Aktuelles - November 2017

Schojah Zaryalay sicherte trotz Niederlage Sieg für KSV 2

18.11.17

Gut, wenn man einen Ibro hat:

Cakovic sichert wieder KSV-Sieg im letzten Kampf

Beide Wittener Teams mit „Zittersiegen“

 

 

 

 

 

21:9 hatte der KSV Witten den Hinkampf beim RC Merken gewonnen – deutlich, wenngleich der Kampfverlauf schon damals etwas anderes gesagt hatte. Und so stellte Trainer Fatih Sirin seine Ringer vor dem Kampf auch auf ein hartes Stück Arbeit ein. Doch dass es so hart werden würde, war indes nicht zu erwarten. Auch nicht, nachdem die Waage vorüber und die einzelnen Kämpfe bekannt waren.

 

Allerdings hatten die Hausherren in den beiden leichten Klassen gepokert: die 57 kg-Kategorie wurde hergeschenkt, um Arthur Eisenkrein in seiner angestammten Stilart eine Kategorie höher kämpfen zu lassen. Zwar sah Andreas Eisenkrein (57 kg) optisch nicht schlecht aus gegen den Georgier Matcharashvili, unterlag im Einlagekampf „nur“ 4:9 – die volle Punktzahl war wegen des Übergewichts jedoch beim Gegner, 4:0 für Merken. Im dritten Kampf war es dann an Arthur Eisenkrein, den taktischen Schachzug von Fatih Sirin zum Erfolg zu bringen. Klappte auch nicht – zu stark war der bulgarische Vize-Europameister Andrei Dukov, der kurz nach der Halbzeitpause 16:0 Punkte zum technischen Sieg gesammelt hatte.

 

Gut, dass dazwischen Schwergewichtler Imants Lagotskis beim 18:2-Überlegenheitssieg über Greco-Ringer Sigi Sittner zwischenzeitlich ausgeglichen hatte. Und auch die Kämpfe Nr. vier und fünf gingen an die Hausherren: in der 98 kg-Klasse überraschte Simeon Stankovich den langen Andreas Enns gleich zu Beginn mit einem blitzschnellen Hüftangriff, erhielt dafür zwei Zähler, die er bis zum Ende geschickt verteidigte und mit 3:1 gewann. Nachwuchshoffnung Idris Ibaev (66 kg) hatte es danach eilig. Zwar hatte auch er die Punkte bereits an der Waage erhalten, als Viktor Kraus zu schwer war. Doch im Einlagekampf legte er den RC-Ringer schon in der ersten Minute auf die Schultern. Damit führte der KSV Witten zur Pause mit 9:8 – kein Ruhekissen für Halbzeit zwei!

 

Denn da hatte es Ufuk Canli mit dem starken Omarov zu tun, der im letzten Jahr noch für den TV Dellwig aufgelaufen war (86 kg). Der Wittener hielt lange Zeit gut mit, unterlag mit 1:7, gab dabei allerdings nur zwei Mannschaftspunkte ab. Verlass war dann einmal mehr auf Alex Storck (71 kg), der es mit dem Juniorenmeister Timo Moosmann zu tun hatte. Zunächst beherrschte er den jungen Kontrahenten sicher, führte 6:0, gab aber am Ende noch Zähler beim 6:4-Erfolg ab. Als dann Mateusz Wolny (86 kg) mit einem Kraftakt den sperrigen Kai Stein 8:0 besiegte und drei Wertungspunkte für sein Team sicherte, schien der Sieg für die Heimmannschaft sicher. Denn in dem beiden abschließenden 75 kg-Klassen hat der KSV immer die Asse im Ärmel ….

 

Ilie Cojocari traf im klassischen Stil auf Dominik Etlinger. Etlinger – ein Name, der in Ringer-Deutschland nicht wirklich bekannt ist, der hier noch nicht in Meisterschafts- oder Medaillenlisten auftauchte. Kann auch nicht, denn Etlinger ist Kroate. Und für sein Land war er international bereits sehr erfolgreich: Europameister der Cadetten und Junioren, Vize-EM der U 23, Sieger internationaler Turniere … Und das musste Ilie Cojocari, der Rumäne im KSV-Trikot dann auch konstatieren. Beim 2:11 hatte er keine wirkliche Chance und gab drei Zähler ab. Kampfstand damit vor der letzten Begegnung: 13:13!

 

So lag es einmal mehr an Ibro Cakovic, die Entscheidung herbeizuführen. Und das machte er souverän und sicher. Den gewiss nicht schwachen Denis Rubach bearbeitete er von Beginn an, war über die gesamte Kampfzeit im Angriffsmodus und sammelte Punkt um Punkt, insgesamt gleich sechs Zweiter-Wertungen. Bis drei Sekunden vor Schluss, denn da hatte Ibro 17 Zähler auf seinem Konto, der Merkener zwei, Punktdifferenz 15 - damit ein Überlegenheitssieg für den Wittener, der seinen Farben so den unerwartet umkämpften 17:13-Erfolg sicherte! Ein hartes Stück Arbeit lag hinter Fatih Sirin und seinen Athleten, die mit diesem Sieg dann auch endgültig den dritten Platz in der West-Gruppe der Bundesliga sicher haben. Am kommenden Samstag geht’s zum KSV Köllerbach, wo eine Niederlage einkalkuliert werden muss, und nach Kampfende erfolgt dort die Auslosung für die Achtelfinalkämpfe zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2017/18.

 

Ruhig und souverän leitete Daniela Maletic aus Essen die Begegnung, die nicht die Emotionen der letzten Jahre hatte. Denn Trainer Daniel Anderson auf dem RC-Trainerstuhl feuerte seine Athleten an, wie es sich auch gehört, verlor aber nie die sachliche Basis und trug so zu einem spannenden und hochklassigen Ringer-Abend in der Husemannhalle bei.

 

 

 

Heimmannschaft

Gastmannschaft

 

              KSV Witten 17

              RC Merken 14

Kampfrichterin:

Daniela Maletic (Essen)

 

 

Kampf Nr.

