Aktuelles - März 2018

Gensche Gereev mit einem spektakulären Ausheber

31.03.18

 

48. Osterturnier KV „De Halter“ Utrecht im Ringen:

Zweimal Bronze für den KSV – Turnier bärenstark besetzt

 

Es war wieder ein Turnier der Superlative: 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – aus mehr als 20 Nationen – aus fast 90 Vereinen und Verbänden – 16 Stunden non-Stopp-Ringen am Samstag und Sonntag – auf sieben Matten gleichzeitig! Das sind die nackten Zahlen des 48. Osterturniers, das „De Halter“ am Wochenende im Sportzentrum „Galgenwaard“ in Utrecht ausrichtete. Verbunden damit waren wieder einmal ganz besondere Anforderungen – natürlich an die Aktiven, an Trainer und Betreuer, an die Kampfgerichte, die Organisatoren und auch die Zuschauer. Am Ende waren sich jedoch alle einig: es war wieder einmal grandios, Lob an den Veranstalter und die vielen Helferinnen und Helfer, die einem sicher sehr besonderen Event wieder mal ein besonderes Flair verliehen haben!

 

Deutsche Vereine und Verbände waren wieder besonders stark vertreten. Aber die Teilnehmer/-innen kamen aus vielen Teilen der Welt – aus den USA ebenso wie aus Israel, Georgien, Griechenland, den skandinavischen Ländern und eben Süd- Ost- und Mitteleuropa. Nicht nur die Quantität stimmte, auch die Qualität war sehr hoch. Und so kamen die erfolgsverwöhnten Akteure des KSV Witten diesmal nicht wie gewohnt zum Zuge: das nur kleine Team mit acht Aktiven brachte zwar gleich sechs davon unter die Top-Six, doch konnte sich das Trainerteam mit Jan Kramarczyk und Mirko Englich am Ende nur über zwei Medaillen freuen – über zweimal Bronze für Gensche Gereev und Idris Ibaev. Für beide – wie auch andere KSV-Ringer – wäre teilweise mehr drin gewesen.

 

Als einzige Amazone ging Emily Weiß (12 – 14 Jahre, 58 kg) an den Start. Mit vier Siegen schlug sie sich beachtlich, ein Erfolg mehr hätte ebenfalls eine Medaille bedeutet: so belegte sie immerhin den trotzdem undankbaren 4. Platz.

 

Gensche Gereev (15 – 17, 69 kg) verpasste in einem überlegen geführten Kampf bei eigenem Punktvorteil den Erfolg durch einige Unaufmerksamkeiten in den letzten Sekunden. So blieb er in seinen sechs Begegnungen bei dieser Niederlage fünfmal siegreich, gewann verdient die Bronzemedaille.

 

Ähnliches gilt für Idris Ibaev (18-20, 67 kg): er bestritt einen Wettkampf mit großer Überlegenheit gegen vier seiner fünf Konkurrenten. Gegen den späteren Sieger aus Frankreich musste er sich im Halbfinale bei 7:7-Punktgleichstand unglücklich geschlagen geben, auch ihm blieb „nur“ Bronze!

 

Mit Rang vier durfte Mert Tasdemir (18 – 20, 87 kg) am Ende zufrieden sein – bei seinen beiden Siegen und zwei Niederlagen wäre ebenfalls noch mehr drin gewesen!

 

Nicht ganz zufrieden waren – trotz guter Kampfesleistungen – Andreas Zenger und Noah Englich (15 – 17, 54 bzw. 46 kg) am Ende; sie bestritten ihren letzten Wettkampf vor der DM am übernächsten Wochenende und hatten von den Trainern klare Vorgaben erhalten. Zenger verkaufte sich teuer, kam bei zwei Siegen und zwei Niederlagen auf Rang sechs. Wie auch Noah Englich, der deutlich gewichts- und kräftemäßige Nachteile verkraften musste. Einem Sieg standen zwei Niederlagen gegenüber – auch er belegte Platz sechs.

