März

Suleiman Dadachev (re.), hier im Kampf gegen seinen KSV-Kollegen Simeon Stankovich

30.03.18

Landesmeisterschaft der Männer:

Drei Titel und je einmal Silber und Bronze für KSV-Ringer

 

Am Wochenende war der RC CWS Merken Ausrichter der Ringer-Landesmeisterschaften der Männer, die in der Dürener Kreissporthalle stattfand. Mit nur einem kleinen Aufgebot war Bundesligist KSV Witten 07 dabei, das allerdings mächtig abräumte.

Die größte Überraschung gelang dabei einem „Oldie“: Erkan Kaymak, inzwischen 38 Jahre - er wollte es nach Studium und Promotion nochmal wissen und ging in der Gewichtsklasse 82 kg im griechisch-römischen Stil auf die Matte. Dass er sich am Ende mit dem Titel schmücken konnte, überraschte nicht nur ihn selbst, doch lieferte er eine blitzsaubere Leistung ab. U.a. besiegte er den Walheimer Bundesliga-Ringer Wladimir Kurle beim 3:3 aufgrund der zuletzt erzielten Wertung, danach Marko Maksic mit 5:2. Gegen den Hohenlimburger hatte er noch bei der Bezirksmeisterschaft deutlich verloren! Im Finale dominierte er gegen den Ückerather Rudi Jost am Ende knapp mit 9:7 Zählern, nachdem er beim 9:2-Zwischenstand bereits kurz vor einem technischen Überlegenheitssieg stand.

Eine weitere Überraschung lieferte Gensche Gereev in der Klasse bis 67 kg, ebenfalls im klassischen Stil. Denn der A-Jugendliche konnte seine beiden Begegnungen mit technischer Überlegenheit gewinnen und damit auch den Landesmeistertitel sichern. Da wächst im KSV-Nachwuchs ein weitere Riesentalent heran!

Titel Nr. drei für den KSV ging an Suleiman Dadachev aus dem Wittener Oberliga-Aufstiegsteam. Er startete im Schwergewicht des Freistils und auch seine Vorstellung war mehr als beachtlich. Viermal ging er auf die Matte, viermal wurde er Sieger auf Schultern oder durch technische Überlegenheit; der längste Kampf dauerte dabei nicht einmal zwei Minuten!

Das doppelte Pensum absolvierte gleich KSV-Nachwuchstrainer Szabolcs Hatos-Dragut, der sowohl im griechisch-römischen wie auch im Freistil mitmachte. Im Freistil hatte er nach drei Siegen in der Vorrunde erst im Finale gegen den Walheimer Bundesliga-Akteur Maximilian Otto beim 0:7 das Nachsehen – damit Silber für „Szobi“. Bronze legte er dann im klassischen Stil nach, als er neben zwei knappen Niederlagen einen glatten Sieg davontrug.

Mit Ramzan Awtaew trug sich ein weiterer Ringer in die Siegerliste ein, der für den KSV Witten auf Punktejagd geht – allerdings nur in der Bundesliga. Bei dieser Landesmeisterschaft startete er für seinen Stammverein TV Dellwig und setzte sich mit fünf Siegen in allen Begegnungen der 65 kg-Kategorie im Freistil sicher durch.

Insgesamt also eine durchaus erfreuliche Bilanz für die Wittener Ringer, die noch besser ausgefallen wäre, wenn nicht einige Aktive aufgrund von Verletzungen oder Krankheit hätten passen müssen.

Landesmeister Gensche Gereev

30.03.18

KSV Witten vor Mammutaufgabe:

DM im Ringen mit Rekord-Teilnahme – drei Wittener Teilnehmer dabei

Auch in Ladenburg drei KSV-Starter

 

So langsam steigt der Puls bei den Verantwortlichen des KSV Witten 07: eigentlich war alles gut vorbereitet – immerhin kann man mit der Routine von bis dato zehn Deutschen Meisterschaften, die in der Ruhrstadt ausgerichtet wurden, an die Aufgabe gehen. Eine erfreuliche Tatsache macht nun einige Änderungen erforderlich: es kommen weitaus mehr Teilnehmer nach Witten, als zu erwarten waren – fast 180 jugendliche Akteure werden auf den drei Matten in der Husemannhalle auf Titel- und Medaillenjagd gehen, deutlich mehr als noch 2018!

