Dezember 2018

31.12.18

Zeitungsartikel über die Gründung des KSV Witten 07

Im „Wittener Tageblatt“ vom 9. Juni 1907

 

Ede Oldenburg hat im Wittener Zeitungsarchiv gestöbert und einen Zeitungsartikel über die Gründung des KSV Witten 07 entdeckt. Im Wittener Tageblatt vom 9.6.1907 heißt es da:

 

"Eingesandt

Sport

Unter den verschiedenartigen „Sports“ ist wohl derjenige Sport allen anderen vorzuziehen, welcher die Muskulatur des Menschen stärkt und stählt. Vor einigen Wochen traten auch hier, in unserem lieben Witten, Freunde des „Kraft-Sports“ zusammen, um über die Gründung eines „Kraft-Sport-Vereins“, welcher sich dem „Deutschen Athleten-Verbande“ anschließen soll, zu sprechen und eventuell zu gründen. Die anwesenden Herren erklärten sich sämtlich für die Gründung eines „Kraft-Sport-Vereins“, welcher nach den Regeln des Deutschen Athleten-Verbandes arbeiten soll. Ein anwesender Bürger unserer schönen Stadt Witten stellte sofort für die Anschaffung von Arbeitsmaterial zur Verfügung und wurde dieses hochedle Angebot dankbar als Grundstock angenommen. Eine Kommission wurde zur Ausarbeitung der Statuten gewählt und wird der „Kraft-Sport-Verein“ die Oeffentlichkeit wohl mehr beschäftigen, zumal schon einiges Arbeitsmaterial angekommen ist. Als Vereinslokal wurde das Restaurant „Drei Kaiser“, Inh. Herr Wilhelm Schwenke, einstimmig gewählt. In welchem Ansehen der Deutsche Athleten-Verband steht, zeigte der an den diesjährigen Pfingsttagen in Frankfurt Sachsenhausen abgehaltene Weltmeisterschafts-Wettstreit des Amateur Athleten …………. (unleserlich). Das Ehrenpräsidium dieses Festes bestand aus den Herren Sr. Exzellenz General-Oberst und General Adjutant von Linden ……, Sr. Exzellenz General der Infanterie von Eichhorn, kommandierender General des 18. Armeekorps, Oberbürgermeister Dr. jur. Franz A …. und Polizeipräsident und Königl. Landrat Scherenberg. An diesem Wettstreite nahmen sämtliche Staaten Europas teil. Ein Mitbegründer des Kraft-Sport-Vereins, Herr Fritz Herberholz, von hier, wurde in seiner Eigenschaft als Mitglied eines Bochumer Vereins beauftragt, an diesem Wettkampfe teilzunehmen und errang in heißem Kampfe den 5. Preis im Dreikampf und den 14. Preis im Ringen. Dieser Erfolg ist umso beachtenswerter, weil derselbe bei einer Konkurrenz von ca. 350 Amateur Athleten aus allen Ländern Europas erkämpft ist. Herr Herberholz übernimmt demnächst die Leitung der sportlichen Übungen in dem neuen „Kraft-Sport-Verein“ und  wird der Verein dadurch jedenfalls später die schönsten Erfolge zeigen. Für die Jugendriege ist das Alter von 17 Jahren festgesetzt und können Eltern oder Vormünder ruhig ihre Jungen zur Stählung der Muskulatur dem Vereine zuweisen, zumal der Verein allein für eine Ringermatte den Betrag von ungefähr 150 Mark angelegt hat.

Wir wünschen dem jungen Vereine zu seinem Geburtstage von Herzen ein fröhliches Blühen und Gedeihen zum Wohle der Menschheit und rufen demselben ein kräftiges Heil Heil zu."

 

KSV-Nostalgie: KSV-Jugend ca. 1963

Frank Bartel hat mal wieder in seinem Fundus gekramt – zum Vorschein kam ein Foto der KSV-Jugend aus dem Jahr 1962 oder 1963. Zu erkennen u.a. der ehemalige KSV-Vorsitzende und hier als Trainer fungierende August Nagel, der ehemalige türkische KSV-Ringer Enver Öz (daneben Tan Tari?), dazu die Jugendlichen Rainer Brockhoff, Stefan und Erwin Drexelius, „Ernie“ Krause, Klaus-Dieter Wilfried, Kurt Schudlich, Klaus Lipphaus, Hans Jazdonczyk, Rainer Brockhoff, Peter Schlimbach, Rolf Rohwedder, Detlef Englich.

