Archiv - März 2009

29.03.2009

 

Daumendrücken für Mirko

Mirko Englich, Silbermedaillen-Gewinner von Peking, gab am Samstag eine Autogrammstunde im Autohaus Warhold. Das schlechte Wetter und auch wohl die kurzfristige Bekanntgabe der Autogrammstunde hatten ein größeres Publikum verhindert.

Doch Marie Stempel, die über 95-jährige Wittenerin, hatte sich trotz des schlechten Wetters mit ihrer Tochter Inge und ihrer Betreuerin Danute auf den Weg gemacht, um einem "echten" Medaillengewinner die Hand zu schütteln. Über die persönliche Autogrammkarte des starken Wittener Ringers hat sie sich besonders gefreut.

Marie Stempel will dem Silberjungen in London im Jahr 2012, bei der nächsten Olympiade, am Fernseher die Daumen drücken.

29.03.2009

 

Deutsche Meisterschaften Junioren - Freistil

Bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren beim KSV Unterelchingen belegt Darvishi Amir vom KSV Witten 07 in der 60 kg Klasse den siebten Rang. Nach einem Schultersieg in der Qualifikationsrunde gegen Denny Latzke vom AV Germ. Markneukirchen, unterlag er Urs Geßler vom KSV Linzgau Taisersdorf im Viertelfinale in zwei Runden nach Punkten.

29.03.2009:

 

Ringer-Bundesliga künftig zweigleisig

Statt wie vorgesehen drei Ligen, wird die Ringer-Bundesliga in der neuen Saison ihre Kämpfe in zwei Gruppen absolvieren. Nach den Abmeldungen des KSV Ketsch, TSV Dewangen und des KSV Witten hatte sich die Zahl der Vereine reduziert. Dazu konnte der Deutsche Ringer-Bund den derzeit führungslosen Türkischen Ringer-Vereins Berlin, der zudem seinen Verpflichtungen gegenüber Verband nicht nachgekommen ist, per Verwaltungsbescheid für die Bundesliga nicht mehr berücksichtigen. Letztlich blieben nur noch 20 Vereine für die 1. Liga übrig.

22.03.2009

 

Punktlandung für Daniel Schlemmer

6 Kämpfe, 5 Schultersiege. Das nennt man wohl „optimale Chancennutzung!“ Herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Meistertitel. Nico Brunner schrammt nur knapp am Treppchen vorbei. Platz 4 in der 63 kg Klasse.

22.03.2009

 

Daniel Schlemmer im Finale – Nico Brunner kämpft um Bronze

Heute morgen finden im saarländischen Spiesen die Finals um die Deutsche Meisterschaft der B-Jugend-Ringer im griechisch- römischen Stil statt. Mit dabei: zwei Wittener KSV-Nachwuchs-Athleten! Nico Brunner (63 kg), verpasste das „große Finale“ um Gold nur knapp, er verlor im Halbfinale jeweils mit einem Punkt pro Runde und ringt nun gegen den Mühlheimer Dennis Schilling um Bronze. Vor dem großen Wurf steht Daniel Schlemmer (55 kg), der das Finale gegen den Kleinostheimer Patrick Daniel mit fünf deutlichen Siegen erreichte. Im Freistil musste Tom Jakobs (69 kg) noch „Lehrgeld“ zahlen. Nach einem Auftakterfolg und zwei Niederlagen belegt er am Ende Rang 11. Darauf kann man aufbauen!

21.03.2009

 

KSV-Vorstand in Klausur

Eine Klausurtagung oder -sitzung (v. lat.: claudere = abschließen, verschließen) ist eine Tagung unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bei einer Tagung in Klausur werden in Abgeschiedenheit - gemeinsam oder in Gruppen - unter Anleitung eines Moderators bestimmte Themenbereiche besprochen, die sich in der Regel auf das Arbeitsumfeld der Teilnehmer beziehen.

Soweit die begriffliche Erläuterung nach Wikipedia.

