Aktuelles - November 2011

29.11.11

 

KSV Witten reist zum KSC Hösbach - Im Hinkampf gab’s die höchste Niederlage: 11:22 - KSV 2 hat kampffrei

 

Im Hinkampf gab’s für den KSV Witten eine saftige Niederlage gegen den Ex-Erstligisten KSC Hösbach: 11:22 lautete das seinerzeit recht frustrierende Ergebnis am „Tag der Deutschen Einheit“. In der Zwischenzeit hat sich der KSV mehr als rehabilitiert und sammelte 18:12 Punkte – trotz des verlorenen Kampfes vom vergangenen Wochenende gegen den TSV Gailbach. Hösbach ist allerdings nicht weit von den Wittenern entfernt, mit einem ausgeglichenen Punktverhältnis von 15:15 sind sie noch in Reichweite einer der vorderen Platzierungen.

 

Die Ringer um Frank Weniger und Selim Sari wollen den Patzer aus der Hinrunde wettmachen – doch spätestens seit dem letzten Kampftag wissen sie, dass dann aber auch vieles passen muss. Das tat’s gegen Gailbach nicht, am Ende stand eine 14:23-Niederlage. Auch Hösbach konnte nicht gewinnen, unterlag bei Niedernberg mit 17:23.

 

Witten und Hösbach blicken auf eine gemeinsame Bundesliga-Historie zurück. Ende der achtziger Jahre kämpften Ringer des KSC in einer Kampfgemeinschaft mit SV Aschaffenburg-Damm in der ersten Liga, in der Saison 1991 dann der KSC Hösbach allein.

 

Die Ringer vom bayerischen Main machten immer wieder durch nationale Titel ihrer Schüler- und Jugendmannschaften auf sich aufmerksam. Aus diesem Fundus stammt auch der Top-Athlet der Gäste, der amtierende Deutsche Meister und EM-Neunte Kevin Schwäbe, der zuletzt die 120 kg-Klasse besetzte. Für die Liga ist er eigentlich „überqualifiziert“ – für sein Team eine sichere Bank. Auch Timur Seidel (60 kg) und Gabriel Seregelyi (84 kg) gehören zu den herausragenden Ringern des gastgebenden Teams, sie kämpften für Mainz bzw. Köllerbach bereits in der ersten Liga. Trainer des KSC sind Jens Gündling, in Hessen auch Landestrainer, und Jens Genßler, beide ehemalige deutsche Spitzenringer und Bundesliga-Akteure in verschiedenen Vereinen aus dem Aschaffenburger Raum.

 

Es sind wieder eine ganze Reihe von Top-Paarungen zu erwarten – wie z.B. zwischen Seidel und Akaki Kuntchulia oder Seregelyi gegen Mesut Kayar. Schwer dürfte es auf jeden Fall werden für Mirko Klein, wenn er auf Schwäbe trifft, und auch für Daniel Stein, der es voraussichtlich mit dem starken Ungarn Zsolt Dajka zu tun bekommt.

 

Kampfrichter ist Günther Wetz aus Schonungen in Bayern.

29.11.11

 

Nach den schnellen Fotos jetzt auch die Einzel-Analyse zum Landessichtungsturnier vom vergangenen Wochenende

Landessichtungsturnier.pdf
PDF-Dokument [51.5 KB]

29.11.11

 

Viviane Herda und Lina Dussin werden Deutscher Mannschaftsmeister mit der NRW-Frauen-Mannschaft

 

Nordrhein-Westfalens Ringerinnen wurden am Samstag im westfälischen Bönen ihrer Favoritenrolle gerecht und sind zum fünften Mal in Folge Deutscher Mannschaftsmeister im Frauen-Ringen. Im Finale setzte sich das von Heinz Schmitz, Stéphanie Groß und Patrick Loes betreute Team gegen Hessen souverän mit 32:4 durch.

 

Die am stärksten eingeschätzten Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Nordbaden und Bayern trafen aufgrund der Auslosung bereits in den Poolkämpfen aufeinander. NRW startete mit einem 29:4 gegen Nordbaden, behauptete sich gegen Brandenburg mit 22:10 und hatte auch gegen Bayern beim 27:7 keine große Mühe.

 

Der KSV Witten 07 stellte die 14-jährige Viviane Herda in der 55 kg-Klasse und die 12-jährige Lina Dussin in der 40 kg-Klasse für dieses Turnier ab. Aufgrund älterer und somit auch stärkerer Athletinnen in der 55 kg-Klasse kam Viviane Herda während des Turniers nur einmal, nämlich gegen den Landesverband Bayern, zum Einsatz. In diesem Kampf zwang sie Nina Ahlsdorf nach einer 8:0 Punkteführung auf die Schultern. Lina Dussin, die in der leichtesten Gewichtsklasse bis 40 kg antrat, brachte gerade einmal 37 kg auf die Waage. In ihrem ersten Kampf gegen Nordbaden traf sie auf Pia Schäfer, die sie klar auf Schultern besiegte. Die drei weiteren Kämpfe gegen die anderen Landesverbände konnte Lina, aufgrund ihres jungen Lebensalters, trotz tollen Kampfeinsatzes, nicht gewinnen.

 

Trotz alledem, eine tolle Leistung der beiden jungen Wittenerinnen, die zusammen mit der NRW-Auswahl Deutscher Mannschaftsmeister 2011/2012 im Frauen-Ringen sind.

 

Übrigens: Alle Kampfprotokolle sind HIER zu finden. Bilder gibt es vom rasenden NRW-Reporter Oliver Stach auch bereits auf dessen Facebook-Seite. Und wer gerade einmal da ist... Auch auf der KSV-Facebook-Seite gibts immer schnell die neuesten Infos.

29.11.11

 

Tolle Fotos vom Landessichtungsturnier

 

Fotos vom Landessichtungsturnier, welches am letzten Wochenende in Herdecke stattfand, stellte uns Sportfreund Uwe Klein HIER zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür.

27.11.11

 

Revanche gegen TSV Gailbach misslingt - „Black out“ in zwei Kämpfen bringen Entscheidung zugunsten der Gäste

Es hätte eine Revanche für die 12:22-Niederlage in der Hinbegegnung werden sollen, der Kampf am Samstag zwischen dem KSV Witten und den hessisch-bayerischen Gästen vom TSV Gailbach. In der Husemannhalle schien alles für einen weiteren Gala-Auftritt der Schützlinge von Frank Weniger und Selim Sari bereitet, und der Beginn in Halbzeit eins ließ denn auch einiges für den zweiten Abschnitt erhoffen: „nur“ ein 8:10-Rückstand. So knapp hatten die KSV-Ringer in den Heimkämpfen noch nicht zurück gelegen, und die zweite Hälfte war bislang die stärkere der Hausherren. Diesmal allerdings nicht – die Wittener brachten sich durch unnötige Niederlagen selbst auf die Verliererstraße, die Gäste standen schon vor der letzten Begegnung beim Stand von 13:20 als Sieger fest.

 

Es begann mit einem couragierten Auftritt des KSV-Youngsters Denis Rerich in der 55 kg-Kategorie, der im Stand nicht viel zuließ, am Boden gegen Gailbachs Tom Wünsch aber noch nicht stabil genug war und so technisch unterlag (0:4). Seine aufsteigende Tendenz bestätigte Mirko Klein in der 120 kg-Klasse, als er den sicher nicht schlechten Damian Patalong in drei Runden sicher beherrschte (3:4). Insgeheim hatte man beim KSV auf einen Sieg von Akaki Kuntchulia (60 kg) gehofft, der auch die erste Runde für sich entschied. Danach erwies sich der Bulgare Svetoslav Neychev, immerhin Dritter der Junioren-WM 2006, als zu stark und gewann am Ende mit 3:1 (4:7). Eine überzeugende Partie lieferte Daniel Stein im 96 kg-Limit ab. Den überforderten Alexander Resch trieb er vor sich her und holte Wertung um Wertung zum Sieg mit technischer Überlegenheit – die erstmalige Führung für den KSV Witten (8:7). Im letzten Kampf vor der Pause traf der auch diesmal wieder engagiert auftretende Ibro Cakovic (66 kg) auf den aktuell besten Punktsammler der Gruppe Mitte, Ilhan Myumyunov. Unglücklich, dass er in Runde eins bei eigenem Vorteil eine Verwarnung wegen falscher Fassart in der Bodenrunde erhielt. Dreimal unterlag er knapp – trotzdem 3:0 für den Gailbacher und 8:10-Pausenrückstand des KSV. Ein Ergebnis, das hoffen ließ.

 

Die Hoffnung wurde durch einen Aufgabesieg von Mesut Kayar gegen Felix Köth (84 kg) in der letzten Kampfminute genährt – der Wittener hatte bereits 16:2 Punkte gesammelt und wäre somit ohnehin Überlegenheitssieger geworden. Er brachte sein Team wieder in Führung: 12:10. Eine erste Vorentscheidung fiel dann in der 66 kg-Freistil-Begegnung, als Alex Storck auf den starken Hamid Mohammadi traf. Jeweils 0:1 gingen die ersten beiden Runden an den Mann vom TSV Gailbach, der danach abbaute. Runde drei gewann Storck und auch in Runde vier war er im Vorteil – es fiel zwar kein Punkt, er durfte als aktiverer Kämpfer im „Clinch“ jedoch das Bein von Mohammadi fassen. Irgendetwas irritierte den KSV-Ringer offensichtlich, ein „Black out“ und er ließ das Bein jedenfalls los, verspielte so den Vorteil – 0:1 in der Runde, dadurch 3:1-Sieg für den Gästeringer (13:13).

 

Nach dieser Enttäuschung legte Piotr Pankow (84 kg) los wie die Feuerwehr. Mit einem Kopfhüftzug kurz nach dem Anpfiff beförderte er Peter Stadtmüller fast auf die Schultern, gewann die erste Runde klar und machte im zweiten Abschnitt so weiter. 1:0 führte er, hatte den Gailbacher gut im Griff. Dann wieder ein „Black out“, das die endgültige Vorentscheidung brachte: warum er im „Kamikaze-Stil“ einen Wurfversuch unternahm, konnte er nachher selbst nicht sagen. Jedenfalls warf er sich dabei auf die Schultern, blieb danach eine Weile benommen liegen – Schultersieg für den Gästeringer, der seine Mannschaft damit wieder in Führung brachte (17:13).