Wer erkennt sich noch auf dem Foto – bitte melden!

Sieg im letzten Saisonkampf: Ibro Cakovic

30.12.18

KSV verabschiedet sich ordentlich aus der Saison

Vier Siege für Witten in Adelhausen

Das war durchaus ordentlich, was der KSV Witten in seinem letzten Saisonkampf beim verlustpunktfreien Meister der Gruppe Südwest, TuS Adelhausen, ablieferte. Das „letzte Aufgebot“ der Ruhrstädter unterlag zwar erneut, konnte jedoch vier der insgesamt neun Begegnungen für sich entscheiden.

Nach den ersten drei Kämpfen lagen der TuS – wie in Witten – bereits mit 12:0 in Führung: der verletzte Arthur Eisenkrein musste sich technisch geschlagen geben und Klassik-Ringer Simeon Stankovich durfte sich in der 130 kg-Kategorie erstmals im ungewohnten Freistil präsentieren – auch hier stand am Ende eine technische Überlegenheit des Gegners. Nachdem der KSV die 61 kg-Klasse nicht besetzen konnte und die Punkte kampflos abgab, war es Nico Brunner, der bei einer 2:0-Führung von der schnellen Aufgabe des Deutschen Meisters Peter Öhler profitierte und die ersten vier Zähler für sein Team einsammelte. In der letzten Begegnung vor der Pause hatte es Perica Dimitrijevic mit dem Vize-Europameister von 2017, Ivo Angelov, zu tun. Zu schwer für den Wittener, der bei einem 0:9-Rückstand nach gut zwei Minuten auf den Schultern landete.

Nach der Pause stand zunächst Ufuk Canli gegen den mehrfachen Titelträger Michael Kaufmehl vor einer schweren Aufgabe. Mit der moderaten 2:5-Niederlage zog er sich achtbar aus der Affäre. Dann ging es mit Daniel Aleksandrov weiter, der einen weiteren Sieg einfahren konnte, erstmals jedoch nicht mit vier Zählern, wie in den Kämpfen zuvor. Gegen den EM-Fünften diesen Jahres, Roland Schwarz, sammelte er in jeder Halbzeit einen Passivitätspunkt zum 2:0-Erfolg. Danach musste Nachwuchsmann Gensche Gereev, der eine Klasse aufgerückt im wenig praktizierten freien Stil stand, gegen den amtierenden Meister Alexander Semisorow ran. Da gab’s wenig zu gewinnen, in der zweiten Halbzeit stand der Überlegenheitssieg des Adelhauseners fest.

Traditionell sind die Wittener in den letzten beiden Begegnungen der 75 kg-Klasse stark aufgestellt – so auch in diesem Viertelfinale. Zunächst war es Altmeister Adam Juretzko, der zehn Sekunden vor Schluss die entscheidende Sieg-Wertung zum 3:2 erkämpfte, dann punktete Ibro Cakovic über die gesamte Distanz zum sicheren 12:3-Punktsieg. Niederlage ja, doch mit 9:22 allemal achtbar für das Sirin-Team.

Mit der Leistung seiner Akteure durfte Trainer Fatih Sirin angesichts der ungünstigen personellen Voraussetzungen denn auch zufrieden sein. Ordentlich verabschiedet, jetzt die Verletzungen auskurieren, dann in die Vorbereitungen für die Einzelmeisterschaften starten, das sind die Perspektiven der Wittener Ringer für die kommende Zeit. Und im September geht es dann in eine neue Saison der Ringer-Bundesliga, dann sicher mit dem einen oder anderen neuen Gesicht im Wittener Team!

28.12.18

KSV Witten auf großer Tour:

Viertelfinal-Rückkampf führt nach Adelhausen

In den äußersten Südwesten der Republik muss Ringer-Bundesligist KSV Witten 07 zum Jahresende reisen: im Viertelfinal-Rückkampf am Samstag (29.12.) muss der Dritte der Gruppe Nordwest zum Südwest-Ersten TuS Adelhausen – nochmal knappe 600 km sind zurückzulegen.

Vor einer Woche, in der Hinbegegnung, hatten sich die Südbadener in der Husemannhalle recht sicher mit 21:9 durchgesetzt, wenngleich einige KSV-Kämpfer sensationelle Auftritte zeigten. Experten machten sich nachher Gedanken, was mit einer optimalen Aufstellung möglich gewesen wäre ….

