Aktuelles - Januar 2018

18.01.18

Die Neueinteilung der 1. Ringer-Bundesligen Saison 2018/19:

 

Der Deutsche Ringer-Bund DRB gab jetzt die Neueinteilung der Gruppen der 1. Ringer-Bundesliga für die Saison 2018/19 bekannt. Nachdem in der Vorsaison lediglich sieben Mannschaften pro Gruppe umfasste, sind es nunmehr je acht. Die Zusammenstellung ist teilweise überraschend, aber der DRB hatte dies bereits bei der Bundesliga-Tagung im November des vergangenen Jahres angedeutet.

 

So wurden die bisherigen Gruppen neugestaltet – „zusammengewürfelt“. Der KSV Witten ist nunmehr der Gruppe Nordwest zugeordnet, die sich von Mecklenburg-Vorpommern bis Baden-Württemberg erstreckt! Auf einer Karte sind die Standorte der einzelnen Vereine zu erkennen.

 

Gruppe Südwest:

1            KSV Köllerbach                SRL

2            KV Riegelsberg                 SRL

3            AC Heusweiler                  SRL

4            ASV Hüttigweiler             SRL

5            TuS Adelhausen               SBD

6            ASV Urloffen                    SBD

7            RKG Freiburg                    SBD

8            RG Hausen Zell                SBD

 

Gruppe Nordwest:

1            ASV Mainz                         RHH

2            VfL Neckargartach          WTB

3            KSV Witten                       NRW

4            RC Merken                        NRW

5            TV Walheim                      NRW

6            SV Al. Nackenheim         RHH

7            SC Kleinostheim              HES

8            RV Lübtheen                    MEV

 

Gruppe Südost:

1            SVW Burghausen            BAY

2            SVS Hallbergmoos           BAY

3            SVJ Nürnberg                   BAY

4            TSV Westendorf              BAY

5            FCE Aue                             SAS

6            WKG Pausa/Plauen        SAS

7            RSV Greiz                          THÜ

8            ASC Bindlach                    BAY

 

Legende:

SRL – Saarland; SBD – Südbaden; RHH – Rheinhessen; WTB – Württemberg;

NRW – Nordrhein-Westfalen; HES – Hessen; MEV – Mecklenburg-Vorpommern;

BAY – Bayern; SAS – Sachsen; THÜ – Thüringen

 

17.01.18

 

KSV Witten ehrte DM-Medaillengewinner/-innen 2017

Empfang im Restaurant Haus Unland in Dorstfeld

 

„Ehre, wem Ehre gebühret“, unter diesem Motto stand ein Empfang, den der Vorstand des KSV Witten 07 seinen Medaillengewinnerinnen und -gewinnern des Jahres 2017 am Dienstagabend gab. Im Mittelpunkt: die Ringerinnen und Ringer, die den Verein im Wettkampfjahr 2017 so herausragend vertreten hatten. „Siebenmal Edelmetall – das gab’s beim KSV schon lange nicht mehr“, zeigte sich Vorsitzender Thomas Altstadt hochzufrieden. Aber: “Es wäre schön, wenn die eine oder andere Silbermedaille in diesem Jahr vergoldet werden könnte“, sprach er seine Hoffnung aus – gleichermaßen an Sportler/-innen und Trainer gerichtet.

 

Denn das vergangene Jahr war in der Tat „silbern“ – von sieben Medaillen gab es derer gleich sechs: Viviane Herda war zweimal erfolgreich – Silber bei den Juniorinnen und den Frauen; Dilara Bayrak, Gregor Eigenbrodt, Noah Englich, Andreas Zenger und Mateusz Wollny erkämpften ebenfalls jeweils Vizemeisterschaften in ihren Alters- und Gewichtsklassen. Da blieb es dem Senior vorbehalten, für den Höhepunkt zu sorgen: Adam Juretzko gewann bei den Deutschen Meisterschaften 2017 im sächsischen Plauen seinen neunten und (wahrscheinlich …) letzten Titel und damit Gold. Im Alter von 45 Jahren verwies der „eiserne Adam“ die junge Konkurrenz damit auf die Plätze!