 

Die Youngster im Team in der Klasse 12 – 14 Jahre, Niclas Weiß (38 kg) und Ümitcan Tasdemir (53 kg) durften das Turnier unter „Erfahrung sammeln“ verbuchen, gelangten nicht unter die ersten sechs ihrer Klassen. Zwei Siege für Weiß, einer für Tasdemir zeigten dennoch Perspektiven auf.

 

Am Ende fand noch ein dreitägiges internationales Trainingslager in Utrecht statt. Einer der dort eingesetzten Trainer war der Wittener Mirko Englich. Er und seine Schützlinge konnten neben sportlichen Fortschritten auch zahlreiche freundschaftliche Verbindungen knüpfen.

Juniorenmeister 2018 Ramzan Awtaew

21.03.18

Ringen – DM Junioren

Pascal Wittke scheitert im Viertelfinale – Platz acht unbefriedigend

Neuzugang Ramzan Awtaew (TV Dellwig) wird Deutscher Meister

 

Die Deutschen Meisterschaften der Junioren standen am vergangenen Wochenende auf dem Programm – statt der nominierten drei Aktiven vom KSV Witten ging am Ende nur Pascal Wittke auf die Matte. Mert Tasdemir bei den Junioren im klassischen Stil und Diara Bayrak bei den Juniorinnen hatten Probleme mit dem Kampfgewicht und mussten auf ihre Teilnahme verzichten.

 

Für Pascal Wittke begann der Wettkampf im nordbadischen Hemsbach sehr gut. Mit technischer Überlegenheit besiegte er den Gütersloher Leon Feisel und stand damit schon im Viertelfinale. Hier traf er auf Marc Fischer von der LG Lahr; der Schwarzwälder hatte das bessere Ende für sich und gewann per Schultersieg. Da Fischer im Halbfinale knapp und umstritten nach Punkten unterlag, war für den KSV-Ringer der Weg in die Hoffnungsrunde versperrt, der Wettkampf beendet. Ein nicht wirklich zufriedenstellender achter Rang stand am Ende zu Buche.

 

Besser lief es für einen Neuzugang des KSV: Ramzan Awtaew, der für seinen Stammverein TV Essen-Dellwig bei den Freistil-Titelkämpfen in Bad Kreuznach auf die Matte ging, gewann die Meisterschaft in der Gewichtsklasse bis 61 kg. In drei seiner vier Begegnungen siegte er durch technische Überlegenheit, lediglich im Finale gegen Enes Akbulut aus Hof musste er sich mit einem Punktsieg begnügen. Nach dem Juniorentitel im Vorjahr und Platz fünf bei der Junioren-WM 2017 ist die Deutsche Meisterschaft 2018 ein weiterer Höhepunkt in der jungen Sportkarriere des Esseners. An ihm wird der KSV in der Bundesliga sicher viel Freude haben!

Diyar Dündar, der neue 2. Vorsitzende des KSV Witten

17.03.18

Martin Sesjak ist neuer KSV-Präsident

Vereinsvorstand des Wittener Ringer-Bundesligisten jetzt wieder komplett
 

Der Wittener Unternehmer Martin Sesjak ist neuer Präsident des KSV Witten 07. Das war einer der Beschlüsse der Jahreshauptversammlung, die am Freitagabend im Vereinsheim an der Mannesmannstraße durchgeführt wurde. Sesjak ist damit erster Präsident des KSV, der nach dem Rückzug des jetzigen Ehren-Präsidenten Klaus Lohmann im Jahr 1999 dieses repräsentative Amt wieder einnimmt.

 

Die Veranstaltungsstätte – aufgrund der geringen Resonanz im Vorjahr so gewählt – erwies sich als zu klein, hatten sich doch über 70 Vereinsmitglieder eingefunden. Darunter viele auch aus den Vereinsgruppen Fitness-Gesundheit-Freizeit und Kampfsport, die ihre Interessen und Argumente in die Diskussionen einbrachten. Durch die umfangreiche Tagesordnung führte der KSV-Vorsitzende Thomas Altstadt, der u.a. Ehrenpräsident Klaus Lohmann begrüßen konnte. Der machte sich in einem Grußwort Gedanken über seine aktuellen Ämter u.a. als Vorsitzender der Sport-Union Annen und der Schachabteilung dieses Vereins. Dabei erinnerte er sich gern an seine Partien gegen den ehemaligen Präsidenten des Ringer-Weltverbandes, den Jugoslawen Milan Ercegan, der anlässlich der Junioren-Europameisterschaften der Ringer 1995 in Witten weilte.

