Oktober 2018

09.10.18

KSV-Jugend beim Bonner „Boley-Turnier“ mit drei Turniersiegen

Öztürk-Brüder und Ümit Tasdemir gewinnen – Gesamtwertung Platz vier

 

Auf Platz vier der Gesamtwertung landete die Wittener Ringer-Jugend vom KSV 07 beim „21. Willi-Boley-Turnier“, das der TKSV Duisdorf am Wochenende in der Bonner Hardtberghalle durchführte. Und das mit deutlich weniger Teilnehmern (15) als die davor liegenden Mannschaften vom AC Köln-Mülheim (29), den Belgiern von Borz Antwerpen (22) oder vom Ausrichter TKSV (29). Die Kämpfe wurden im Freistil ausgetragen.

 

Drei Turniersiege feierten die Wittener, daneben standen noch drei zweite und ein dritter Rang in der Erfolgsbilanz des KSV. Dreimal Platz vier und weitere Platzierungen im Vorderfeld rundeten das positive Bild ab. Und auch der Einsatz von zwei KSV-Kampfrichtern auf den fünf Matten war beachtlich: Linus Stamm und Arslan Kulakac hatten Schwerstarbeit zu leisten, um die insgesamt 350 Kämpfe in Bonn über die Bühne zu bringen. Das gelang ihnen vorzüglich!

 

Unbesiegt blieben die Brüder Tugkagan und Kutkagan Öztürk ebenso wie Ümit Can Tasdemir in ihren Alters- und Gewichtsklassen. Ümit Tasdemir (Jugend C, 54 kg) kämpfte ein überragendes Turnier: von seinen fünf Kämpfen gewann er drei auf Schultern, zweimal war er technisch überlegen – mit 43:0 technischen Punkten setzte er sich eindrucksvoll in Szene. Kutkagan Öztürk (B / 52 kg) absolvierte zwei Kämpfe, gewann beide durch technische Überlegenheit und 22:1 technische Punkte waren ebenfalls überzeugend. Bruder Tugkagan Öztürk (A / 60) musste viermal auf die Matte und blieb viermal siegreich. Nach zwei Siegen mit technischer Überlegenheit und einem Schultersieg traf er im Finale auf den Gütersloher Leon Schneider; in einer ausgeglichenen Begegnung erzielte er beim 2:2 die entscheidende letzte Wertung, was den Klassensieg bedeutete.

 

Zwei Silbermedaillen in der D-Jugend und eine weitere in der Jugend C brachten wichtige Punkte für den KSV in der Mannschaftswertung. Mika-Noel Labes (D / 35 kg) hatte drei Kämpfe zu bestreiten. In den Gruppenkämpfen erzielte er zwei Schultersiege, ehe er im Finale dem Belgier Alihan Ayubov nach Punkten unterlag. Kamil Gereev (D / 44) startete schlecht, als er in seiner ersten Begegnung technisch verlor. Danach steigerte er sich, kam zu einem Sieg durch Überlegenheit und zwei Schultersiegen und sicherte sich so noch Rang zwei. Den erreichte auch Lotta Englich (C / 50), die mit einem Schultersieg startete, sich in Runde zwei jedoch nach Punkten geschlagen geben musste. Zwei Punkterfolge und ein Schultersieg folgten und sicherten am Ende ebenfalls Silber.

 

Maximilian Nowicki (B / 48 kg) hatte eine ausgeglichene Bilanz: mit je zwei gewonnenen und verlorenen Kämpfen reichte es am Ende zur Bronzemedaille. Gute Platzierungen erreichten auch die anderen KSV-Akteure in Bonn: Ilias Stuckas (D / 28 kg), Romeo Bernhardt (C / 42 kg) und Vatan Ülger (B / 57 kg) belegten jeweils Platz vier, fünfte Plätze belegten Rasmus Rodeheger (C / 31 kg), Muslim Dzortov (C / 46 kg) und Tim Oberboßel (A / 65 kg); Magomed Suleymanov (C / 50 kg) kam auf Rang sechs und last not least Elisa Labes (D / 28 kg) auf Platz sieben.