 

Die Hausherren konnten sich zuletzt stets auf die abschließenden Kämpfer der 74 kg-Klasse verlassen. Den Beginn sollte Rabbia Khalil machen, doch der kam – wie im Hinkampf – gegen den kompakt stehenden Sebastian Höglmeier nicht zum Zug und unterlag mit 0:3. Damit war die Entscheidung zugunsten der Gäste gefallen (20:13). Jens Steffen konnte nur noch um eine Resultatsverbesserung kämpfen, versuchte dabei viel, wurde vom routinierten letztjährigen Erstliga-Ringer Sascha Büchner aber immer wieder ausgekontert und unterlag mit 1:3. Das Endresultat von 23:14 spiegelt den engen Kampfverlauf nicht wirklich wider, doch hatte der KSV in den entscheidenden Kämpfen diesmal nicht das Quäntchen Fortune wie in den letzten Begegnungen.

 

Kampfleiter Utz Aißlinger (Aalen) hatte die Partie im Griff, mit einigen Entscheidungen waren die Zuschauer allerdings nicht immer einverstanden. Die Niederlage des KSV ist allerdings kein Beinbruch, ändert sie doch nichts an dem glänzenden Start des Aufsteigers in die erste Zweitliga-Saison. Platz drei mussten die Wittener jetzt allerdings vorerst abgeben, der punktgleiche KSC Niedernberg zog vorbei. Spitzenreiter ist nun der TV Walheim, die Aachener Vorstädter setzten sich im Spitzenduell der Liga gegen den bisherigen Tabellenführer RWG Mömbris-Königshofen mit 24:17 durch.

 

Am kommenden Samstag (03.12.) treten die Mannen von Frank Weniger und Selim Sari beim KSC Hösbach an, gegen den es in der Hinrunde eine Heimniederlage gab. Es wird wieder ein Bus eingesetzt, Anmeldung und Informationen bei Thomas Altstadt (www.ksv-witten.de).

27.11.11

 

KSV-Reserve hat keine Gnade mit dem SV Sende – 55:0 in nur acht Kämpfen

 

Vier Ringer hatte der SV Sende pro Durchgang nur aufgestellt – und die konnten einem schon echt ein wenig Leid tun. So feierte Diyar-Murat Dündar (55 kg) zwei schnelle Schultersiege, während Sven Lutter seinen Gegner einmal schulterte und einmal technisch überlegen auspunktete (66 kg). Jörg Lenk kam bei seinen zwei technisch überlegenen Punktsiegen ebenfalls kaum ins Schwitzen (84 kg). Lediglich Ufuk Canli mühte sich im ersten Durchgang zum 3:0-Rundenerfolg, passte sich aber dann im zweiten Durchgang seinen Teamkollegen an und schulterte seinen Kontrahenten. Benedetto Zito, Abdullah Demirel, Phillip Paßlack und Martin Tasev sammelten kampflose Punkte und Markus Blum konnte sich gar zweimal zur Siegerverkündung auf die Matte begeben.

 

Somit bleibt es weiterhin spannend in der Bezirksliga Ost. Zum großen Showdown kommt es dann am 10.12. (17 Uhr) in der Husemannhalle, wenn Wittens härtester Konkurrent um den Aufstiegsplatz, der KSV 02 Gütersloh, seine Visitenkarte beim Team von Trainer-Trio Lutter/Blum/Appel abgibt.


KSV Witten 07 II SV Sende 55:0
55 A Dündar, Diyar-Murat (J) Frick, Andy (J) SS 4:0
  Runden: 4:0 — Σ:(4:0), Δ:4
60 A Zito, Benedetto (ND) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
66 A Lutter, Sven Miller, Daniel 4:0
  Runden: 6:1, 6:1, 6:0 — Σ:(18:2), Δ:16
74 A Demirel, Abdullah (J) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
84 A Lenk, Jörg Rolf Kaya, Bugra (ND) 4:0
  Runden: 7:0, 7:0, 7:0 — Σ:(21:0), Δ:21
96 A Canli, Ufuk (JND) Siek, Karsten PS 3:0
  Runden: 3:1, 2:0, 1:0 — Σ:(6:1), Δ:5
120 A Blum, Markus KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
55 B Dündar, Diyar-Murat (J) Frick, Andy (J) SS 4:0
  Runden: 3:0 — Σ:(3:0), Δ:3
60 B Paßlack, Phillip (J) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
66 B Lutter, Sven Miller, Daniel SS 4:0
  Runden: 6:0 — Σ:(6:0), Δ:6
74 B Tasev, Martin (J) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
84 B Lenk, Jörg Rolf Kaya, Bugra (ND) 4:0
  Runden: 7:0, 6:0, 6:0 — Σ:(19:0), Δ:19
96 B Canli, Ufuk (JND) Siek, Karsten SS 4:0
  Runden: 0:7, 4:0 — Σ:(4:7), Δ:3
120 B Blum, Markus KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0

25.11.11

 

DRB-Trainerriege neu formiert

 

Presseerklärungen sorgen für Verwirrungen

Am vergangenen Wochenende hielt der Deutsche Ringer-Bund (DRB) seine Mitgliederversammlung in Dortmund ab. Im Vorfeld war darüber nicht viel zu hören, nachher umso mehr. So war die folgende Presseerklärung des nationalen Spitzenverbandes für Ringkampfsport in Deutschland auf der DRB-Internetseite www.ringen.de zu lesen:

 

Presseerklärung

„Zur Optimierung im gr.-röm. Stil geht der Deutsche Ringer-Bund e. V. neue Wege. Die Schnittstelle zwischen Männer- und Nachwuchsbereich wird verändert.

Im Rahmen der weiteren Zusammenarbeit der Bundestrainer Maik Bullmann und Jannis Zamanduridis liegt die Gesamtverantwortung zukünftig bei Bundestrainer Jannis Zamanduridis.

Diese Entscheidung wurde anlässlich einer Vorstandssitzung am 18.11.2011 in Dortmund im Einvernehmen des Vorstandes und der Bundestrainer getroffen."

Dies entsprach wohl nicht ganz den getroffenen Entscheidungen, so dass kurz darauf die nachfolgende Korrektur erfolgte:

„Deutscher Ringer-Bund stellt klar

Dortmund – „Maik Bullmann bleibt Trainer des Deutschen Ringer-Bundes für den griechisch-römischen Bereich, nur die Verantwortung des gesamten Teams liegt nunmehr in den Händen von Jannis Zamanduridis", das stellte DRB-Präsident Manfred Werner auf der Delegiertenkonferenz am Samstag in Dortmund klar. In einer vorangegangenen Meldung hieß es, dass Maik Bullmann zwar nicht mehr hauptverantwortlich für die Griechisch-Römisch-Spezialisten wäre, aber von einer Entlassung war niemals die Rede.

Die Deutschen Ringer zeigten vor allem im Nachwuchsbereich-, bis zu den Junioren glänzende Leistungen auch 2011 wurden 20 internationale Medaillen erreicht, nur der Übergang zu den Männern wurde nicht geschafft. „Durch die Verschmelzung der Junioren und Männer, sowie den Übergang der Gesamtverantwortung auf den bisherigen Nachwuchs-Bundestrainer Jannis Zamanduridis soll diese Lücke geschlossen werden", wollte Manfred Werner mit dem 'Verschieben des Schnittpunktes in der Meldung vom Freitagabend unterstrichen wissen."

 

Diese missverständlichen Meldungen sorgten offensichtlich für heftige Turbulenzen im Ringer-Lager – und so richtig weiß wohl im Augenblick niemand, wie es nun konkret weitergehen soll. Eine Trennung von Bundestrainer Maik Bullmann ist aber nicht erfolgt. Tatsächlich wird der Olympiasieger von 1992 und dreimalige Weltmeister zwar degradiert, muss in die zweite Reihe rücken. Er bleibt aber einer der beiden Bundestrainer im griechisch-römischen Stil.

„ Er rückt damit ins zweite Glied, aber er bleibt im Trainerstab bei den Aktiven und beim Nachwuchs. Die Verantwortung wurde an Jannis Zamanduridis übertragen", wird DRB-Präsident Manfred Werner zitiert. Somit scheint es, als hätten Bullmann und der frühere Vize-Weltmeister Zamanduridis die Positionen getauscht. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wie sich diese Maßnahme in der Praxis auswirken wird.

Die zurückliegenden Weltmeisterschaften im September in Istanbul verliefen enttäuschend für den DRB – sie waren die vierten Titelkämpfe ohne deutsche Medaille in Folge. Lediglich ein Startplatz für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in London sprang heraus, weitere Plätze erhofft man sich bei den Qualifikationsturnieren im Frühjahr 2012.

Auch in Sachen Sportdirektor kam der DRB nicht weiter. Ein Kandidat, der ins Anforderungsprofil gepasst hätte, sprang ab, unter den weiteren Bewerbern sah die DRB-Spitze keinen, der dafür in Frage gekommen wäre. Der DRB hatte sich Ende Juni von Detlef Schmengler, dem ehemaligen KSV-Ringer und –Bundesliga-Trainer getrennt.



25.11.11

 

EM-Medaillengewinner als 'Sportler des Jahres' gekürt

 

Anlässlich seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende in Dortmund hat der Deutsche Ringer-Bund DRB die „Ringer des Jahres" gekürt. Im Frauenbereich fiel die Wahl dabei auf Yvonne Englich (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.). Yvonne Englich erkämpfte bei den Europameisterschaften 2011 in Dortmund die Bronzemedaille und vertrat die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften, die im September in Istanbul ausgetragen wurden.
Bei den Männern gewann Saba Bolaghi (RWG Mömbris-Königshofen), der wie Yvonne Englich EM-Bronze in Dortmund geholt hatte. Im Nachwuchsbereich wurden mit dem Kadettenweltmeister Denis Kudla und Kadetteneuropameisterin Eva Sauer zwei Athleten vom VfK Schifferstadt als 'Nachwuchs-Sportler und Sportlerin des Jahres' geehrt.

Zu den Athletinnen und Athleten:

Yvonne Englich, 31-jährige Mutter zweier Kinder, folgte ihrem Mann Mirko, der 2007 von Witten an das Leistungszentrum nach Frankfurt(O.) wechselte und bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Silber gewann, zusammen mit den beiden Kindern Noah und Lotta an die Oder. Dieser Erfolg des Ehemannes in Peking motivierte die einstige Ringerin, die ihre Ringerschuhe eigentlich schon an den berühmten Nagel gehangen hatte, diese für ein 'Comeback' neu zu schnüren; „... wir wollen beide 2012 in London auf olympischen Matten stehen", so das Ziel des Ringer-Ehepaares.