 

Bei kulinarischen Leckereien saßen die Aktiven mit den Vorstandsvertretern einige Stunden im Dorstfelder Restaurant „Haus Unland“ – einem Sponsor des KSV Witten – zusammen und fachsimpelten – natürlich u.a. über die Neueinteilung der 1. Bundesliga in der kommenden Saison.

"Vivi" immer obenauf!

16.01.18

 

Guter Start für Viviane Herda ins Jahr 2018:

Platz zwei beim DRB-Kaderturnier im Westerwald

 

 

 

 

 

In Ransbach-Baumbach fand das erste DRB-Kader-Pflichtturnier im weiblichen Ringen 2918 statt. Ausgerichtet vom Ringer-Verband Rheinland hatten sich die deutschen Spitzen-Athletinnen am vergangenen Wochenende im Westerwald-Örtchen eingefunden, um unter den Augen von Bundestrainer Patrick Loes und seinem Team eine erste Formüberprüfung vorzunehmen.

 

Mit dabei auch die Wittener Kaderringerin Viviane Herda, die in der 62 kg-Klasse startete. Unter sieben Konkurrentinnen gelang ihr mit dem zweiten Rang ein guter Start ins Wettkampfjahr 2018. „Vivi“ kam gut in den Wettkampf – zwei Siege mit technischer Überlegenheit standen zu Buche. Johanna Beier aus Südbaden musste mit 0:11 die Segel streichen, und auch Janny Sommermeyer aus Berlin ging’s beim 1:12 nicht besser. Damit hatte die KSV-Ringerin das Finale erreicht.

 

Das führte sie einmal mehr gegen die Spitzenringerin Luisa Niemesch aus Weingarten, amtierende Deutsche Meisterin der Frauen, Olympia-Starterin von 2016, Frauen-EM-Fünfte und Dritte der U 23-EM 2017. Und diesmal war der Kampf relativ eng, Viviane hielt lange gut mit. Am Ende stand dann doch der Sieg der Ringerin aus Nordbaden, die mit 5:0 Punkten gewann, gegen die Wittenerin jedoch hart kämpfen musste. Und Viviane Herda hat wieder einmal bewiesen, dass sie ihren Weg in die nationale Spitze auch in der Frauenklasse weiter unbeirrt geht.

 

Das Ergebnis in der 62 kg-Klasse:

 

1.

Luisa Niemesch

SV Weingarten

2.

Viviane Herda

KSV Witten

3.

Luzie Manzke

RSV Hansa 90

4.

Janny Sommermeyer

SV Luftfahrt Berlin

5.

Johanna Meier

WKG Weitenau-Wieslet

6.

Anja Telkemeier

Hessischer Ringer-Verband

7.

Katharina Gilewitsch

AC Germania Artern

 

Ringen:

Erstes Turnier des neuen Jahres – Bezirksmeisterschaften in Bielefeld

Wettkämpfe im Freistil – drei Titel trotz kleiner KSV-Mannschaft

 

Der ASV Atlas Bielefeld war am vergangenen Wochenende einmal mehr Ausrichter einer Bezirksmeisterschaft im Ringen, der ersten im Jahr 2018. Während am Samstag Männer und die Jugendklassen A und B im Freistil an den Start gingen, waren am Sonntag die jungen Akteure der Altersklassen C, D und E-Jugend aktiv. Die guten Wettkämpfe waren wieder gut organisiert – und der KSV konnte, trotz einiger Widrigkeiten, auch wieder Akzente in Form von Titeln und Medaillen setzen.

