September 2018

 

KSV will Wiedergutmachung:

Eintracht Walheim kommt in die Husemannhalle

KSV 2 zum Landesliga-Topduell nach Bielefeld

 

Gegen den Aufsteiger „Siegfried“ Kleinostheim haben beide Teams bereits gekämpft, beide verloren die Begegnungen in Mainfranken: der KSV am letzten Wochenende ziemlich verheerend mit 3:18, der TV Walheim am ersten Kampftag moderater mit 9:14. Und an diesem Samstag treffen beide NRW-Mannschaften nun aufeinander, ab 19.30 Uhr haben die Schützlinge von Fatih Sirin in der Husemannhalle die Möglichkeit, den Ausrutscher vergessen zu machen. Das aber wird ein durchaus schweres Unterfangen, kann der TV „Eintracht“ doch einigen kampfstarken Neuzugängen aufwarten.

 

Als erster muss da Kasim Aras genannt werden, vierfacher Deutscher Ex-Meister und Vize-Weltmeister der Junioren, der noch im Vorjahr das Wittener Trikot trug, sich in dieser Saison seinem Stammverein wieder anschloss. Er ist ein echter 130 kg-Ringer – beim KSV muss Simeon Stankovich die oberste Kategorie besetzten, der knapp 100 kg auf die Waage bringt.

 

Mit Alberts Jurcenko (75 kg) kam ein Bundesliga-erfahrener und erfolgreicher Ringer aus Köllerbach nach Aachen. Aus Ungarn stieß Robert Fritsch, ebenfalls in der 75 kg-Klasse zu Hause, zum TV, er konnte in diesem Jahr die Bronzemedaille bei der Studenten-WM gewinnen. Und der Pole Marcin Kunysz (61 kg), der in der vergangenen Kampfzeit pausierte, steht wieder im Aufgebot. Die Gebrüder Jamali, Robin Pelzer, Maximilian Otto, Waldemar Kurle und Zviad Metreveli komplettieren das Team der Eintracht.

 

Also eine sehr schwere Aufgabe, die dem KSV da ins Haus steht. Da muss schon alles gut laufen, sollen die Punkte in der Husemannhalle bleiben. So wie beim Eröffnungskampf gegen die „Red Devils“. Da ging es um jeden Einzelpunkt, der am Ende über Sieg oder Niederlage entschied. Wichtig ist ein guter Start in den ersten Einzelkämpfen. Da sind Arthur Eisenkrein, Simeon Stankovich und der vielleicht erstmals zur Verfügung stehende polnische Neuzugang Michal Tracz besonders gefordert, eine gute Ausgangsposition zu schaffen.

 

In der Vorsaison setzten sich die Walheimer zweimal gegen den KSV durch, sowohl in Witten als auch auf heimischer Matte. In der Endrunde revanchierten sich die Ruhrstädter und gewannen zweimal gegen diesen Gegner, zogen damit ins Viertelfinale ein.

 

Kampfrichter ist Juri Schmatow aus dem Saarland.

 

Landesliga-Spitzenkampf in Bielefeld:

ASV „Atlas“ gegen KSV 2

 

Die Reservemannschaft des KSV Witten steht nach zwei Kampftagen an der Tabellenspitze der Landesliga, hat 4:0 Punkte und ein überragendes Einzelpunktverhältnis von 69:8 auf dem Konto. Der Gegner an Kampftag Nr. 3 heißt ASV Atlas Bielefeld. Der liegt nach zwei gewonnenen Kämpfen hinter dem KSV auf Rang zwei, mit ebenfalls 4:0 Zählern.

 

So kommt es am Samstag in der Bielefelder Volkeningschule zum Spitzenkampf der Landesliga. Nach den überzeugenden Leistungen in Annen und Gütersloh gehen die Ringer um Coach Arslan Kulakac auch diesmal als Favoriten in den Kampf – leicht darf die Aufgabe indes nicht genommen werden. Bielefeld hat ein internationales Team mit durchaus starken Landesliga-Athleten, die ihre Wittener Konkurrenten durchaus fordern können. Trotzdem wäre alles andere als ein Sieg für die KSV-Reserve eine faustdicke Überraschung!