Im Stadtwerkehaus fühlte Unternehmensberater und Moderator Peter Kettler (VIBSS) dem KSV - Vorstand am heutigen Samstag gehörig "auf den Zahn". Wohin geht der KSV nach dem Rückzug aus der Elite-Liga, welche Ziele gilt es kurzfristig umzusetzen, welche Perspektiven hat der breitensport-orientierte, multisportive Verein mit Focus "Ringen" in Zeiten demographischen Wandels in Deutschland, welch Synergieeffekte können genutzt werden? All dies und noch weitere aktuelle Themen wurden in der sechs- stündigen Sitzung vertiefend diskutiert. Die heutige Tagung war jedoch nur der Auftakt. Jetzt gilt es, die definierten Primärziele aufzugreifen und umzusetzen.

Packen wir's an!

20.03.2009

 

KSV ehrt Medaillengewinner

Einmal mehr war das Autohaus Eickelkamp, Salinger Feld 63 in Witten, Gastgeber und Ausrichter einer Feierstunde für einen Deutschen Meister und Vizemeister des KSV Witten. „Commander“ Adam Juretzko und „Schützling“ Ilyas Özdemir standen sich bei den Deutschen Meisterschaften in Völklingen-Fürstenhausen in der Gewichtsklasse bis 74 kg Greco im Finale gegenüber und konnten mit der Gold- und Silbermedaille die Dominanz in dieser Gewichtsklasse unterstreichen.

Der deutlich gerührte KSV-Chef ließ in seiner Laudatio noch einmal den Turnierverlauf Revue passieren. „Nachdem der KSV Witten seinen Rückzug aus der Eliteliga des Ringersports verkünden musste, war es heute möglicher Weise eine der vorerst letzten Ehrungen des KSV Witten im Bereich der Männer. Jetzt heißt es Neubeginn“. Ob und in welcher Form die beiden Geehrten dem KSV erhalten bleiben, wird sich in der nächsten Woche entscheiden.

19.03.2009

 

Klausurtagung KSV / Vorstandssitzung

Am kommenden Samstag (21.03.2009) findet in der Zeit von 09:30h bis 16:00h die Klausurtagung des KSV Witten statt. Ort und Themen der Tagung sind der Einladung vom 16.03.2009 zu entnehmen. Die nächste ordentliche Vorstandssitzung findet am 01.04. um 19:00h im Vereinsheim des KSV statt.

15.03.2009

 

DM Männer gr.-röm. Stil Völklingen 13.-15.03.2009
Siebter DM-Titel für Juretzko

 