 

Verletzungsbedingt und aus anderen Gründen war die Mannschaft des KSV Witten am Samstag stark dezimiert, nur sechs Ringer aus der Ruhrstadt nahmen am Turnier teil. Gleichwohl konnten am Ende drei Meistertitel gefeiert werden: Kutkagan Öztürk (48 kg), Alexander Boric (62 kg), beide Jugend B sowie durch Zaryalay Schojah (79 kg) konnten alle Kämpfe siegreich gestalten und die Westfalenmeisterschaft gewinnen.

 

Auf Medaillenränge kamen in der Jugend A Gensche Gereev (65 kg), der Silber gewann, und Tim Oberboßel (60 kg) auf dem Bronzerang. Nikita Maimakov (57 kg) musste (noch) Lehrgeld zahlen und wurde Vierter in der Jugend B.

 

Am Sonntag dann war die KSV-Mannschaft der Jugend C, D und E deutlich stärker besetzt, 14 junge Ringer aus der Ruhrstadt erkämpften erneut drei Meisterschaften, dazu gleich fünf Silbermedaillen und einen dritten Platz. Das bedeutete Rang zwei in der Mannschaftswertung – der PSV Detmold war mit seinen 27 Akteuren nicht zu schlagen.

 

Mit Gold konnten sich Jan Ole Labes (Jugend E, 21 kg), Kamil Gereev (D/42) und Ümit Can Tasdemir (C/50) schmücken. Vizemeisterschaften erkämpften Ilias Stuckas (E/25), Mika Noel Labes (D/31), Katharina Boric (D/46), Rasmus Rodeheger (C/29) und Niclas Weiß (C/38). Andrej Maimakov (C/46) durfte sich über Bronze freuen. Mit Tyler Herzog (E/31 – 4.), Felix Weniger (C/34 – 5.), Elisa Labes (D/26 – 6.) sowie Romeo Bernhardt (C/38 – 8.) und Aledsej Maimakov (C/42 – 8.) kamen die weiteren Wittener KSV-Ringer in die Platzierungen.

 

Die Wittener Trainer Klaus Eigenbrodt, Jan Kramarczyk und Pascal Wittke stellten zufrieden fest, dass ihre Ringerinnen und Ringer ihr Bestes gegeben und gut gekämpft haben. Es zeigte sich, dass längeres und intensiveres Training auch entsprechende Erfolge mit sich bringt. Mit den gezeigten Leistungen waren sie zufrieden, am Ende auch mit dem 2. Platz in der Mannschaftswertung - Hut ab und herzlichen Glückwunsch!

 

Am Samstag und auch am Sonntag kämpften alle Wittener KSV-Athleten im Gedenken an ihre verstorbene Trainerin Yvonne Englich mit schwarzem Trauerband am Handgelenk – „Einer für Alle und Alle für Eine(n)!“

Neu-KSV-Trainer Arslan Kulakac

16.01.18

Neu im KSV-Trainerteam:

NRW-Landestrainer Arslan Kulakac

 

Hagener kommt für Attila Bayrak zum KSV Witten 07

 

Attila Bayrak, Sohn des zweifachen Ringer-Olympiasiegers Mithat Bayrak und wie sein Vater eine Institution beim Wittener Bundesligisten KSV 07, geht in den einstweiligen „Trainer-Ruhestand“. Er trainierte und betreute seit vielen Jahren die Reservemannschaft des Vereins, die drei Jahrzehnte das Bild NRW-Oberliga prägte und zuletzt in der Verbandsliga antrat. Mannschaftlich hatte es einen Umbruch gegeben, viele Leistungsträger gingen zu anderen Vereinen. So war es zuletzt eine ganz junge Truppe, die Woche für Woche auf die Matte ging, eigentlich eine Jugendmannschaft. Die schlug sich auch immer wieder prächtig, doch als auch noch die Top-Akteure dieses Teams im Bundesliga-Kader aushelfen mussten, war die Substanz dahin. Es gab Niederlagen und Probleme, das Soll von jeweils mindestens neun Ringern in den zehn Gewichtsklassen Woche für Woche aufzubieten. Dabei improvisierte er häufig, stellte sich selbst noch auf und verhinderte dadurch mehrfach eine Niederlage an der Waage. Jetzt ist für ihn Schluss, nachdem er seine Tätigkeit eigentlich schon im Vorjahr beenden wollte. Private und berufliche Gründe gaben den Ausschlag.