Statt – wie zunächst vorgesehen in der Mannesmann-Halle – werden die DM-Teilnehmer jetzt auch in der Veranstaltungsstätte gewogen, und das schon ab 16 Uhr. Auch die DM-Eröffnung erfolgt früher, nämlich um 17 Uhr, um dann ab 17.30 Uhr die Kämpfe anpfeifen zu können.

In Witten kämpfen die Spezialisten im griechisch-römischen Stil – zeitgleich gehen die Freistilringer der Jugend A im nordbadischen Ladenburg auf die DM-Matten. Und in beiden Wettkämpfen sind natürlich junge Akteure des KSV Witten dabei: in der Husemannhalle mit Noah Englich (48 kg), Kutkagan Öztürk (51 kg) und Alexander Boric (80 kg) ebenso drei Nachwuchshoffnungen des Bundesliga-Clubs wie in Ladenburg mit Justus (51 kg) und Gregor Eigenbrodt (60 kg) sowie Vatan Ülger (55 kg). Noah Englich und Gregor Eigenbrodt gewannen im Vorjahr DM-Medaillen in Gold und Bronze. Und auch in diesem Jahr ist wohl wieder mit ihnen zu rechnen. Doch auch die übrigen KSV-Ringer sind nicht ohne Aussichten, landeten sie im Vorjahr doch jeweils auf vorderen Plätzen ihrer Klassen. Allerdings sind – bis auf Noah – alle anderen Wittener in ihrem ersten A-Jugend-Jahr, was eher von Nachteil ist. Auch wechselten sie naturgemäß die Gewichtsklassen nach oben – wie z.B. Alex Boric, der 2018 noch in der 62 kg-Kategorie kämpfte, inzwischen aber mit 80 kg über die Waage geht!

Und auch bei den Trainern ist der KSV Witten präsent: in Ladenburg betreut Klaus Eigenbrodt nicht nur „seine“ Ringer aus dem Verein, sondern als Landestrainer auch die des 15-köpfigen NRW-Aufgebotes. Wie auch beim Wittener DM-Turnier, wo Mirko Englich die gleichfalls 15 Aktiven des RV NRW coachen wird.

Bei den Wittener Organisatoren hat man sich einiges einfallen lassen, um die Veranstaltung sowohl für die jungen Sportler als auch ihre Begleitungen und Zuschauer zu einem Erlebnis werden zu lassen. Natürlich, wie gehabt, erhalten die Platzierten Medaillen, Urkunden, Trophäen und Präsente. Für die Erst- und Zweitplatzierten indes sind Siegerpräsente ausgelobt, die es bei Meisterschaften in Deutschland bis dahin noch nicht gab – dank etlicher großzügiger Sponsoren aus der Stadt oder vom Zuschussgeber „Sportland NRW“!

Elf Gewichtsklassen werden ausgekämpft, von 42 kg bis 110 kg. Wie immer sind die mittleren am besten besetzt: in der 55 kg-Kategorie sind 26 junge Ringer am Start, bis 60, 65 und 71 kg jeweils 23 – da müssen die Ringer schon bis zu sieben oder acht Kämpfe bestreiten, ehe sie sie Siegerinsignien in Empfang nehmen können! Die größte Mannschaft schickt der Landesverband Württemberg in die Ruhrstadt – 21 Aktive kommen aus Deutschlands Südwesten; aus Sachsen und Südbaden sind es jeweils 20, 16 aus Bayern und je 15 aus Hessen und NRW.

Und nicht nur die Aktiven werden gefordert sein, auch Kampfrichter und Wettkampfverantwortliche werden großes Stehvermögen zeigen müssen. Wie Büroleiter Carsten Schäfer vom RV NRW mit seinem Team oder der Wettkampfleiter vom Deutschen Ringer-Bund, Sören Ullrich aus Sachsen. Und natürlich die 22 Bundes-Kampfrichter, die unter Leitung von Jörg Jähnichen (ebenfalls Sachsen) jeweils mit Dreier-Kampfgerichten agieren werden.

