März

16.03.18

Ralf Lyding unter großer Anteilnahme beigesetzt

Ringergemeinde begleitet Ex-Europameister auf dem letzten Weg

 

Dicht gedrängt saßen und standen die Menschen in der Trauerhalle des evangelischen Friedhofes an der Pferdebachstraße, um den Wittener Ausnahmeringer Ralf Lyding am Samstag auf dem letzten Weg zu begleiten. Der Ex-Europameister war am 26. Februar unter tragischen Umständen ums Leben gekommen.

Während der Trauerfeier wurden Fotos auf eine Leinwand projiziert, die das Leben des früheren Postbeamten Revue passieren ließen. Natürlich die private Seite mit einem fürsorglichen Familienvater – aber viel, sehr viel auch über seine sportliche. Über den Aufstieg von talentierten Nachwuchsringer des KSV Witten zum internationalen Top-Athleten in dieser Sportart.

Und so war die Ringergemeinde denn auch sehr zahlreich beim Abschied vom langjährigen KSV-Bundesligaringer vertreten. Natürlich die ehemaligen Mannschaftkollegen, die als gestandene Athleten 1980 mit dem „Jungspund“ von 14 Jahren in einem Team standen, Lyding in der damals leichtesten 48 kg-Kategorie. Und viele junge Akteure, die 1996 dabei waren, als der inzwischen 30-jährige seine letzte Saison für den KSV kämpfte, inzwischen in den Gewichtsklassen 68 kg und 74 kg. Seine Trainer, seine Gegner, die aus ganz Deutschland angereist waren, Kollegen aus der Nationalmannschaft, natürlich der aktuelle KSV-Vereinsvorstand ebenso wie Vorstandsmitglieder aus früheren Zeiten. Und ganz viele Fans und Ringerfreunde, die zu Lydings Glanzzeiten in die Husemannhalle gepilgert waren, um die immer spektakulären und meist erfolgreichen Kämpfe ihres Idols zu verfolgen und zu bejubeln. Der Europameister von 1990 war denn auch Vorbild für eine ganze Generation von Nachwuchsringern nicht nur aus der Ruhrstadt.

Auch der Präsident des Ringerverbandes NRW, Jens Nettekoven, begleiteten Lyding auf dem letzten Weg. 2015 war der Wittener aufgrund seiner Erfolge und Verdienste im Ringersport in die „Hall of Fame“ des Ringerverbandes aufgenommen worden – von Nettekoven. Und auch beim KSV steht er in der „Ehrenhalle“ ganz vorn: 249 Kämpfe bestritt er von 1980 bis 1996 für „seinen“ Verein in der 1. Bundesliga, mehr absolvierte kein anderer Wittener Ringer – und auf Sicht wird dies wohl auch so bleiben.

Die Erinnerung an einen der ganz Großen im Sportleben der Stadt, des Ringersports beim KSV Witten, des Ringerverbandes NRW und des Deutschen Ringer-Bundes wird weiter leben, die Erinnerung an große Momente, große Emotionen und Erfolge!

Vatan Ülger, Landesmeister Jugend A

12.03.18

Landesmeisterschaft im Ringen:

Dreimal Gold, insgesamt sechs Medaillen für KSV-Nachwuchs

Noah Englich wieder international

 

Am vergangenen Wochenende wurden die diesjährigen Landesmeisterschaften der Jugend A, D und E-Jugend im freien Stil in Aldenhoven ausgetragen. Insgesamt kämpften knapp 160 Teilnehmer um die Landestitel, bei der A-Jugend ging’s zudem um die begehrten Fahrkarten zu den Deutschen Meisterschaften.

Der KSV Witten 07 war diesmal mit einem kleinen Aufgebot am Start, nach kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen konnten nur acht Akteure im Rheinland kämpfen. So reichte dies am Ende „nur“ für Rang sechs in der Vereinswertung unter immerhin 28 teilnehmenden Vereinen.

In der D-Jugend bot Kamil Gereev (48 kg) eine souveräne Leistung. Er gewann alle fünf Kämpfe vorzeitig auf Schultern bzw. durch technische Überlegenheit und gab dabei keinen einzigen Wertungspunkt ab. „Kamil ist einfach eine Maschine“, meinte Coach Klaus Eigenbrodt nach dem Wettkampf.