 

Der KSV Witten dankt Attila Bayrak für seinen enormen Einsatz und seine Arbeit über mehr als ein Jahrzehnt, wünscht ihm für die persönliche Zukunft viel Glück. Vielleicht kann er seine Akkus aufladen und nach einer schöpferischen Pause wieder in das KSV-Trainerteam zurückkehren ….

 

Dem Verein bleibt er verbunden – allein schon durch seine ringende Tochter Dilara, im Vorjahr Deutsche Vizemeisterin in der Jugendklasse.

 

Für Bayrak kommt ein neues Gesicht zum KSV, das in Ringerkreisen allerdings ziemlich bekannt ist: Arslan Kulakac, 43-jähriger Hagener, stößt zum Trainerstab der Wittener. Dort, beim KSV Hohenlimburg, war er seit 1984 viele Jahre zunächst selbst auf der Ringermatte aktiv. Nach einer Verletzung hängte er seine Schuhe an den Nagel und schlug die Trainerlaufbahn ein. Seit 2010 betreute er den Nachwuchs der Sauerländer, in der letzten Saison dann übernahm er zusätzlich die Männermannschaft. Die war zwischendurch ‘mal in der 2. Bundesliga – zusammen mit dem KSV Witten – zuhause, hatte sich in den letzten drei Jahren in der NRW-Oberliga etabliert. Und seit drei Jahren ist er als einer der Landestrainer im Ringerverbandes NRW auch für den Ringer-Nachwuchs bei Lehrgängen, Turnieren und Meisterschaften verantwortlich. Und zwar im griechisch-römischen Stil, wo die NRW-Sportler derzeit eine Renaissance erleben und Titel und Medaillen auf Bundesebene gewinnen.

 

Kulakac, von Beruf Lagerleiter bei einem Hagener Unternehmen, ist verheiratet und hat drei Kinder. „Sie sind sportlich – im Handball, Wasserball und Turnen, leider nicht im Ringen“, stellt der Neu-Wittener schulterzuckend fest. Warum kommt er nach Witten, was sind seine Ziele? „Etwas Neues anfangen, unter anderen, vielleicht besseren Bedingungen arbeiten, sich höhere Ziele setzen können“, lautet die Begründung für den Wechsel nach über 30 Hohelimburger Jahren. Und weiter: „Ich will dabei helfen, dass der KSV Witten mit seiner Zweitvertretung künftig wieder eine Hauptrolle im Land spielt“, sieht er bessere Zeiten für KSV 2 kommen. Dabei wird er nicht nur als Trainer eine Rolle spielen – auch Organisation und Betreuung der Zweitvertretung werden in seinen Händen liegen. „Wir müssen uns dort in einigen Bereichen ergänzen, verstärken, um den guten Nachwuchsleuten ein Umfeld für ihre positive sportliche Entwicklung zu schaffen“, hat er seinen Arbeitsrahmen formuliert.

 

Der KSV Witten freut sich über die wichtige Ergänzung im Trainerteam, heißt Arslan Kulakac herzlich in der Ruhrstadt willkommen und wünscht ihm Freude und Erfolg in der neuen Aufgabe.