Das erfolgreiche LL-Team des KSV Witten

19.09.18

KSV geht beim Aufsteiger unter: 3:18 in Kleinostheim

KSV 2 weiter bestechend: 36:5 beim KSV Gütersloh

 

Das hatte sich KSV-Coach Fatih Sirin sicher anders vorgestellt. Nach dem Auftakterfolg gegen die „Red Devils“ kamen seine Schützlinge beim allerdings bärenstarken Aufsteiger SC „Siegfried“ Kleinostheim heftig unter die Räder und unterlagen mehr als deutlich. Bis zur Pause gab’s diesmal keinen Wittener Sieg, danach dann immerhin noch drei. Die allerdings lediglich mit kleiner Punktdifferenz, so dass sich die jeweils 1:0-Siege zu den drei Wittener Mannschaftspunkten addierten. Die Mainfranken müssen nach diesem überzeugenden Erfolg und dem in Runde eins gegen Walheim nun durchaus zum Favoritenkreis der Gruppe gerechnet werden.

 

Nach der Niederlage von Arthur Eisenkrein im Eröffnungskampf lieferte Simeon Stankovich dem ehemaligen Vizemeister Felix Radinger eine offene Begegnung, verlor knapp nach Punkten. Der Pole Michal Tracz stand nicht zur Verfügung, so dass Jugendringer Tugkagan Öztürk wieder zum Einsatz kam. Immerhin stand er über vier Minuten, dann war die technische Überlegenheit seines Gegenübers besiegelt. Gegen Ex-Meister Kevin Schwäbe hatte es Ufuk Canli von Beginn an schwer – die Niederlage hielt sich aber in Grenzen. Neuzugang Ramzan Awtaew musste gegen den Rumänen Roman Duscov anerkennen, dass die Luft in Liga eins doch recht rau ist – seine Niederlage war deutlich.

 

Die ersten Zähler für seine Farben sicherte Nico Brunner nach der Pause. Sein 7:5-Erfolg brachte den ersten KSV-Punkt. Und der aus der 2. Mannschaft aufgerückte Pirica Dimitrjevic zeigte, dass er durchaus Bundesliga-Niveau besitzt. Beim 3:3 gab die letzte Wertung den Ausschlag für seinen Sieg. Ibro Cakovic hatte es mit dem gewichtsmäßig, damit körperlich überlegenen Marcus Plodek zu tun – wieder eine aktionsreiche Begegnung, die der SC-Ringer für sich entschied. Und auch Alex Storck hatte im vorletzten Kampf des Abends das Glück auf seiner Seite, beim 1:1 entschied ebenfalls die letzte Wertung. Abschließend traf Ilie Cojocari auf den serbischen EM-Dritten von2017, Aleksandar Maksimovic. Die Moldawier im KSV-Trikot hielt die Niederlage im Rahmen.

 

Im Verlaufe der Woche müssen die Wittener jetzt die Niederlage verkraften, nach vorn schauen und sich intensiv auf das NRW-Derby gegen Eintracht Walheim vorbereiten. Mit einem Sieg könnten sie die Scharte von Kleinostheim auswetzen!

 

KSV 2 souverän: nur eine Einzelniederlage in Gütersloh

 

Keine Probleme hatte das Wittener Landesliga-Team in Ostwestfalen: beim KSV Gütersloh verlor man nur in einer Begegnung – der reaktivierte Rado Szczesny muss sich wohl erstmal wieder akklimatisieren. Drei Schultersiege erzielten die Ringer von Coach Arslan Kulakac, darüber hinaus zwei technische Überlegenheitserfolge und zwei kampflose Siege. Besonders erfreulich, dass die Nachwuchsringer Gregor Eigenbrodt, Gensche Gereev und Mert Tasdemir ihre Kämpfe jeweils nach Punkten gewannen.

 

 Am kommenden Wochenende muss der KSV wieder reisen, wieder nach Ostwestfalen. Dort kommt es zum Spitzenkampf des heimischen ASV Atlas Bielefeld gegen die Wittener Reservemannschaft. Die Aufgabe dürfte schwerer werden als an diesem Wochenende!

