Aktuelles - Februar 2018

Gensche Gereev bei einer starken Aktion

18.02.18

KSV-Nachwuchs gewinnt Mannschaftswertung bei NRW-Titelkämpfen

Fünfmal Gold, zweimal Bronze für Wittener Ringer in Aachen

 

Am Wochenende fanden die NRW-Landesmeisterschaften der kombinierten Junioren/A-Jugend-Klasse sowie der B-Jugend im griechisch-römischen Ringen statt. Bundesligist TV Eintracht Walheim hatte als Ausrichter in die Inda-Sporthalle nach Aachen-Kornelimünster eingeladen. Die altbewährte Wettkampfstätte war einmal mehr Schauplatz einer Ringkampf-Großveranstaltung.

 

Offensichtlich aufgrund der „Randlage“ dieser Titelkämpfe – nahe dem Dreiländereck D – NL – B – waren weniger Teilnehmer als bei den Freistil-Wettkämpfen vor zwei Wochen am Start, doch konnten diesmal die A-Jugendringer gegen die Junioren deutlich besser mithalten als im Freistil. Immerhin waren dennoch fast 120 Athleten angetreten und liest man die Siegerlisten, findet man viele Namen, die bei Deutschen Meisterschaften schon für Furore sorgten. Die Masse war also ausbaufähig, Klasse indes reichlich vorhanden. Kein Wunder, waren u.a. auch die in diesen Altersklassen führenden Clubs KSK Konkordia Neuss, KSV Witten 07 und AC Mülheim 92 mit ihren starken Mannschaften angetreten. Die Teamwertung konnte sich Witten (47 Punkte) sichern, das mit neun Ringern den Weg nach Aachen angetreten hatte. Letztlich sprangen sieben Medaillenränge (fünf Titel, zweimal Bronze) sowie zwei vierte Plätze für die Ruhrstädter heraus. Auf Rang zwei folgte Mülheim (42) denkbar knapp vor Neuss (41).

 

Für die Meisterschaften in der B-Jugend sorgten Kutkagan „Kuti“ Öztürk (48 kg) und Alexander Boric (62 kg). Beide setzten sich in ihren Gruppen problemlos durch und feierten zwei bzw. drei vorzeitige Erfolge – damit Goldmedaillen für die KSV-Talente. Für Alex war dies der zweite Landestitel in diesem Jahr, denn auch im Freistil stand er am Ende auf dem obersten Treppchen! Vatan Ülger (52 kg) beendete das Turnier wieder mit einem undankbaren vierten Rang – dennoch enttäuschte er nicht und warf kämpferisch sein ganzes Potenzial in die Waage.

 

Dreimal „Gold“ gab’s für die Wittener Akteure in der kombinierten Junioren-/A-Jugendklasse. Noah Englich (42 kg), Andreas Zenger (52 kg) und Idris Ibaev (71 kg) beherrschten ihre Kategorien sicher. Besonders glanzvoll gelang dies Idris Ibaev, der alle seine fünf Begegnungen vorzeitig gewann und auch im Finale den Deutschen Jugendmeister Samuel Bellscheidt mit 10:0 technisch dominierte. Kaum weniger spektakulär kämpfte Andreas Zenger, auch er siegte in allen seiner vier Begegnungen vor Ablauf der Kampfzeit. Noah Englich durfte in der leichtesten Kategorie – 42 kg – nur einmal ‘ran, gewann auch vorzeitig und hatte sich damit bereits die Meisterschaft gesichert.

 

Zwei Bronzemedaillen und ein vierter Rang rundeten das Bild in dieser Altersklasse ab – und bessere Resultate lagen durchaus im Bereich des Möglichen. Pascal Wittke (80 kg) und Mert Tasdemir (92 kg) gingen deutlich untergewichtig in das Turnier, was am Ende sicher kein Vorteil war …. Schließlich fehlte beiden in entscheidenden Begegnungen noch das notwendige Quäntchen Konzentration, beide gaben am Ende eigentlich sicher beherrschte Kämpfe ab, gewannen aber immerhin noch jeweils „Bronze“! Das galt auch für Gensche Gereev, der in seinem Medaillenkampf schon wie der sichere Sieger aussah, dann aber noch auf Schultern verlor und den undankbaren vierten Platz belegte.