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

 

1 GR

57

Andreas Eisenkrein

Zurab Matcharashvili

0:4

ÜG 4:9

06:00

3 FR

61

Arthur Eisenkrein

Andrei Dukov

0:4

TÜ 0:16

03:28

5 GR

66

Idris Ibaev

Viktor Kraus

4:0

ÜG 4:0 SS

00:24

7 FR

71

Alexander Storck

Timo Moosmann

1:0

PS 6:4

06:00

9 GR

75A

Ilie Cojocari

Dominik Etlinger

0:3

PS 2:11

06:00

10 FR

75B

Ibro Cakovic

Denis Rubach

4:0

TÜ 17:2

05:57

8 GR

80

Mateusz Wolny

Kai Stein

3:0

PS 8:0

06:00

6 FR

86

Ufuk Canli

Abdoulla Omarov

0:2

PS 1:7

06:00

4 GR

98

Simeon Stankovich

Andreas Enns

1:0

PS 3:1

06:00

2 FR

130

Imants Lagodskis

Siegfried Sittner

4:0

TÜ 18:2

03:47

 

Auch die „Zweite“ sichert Sieg im letzten Kampf – durch eine knappe Niederlage von Schojah Zaryalay

Pascal Wittke wieder dabei, und schon klappt es ...

 

Nach sechs Wochen Verletzungspause war Pascal Wittke wieder mit „an Bord“ – und schon klappte es mit einem Sieg für die Verbandsligamannschaft des KSV Witten 07. Zwar war der Trainingsrückstand des jungen Ringers noch deutlich zu sehen, gleichwohl steuerte er mit seinem Punktsieg im vorletzten Kampf über den gewiss nicht schwachen Ulrich Obst wichtige Zähler zum Erfolg bei. Kurios: der Sieg wurde in der letzten Einzelbegegnung durch eine Niederlage gesichert: denn der angeschlagene Schojah Zaryalay stellte sich in den Dienst der Mannschaft, unterlag beim 5:5-Gleichstand zwar aufgrund der höheren Wertung des Lüner Ringers, gab dabei aber nur einen Zähler ab und hielt so den Sieg für seine Mannschaft fest.

 

Dabei hatte sich der Gast selbst „ein Bein gestellt“, als der Bundesliga erfahrene Rafael Stiller mit Übergewicht ankam und Andreas Zenger so kampflos zu den Punkten kam. Auch Coach Attila Bayrak stellte sich in den Dienst seiner Mannschaft, besetzte das Schwergewicht, so dass mit neun Ringern das erforderliche Limit gestellt werden konnte. Die Klasse bis 86 kg hatte der KSV nicht besetzt. Dass Bayrak technisch unterlag, spielte dann keine Rolle.

 

Mit Tugkagan Öztürk und Gensche Gereev steuerten zwei aus der ganz jungen Garde der Wittener jeweils vier Punkte durch Schultersiege bei – Punkte, die eminent wichtig waren. Denn die Hausherren gewann insgesamt nur vier Kämpfe, die Gäste deren fünf. Aber die höheren Wertungen gaben dann den Ausschlag zugunsten des KSV 07. Und die Tatsache, dass Diyar Murat Dündar und Mert Tasdemir lediglich einen bzw. drei Zähler abgaben!

 

Der Ausgang der 71 kg-Klasse ist bemerkenswert: sowohl der KSV mit Khalil Omarzy als auch der VfK Lünen-Süd stellten hier den dritten nichtdeutschen Ringer im Team, damit kamen beide nicht in die Wertung!  

 

 

Heimmannschaft

Gastmannschaft

 

 

              KSV Witten 14

              VfK Lünen-Süd 13

 

 

Kampfrichterin:

Maria Anselm (Duisburg)

 

 

 

 

 

57

Zenger, Andreas

Stiller, Rafael

ÜG

4:0

61

Öztürk, Tugkagan

Nasiri, Sharifullah

SS

4:0

66

Gereev, Gensche

Klein, Lukas

4:0

71

Omarzy, Khalid

Yousofi, Asandallah

KL

75 A

Wittke, Pascal

Obst, Ulrich

PS

2:0

75 B

Zaryalay, Schojah

Musleh, Mohammad Masoud

PS

0:1

80

Tasdemir, Mert

Obst, Stefan

PS

0:3

86

Ertas, Burak

KL

0:4

98

Dündar, Diyar-Murat

Paulikat, Jascha

PS

0:1

130

Bayrak, Attila

Uzun, Harun

0:4

 
       
                 

 

16.11.17

 

Dana Boric beim 12. Internationalen Berliner Turnier der Ringerinnen am Start

Platz fünf in der Mädchenklasse bis 58 kg

 

 

 

Dana beim Utrechter Turnier - hinter Siegerin Brit Lodder

 

Als „Ein-Mann-(Frau)-Team“ ging Dana Boric, Ringerin des KSV Witten, am vergangenen Wochenende in Berlin an den Start. Dort wurde das 12. Internationale Turnier im weiblichen Ringkampf vom SV Luftfahrt Berlin – den „Wildcats“ – ausgetragen. Über 100 Mannschaften aus Vereinen, Verbänden oder Nationen waren am Start, also eine sehr gute Besetzung und entsprechende Qualität war vorhanden.

 

In der Adlershofer Merlitzhalle kämpfte Dana gleich in zwei Alterskategorien und durfte zumindest mit dem Abschneiden in ihrer angestammten Klasse durchaus zufrieden sein. In der Jugendklasse bis 58 kg bewarben sich gleich 13 Akteurinnen um Sieg und Medaillen, darunter die KSV-Kämpferin. Die startete mit zwei Siegen gut in den Wettkampf: die Schwedin Hedda Berg distanzierte sie mit 7:2 Punkten, Lilly Pfau aus Chemnitz konnte sie beim Zwischenstand von 8:0 gar schultern. Dann allerdings musste sie die Überlegenheit von Mathilda Jönsson aus Schweden anerkennen und unterlag entscheidend. Ganz eng ging’s in Kampf Nr. vier zu – nur knapp mit 2:3 unterlag Dana Boric der Berlinerin Josie Schröder von Dynamo Hoppegarten.

 

Immerhin stand sie damit zumindest im Platzierungskampf um Rang fünf. Da traf sie mit Hedvig Nilsson auf eine weitere Schwedin. In dieser Begegnung zeigte sich die Wittenerin wieder von ihrer starken Seite und konnte bei einer 4:1-Führung auf Schultern gewinnen – Platz fünf am Ende damit für die junge Wittenerin, die damit nicht unzufrieden sein durfte. Denn hinter Josie Schröder war sie beste deutsche Teilnehmerin in dieser Klasse. Siegerin wurde die Niederländerin Brit Lodder von De Halter Utrecht – bei den NRW-Turnieren regelmäßige Konkurrentin von Dana.