 

KSV 02 Gütersloh

KSV Witten 07 II

5:36

 

57

Toma, Eugen-Georgian

Eigenbrodt, Gregor (J)

PS

0:3

61

Schneider, Leon (J)

Szczesny, Radoslaw (J)

SS

5:0

66

Yaqubi, Samin

Eisenkrein, Andreas

SS

0:5

71

Feisel, Leon

Gereev, Gensche (J)

PS

0:3

75 A

Miller, Wladislav

Zaryalay, Schojah

SS

0:5

75 B

Sharro, Petrus

Sali, Sali Sezgin

0:4

80

Hatos-Dragut, Szabolcs

KL

0:5

86

Dzamulaev, Eli

Tasdemir, Mert

PS

0:2

98

Dadachev, Suleiman

KL

0:5

130

Beyer, Nico (J)

Kulakac, Alpay

0:4

Aleksandar Maksimovic

13.09.18

KSV Witten vor schwerer Auswärtsaufgabe

Aufsteiger Kleinostheim ausgeglichen stark besetzt

 

Da haben sich Ringer-Fans am ersten Kampftag der neuen Bundesliga-Saison die Augen gerieben: der TV Walheim, Gruppen-Zweiter der letztjährigen Saison, verliert beim Aufsteiger „Siegfried“ Kleinostheim mit 9:14! Doch ein näherer Blick in die Aufstellung der Hessen verrät dann schon, dass dies nicht unbedingt als Überraschung zu werten ist. Denn da sind gleich einige internationale Top-Athleten im Team, dazu teilweise beste deutsche Spitzenklasse – auf das Team von KSV-Coach Fatih Sirin kommt da auch in der zweiten Runde wieder eine ganz schwere Aufgabe zu.

 

Beim SC ist in der untersten Gewichtsklasse der Rumäne Ioan Donu aufgeboten, der 2012 immerhin Dritter der Europameisterschaften der Junioren war; ebenfalls aus Rumänien kommt der Ringer der 66 kg-Klasse Roman Duscov – 2016 Fünfter der U 23-EM. Und die 75 kg-Kategorie wird von dem Serben Maksimovic besetzt, 2017 EM-Bronzemedaillengewinner! Kevin Schwäbe (98 kg) war bereits Deutscher Meister in der Männerklasse, Felix Radinger (130 kg) Vizemeister. Und mit Sascha Büchner (75 kg), Marcus Plodek (80 kg) und Kevin Müller (86 kg) stehen starke und Liga-erfahrene Akteure in Reihen der Gastgeber.

 

Im Duell des SC gegen Walheim standen am Ende 5:5 Siege zu Buche – während Kleinostheim u.a. zu zwei 4:0-Erfolgen kam, sammelten die TV-Ringer durchweg knappe Punktergebnisse ein. Da muss sich der Wittener Trainer am Samstag schon einiges einfallen lassen, will er nach dem überraschenden Auftaktsieg gegen die „Red Devils“ vom Vorwochenende weitere Punkte holen.

 

Übrigens standen sich beide Mannschaften bereits in den Jahren 2011 und 2012 in der 2. Bundesliga, Gruppe Mitte, gegenüber. In vier Begegnungen konnte sich der KSV dreimal behaupten, nur eine Begegnung ging an den SC Kleinostheim: im Dezember 2012 setzten sich die Hessen sehr deutlich mit 23:10 durch. Vom damaligen KSV-Team stehen heute noch Alexander Storck, Nico Brunner und Ufuk Canli im Wittener Aufgebot. Und Fatih Sirin hat seine Rolle verändert – 2012 noch auf der Matte, steht er heute als Trainer am Rand. Bei den „Siegfrieds“ ist nicht einer der damaligen Akteure mehr dabei – zumindest, wenn man die Aufstellung vom vergangenen Samstag anschaut.

 

Der Kampf wird in der Schulturnhalle Kleinostheim ausgetragen.

12.09.18

Ralf Lukowski ist tot – er wurde nur 61 Jahre alt

Ehemaliger KSV-Bundesligaringer erlag einem Herzinfarkt

 

Im Alter von nur 61 Jahren verstarb in der vergangenen Woche der ehemalige Wittener Bundesligaringer und Trainer Ralf Lukowski. Er erlag in seiner Heimatstadt Hattingen einem Herzinfarkt.

 

Ralf stammt – mit Bruder Bodo – aus einer Ringerfamilie: auch Vater Paul stand in den 50 er- und 60 er-Jahren in der Mannschaft des KSV Witten. So war es klar, dass auch Ralf auf der Ringermatte, beim KSV Witten, landen würde. Schon in der Schüler- und Jugendklasse machte er durch gute Erfolge auf sich aufmerksam. 1975 gewann er bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren – in Witten vom KSV ausgerichtet – die Bronzemedaille. Da war er bereits Stammringer der KSV-Reserve, die seinerzeit die Oberliga über fast 20 Jahre lang beherrschte. Seine Stammklasse war das Halbschwergewicht, er bevorzugte den klassischen Stil.