 

Trotzdem war das Wittener Trainerteam mit Jan Kramarczyk, Aslan Kulakac und Mirko Englich hoch zufrieden – immerhin hatte sich ihre Mannschaft mit weniger Akteuren als die Konkurrenz aus Köln-Mülheim und Neuss am Ende sicher durchgesetzt!

16.02.18

Bronzemedaille für Simeon Stankovich

KSV-Ringer bei der Bulgarischen Meisterschaft erfolgreich

 

In der vergangenen Woche fanden in Sliven / Bulgarien die Bulgarischen Meisterschaften im Ringen statt – Donnerstag und Freitag (15./16.2.) waren die Spezialisten im griechisch-römischen Stil an der Reihe. Am Start: der Wittener Bundesligaringer Simeon Stankovich, der in der Kategorie bis 97 kg kämpfte. Stankovich war als 14-jähriger mit seinen Eltern in die Ruhrstadt gekommen, hatte bereits in seiner Heimat gerungen. Erst in der Jugendabteilung, später mit dem Bundesligakader des KSV trainierte er fleißig weiter. Und schon in den letzten Jahren konnte er sich bei bulgarischen Titelkämpfen der Männer und Junioren gut in Szene setzen, dies setzte sich jetzt Sliven fort.  

 

Der junge Wittener war in Begleitung seines Heimtrainers Mirko Englich angereist, der ihn während der Kämpfe coachte. Und der sich über einen 2:1-Punktsieg im ersten Kampf freuen durfte, denn Simeon hatte keinen geringeren als den letztjährigen Meister besiegt. In der nächsten Runde stand ein ungefährdeter 8:0-Erfolg, der gleichzeitig das Erreichen des Halbfinales bedeutete. Hier unterlag Stankovich dann – bei 2:4 Punkten hatte er das Nachsehen, den Einzug ins Finale verpasst. Immerhin stand er im „kleinen Finale“ und kämpfte um Bronze. Mit einer erneut guten Leistung verabschiedete er sich aus dem Turnier und setzte sich wieder mit 8:0 Punkten durch.

 

So konnte der Wittener zwar nicht vollends zufrieden die Heimreise antreten – immerhin bleibt ihm die Bronzemedaille als Trost und zusätzliche Motivation für künftige Meisterschaften und Turniere und sicher auch die im September startende Bundesligasaison im Team des KSV!

 

Kämpft gerade um die Bulgarische Meisterschaft: Simeon Stankovich, KSV Witten

14.02.18

Für Sie gelesen in der:

WAZ Witten | 14.02.2018 | Seite 21

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KSV arbeitet seine Baustellen ab


Sechs Neuzugänge für die Zweitvertretung - auch Alternativen für Bundesliga-Kader dabei. Saisonstart am 8. September

Witten. Nach der Saison ist vor der Saison - und Arbeit gibt’s da nach wie vor reichlich für die Verantwortlichen des Ringer-Bundesligisten KSV Witten 07. „Die eine oder andere Baustelle“, so der Vorsitzende Thomas Altstadt, gilt es jetzt zu beackern. Schritt für Schritt kommt man derzeit gut voran.

Mit der Verpflichtung von Adam Juretzko als neuem sportlichem Leiter (wir berichteten) verzeichneten die Wittener schon einen ersten wichtigen Erfolg. Auch beim Thema zweite Mannschaft sind die KSV-Macher jetzt schon einen großen Schritt weiter, haben neben Trainer Arslan Kulakac (als Nachfolger von Attila Bayrak) einige starke Ringer für das in der kommenden Saison in der Landesliga ringende Team an sich binden können. „Wir waren da schon gezwungen zu handeln, wollten den nachrückenden jungen Talenten aus unserem Club einige erfahrene Sportler zur Seite stellen“, so Thomas Altstadt zum KSV-Konzept. Schließlich hat man sich zum Ziel gesetzt, kurzfristig in die Oberliga zurückzukehren.