 

Weniger gut lief es im zweiten Wettkampf, den sie in Berlin bestritt. Sie ging nochmals bei den Kadettinnen an den Start, in der Kategorie bis 57 kg. Auch hier begann sie den Wettkampf mit einem Sieg, als sie die Ungarin Hanna Lik bei 6:2-Führung schultern konnte. Danach gab’s zwei Niederlagen, die das Ausscheiden bedeuteten: gegen Mia Oswald aus Württemberg musste sie eine 0:3-Punktniederlage hinnehmen, gegen Alina Golla aus Südbaden verlor sie entscheidend. Hier blieb am Ende nur Rang zehn unter 21 Konkurrentinnen.

 

Am kommenden Wochenende ist Dana Boric – gemeinsam mit Viviane Herda und Dilara Bayrak – für die NRW-Auswahlmannschaft nominiert, die in Triberg im Schwarzwald bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Frauen kämpft und den Titel aus dem Vorjahr verteidigen will.

15.11.17

 

Ringer-Bundesliga (Sa., 18.11., 19.30 Uhr Husemannhalle)

Letzter Heimkampf in der „normalen“ Saison:

NRW-Duell Nr. 2 – der RC Merken kommt nach Witten

Verbandsliga-Team trifft auf VfK Lünen-Süd

Andreas Zenger (KSV 2)

 

Die erste Saison – die „normale“ – der vom Deutschen Ringer-Bund neu geordneten Ringer-Bundesliga geht in die letzten Runden. An diesem und am kommenden Wochenende stehen die finalen Kämpfe in den drei Gruppen auf dem Programm, ehe danach die Endrunde mit den Achtelfinalkämpfen startet. Insofern bestreitet der KSV Witten am Samstag (18.11.) dann bereits seinen letzten Saison-Heimkampf, empfängt den rheinischen Rivalen RC Merken.

 

Im Hinkampf gab es einen glatten Sieg der Ruhrstadt-Ringer, 21:9 lautete das Ergebnis. Doch das täuscht, schaut man auf den Kader der Gäste. Ringer der ersten internationalen Kategorie sind da versammelt, die es jeder Mannschaft schwermachen können. Auch erinnern sich die Wittener ungern an den Hinkampf in Merken, als KSV-Schwergewichtler Kazim Aras sich nach Ende seines Kampfes zu einer abfälligen Geste provozieren ließ und die rote Karte sah – Sperre für einen Kampf.

 

Der RC nimmt derzeit mit 8:14 Punkten Rang fünf in der Tabelle ein und hat sich damit – ebenso wie der KSV (Rang drei mit 14:6) – bereits für die Endrunde qualifiziert. Was da auf beide Vereine zukommt, hängt vom Los ab, das am kommenden Samstag in Köllerbach gezogen wird.

 

Der Kader der Gäste aus Merken: hohe Qualität, national wie international. So kam mit Timo Moosmann ein Deutscher Juniorenmeister aus Südbaden an den Rhein mit Dominik Chelo und Dennis Rubach weitere junge und starke Athleten aus Württemberg. Vom TV Dellwig orientierte die Abdoulla Omarov zum RC, aus Köllerbach der amtierende Vize-Europameister Andrej Dukov. Dessen bulgarischer Landsmann Svetoslav Dimitrov ist Meister seines Landes und steht ebenfalls in Diensten der Merkener. Aus der Süd-Bundesliga wechselte der Georgier Zurab Matcherashvili ins Rheinland. Und zum Stammpersonal gehört seit einigen Jahren der Slowake Jozef Jaloviar, der sich regelmäßig heiße Gefechte mit dem KSV-Akteur Imants Lagodskis liefert.

 

Das Trainerduo Tim Nettekoven – ehemaliger Wittener KSV-Bundesligaringer – und Daniel Anderson hat dabei allerdings die schwierige Aufgabe, aus diesem reichhaltigen Pool eine schlagkräftige Einheit zu formen. Was nicht minder für Fatih Sirin, den KSV-Coach, auf Wittener Seite zutrifft. Die letzten Kämpfe waren „bedingt erfolgreich“, wenngleich von vier Begegnungen in der Rückrunde nur eine – gegen TV Walheim – verloren ging. Doch gerade in den fünf Begegnungen vor der Pause hatte der KSV Witten zuletzt einige Probleme. So konnten die leichten Gewichtsklassen nicht optimal besetzt werden, nachdem der Schwede Edwin Dominguez mit Gewichts- und wohl auch Motivationsproblemen ausfiel.

 

Dafür präsentierte sich das Team allerdings immer im zweiten Kampfabschnitt, nach der Pause, engagiert und erfolgreich. Darauf baut man beim KSV auch in diesem letzten Heimkampf. Denn nachdem beide Begegnungen gegen Walheim verloren gingen, will man bei den Hausherren zumindest Rang zwei im Land sichern. Und dafür muss wieder ein Sieg gegen den RC Merken her – und damit wäre dann wohl auch der dritte Tabellenplatz gesichert.

So ist denn am Samstag in der Husemannhalle noch einmal ein spannender und hochklassiger Bundesliga-Kampf zu erwarten – eine Standortbestimmung für die Wittener und quasi bereits Generalprobe für die Endrunde, die am 2. Dezember dann beginnt.

 

Kampfrichterin ist Daniela Maletic aus Essen.

 

VfK Lünen-Süd prüft KSV-Reserve

Schwere Aufgabe für das junge Wittener Team

 

Am letzten Wochenende kam die Nachricht, dass der TuS Bönen seine Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus der Verbandsliga zurückgezogen hat. Für den KSV keine gute Nachricht, hatte man die Ringer aus dem Kreis Unna doch im Hinkampf besiegt, die unmittelbare Konkurrenz um die Plätze im Mittelfeld dagegen teilweise verloren. So rangieren die Ringer um Coach Attila Bayrak jetzt mit 8:14 Punkten auf Platz sechs der Tabelle.

 

Die Gäste vom VfK Lünen-Süd kämpfen eine starke Saison. Zu Beginn sammelten sie fünf Siege in Folge und führten die Tabelle an. Danach gab es eine kleine „Delle“ mit einigen Niederlagen, doch zuletzt feierten die Gäste wieder drei Siege. Mit jetzt 14:8 Punkten stehen sie auf Rang vier und haben noch Aussicht auf einen „Medaillenplatz“.

 

Stärkste Akteure des VfK sind Ex-Zweitligaringer Rafael Stiller sowie die Gebrüder Obst. Der KSV greift wieder auf etliche sehr junge Ringer zurück, die sich an das „raue Klima“ der Verbandsliga erst gewöhnen müssen. Mit den Punktesammlern Andreas Zenger, Idris Ibaev oder Schoja Zaryalay steigen die Chancen des heimischen Teams dann, wenn es in der einen oder anderen Gewichtsklasse eine Überraschung zugunsten des KSV gibt. Eine schwere Aufgabe ist es allemal!