Drei ereignisreiche Ringer-Tage stehen wieder einmal in Witten an, zum fünften Mal in diesem Jahrtausend treffen sich die bundesdeutschen Ringereliten in der Ruhrstadt, um Deutsche Meister zu küren. Die letzte dürfte es wohl nicht sein ….

 

Weitere Informationen zum Wettkampf unter:  

 

http://www.ringen-nrw.de/index.php?option=com_rdb&Itemid=162&sid=2019&tk=tnm&op=t&tnmid=564&xoview=a&xonatid=GER&xotypeid=2%3ADeutsche+Meisterschaft&__=1553707044.676260257

29.03.18

Viele Helferinnen und Helfer unterstützen den KSV

Deutsche Meisterschaft der Jugend A mit Rekord-Teilnahme

Der KSV Witten 07 rief – und viele Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Traditionsvereins sagten ihre Hilfe und Unterstützung bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend A („Kadetten“) zu, die am kommenden Wochenende vom 5. bis 7. April in der Husemannhalle ausgetragen wird.

Das allerdings wird auch erforderlich sein, denn gerade ging eine Rekordmeldung ein: 173 junge Athleten aus 16 Landesorganisationen des Deutschen Ringer-Bundes sagten ihre Teilnahme am DM-Turnier zu!

Das kann sowohl den zuständigen Verbänden DRB und RV NRW wie auch dem Ausrichter KSV Witten durchaus einen sehr engen Zeitplan bescheren – es zeichnen sich lange Wettkampftage ab. So denkt man schon im Vorfeld über eine leichte Modifizierung des Zeitrahmens nach: der Waagetermin am Freitag (5.4.) könnte auf 16 Uhr vorgezogen werden, Eröffnung und Beginn dann um 17 Uhr erfolgen.

Trotzdem steht immer noch eine sehr eng getaktete Veranstaltung an: wie Carsten Schäfer vom Ringerverband NRW, Leiter des Wettkampfbüros, berechnete, würden für die etwa 330 zu erwartenden Kämpfe in den elf Gewichtsklassen, die auf drei Matten gleichzeitig ausgetragen werden, fast 17 Stunden Kampfzeit benötigt. Also eine Riesen-Herausforderung für die Organisatoren und helfenden Hände des KSV Witten. Die aber wird man wohl mit der Routine der inzwischen dritten DM, die der KSV in diesem Jahrzehnt ausrichtet, der elften seit 1941 insgesamt, sicher wieder meistern!

19.03.18

Noah Englich Turnier-Zweiter beim „Grand Prix Chomutov“

KSV-Ringer in Tschechien erneut auf dem Treppchen

 

KSV-Nachwuchstalent Noah Englich konnte beim zweiten internationalen Einsatz im Trikot des Deutschen Ringer-Bundes seine zweite Medaille erkämpfen: nachdem er in Chişinău in Moldawien bereits auf Rang drei gelandet war, klappte es diesmal beim Grand Prix im tschechischen Chomutov noch besser, er gewann am Ende die Silbermedaille in der 48 kg-Klasse!

Dazu brauchte er diesmal allerdings eine ganze Menge Glück. Nach einem Freilos in Runde eins traf er auf Calvin Stiller aus dem Team NRW, den er vorher in den Kämpfen auf den heimischen Matten immer mehr oder weniger deutlich in die Schranken gewiesen hatte – diesmal nicht! Der Wittener konnte seine Nervosität nicht überwinden, unterlag technisch nach Punkten, brachte beim 2:10 allerdings zwei Punkte mit, die am Ende ausschlaggebend waren. Denn Stiller hatte zuvor gegen den Slowaken Albin Galbavi ebenfalls technisch verloren, mit 0:8. Und Noah Englich setzte sich gegen den Nachwuchsmann aus der Slowakei denn auch technisch mit 8:0 durch. Aufgrund der beiden Punkte aus dem Stiller-Kampf wurde der KSV-Ringer im komplizieren Platzierungs-Reglement schließlich auf den ersten Platz in der Vorrundengruppe gesetzt, was gleichzeitig „Finale“ bedeutete.