Vor allem in den oberen Gewichtsklassen drückte bei den Wittenern der Schuh. Hier verpflichtete man Trainer-Neffe Alpay Kulakac (98/130 kg Greco), im freien Stil wird zudem Dennis Nuss (86/98 kg) den KSV verstärken. Ebenfalls vom KSV Hohenlimburg wechseln Sultan Hussein Sulimani (66 bis 75 kg Freistil) und Sali Sezgin Sali (75 bis 86 kg Greco) zu den Ruhrstädtern. Beiden traut der Clubchef zu, dass sie auch als Ergänzung für das Bundesliga-Team eine Rolle spielen können - ähnlich ist die Situation bei Kulakac. „Mit diesen Ringern haben wir ein paar Alternativen mehr im Kader. Allesamt verfügen sie über gutes Oberliga-Niveau“, so Altstadt. Sali etwa gewann zehn seiner elf Kämpfe in der vorigen Saison.

Weiterhin neu beim KSV sind der Ungar Szabolcs Hatos-Dragut (80/86 kg Freistil) vom KSV Jahn Marten und der russisch-stämmige Mindener Suleiman Dadachev (23; 98/130 kg Freistil), der bislang noch nicht auf Liga-Niveau gerungen hat, im ersten Probetraining bei den Wittenern aber gleich vollauf überzeugte.

Ansonsten laufen die Gespräche rund um die Kaderzusammenstellung für das Bundesliga-Team auf Hochtouren. „Von einigen teuren Ringern haben wir uns ja bereits getrennt und versuchen, gute aber günstigere Alternativen zu finden. Ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg“, sagt Altstadt. Unterdessen steht fest, dass der letztjährige Viertelfinalist mit einem Heimkampf (am 8. September) gegen Nackenheim die Runde in der Gruppe Südwest eröffnen wird. Auch zum Abschluss (am 15. Dezember) gegen den SV Alemannia Nackenheim haben die Wittener Heimrecht in der Husemannhalle. „Das passt doch perfekt. Saisoneröffnung und Weihnachtsfeier zu Hause“, freute sich Altstadt.

11.02.18

 

Deutsche Ringer-Liga:

KSV Ispringen heißt der Deutsche Meister 2018 und Sieger der Premierensaison der DRL!

 

Mit einem punktgenauen 12:10 beim VfK Schifferstadt holten die Nordbadener dank ihrer sechs Einzelsiege zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Titel des Deutschen Meisters. Den Hinkampf in Pforzheim hatte der VfK mit 13:11 für sich entscheiden können, doch es reichte am Ende der beiden hochdramatischen Begegnungen nicht.

Pickepackevolle Wilfried Dietrich-Halle in Schifferstadt, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, die Stimmung am Siedepunkt. Die Entscheidung stand an, wer wird Deutscher Meister und holt den ersten Titel der DRL-Geschichte? Und es war ein Abend, den keiner so schnell vergessen wird. Eine Atmosphäre mit einem frenetischen Publikum, tollen Kämpfen und zwei Teams, die beide unbedingt den Titel wollten. Für Ispringen hieß es, die zwei Punkte Rückstand aus dem Hinkampf aufzuholen.

Die Gäste aus Nordbaden starteten furios mit vier Siegen, ehe der erste Schifferstädter punkten konnte. Somit hieß es zur Pause 6:2 für den Gast aus Nordbaden. Es folgten zwei weitere Kampferfolge für Ispringen, ehe der VfK die letzten drei Begegnungen für sich entscheiden konnte. Es reichte für Schifferstadt nicht ganz und den Ispringern war es dann auch egal. Denn mit diesem Sieg waren sie schon sicher Meister, bei Punktgleichheit nach zwei Kämpfen war die Anzahl der Einzelsiege ausschlaggebend. Und die sprach schon vor dem letzten Kampf für Ispringen.