13.11.17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die KSV-Bundesligamannschaft 2017

 

DMM-Endrunde wirft Schatten voraus

KSV schon sicher für das Achtelfinale qualifiziert

 

Noch zwei Kampftage sind zu absolvieren in den drei Gruppen der Ringer-Bundesliga, dann beginnt die Endrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit den Achtelfinals. Sicher mit dem KSV Witten 07, dem siebenmaligen Deutschen Mannschaftsmeister, der seit dieser Saison wieder erstklassig ist. Denn der Modus sorgt dafür, dass die Vereinsverantwortlichen schon heute mit den Vorbereitungen für die Runde der besten 16 Mannschaften loslegen können.

 

Der Modus?

 

Sieben Vereine kämpfen bis zum 25.11. in jeder der drei Gruppen Südwest, Südost und West um Platzierungen und Teilnahme an der DMM-Endrunde.  16 der 21 startenden Vereine qualifizieren sich, nämlich die fünf Erstplatzierten jeder Gruppe, dazu der beste Sechste. Im Südosten dürften die Teilnehmer feststehen, ebenso im Südwesten und auch im Westen. Bester Sechstplatzierter sollte nach jetzigem Stand die RKG Freiburg werden, doch RV Lübtheen könnte u.U. noch eingreifen.

 

In den Gruppen haben sich erwartungsgemäß die letztjährigen Erstligisten durchgesetzt – bei Burghausen, Mainz, Adelhausen und Köllerbach war und ist viel ringerische Qualität vorhanden, so dass diese Mannschaften auch favorisiert in die Endrunde starten. Doch auch einige Neulinge konnten sich enorm verstärken, schaut man nur nach Neckargartach („Red Devils Heilbronn“) oder Nackenheim.

 

Vier Mannschaften werden gemäß der Ausschreibung für das Achtelfinale gesetzt und treten dabei zunächst auswärts an: natürlich die drei Gruppensieger – wohl Burghausen, Mainz und Köllerbach –, dazu der bestplatzierte Tabellenzweite. Dafür kommen Nürnberg, Adelhausen, Neckargartach, Walheim und - theoretisch - auch noch der KSV Witten infrage.

 

Die Auslosung zur Finalrunde findet nach Ende des Kampfes KSV Köllerbach gegen KSV Witten in Köllerbach statt.

 

Die Termine der Endrunde:

 

Achtelfinale                       02.12.                  09.12.2017

Viertelfinale                      16.12.                  23.12.2017

Halbfinale                          06.01.                  13.01.2018

Finale                                  20.01.                  27.01.2018

 

Die Tabellen der drei Gruppen (Stand 13.11.2017):

 

Gruppe Südost

 

1

SV W. Burghausen

10

226

:

76

150

20

:

0

   2

SV Johannis Nürnberg

10

166

:

111

55

14

:

6

3

SV Hallbergmoos

11

144

:

167

-23

12

:

10

4

FC Erzgebirge Aue

10

121

:

143

-22

10

:

10

5

TSV Westendorf

11

153

:

189

-36

10

:

12

6

RV Lübtheen

10

126

:

172

-46

3

:

17

7

WKG Pausa/Plauen

10

109

:

187

-78

3

:

17

 

Gruppe Südwest

 

1

ASV Mainz 88

10

195

:

91

104

18

:

2

2

TuS Adelhausen

10

177

:

99

78

15

:

5

3

VFL Neckargartach

10

161

:

108

53

14

:

6

4

SV A. Nackenheim

10

157

:

161

-4

10

:

10

5

SV Triberg

11

145

:

154

-9

10

:

12

6

RKG Freiburg 2000

11

101

:

204

-103

5

:

17

7

ASV Urloffen

10

82

:

201

-119

0

:

20

 

Gruppe West

 

1

KSV Köllerbach

10

244

:

54

190

20

:

0

2

TV Aachen-Walheim

10

134

:

134

0

15

:

5

3

KSV Witten

10

165

:

99

66

14

:

6

4

ASV Hüttigweiler

10

136

:

142

-6

12

:

8

5

RC Merken

11

134

:

184

-50

8

:

14

6

AC Heusweiler

11

124

:

200

-76

2

:

20

7

KV Riegelsberg

10

84

:

208

-124

1

:

19

 

11.11.17

 

Nach 8:8-Pausenstand gewinnt KSV Witten noch deutlich in punktreicher Begegnung

117 Punkte in neun Partien – das ist rekordverdächtig

KSV 2 ohne Kampf – TuS Bönen zieht die Mannschaft zurück

 

Uwe Manz

 

Bis zur Pause war es eine Zitterpartie für die Bundesliga-Ringer des KSV Witten 07, danach wurde es zu einer mehr als deutlichen Angelegenheit. Nachdem die Wittener die leichteste Gewichtsklasse nach kurzfristigem Ausfall von Arthur Eisenkrein nicht besetzen konnte, waren die ersten vier Zähler kampflos bei den Gastgebern. Schwergewichtler Imants Lagodskis brachte seine Farben beim ungefährdeten Punktsieg wieder heran, doch im Folgekampf erlangte der AC weitere vier Punkte und zog erneut davon: Andreas Eisenkrein musste die Überlegenheit des Spaniers Gonzales Crespo anerkennen und unterlag bei hohem Punktrückstand noch auf Schultern – 8:3 für Heusweiler.

 

Erneut präsentierte sich Simeon Stankovich in der 98 kg-Klasse sehr engagiert und war diesmal auch erfolgreich. Gegen den DM-Dritten dieses Jahres Sebastian Janowski konnte er sicher mit 5:2 gewinnen und seiner Mannschaft damit zwei Punkte sichern – 8:5 für die Gastgeber. Im letzten Kampf vor der Pause hatte es Dawid Ersetic dann mit dem starken Rumänen Teodor Horatau zu tun, immerhin Fünfter der Junioren-EM 2017. Der Wittener zeigte sich stark verbessert und setzte sich mehr als deutlich mit 13:2 Punkten durch – drei Zähler für den KSV zum Pausenstand von 8:8.