Mit zwei Ringern war der KSV Witten 07 bei den Deutschen Meisterschaften der Männer im griechisch-römischen Stil vertreten, die an diesem Wochenende vom KSV Fürstenhausen im Saarländischen Völklingen ausgetragen wurden. Adam Juretzko, der Altmeister und zuletzt auch Trainer der Wittener Bundesliga-Formation, und Iljas Özdemir, mit 22 Jahren einer der „jungen Wilden“ dieser Kategorie, gingen beide in der 74 kg-Gewichtsklasse an den Start. Und sie schafften unter diesen Voraussetzungen das optimale Resultat – beide standen sich im Finale dieser Titelkämpfe gegenüber! Eigentlich hatte KSV-Urgestein Adam Juretzko an eine Turnierabsage gedacht. Die Woche über quälte er sich mit einer fiebrigen Erkältung herum, die eine erfolgreiche Teilnahme mehr als unwahrscheinlich erscheinen ließ. Doch er überlegte es sich kurzfristig – sein siebter Titel war am Ende die eindrucksvolle Bilanz eines eindrucksvollen Turnierverlaufs. Dabei hatten sowohl Juretzko als auch Özdemir unter den 28 Teilnehmern dieser Gewichtsklasse eine durchaus harte Strecke zu bewältigen. Fünf Kämpfe innerhalb von fünf Stunden – das erfordert intensivste Vorbereitung. Die hatten die beiden Wittener offensichtlich, obgleich sie bereits in der Qualifikationsrunde gefordert waren. Diese Aufgaben erledigten sie jedoch jeweils souverän: Juretzko war gegen Konstantin Demkin (BW Dörpen / NS) beim 7:0 / 7:0 technisch überlegen, während Özdemir beim 4:0 / 1:0 über Philip Heiß (TSV Westendorf / BAY) einen sicheren Sieg einfuhr. Auch in den folgenden Runden marschierten die Wittener Ringer im Gleichklang. Das Achtelfinale sah Adam Juretzko gegen Eduard Klipel vom AKS Rheinhausen / NRW, hier wurde der Altmeister beim 1:0 / 2:0 schon mehr gefordert. Auch Iljas Özdemir hatte einen Gegner aus NRW: gegen Rame Khalil vom AC Köln-Mülheim setzte er sich wiederum sehr deutlich mit 5:0 und 4:0 durch. Im Viertelfinale dann jeweils starke junge Konkurrenten, beide aus dem Trainingszentrum des RSV Frankfurt / Oder in Brandenburg. Der Wittener Trainer ließ gegen den Ex-Juniorenmeister Damian Hartmann nichts anbrennen und setzte sich beim 5:0 / 1:0 wiederum glatt durch. Auch Iljas Özdemir traf mit Fabian Jähnicke auf einen ehemaligen Titelträger der Junioren. Nach hartem Kampf hatte auch hier der KSV-Ringer beim 2:0 / 1:0 das bessere Ende für sich. Mit diesen Siegen zogen beide Wittener ins Halbfinale ein - bereits dies ein überzeugender Erfolg! Hier hatte Adam Juretzko einmal mehr den Dauer-Konkurrenten und Titelverteidiger Konstantin Schneider vom Mannschaftsmeister KSV Köllerbach / Saarland zum Gegner. Es ging wieder knapp zu wie in allen Kämpfen der beiden in den letzten Jahre dominierenden Ringer der 74 kg-Klasse. Diesmal hatte Adam das bessere Ende für sich – 1:0 / 1:0 hieß es für den 38 jährigen Wittener nach einem wieder hart und kompromißlos geführten Duell. Dieser Erfolg bedeutete gleichzeitig den Finaleinzug für den Wittener KSV-Trainer. Für Iljas Özdemir ging es gegen den Württemberger Mario Guldi (VfL Neckargartach) ebenfalls um den Einzug in den Endkampf. Der 22 jährige Martener im Trikot des KSV Witten zeigte einen beherzten Kampf, der beim 1:0 und 3:0 ein glattes Ergebnis und als Belohnung die Teilnahme am Endkampf gegen seinen Trainer, Freund, Mannschaftskameraden, Arbeitskollegen und Idol Adam Juretzko bescherte. Beide, Iljas Özdemir und Adam Juretzko, kennen insofern sich mehr als intensiv, sowohl auf der Matte als auch außerhalb. Trotzdem wollte „Commander“ Adam Juretzko natürlich zeigen, dass er trotz des Altersunterschiedes die klare Nummer eins ist. Sechs Deutsche Meistertitel der Männerklasse standen bisher in seinem Rekord – Nummer sieben sicherte er sich am Sonntag. Mit 4:0 und 2:0 kam er zwar sicher zum Sieg, doch Kontrahent und Freund Özdemir zeigte deutlich auf, dass künftig auch auf dieser Bühne mit ihm zu rechnen ist. Mit den beiden Medaillengewinnern freute sich Coach Frank Weniger, der das erfolgreiche Duo während der Tage von Völklingen ebenso erfolgreich betreut hatte.

 

14.03.2009

 

Rückzug aus der Bundesliga

Der KSV Witten 07hat sich nach 43 Jahren 1. Bundesliga zunächst aus der Spitze des Deutschen Ringkampfsports verabschieden müssen. Dem Verein war es nicht gelungen, trotz weiterer intensiver Bemühungen des Vorstandes und der im Förderkreis versammelten Freunde des KSV Witten 07 den für das Projekt Bundesliga fehlenden Betrag einzuwerben. Die langjährigen Spon- soren des KSV Witten führen ihr Engagement fort – neue kamen nicht hinzu. So fehlen letztlich 70 – 80.000 Euro, um finanziell für die erste Liga fit zu sein.