Hier traf er auf den kompakten und körperlich sehr starken Weißrussen Artsiom Katsar, gegen den er lange Zeit gut mithielt, schließlich aber doch klar unterlag. Immerhin, eine erneute gute Platzierung dürfte dem 15-jährigen Gymnasiasten gerade für die Heim-DM in Witten (5. bis 7.4.) Auftrieb geben.

Nach Abschluss des Turniers in der Böhmischen Industriestadt nahm das deutsche DRB-Team noch an einem dreitägigen Trainingslehrgang mit über 150 Ringern aus 13 Nationen teil.

18.03.18

Helfer/ínnen für die DM gesucht!

 

Noch drei Wochen, dann sieht Witten die nächste Deutsche Meisterschaft im Ringen: vom 5. bis 7. April richtet der Traditionsverein KSV Witten 07 die Titelkämpfe der Jugend A – international „Kadetten“ – in der Husemannhalle aus. Und die Verantwortlichen des Wittener Bundesligisten wollen den hohen Standard beibehalten, den sie bei den letzten Meisterschaften in diesem Jahrzehnt aufgebaut haben. Das waren 2012 die der Junioren, 2014 die der Männer. Und beide im griechisch-römischen, dem „klassischen“ Stil, wie auch diesmal in der Altersklasse der „Kadetten“.  

 

Der Standard konnte zuletzt nur erreicht werden, weil viele Helferinnen und Helfer anpackten, ihre Arbeitskraft für den Verein einsetzten. Und das ist auch jetzt vom 5. bis 7. April nötig – und auch ein paar Tage vorher und auch noch danach. Auf den internen Aufruf des KSV haben sich bereits etliche Vereinsmitglieder und -freunde gemeldet, es können aber immer noch ein paar mehr sein!

Viele Arbeiten und Aufgaben sind zu erledigen – das DM-Orga-Team arbeitet bereits seit mehreren Monaten auf Hochtouren, das Konzept steht, die Arbeitsbereiche bei der „Deutschen“ müssen indes noch besetzt werden. Tätigkeiten vielfältiger Art fallen bei solchen Meisterschaften an – vom Auf- und Abbau in der Halle, die wieder auf Hochglanz poliert werden soll; beim Catering, bei Sicherheit und Sauberkeit in der Husemannhalle und, und, und …. Insgesamt sind sechs Tage zu besetzen – für die „fleißigen Hände“ heißt das, dass sie sich für einen Tag, einige Stunden oder den gesamten Zeitraum zur Verfügung stellen können.

Die Informationsveranstaltung für die Helferinnen und Helfer findet am nächsten Dienstag, 26. März, ab 18 Uhr im KSV-Vereinsheim an der Mannesmannstraße statt – es sind nicht nur KSV-Mitglieder eingeladen! Neben den Informationen und der Einteilung erfolgt die „Akkreditierung“, also die Erfassung der „Helfenden“. Und alle werden mit dem KSV-DM-Shirt ausgestattet, dass sie in der Wettkampfhalle auch als solche zu erkennen sein werden.

Interessenten können sich noch beim KSV melden: E-Mail info@ksv-witten.de, telefonisch zu den Geschäftszeiten Di. / Do. ab 18 Uhr 02302 82425 oder Vors. Thomas Altstadt 0172 2343609, ansonsten auch direkt am 26.3. bei der Besprechung!

16.03.18

Ralf Lyding unter großer Anteilnahme beigesetzt

Ringergemeinde begleitet Ex-Europameister auf dem letzten Weg

 

Dicht gedrängt saßen und standen die Menschen in der Trauerhalle des evangelischen Friedhofes an der Pferdebachstraße, um den Wittener Ausnahmeringer Ralf Lyding am Samstag auf dem letzten Weg zu begleiten. Der Ex-Europameister war am 26. Februar unter tragischen Umständen ums Leben gekommen.

Während der Trauerfeier wurden Fotos auf eine Leinwand projiziert, die das Leben des früheren Postbeamten Revue passieren ließen. Natürlich die private Seite mit einem fürsorglichen Familienvater – aber viel, sehr viel auch über seine sportliche. Über den Aufstieg von talentierten Nachwuchsringer des KSV Witten zum internationalen Top-Athleten in dieser Sportart.

