleksandrov

Kai Stein

4:0

TÜ 15:0

01:46

FR

86

Ufuk Canli

Markus Knobel

1:0

PS 4:3

06:00

GR

98

Nico Brunner

Adam Varga

2:0

PS 7:4

06:00

FR

130

Imants Lagodskis

Daniel Anderson

4:0

TÜ 15:0

01:40

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