News Mai 2018

 

Starkes Grenzlandturnier in Landgraaf

KSV Witten auf Platz drei der Teamwertung

 

Geschrieben von Thomas Meyer (RV NRW) und Detlef Englich

 

Am vergangenen Wochenende ging es im niederländischen Landgraaf mal wieder kräftig zur Sache, denn bereits zum 33. Male wurde vom dort ansässigen KSV Simson das Internationale Grenzlandturnier für Männer in beiden Stilarten ausgerichtet. Die Simson-Hauptverantwortlichen hatten mit ihrem Team wieder ganze Arbeit geleistet, um dieses Event in gewohnt souveräner Manier über die Bühne zu bringen. In der Sporthalle Banebergpassage hatte sich ein hochkarätiges Teilnehmerfeld eingefunden, durch welches sich das Turnier schon seit langem auszeichnet. Insgesamt 70 Greco- und 71 Freistilspezialisten waren zwar keine ausgesprochen hohe Teilnehmerzahl, doch die Qualität wusste einmal mehr zu überzeugen. Dies lässt sich an vielen Beispielen eindrucksvoll aufzeigen: So kam der Deutsche Schwergewichtsmeister (Freistil) von 2015, Robin Ferdinand aus dem Team Rheinland, in der niedrigeren 98 kg-Klasse nicht über Rang vier hinaus. Auch der fünfte Platz in der 85 kg-Klasse (Greco) durch Sohayb Musa (Germania Krefeld), dem Deutschen Vizemeister von 2016, ist ein eindrucksvoller Beleg für das hohe Niveau des Wettbewerbs. Zahlreiche weitere Beispiele ließen sich anfügen.

 

Unter den Athleten waren natürlich auch viele aus unserem Landesverband, die eine ganze Reihe vorderer Platzierungen erkämpfen konnten, darunter auch fünf Goldmedaillen: u.a. für Idris Ibaev (71 kg Greco) und Nico Brunner (85 kg Greco) vom KSV Witten sowie Ramzan Awtaew (TV Essen-Dellwig/61 kg Freistil). In der Teamwertung wusste der KSV Witten 07 mit einem dritten Rang (sieben Sportler, 38 P.) hinter dem Team Sachsen (14 TN, 71) und Borz Antwerpen (11/50) besonders zu überzeugen.

 

Idris Ibaev hatte nur in de Auftaktbegegnung beim 2:0-Erfolg gegen den Sachsen Erik Löser einige Probleme, danach machte er mit zwei Überlegenheitssiegen alles klar. Mit je zwei Siegen nach Punkten und technischer Überlegenheit kam Nico Brunner im Finale gegen den Franzosen Nabil Ykhel zu einem ungefährdeten 7:2-Erfolg und konnte nach der Landesmeisterschaft eine Woche vorher eine weitere überzeugende Leistung abliefern.

 

Daneben erkämpften KSV-Ringer in Landgraaf auch zwei Bronzemedaillen: Sali Secgin Sali wusste in der Klasse bis 75 kg, gr.-r. Stil, zu gefallen, als er zwei Überlegenheitssiege – u.a. gegen den Ex-Wittener Rabbia Khalil – erzielte. Gegen den Franzosen Gil Nugues musste er hingegen eine technische Niederlage einstecken. Neuzugang Suleiman Dadachev (97 kg, Freistil) schaffte eine kleine Sensation, als er den Deutschen Ex-Meister Robin Ferdinand (Team Rheinland) im „kleinen Finale“ schulterte und sich damit ebenso „Bronze“ sicherte. Vorher hatte er zweimal überlegen gewonnen und lediglich gegen den Essener Magomedov nach Punkten verloren.

 

Nicht im Vorderfeld konnten sich die Nachwuchsringer Gensche Gereev, Mert Tasdemir und Szabolcz Hatos-Dragut platzieren. KSV-Trainer Arslan Kulakac war am Ende mit den Leistungen seiner Schützlinge hoch zufrieden – besonders freute er sich über die Top-Platzierung des KSV-Teams!

Nico Brunner - Landesmeister bis 87 kg

17.05.18

Novum bei Männer-Landesmeisterschaften:

An einem Tag in beiden Stilarten – je dreimal Gold und Silber für den KSV Witten

 

Von Thomas Meyer, Ringerverband NRW / Detlef Englich

 

Erstmalig in der Geschichte des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen sind die Männer-Landesmeisterschaften beider Stilarten in einer Veranstaltung ausgerichtet worden. Am vergangenen Wochenende machten sich sowohl die Freistil- als auch die Greco-Spezialisten auf den Weg in die Willy-Jürissen-Halle nach Oberhausen, um Titel, Medaillen und die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften buchstäblich zu erringen. Im Vorfeld waren die Reaktionen auf diese Doppelveranstaltung gespalten. Für die Verantwortlichen gilt es nun zu analysieren und zu evaluieren, ob die Zusammenlegung ein Schritt war, dessen Umsetzung sich auch für die nächsten Jahre empfiehlt. Festhalten kann man jedenfalls, dass nach gutem Beginn nicht alles nach Plan verlaufen ist. Einige Ringer, die sich für beide Stilarten angemeldet hatten, traten – aus verschiedenen Gründen – im Anschluss an die zuerst ausgetragenen Greco-Titelkämpfe nicht mehr an.