 

Danach wurde es einseitig, denn es gab nur noch Sieger im blauen Trikot – dem des KSV Witten. Den Beginn machte Ufuk Canli beim sicheren 8:2-Punkterfolg und zwei Mannschaftszählern, es folgte Alexander Storck, der es auf drei Punkte für den KSV brachte. Mateusz Wolny brauchte nur gut zwei Minuten, um 17 Punkte zum Überlegenheitssieg zu sammeln und wurde ebenso mit einem „Vierer“ belohnt wie Ilie Cojocari. Der hatte zwar „nur“ mit 9:0 gegen den unsauber kämpfenden Pajtim Sefai gewonnen – der allerdings wurde vom Kampfrichter nach Ende dieser Begegnung noch disqualifiziert und so kam der Rumäne in Diensten des KSV auch auf die Höchstwertung.

 

Bis dahin hatte es bereits eine Reihe aktions- und punktreicher Kämpfe gegeben – Ibro Cakovic blieb es vorbehalten, da „noch eins draufzusetzen“. Zwar gestattete er seinem Gegner Philip Köhler gleich sechs Gegenpunkte – er selbst sammelte indes Zähler um Zähler und hatte nach fünfeinhalb Minuten gleich 22 auf seinem Konto – damit technische Überlegenheit für den Wittener und eine weitere „vier“ für den KSV 07.

 

Mit diesem Kampf hat sich der KSV Witten eindrucksvoll zurückgemeldet, bleibt mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber dem ASV Hüttigweiler auf Rang drei der Tabelle. Dabei hat Witten das vermeintlich „leichtere“ Restprogramm: am kommenden Samstag kommt der RC Merken in die Husemannhalle (18.11., 19.30 Uhr) und am letzten Kampftag müssen die Ringer um Coach Fatih Sirin zum „Überflieger“ KSV Köllerbach. Hüttigweiler empfängt in der kommenden Woche Köllerbach und reist im letzten Kampftag zum derzeitigen Tabellenzweiten TV Walheim.

 

TuS Bönen zieht zurück – KSV 2 dadurch kampffrei

 

Zu einer ungewöhnlichen Zeit, am Sonntag um 17.30 Uhr, war der Verbandsligakampf des KSV Witten beim TuS Bönen 01 angesetzt worden. Jetzt wurde er kurzfristig abgesagt. Am Samstag hatte der Abteilungsleiter des TuS, Uwe Manz – auch bekannt als Bundesliga-Kampfrichter des KSV – den sofortigen Rückzug seiner Mannschaft aus der Liga verkündet: nicht eingehaltene Absprachen, Verletzungen wurden als Gründe genannt, so dass keine komplette Mannschaft mehr aufgeboten werden könne. Im nächsten Jahr wolle man aber weitermachen, dann in der untersten Klasse, der Bezirksliga.

 

Damit werden alle Kämpfe des TuS Bönen aus der Ergebnisliste gestrichen. Welche Auswirkungen das für den KSV Witten haben wird – der den TuS im Hinkampf besiegte – bleibt abzuwarten.

 

 

 

Heimmannschaft

Gastmannschaft

 

AC Heusweiler 8

              KSV Witten 25

Kampfrichter: 

Patrick Tomanek (Nürnberg)

Kampf Nr.

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

 

1 GR

57

Fabian Widmann

 

4:0

KL

00:00

3 FR

61

Juan Gonzales Crespo

Andreas Eisenkrein

4:0

SS 14:0

04:02

5 GR

66

Teodor Horatau

Dawid Ersetic

0:3

PS 2:13

06:00

7 FR

71

Halef Cakmak

Alexander Storck

0:3

PS 0:8

06:00

9 GR

75A

Pajtim Sefai

Ilie Cojocari

0:4

DS 0:9

06:00

10 FR

75B

Philipp Köhler

Ibro Cakovic

0:4

PS 6:22

05:39

8 GR

80

Niklas Bredy

Mateusz Wolny

0:4

PS 0:17

02:18

6 FR

86

Wassil Ivanov

Ufuk Canli

0:2

PS 2:8

06:00

4 GR

98

Sebastian Janowski

Simeon Stankovich

0:2

PS 2:5

06:00

2 FR

130

Micheil Tsikovani

Imants Lagodskis

0:3

PS 0:9

06:00

10.11.17

KSV Witten beim LSB-Vereinsforum „Leistungssport“

Mirko Englich referierte

 

Im vergangenen Jahr hatte sich der KSV Witten an einem Wettbewerb des Landessportbundes -LSB- NRW beteiligt. „Potentiale erkennen, Talente fördern, Leistung ermöglichen“, hieß es da. Und die Vereine, die sich dem Leistungssport verschrieben haben, waren aufgefordert, ihre innovativen Ideen einzubringen. Der KSV Witten beteiligte sich – mit Erfolg. Das Thema „Ernährung und Doping-Prävention – für junge Ringerinnen und Ringer“, das KSV-Trainer Mirko Englich erarbeitet, organisiert und realisiert hatte, wurde vom LSB ausgewählt und prämiiert.

 

Und jetzt war dieses Thema Teil der Hauptveranstaltung des Landessportbundes, die am Freitag (10.11.) in der Duisburger Mercatorhalle stattfand. LSB-Präsident Walter Schneeloch eröffnete die Tagung, in der dann hochrangige Sportwissenschaftler, Trainer und erfolgreich Sportler-/innen zu Wort kamen. U.a. die Ringer-Vizeweltmeisterin von 2017, Aline Focken aus Krefeld.

 

Anschließend wurden die Themen in unterschiedlichen Foren erweitert; in einem Forum hieß es „Lernen von Gewinnern – Innovative Ideen und Projekte“. Da stellte der KSV Witten seines als eines von insgesamt sechs Programmen vor. Im Februar d.J. hatte der Aktionstag in Witten stattgefunden, jetzt wurde es in Duisburg präsentiert und fand auch dort viel Anerkennung.

 

Beim KSV Witten plant man nun, ähnliche Veranstaltungen zukünftig regelmäßig durchzuführen. Wie wichtig es ist, gerade in Hinblick auf leistungssportlich orientiertes Training und entsprechende Wettkämpfe und die Themen Gewicht und natürlich Dopingprävention informiert und aufgeklärt zu sein, zeigt sich in der täglichen Sportpraxis immer wieder ….

09.11.17

 

Ringer-Bundesliga

(Sa., 11.11.)

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder mal ins Saarland:

KSV Witten gastiert bei AC „Siegfried“ Heusweiler

Auch KSV 2 auf Reisen: Sonntag zum TuS Bönen

 

Mit vier Mannschaften ist das Saarland in der Ringer-Bundesliga, Gruppe West, stark vertreten. An diesem Samstag geht’s für den KSV Witten zum dritten Mal Richtung Süd-Westen, diesmal zum AC „Siegfried“ Heusweiler.