 

09.01.18

 

Gelesen in der:

 

WAZ Witten | 09.01.2018 | Seite 20
 

 

 

 

 

Ein Leben für das Ringen

Nachruf. Yvonne Englich wird nur 38 Jahre alt. Deutsche Meisterin war auf der Matte kaum zu schlagen. Kampf gegen den Krebs war aber nicht zu gewinnen

Witten. Selbst die größte Kämpferin hat irgendwann nicht mehr die Kraft, sich gegen einen solchen Gegner zur Wehr zu setzen. In der Nacht zu Montag verstarb Yvonne Englich, die dreimalige Deutsche Meisterin im Freistilringen. Die gebürtige Baden-Württembergerin wurde nur 38 Jahre alt.

Ein Leben für den Ringersport, und das mit Leib und Seele. Selten hat es wohl im deutschen Sport eine Frau gegeben, die mit einer solchen Hingabe ihre Ziele verfolgt hat. Wobei ihr der größte Wunsch verwehrt blieb: ein Start bei den Olympischen Spielen. Sie hatte alles versucht, wollte 2012 ihre erfolgreiche aktive Laufbahn mit einem Platz im Olympia-Kader in London krönen – letztlich aber scheiterte sie auf der Zielgeraden, schaffte nicht die Qualifikation.

Zwischenzeitlich war sie sogar mit ihrem Mann Mirko Englich ins brandenburgische Leistungszentrum nach Frankfurt/Oder gezogen, um dort alles den sportlichen Ambitionen unterzuordnen. Unter ihrem Geburtsnamen Hees landete die Ringerin seinerzeit noch für ihren Heimatverein SC Korb startend die ersten bedeutenden Erfolge. 1997 gab’s bei der Junioren-EM die Silbermedaille – erstmals stand sie bei einem so großen Turnier auf dem Podest.

Erneut Vize-Europameisterin wurde Yvonne Englich 1999, schaffte im gleichen Jahr bei den Weltmeisterschaften der Juniorinnen Rang drei. Den ersten von drei nationalen Titeln holte sie im Jahr 2002 – kurz zuvor war sie der Liebe wegen ins Ruhrgebiet gezogen. Es folgten die DM-Triumphe 2008 und schließlich 2011 in Freiburg – unweit ihrer Heimat, was ihr ein besonderes Anliegen war.

EM-Bronze in Dortmund

Bei den Europameisterschaften in Dortmund gewann Yvonne Englich im gleichen Jahr die Bronzemedaille, ihr wohl größter Erfolg, und das als mittlerweile zweifache Mutter. Während sie ihren Sohn Noah und dann ihre Tochter Lotta zur Welt brachte und sie aufzog, konnte sich parallel ihr Mann Mirko Englich seinen eigenen sportlichen Traum erfüllen, gewann Olympia-Silber 2008 in Peking. Unvergessen die Bilder, wie Yvonne und ihre Sprösslinge nach dem Finalkampf gemeinsam mit Mirko diesen einzigartigen Moment in Peking feierten.

Kennengelernt hatte sich das Sportler-Paar vor mittlerweile rund 18 Jahren, als Mirko Englich seinerzeit seine Schwester Nina als Betreuer zur Deutschen Meisterschaft nach Sachsen begleitete. „Damals hat dieses rothaarige Energiebündel unseren Mirko in den Schwitzkasten genommen“, erinnert sich dessen Vater Detlef augenzwinkernd.

Es entstand daraus eine bemerkenswerte Partnerschaft zweier Leistungssportler, denen es eindrucksvoll gelang, Familie und Sport miteinander zu verbinden. Zuletzt hinterließ Feuerwehrfrau Englich, die mit ihrer resoluten Art bisweilen auch mal auf Verbandsebene aneckte, auch merklich ihre Spuren beim KSV Witten 07. Die Jugendarbeit des Traditionsvereins hievte sie mit ihrer beharrlichen, erfolgsorientierten Arbeit auf ein neues Niveau, verlangte von den KSV-Talenten immer hundertprozentigen Einsatz.