Saba Bolaghi (RWG Mömbris-Königshofen) gilt als großes Ringertalent. Bundestrainer Alexander Leipold hofft auf einen baldigen Durchbruch des 22-jährigen, der mit EM-Bronze in Dortmund sein Können andeutete. Bei den Weltmeisterschaften in Istanbul verfehlte Bolaghi den Sprung ins kleine Finale um Bronze, das eine direkte Olympiaqualifikation bedeutet hätte. Nach der WM verletzte sich Bolaghi bei einem Bundesligakampf und wurde am Meniskus operiert. Doch spätestens zu den Qualifikationswettkämpfen für die Olympischen Spiele im April / Mai des kommenden Jahres, will der RWG-Ringer wieder dabei sein.

Es war das Jahr des Denis Kudla (VfK Schifferstadt), der Nachwuchsringer wurde bei den A-Jugendlichen Deutscher Meister, bei den Junioren Vizemeister und selbst bei den Männern stand der junge Schifferstädter auf dem Siegerpodium, errang „Silber". Auch auf internationalen Matten klappte alles, der Bronzemedaille bei den Europameisterschaften der Kadetten ließ Kudla nur 14 Tage später den Weltmeistertitel in dieser Altersklasse folgen.
Eva Sauer schaffte es, ihren Europameistertitel aus dem Vorjahr bei den Kadetten zu verteidigen. Die 16-jährige Schülerin stand damit auch 2011 in Warschau auf dem obersten Treppchen. Seit dem neuen Schuljahr trainiert Eva Sauer am Olympiastützpunkt in Freiburg, wo sie neben dem Abitur auch weiteres internationales Edelmetall ins Visier nehmen will.



24.11.11

 

KSV-Ringerinnen Viviane Herda und Lina Dussin nehmen an den DMM der Frauen in Unna-Bönen teil

 

Acht Landesverbände entsenden am Samstag, den 26. November ihre Frauen-Mannschaften nach Unna-Bönen. Es sind Bayern Nordbaden, Brandenburg, Thüringen, Saarland, Südbaden, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Gastgeber NRW ist zugleich Titelverteidiger. Die populärste Ringerin in der NRW-Mannschaft ist Aline Focken vom KSV Germ. Krefeld. Sie ist 20 Jahre alt, die aktuelle WM-Zweite bei den Juniorinnen, Europameisterin 2010 und vierfache Deutsche Meisterin. Der Samstag beginnt mit der Eröffnung um 9.30 Uhr. Gerungen wird in zwei Gruppen mit je acht Mannschaften, die in neun Gewichtsklassen um die Platzierungen kämpfen. Das Finale (16 Uhr) tragen schließlich die Gruppenersten aus.

Für die TuS Bönen ist es die erste Deutsche Meisterschaft der Frauen.

 

NRW-Kader: Lina Dussin (40 kg), Daniela Kalek (44 kg), Joanna Kyriakou (48 kg), Nina Hemmer, Jasmin Sefidroudi (beide (51 kg), Laura Mertens, Franziska Ballas, Viviane Herda (alle 55 kg), Ramona und Natscha Ballas (beide 59 kg), Kimberly Grieß (63 kg), Elena Balzer, Denise Schultheiß, Aline Focken (alle 67 kg).

 

Erst seit den Spielen 2004 in Athen ist das Ringen der Frauen ein olympischer Wettkampf. Richtig populär ist der Kraftsport unter Mädchen bisher nicht. Ringen ist Randsportart, wenn auch für Akteure und Publikum mitreißend. Ein Ligabetrieb mit Vereinsmannschaften wie bei den Männern existiert nicht. Die Frauen und weiblichen Jugendlichen vergleichen ihre Stärke auf Turnieren bis hin zur Weltmeisterschaft, an diesem Samstag auf den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der Bönener Goethehalle.



24.11.11

 

Viviane Herda vom KSV Witten 07 erkämpfte in Oslo beim Kolbotn-Cup Bronze

 

Am vergangenen Wochenende startete Viviane Herda mit weiteren 5 Ringerinnen aus NRW beim internationalen Kolbotn-Cup 2011 in Oslo und belegte einen guten 3. Rang in der 57 kg-Klasse.

Insgesamt 7 Teilnehmer waren in der Gewichtsklasse von Viviane vertreten. Die erste Runde begann mit einem Freilos. In Runde zwei traf sie auf die Norwegerin Vilde Larsen, die sie nach einer 3:0 Punkteführung in der 1. Runde schulterte. Silina Müller vom VfK Mühlenbach (GER) war Vivianes zweite Gegnerin. Die erste Runde verlor die Wittenerin mit 1:0 nach Punkten. Die zweite Runde gewann Sie mit 5:0 nach Punkten. In der dritten und entscheidenden Runde konnte Selina Müller nach einer 5:0 Punkteführung Viviane Herda kurz vor Beendigung der Runde schultern.
Im kleinen Finale um Platz 3 und 4 errang die KSV-Athletin noch einen Schultersieg gegen Nicole Schultz vom AC Ueckerath (GER) nach einer 5:0 Führung in der ersten Kampfrunde.

Gold gewann in der 44kg Klasse Daniela Kalek (AC Ückerath) und Anna Holtz 67kg (KSK Neuss). Kimberley Grieß 63kg (AC Ückerath) und Lina Huisinga 45kg (Köln- Mülheim) wurden Zweite. Nicole Schulz 57kg (AC Ückerath) Vierte. Als Trainer und Betreuer wurden die sechs Amazonen vom Landestrainer der Frauen, Heinz Schmitz, begleitet.

Insgesamt kämpften ca. 400 jugendliche Athleten und Athletinnen auf sechs Ringermatten beim Kobotn-Cup in Oslo um die Medaillen.



Viviane Herda

23.11.11

KSV Witten empfängt TSV Gailbach

Nach Hinkampf-Niederlage: Nächste Revanche ist angesagt

(Sa., 26.11., 19.30 Uhr Husemannhalle)



TSV Gailbach

Zugänge: Svetoslav Neychev, Sascha Büchner (beide Hof), Hamid Mohammadi (RSC Laudenbach)

Abgänge: Felix Radinger (TKSV Bonn), Ahmed Mehmedov (TSV Burgebrach).

Kader: 55 kg: Tom Wünsch (18/FR/GR). 60 kg: Svetoslav Neychev (25/GR/FR), 66 kg: Sascha Büchner (24/FR), Hamid Mohammadi (28/FR), Ilhan Myumyunov (22/GR), Paul Illgen (18/ GR). 74 kg: Sebastian Höglmeier (24/GR), Florian Priebe (23/ GR), Marcel Fröhlich (18/FR), Tobias Vogt (24/FR). 84 kg: Peter Stadtmüller (22/GR), Alexander Resch (19/GR), Vlad-Bogdan Boeriu (26/FR). 96/120 kg: Damian Patalong (32/FR), Sebastian Rüppel (27/GR).

Trainer: Thomas Köth, Bernd Fröhlich, Saisonziel: Mittelplatz.,



In der Hinrunde kam der KSV beim heutigen Tabellen-Siebten der 2. Bundesliga Mitte, TSV Gailbach, ziemlich unter die Räder: 12:22 aus Sicht der Wittener hieß es in Aschaffenburg, wo der TSV seine Kämpfe austrägt, am Ende – damit fast die höchste Niederlage der gesamten Runde für die Kämpfer des Trainer-Duos Weniger / Sari.

Der KSV Witten konnte in der Rückrunde nun schon zweimal Revanche nehmen für Hinrunden-Niederlagen: sowohl gegen Walheim als auch Burgebrach gingen die Punkte nach Witten, in der Hinrunde gab's noch Niederlagen gegen die gleichen Gegner. Zudem ist der KSV nun seit drei Kämpfen unbesiegt, vorher konnte nur Tabellenführer Mömbris-Königshofen Punkte in Witten erkämpfen. Das war dann auch die einzige Niederlage der Rückrunde.

Der TSV Gailbach hat mit jetzt 13:15 Zählern ein fast ausgeglichenes Punktverhältnis, haderte zuletzt aber zweimal mit dem Schicksal: die Kämpfe gegen Seeheim und Niedernberg gingen mit jeweils 19:20 verloren – wären diese Begegnungen gewonnen worden, sähe das Punktverhältnis deutlich positiver aus.

Im Vorjahr spielten die Mainfranken keine große Rolle in der Liga und konnten dem Abstieg gerade so entrinnen. Das sieht in der laufenden Saison anders aus. Das liegt wohl auch daran, dass u.a. mit Svetoslav Neychev und Sascha Büchner zwei Erstliga-Akteure vom Bundesliga-Aussteiger ASV Hof an den Main wechselten. So kann der TSV einen ausgeglichenen Kader ohne wirkliche Schwachstellen aufbieten. Schon jetzt darf man für Samstag erstklassige Paarungen auf der Matte der Husemannhalle erwarten: etwa die Begegnungen von Akaki Kuntchulia gegen Neychev, Alex Storck (oder evt. Jens Steffen in 74 kg) gegen Büchner oder auch Ibro Cakovic gegen den starken Ilhan Myumyunov - nur einige der Partien, die wieder brisanten und emotionsgeladenen Ringkampf versprechen.

Die Liga ist – mit Ausnahme des ASV Schaafheim – sehr ausgeglichen, fast jede Mannschaft kann jede besiegen. Das ist durchaus reizvoll, heißt aber auch, dass sich die Teams in jedem Kampf wieder neu beweisen müssen. Der KSV verwöhnte die Zuschauer zuletzt durch gute und spannende Kämpfe – dies dürfte auf jeden Fall auch am Samstag wieder so sein.

Kampfrichter ist Utz Aißlinger aus Aalen / Württemberg, der stellvertretende Kampfrichterreferent des Deutschen Ringer-Bundes.

 

 

KSV-Reserve ab 17 Uhr gegen den SV Sende


Den Vorkampf bestreitet Bezirksliga-Tabellenführer KSV 2 gegen den SV Sende. Die Ostwestfalen belegen den vorletzten Tabellenrang – schon allein aus dieser Konstellation muss man die Hausherren favorisieren. Daneben werden die Ringer um das Betreuer-Trio Blum / Lutter / Appel auch mit der nötigen Anspannung in die Partie gehen, so dass auch hier schöne Kämpfe zu erwarten sind.