 

Ende der 70 er, Anfang der 80 er Jahre war der KSV Witten in der Bundesliga auf der Erfolgsspur. Sechs der sieben Titel wurden von 1974 bis 1986 erzielt, Ralf Lukowski gehörte in diesen Jahren stets zum Wittener Aufgebot. Für ein Jahr wechselte er nach Dortmund zu Heros, um Kampfpraxis in Liga eins zu sammeln. Nach diesem Intermezzo kehrte er zu seinem Stammverein zurück und nahm seinen Platz im Team wieder ein. Nach Abschluss der aktiven Laufbahn übernahm er das Traineramt der Wittener Oberligamannschaft – ein Sammelbecken für Talente, die sich in Richtung Bundesliga und darüber hinaus entwickelten. Ralf Lukowski sorgte dafür, dass die KSV-Reserve in diesen Jahren Meisterschaft um Meisterschaft in der Oberliga sammelte. Seine Handschrift war bei den KSV-Talenten sichtbar, die später sowohl in der Bundesliga als auch international für Furore sorgten.

 

Der KSV ist traurig, dass er nicht mehr unter uns ist. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie. Wir werden Ralf Lukowski ein ehrendes Andenken bewahren.

Ralf Lukowski (hinten Mitte) mit der KSV-Meistermannschaft 1986

08.09.18

Sensationeller Saisonauftakt: KSV besiegt Liga-Favoriten „Red Devils”

Der “ewige Adam” wird zum Matchwinner

 

Es war ein Kampf, wie man ihn für einen Saisonauftakt wünschen kann: der KSV Witten – in dieser Saison wohl eher ein „underdog“ der Liga – empfing die Red Devils aus Heilbronn, von Experten als einer der Ligafavoriten genannt. Und der Beginn der Begegnung bestätigte diese Einschätzung – die Gäste gingen nach drei Begegnungen mit 9:0 in Führung. Bei Arthur Eisenkrein schien mehr möglich, Simeon Stankovich hielt sich gegen den 30 kg schwereren Olympia-Fünften Eduard Popp Klasse, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Und der junge Tugkagan Öztürk hatte gegen einen Liga-Primus einen schweren Stand, unterlag technisch. Doch Ufuk Canli gelang dann die Wende, er besiegte den favorisierten Stefan Kehrer nach Punkten. Ramzan Awtaew, der Neuzugang aus Essen, lieferte nach, gewann ebenfalls. Pausenstand 4:9.

 

In der zweiten Kampfhälfte ging es dann richtig zur Sache – Ringen pur: Aktionen, Dynamik, Emotionen und am Ende der Sieg für den KSV Witten. Nico Brunner gelang ein vielumjubelter Schultersieg, Fevzi Mamutov, der Neue aus der Ukraine, setzte sich knapp in einer umkämpften Partie durch, Ibro Cakovic verfehlte die Höchstwertung von 4:0 durch seinen hohen Punkterfolg nur knapp – der KSV lag plötzlich in Führung – 12:9. Und noch zwei Kämpfe standen aus.

 

Alexander Stork, frisch vermählt, hatte es mit einem bärenstarken Gegner zu tun. So hat man Alex selten von der Matte gehen sehen – nach dreieinhalb Minuten technisch unterlegen. Und die Heilbronner hatten jetzt die Führung übernommen, lagen 13:12 in Front. Heimkehrer Adam Juretzko hatte es im letzten Kampf in der Hand – verliert er, ist die Begegnung verloren, gewinnt er knapp, gibt’s ein Unentschieden für seine Farben, gewinnt er höher, hat der KSV den Sieg auf seiner Seite. Und der „ewige Adam“ zeigte es seinem Gegner und seinen Fans gleichermaßen – Kampf auf des Messers Schneide mit dem besseren Ende für den Wittener. Mit 9:3 erzielt er ein Ergebnis nach Maß – die Halle steht Kopf und feiert die KSV-Mannschaft und Adam Juretzko. Ein denkwürdiger Ringer-Abend in der jungen Saison! So kann es weitergehen!