 

Die Berichte über die sportlichen Aktivitäten des KSV im zurückliegenden Jahr hatten einen eindeutigen Schwerpunkt: der scheidende 2. Vorsitzende Frank Weniger freute sich über die zahlreichen Erfolge im Nachwuchsbereich des Vereins. Damit verband er die Hoffnung, dass sich aus den Reihen dieser Talente bald wieder Erfolge auch im Männer- und Frauenbereich entwickeln.

 

Den Anträgen des Vorstandes auf Satzungsänderungen folgte die Versammlung. Dann kam es zu Neu- bzw. Nachwahlen. Als erstes die des neuen Präsidenten, danach war ein neuer 2. Vorsitzender zu bestimmen. Hier gab es eine kleine Überraschung, denn der gerade 21 Jahre alt gewordene Diyar Dündar wurde in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt. Der Student an der Ruhr-Uni Bochum war bisher als Ringer der 2. Mannschaft des KSV bekannt. Er sieht seine Ziele vornehmlich in der Förderung des Ringer-Nachwuchses. Der bisherige 2. Vorsitzende Andreas Roy-Nass wurde in seinem Amt bestätigt.

 

Zum neuen Geschäftsführer wählten die Mitlieder den Dortmunder Patrick Adam, schon lange ein Fan des KSV und beruflich in Witten tätig. Der Vereinsvorstand hatte einen Vorschlag für die Besetzung der Kasse, dem die Versammlung folgte und der nach noch zu treffenden vorbereitenden Maßnahmen umgesetzt werden soll. Nach der Satzungsänderung waren die Positionen von zwei weiteren Beisitzern /-innen festzulegen. Mit Sandra Weniger, gleichzeitig Frauenbeauftragte des KSV, und Verena Hartleif aus der Kick-Box-Gruppe des Vereins berief die Versammlung zwei Frauen in diese Positionen.

 

Bestätigt wurden der Jugendausschuss mit Andreas Weniger, Mehmet Öztürk, Sandra Weniger, Martina Stuckas, Nicole Oberboßel und Carsten Labes sowie Wolfgang Runte als Sprecher der Gruppe Fitness-Gesundheit-Freizeit und Mario Weiffen für die Kampfsportler.

 

Und zwei neue Ehrenmitglieder hat der KSV seit Freitagabend auch: auf Vorschlag des Vorstandes votierten die Anwesenden für den ehemaligen Meisterringer Günther Kowalewski und den „Erfinder“ der Ringer-Anzeigentafeln, Horst Bruszies.

Das neue Ehrenmitglied Horst Bruszies erhält Urkunde, Blumen und Glückwünsche vom 2. Vorsitzenden des KSV, Andreas Roy-Nass.
Mert Tasdemir startet bei Junioren-DM

14.03.18

Landesmeisterschaft Jugend C-D-E: KSV Witten mit drei Titeln

DM-Nominierung für fünf Jugendringer des KSV – zwei KSV-Junioren bei DM in Hemsbach am Start

 

Derzeit stehen zahlreiche Wettkämpfe in den Nachwuchsklassen der Ringer auf dem Programm – und der KSV Witten ist wie immer stark beteiligt. So fanden am Wochenende die Landesmeisterschaften der Jugend C, D und E (Freistil) im rheinischen Aldenhoven statt. Einige Ausfälle wegen Krankheit oder Verletzung musste die Mannschaft verkraften, trotzdem langte es bei 10 Teilnehmern am Ende für einen guten vierten Rang in der Vereinswertung. Die siegreichen PSV Detmold, AC Mülheim und RV Kelmis hatten da deutlich mehr Aktive auf die Matten gebracht und konnten dadurch punkten.