Patrick Dublinovski konnte dann in der letzten Einzelbegegnung der Saison zwar gegen Carsten Kopp zwar nochmals seine Klasse zeigen, gewann vorzeitig mit 15:0 – das Gesamtergebnis lautete aber 10:12, der KSV Ispringen ist der neue (und erste) Deutsche Meister der Deutschen Ringer-Liga.

10.02.18

KSV Witten verstärkt 2. Mannschaft
Sechs Neuzugänge für die Reserve des Bundesligisten

 

Die 2. Mannschaft belegte in der abgelaufenen Saison in der Verbandliga den 8. Platz von letztendlich 9 Mannschaften (der TUS Bönen zog im November zurück). Im letzten Kampf konnte noch nicht einmal eine komplette Mannschaft gestellt werden.

Grund genug für die Vereinsführung zu handeln. Mit Arslan Kulakac wurde zur Jahreswende ein neuer Trainer für die KSV-Reserve gefunden, da Vorgänger Attila Bayrak schon ankündigte aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Das Saisonziel für 2018 wurde neu definiert. Ein Aufstieg in die Oberliga wird kurzfristig angestrebt. Ringer wie Simeon Stankovich und Idris Ibaev haben sich langsam Stammplätze im Bundesligateam erkämpft und fehlen in der Reserve. Auch Pascal Wittke hatte Einsätze in der Bundesligamannschaft, wodurch etliche Kämpfe nicht für die Reserve gewertet werden konnten.

 

Hauptsächlich in den oberen Gewichtsklassen fehlte es der 2. Mannschaft. Als Verstärkung geht in der kommenden Saison der „Trainer-Neffe“ Alpay Kulakac in der Klasse 98 kg und 130 kg Greco an den Start, weiterhin wechselt Dennis Nuss für 86kg und 98kg Freistil zum KSV. Sultan Hussein Sulimani wird den Kader in den Klassen 66 kg, 71 kg und 75 kg Freistil unterstützen. Im vergangenen Jahr konnte er in der Oberliga 11 Siege in 15 Kämpfen einfahren. Als vierter kommt Sali Sezgin Sali für die Klassen 75 kg, 80 und 86kg Greco nach Witten. Sein Oberligabilanz in 2017: 10 Siege in 11 Duellen! Alle vier wechseln vom Hagener Oberligisten KSV Hohenlimburg zum KSV Witten.
Vom Verbandsligisten Jahn Marten wechselt Szabolcs Hatos-Dragut (80 kg und 86 kg Freistil) an die Ruhr. Szabolcs war bis 2015 Oberligaringer bei der TSG Herdecke.

Sechster und vorerst letzter Neuzugang ist der russisch-stämmige Suleiman Dadachev . Der 23jährige Familienvater aus Minden ist in den NRW-Ligen bisher noch nicht aktiv gewesen. Seine starke Vorstellung beim Probetraining mit Ufuk Canli und auch Nico Bruner überzeugten die Verantwortlichen ihn unter Vertrag zu nehmen. Suleiman ist Freistilspezialist und kann in 98 kg und 130 kg eingesetzt werden.

 

In den unteren Gewichtsklassen sollen nach und nach die Top-Eigengewächse in die Mannschaft integriert werden. Sein erstes Jahr hat hier der 2. Deutsche Meister Andreas Zenger in 57 kg mit 9 Siegen in 14 Kämpfen erfolgreich absolviert. Hinter ihm warten Gregor Eigenbrodt und auch Noah Englich in der nächsten Zeit ins Team zu aufzurücken. Beiden fehlt noch ein wenig Gewicht, aber die beiden Vize-Meister des vergangenen Jahres lassen hoffen über die Reservemannschaft auch Kandidaten für das Bundesligateam zu werden. Mit den bisherigen Stammringern Pascal Wittke, Mert Tasdemir, Tugkagan Öztürk, Gensche Gereev und Schojah Zaryalay werden die Wittener in der neu formierten Landesliga als Top-Kandidat auf die Meisterschaft gehandelt. Auch in der Oberliga müsste sich die Mannschaft nicht verstecken.