Die Chancen für die Sirin-Staffel, das Gesamtergebnis im Rückkampf noch drehen zu können, sind jetzt eher gering. Wobei es auch gegen den TuS wieder um die Aufstellung geht, die KSV-Coach im Südwesten präsentieren kann. Aber selbst, wenn das Unmögliche möglich gemacht werden könnte – im Halbfinale wartet auf den Sieger dieses Viertelfinalkampfes ein weiteres Schwergewicht: die letztjährigen Finalisten Wacker Burghausen und KSV Köllerbach – im Hinkampf siegten hier die Bayern.

Einige Wittener Akteure werden nicht unglücklich sein, wenn die Saison zu Ende geht. Größere oder kleinere Wehwehchen gab’s zu beklagen, die jetzt erstmal auskuriert werden können. Bevor es dann in die Saison der Einzelmeisterschaften geht, wo die Ringer dann individuell gefordert sein werden.

Erfreulich immerhin, dass der KSV bereits in die Planung der kommenden Saison eingetreten ist. Und dass mit Fevzi Mamutov und Danijel Aleksandrov absolute Leistungsträger ihr Verbleiben beim KSV signalisiert haben.

24.12.18

Der KSV Witten kann seinen Fans ein kleines Weihnachtsgeschenk präsentieren:

Die Publikumslieblinge Daniel Aleksandrov und Fevzi Mamutov werden auch 2019 für Witten ringen.
Für beide Neuzugänge war es die erste Saison in der DRB-Bundesliga, beide hatten mit spektakulären Techniken und Vollgas-Ringen nach 1-2 Einsätzen die Halle hinter sich. Das gab es lange nicht mehr. Das war aber auch der Grund in Witten zu bleiben. Daniel und Fevzi genießen die Atmosphäre in der Husemannhalle und alle Fans machen mit. Hierzu hat auch der neue Fanclub um Fanclub-Gründer Michael Lieckfeld beigetragen. Stimmung muss durch Anfeuern, Trommeln und Gesang gesteuert werden. Das habt ihr super gemacht in dieser Saison!

Auch Altmeister Adam Juretzko, Juniorenmeister Ramzan Awtaev, Ilie Cojocari sowie die Eigengewächse Ibro Cakovic und Nico Brunner haben dem Publikum tolle Kämpfe geboten. Die Mischung aus international erfahrenen Ringern, nationalen jungen Spitzenringern und Eigengewächsen soll das Konzept der Zukunft sein.

Wir bedanken uns bei allen Helfern unseres Vereins für die Unterstützung bei der Durchführung unserer Landes- und Bundesliga-Kämpfe, bei den Sponsoren und den Mitgliedern der KSV-Förderkreises für die finanzielle Unterstützung.

Der Vorstand des KSV Witten wünscht allen Mitgliedern, Trainern, dem KSV-Fanclub, den Fans und Unterstützern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2019.

Starker Kampf: Fevzi Mamutov

23.12.18

KSV kassiert die erwartete Niederlage

Glanzpunkte durch Aleksandrov und Mamutov

Es kam wie erwartet: der KSV Witten bezog gegen den haushohen Favoriten TuS Adelhausen, seines Zeichens verlustpunktfreier Meister der Südwest-Gruppe der Ringer-Bundesliga, eine Niederlage. Die fiel indes nicht so krass aus wie vorher befürchtet – und, wie Experten nachher spekulierten, eine andere Wittener Aufstellung hätte ihrer Mannschaft durchaus Chancen auf ein noch besseres Resultat verschafft. Z.B. mit Michal Tracz, Imants Lagodskis oder Simeon Stankovich. Und vielleicht einem Gewichtsklassenwechsel von Alex Storck und Ibro Cakovic. Hätte, wäre – es war letztlich nicht. Und so verkauften sich die Ringer der Heimmannschaft teilweise durchaus teuer

Zwei der Wittener Akteure ließen die Husemannhalle einmal mehr erbeben: zunächst gelangen Publikumsliebling Daniel Aleksandrov gegen den Vizemeister von 2017, Arian Güney, sehenswerte Überwürfe, die ihm nach knapp fünf Minuten den Überlegenheitssieg bescherten. Dann war es Fevzi Mamutov, der in ähnlicher Weise den rumänischen Internationalen Zsolt Berki deklassierte und schon nach im ersten Kampfabschnitt als technischer Sieger feststand.