 

Drei neue Landesmeister feierten die Wittener: in der C-Jugend war Ümit Can Tasdemir (50 kg) einmal mehr nicht zu schlagen, er war in allen drei Begegnungen siegreich. Gleich fünf Kämpfe gewann Nachwuchshoffnung Mika Noel Labes bei den D-Jugendlichen (31 kg) vorzeitig und wurde souverän Landesmeister. In der gleichen Altersklasse war auch Kamil Gereev (41 kg) erfolgreich, nach drei Siegen konnte er die Goldmedaille entgegennehmen.  

 

Über zweimal „Silber“ konnte sich das KSV-Trainerteam freuen: Ilias Stuckas (E-Jugend, 26 kg) musste sich nach vier Erfolgen lediglich im Finale geschlagen geben. Das galt auch für Tyler Herzog (E – 34) nach zwei Siegen in den Rundenkämpfen. Auf dem Siegertreppchen landete auch Adrian Gusseva (E – 30), der nach zwei Siegen und zwei Niederlagen auf dem dritten Platz landete.

 

Knapp am Siegertreppchen vorbei schrammten Jan Ole Labes (E – 23) und Niclas Weiß (C – 42) mit ihren vierten Rängen. Elisa Labes (D – 27) mit Platz fünf und Romeo Bernhardt (C – 38) als Neunter rundeten das gute Mannschaftsergebnis ab, über das die Trainer Klaus Eigenbrodt, Mirko Englich, Jan Kramarczyk und Pascal Wittke dann auch sichtlich erfreut waren!

 

 

Fünf B-Jugendringer des KSV für Deutsche Meisterschaften nominiert

 

Am Wochenende hatte der Ringerverband NRW die besten B-Jugendlichen aus dem Land zu einem Nominierungslehrgang für die Deutschen Meisterschaften in die Sportschule Hennef eingeladen. Fünf junge Athleten des KSV waren dabei – und alle fünf dürfen bei den diesjährigen nationalen Titelkämpfen starten. Im Freistil sind dies Justus und Gregor Eigenbrodt, die bereits im Vorjahr DM-Luft schnupperten, sowie erstmals Vatan Ülger. Das Trio geht vom 6. bis 8. April in der Herdecker Bleichsteinhalle auf Medaillenjagd. Eine weitere Reise haben die Nominierten im griechisch-römischen Stil vor sich: Kutkagan Öztürk und Alexander Boric fahren ins brandenburgische Frankfurt/Oder, um dort ihre DM-Premieren zu feiern.

 

 

Pascal Wittke und Mert Tasdemir bei Junioren-DM

 

Am kommenden Wochenende vertreten zwei Junioren des KSV den Verein bei den Deutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil, die im nordbadischen Hemsbach ausgetragen werden. Pascal Wittke wird in der 72 kg-Kategorie antreten, während Mert Tasdemir in der Klasse bis 82 kg startet. Für beide wird die Aufgabe nicht gerade einfach sein, doch hat Wittke immerhin schon in der Wittener Bundesligamannschaft Erfahrungen gesammelt, während Tasdemir in der Verbandsliga starke Kämpfe zeigte. Mit einer guten Auslosung dürften gute Platzierungen möglich sein.

Karl-Ernst (im Hintergrund) beim Training unter Karl Brockhoff

12.03.18

 

KSV-Ehrenmitglied Karl-Ernst Rost verstorben

 

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb am 26. Februar – kurz nach seinem 81. Geburtstag – das Ehrenmitglied des KSV Witten 07, Karl-Ernst Rost. Er wurde im Kreise seiner Familie beigesetzt.

 

Karl-Ernst begann, gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder, Olympia-Silbermedaillengewinner Klaus Rost, 1950 mit dem Ringen. Beim KSV, beim damaligen Erfolgstrainer Karl Brockhoff. Er entwickelte sich zu einem guten Mannschaftsringer, kämpfte in der 1. und später in der 2. Mannschaft des Vereins.

 

Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn war er ein fleißiger „Trimmer“ in der neu geschaffenen Freizeitsport-Abteilung, später auch der „Aqua-Fitnessgruppe“ des KSV Witten. Und Karl-Ernst Rost beobachtete natürlich weiter die Entwicklung seines Vereins zu einem der erfolgreichsten im Lande. Das machte er gemeinsam mit Ehefrau Leni, mit der er gemeinsam die Ehrenmitgliedschaft des KSV verliehen bekam.