 

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

FR

57

Arthur Eisenkrein

Bekir Sahin

0:3

PS 2:10

06:00

GR

61

Tugkagan Öztürk

Valentin Lupu

0:4

TÜ 2:18

00:58

FR

66

Ramzan Awtaew

Dustin Scherf

2:0

PS 6:0

06:00

GR

71

Fevzi Mamutov

Christian Fetzer

1:0

PS 4:3

06:00

FR

75A

Alexander Storck

Kamal Malikov

0:4

TÜ 0:15

03:25

GR

75B

Adam Juretzko

Fabian Fritz

2:0

PS 9:3

06:00

FR

80

Ibro Cakovic

Andre Timofeev

3:0

PS 13:0

06:00

GR

86

Nico Brunner

Bogdan Eismont

4:0

SS 9:2

02:29

FR

98

Ufuk Canli

Stefan Kehrer

2:0

PS 5:1

06:00

GR

130

Simeon Stankovich

Eduard Popp

0:2

PS 0:6

06:00

Weltmeister Frank Stäbler

03.09.18

Ringer-Bundesliga:

Start in die Saison – die Teufel kommen in die Husemannhalle

Red Devils aus Heilbronn mit Weltmeister Frank Stäbler

 

Nachdem die Ligen auf Landesebene bereits am Vorwochenende in die Saison starteten, folgen am Samstag auch die Gruppen der 1. Ringer-Bundesliga. Nach der Neuordnung der Eliteklasse des Deutschen Ringer-Bundes im Vorjahr geht der KSV Witten damit in die zweite Kampfzeit der Bundesliga.

 

Aber auch in diesem Jahr gab es eine Neuordnung durch den Dachverband – die Liga-Gruppen wurden neu gestaltet. War der KSV 2017 mit Mannschaften aus dem Saarland und NRW in der Gruppe West organisiert, treffen die Ringer aus der Ruhrstadt – mit Ausnahme der Vertreter aus dem eigenen Landesverband – in der Gruppe „Nordwest“ diesmal auf neue Konkurrenz. Da kommen jetzt die „Roten Teufel“ aus Heilbronn, später Ex-Meister Mainz 88, mit SV Nackenheim ein weiterer Vertreter aus Rheinhessen, der RV Lübteen aus Mecklenburg, Aufsteiger SC Kleinostheim aus Herren und mit TV Walheim und RC Merken alte Bekannte auch NRW. Die Teams sind z.T. nur schwer einschätzbar – das aus Heilbronn indes eher nicht.

 

Bärenstark sind sie, die Red Devils, die in der Vereinsterminologie „VfL Neckargartach“, auch dank eines großzügigen bekannten Sponsors. Im Vorjahr als Gruppen-Dritter im Viertelfinale am späteren Meister SV Burghausen knapp gescheitert, nehmen die Württemberger mit qualitativ deutlich verbessertem Kader einen neuen Anlauf. In Expertenkreisen werden sie als einer der Gruppen- und DMM-Favoriten gehandelt. Und das durchaus zu Recht, haben sie doch gleich drei der aktuell stärksten deutschen Ringer im Aufgebot, alle im klassischen Stil zu Hause. An der Spitze natürlich Weltmeister Frank Stäbler, der zuletzt beim Dortmunder GP eine Weltklasse-Leistung bot. Dann der Europameister 2016 und WM-Dritte von 2017, Pascal Eisele. Last not least der Deutsche Meister Olympia-Fünfte von 2016, Eduard Popp. Dazu ein halbes Dutzend Ringer der deutschen Elite wie der vielfache Ex-Meister und Internationale Stefan Kehrer, der mehrfache Titelträger und EM-Vize Christian Fetzer, Fabian Fritz oder Marius Braun. Ein weiteres halbes Dutzend internationaler Top-Kräfte komplettiert das Team aus dem Südwesten, so der Iraner Abdolmohammad Papi, der überraschend beim diesjährigen Grand Prix in Dortmund die Klasse bis 63 kg dominierte und gewann.

 

Es wird also absolut kein Spaziergang für die Ringer um Coach Fatih Sirin. Einige Veränderungen im Wittener Kader geben der Mannschaft ein neues Gesicht. Besonders schmerzhaft der Verlust von Schwergewichtler Kazim Aras, der zu seinem Stammverein Walheim zurückkehrte. Ein richtiger „Schwerer“ steht damit nicht mehr im KSV-Team, es müssen dafür die „Halbschweren“ wie Simeon Stankovich oder Imants Lagodskis `ran. Und auch der Verlust von Mateusz Wolny und David Ersetic schmerzt ein wenig, hatten beide doch neben dem polnischen auch einen deutschen Pass. Nach den DRB-Richtlinien müssen sechs deutsche Ringer in jeder Mannschaft stehen – mit etlichen definierten Ausnahmen.