Zum Vergleich: Der Etat des jetzt „Ex-Ringerbundesligisten“ für die 1. Liga lag in etwa bei dem eines Fußball-Landes- oder Verbandsligisten. Der war für den KSV nicht mehr zu erwirtschaften, so dass die Vereinsgremien jetzt die Reißleine ziehen mussten, um den Gesamtverein mit seinen fast 700 Mitgliedern nicht in seiner Existenz zu gefährden.

Der KSV Witten 07 macht nun in der NRW-Oberliga weiter, wo bislang die 2. Mannschaft des Vereins kämpfte. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, einige Aktive der Bundesligamannschaft halten zu können und mit Nachwuchstalenten, die bereits Oberliga- erfahrungen sammelten, in der Spitze dieser Liga mitkämpfen zu können. So will man kurzfristig ggf. auch den Weg in die 2. Bundesliga antreten.

Der Verein feierte 2007 seinen einhundertsten Geburtstag. Mit 43 Jahren in der Eliteliga des Deutschen Ringersports ist der KSV Spitzenreiter, was die Zugehörigkeit zur Liga betrifft. Doch auch die Erfolge, die in dieser Zeit erzielt wurden, sind Spitze. Sieben Mannschaftsmeisterschaften, sieben Vizemeisterschaften, zahlreiche Top-Platzierungen stehen im Rekord des Ruhrgebietsvereins. Dazu kamen unzählige Meisterschaften und Medaillen von Ringern des KSV Witten bei Deutschen Meisterschaften, aber auch Welt- und Europameisterschaften oder Olympischen Spielen.

Ob der Grund für die fehlende Unterstützung durch die heimischen Unternehmen in der momentanen wirtschaftlichen Situation begründet ist oder Ringen als Randsport nicht attraktiv genug ist - darüber kann man nur spekulieren. "Wir wollen Leistung bringen und haben gezeigt, dass wir dies auch können. Allein, ohne Unterstützung der Wirtschaft ist es uns nicht möglich“, sagt der KSV-Vorsitzende Detlef Englich. Und er sieht aufgrund aktueller Ereignisse den Leistungssport der Region massiv gefährdet.

13.03.2009

 

Ringer trauern um Norbert Gold

Mit tiefer Bestürzung und großer Trauer reagierten die Mitglieder des KSV Jahn Marten, sowie alle angeschlossenen Freunde des Ringkampfsportes auf den plötzlichen Tod ihres 1. Vorsitzenden  Norbert Gold.

Norbert Gold war einer der engagiertesten Verfechter des Ringkampfsports, eine Galionsfigur für den Ringkampfsport. Jahrzehnte leitete er den KSV Jahn Marten 05. Unter seiner Federführung stieg der KSV bis in die Oberliga auf. Überregional war Norbert Gold auch im Ringerverband NRW tätig. Hier setzte er als Jugendwart der Fachschaft „ Ringen“ immer wieder Impulse.

Norbert Gold hinterlässt eine große Lücke. Der Ringkampfsport ist um einen Menschen ärmer geworden, einen Menschen, der stets als Vorbild galt, als ein Freund, der sich stets für jeden engagierte, der sich für diese Sport einsetzte und ein Freund, der im Ringkampfsport unvergessen bleiben wird.

Auch der KSV Witten nimmt Anteil an der Trauer um den Sportfreund Norbert Gold, mit dem uns eine tiefe Freundschaft um den Sport und darüber hinaus verbunden hat. Er wurde nur 52 Jahre alt und wird eine  Lücke sowohl bei den Martener Sportfreunden als auch für den gesamten Ringersport hinterlassen. Unser Mitgefühl gilt der Familie von Norbert Gold, darüber hinaus den Dortmunder Sportfreunden.

12.03.2009

 

Adam will's noch mal wissen

Die Situation um den KSV Witten 07 ist noch nicht geklärt, auch die Ringer der Bundesligamannschaft können über ihre konkrete Zukunft noch nichts genaues sagen. Adam Juretzko, der Trainer des letztjährigen KSV-Teams und lange gesperrter Ringer der Mannschaft will's aber gerade jetzt noch mal wissen.