Gekennzeichnet von ihrer schweren Krebserkrankung zog sie sich zuletzt aber immer mehr zurück, versuchte die letzten Wochen und Monate im Kreise ihrer Familie so gut es ging zu genießen. Das letzte gemeinsame Weihnachtsfest war für die leidenschaftliche Ringerfamilie wie ein Geschenk, am Wochenende erlebte Yvonne Englich auch noch den elften Geburtstag ihrer Tochter Lotta. Der deutsche Ringkampfsport, auch der KSV Witten 07 und der SC Korb, verlieren mit Yvonne Englich eine leidenschaftliche Sportlerin, die ihren Weg bis zuletzt konsequent verfolgte. Nur den Kampf gegen den Krebs, den konnte sie einfach nicht gewinnen.

08.01.18

Rückblick der Teakwon-Do Events 2017 

  • Dr. Christian Brodowski hat im Jahr 2017 seine vierteilige Prüfung zum 4. Dan abgelegt. Prüfer waren die Großmeister Franz Eberl (Salzburg) und Thomas Wiener (Berlin)
  • Stationen der Prüfung waren: Die Ausrichtung des Lehrgangs in Witten im Januar, Besuch in Berlin im Juni, Intensiv-Wochenende in Salzburg im November und Besuch in Freiham/München im Dezember diesen Jahres.
  • Oft begleitet von Schülern und Schwarzgurten der Gruppe
  • Fotos und Videos dazu finden sich hier:
  • https://mega.nz/#F!jUtDUDqY!WQ1k4vNIF_nfpNvBMWOhYg
  • Die Aufnahmen auf dem blauen Boden sind aus Salzburg (17.-19.11.17), die in der Turnhalle aus Freiham (8.-10.12.17)

 

 

Besuch Großmeister Eberl Januar 2017

 

Von 13.-14. Januar war der Taekwon-Do Großmeister Franz Eberl aus Salzburg zu Besuch bei der Taekwon-Do Gruppe des KSV Witten.

Anlass war zunächst das Trainingsjubiläum von Christian Brodowski. Genau vor 25 Jahren hatte bei Franz Eberl seine erste Unterrichtsstunde genommen, damals noch in Ottobrunn (bei München) und seitdem kontinuierlich bei ihm und anderen Meistern gelernt.  Sein Weg hatte ihn damals an die Universität Witten-Herdecke geführt, wo er 1998 selbst anfing, Taekwon-Do zu unterrichten.

 

Weiterhin besiegelt das Event auch das Zusammenwachsen der beiden wittener Gruppen aus der UWH und dem KSV. Die unterrichteten Techniken dienten auch als Vorbereitung auf anstehende Prüfungen zu neuen Dan-Graden. Die beiden Unterrichtseinheiten am Sonntag den 15.1. in Neuss stellten auch den Kontakt zur dortigen Taekwon-Do und deren Lehrer, Emil Gümüsdagli, her.

 

Wir alle hatten interessante Begegnungen zwischen verschiedenen Taekwon-Do – Stilen und herzlichen Menschen, die viel Freude an gemeinsamer Bewegung haben.

 

Dr. med. Christian Brodowski

RV-NRW-Präsident Jens Nettekoven

06.01.18

 

Auf zu neuen Ufern:

Mitgliederversammlung des RV NRW will Ligensystem optimieren

Problem erkannt – Problem gebannt?!

 

Am 8. Januar wird die außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden, die wegweisend für das Mannschaftsringen in NRW werden dürfte. Der wichtigste Tagesordnungspunkt wird nämlich unser Ligensystem sein, welches sich in seiner augenblicklichen Form als nicht mehr zeitgemäß bzw. praktikabel erwiesen hat und nach Auffassung der meisten Insider dringender Reformen bedarf. Änderungen sind also geplant, um das Herzstück unserer Sportart für alle Beteiligten – Aktive, Trainer, Funktionäre und Zuschauer - attraktiver zu gestalten.
 