 

So recht kamen „Siegfried“-Ringer aus dem Saarland bislang noch nicht zum Zuge, belegen in der Tabelle daher auch nur den vorletzten Platz. Nur ein Sieg steht zu Buche – gegen den Lokalkonkurrenten Riegelsberg gab’s am Ende der Hinrunde einen 18:16-Auswärtserfolg. Aber auch in den anderen Begegnungen verkaufte sich der AC durchaus teuer, wie beim 10:17 in Heusweiler oder 12:24 gegen die „Übermannschaft“ des KSV Köllerbach. Und auch der Hinkampf in Witten war nicht die erwartet klare Angelegenheit für die Hausherren. „Nur“ 15:12 siegten die Ringer von Coach Fatih Sirin, dem KSV gelangen dabei ebenso fünf Einzelerfolge wie den Gästen. Dabei profitierten die Wittener am Ende von höheren Siegen und knapperen Niederlagen. Das heißt dann wohl, dass auch die Aufgabe in der Sporthalle der Friedr.-Schiller-Schule am Samstag in Heusweiler kein Selbstläufer sein dürfte.

 

Denn der KSV hat in den unteren Kategorien ein Problem: der Schwede Edwin Dominguez, ein Spezialist im griechisch-römischen Stil, schaffte zuletzt das 57 kg-Limit nicht, Arthur Eisenkrein musste notgedrungen in dieser Klasse antreten – im klassischen Stil. Er ist allerdings stärker im Freistil, und im Freistil kämpft die nächst höhere Kategorie bis 61 kg. Hier kam zuletzt Andreas Eisenkrein zum Einsatz, der eher die klassische Stilart bevorzugt. Verzwickt - da muss Fatih Sirin tüfteln, um die optimale Konstellation zu finden …..

 

Die Gäste konnten vor Saisonbeginn gleich fünf Neuzugänge begrüßen – u.a. den starken Rumänen Teodor Horatau (61 kg), den Bulgaren Stoyan Kubatov oder Babajan Ahmadi (75 kg), die bislang starke Kämpfe ablieferten. Und auch Sebastian Janowski ist zu beachten, er errang in diesem Jahr eine DM-Bronzemedaille in der 86 kg-Klasse.

 

Die Wittener belegen noch Rang drei in der Tabelle, mit zwei Zählern Vorsprung vor Hüttigweiler, aber vier vor Merken. Zwei Kämpfe stehen noch aus, die Heimbegegnung gegen Merken und der Auswärtskampf beim ungeschlagenen KSV Köllerbach. Da tritt Merken an diesem Samstag an und Hüttigweiler in der Woche darauf – also spricht viel dafür, dass Witten zumindest Platz drei halten kann. Dann kommt die Endrunde – wie die abläuft, berichten wir demnächst ….

 

Kampfrichter ist Patrick Tomanek aus Nürnberg.

 

 

Kampf auf Augenhöhe: KSV 2 tritt Sonntag beim TuS Bönen an

 

Auf Platz sechs der Verbandsliga-Tabelle steht die junge KSV-Verbandsligavertretung derzeit. Am Sonntag geht die Reise zum Tabellennachbarn TuS Bönen, der Rang sieben belegt. 10:14 für Witten, 9:15 für Bönen – also ist ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten, wenn die Begegnung zu ungewohnter Zeit am Sonntag um 17.30 Uhr in der Goetheschule in Bönen angepfiffen wird. Die Gastgeber verloren ihre letzten drei Begegnungen, überraschten davor allerdings auch mit deutlichen Erfolgen gegen Aldenhoven oder Kirchlinde.

 

Zuletzt konnte der KSV den Tabellenletzten aus Marten deutlich distanzieren – das gibt etwas Rückenwind für diesen Kampftag. KSV-Coach Attila Bayrak hofft, auch diesmal wieder seine Leistungsträger Andreas Zenger, Idris Ibaev oder Schoja Zaryalay zur Verfügung zu haben. Vielleicht kehrt nach seiner Verletzung auch bald Pascal Wittke ins Team zurück – das würde die Qualität der Mannschaft nochmals steigern.

05.11.17

 

KSV-Reserve kann Jahn Marten wieder deutlich besiegen

Mirko Englich kommt kampflos zu den Punkten

 

Mirko Englich, das Wittener Ringer-Aushängeschild, stellte sich in den Dienst der ansonsten sehr jungen Wittener Verbandsliga-Mannschaft. Mit Erfolg, denn er steuerte vier Zähler gegen die Dortmunder Nachbarn vom KSV Jahn Marten bei, als er Aufgabesieger gegen den Ex-Annener Bekir Gencer wurde. Die volle Punktzahl erreichten auch Tugkagan Öztürk, der kampflos siegte, sowie Linus Stamm mit einem Schultersieg und Idris Ibaev und Schojah Zaryala mit jeweils technisch überlegenen Erfolgen.

 

Stark traten auch zwei junge KSV-Akteure auf, die zwar „nur“ jeweils einen Mannschaftspunkt beisteuerten, dabei aber kämpferisch und taktisch überzeugten: Andreas Zenger setzte sich nach wechselndem Kampfverlauf gegen den starken Wahab Naderi durch und auch Mart Tasdemir zeigte gegen Yasin Özdemir eine gute Leistung.

 

Eine Klasse mussten die Wittener kampflos abgeben, Martin Stankovich unterlag technisch nach Punkten und Khalid Omarzy fiel als dritter nichtdeutscher Ringer aus der Wertung. Durch diesen Erfolg konnten sich die Ringer um Coach Attila Bayrak auf dem sechsten Tabellenplatz festsetzen.