Und so war die Ringergemeinde denn auch sehr zahlreich beim Abschied vom langjährigen KSV-Bundesligaringer vertreten. Natürlich die ehemaligen Mannschaftkollegen, die als gestandene Athleten 1980 mit dem „Jungspund“ von 14 Jahren in einem Team standen, Lyding in der damals leichtesten 48 kg-Kategorie. Und viele junge Akteure, die 1996 dabei waren, als der inzwischen 30-jährige seine letzte Saison für den KSV kämpfte, inzwischen in den Gewichtsklassen 68 kg und 74 kg. Seine Trainer, seine Gegner, die aus ganz Deutschland angereist waren, Kollegen aus der Nationalmannschaft, natürlich der aktuelle KSV-Vereinsvorstand ebenso wie Vorstandsmitglieder aus früheren Zeiten. Und ganz viele Fans und Ringerfreunde, die zu Lydings Glanzzeiten in die Husemannhalle gepilgert waren, um die immer spektakulären und meist erfolgreichen Kämpfe ihres Idols zu verfolgen und zu bejubeln. Der Europameister von 1990 war denn auch Vorbild für eine ganze Generation von Nachwuchsringern nicht nur aus der Ruhrstadt.

Auch der Präsident des Ringerverbandes NRW, Jens Nettekoven, begleiteten Lyding auf dem letzten Weg. 2015 war der Wittener aufgrund seiner Erfolge und Verdienste im Ringersport in die „Hall of Fame“ des Ringerverbandes aufgenommen worden – von Nettekoven. Und auch beim KSV steht er in der „Ehrenhalle“ ganz vorn: 249 Kämpfe bestritt er von 1980 bis 1996 für „seinen“ Verein in der 1. Bundesliga, mehr absolvierte kein anderer Wittener Ringer – und auf Sicht wird dies wohl auch so bleiben.

Die Erinnerung an einen der ganz Großen im Sportleben der Stadt, des Ringersports beim KSV Witten, des Ringerverbandes NRW und des Deutschen Ringer-Bundes wird weiter leben, die Erinnerung an große Momente, große Emotionen und Erfolge!

Vatan Ülger, Landesmeister Jugend A

12.03.18

Landesmeisterschaft im Ringen:

Dreimal Gold, insgesamt sechs Medaillen für KSV-Nachwuchs

Noah Englich wieder international

 

Am vergangenen Wochenende wurden die diesjährigen Landesmeisterschaften der Jugend A, D und E-Jugend im freien Stil in Aldenhoven ausgetragen. Insgesamt kämpften knapp 160 Teilnehmer um die Landestitel, bei der A-Jugend ging’s zudem um die begehrten Fahrkarten zu den Deutschen Meisterschaften.

Der KSV Witten 07 war diesmal mit einem kleinen Aufgebot am Start, nach kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen konnten nur acht Akteure im Rheinland kämpfen. So reichte dies am Ende „nur“ für Rang sechs in der Vereinswertung unter immerhin 28 teilnehmenden Vereinen.

In der D-Jugend bot Kamil Gereev (48 kg) eine souveräne Leistung. Er gewann alle fünf Kämpfe vorzeitig auf Schultern bzw. durch technische Überlegenheit und gab dabei keinen einzigen Wertungspunkt ab. „Kamil ist einfach eine Maschine“, meinte Coach Klaus Eigenbrodt nach dem Wettkampf.

In der 29 kg-Klasse gingen Ilias Stuckas und Amelie Einig für den KSV in den Wettkampf – Mädchen dürfen in dieser Altersklasse gemeinsam mit Jungen starten. Beide schlugen sich prächtig, brachten es jeweils auf drei Siege. Da sich am Ende die Kids untereinander besiegt hatten, musste das komplizierte Platzierungsverfahren herangezogen werden. Ilias wurde aufgrund eines Schultersieges mehr mit der Silbermedaille belohnt, Amelie dagegen hatte Pech und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Das allerding wird Ansporn sein für weiteres fleißiges Training, um beim nächsten Mal mit einer Medaille heimreisen zu können.