Das Präsidium des RVNRW hat hierzu ein neues Konzept erarbeitet, welches den Vereinen schon vor Wochen dargelegt worden ist. Mittlerweile haben viele Clubs hierauf reagiert, indem Meinungen, Änderungsvorschläge, Anregungen oder gar Anträge formuliert worden sind. Das Ganze geschah konstruktiv und auf sachlicher Basis. So darf man bester Dinge sein, dass sich nicht nur zahlreiche Verantwortliche einfinden und mit viel Know-how und Kompetenz über diese schwerwiegende Angelegenheit diskutieren, sondern auch die richtigen Entscheidungen treffen werden.
 

Egal, wie das Ligensystem ab 2018 aussehen wird: Alle sind gefordert, für unseren Sport zu kämpfen, um ihn wieder in bessere Zeiten zu führen. Wir brauchen engagierte Führungskräfte und Funktionäre. Wir brauchen engagierte Trainer, Übungsleiter und Betreuer. Wir brauchen Ringer, die nicht nur für den eigenen Geldbeutel, sondern vor allem für ihre Vereine und den Ringkampfsport auf die Matte gehen. Und wir brauchen zahlreiche Helfer, die dazu bereit sind, Zeit für das Ringen zu opfern. Wenn uns das gelingen sollte, werden wir die Zuschauer wieder begeistern und einen großen Schritt nach vorne machen können. Wie hieß es doch einst in einem bekannten Werbeslogan? - „Es gibt viel zu tun! Packen wir es an!“

05.01.18

 

Ostermann-Halle noch gesperrt – Abschlussarbeiten beginnen

 

Das war ein Schock, als es Ende November 2017 hieß: die Ostermannhalle muss wegen eines Wasserrohrbruches gesperrt werden, es kann bis ins neue Jahr andauern. Inzwischen hat man sich mit den Gegebenheiten arrangiert – zum Glück steht noch die Mannesmann-Halle zur Verfügung, in die das Ringertraining verlegt wurde. Dafür rückten die Kampf- und Freizeitsportler des KSV zusammen und machten etwas Platz für die Ringer. Dafür herzlichen Dank allen betroffenen Sportlerinnen und Sportlern, Trainerinnen und Trainern!

 

Der Landesstützpunkt des RV NRW wich für die Zeit der Sperrung ins Ringerzentrum der SUA am Kälberweg aus.

 

Was ist eigentlich geschehen? Es ist relativ simpel: im hinteren Durchgang zur Umkleide platzte ein Heißwasser führendes Rohr, was Hausmeisterin Jutta Holick schön früh meldete. „Der Boden im betroffenen Bereich wurde immer wärmer“, erklärte sie. Und informierte die Stadt als Eigentümer der Halle. Die prüfte den Sachverhalt und maß dort eine Temperatur von bis zu 45 °. Der Boden wurde aufgestemmt, der Schaden damit offensichtlich. Das Wasser hatte sich im gesamten vorderen Bereich der Halle verteilt – ausgenommen Mattenhalle und Fitnessraum. Eine Fachfirma bohrte zahlreiche Löcher in den Untergrund und stellte Trockner auf, die Tag und Nacht arbeiteten. Bis vor einigen Tagen – jetzt scheint der Untergrund wieder trocken zu sein. Bald werden Handwerker anrücken, die alle Beschädigungen beseitigen sollen. Das dürfte nicht mehr ganz so lange dauern, so dass mit einer Rückkehr sowohl der KSV- als auch der RV NRW-Kaderringer demnächst zu rechnen ist.

Handwerker einer Fachfirma "löcherten" den Boden der Ostermann-Halle

02.01.18

 

Andere Länder andere Sitten

KSV-Jugendliche über Bitterfeld nach China

Fünf KSV-Jugendliche besuchten mit Betreuer Kurt Schroer kurz vor dem Weihnachtsfest das Land des Lächelns – es ging in das Jugend-Winter-Camp ins chinesische Heyuan.