 

Neuzugänge Alpay Kulakac (3.v.l.), Dennis Nuss (Mitte) und Sultan Sulimani (rechts) mit Trainer Arslan Kulakac, sowie Vorstand Thomas Altstadt und Frank Weniger.

Schwergewichts-Neuzugang Suleiman Dadachev (23)

Ispringen-Coach Alexander Leipold

08.02.18

In der DRB-Bundesliga wurde Wacker Burghausen Deutscher Meister –                 wer gewinnt den ersten Titel in der DRL?

 

Vor zwei Wochen gewannen die Ringer vom SV Wacker Burghausen erstmals den Titel eines DRB-Mannschaftsmeisters. Parallel dazu ermittelt die im vergangenen Jahr gegründete „Deutsche Ringer-Liga“ ihren Champion. Den ersten Kampf gewann Altmeister VfK Schifferstadt, doch Konkurrent KSV Ispringen mit Trainer Alexander Leipold ist noch optimistisch, das Ergebnis an diesem Freitag revidieren zu können.

 

Derweil geht der Kampf an der juristischen Front weiter: der Deutsche Ringer-Bund geht mit Unterstützung des Weltverbandes UWW gegen diese „unautorisierte Liga“ vor, belegt die Ringer mit Sperren und die nationalen Verbände mit Geldstrafen. Da ist ein Ende noch lange nicht in Sicht – Schaden nimmt die Sportart Ringen!

 

Hier eine Vorschau, die im Internet-Auftritt der DRL veröffentlicht wurde (https://www.ringerliga.de/2018/02/07/tag-der-entscheidung-in-schifferstadt-wer-wird-deutscher-meister-und-premierensieger-der-drl/#more-743)

 

Tag der Entscheidung in Schifferstadt – wer wird Deutscher Meister und Premierensieger der DRL?

 

Am Freitag wird er überreicht, der 26 Kilo schwere Meisterpokal der Deutschen Ringerliga. Und es ist noch vollkommen offen, ob er in Schifferstadt beim heimischen VfK bleiben wird, oder ob ihn die Gäste vom KSV Ispringen mit nach Nordbaden nehmen dürfen. Klar ist hingegen, dass die Wilfried Dietrich-Halle am Freitagabend (Einlass ab 18:30 Uhr, Kampfbeginn ist um 20.30 Uhr) ausverkauft sein wird.

 

Das 13:11 für Schifferstadt aus dem Hinkampf stellt alles andere als ein Ruhekissen für das Team von Markus Scherer und Erol Bayram dar. Schließlich fällt durch den Stilartwechsel in der obersten und untersten Klasse mit Iakobi Kajaia eine sicherere Bank weg. Auch können die Pfälzer nicht davon ausgehen, dass Manukhar Tskhadaia in der Gewichtsklasse bis 75 Kilo Greco wieder Igor Besleaga besiegen kann. Schließlich hatte er in der Vorrunde noch jedes Duell gegen ihn verloren.

 

Auf der anderen Seite wird Ispringens Coach Alexander Leipold hoffen, dass seine Bänke stehen und Ardo Arusaar es wieder gelingen, seinen Gegner Georgi Melia zu bezwingen. Melia war neben Anatolli Buruian einer von zwei Ringern, die unbesiegt durch die Vorrunde kamen und im Hinkampf die allererste Saisonniederlage einstecken mussten.

 

Das zeigt, dass es am Freitag in jedem Kampf eng zugehen wird, jeder Mannschaftspunkt kann am Ende über den Titel entscheiden und kein Ringer kann sich des Sieges in seinem Duell sicher sein.