 

  

05.10.18

Ringerisches Neuland für den KSV:

RV Lübtheen kommt in die Husemannhalle

 

Vorher Landesliga-Duell KSV 2 gegen SU Annen

 

Ein Gegner, gegen den der KSV Witten noch nie gekämpft hat, kommt am Samstag (6.10., 19.30 Uhr) erstmals in die Ruhrstadt: der RV Lübtheen aus Mecklenburg, ein relativ junger Verein, der an der nördlichen Peripherie der Liga zu Hause ist. Zwischen Lüneburg und Ludwigslust gelegen, wurde in dem Ort mit gerade einmal 5.000 Einwohnern erst vor 50 Jahren der Ringkampf mit dem RV ins Leben gerufen. Zu DDR-Zeiten „delegierte“ man die erfolgreichsten Sportler von dort nach Leipzig – u.a. einen André Backhaus, der bei den Junioren und Männern sowohl in der DDR als auch im danach vereinten Deutschland internationale Erfolge feierte.

 

Schon im Vorjahr starteten die Mecklenburger in der 1. Liga, belegten im Abschluss einen unteren Tabellenplatz. Und auch in diesem Jahr läuft es noch nicht optimal, der RV ziert das Tabellenende in der Gruppe Nordwest der dreigeteilten Bundesliga. Gegen den SV Nackenheim verlor man nur knapp mit einem Punkt, ansonsten waren die Niederlagen durchaus deftig, wie beim 3:25 gegen den SC Kleinostheim. Doch an die bayerischen Hessen hat auch der KSV keine gute Erinnerung, unterlag in ähnlicher Größenordnung.

 

Das Gästeteam verfügt über eine Reihe hervorragender Kämpfen, an der Spitze der frischgebackene Junioren-Europameister André Ginc; Namen wie Emanuel Krause, Dennis Langner, Martin Buhz, Lennart Wickel oder Nico Graf sind seit Jahren in den Top-Listen verschiedener Bundesliga-Teams zu finden und stehen auch heute noch für erstklassigen Ringkampf. Einige dänische Ringer, an der Spitze Anders Nyblom, der Bulgare Mitko Asenov oder die Tschechen Jan Ziska und Artur Omarov sind starke internationale Ergänzungen im Team der Mecklenburger.

 

Der KSV darf sich – trotz einer gewissen Favoritenrolle, nicht zuletzt aufgrund des Heimrechts – daher nicht zu sicher sein. Die guten Leistungen der letzten Begegnungen müssen wieder aufgerufen werden, soll das Punktverhältnis in der Saison wieder positiv werden. Dann könnten die Ringer um Coach Fatih Sirin auch im internen NRW-Duell wieder am TV Walheim vorbeiziehen, der die Red Devils aus Heilbronn empfängt.

 

Landesliga startet in die Rückrunde:

Lokalduell KSV Witten 2 gegen Union Annen ab 17.30 Uhr

 

Vor der Bundesligabegegnung kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Top-Mannschaften der Landesliga, KSV 2 und SU Annen. Die Wittener Reservisten führen die Tabelle deutlich an, die SUA folgt mit nur zwei Verlustpunkten, die aus der Hinkampfniederlage gegen den KSV resultieren.

 

Die Hinbegegnung dominierten die Ringer um Trainer Arslan Kulakac fast nach Belieben, die SUA kam beim 3:33 arg unter die Räder. Ob sich dies allerdings wiederholen lässt, bleibt abzuwarten. Immerhin kommt es in den Gewichtsklassen zum Wechsel der Stilarten und das kann zu einer Verschiebung der Kräfte führen. Der Kader des KSV ist allerdings so stark und ausgeglichen, dass dies nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Die jungen Gregor Eigenbrodt, Gensche Gereev und Mert Tasdemir werden wieder besonders gefordert sein, um ihre guten Resultate auch gegen den Lokalrivalen fortsetzen zu können.

03.10.18

Auswärtssieg:

KSV setzt sich in Merken sicher durch

Anschluss ans Mittelfeld hergestellt

 

Jetzt erst einmal durchatmen: der Feiertagskampf zum Tag der deutschen Einheit zwischen dem gastgebenden RC „CWS“ Merken und den Wittener Kraftsportlern ging deutlicher als erwartet an die Gastmannschaft, die damit das Punktverhältnis auf 5:5 ausbauen und den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle herstellen konnte. Jetzt besteht am Samstag die Möglichkeit, durch einen Heimerfolg gegen den RV Lübtheen weiter nach oben zu rutschen.