Auslöser dieser Reise war eine Einladung des chinesischen Delegationsleiters Huanjian Li, der seine Jugend-Delegation vor wenigen Monaten in die Wittener Partnerstadt Bitterfeld-Wolfen geführt hat. Auch da waren junge Ringer des KSV Witten zu Gast und hier wurden erste Pläne geschmiedet. Die führten letztlich zur offiziellen Einladung der Wittener Jugendlichen ins „Reich der Mitte“. Außer den Wittener Vertretern waren noch weitere Gäste aus Bitterfeld-Wolfen, Marl, Costa Rica, Malysia, Thailand und Indonesien dort anwesend.

Bei der offiziellen Begrüßung zu Beginn des Wintercamps wurden Geschenke und nette  Worte ausgetauscht. So überreichte die Wittener Delegation die Wittener Flagge, einen Bildband der Stadt Witten und den Wittener Sackträger mit der Aufschrift: Deutsch-Chinesische Freundschaft. Neben dem  Begrüßungsschreiben unserer Bürgermeisterin Sonja Leidemann trug Max auch die Bedeutung und Geschichte des Wittener Sackträgers vor.

Um die Verständigung und Freundschaft der Jugend zu fördern, wurden während des Aufenthalts die unterschiedlichsten Aktivitäten veranstaltet. Es gab Kurse zum Verstehen der chinesischen Sprache und Schriftzeichen. Natürlich gab es auch eine Präsentation chinesischer Kampfkunst, worüber sich die Ringer ganz besonders freuten.  Weiter gingt es mit der Besichtigung eines Dinosaurier-Museums in Hynan und des Staudamms am Fluss Xinteng. Außerdem war jeder Jugendliche einen Tag in einer chinesischen Familie untergebracht, um die Tradition und Lebensweise der chinesischen Bevölkerung kennen zu lernen. Bestimmte Eigenarten der Chinesen sollte man vor dem Besuch allerdings schon kennen. So steht Kaffee nicht auf dem Speiseplan, sondern Sojamilch und warmer Orangensaft. Auch beim Essen gibt es Unterschiede zur deutschen Kultur – und es ist gut, sich damit auszukennen! So gehört das Schlürfen der Suppen zum guten Ton. Auch die Sitzordnung ist geregelt. Der Gastgeber sitzt am Tisch so, dass er die Tür im Blick hat. Aber auch wenn der eine oder andere Fehler gemacht wurde, blieb der Gastgeber steht´s freundlich und verzieh größere oder kleinere Fehler.

Die KSV-Jugendlichen traten ihre Rückreise nach 10 Tagen mit vielen Erinnerungen, Fotos und kleinen Geschenken an und waren genau zu Heilig Abend wieder zu Hause.

 

Da die Reise zum überwiegenden Teil von den Eltern der Jugendlichen finanziert wurde, sucht der KSV Witten 07 auf diesem Weg noch Förderer, die diese Art von Kulturaustausch unterstützen. Spenden zugunsten der Jugendabteilung des KSV Witten 07 für diesen Zweck sind herzlich willkommen – die fließen sowohl in kulturelle als auch sportliche Aktivitäten. Die Kontonummer des Vereins: Sparkasse Witten, Nr. 94367. Eine Spendenbescheinigung wird garantiert.

 

Reisegruppe (Bild mit der Wittener Flagge) v.l.n.r.
Niklas Schinner, Robert Wöhl, Max Karafotias, Tughagan Öztürk, Andreas Zenger, Betreuer Kurt Schroer.

 

Anmerkung: Heyuan (chinesisch 河源市, Pinyin Héyuán Shì) ist eine bezirksfreie Stadt in der Provinz Guangdong im Südosten der Volksrepublik China. Sie hat eine Fläche von 15.478 km² und ca. 3,32 Mio. Einwohner (2002) (Wikipedia).

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