In der 29 kg-Klasse gingen Ilias Stuckas und Amelie Einig für den KSV in den Wettkampf – Mädchen dürfen in dieser Altersklasse gemeinsam mit Jungen starten. Beide schlugen sich prächtig, brachten es jeweils auf drei Siege. Da sich am Ende die Kids untereinander besiegt hatten, musste das komplizierte Platzierungsverfahren herangezogen werden. Ilias wurde aufgrund eines Schultersieges mehr mit der Silbermedaille belohnt, Amelie dagegen hatte Pech und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Das allerding wird Ansporn sein für weiteres fleißiges Training, um beim nächsten Mal mit einer Medaille heimreisen zu können.

Elisa Labes (30 kg) hatte einen schweren Stand gegen die Jungen. Sie kämpfte wie eine Löwin, mit einem Sieg gegen das „starke Geschlecht“ reichte es am Ende zu einem guten fünften Rang. Auch ihr attestieren die Trainer das Potenzial, künftig um Medaillen kämpfen zu können.

Bei den A-Jugendlichen ging auch um die Fahrkarten zur Deutschen Meisterschaft, die im freien Stil vom 5. bis 7. April im nordbadischen Ladenburg, also parallel zur DM griechisch-römisch in Witten, stattfindet.

Bis 51 kg Klasse erwischte Justus Eigenbrodt einen „gebrauchten“  Tag. Er verschlief jeweils die Anfangsphasen der Kämpfe, geriet ins Hintertreffen und konnte die Rückstände nicht mehr aufholen. Am Ende stand ein etwas unbefriedigender dritten Platz - da war deutlich mehr drin.

Vatan Ülger (55 kg) trat überzeugend auf – er startete mit seinem Vereinskameraden Kutkagan Öztürk in dieser Gewichtsklasse. Vatan gewann alle vier Kämpfe vorzeitig. Dreimal blieb auch „Kuti“ siegreich, im vereinsinternen Finale zeigte sich der Freistil-Spezialist Vatan überlegen. Öztürk ist im griechisch-römischen Stil zu Hause und wird den KSV bei der Heim-DM vertreten. Das Trainerteam war von Vatan angetan: „Er hat im vergangenen Jahr einen großen Schritt nach vorne getan“, meinten Eda Güner, Szobi Hatos-Dragut und Klaus Eigenbrodt unisono. Aber auch für Kuti  war die Silbermedaille in der fremden Stilart durchaus ein Erfolg.

In der teilnehmerstarken 60 kg-Klasse ging Gregor Eigenbrodt auf die Matte. Er hatte drei Kämpfe im Pool zu bestreiten, nach einem Schultersieg und einem technischen Erfolg traf er auf den Dauerkonkurrenten Shamil Sulejmanov vom RSV Rheinbach. Taktisch gut eingestellt kam Gregor zu einem glatten 6:0-Punktsieg. Auch das Finale gewann er sicher, gegen Emin Salviz aus Essen siegte er mit 5:0 Punkten. Verdiente Goldmedaille, ohne einen technischen Punkt abzugeben!

Alle KSV-Starter der A-Jugend werden am nächsten Wochenende beim Nominierungslehrgang für die Deutschen Meisterschaften in Hennef vertreten sein, Kuti Öztürk im griechisch-römischen Stil und Vatan Ülger, Justus und Gregor Eigenbrodt im Freistil. Im klassischen Stil kommen mit Noah Englich und Alex Boric zwei weitere KSV-Nachwuchshoffungen hinzu, sodass der KSV mit sechs Talenten bei den diesjährigen A-Jugend Meisterschaften vertreten sein wird. Fünf dieser sechs Akteure sind im ersten A-Jugend-Jahr, nur Noah Englich ist schon zum zweiten Mal in dieser Altersklasse dabei.

Der Nachwuchs des KSV kommt also mit Macht und wird sich nach und nach auch in den KSV- Männermannschaften wiederfinden – darauf darf man sich durchaus freuen.

Noah wieder international

Am kommenden Wochenende ist Noah Englich erneut mit der Nachwuchsmannschaft des Deutschen Ringer-Bundes auf Reisen. Es geht ins tschechische Chomutov, wo die Altersklassen „Kadetten“ – in Deutschland Jugend A – und Junioren um den „Grand Prix Chomutov“ in der böhmischen Industriestadt kämpfen. Im Vorjahr waren Athleten aus fast 20 Nationen bei diesem Turnier am Start, und auch diesmal wird eine ähnliche Zahl erwartet. Noah startet in der 48 kg-Klasse und hofft, an seine gute Leistung vom Turnier in Chişinău anschließen zu können, als er in dieser Gewichtskategorie die Bronzemedaille gewann.

DM A-Jugend 2019

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