 

 

 

                              KSV Witten 07 II      KSV Jahn Marten 05

                                     22                                  12         

 

 

 

 

 

 

 

57

Zenger, Andreas

Naderi, Wahab

PS

1:0

 

 

61

Öztürk, Tugkagan

KL

4:0

 

 

66

Stamm, Linus

Timm, Michael

SS

4:0

 

 

71

Ibaev, Idris

Favigyav, Shan Katullah

4:0

 

 

75 A

Omarzy, Khalid

Kalkhaou, Mohamed

3. A.

0:4

 

 

75 B

Zaryalay, Schojah

Winkelhaus, Robin

4:0

 

 

80

Tasdemir, Mert

Özdemir, Yasin

PS

1:0

 

 

86

Hatos-Dragut, Szabolcs

KL

0:4

 

 

98

Stankovich, Martin

Baric, Adrian

0:4

 

 

130

Englich, Mirko

Gencer, Bekir

AS

4:0

 

                 

 

05.11.17

 

Ringer-Krimi in der Husemannhalle: Gäste mit dem besseren Ende für sich

Wittener Aufholjagd wird nicht belohnt

 

Es war ein wahrer „Ringer-Krimi“, den die etwa 300 Zuschauer am Samstagabend in der Husemannhalle sahen. Beim NRW-Bundesligaderby zwischen dem KSV Witten 07 und TV Walheim sah es lange nach einem deutlichen Sieg der Gäste aus – zur Halbzeitpause lagen sie bereits mit 10:0 in Front, hatten alle fünf Begegnungen für sich entschieden. Doch Ufuk Canli gab mit seinem Schultersieg im ersten Kampf des zweiten Abschnittes das Signal zur Aufholjagd. Und das hätte beinahe auch geklappt, doch am Ende hatten die Hausherren beim 9:11 knapp das Nachsehen. In der allerletzten Begegnung hätte Ibro Cakovic es noch in der Hand gehabt, ein Remis zu erzwingen – sein bärenstarker Gegner ließ es nicht zu und die Ringer aus der Kaiserstadt und deren zahlreicher Anhang durften jubeln.

 

Es hatte nicht gut begonnen: der zuletzt enttäuschende Edwin Dominguez war nicht aufgeboten, dafür machte Andreas Eisenkrein eine kräftige Hungerkur, um das 61 kg-Limit zu erreichen. Bruder Arthur kämpfte in der leichtesten Gewichtsklasse, hielt im Auftaktkampf zunächst gut mit, musste sich dann aber den starken Bodenaktionen des Bulgaren Stoyan Spasov beugen. In der 5. Minute hatte der die Punkte für einen technischen Sieg gesammelt. Im Schwergewicht reichte eine Wertung des Walheimers Zviad Metreveli im ersten Abschnitt zum knappen Sieg – Imants Lagodskis versuchte erst (zu) spät, das Blatt zu wenden. Im Hinkampf in Aachen war der KSV-Lette noch deutlicher Sieger geworden. Und auch Kampf Nr. 3 ging an die Gäste, als Andreas Eisenkrein im freien Stil kein Mittel gegen den jungen Purja Jamali fand und nach Punkten unterlag. Vielleicht hätte Bruder Arthur in dieser Klasse eine bessere Siegeschance gehabt …

 

Simeon Stankovich begann wie die Feuerwehr, holte die erste Wertung. Doch sein Gegner, Ex-Juniorenmeister Martin Otto, war zu routiniert, konterte und hatte auch das notwendige Quäntchen Glück. Die KSV-Bank und viele Zuschauer waren – nicht nur in diesem Kampf – mit einigen Entscheidungen des saarländischen Unparteiischen Jörg Bolldorf nicht ganz einverstanden. Im letzten Kampf vor der Pause gelang es auch Dawid Ersetic nicht, das Blatt zu wenden. Überraschend unterlag er Robin Pelzer und fand kein Mittel, in dem eigentlich überlegen geführten Kampf zu punkten.

 

Nach der Pause begann Ufuk Canli gegen Maximilian Otto zunächst verhalten, die Führung ging hin und her. Kurz vor Ende der Begegnung riskierte er viel, übernahm Otto in eine Kopfklammer und legte ihn unter dem Jubel der Wittener Zuschauer auf die Schultern. Als danach Alexander Storck in einem taktisch hervorragend geführten Duell gegen den Ex-Meister Yasar Jamali klar siegte, keimte wieder Hoffnung auf. Die konnte Mateusz Wolny weiter nähren. Zwar lag er zunächst 0:4 gegen den starken Bulgaren Mario Dotsin im Hintertreffen, marschierte in Kampfabschnitt zwei dann nur noch vorwärts und entschied die Partie gegen den am Ende unsauber kämpfenden Walheimer für seine Farben.

 

Was vorher erwartet werden konnte, war jetzt eingetreten: die beiden letzten Kämpfe der 75 kg-Klasse mussten beim Stand von 7:10 die Entscheidung bringen. Doch schon Kampf Nr. 9 dämpfte die Hoffnungen, denn Ilie Cojocari war zwar der aktivere Ringer, doch seine Bemühungen gegen den unbequemen Armenier Gevorg Sahayan wurden nicht belohnt. Der gewann durch eine letztlich umstrittene Wertung und sicherte seiner Mannschaft damit schon zumindest ein Unentschieden.

 

Das hätte Ibro Cakovic für seine KSV-Mannschaft sichern können, hätte er gegen den starken Ahmed Hyusein die Höchstwertung von vier Zählern erreicht – durch einen Schulter- oder Überlegenheitssieg. Der Wittener mühte sich bis zum letzten Augenblick, das Unmögliche noch möglich zu machen – vergebens. Hyusein verteidigte geschickt, überließ Cakovic am Ende nur zwei Mannschaftspunkte und durfte sich von seinem Anhang feiern lassen. Beifall und Lob für den engagiert auftretenden Sieger im letzten Einzelkampf gab’s trotzdem, auch wenn es nicht ganz gereicht hat.

 

Es war ein Ringer-Krimi, der da am Abend des 4. November in der Wittener Husemannhalle geschrieben wurde. Ein Kampf, der alles beinhaltete, was Ringen (und was Mannschafts-Ringen) so faszinierend macht. Spannung, Dramatik, Emotionen in hochklassigen Kämpfen, jubelnde Sieger, traurige Unterlegene: der KSV hat den Kampf (leider) verloren, das Ringen hat klar gewonnen!

 

 

 

 

 

Heimmannschaft

Gastmannschaft

 

KSV Witten 9

              TV Walheim 11

 

Kampfrichter: 

Jörg Bolldorf, Gersweiler / Saarland

 

 
       

 

Kampf Nr.

Stilart

Gew.