Zuvor hatte Nachwuchshoffnung Ramzan Awtaew in einem taktisch disziplinierten Kampf den Deutschen Meister von 2017, Manuel Wolfer, mit 2:0 ausgepunktet. Das waren dann auch schon die Wittener Siege. In der vorletzten Begegnung scheiterte Alexander Storck nur knapp, als er kurz vor Schluss die entscheidende Wertung zum 2:3 abgab. Und auch Altmeister Adam Juretzko lieferte eine starke Vorstellung, als er dem amtierenden Vize-Weltmeister aus Ungarn, Balint Korpasi, nur einen 5:0-Punktsieg überließ.

Zu Beginn hatten Arthur Eisenkrein, weiter verletzt, und der aufgerückte Nico Brunner, der nicht nur gegen einen amtierenden Deutschen Meister, sondern auch gegen 25 kg Mehrgewicht kämpfte, jeweils vier Zähler abgegeben. Ufuk Canli und Ibro Cakovic hielten ihre Niederlagen gegen die deutschen Spitzenringer William und Georg Harth in Grenzen. Und die 61 kg-Klasse schenkten die Gastgeber weg, der vorgesehene Ringer fiel kurz vor dem Kampf aus.

Die Begegnung zeigte, dass der KSV Witten durchaus Potenzial für eine Spitzenmannschaft hat. Hier und da eine Ergänzung, dann könnte man in der Zukunft auch wieder den Top-Teams Paroli bieten. Jetzt heißt es in der kommenden Woche erstmal, sich beim Auswärtskampf in Adelhausen ordentlich aus der für den KSV Witten insgesamt starken Saison 2018/19 zu verabschieden.

TuS-Trainer Bernd Reichenbach

19.12.18

DMM-Viertelfinale Ringen:

Witten ist gegen Südwest-Meister Adelhausen Außenseiter

Aber: Favoriten kann der KSV

 

Es ist schon ein ganz schweres Los, das der Dritte der Bundesliga-Gruppe Nordwest, der KSV Witten, am letzten Samstag in Urloffen zog: der verlustpunktfreie Südwest-Meister TuS Adelhausen kommt an diesem Samstag (22.12., 19.30 Uhr) in die Wittener Husemannhalle – und der wird sicher alles versuchen, diesen Status zu erhalten.

Der KSV Witten hingegen hat in den abgelaufenen Gruppenkämpfen gezeigt, dass er gerade gegen „hochfavorisierte“ Mannschaften immer wieder zur Höchstform auflaufen und diesen ganz gehörigen Ärger verursachen kann – und das vor allem in der Husemannhalle! Siehe die beiden Begegnungen dieser Kampfzeit gegen den Nordwest-Meister „Red Devils“ aus Heilbronn, die die Jungs von Coach Fatih Sirin beide gewannen, oder auch das Remis gegen den Zweitplatzierten dieser Gruppe, den ASV Mainz 88.

Adelhausen, ein Ortsteil der Gemeinde Rheinfelden, im äußersten Südwesten der Republik gelegen: noch nie trafen die Mannschaften des KSV und des TuS aufeinander – eine weitere Premiere in dieser Saison. Zuvor gab es die ersten Aufeinandertreffen in den Ligakämpfen gegen Heilbronn, Lübtheen und Nackenheim.

Dass der TuS Adelhausen ein ganz schweres Kaliber ist, zeigt die Platzierung noch vor dem letztjährigen Vizemeister Köllerbach, gegen den es zwei Siege gab. Trainer des TuS ist Bernd Reichenbach, und auch an den hat der KSV eine gute Erinnerung. Denn der betreute in der Saison 2014 die „Übermannschaft“ des KSV Ispringen, der bereits als Meister und Aufsteiger in die erste Liga feststand – und dann in Witten die erste und einzige Niederlage bezog …..