Elisa Labes (30 kg) hatte einen schweren Stand gegen die Jungen. Sie kämpfte wie eine Löwin, mit einem Sieg gegen das „starke Geschlecht“ reichte es am Ende zu einem guten fünften Rang. Auch ihr attestieren die Trainer das Potenzial, künftig um Medaillen kämpfen zu können.

Bei den A-Jugendlichen ging auch um die Fahrkarten zur Deutschen Meisterschaft, die im freien Stil vom 5. bis 7. April im nordbadischen Ladenburg, also parallel zur DM griechisch-römisch in Witten, stattfindet.

Bis 51 kg Klasse erwischte Justus Eigenbrodt einen „gebrauchten“  Tag. Er verschlief jeweils die Anfangsphasen der Kämpfe, geriet ins Hintertreffen und konnte die Rückstände nicht mehr aufholen. Am Ende stand ein etwas unbefriedigender dritten Platz - da war deutlich mehr drin.

Vatan Ülger (55 kg) trat überzeugend auf – er startete mit seinem Vereinskameraden Kutkagan Öztürk in dieser Gewichtsklasse. Vatan gewann alle vier Kämpfe vorzeitig. Dreimal blieb auch „Kuti“ siegreich, im vereinsinternen Finale zeigte sich der Freistil-Spezialist Vatan überlegen. Öztürk ist im griechisch-römischen Stil zu Hause und wird den KSV bei der Heim-DM vertreten. Das Trainerteam war von Vatan angetan: „Er hat im vergangenen Jahr einen großen Schritt nach vorne getan“, meinten Eda Güner, Szobi Hatos-Dragut und Klaus Eigenbrodt unisono. Aber auch für Kuti  war die Silbermedaille in der fremden Stilart durchaus ein Erfolg.

In der teilnehmerstarken 60 kg-Klasse ging Gregor Eigenbrodt auf die Matte. Er hatte drei Kämpfe im Pool zu bestreiten, nach einem Schultersieg und einem technischen Erfolg traf er auf den Dauerkonkurrenten Shamil Sulejmanov vom RSV Rheinbach. Taktisch gut eingestellt kam Gregor zu einem glatten 6:0-Punktsieg. Auch das Finale gewann er sicher, gegen Emin Salviz aus Essen siegte er mit 5:0 Punkten. Verdiente Goldmedaille, ohne einen technischen Punkt abzugeben!

Alle KSV-Starter der A-Jugend werden am nächsten Wochenende beim Nominierungslehrgang für die Deutschen Meisterschaften in Hennef vertreten sein, Kuti Öztürk im griechisch-römischen Stil und Vatan Ülger, Justus und Gregor Eigenbrodt im Freistil. Im klassischen Stil kommen mit Noah Englich und Alex Boric zwei weitere KSV-Nachwuchshoffungen hinzu, sodass der KSV mit sechs Talenten bei den diesjährigen A-Jugend Meisterschaften vertreten sein wird. Fünf dieser sechs Akteure sind im ersten A-Jugend-Jahr, nur Noah Englich ist schon zum zweiten Mal in dieser Altersklasse dabei.

Der Nachwuchs des KSV kommt also mit Macht und wird sich nach und nach auch in den KSV- Männermannschaften wiederfinden – darauf darf man sich durchaus freuen.

Noah wieder international

Am kommenden Wochenende ist Noah Englich erneut mit der Nachwuchsmannschaft des Deutschen Ringer-Bundes auf Reisen. Es geht ins tschechische Chomutov, wo die Altersklassen „Kadetten“ – in Deutschland Jugend A – und Junioren um den „Grand Prix Chomutov“ in der böhmischen Industriestadt kämpfen. Im Vorjahr waren Athleten aus fast 20 Nationen bei diesem Turnier am Start, und auch diesmal wird eine ähnliche Zahl erwartet. Noah startet in der 48 kg-Klasse und hofft, an seine gute Leistung vom Turnier in Chişinău anschließen zu können, als er in dieser Gewichtskategorie die Bronzemedaille gewann.

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