22.11.11

 

Brandenburg sucht Sportler des Jahres

Ehemalige Wittenerin Yvonne Englich wurde nominiert  stimmen Sie für Yvonne!

 

Yvonne und Mirko Englich, frühere Ringer aus der Ruhrstadt, leben seit einigen Jahren sport- und berufsbedingt in Brandenburg, genauer in Frankfurt/Oder. Beide gehören zur Sportprominenz des östlichen Bundeslandes jetzt wurde Yvonne Englich für die Wahl zur Sportlerin des Jahres in Brandenburg nominiert. Auch Wittener können sich beteiligen  wer Lust hat, hier der Weg, um für Yvonne zu votieren:

 

 

Teilnahme

In der Märkischen Allgemeinen Zeitung MAZ finden Sie einen Kartenvordruck für Ihre Sportlerwahl: Einfach ausschneiden, in jeder Kategorie einen Favoriten ankreuzen, den Vordruck aufkleben und abschicken. Einsendeschluss ist der 4. Dezember 2011 (Poststempel). Es werden nur diese vollständig ausgefüllten Originalkarten gewertet. Kopien wandern in den Papierkorb.

Internet-Fans können ihren Tipp (keine Sammellisten) auch per Mail mit vollständigem Absender an die folgende Adresse senden:

sportlerumfrage@mazonline.de

Brandenburger Medien ermitteln zum 20. Mal die Sportler des Jahres

Zum Jubiläum stellen die Brandenburg Medien für 2011 in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund 14 Kandidaten in drei Kategorien zur Wahl.

 http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/bilder/612738/80/150/96/c010f2fa/engl 

 

FRAUEN

 

Yvonne Englich: Die 1,75 Meter große Ringerin aus Frankfurt (Oder) hat einen großen Traum. Bei den Sommerspielen im kommenden Jahr in London möchte die 31-Jährige gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Olympiazweiten Mirko Englich, um Medaillen kämpfen. Dass das kein illusorisches Vorhaben ist, hat die zweifache Mutter mit ihrem dritten Platz Ende März bei der EM in Dortmund unter Beweis gestellt.

 Weiter: Stephanie Schiller, Potsdamer Ruderin; Franziska Weber, Mannschafts-Paddlerin vom KC Potsdam;.

 

MÄNNER

 

Philipp Boy, Cottbuser Turner; Hans Gruhne, Potsdamer Ruderer; Maximilian Levy, Bahnradsportler vom RSC Cottbus; Ronald Rauhe, Ausnahmepaddler aus Potsdam; Thomas Schneider, Schlussläufer in der deutschen 4 x 400-m-Staffel vom SC Potsdam.

 

MANNSCHAFTEN

 

Bobteam SC Potsdam; Dynamo Brandenburg, Judo-Frauen; FC Energie Cottbus, Fußballer; SC Cottbus, Turner; 1. FFC Turbine Potsdam, Fußballerinnen.

 

 

Teilnahme

In der MAZ finden Sie einen Kartenvordruck für Ihre Sportlerwahl: Einfach ausschneiden, in jeder Kategorie einen Favoriten ankreuzen, den Vordruck aufkleben und abschicken. Einsendeschluss ist der 4. Dezember 2011 (Poststempel). Es werden nur diese vollständig ausgefüllten Originalkarten gewertet. Kopien wandern in den Papierkorb.

 

Internet-Fans können ihren Tipp (keine Sammellisten) auch per Mail mit vollständigem Absender an die folgende Adresse senden:

sportlerumfrage@mazonline.de





20.11.11

 

KSV revanchiert sich auch gegen Burgebrach – Mit dem 18:15-Erfolg steht man weiter unter den Top 3 der 2.Bundesliga Mitte – Reserve verteidigt Tabellenplatz Eins in Altenessen souverän

 

Mit einem 18:15-Auswärtserfolg revanchierte sich der KSV für die knappe und unglückliche Hinkampf-Niederlage gegen den TSV Burgebrach. Auf der wohl kleinsten Ringermatte Deutschlands fanden sich die Schützlinge von Frank Weniger und Selim Sari recht schnell zurecht.

 

Die Gewichtsklasse "Sorgenkind" bis 55 kg besetzte Yves-Heiko Gies. Zwar trat er gegen Burgebrachs Dragos Cimpanu übergewichtig an, konnte aber einen guten Einlagekampf liefern und die drohende Schulterniederlage verhindern. Mirko Klein fand gegen den fast 20 kg leichteren und damit auch beweglicheren Ahmed Mehmedov keinen richtigen Zugang zum Kampf und unterlag im ungeliebten freien Stil in drei Runden. Das erste Erfolgserlebnis setzte dann Akaki Kuntchulia gegen den Ex-KSV-Bundesligaringer Stoyko Rusev. Diesem ließ er keine Chance und setzte sich in drei ungefährdeten Runden nach Punkten durch.

 

Gegen Dragutin Dukic war Daniel Stein zwar der aktivere Ringer, gab aber in zwei Runden jeweils unglückliche Wertungen ab und fand in der Verbleibenden Bodenrunde kein Mittel, um gegen seinen Gegner zu punkten. Im letzten Kampf vor der Pause ließ sich Ibro Cakovic zunächst die neue Stilart "Hektisch" von seinem Widersacher Philipp Glücker aufzwängen. In vier Runden gelang es ihm aber, diesen Kampfstil wieder in griechisch-römisch umzuwandeln und mit 3:1 am Ende für sich zu entscheiden. Zur Pause stand also der fast schon obligatorische Rückstand (11:6) auf der Anzeigetafel.

 

Zu Beginn in Runde Zwei brauchte sich Mesut Kayar nicht groß anstrengen - er blieb ohne Gegner, ehe Alexander Storck Pascal Marechal in drei runden deutlich auspunktete. Erstmals die Führung für die Ruhrstädter an diesem Abend. Piotr Pankow sorgte mit einem beherzten Kampf dafür dass sich noch ein weiterer Punkt dazugesellte. In vier runden war er zwar siegreich, wenn auch ohne technische Wertung.

 

Im vorletzten Kampf wollte sich nun der Ex-Annener Dragan Markovic gegen Rabbia Khalil für die knappe Niederlage im Hinkampf revanchieren. In einem hitzig geführten Duell gelang ihm dies auch am Ende mit 3:1. Somit lag die Last des letzten Kampfes und somit der Verbuchung des Gesamtsieges wieder auf den Schultern von Jens Steffen. Gegen Christian Merkel ging er keine größeren Risiken ein und siegte nach abgegebener erster Runde noch deutlich souverän mit 3:1. Der sonst so stimmgewaltige Anhang der Gastgeber war von jetzt auf gleich mucksmäuschenstill. Ein weiterer Baustein in dieser bislang grandiosen Saison des Zweitliganeulings, der somit hinter der Reserve von Mömbris und Aachen-Walheim weiter auf dem dritten Tabellenplatz rangiert.

 

Am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Husemannhalle) wartet dann mit dem TSV Gailbach der nächste Revanche-Kandidat in der Husemannhalle.

 

Reserve nimmt auch die Hürde Altenessen problemlos

 

Die zweite Garnitur des KSV setzte sich in Altenessen bei der dort heimischen Germania mit 39:17 ähnlich deutlich wie schon im Hinkampf durch. In der untersten Gewichtsklasse konnte Denis Rerich nach seinem Bundesligadebüt vergangene Woche jetzt einen Schultersieg feiern, Diyar-Murat Dündar unterlag auf Schultern. Benedetto Zito und Phillip Paßlack landeten in der 60 kg-Kategorie jeweils Schultersiege. Ohne Gegner und somit kampflos zu je acht mannschaftspunkten kamen diesmal Sven Lutter und Ufuk Canli. Abdullah Demirel und auch Martin Tasev mussten sich dem starken Gastgeber Kevin Lantermann bis 74 kg jeweils technisch unterlegen geschlagen geben. Tom Jacobs landete bis 96 kg ebenfalls einen technisch überlegenen Punkterfolg und auch Markus Blum konnte in seinen beiden Kämpfen insgesamt 7:1 Mannschaftspunkte einfahren.

 

Der große Konkurrent aus Gütersloh hielt sich beim 38:18-Erfolg in Sende ebenfalls schadlos. Beide Teams bleiben somit punktgleich auf den ersten beiden Tabellenplätzen.

17.11.11

 

KSV Witten reist nach Bayern: gegen TSV Windeck Burgebrach ist eine Rechnung offen - 17:18-Niederlage aus dem Hinkampf schmerzt - KSV 2 tritt bei Germania Altenessen an

Eigentlich hatte der KSV in der Hinrunde einen richtig guten Lauf: in den ersten drei Kämpfen gab’s drei Siege, danach nur die (eingeplante) Niederlage beim TV Walheim und dann kam der TSV Burgebrach in die Husemannhalle. Gegen das weitgehend „unbeschriebene Ringer-Blatt“ aus dem Landkreis Bamberg sollte eigentlich Sieg Nr. vier her, doch daraus wurde nichts. Die Männer um den ehemaligen KSV-Ringer Stoyko Rusev und den Ex-Annener Dragan Markovic konnten bei jeweils fünf Siegen das bessere Ende für sich verbuchen und mit einem knappen Sieg mit 18:17 die Heimreise antreten.

 

In der Saison 2008 stieg die Mannschaft aus dem nördlichen Bayern in die 2. Bundesliga auf und startete zwei Jahre lang in der Nordgruppe, ehe sie im Vorjahr der Gruppe Mitte zugeordnet wurde und dort am Ende den siebten Tabellenplatz belegte. In dieser Saison lief es insgesamt noch nicht so gut für den TSV, derzeit belegt nur er den vorletzten Rang in der Tabelle. In der Rückrunde konnten die Männer um Trainer Alexander Winkler nur einen Erfolg gegen den Abstiegs-Aspiranten ASV Schaafheim erzielen, dagegen stehen drei Niederlagen – zuletzt mit 14:24 beim KSC Niedernberg. Das bedeutet nun aber keinesfalls, dass der KSV – als überraschender Tabellen-Dritter – an diesem Samstag als großer Favorit ins Rennen geht. Zu ausgeglichen hat sich die Liga gezeigt, zu viele Überraschungen gab’s.