Der TuS hat einen internationalen Kader: neben einer starken „deutschen Achse“ stehen Athleten aus Russland, Bulgarien, Georgien, Rumänien, Kroatien und Frankreich im Aufgebot der Südbadener. Da ist man beim KSV weitaus bescheidener. Doch auch Adelhausen muss die Mannschaft im Rahmen der „28 Punkte-Regelung“ stellen. Die besagt, dass für nationale und internationale Erfolge der Ringer Punkte vergeben werden – für Olympiasieger z.B. sind vier Punkte zu berechnen, für Deutsche Meister drei – für Ringer aus dem eigenen Nachwuchs hingegen werden Bonuspunkte vergeben. Und der KSV hat vorwiegend Kämpfer, die der Nachwuchsarbeit im Verein entstammen – insofern also einen kleinen Vorteil.

Die Gäste werden mit einem namhaften Team in die Husemannhalle kommen – die Auswahl für den TuS-Trainer ist vielfältig, so dass eine Prognose nur schwer möglich erscheint. Schwergewichtler Christian John, der Ex-Meister, Michael Kaufmehl, vielfacher Ex-Meister, Peter Öhler, der Nachfolger von Mirko Englich im Nationalteam, Georg und William Harth, ebenfalls Ex-Meister oder Arian Günay, mehrfacher Vizemeister, stehen zur Auswahl – dazu die Internationalen. Ein wahrhaft illustres Ensemble, das die Südbadener da auf die Reise schicken. KSV-Trainer Fatih Sirin hat nicht die große Qual der Wahl – sein Kader ist überschaubar. Was allerdings nicht unbedingt von Nachteil ist, wie es die Erfolge gegen Heilbronn oder Mainz eben auch zeigen!

Die weiteren Hinrundenkämpfe der DMM: ASV Urloffen – Red Devils, Siegfried Hallbergmoos – Mainz 88, KSV Köllerbach – Wacker Burghausen.

Will mit seinem Team die Meisterschaft: Trainer Arslan Kulakac

14.12.18

KSV unter Druck: gegen Nackenheim muss ein Sieg her

Rheinhessen zuletzt bestechend

KSV-Landesligateam im Endkampf: „Final-Six“ in Bonn

 

In Lübtheen verpassten die Wittener Ringer in der letzten Woche die Vorentscheidung um das Erreichen des begehrten dritten Tabellenplatzes – am Samstag dürfte es ganz, ganz schwer werden, dieses Ziel noch zu realisieren. Denn es kommt – erstmals – der SV Alemannia Nackenheim in die Wittener Husemannhalle. Und das Team aus Rheinhessen zeigte zuletzt, dass es eigentlich zu den Top-Teams der Liga zählt. Sie stehen in der Tabelle zwar hinter dem KSV, können ihn auch nicht mehr erreichen, doch sie haben – schaut man den Kader an – erhebliches Potenzial. Das wurde zuletzt beim 26:8-Kantersieg über den SC Kleinostheim deutlich, den Mitbewerber des KSV um den dritten Rang!

Nackenheim, ein Weinort etwa 20 km südlich von Mainz gelegen, wo Ringen zuletzt eine rasante Entwicklung genommen hat. Der SV machte auf sich aufmerksam, als einige namhafte Akteure zu den Alemannen wechselten. Namhaftester Zugang war der Olympia-Bronzemedaillengewinner Denis Kudla aus Schifferstadt. SV-Trainer Cengiz Cakici, der 1998 für den KSV Witten Deutscher Meister wurde, brachte Sohn Kubilay, ebenfalls Deutscher Meister, mit an den Rhein. Auch Ahmet Dudarov und Robin Ferdinand hatten bereits DM-Goldmedaillen um den Hals. Ergänzt durch internationale Mattenkünstler wie dem EM-Dritten der Junioren Tamas Levai aus Ungarn oder den Polen Kulynycz steht da ein Team auf der Matte, das den Wittenern alles abverlangen dürfte. Der Hinkampf in Nackenheim endete 14:14, die Schützlinge von Fatih Sirin waren seinerzeit nah am Sieg. 

Mit der Begegnung geht für den KSV Witten eine spannende Ringer-Saison in die Schlussphase, bevor evtl. die Endrunde beginnt. Für den KSV war sie bislang durchaus erfolgreich, erinnert man u.a. an die beiden Siege über Spitzenreiter Heilbronn oder den Heimpunkt gegen Mainz 88. Doch mit einem Erfolg am Samstag gegen den SV Nackenheim und dem möglichen Einzug in die DMM-Endrunde käme noch das „Sahnehäubchen“ auf den bisherigen Saisonverlauf. Die Wittener Ringer und alle Verantwortlichen wünschen sich denn am Samstag nochmal ein volles Haus und die lautstarke Unterstützung des heimischen Publikums als „11. KSV-Ringer“ auf der Matte. Dann könnte das schwere Unterfangen vielleicht gelingen ….