Name

Name

Punkte

Wertung

Kampf-

stand

1 GR

57

Arthur Eisenkrein

Stoyan Spasov

0:4

TÜ 0:15

0:4

3 FR

61

Andreas Eisenkrein

Purja Jamali

0:2

PS 2:8

0:7

5GR

66

Dawid Ersetic

Robin Pelzer

0:1

PS 1:3

0:10

7 FR

71

Alexander Storck

Yasar Jamali

2:0

PS 4:0

6:10

9 GR

75 A

Ilie Cojocari

Gevorg Sahakyan

0:1

PS 1:3

7:11

10 FR

75 B

Ibro Cakovic

Ahmed Hyusein

2:0

PS 7:4

9:11

8 GR

80

Mateusz Wolny

Mario Dotsin

1:0

PS 6:4

7:10

6 FR

86

Ufuk Canli

Maximilian Otto

4:0

SS 7:6

4:10

4 GR

98

Simeon Stankovich

Martin Otto

0:2

PS 2:5

0:9

2 FR

130

Imants Lagodskis

Zviad Metreveli

0:1

PS 1:2

0:5

 

01.11.17

Ringen, 1. Bundesliga:

NRW-Gipfel in der Husemannhalle (Sa., 4.11., 19.30 Uhr)

KSV Witten empfängt TV Aachen-Walheim – es geht um Tabellenplatz zwei

KSV 2 will gegen KSV Jahn Marten punkten (17.30 Uhr)

 

KSV Witten vs. TV Walheim, das sind NRW-Kämpfe mit viel Tradition. Es begann in den frühen 70 er Jahren, als die KSV-Reserve und der TV in der NRW-Oberliga aufeinandertrafen. Ab 1979 waren es dann die Erstligateams beider Vereine, die in der Bundesliga gegeneinander kämpften. Nach einigen Jahren verabschiedeten sich die Aachener Vorstädter aus der DRB-Eliteklasse, gaben dort 2014 nochmals ein Gastspiel und etablierten sich in den Jahren dazwischen bzw. danach in der 2. Bundesliga. Und jetzt, nach der Bundesliga-Reform des Deutschen Ringer-Bundes in diesem Jahr, eben wieder in Liga eins, der auch die erste Garnitur des KSV nach acht Jahren Abstinenz wieder angehört. In der Vorsaison kam Witten zu zwei Siegen, zu Hause beim 18:6 überraschend deutlich, in Walheim mit 11:8 eher knapp. Knapp dürfte es auch an diesem Samstag werden, denn die Husemannhalle sieht den Spitzenkampf der Liga zwischen dem aktuellen Tabellenzweiten vom TV Walheim (13:5 Punkte) und den Hausherren vom KSV Witten (12:4). Mit einem Sieg würden die Ruhrstadt-Ringer also an den Kaiserstädtern vorbeiziehen, möglicherweise damit schon eine Vorentscheidung um die abschließende Platzierung der Bundesliga West schaffen. Auch wenn danach noch drei Kampftage auf dem Programm stehen.

 

Die Gäste unterlagen gegen den Überflieger der Gruppe, KSV Köllerbach, zweimal deutlich, dazu gab’s noch ein Remis beim ASV Hüttigweiler. Witten verlor die Begegnung gegen Köllerbach ebenso und ebenso deutlich, muss auch noch ins Saarland reisen. Und dann war da noch die Niederlage in Walheim, die mit 8:14 sogar recht deutlich ausfiel. Dabei gingen die Schützlinge von Coach Fatih Sirin nicht in bester Besetzung auf die Matte, mit Neuzugang Kasim Aras, Imants Lagodskis und Dawid Ersetic fehlten drei der stärksten KSV-Akteure. Als dann noch Punktgarant Yunier Castillo gegen den Deutschen Ex-Meister Yasar Jamali auf den Schultern landete, war die Niederlage besiegelt.

 

Personell könnte es am Samstag für die Heimmannschaft besser aussehen. Ersetic und Lagodskis könnten aufgeboten werden – alternativ steht auch Kasim Aras (130 kg) zur Verfügung, der allerdings im weniger geliebten Freistil (wahrscheinlich gegen den starken Zviad Metreveli) antreten müsste. Edwin Dominguez schaffte zuletzt das 57 kg-Limit nicht, musste sich in der 61 kg-Kategorie im Freistil mehr oder weniger demontieren lassen. Kann er diesmal das Gewicht bringen? Dann wäre Freistil-Spezialist Arthur Eisenkreis frei für die 61 kg-Kategorie in „seiner“ Stilart. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Entscheidung über Sieg und Niederlage erst wieder in den beiden letzten Kämpfen der 75 kg-Klasse fällt. Hier ist der KSV mit Ilie Cojocari und Ibro Cakovic gut besetzt – doch der TV hat durchaus das „Personal“, dagegen zu halten.  

 

Denn ein Blick in den Gästekader zeigt, dass da bärenstarke Athleten in der Husemannhalle auflaufen werden: an der Spitze Martin Otto (98 kg), Deutscher Juniorenmeister 2012 in Witten, schon in der früheren 1. Liga aktiv; der Ex-Meister der Männer Yasar Jamali (71), der langjährige polnische Internationale Edward Barsegjan (66), Mario Dotsin (80), der Armenier Gevorg Sahakyan (75), Ahmed Hyusein (75) oder der Bulgare Stoyan Spasov (57) sind Aktivposten der Aachener. Der TV Walheim muss aus diesem namhaften Aufgebot die passende Mannschaft für die inoffizielle „NRW-Meisterschaft“ finden. Die gleiche schwere Aufgabe kommt auch auf den Wittener Trainer Fatih Sirin zu – vor dem Kampf gibt‘s also den „Aufstellungs-Poker“.

 

Gute Kämpfe sind garantiert, Hochspannung ist angesagt, wenn die führenden Bundesliga-Vereine aus NRW aufeinandertreffen – KSV Witten oder TV Walheim, wer wird das bessere Ende und damit den zweiten Tabellenplatz für sich haben?

 

Die Gäste werden trainiert von Yasar Jamali, der auch selbst in der Mannschaft steht. Der Kampf wird geleitet von Jörg Bolldorf aus Völklingen im Saarland.

 

 

KSV-Reserve will gegen den Tabellenletzten punkten

„Jahn“ Marten stellt sich vor

 

Der Hinkampf in Marten war eine klare Sache für die Wittener Reservisten, 24:12 lautete das Resultat für die Ringer um Coach Attila Bayrak. Doch die damalige KSV-Mannschaft ist so nicht mehr zusammen, u.a. werden Ufuk Canli und Simeon Stankovich inzwischen in der Bundesligamannschaft des KSV eingesetzt. Zudem ist Pascal Wittke verletzt – ein Punktegarant fällt somit aus. Aber vielleicht reicht es für das junge Wittener Team um Andreas Zenger und Andreas Eisenkrein auch so, um endlich einmal wieder zu punkten.

 

Die Gäste konnten die beiden letzten Begegnungen offen gestalten. Zweimal gab’s das gleiche Resultatmit 17:16 – einmal gewannen die Dortmunder gegen Bönen, dann verloren sie gegen Lünen.

 

Trainiert werden die Martener vom Ex-Annener Bekir Gencer, der sich auch selbst noch im Schwergewicht einsetzt.

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