 

Denn zu Hause ist mit den Ringern aus Burgebrach immer zu rechnen, können sie doch mit einer durchweg ordentlich besetzten Mannschaft und einigen Top-Ringern der 2. Liga aufwarten. Da ist der Ex-Wittener Erstliga-Ringer Stoyko Rusev, in der 55 kg-Klasse fast eine Bank für Burgebrach, der zuletzt bis 60 kg auf die Matte ging. Ob er hier gegen Akaki Kuntchulia bestehen kann, muss sich zeigen. Aus seiner Annener Zeit ist Dragan Markovic, international für Bosnien-Herzegowina im Einsatz, noch gut bekannt und rettete im Hinkampf mit dem knappen 0:1 gegen Rabbia Khalil den Sieg für sein Team. Schwergewichtler Jens Brosowski errang 2009 die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft, in der Hin-Begegnung zeigte er sich gegen Mirko Klein überraschend beweglich und siegte. Und mit Dragutin Dukic kam ein starker Ringer aus Serbien nach Burgebrach, der sich gegen Kevin van Rienen durchsetzte. Das alles deutet auf einen weiteren engen und spannungsgeladenen Kampf hin. Doch die KSV-Ringer haben einen guten Lauf, sie reisen nach zuletzt drei Siegen in vier Kämpfen der Rückrunde mit dem nötigen Selbstbewusstsein nach Bayern. Sicher wollen sie den Patzer aus dem Hinkampf wettmachen – ob das die Hausherren so zulassen, wird man sehen.

 

Kampfleiter ist Ralf Schneider aus Lauffen in Württemberg. Der KSV setzt einen Bus ein, der um 12 Uhr ab Trainingszentrum Ostermann-Halle abfährt. Informationen bei KSV-Vize Thomas Altstadt (mail: thomas.altstadt@ksv-witten.de).

KSV Witten 2 stellt sich bei Germania Altenessen vor

 

Tabellenführer KSV Witten reist mit seiner 2. Mannschaft am Samstag nach Essen-Altenessen, wo in der Sporthalle Grünstraße die Begegnung gegen die „Germania“ auf dem Programm steht. Die Gastgeber belegen mit vier Pluspunkten nur den vorletzten Rang in der Bezirksliga-Tabelle, so dass die Ausgangsposition klar ist. Alles andere als ein Sieg bei dem Essener Traditionsverein kommt eigentlich nicht in Frage – die Wittener steuern weiter auf die wohl entscheidende Begegnung gegen den KSV Gütersloh zu. Die KSV-Ringer um die Mannschaftsführer Matthias Blum, Wilfried Lutter und Dietmar Appel werden sicher wieder komplett antreten können, was gegen die meisten Gegner bereits ein Vorteil ist. Dazu sind die Lutter, Canli, Jacobs, Blum & Co. auch ringerisch für die Bezirksliga sehr stark – Sieg Nr. 12 im 13. Kampf dürfte am Samstag fällig sein.

16.11.11

 

Ringer-Oberliga NRW: AC Köln-Mülheim strebt Aufstieg in die 2. Bundesliga an - Team besuchte am Samstag Kampf des KSV gegen Walheim

 

Am vergangenen Samstag wurden sie in der Husemannhalle vorgestellt, als der KSV im NRW-Duell auf den TV Aachen-Walheim traf: Ringer, Trainer und Vorstandsmitglieder des Kölner Vereins AC Mülheim 1892, im letzten Jahr noch Gegner des KSV Witten in der NRW-Oberliga.

 

In diesem Jahr nun führen die Kölner souverän die Tabelle in der höchsten Landesklasse an, in elf Kämpfen gingen sie elfmal als Sieger von der Matte. Lediglich Aufsteiger RC Merken scheint noch eine realistische Chance zu haben, den AC von der Spitze zu verdrängen. Im Hinkampf siegte Mülheim, der Rückkampf wird am letzten Kampftag (17.12.) ausgetragen.

 

Auch der TV Dellwig hält noch gut mit, eher enttäuschend dagegen das bisherige Abschneiden den KSV Hohenlimburg, im letzten Jahr noch harter KSV-Konkurrent in der Oberliga. Die Lennestädter weisen ein ausgeglichenes Punktverhältnis auf und können damit sicher nicht den eigenen Ansprüchen gerecht werden. Auch Zweitliga-Absteiger KSV Germania Krefeld musste – trotz der Abgänge von Ibro Cakovic und Alex Storck zum KSV Witten – sicher mehr zugetraut werden als der derzeitige Rang sechs. Dass es Herdecke in diesem Jahr – nach den Abgängen einiger Leistungsträger – sehr schwer haben würde, war vor der Saison abzusehen.

 

Am Tabellenende die Zweitvertretung des Erstligisten KSK Neuss, in früheren Jahren eigentlich immer in der Lage, auch den „Großen“ der Liga ein Bein zu stellen. Noch keinen Punkt konnten die Neusser gewinnen – eine Folge auch der Situation der Erstvertretung der Rheinländer, die in Liga eins ebenfalls im Tabellenkeller stehen.

 

Hier die aktuelle Oberliga-Tabelle (Stand: 14.11.2011)

  Mannschaft K S U N Punkte
AC Mülheim am Rhein 11 11 0 0 277 : 126 22 : 0
2 RC Merken 11 9 1 1 268 : 158 19 : 3
3 TV Essen-Dellwig 11 8 0 3 256 : 170 16 : 6
4 TKSV 1906 Duisdorf II 11 5 2 4 233 : 180 12 : 10
5 KSV Hohenlimburg 12 6 0 6 255 : 209 12 : 12
6 KSV Germania Krefeld 12 4 1 7 214 : 246 9 : 15
7 KSV Simson Landgraaf 12 4 0 8 155 : 294 8 : 16
8 TSG Herdecke 12 3 0 9 192 : 266 6 : 18
9 KSK Konkordia Neuss II 12 0 0 12 122 : 323 0 : 24

16.11.11

 

Viviane Herda startet beim Internationalen “Kolbotn-Cup” in Norwegen - Größtes U-23-Turnier des Landes

 

Mit einer Auswahl des Ringerverbandes NRW – insgesamt acht junge Damen – reist die KSV-Ringerin Viviane Herda am kommenden Wochenende nach Norwegen. Sie startet dort beim „Kolbotn-Cup“, dem größten Turnier für männliche und weibliche Nachwuchs-Athleten unter 23 Jahren. 14 Nationen waren zuletzt am Start: Norwegen, Schweden, Frankreich, Ungarn, Polen, Groß Britannien, Dänemark, Litauen, Lettland, Weißrussland, Tschechien, die USA und Deutschland. Und auch in diesem Jahr wird eine ähnlich internationale Beteiligung angekündigt. Das Turnier findet bereits seit 41 Jahren in der Nähe von Oslo statt.

Am Freitag startet die NRW-Vertretung unter Leitung von Heinz Schmitz (Ückerath) vom Flughafen Düsseldorf, am Freitagabend wird in Kolbotn bereits gewogen. Die Wettkämpfe der männlichen Akteure (im griechisch-römischen Stil) und der Mädchen (Freistil) starten am Samstag, ehe Sonntagmorgen die Finals auf dem Programm stehen. Viviane Herda hofft natürlich, dort noch vertreten zu sein – schwer wird es gegen diese internationale Konkurrenz allemal. Ein kleiner Anreiz für die Ringerinnen und Ringer: die Sieger erhalten ein Preisgeld von 200 Euro, Platz zwei wird noch mit 100 Euro prämiert.

15.11.11

 

Der KSV gratuliert Heinz Schade zum 70.Geburtstag

 

Der KSV-Oldie Heinz Schade (re.) beim Drachenbootcup

Am heutigen Tage wird unser langjähriges Mitglied Heinz Schade 70 Jahre alt. Nicht nur als Betreuer der KSV-Teams in früheren Tagen hat er sich beim KSV einen Namen gemacht. Auch heute noch nimmt der KSV gerne seine Hilfe in Anspruch. So ist z.B. die Verpflegung unserer Drachenboot-Athleten ohne ihn und seine Frau Doris unvorstellbar geworden. Ebenso ist er einer der fleißigsten Helfer, was den Hallenaufbau anbelangt. Und dabei hält er sich auch noch immer beim KSV fit - Sauna und Lehrschwimmbecken (bei der KSV-Aqua-fitness) werden gerne von ihm besucht.

 

Die KSV-Familie gratuliert Dir, lieber Heinz, zu deinem Ehrentag, wünscht dir besonders viel Gesundheit und Erfolg auf allen Wegen in deiner noch hoffentlich weitreichenden Zukunft.

15.11.11

 

Blick über den Tellerrand - Wie geht es beim NRW-Nachbarn aus Neuss weiter?

 

Folgender Artikel war vor wenigen Tagen in der Neuss-Grevenbroicher Zeitung (www.ngz-online.de) zu lesen:

 

Kahlenberg kündigt Abschied an

von Dirk Steinle - zuletzt aktualisiert: 09.11.2011 Ringen (NGZ).

 

Auf der Jahreshauptversammlung des Kraft-Sport-Klubs (KSK) Konkordia Neuss machte der Vorsitzende seinen Entschluss öffentlich Gibt Ende 2012 den KSK-Vorsitz ab

Vors. Hermann J. Kahlenberg Foto: Woi

Sportlich läuft es beim KSK Konkordia Neuss in dieser Saison alles andere als rund – sowohl die Bundesliga- als auch die Oberliga-Truppe belegt den letzten Tabellenplatz. Noch härter als ein Abstieg könnte den 1924 gegründeten Klub allerdings ein Rückzug treffen. Auf der Jahreshauptversammlung kündigte Vorsitzender Hermann J. Kahlenberg seinen Abschied an: "Ende 2012 werde ich hundertprozentig nicht mehr kandidieren, dann stehe ich nur noch als beratendes Mitglied zur Verfügung."

 

Nach mehr als 38 Jahren an der Spitze treibt den 66-Jährigen nicht nur seine schwer angegriffene Gesundheit aus dem Amt, sondern vor allem die mangelnde Unterstützung im Klub. "Es ärgert mich einfach, wenn von Leuten, die selber ganz erheblich von der im Verein geleisteten Arbeit profitiert haben, nichts zurückkommt. Für Sätze wie, 'keine Zeit' oder 'was kriege ich dafür', fehlt mir das Verständnis." Dazu passte, dass die Versammlung am Montag gerade mal 18 der gut 500 Mitglieder ins Vereinsheim des Neusser SV über dem Trainingszentrum der Ringer gezogen hatte.