In der Hochburg des deutschen Ringsports gibt es seit Tagen kein anderes Thema, so dass mit Sicherheit eine phantastische Stimmung herrschen wird. Zehn Weltklassekämpfe und die Spannung bis zur letzten Aktion werden ihr Übriges dazu beitragen, bis es heißt: „Der Deutsche Meister 2018 ist der…..!“.

 

Hier noch ein Beitrag der "Pforzheimer Zeitung" zu diesem Thema:

 

https://www.pz-news.de/sport_artikel,-DRLFinale-KSV-Ispringen-will-in-Schifferstadt-fuer-eine-Ueberraschung-sorgen-_arid,1212191.html

05.02.18

 

KSV-Jugend einmal mehr erfolgreich

Zusammenlegung A-Jugend mit Junioren recht unglücklich

 

Die Landesmeisterschaft im Freistil der Junioren/A-Jugend sowie B-Jugend liegt hinter uns. Der VfK Lünen Süd war in der Sporthalle Dammwiese wieder einmal ein guter Ausrichter.

Der Landesverband hatte – wegen zuletzt teilweise geringer Teilnehmerfelder – die Altersklassen Junioren und Jugend A zusammengelegt. Vor allem bei den jungen Jahrgängen der Jugend wirkte sich dies negativ aus, denn es dominierten durchweg die älteren Junioren-Ringer. Die A-Jugend hatte teilweise einen sehr großen Alters-, Kraft- und Erfahrungsnachteil; der Modus wird für die Zukunft sicher überdacht werden müssen.

 

So war in der Juniorenklasse lediglich Idris Ibaev in der 71 kg-Klasse mit einer Bronzemedaille erfolgreich, als er sich unter 20 Teilnehmern lediglich dem späteren Landesmeister aus Köln mit 8:18 unterlag. Die anderen Starter des KSV, Tim Oberboßel und Tugkagan Öztürk (60 kg) sowie Gensche Gereev (65 kg) und Khalid (71 kg) mussten sich mit hinteren Platzierungen zufriedengeben.

 

In der B-Jugend verlief die Meisterschaft aus Wittener Sicht dagegen überaus erfolgreich, der KSV hatte hier sechs Teilnehmer am Start.

 

Bis 38 Kg belegte Ben Schaller Rang 6 Platz, bot kämpferisch eine gute Leistung und hatte am Ende zweimal knapp das Nachsehen. In der 44 kg-Klasse bot Justus Eigenbrodt fünf starke Kämpfe. Er gewann alle und konnte erstmals seinen Essener Dauer-Rivalen Amir Aliev bei 6:6-Gleichstand aufgrund der letzten Wertung bezwingen – Titel Nummer eins für den KSV. Bis 48 kg hatten wir gleich zwei Eisen im Feuer. Kutkagan Öztürk verpasste das Finale nur knapp - im Poolfinale unterlag „Kuti“ bei 10:10 nur aufgrund der höheren Wertung seines Gegners. Im kleinen Finale traf er auf den zweiten Wittener Ringerin dieser Kategorie, Vatan Ülger; der verlor im anderen Pool nach zwei Siegen gegen den späteren Landesmeister. Die beiden KSV-Akteure schenkten sich nichts, Sekunden vor Schluss führte Vatan noch mit 7:6. Dann konnte Öztürk einen sehenswerten Hüftschwung anbringen und holte so die entscheidende Wertung zur Bronzemedaille. Vatan blieb der undankbare vierte Platz, seine Leistung enttäuschte aber keineswegs.

 

Titel Nr. zwei holte Gregor Eigenbrodt (52 kg) für seine Farben – fünf Siege konnte er feiern, ohne auch nur einen technischen Punkt abzugeben. Da wollte Alex Boric nicht nachstehen, war in der 62 kg-Klasse nicht zu schlagen. Auch er bezwang seine drei Gegner und gab ebenfalls nicht einen technischen Punkt ab - Titel Nummer drei für den KSV.