 

Es begann wie gehabt: zunächst geriet der KSV wieder in Rückstand – nach den Niederlagen von Arthur Eisenkrein, Simeon Stankovich und Andreas Eisenkrein mit 0:8. Doch noch vor der Pause lagen die Sirin-Schützlinge durch die Erfolge von Imants Lagodskis und Ramzan Awtaew dann fast gleichauf (7:8), ehe die zweite Hälfte dann eine klare Sache für die Ringer aus der Ruhrstadt wurde. Nur noch ein Kampf ging an die Dürener Vorstädter, viermal setzten sich die Gäste-Akteure zum sicheren und letzlich deutlichen 10:20-Endstand durch.

 

Arthur Eisenkrein lieferte bis zur Schlussminute einen ausgeglichenen Kampf, ehe sich Fatos Durmishi mit zwei Wertungen den Sieg sichern konnte.  Gegen den internationalen Ungarn Adam Varga hatte Simeon Stankovich einen schweren Stand, er unterlag klar nach Punkten. Und der erstmals eingesetzte Andreas Eisenkrein musste schon im ersten Kampfabschnitt die Überlegenheit des Georgiers Matcharashvili anerkennen.

 

Doch danach übernahm der KSV Witten das Kommando. Im Halbschwergewicht hatte Fatih Sirin wieder den Letten Imants Lagodskis aufgeboten, der Alexander Kleer keine Chance ließ und als technisch überlegener Sieger die Matte verließ. Und auch Ramzan Awtaew punktete fleißig, lag schon in der ersten Kampfhälfte sicher in Führung und errang einen Punktsieg.

 

Nico Brunner setzte in der ersten Begegnung seine gute Serie fort, auch er sicherte sich den Sieg bereits in der überlegen geführten ersten Halbzeit. Auch Fevzi Mamutov punktete fleißig und wurde kurz vor Beginn der letzten Kampfminute überlegener Sieger. Ibro Cakovic dominierte einmal mehr und erkämpfte einen sicheren Punktsieg.

 

Eine Niederlage gab’s danach für Alexander Storck, der sich allerdings sehr ordentlich gegen den ungarischen Internationalen Zsombor Gulyas aus der Affäre zog. Die 0:4-Punktniederlage war aller Ehren wert. Mit einem Punktfeuerwerk beendet Ilie Cojocari die Begegnung – er gewann nach gut vier Minuten durch technische Überlegenheit.

 

Der Sieg des KSV Witten in der Dürener „Arena“ war ein deutliches Signal – der KSV Witten nimmt zum Ende der Hinrunde den Kampf um die „NRW-Meisterschaft“ wieder auf, denn der TV Walheim steht jetzt nur noch einen Zähler vor den Ruhrstädtern.

01.10.18

KSV kämpft am Feiertag auswärts:

Zu Gast beim RC Merken – Beginn: 15 Uhr

(auch wenn auf dem Plakat 14.30 Uhr steht!)

 

Zu ungewohnter Zeit absolviert Bundesligist KSV Witten am „Tag der deutschen Einheit“ den fälligen Kampf im Rheinland. Die Begegnung in Düren startet um 15 Uhr und ist Teil und sicher auch Höhepunkt einer ganztägigen Veranstaltung rund um den Ringersport, die in der Dürener „Arena Kreis Düren“ stattfindet. Die Hausherren kamen bislang noch nicht richtig in Schwung, gewannen erst eine Begegnung (gegen Lübtheen). Damit sind die Kraftverhältnisse aber nur unzureichend dargestellt, haben die Rheinländer doch eine Reihe von Athleten internationalen Formats in ihren Reihen. An erster Stelle die Ungarn Zsombor Gulyas und Adam Varga, beide Sieger und Medaillengewinner von großen Turnieren. Auch der Finne Durmishi und der Georgier Matcharashvili in den unteren Kategorien lieferten bisher starke Kämpfe, ebenso der Ex-Essener Magomedov. Neu im Team ist der zweite der Pelzer-Brüder aus Köln, Melvin, ein DM-Medaillengewinner bei Jugend- und Juniorenmeisterschaften. Bruder Robin kämpft beim Liga-Konkurrenten Walheim.

 

Der KSV steht nur einen Punkt besser da als der RC, holte die Zähler in den Heimbegegnungen gegen die Favoriten aus Heilbronn und Mainz. Zwei Punkte gegen die Merkener, die auf ähnlichem Niveau wie der KSV agieren, ständen den Schützlingen von Trainer Fatih Sirin da gut zu Gesicht – sonst könnte es in der Tabelle eng werden!

 

Kampfrichter ist Alexander Geck aus Hessen.

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