 

Da Kahlenberg beim KSK Konkordia seit vielen Jahren eine "Ein-Mann-Show" gibt, ist es um seine Nachfolge ziemlich düster bestellt. Horst Faller (65), hochdekorierter Kampfrichter und seit dieser Woche Ehrenmitglied des KSK, sprach Klartext: "Da ich niemanden sehe, der diesen Apparat am Laufen halten könnte, sehe ich für die Bundesliga keine Zukunft mehr. Um dem Verein drastische Strafen zu ersparen, bitte ich unseren Vorsitzenden, dafür zu sorgen, dass wir Ende nächsten Jahres nicht mehr in der Bundesliga ringen."

 

Ein freiwilliger Rückzug kommt für Kahlenberg unter seiner Regie freilich nicht infrage. Und auch den Vorwurf, nicht rechtzeitig einen geeigneten Nachfolger aufgebaut zu haben, lässt der mitunter schon (über-) mächtige Boss nur bedingt gelten. So habe er in dieser Saison, merkt er an, beispielsweise die Verantwortung für die Zusammenstellung der Mannschaft an die Trainer Ayhan Aytemiz und Max Schwindt übergeben – mit bekannt dürftigem Ergebnis.

 

Glück für die Neusser, dass die 1. Liga aktuell nur mit je neun statt zehn Vereinen ringt. Somit gibt es keinen direkten Absteiger. Und weil höchst fraglich ist, ob in Liga zwei genug Vereine gefunden werden, die das Wagnis Aufstieg eingehen wollen oder dürfen (in der Gruppe Mitte steht im Moment die Zweitvertretung der RWG Mömbris-Königshofen auf Platz eins), könnten auch die vorgesehenen Entscheidungskämpfe der beiden Erstliga-Neunten entfallen. In diesem Fall bliebe der KSK auch als Tabellenletzter drin.

 

Bis dahin hat der Traditionsklub allerdings noch wichtige Hausaufgaben zu erledigen. Die wichtigste: endlich die Kasse zu prüfen. Weil das bislang nicht geschehen ist, war es für die Mitglieder am Montag unmöglich, den Vorstand zu entlasten. "Aber finanziell ist alles in Ordnung", versichert Kahlenberg.



13.11.11

 

„Wahnsinns-Ringkämpfe“ in der Husemannhalle: 20:17 für den KSV - Witten besiegt in einer Mattenschlacht den Tabellen-Zweiten aus Aachen - Viele Glanzlichter, doch: „Die Mannschaft ist der Star“

 

Der Kampf am Samstagabend in der Husemannhalle hielt mehr, als er ohnehin vorher schon versprach: die Top-Begegnung der 2. Ringer-Bundesliga zwischen dem Tabellen-Dritten KSV Witten und dem Zweitplatzierten TV Aachen-Walheim bot Ringkampf pur. Das NRW-Duell stand auf höchstem Niveau, mit dem besseren Ende für die Hausherren. Die konnten ihren etlichen glanzvollen Kämpfen in dieser ersten Zweitliga-Saison einen absoluten Höhepunkt hinzufügen.

 

Viele Mattenschlachten des KSV hat die alt-ehrwürdige Husemannhalle schon erlebt – die von Samstag muss ganz vorn in dieser Hitliste eingereiht werden. Mehr als 500 Besucher waren am Ende begeistert, feierten ihre Mattenhelden mit „standing ovation“ und waren selbst ziemlich erschöpft. Denn was das Team von Frank Weniger und Selim Sari in den zehn Begegnungen ablieferten, war allererste Sahne. Wieder mit 0:7 gestartet, zur Pause noch 7:11 im Rückstand, dann über 13:13 zur erstmaligen Führung des KSV Witten bis hin zum entscheidenden Kampf beim Gleichstand von 17:17 und dem abschließenden Schultersieg – Dramatik pur und eine Explosion der Gefühle nach dem letzten Kampf bei Ringern, Trainern und Betreuern und den Zuschauern gleichermaßen. Hauptdarsteller: die Ringer des KSV Witten 07, die Mannschaft, die mit einer geschlossenen Leistung demonstrierten, dass sie in der 2. Bundesliga mehr als nur angekommen ist.

 

In der 55 kg-Klasse wurde erstmals Denis Rerich aufgeboten: der 15 jährige Schüler, bisher in der Zweiten des KSV eingesetzt, trat mit dem vorgeschriebenen Wettkampfgewicht an, hatte gegen den starken Bulgaren Stoyan Spasov jedoch keine Chance und unterlag in Runde zwei auf Schultern (0:4). Bis 120 kg hatte Mirko Klein gegen den bulligen Kasim Aras, einen der „Kronprinzen“ des Deutschen Ringer-Bundes in den schweren Kategorien, eine undankbare Aufgabe. Er verkaufte sich teuer und unterlag jeweils knapp beim 0:1, 0:2 und 1:1 über drei Runden( 0:7).

 

Akaki Kuntchulia (60 kg) war es vorbehalten, die ersten Zähler für sein Team zu sichern. Es war ein harter Kampf, dennoch kam der kleine Georgier zu einem sicheren 3:0-Erfolg (4:0, 2:0, 2:0) gegen Gevorg Vardanyan (3:7). Gegen den Juniorenmeister und diesjährigen NRW-Meister Martin Otto stand Daniel Stein (96 kg) in Runde zwei kurz vor einem Schultersieg – der Walheimer konnte sich wieder befreien, gab diese Runde mit 0:5 ab und konnte seinerseits drei Abschnitte knapp mit 1:0 für sich entscheiden. Der KSV-Ringer brachte beim 1:3 damit einen wichtigen Punkt für sein Team nach Hause (4:10). Im letzten Kampf vor der Pause ließ Ibro Cakovic (66 kg) die Halle kochen. Gegen den favorisierten Bulgaren Nikolay Georgiev zeigte er sich einmal mehr als „Kampfschwein“, zermürbte den Gegner durch andauerndes Attackieren und kam über 0:1, 2:0, 1:0 und 1:1 zum umjubelten Sieg gegen den Klassik-Spezialisten aus Aachen (7:11).

 

Nach der Pause ging die Aufholjagd des KSV Witten weiter: Mesut Kayar (84 kg) hatte es mit dem DM-Dritten des Jahres 2009, Rouzbeh Khosbin-Nazdik zu tun und zeigte einmal mehr seine ganze Klasse und Routine. 1:0, 3:1 und 1:0 hießen die Rundenergebnisse, und die Hausherren hatten jetzt fast den Ausgleich erreicht: 10:11. Ein weiterer Thriller folgte – Alex Storck (66 kg) traf auf den Deutschen Meister 2009, Yashar Yamali. Beide kennen sich aus vielen Kämpfen – der Wittener war diesmal taktisch hervorragend eingestellt. Die ersten beiden Runden verliefen ohne Wertung – der Beingriff musste jeweils entscheiden. Runde eins ging so an Storck, die zweite an Yamali. Danach sicherte sich der TV-Ringer den dritten Kampfabschnitt, ehe Alex Storck danach zweimal mit 1:0 gewann – kein Kampf für schwache Nerven, der den erstmaligen Gleichstand brachte (13:13)!

 

Kevin van Rienen ist weiter verletzt, Piotr Pankow (84 kg) fehlte zuletzt wegen Herzrhythmus-Beschwerden. Diesmal stand er wieder auf der Matte – und wie: gegen Fabian Ostlender setzte er schon in der ersten Minute einen blitzsauberen Kopfhüftzug an und wurde nach 44 Sekunden Schultersieger – Riesenjubel bei den Wittener Zuschauern und die Führung vor den beiden abschließenden Begegnungen (17:13).

 

Der wurde im vorletzten Kampf des Abends unterbrochen, als Rabbia Khalil (74 kg) kein Mittel gegen den starken Ungarn Laszlo Szucz fand. 1:4 und 0:2 in den ersten Kampfabschnitten passten noch ins Konzept – dass er in Runde drei am Ende unaufmerksam war und gleich sechs Zähler und damit (bei einer Differenz von 11 Punkten) vier Mannschaftspunkte abgab, weniger (17:17).

 

Jetzt war es einmal mehr an Jens Steffen, im abschließenden 74 kg-Kampf die Entscheidung herbeizuführen. Er behielt die Nerven: im Hinkampf noch umstritten 2:3 gegen den Bulgaren Dimitar Georgiev verloren, drehte er diesmal den Spieß um. 2:1 gewann der Gästeringer noch in Runde eins, dann kam Steffen wieder zu seiner Spezial-Technik, der Kopfklammer – und beim Punktstand von 2:2 „pinnte“ er Georgiev auf beide Schultern (21:17). Jetzt gab es kein Halten mehr auf der Matte und auf den Rängen – Begeisterung, Jubel, Freude, lauter Beifall erfüllten die Husemannhalle, Steffen wurde von seinen Kameraden fast erdrückt.

 

Das war wieder „Spaß-Ringen“, wie es die Zuschauer sehen wollen – „viel besser geht’s nicht“, war nach Kampfende vielfach zu hören! Eine Werbung für diesen Sport, der in Witten so viel Tradition hat. Eine Werbung für den KSV, der mit dieser Mannschaft mit regionalem Profil zuletzt viele Sympathien gewonnen hat.

 

Mattenleiter Georg Goczol aus Eppelborn im Saarland passte sich dem erstklassigen Niveau der Ringer an und brachte die brisante Partie ruhig und souverän über die Runden.

 

Nun steht am kommenden Wochenende der Auswärtskampf in Burgebrach auf dem Programm – den Hinkampf verloren die Wittener auf eigener Matte. Der KSV-Bus fährt um 12 Uhr ab Trainingszentrum „Ostermannhalle“, Anmeldungen nimmt Thomas Altstadt entgegen („www.ksv-witten.de“). Und in zwei Wochen gegen die „KSV-Festspiele“ in der Husemannhalle weiter, da kommt mit dem TSV Gailbach ein erneut schwerer Gegner nach Witten.

Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung
Gr.-röm. 55 Denis Rerich J Stoyan Spasov EU 0:4 SS 0:7 0:5
Freistil 60 Akaki Kuntchulia N Gevorg Vardanyan N 3:0 PS 4:0 2:0 2:0
Gr.-röm. 66A Ibro Cakovic N6 Nikolay Georgiev EU 3:1 PS 0:1 2:0 1:0 1:1
Freistil 66B Alexander Storck 23 Yashar Jamali 23 3:2 PS 1:0 0:1 0:1 1:0 1:0
Gr.-röm. 74A Rabbia Khalil Laszlo Szucz EU 0:4 TÜ 1:4 0:2 0:6
Freistil 74B Jens Steffen Dimitar Georgiev EU 4:0 SS 1:2 2:2
Gr.-röm. 84A Piotr Pankow Fabian Ostlender 23 4:0 SS 4:0
Freistil 84B Mesut Kayar EU Rouzbeh Khoshbin-Nazdik 23 3:0 PS 1:0 3:1 1:0
Gr.-röm. 96 Daniel Stein Martin Otto 23 1:3 PS 0:1 5:0 0:1 0:1
Freistil 120 Mirko Klein Kasim Aras 0:3 PS 0:1 0:2 1:1

13.11.11

 

VfK Lünen-Süd 2 kann die KSV-Reserve nicht aufhalten -

Ungefährdeter 42:11-Erfolg für den Bezirksliga-Spitzenreiter

 

Mit einem am Ende souveränen 42:11 und einigen packenden Aktionen heizten die Bezirksliga-Ringer des KSV am Samstagabend den Zuschauern ein. Im Vorkampf der Zweitliga-Partie sahen die Gäste aus Lünen  dabei zu keiner Zeit als eventueller Sieger aus.

 

Diyar-Murat Dündar und Markus Blum erhielten in beiden Durchgängen die Punkte ohne passenden Gegner geschenkt. Einzig Benedetto Zito (60 kg, 0:3 PN), Frederik Günzel (74 kg, 0:4 SN) und im zweiten Durchgang Phillip Paßlack (60 kg, 0:4 TÜ) gaben dabei Punkte für die Hausherren ab. Ansonsten setzten sich Sven Lutter (66 kg, ein Punktsieg, einmal per technische Überlegenheit), Ufuk Canli (84 kg, PS und SS), Martin Tasev (74 kg, SS), Tom Jacobs (96 kg, SS) und Jörg Lenk (96 kg, SS) relativ zügig gegen die Gäste durch.

 

Die Zweitvertretung des KSV bleibt damit weiter auf Platz Eins, dicht gefolgt vom KSV 02 Gütersloh. Am kommenden Wochenende geht es für das Team KSV 2 dann zum Tabellenvorletzten Germania Altenessen.

55 A Dündar, Diyar-Murat (J) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
60 A Zito, Benedetto (ND) Kalabalik, Bilge (ND) PS 0:3
  Runden: 0:1, 2:3, 1:[1] — Σ:(3:5), Δ:2
66 A Lutter, Sven Obst, Ulrich 4:0
  Runden: 7:0, 6:0, 2:0 — Σ:(15:0), Δ:15
74 A Günzel, Frederik (J) Kalabalik, Selman (ND) SS 0:4
  Runden: 0:6, 1:3, 0:5 — Σ:(1:14), Δ:13
84 A Canli, Ufuk (JND) Dogan, Ali (ND) PS 3:0
  Runden: [1]:1, 4:0, 4:0 — Σ:(9:1), Δ:8
96 A Lenk, Jörg Rolf Tautz, Michael SS 4:0
  Runden: 6:0, 5:0 — Σ:(11:0), Δ:11
120 A Blum, Markus KL 4:0
           
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
55 B Dündar, Diyar-Murat (J) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
60 B Paßlack, Phillip (J) Kalabalik, Bilge (ND) 0:4
  Runden: 0:7, 0:6, 3:6 — Σ:(3:19), Δ:16
66 B Lutter, Sven Aytas, Hakan (JND) PS 3:0
  Runden: 2:0, 2:0, 1:0 — Σ:(5:0), Δ:5
74 B Tasev, Martin (J) Dogan, Ali (ND) SS 4:0
  Runden: 6:0, 7:0 — Σ:(13:0), Δ:13
84 B Canli, Ufuk (JND) El-Zein, Muhamed (JND) SS 4:0
  Runden: 7:0, 7:0 — Σ:(14:0), Δ:14
96 B Jacobs, Tom (J) Tautz, Michael SS 4:0
  Runden: 7:0, 4:0 — Σ:(11:0), Δ:11
120 B Blum, Markus KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0

09.11.11

 

Top-Duell in der 2.Bundesliga Mitte – Dritter (KSV) empfängt Zweiten (Aachen-Walheim) – Gelingt die Revanche für die Hinkampfniederlage? – KSV-Reserve im Vorkampf gegen Lünen-Süd 2 favorisiert

Beim Hinkampf lief es für den KSV in der Kaiserstadt alles andere als rosig. Alexander Storck und Daniel Stein fielen verletzungsbedingt aus und Jens Steffen wurden gegebene Wertungen unerklärlicherweise aberkannt. Am Ende hieß es 25:16 für die Hausherren. Sicherlich ein verdienter, wenn auch am Ende zu hoch ausgefallener Sieg. Dafür wollen sich die KSV-Akteure natürlich jetzt revanchieren. Derzeit rangieret der KSV hinter Spitzenreiter Mömbris (20:4 Pkt.) und Aachen (18:6 Pkt.) mit 14:10 Punkten auf Rang Drei.

 

Der Kader zur Vorwoche wird wohl so gut wie unverändert bleiben. Zu erwarten sind dabei Top-Duelle wie z.B. in der Kategorie bis 60 kg. Dort wird es Wittens einziger ausländischer Starter Akaki Kuntchulia voraussichtlich mit Gevorg Vardanyan zu tun bekommen. In den 66 kg-Klassen stehen bei den Gästen Nikolay Georgiev und Yashar Jamali im Aufgebot. Wer beim KSV dort die Greco- bzw. Freistilklasse besetzt lässt coach Frank Weniger allerdings noch offen. Alexander Storck und Ibro Cakovic haben beide unter Beweis gestellt, dass sie universell einsetzbar sind.

 

Schwere Brocken warten auf die schweren Jungs. So werden es Daniel Stein und Mirko Klein mit den Aachener Punktesammlern Martin Otto und Kasim Aras zu tun bekommen. Die Revanche des Abends wartet dann sicherlich auf Jens Steffen, dem im Hinkampf gegen Dimitar Georgiev bereits angezeigte Wertungen doch nicht gegeben wurden. Ein kleiner Fleck auf der ansonsten blütenweißen Weste des Freistil-Asses beim KSV. Geleitet wird die Partie am Samstag um 19.30 in der Husemannhalle von Kampfrichter Georg Goczol aus dem Saarland.

 

Reserve ab 17 Uhr gegen Lünen-Süd 2

 

Den Platz an der Sonne wollen die Bezirksliga-Ringer des KSV auch weiterhin verteidigen. Nach dem Erfolg beim VfL Kemminghausen sollte nun auf den Showdown gegen den KSV Gütersloh hingearbeitet werden. Allerdings darf man auch die anderen Teams der Bezirksliga Ost nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit 45:11 gewann die KSV-Reserve den Hinkampf in Lünen. Ein ähnlich deutliches Ergebnis erwartet das Trainertrio Blum/Lutter/Appel auch diesmal von ihren Schützlingen. Bereits ab 17 Uhr stehen sich diese beiden Teams am Samstag in der Husemannhalle gegenüber.

08.11.11

 

Bundesliga-Splitter vom Wochenende

 

Im Westen siegte am vergangenen Wochenende der KSV Köllerbach mit 23:13 beim TKSV Bonn-Duisdorf. Dabei siegte für die Gäste Björn Holk (96F) gegen Bonns Felix Radinger mit 3:2. Ein weiterer Ex-KSVer - allerdings in Diensten der Gastgeber - stand mit Sylwester Charzewski (66G) auf der Matte. Auch er gewann seinen Kampf im polnischen Duell gegen Tomasz Swierk mit 3:1 Runden.

 

Im Spitzenkampf zwischen Weingarten und Mainz (17:17) verlor routinier Adam Juretzko (74G) gegen Ilian Georgiev glatt in drei Runden. In Neuss gingen beim Kampf der dortgien KSK Konkordia gegen den TSV Musberg (21:17) gleich vier Ex-Wittener an den Start. Sergiy Skrypka (55g) gewann gegen Marco Braun technisch überlegen, während Ilyas Özdemir (74G) gegen Stefan Stäbler in drei Runden punkten konnte (3:0). Direkt gegenüber standen sich Mahmut Cavusoglu (84F) gegen den dort schon eher beheimateten Radoslaw Marcinkiewicz. Hier waren die Punkte klar zugunsten des Gastes verteilt (0:4).

 

Überraschend verlor der bislang verlutspunktfreie Spitzenreiter RWG Mömbris-Königshofen zuhause gegen den TuS Adelhausen mit 15:19. Mömbris bleibt weiter auf Platz eins, während Neuss trotz des Sieges noch nicht vom Abstiegsplatz kommt.

 

In der Ost-Gruppe konnte sich der 1.Luckenwalder SC gegen den SV Hallbergmoss mit 19:18 durchsetzen. Mirko Englich (96G) siegte dabei mit 3:0 gegen Rolf Linke. Burghausen, Aalen und Luckenwalde führen dort die Tabelle an und warten auf den vierten Endrunden-Teilnehmer.

06.11.11

 

KSV-Reserve verteidigt die Tabellenführung - 36:19-Sieg beim Verfolger aus Kemminghausen

 

Mit einem am Ende in der Höhe nicht unbedingt zu erwartenden 36:19-Erfolg kehrten die Ringer des Betreuertrios Appel / Lutter / Blum am Samstagabend wieder zurück.

 

Den gelungenen Auftakt in beiden Durchgängen machten Denis Rerich und Diyar-Murat Dündar mit je einem Schultersieg klar. Benedetto Zito besiegte seinen Gegner in beiden Runden souverän (4:0 SS und 3:1 PS). Christian Heinrich konnte im ersten Durchgang eine 1:3-Punktniederlage nicht verhindern und musste seinem Gegner im zweiten Abschnitt die Punkte gar verletzungsbedingt überlassen. Für Martin Tasev läufts dagegen richtig rund derzeit. Er siegte erneut zweimal auf Schultern.

 

Ebubekir Aksu hingegen wurde von seinen Gegner jeweils auf selbige gelegt. Ausgewogener Abend für Tom Jacobs - ihm gelang nach einer Punktniederlage (1:3) in der ersten Runde noch der Punktsieg in Durchgang Nummer Zwei (3:0). In der Königsklasse machte Markus Blum kein langes Fehlerlesen und holte ebenfalls zwei Schultersiege für seine Farben heraus.