 

Damit kam der KSV Witten auf Rang zwei in der Vereinswertung der Jugend B, siegreich war hier der AC Köln- Mülheim.

02.02.18

Adam Juretzko ist neuer sportlicher Leiter:

 

Die Verbindung zwischen dem Spitzenringer und dem KSV Witten 07 riss nie ab - jetzt ist Adam Juretzko neuer Sportlicher Leiter des Erstligisten.

Der „Commander“ ist bei seinem Stammverein wieder in Amt und Würden, wird ab sofort eine ganz wichtige Funktion im Hintergrund bekleiden: Adam Juretzko, zehnmaliger Deutscher Meister, wurde am Freitag als neuer Sportlicher Leiter des Ringer-Bundesligisten KSV Witten 07 vorgestellt. Der unverwüstliche Vorzeige-Sportler, der selbst noch immer auf höchstem Niveau aktiv ist, wird damit Nachfolger von Frank Weniger.

 

„Wir haben uns in den eigenen Reihen umgesehen - und da kamen nur zwei Namen infrage“, erklärte KSV-Vorsitzender Thomas Altstadt beim Pressegespräch. Da sich Mirko Englich weiterhin um die Nachwuchsarbeit der Wittener kümmern wird, fokussierte man sich für den Posten auf Adam Juretzko, der bald seine Zusage gab. „Es schlagen immer noch zwei Ringer-Herzen in meiner Brust - eines für Weingarten, eines für den KSV“, erklärte der 46-Jährige, warum er die Offerte kaum ausschlagen konnte.

„Adam ist ohnehin regelmäßig beim Training dabei, kennt unseren gesamten Kader. Mit ihm sind wir sehr professionell aufgestellt“, ist Altstadt froh über die schnelle Klärung auf diesem Posten. In der Übergangszeit wird Frank Weniger seinem Nachfolger noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, den Werdohler gezielt einarbeiten. „Das ist ja für mich auch völliges Neuland“, sagt Juretzko, der in der Saison 2017/18 in der Deutschen Ringer-Liga (DRL) für den AV Germania Weingarten auf der Matte stand, es dort regelmäßig mit Athleten aus der Weltspitze zu tun hatte. „Eigentlich ist die DRL inzwischen für einen alten Mann wie mich zu stark“, flachst der zweimalige EM-Dritte, der von seinen acht Kämpfen in dieser Saison immerhin drei für sich entschied - jeweils gegen deutlich jüngere Kontrahenten.

Auch in der nächsten Kampfzeit will er weiter für die Weingartener auf der Matte stehen, auch wenn sich sein Pensum gewiss reduzieren dürfte. „Wenn wir beim KSV Witten keinen geeigneten Ringer für die 80-Kilo-Klasse finden, dann ringe ich vielleicht auch hier noch mal“, so Juretzko. Schließlich sind DRL und Deutscher Ringer-Bund zwei verschiedene Paar Schuhe - dass es dort zu Konflikten wegen der Startrechte kommen könnte, glaubt der Routinier nicht. Fast 200 Kämpfe hat der gebürtige Pole, der im Besitz beider Staatsbürgerschaften ist, für die Wittener bestritten. „Mein großes Ziel, Deutscher Mannschaftsmeister zu werden, habe ich ja leider nicht erreicht.“ Jetzt will er sich stattdessen darum kümmern, dass sein Heimatclub personell gerüstet ist für die Zukunft. „Wir sehen uns derzeit nach neuen Kämpfern um, die Gespräche laufen. Vielleicht kann ich ja hier ein bisschen helfen“, sagte Juretzko, auf dessen Sachverstand der KSV nur zu gerne zurückgreift. Arbeit gibt’s genug: Nachfolger für Mateusz Wolny, Edwin Dominguez und wohl auch für Junier Castillo müssen gefunden werden.

aus der WAZ (02.02.18 von Oliver Schinkewitz)

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