 

Wir werden Karl-Ernst ein ehrendes Andenken bewahren!

02.03.18

Sportlerehrung: KSV Witten wieder stark vertreten

Sportscout-Förderpreise für Herda, Bayrak, Zenger und Englich

 

Die Stadtwerke Witten waren einmal mehr ein hervorragender Gastgeber für den Wittener Sport: im Forum des Stadtwerkehauses an der Dortmunder Straße hatten sich am Freitagabend Sportlerinnen und Sportler sowie Prominenz aus Politik, Wirtschaft und den Sportverbänden der Ruhrstadt eingefunden, um die Erfolge des zurückliegenden Jahres zu feiern. Und davon gab’s eine ganze Menge: Judoka, Ruderer, Triathleten und Turner waren wie immer stark vertreten – und natürlich die Ringerinnen und Ringer – die des KSV Witten 07!

 

Bürgermeisterin Sonja Leidemann übernahm die Ehrungen, gemeinsam mit dem SSV-Vorsitzenden Matthias Kiehm und dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Andreas Schumski. Moderiert wurde die Veranstaltung von Philip Raillon, der die jungen Sportlerinnen und Sportler vorstellte und gleichzeitig nach ihren Erfolgen, dem dazu erforderlichen Training und ihren individuellen Zukunftsplänen befragte.

 

Da hatten die jungen KSV-Akteure eine ganze Menge zu erzählen, denn die Erfolge des Jahres 2017 bei Deutschen Meisterschaften waren die größten der zurückliegenden zehn Jahre: sieben Medaillen brachten die Ringerinnen und Ringer mit nach Witten, davon eine goldene, eine bronzene und der Rest in Silber – das war eine Ausbeute, die sich glanzvoll vorzeigen lassen konnte. Dass mit Adam Juretzko ein Sportler, der bereits in fortgeschrittenem Alter ist, die Goldmedaille gewonnen hatte, gleichzeitig seine zehnte Deutsche Meisterschaft, wurde im Interview besonders gewürdigt. Garniert wurde die Reihe der zu ehrenden Wittener Ringer durch etliche Landesmeisterschaften, die ebenfalls zu feiern waren.

 

So war der KSV mit Justus und Gregor Eigenbrodt, Tim Oberboßel, Andreas Zenger, Alexander Boric, Noah Englich, Dilara Bayrak, Viviane Herda, Ufuk Canli und Adam Juretzko in Mannschaftsstärke dabei – die Bühne war nicht groß genug, so dass die Ehrung für die KSV-Aktiven in zwei Blöcken erfolgte. Nachdem Medaillen, Urkunden und Präsente verteilt worden waren, stand der Höhepunkt des Abends an: aus dem „Sportscout-Programm“ der Stadtwerke wurden Förderpreise an Talente vergeben – der KSV war hier gleich viermal vertreten: Vivi Herda hatte diese Förderung schon in den vergangenen Jahren erfahren und sie war – als Doppel-Vizemeisterin 2017 – auch diesmal wieder unter den Ausgezeichneten. Ihre ersten Förderpreise hingegen erhielten Dilara Bayrak, Andreas Zenger und Noah Englich – allesamt im vergangenen Jahr Deutsche Vizemeister in ihren Klassen.

 

Mit den Ausgezeichneten freuten sich KSV-Vorsitzender Thomas Altstadt wie auch die Jugendtrainer Klaus Eigenbrodt und Mirko Englich über Ehrungen und finanzielle Förderung für ihre Schützlinge – die allgemeine Anerkennung für die Leistungen des KSV und seiner jungen Aktiven dürfte Motivation für weitere Anstrengungen besonders im Nachwuchsbereich des Vereins sein!

Frank Bartel (steh., 2. v.r.) beim Aufstieg der 2. Mannschaft des KSV in die Oberliga 1971

01.03.18

„Mr. KSV-Jugend“ Frank Bartel wird 70 Jahre jung

Ein Leben für den Ringersport, ein Leben für die Jugend des KSV Witten

 

Am Donnerstag (1.3.) feiert ein Mann einen runden Geburtstag. Einer, der wie kaum ein anderer mit dem KSV Witten – genauer gesagt mit der Vereinsjugend – in Verbindung gebracht wird: Frank Bartel, den man ohne Übertreibung auch „Mr. KSV-Jugend“ nennen könnte, feiert seinen 70. Geburtstag.