Er geht an diesem Wochenende im saarländischen Völklingen gemeinsam mit seinem Vereinskameraden Iljas Özdemir in der Gewichtsklasse bis 74 kg an den Start und wird sicher wieder zu den Favoriten zählen. Wieder gemeinsam mit den Dauer- Konkurrenten Konstantin Schneider vom KSV Köllerbach. Der 38 jährige Wittener wird sicher noch mal den Nachweis seiner Klasse erbringen können - was ihm bei einer evt. Veränderung zu einem anderen Bundesligisten sicher hilfreich sein würde.

Das will auch Iljas Özdemir erreichen - für den Youngster ist dies indes ungleich schwieriger, ist doch gerade die 74 kg-Kategorie mit einer langen Reihe von Nachwuchshoffnungen besetzt. Gleichwohl wird er bei einer guten Auslosung auch auf eine gute Platzierung hoffen können. Trainiert haben beide Wittener auf jeden Fall hart und wollen nochmals eine gute Visitenkarte für ihren Verein abgeben.

Das kann Mirko Englich, der Silbermedaillengewinner von Peking, nicht. Er verletzte sich bekanntlich zu Anfang der Bundesliga- saison und laboriert seitdem an einer Schulterverletzung. Die ist inzwischen zwar zu großen Teilen abgeklungen, an einen Einsatz im Wettkampf ist indes noch nicht zu denken.
Die Teilnahme geplant hatte auch der "deutsche Schwede" Viktor Wolfgang in der 66 kg-Klasse. Er brach sich bei einem Turnier in Schweden aber einen Finger und musste insofern passen.

Seine erste DM-Teilnahme feierte am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Männermeisterschaften im freien Stil der erst 17 jährige KSV-Nachwuchsathlet Amir Darvishi. Er hat seinen Hauptwettkampf noch in der Jugendklasse, nutzte diese DM aber als gute Vorbereitung. Für ihn kam das Aus bereits in Runde eins, als er dem Aichhaldener Johannes Erath mit 0:4 / 0:4 unterlag. Damit landete er am Ende auf Rang 12 der 60 kg-Klasse.

03.03.2008

 

KSV-Vize Carl Brotkorb: "Das tut richtig weh"
von Jürgen Koers

Er hat in den guten Zeiten mitgefiebert, jetzt hat er auch die schlechten erlebt. Carl Brotkorb, zweiter Vorsitzender des KSV Witten 07, stellte sich den Fragen von RN-Mitarbeiter Jürgen Koers.

Wie dramatisch ist die Lage beim KSV?

Brotkorb: Es sieht nicht so aus, dass wir noch Sponsoren finden. Uns bleibt wohl keine Alternative, als die erste Liga zu streichen und die Oberliga-Mannschaft zu verstärken.

Welche Hoffnung haben Sie noch, den Rückzug zu verhindern?

Brotkorb: Seit dem letzten Sponsorengespräch am Samstag keine große mehr. Bittbriefe sind unterwegs, man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Voriges Jahr hat der Förderkreis noch einmal geholfen. Aber es sieht wirklich nicht gut aus. Und wir können dem verwöhnten Wittener Publikum keine Bundesliga-Truppe anbieten, die nur auf die Mütze kriegt.

Woran liegt es?

Brotkorb: Die Situation allgemein ist tragisch, nicht nur für den KSV. Auch Borussia Dortmund hat ja seine Handball- und Tischtennis-Bundesligisten abgemeldet. Wir hören die schlechten Nachrichten an allen Ecken und Enden. Wo sind die Sponsoren? Alle rennen zum Fußball, da verdienen einige Sportler Millionen. Für Vereine wie den KSV bleibt dann vom Kuchen nichts übrig. Die Werbewirksamkeit beim Ringen ist nicht groß genug. Letztlich, und das muss man klar sagen, ist es am Geld gescheitert.

Ist das nicht doppelt bitter?