Aufstieg für KSV 2 schon sicher – jetzt soll auch die Meisterschaft gewonnen werden

Der Ringerverband NRW geht neue Wege: am Samstag steigen in der Bonner Sporthalle „Schmittstraße“ in Duisdorf die Finalkämpfe der einzelnen NRW-Ligen, die „Final Six“. RV-Präsident Jens Nettekoven hat ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt, um damit nicht nur die Freunde des Ringkampfsportes anzusprechen.

Höhepunkt des Abends wird das Landesliga-Finale um 20 Uhr sein, wo sich die Reserveteams des AC Köln-Mülheim und des KSV Witten gegenüberstehen. Die Wittener haben den Aufstieg in die Oberliga bereits fest, kann Mülheim 2 doch nicht in die höchste Landesklasse einziehen. Denn da kämpft bereits die Erstvertretung.

Der KSV-Gegner hat in der Saison zwei ähnlich starke Teams in beiden Ligen gestellt – in die Spitzengruppe der Oberliga hat es die Kölner nicht gezogen, ein Aufstieg in die Bundesliga kommt für sie nicht infrage. Daher wurde die „Zweite“ verstärkt, was mit der Meisterschaft der Gruppe Rheinland belohnt wurde. Im Halbfinale wurde auch der Westfalen-Zweite SU Annen zweimal deutlich besiegt.

Natürlich wollen Coach Arslan Kulakac und seine Ringer jetzt auch den Titel der Landesliga gewinnen. In den Gruppenkämpfen wie im Halbfinale gegen Aldenhoven waren sie hoch überlegen, der AC Mülheim dürfte sie erstmals in der Saison richtig fordern. Zuletzt wurden u.a. die Ex-Wittener Mattaios Engonidis und Nick Jacobs im AC-Team eingesetzt. Gleichwohl müssen die KSV-Ringer auch in diesem Kampf als Favorit angesehen werden.

09.12.18

Vorentscheidung verpasst: KSV unterliegt in Lübtheen

Tabellenletzter zeigt sich kampfstark

 

Da hätte der KSV Witten an diesem Wochenende bereits eine Vorentscheidung über das Erreichen des begehrten dritten Tabellenranges schaffen können. Der main-fränkische Mitbewerber SC Kleinostheim patzte beim SVA Nackenheim mit 8:26 – bei einem Sieg in Lübtheen gegen den vorherigen Tabellenletzten RV wäre der KSV auf Platz drei vorgerückt. Selbst wenn man die knappen – und teilweise unglücklichen – Niederlagen von Alexander Storck, Ilie Cojocari oder Ufuk Canli außer Acht lässt – der verletzungsbedingte Ausfall vom bulgarischen Neuzugang Daniel Aleksandrov, bisher immer für vier Punkte gut, war nicht zu kompensieren. Altmeister Adam Juretzko stellte sich in den Dienst der Mannschaft, die Niederlage konnte er indes nicht verhindern.

Der Pausenstand ließ noch alles offen – 6:6 stand es nach fünf Begegnungen. Arthur Eisenkrein konnte knapp die „Höchststrafe“ von vier Zählern gegen seine Farben verhindern (3:0) und Imants Lagodskis schaffte kurz vor Ende des Kampfes die siegbringenden Punkte (3:1). Die positive Entwicklung von Ramzan Awtaew war daran zu erkennen, dass er quasi mit dem Schlussgong die entscheidende Wertung zum Punktsieg erzielte (3:2). Eine blendende Vorstellung gab einmal mehr Nico Brunner, als er – bei eigener Punktführung von 13:0 – noch im ersten Kampfabschnitt Schultersieger wurde (3:6). Dann musste Perica Dimitrijevic die Überlegenheit des Junioren-Europameisters Andrej Ginc anerkennen und unterlag glatt, nachdem er einen furiosen Start mit sechs Punkten hingelegt hatte (6:6).