 

Aber auch auf der Haben-Seite gab’s Veränderungen: Ramzan Awtaew, der Deutsche Juniorenmeister, kam aus Essen nach Witten; mit dem EM-Dritten Daniel Aleksandrov (Bulgarien) gelang den KSV-Verantwortlichen ein Transfer-Coup, und auch Michal Tracz (Polen) und Fevzi Mamutov (Ukraine) sind gute Ergänzungen im Aufgebot von Fatih Sirin. Das muss am Samstag (8. September) ab 19.30 Uhr in der Husemannhalle zeigen, wohin die Bundesliga-Reise in diesem Jahr geht!

 

 

03.09.18

KSV setzt Statement:                                   Witten überrollt Annen mit 33:3

Kulakac-Team zeigt ganz viel Qualität

 

Das war eindrucksvoll: im ersten Saisonkampf gab es gleich ein Lokalduell zwischen der SU Annen und der Reservemannschaft des KSV Witten. KSV-Coach Aslan Kulakac wussten um die Klasse der Konkurrenz aus der Ruhrstadt – deshalb stellte er sein Team entsprechend stark auf und konnte allen Ringern in den blauen Trikots am Ende zufrieden gratulieren. Es war ein Statement: „Seht her – an uns führt kein Weg in der Landesliga vorbei, wir wollen wieder hoch in die Oberliga!“ In dieser Form wird es für alle Mannschaften der Liga schwer, den Wittenern Paroli zu bieten. Und das positive Fazit: etliche dieser Akteure haben durchaus Bundesliga-Format, können im Notfall in der 1. Mannschaften aushelfen und da ihren Mann stehen.

 

In der rappelvollen Turnhalle der Erlenschule herrschte gute Stimmung auf beiden Seiten, man freute sich, dass es mal wieder ein Lokalduell gab. In beiden Mannschaften gingen starke Ringer auf die Matte, sogar Altmeister Mirko Englich war bei den Wittenern dabei. Gegen den richtig schweren Sebastian Fiedler hatte er viel Arbeit zu leisten, landete am Ende doch einen Schultersieg. Auch die drei Jungspunde beim KSV verkauften sich prächtig: Gregor Eigenbrodt profitierte von der Überheblichkeit seines Gegners Vladimir Tumparov, der sich bei einer höchst überflüssigen Aktion verletzte und aufgeben musste. Gensche Gereev hatte den sicher nicht schlechten Umut Celik am Ende deutlich im Griff und siegte nach Punkten. Und auch Mert Tasdemir machte seine Sache gegen einen ruppig kämpfenden Christian Zuhr trotz der Niederlage durchaus ordentlich. Aus dem Vorjahresteam waren noch Andreas Eisenkrein und Schojah Zaryalay dabei, die beide zu sicheren Siegen kamen. Die Neulinge Perica Dimitrijevic, Sali Sali, Szabolcs Hatos-Dragut und Suleiman Dadachev zeigten eindrucksvoll, dass sie im Wettkampf wie im Training ein Gewinn für den KSV sind – ihre Siege waren souverän, teilweise spektakulär.

 

Die Einzelergebnisse:

 

57

Tumparov, Vladimir

Eigenbrodt, Gregor (J)

AS

0:5

61

Unger, Kai

Eisenkrein, Andreas

0:4

66

Celik, Umut

Gereev, Gensche (JN)

PS

0:3

71

Klusak, Sebastian

Dimitrijevic, Perica

PS

0:2

75 A

Gies, Yves-Heiko

Zaryalay, Schojah (N)

PS

0:3

75 B

Skrypka, Sergiy

Sali, Sali Sezgin

PS

0:3

80

Ban, Sven

Hatos-Dragut, Szabolcs

0:4

86

Zuhr, Christian

Tasdemir, Mert (J)

PS

3:0

98

Klemenz, Alexander

Dadachev, Suleiman (N)

0:4

130

Fiedler, Sebastian

Englich, Mirko

SS

0:5

 

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