 

Kaum zu glauben, 70 Jahre alt oder besser: jung, wird Frank. Er fand relativ spät den Weg zum Ringersport, zum KSV Witten, dem er ein Leben lang treu blieb – bis heute. Zunächst als aktiver Ringer, ein Spätberufener, der dennoch seinen Weg machte: sein Name taucht in den Vereinsanalen erstmals im Jahr 1971 auf, als er zum Aufgebot der 2. Mannschaft gehörte, die sich in der Aufstiegsrunde gegen TKSV Bonn-Duisdorf und KSV Germania Krefeld durchsetzte und in die Oberliga aufstieg. Diese Wittener Mannschaft dominierte mit ihm in den Folgejahren die höchste NRW-Liga, feierte Meisterschaft um Meisterschaft – der Aufstieg in die damalige 2. Bundesliga blieb aufgrund der DRB-Statuten verwehrt. Es war die Zeit, als der KSV in der Bundesliga zu den stärksten in Deutschland zählte und Meisterschaften und Medaillen gewann.

 

Frank Bartel wurde vom damaligen „Löwen-Bändiger“, Trainer Fritz Schrader, auch immer wieder in der Bundesliga eingesetzt – von 1972 bis 1977 in 25 Kämpfen. Meistens im griechisch-römischen Stil, meistens in der 74 kg-Kategorie. Er war ein äußerst unangenehmer, weil stets „bissiger“ und konditions- und willensstarker Ringer. Mit einem 6. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Jahr 1974 in Schifferstadt erzielte er seine beste individuelle Platzierung.

 

Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn ging es für ihn aber erst richtig los. Zusammen mit Dieter Diel, später Michael Burlan trainierte er den Nachwuchs des KSV. Neben Einzelerfolgen der Wittener Jugendringer gab’s Deutsche Meistertitel für die KSV-Jugendmannschaften 1979 und 1989, dazu Platz zwei 1990 sowie zwei Deutsche Schüler-Mannschaftsmeisterschaften 1988 und 1989 unter seiner Ägide! In diesen Mannschaften wurden spätere Wittener Bundesligaringer geformt, die auch nationale und internationale Einzelerfolge feierten.

 

Um die Jahrtausendwende nahm er eine Auszeit in der Vereinsarbeit. Aber dann, als er gebraucht wurde, war er wieder zur Stelle. Zunächst wieder als Trainer, dann auch als Jugendvorsitzender wirkte er weiter erfolgreich. Die Wittener Stadtschulmeisterschaften im Ringen, die in diesem Jahr ihre 28. Auflage erfahren, waren und sind sein „Kind“. Der Kontakt mit Schulen und Lehrpersonal, das Vorbereitungstraining, die Organisation lagen in seinen Händen. Es war und ist maßgeblich der Verdienst von Frank Bartel, dass Jahr für Jahr mehr als 400 Wittener Kinder in die Husemannhalle kommen und um Titel und Medaillen kämpfen. Und dass natürlich aus diesem Fundus immer wieder Talente beim KSV Witten landen und sich entwickeln – nicht nur sportlich!

 

Noch heute, nicht mehr offiziell im Amt, hält er viele Fäden in den Händen. So organisierte er zuletzt die Teilnahme einer KSV-Jugenddelegation am Partnerschaftstreffen in Wolfen-Bitterfeld. Und eine daraus resultierende China-Reise einiger Wittener Jugendringer … Und wenn dann eine Gruppe junger Flüchtlinge am Training teilnehmen will oder einer der „KSV-Jungs“ eine Lehrstelle sucht, ist Frank zur Stelle.

 

Der KSV Witten gratuliert Frank Bartel zum Geburtstag und dankt ihm gleichzeitig für das, was er für den Verein geleistet hat und immer noch leistet: großartige und engagierte Jugendarbeit!

... und als Trainer der Schüler-Meistermannschaft des KSV Witten

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