Der zweite Kampfabschnitt war bisher immer die Stärke des KSV Witten – diesmal hatte Lübtheen die besseren Lösungen parat. So musste sich Ufuk Canli erst durch eine Wertung kurz vor Schluss dem Deutschen Ex-Meister Lennard Wickel geschlagen geben (7:6). Und auch Alex Storck fand gegen den ehemaligen Vizemeister Dennis Langner keine Mittel, konnte erst gegen Ende des Kampfes verkürzen (9:6). Danach ruhten die Hoffnungen der Wittener auf Altmeister Adam Juretzko – doch er hatte mit dem Dänen Bisultanov einen internationalen Top-Ringer gegen sich, der gerade Vizeweltmeister der U 23 geworden und an diesem Tag nicht zu besiegen war (12:6). Und auch Ilie Cojocari hatte es mit einem international erfolgreichen Dänen zu tun, Frederik Bjerrehuus hatte beim diesjährigen Grand Prix in Dortmund den zweiten Platz erkämpft. Die Begegnung war lange Zeit offen – der Däne verteidigte seinen Vorsprung schließlich über die Zeit (13:6). Da nutzte am Ende auch der Überlegenheitssieg von Ibro Cakovic nichts, die Niederlage war besiegelt (13:10).

Die Gastgeber haben ihre gute Leistung aus dem Hinkampf in Witten damit bestätigt, als sie zwar deutlich unterlagen, in den Einzelbegegnungen jedoch teilweise gleichwertig waren. Doch wie geht es jetzt weiter im Kampf um Platz drei, der u.U. zur Teilnahme an der DMM-Endrunde berechtigt? Der KSV muss im Heimkampf am kommenden Samstag den SVA Nackenheim Fall besiegen – eine schwere Aufgabe, zeigten die Rheinhessen doch gerade gegen Kleinostheim ihre Klasse auf. Und Kleinostheim muss wiederum beim Tabellenführer Heilbronn verlieren, was nicht gerade unwahrscheinlich erscheint. Und wichtig: liegen Kleinostheim und der KSV am Ende gleichauf, entscheidet der direkte Vergleich. Und er spricht mit einem Sieg und einem Remis für die Mainfranken …… Man hätte sich auf Wittener Seite die Rechnerei durch einen Sieg in Mecklenburg ersparen können – die Heimmannschaft war jedoch stark, präsentierte sich nicht wie ein Tabellenletzter und hatte das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

06.12.18

KSV auf großer Tour: erstmals beim RV Lübtheen

Sieg ist Pflicht, soll die Endrunde erreicht werden

 

Auf eine relativ weite Reise begeben sich die Bundesliga-Ringer des KSV Witten an diesem Wochenende: die Reise geht nach Mecklenburg, wo der RV Lübtheen Gastgeber ist. Fast 500 km sind zurückzulegen, um den 5.000-Seelen-Ort zwischen Lüneburg und Ludwigslust zu erreichen. Und nicht nur die Reisestrapazen werden anstrengen, wohl auch die Begegnung beim Tabellenletzten selbst. Denn die Platzierung sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Teams aus dem Norden – eine Rückschau auf die Hinbegegnung in der Husemannhalle macht das deutlich.

Zwar gewannen die Wittener seinerzeit mit 17:4 deutlich, doch waren die Einzelbegegnungen teilweise hart umkämpft. Acht von zehn gingen über die Zeit und die KSV-Akteure durften sich über knappe Punktsiege mit 7:6, 5:4 oder gar 4:4 freuen. Und der RV Lübtheen verfügt über eine Reihe hervorragender Kämpfer, an der Spitze der frischgebackene Junioren-Europameister André Ginc; Namen wie Emanuel Krause, Dennis Langner, Martin Buhz, Lennart Wickel oder Nico Graf sind seit Jahren in den Top-Listen verschiedener Bundesliga-Teams zu finden und stehen auch heute noch für erstklassigen Ringkampf. Dänische Ringer, an der Spitze Anders Nyblom, der Bulgare Mitko Asenov oder die Tschechen Jan Ziska und Artur Omarov sind starke internationale Ergänzungen im Team der Mecklenburger.