 

Die beiden Ausrichtervereine KSV 08 Oberhausen und TV Essen-Dellwig hatten ganze Arbeit geleistet, um ein Highlight in ihrem jeweiligen Jubiläumsjahr erleben zu dürfen: Während Oberhausen nämlich sein 110-jähriges Bestehen feiert, wird der TV Essen-Dellwig bereits 125 Jahre alt. An dieser Stelle sei beiden Clubs herzlichst gratuliert und ein dickes Kompliment ausgesprochen, denn die Vorbereitungen und die Durchführung des Events waren top! Die Halle war schön hergerichtet, die Organisation bestens, der Ablauf reibungslos. Besonders gefreut haben dürften sich die erfolgreichen Athleten auch über die schönen Pokale, die jedem Medaillengewinner überreicht wurden.

 

Das Greco-Turnier, an dem 64 Athleten teilnahmen, wurde zu einem Leckerbissen für die Ringkampffans. In den einzelnen Gewichtsklassen gab es würdige Landesmeister, für die der Weg zum Titel manchmal alles andere als ein Kinderspiel war. Gute und hochklassige Kämpfe bekam das Publikum somit allemal zu sehen. Und es wurde deutlich, dass der Nachwuchs dabei ist, in die Männerklasse hineinzuwachsen. Im Freistil waren 79 Ringer gemeldet, auch das konnte sich sehen lassen. Demzufolge konnten viele schöne Kämpfe verfolgt und würdige Goldmedaillengewinner geehrt werden. Den Sieg in der Teamwertung erkämpften die Akteure des TV Essen-Dellwig. Das Trainerteam der Essener mit Björn Holk und Christian Jäger stand nochmals auf der Matte, beide spielten bei ihren Titelgewinnen nochmals ihre ganze Routine und Klasse aus.

 

Der KSV Witten schickte 10 Akteure auf die Matte, davon vier Doppelstarter. Jeweils drei Gold- und Silbermedaillen gab es am Ende zu feiern, dazu – hinter Essen (86 Punkte bei 25 Startern) und dem AC Köln-Mülheim (74/13) Platz drei in der Vereinswertung (66/14).

Landesmeister wurde Arthur Eisenkrein in der 57 kg-Kategorie, Freistil, wo er sich gegen vier Konkurrenten erfolgreich durchsetzen konnte. Daneben gewann er im klassischen Stil „Silber“, als er nach vier Siegen im Finale dem Krefelder Emil Gozalov nach Punkten unterlag. Eine starke Leistung des Wittener „Leichtgewichts“!

Die weiteren Titel holten die Klassik-Spezialisten des KSV Witten: Idris Ibaev ging in der 72 kg-Klasse auf die Matte und kam nach drei Erfolgen durch technische Überlegenheit im Finale zum Punktsieg über den Ex-Wittener Nikolai van Berkum. Schließlich stellte sich Nico Brunner bei seinem ersten Auftritt nach der Sperre wieder in guter Verfassung vor, als er nach zwei Überlegenheitssiegen im Endkampf auch den Jugendmeister Dennis Briske aus Hückelhoven mit 11:0 von der Matte fegte.

Zweite Plätze erkämpften Sali Secgin Sali (77 kg, gr.-r.) und Suleiman Dadachev (97 kg, Freistil). Sali konnte sich in fünf Begegnungen viermal durch technische Überlegenheit bzw. Schultersiege durchsetzen – lediglich gegen den Merkener Bundesligaringer Kai Stein verlor er knapp nach Punkten. Und Dadachev, wie Sali ein Neuzugang des KSV, musste sich lediglich dem Essener Björn Holk geschlagen geben, als er denkbar knapp mit 8:9 unterlag und sich damit Silber sicherte.

Weitere vordere Platzierungen gab es für Szabolcs Hatos-Dragut, der im Freistil bis 86 kg knapp eine Medaille verfehlte und Rang vier belegte (gr.-r.: Platz 6). Zweimal auf Platz fünf kam Sultan Sulimani (72 kg), als er in beiden Wettbewerben jeweils bei drei Siegen zweimal unterlag. Im Schwergewicht, gr.-r. Stil, belegte Alpay Kulakac mit je zwei Siegen und Niederlagen am Ende ebenfalls den fünften Platz.

An die raue Luft in der Männerklasse müssen sich die Wittener Nachwuchsringer Gensche Gereev (72 kg, gr.-r.) und Mert Tasdemir (87 kg, gr.-r.) noch gewöhnen, sie kamen auf die Plätze sechs bzw. sieben in ihren Klassen.

Adam bei der DM Witten 2014

03.05.18

Focken und Juretzko Ringer(in) des Jahres


Der Tag des Ringens am 28.4. in Remscheid wurde nicht nur zum Anlass genommen, um verdiente Funktionäre wie Walter Nettekoven, Peter Neldner, Peter Kettler (alle Ehrenmitgliedschaft), Klaus-Dieter Werder (Ehrennadel in Gold), Uwe Manz oder Carsten Schäfer (beide Verabschiedung aus dem ehemaligen Amt) zu ehren, sondern auch, um den erfolgreichen Athleten die verdiente Anerkennung zu erweisen.
So wurde den Gästen auch das Geheimnis um die Wahl zur Ringerin bzw. zum Ringer des Jahres gelüftet, wobei diese wenig überraschend auf Vizeweltmeisterin Aline Focken (Krefeld) und den Deutschen Meister Adam Juretzko (Witten, auf dem Foto links) gefallen ist. Doch auch die anderen bei nationalen oder internationalen Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften erfolgreichen Sportler, die Meister der einzelnen Ligen der Mannschaftssaison 2017 oder die drei Erstplatzierten beim Jugendförderpreis erhielten gebührende Honorierung. Und da kam einiges zusammen, da wir insbesondere im Jugendbereich auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken können.
Gratulation an alle Geehrten!

 

(Foto: Horst Faller)

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