Brotkorb: Das tut schon weh, keine Frage. Aber wir hatten uns ja auch voriges Jahr bereits darauf eingestellt. Es kann ja nicht sein, dass wir am Ende einer Saison immer mit einem Manko rauskommen. Das kann ich als Kaufmann kaum verkraften. Und ehrlich gesagt nervt es auch, immer am Existenzminimum rumzukrebsen.

Der Vorstand hat sich noch eine letzte Frist gegeben. Bis wann geht die?

Brotkorb
: Wir wollen diese Woche noch ins Land gehen lassen. Vielleicht sagt ja doch noch einer: 'Es kann nicht sein, dass der KSV nicht mehr in der Bundesliga kämpft.' Nur weiß ich gerade nicht, wer das sein soll.

03.03.2009

 

Bundesligastatus akut gefährdet

Spitzensport auch in Witten nur mit umfangreichem Sponsoring möglich –
KSV benötigt dringend weitere Unterstützung

43 Jahre kämpfte Ringer-Bundesligist KSV Witten 07 ununterbrochen in der ersten Bundesliga, mit viel Erfolg, viel Engagement seit 1966. Der Verein aus dem Revier ist damit Rekordhalter, was die Ligazugehörigkeit betrifft. Auch die Leistungen – u.a. sieben Titel, dazu Erfolge der KSV-Athleten bei internationalen Wettkämpfen wie zuletzt Olympia-Silber durch Mirko Englich – sind rekordreif. Doch schon in den vergangenen Jahren war es bereit mehr als schwierig, den – vergleichsweise – bescheidenen Etat für die Ruhrstadt-Ringer zu sichern, obwohl der Verein prominente Unterstützer hatte.

Wie bei vielen anderen Vereinen auch fällt es zunehmend schwerer, zu den festen Sponsoren neue hinzuzugewinnen. Trotz intensiver Bemühungen des Förderkreises und des KSV-Vorstandes ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt der bisherige Etat, der schon mehr als knapp bemessen war, noch nicht einmal zu 50 % gesichert. „Das lässt keine seriöse Planung zu“, stellt der Vorstand des KSV Witten dazu fest. Und weiter: „Wenn sich jetzt nicht binnen weniger Tage weitere Sponsoren melden, die uns in dieser Situation helfen, werden wir um einen Neuaufbau nicht herum kommen.“ Neuaufbau hieße „Neustrukturierung“ – Rückzug aus Liga eins, Stärkung der KSV-Oberligamannschaft, kurzfristig geplanter Aufstieg in Liga zwei und mittelfristiger Wiederaufstieg in die Eliteklasse des Deutschen Ringer-Bundes. Ein Weg, den auch andere Bundesligamannschaften in dieser Saison und auch vorher bereits gegangen sind.

So hat neben der noch andauernden Planung für die Bundesliga die entsprechende Arbeit für dieses Modell begonnen, parallel zu den wirtschaftlichen Aktivitäten. Neben den KSV-Verantwortlichen wirken dabei auch die Repräsentanten der Sponsoren, verbunden im KSV-Förderkreis, mit. „Viele der bisherigen, langjährigen KSV-Sponsoren haben ihre Zusage gegeben, weiter mitzumachen“, so die Erfahrungen von Nina Englich, der KSV-Bundesligakoordinatorin.

Die traditionell gute und sehr engagierte Nachwuchsarbeit der Wittener steht weiterhin im Mittelpunkt und soll noch ausgebaut werden – trotz einiger Nackenschläge aus diesem Bereich für die KSV-Verantwortlichen. Die Oberligamannschaft, mit jungen, talentierten und hungrigen Athleten, mit dem einen oder anderen Ringer der letztjährigen Bundesliga-Formation, soll für dieses Ziel vorbereitet werden. Auch die finanzielle Konsolidierung könnte auf diesem Weg gelingen – wenn die bisherigen Sponsoren ihr Engagement zumindest teilweise beibehalten. Aber noch geben die Wittener Ringer ihren Kampf um Erstklassigkeit nicht auf. Wenige Tage haben sie sich als Frist gesetzt – vielleicht geschieht ja noch das oft zitierte Wunder ….