Ein Sieg ist trotzdem Pflicht für die Männer um Fatih Sirin, will man das Ziel „Endrunde“ nicht aus den Augen verlieren. Denn Witten und Kleinostheim stehen aktuell mit jeweils neun Minuspunkten gleichauf in der Tabelle. Vorausgesetzt, beide Mannschaften erfüllten an diesem Samstag ihre Pflichtaufgaben – der KSV in Lübtheen, der SC in Nackenheim –, werden die abschließenden Begegnungen am kommenden Wochenende über die endgültigen Platzierungen entscheiden. Da empfängt der KSV den SVA Nackenheim, während Kleinostheim Tabellenführer Heilbronn zu Gast hat – auf dem Papier also dürfte der KSV im Vorteil sein. Und sollte das alles klappen, spielt dann das Los eine große Rolle: denn von den drei Drittplatzierten der Bundesliga-Gruppen werden bei der DMM-Auslosung nur zwei aus dem Lostopf gezogen, die – neben den Erst- und Zweitplatzierten – das Feld für’s Viertelfinale komplettieren. Also noch eine Reihe von Fragezeichen für das Team vom KSV Witten, das sich zunächst auf den Kampf in Mecklenburg konzentrieren muss, will es die gute Ausgangsposition erhalten.

02.12.18

Punktreicher Ringer-Abend: KSV besiegt RC Merken im NRW-Derby

 

Es war ein unterhaltsamer Abend, den die Ringer-Fans am Samstag in der Husemannhalle erlebten, als sich die NRW-Clubs KSV 07 und RC Merken gegenüberstanden. Denn es fielen fast 130 Kampfpunkte in den zehn Partien – ein Wert, der auf den Ringermatten nicht so häufig ist, noch dazu in der höchsten Liga! Am Ende hatte Witten einen deutlichen Heimsieg eingefahren, der aber teilweise hart erkämpft werden musste. Nach der – auch verletzungsbedingten – Niederlage von Arthur Eisenkrein glich Imants Lagodskis postwendend aus, Ramzan Awtaew kam zum sicheren Erfolg und Nico Brunner durfte sich über seinen Sieg gegen einen internationalen Spitzenmann freuen. Die Emotionen kochten hoch, als Perica Dimitrjevic vor der Pause bei eigener Punktführung von Kampfleiter Christian Deeken (Köln) disqualifiziert wurde.

Danach dominierte nur noch der KSV: Ufuk Canli legte mit dem knappen Erfolg nach, ebenso Alexander Storck. Und Daniel Aleksandrov tat das, was er immer tut: er gewann mit einem „Vierer“, der Höchstwertung – wie in allen seinen fünf Kämpfen bisher. Diesmal beendete er sein Match nach knapp zwei Minuten durch technische Überlegenheit. Die erzielte auch Ilie Cojocari und in der abschließenden Begegnung wurde Ibro Cakovic – in Führung liegend – Aufgabesieger durch Verletzung des Gegners.

In der kommenden Woche dürfte es schwerer werden, wenn der KSV Witten erstmals in der Vereinsgeschichte beim RV Lübtheen antritt. Zwar verloren die Mecklenburger am Samstag in Kleinostheim schon an der Waage – das dürfte ihnen zu Hause sicher nicht passieren. Den Hinkampf gewann der KSV zwar deutlich mit 17:4, doch die Einzelkämpfe waren durchweg eng - das verspricht eine spannende Begegnung. Mit einem Sieg würde sich der KSV die Opiton auf Erreichen der DMM-Endrunde offen halten können.

Der KSV setzt einen Bus für die Fahrt nach Lübtheen ein, Mitfahrinteressenten können sich beim KSV-Vorstand melden.

Heimmannschaft

Gastmannschaft

 

KSV Witten
24

RC CWS Düren-Merken  
8

 

Stil

Gew.

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

GR

57

Arthur Eisenkrein

Zurab Matcharashvili

0:4

TÜ 0:15

02:33

FR

61

Ramzan Awtaew

George Ramm

3:0

PS 11:3

06:00

GR

66

Perica Dimitrjevic

Melvin Pelzer

0:4

DV 7:8

05:35

FR

71

Alexander Storck

Timo Moosmann

2:0

PS 11:4

06:00

GR

75A

Ilie Cojocari

Domenik Chelo

4:0

TÜ 17:0

03:15

FR

75B

Ibro Cakovic

Zsombor Gulyas

4:0

AS 5:0

04:09

GR

80

Daniel Aleksandrov

Kai Stein

4:0

TÜ 15:0

01:46

FR

86

Ufuk Canli

Markus Knobel

1:0

PS 4:3

06:00

GR

98

Nico Brunner

Adam Varga

2:0

PS 7:4

06:00

FR

130

Imants Lagodskis

Daniel Anderson

4:0

TÜ 15:0

01:40

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