03.03.2009

 

KSV gratuliert Mithat Bayrak zum 80. Geburtstag

 

Mithat Bayrak, geboren am 3. März 1929, kann heute auf achtzig Lebensjahre zurückblicken. Aufgewachsen im anatolischen Adapazar, begeisterte er sich schon als Jugendlicher für das traditionelle türkische Ringen, wechselte aber mit 30 Jahren zum modernen olympischen Ringen.

Nachdem er durch seine guten Leistungen im Verein Sakarya „Günes“ aufgefallen war, wurde er in das türkische Nationalteam der Ringer aufgenommen. Trainiert wurde der Greco-Ringer im Laufe der Jahre von Ganzafer Bilge, Mehmet Oktav, Hüseyin Erkmen und Celal Atik.

Sein erster Start bei einem bedeutenden internationalen Turnier war 1955 bei den Mittelmeer-Spielen, wo er sich noch mit dem 5. Platz im Weltergewicht begnügen musste. Doch bereits ein Jahr später wurde er Olympiasieger bei den Olympischen Spielen in Melbourne. 1960 wiederholte er diesen Erfolg bei den Olympischen Spielen in Rom. "Wir haben da bei mehr als 40 Grad Celsius draußen ungeschützt in der prallen Sonne gekämpft", erinnert er sich. Auf dem Weg zur Goldmedaille besiegte er unter anderem den Deutschen Günter Maritschnigg, damals SU Annen. Nach 100 Sekunden war das Finale vorbei, der Deutsche verlor auf Schultern und wurde Silbermedaillen-Gewinner. Beide verbindet heute noch eine sportliche Freundschaft.

Mithat Bayrak beendete 1961 seine  internationale Karriere als Ringer und wanderte in die Bundesrepublik Deutschland aus. Der zweifache Olympiasieger gesteht, sich heute als Wittener zu fühlen. „Eigentlich wollte ich ja nach zwei Jahren wieder zurück in die Türkei. Dann habe ich bei Emil Olsberger meine heutige Frau Erna kennen gelernt: Liebe macht alle Pläne kaputt“, so sein trockener Kommentar.

In Witten rang er noch fast 20 Jahre lang für den KSV, arbeite hier auch als Trainer und trat aus Freude am Ringen noch mit fast 40 Jahren in der Reservemannschaft der Wittener an.

In Witten eröffnete er eine Gastwirtschaft, die er lange Jahre betrieb. Er lebt heute mit Ehefrau Erna in Herdecke. Zwei seiner Söhne, Yasar und Attila, leben ebenfalls in Witten.

Der KSV wüscht Mithat Bayrak alles Gute, weiterhin Glück und Gesundheit.

Im Namen des Vorstands des KSV Witten:

            - Detlef Englich - 

01.03.2009

 

Landesmeisterschaft 2009 der C-Jugend (GR)

Am Samstag (28.02.2009) fanden in Mülheim die Landesmeisterschaften der Junioren und der C-Jugend statt. Bei den C-Jugendlichen kam es zu folgenden Ergebnissen: 38 kg: 2.Platz Aldin Djikez, 7.Platz Benjamin Grobe, 46 kg, 4.Platz Nick Jacobs und 50 kg, 1.Platz Martin Tasev, 3.Platz Lukas Faber.

01.03.2009

 

Deutschen Meisterschaft der weiblichen Jugend in Heusweiler

Mit Viviane Herda und Judith Grobe gingen in der 37kg-Klasse bei der weiblichen Jugend zwei Ringerinnen vom KSV Witten 07 auf die Matte. Während Grobe im zwölf Kämpferinnen umfassenden Teilnehmerfeld nur Elfte wurde, wurde Herda im Kampf um Platz drei von Lydia Nürnberger (AC Werdau / Sachsen) geschultert. Ihr vierter Platz ist eine sehr gute Leistung für die junge Nachwuchsringerin des KSV.

Unsere Sponsoren:

Besucher