 

Am kommenden Samstag ringt die KSV-Reserve nun im Vorkampf zur Zweitliga-Vertretung um 17 Uhr  gegen den VfK Lünen-Süd 2, der mit 8:12 Zählern derzeit im Mittelfeld der Tabelle rangiert.

  VfL Kemminghausen KSV Witten 07 II  19:36
55 A Karaku, Tolga (J) Rerich, Denis (J) SS 0:4
  Runden: 0:4 — Σ:(0:4), Δ:4
60 A Schmidt, Christian Zito, Benedetto (ND) SS 0:4
  Runden: 1:4, 0:1, 3:[3] — Σ:(4:8), Δ:4
66 A Povalej, Maximilian Heinrich, Christian PS 3:1
  Runden: 2:3, 1:0, 3:2, 3:1 — Σ:(9:6), Δ:3
74 A Peters, Robert Tasev, Martin (J) SS 0:4
  Runden: 1:9, 4:2, 3:7 — Σ:(8:18), Δ:10
84 A Osthöver, Thomas Aksu, Ebubekir (JND) SS 4:0
  Runden: 0:1, 3:0, 3:0, 5:0 — Σ:(11:1), Δ:10
96 A Trendov, Blagoj (N) Jacobs, Tom (J) PS 3:1
  Runden: 1:0, 1:0, 0:4, 1:0 — Σ:(3:4), Δ:1
120 A Yildirim, Bilen Blum, Markus SS 0:4
  Runden: 0:3 — Σ:(0:3), Δ:3
55 B Karaku, Tolga (J) Dündar, Diyar-Murat (J) SS 0:4
  Runden: 0:3 — Σ:(0:3), Δ:3
60 B Schmidt, Christian Zito, Benedetto (ND) PS 1:3
  Runden: 1:0, 0:2, 0:3, 0:1 — Σ:(1:6), Δ:5
66 B Povalej, Maximilian Heinrich, Christian AS 4:0
  Runden: 0:9, 2:0 — Σ:(2:9), Δ:7
74 B Nieswand, Andreas Tasev, Martin (J) SS 0:4
  Runden: 2:6, 2:6, 2:5 — Σ:(6:17), Δ:11
84 B Trendov, Blagoj (N) Aksu, Ebubekir (JND) SS 4:0
  Runden: 2:0 — Σ:(2:0), Δ:2
96 B Yildirim, Bilen Jacobs, Tom (J) PS 0:3
  Runden: 0:1, 0:2, 0:6 — Σ:(0:9), Δ:9
120 B Kosmidis, Georgios (ND) Blum, Markus SS 0:4
  Runden: 1:8, 0:1, 0:4 — Σ:(1:13), Δ:12

06.11.11

 

Neun Athleten begeistern in Unterzahl - 21:18-Erfolg bei den "Siegfrieds" lässt den KSV weiter oben mitschwimmen

 

Mit nur neun Aktiven - die 55-kg-Klasse musste der KSV leider aus personellen Gründen unbesetzt lassen - reisten die Ringer von Frank Weniger und Selim Sari nach Unterfranken. Dabei gelang ihnen neben der recht seltenen Halbzeitführung auch der Gesamtsieg am Ende.

 

4:0 führten die Gastgeber durch Wittens unbesetzte Klasse, ehe Mirko Klein (120F) den Fluch der knappen Niederlagen durchbrechen konnte und Tim Zewetzki technisch überlegen in drei Runden abfertigte. Akaki Kuntchulia (60F) machte mit Kleinostheims erfolgreichem Nachwuchsringer Tobias Schröder kurzen Prozess und legte ihn nach nur 19 Sekunden auf die Schultern.

 

In einem hart umkämpften Fight unterlag in der Folge Daniel Stein (96G) gegen Kamil Witaszewski mit 1:3 Runden, ehe Ibro Cakovic im letzten hochkarätigen Kampf vor der Pause Jan Gündlings Siegeswillen nach 1:2-Rundenrückstand noch brach und ihn mit 3:2 Runden besiegen konnte. 13:9 lautete die in dieser Saison seltene Pausenführung des KSV.

 

Im zweiten Durchgang startete Mesut Kayar (84F) gegen Tobias Jung clever und souverän zum 3:0-Rundenerfolg durch. Alexander Storck (66F) konnte die Führung mit seinem gut herausgerungenen 3:1-Erfolg gegen Florian Groß sogar auf 18:10 hochschrauben.

 

Ufuk Canli (84G) sprang für die verletzten Kevin van Rienen bzw. Pjotr Pankow ein und machte seine Sache recht ordentlich. Nach knapp abgegebener erster Runde landete er gegen den starken Marcin Panasiuk allerdings in Runde Zwei auf den Schultern. Die nächste Vier für die Hausherren holte der ebenfalls bärenstarke Michal Krol gegen Rabbia Khalil (74G), für den es dort nicht zur Schadensbegrenzung reichte. 18:18 somit vor dem letzten Kampf.

 

Kleinostheims Kubilay Cakici wollte sich dort für die Hinkampfschulterniederlage gegen Jens Steffen (74F) rächen - es gelang ihm nur nicht. Denn Steffen bastelte weiter an seiner (fast) perfekten Saison und setzte sich gegen den agilen Sohn des ex-KSVers Cengiz Cakici abgezockt in drei Runden durch.

 

Kampfleiter Mario Baumeister ließ sich dabei nicht von den Anregungen des Wettkampftisches führen und leitete die Partie souverän und ohne jegliche Hektik.

 

Der KSV bleibt damit ein hartnäckiger Verfolger der Spitzenteams aus Mömbris und Aachen. Am kommenden Samstag stellen sich die Aachener dann zum Rückkampf in der Husemannhalle (12.11., 19.30 Uhr) vor.

Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Gr.-röm. 55 Alexander Jakuschew   4:0 OG 0:0  
Freistil 60 Tobias Schröder J Akaki Kunchulia N 0:4 SS 0:4 00:19
Gr.-röm. 66A Jan Gündling Ibro Cakovic N6 2:3 PS 3:0 1:1 1:0 1:1 0:1 10:00
Freistil 66B Florian Groß Alexander Storck 23 1:3 PS 4:2 1:1 0:1 0:2 08:00
Gr.-röm. 74A Michal Krol EU Rabbia Khalil 4:0 6:0 3:0 6:0 05:41
Freistil 74B Kubilay Cakici 23 Jens Steffen 0:3 PS 0:2 1:5 0:2 06:00
Gr.-röm. 84A Marcin Panasiuk EU Ufuk Canli EU2 4:0 SS 1:0 4:0 03:23
Freistil 84B Tobias Jung Mesut Kajar EU 0:3 PS 0:1 0:2 0:1 06:06
Gr.-röm. 96 Kamil Witaszewski EU Daniel Stein 3:1 PS 2:0 0:2 2:0 1:0 08:00
Freistil 120 Tim Zewetzki Mirko Klein 0:4 TÜ 0:5 0:3 0:4 06:00
        18:21    

03.11.11

 

KSV-Gastgeber „Siegfried“ Kleinostheim hat viel Klasse im Team -

Ein hartes Stück Arbeit wartet am Samstag (5.11.) auf Witten

 

Wenn es am Samstag für den KSV Witten darum geht, die immer noch gute Ausgangsposition auf einen vorderen Tabellenplatz zu festigen, muss er sich auf ein hartes Stück Arbeit gefasst machen: Platz fünf steht zu Buche – eine hervorragende Platzierung, die vor Saisonbeginn eigentlich schon als Optimum angesehen worden wäre. Jetzt lief es besser als erwartet – mit 12:10 Punkten haben die Schützlinge des Trainerteams Weniger / Sari eine positive Ausbeute aus bisher elf Kämpfen und wollen natürlich oben dran bleiben. Denn dass man gleichauf mit den hoch gewetteten Vereinen wie Hösbach und Niedernberg ist und mit Gailbach, Seeheim oder Kleinostheim namhafte Mitbewerber bis jetzt hinter sich lassen konnte, ist für den Aufsteiger schon überraschend. Kleinostheim, der Gegner am Samstag, steht auf Rang neun, doch das kann nur eine Momentaufnahme sein, repräsentiert er doch durchaus höheres Zweitliga-Niveau - wenn die Mannschaft komplett ist! Dass der „KSV 2011“ Qualität besitzt, hat er im Laufe der bisherigen Kampfzeit hinreichend bewiesen.

 

Die Gastgeber verfügen über eine Reihe starker Zweitliga-Akteure, teilweise mit Erstliga-Erfahrung, gegen die es die jeweiligen Wittener Kontrahenten schwer haben dürften, zu Punkten zu kommen. Das beginnt bei dem jungen Tobias Schröder, der sich mit dem Russen Alexander Jakuschew die Klassen 55 und 60 kg teilt. Stark auch die SC-Paare in der 66 kg-Klasse, Jan Gündling und Florian Groß, und bis 74 kg, Kubilay Cakici und Michal Krol. Und auch auf Schwergewichtler Tim Zewetzki konnte sich seine Mannschaft stets verlassen.

 

Da müssen die KSV-Ringer versuchen, auch in der ersten Kampfhälfte zu punkten. Das ist schwer, haben es doch sowohl Yves-Heiko Gies als auch Christian Heinrich schwer, das Limit der 55 kg-Klasse – mit zwei Kilo Toleranz also 57 kg – zu erreichen. Davon wird aber schon einiges abhängen. Mirko Klein zeigte sich zuletzt verbessert, vielleicht hat er in Kleinostheim ein Erfolgserlebnis (120 kg). Favorisiert ist sicher Akaki Kuntchulia (60 kg), gleich, welchen Gegner er hat. Und auch Mesut Kayar (84 kg), der zuletzt phantastische Kämpfe ablieferte, sollte als Sieger erwartet werden können. Wie sich Piotr Pankow in der gleichen Gewichtsklasse (gr.-r. Stil) schlagen wird, dürfte von der Tagesform abhängen, was in gleicher Weise für Daniel Stein (96 kg) gilt.

 

Die Gewichtsklassen 66 und 74 kg sind eigentlich das „Glanzstück“ des KSV-Teams, das in Kleinostheim aber stark gefordert sein dürfte. So werden sich die Trainer noch nicht festlegen, wer von Alex Storck und Ibro Cakovic in welcher Stilart kämpft. Bei abschließenden den 74 kg-Kämpfern Rabbia Khalil (gr.-r.) und Jens Steffen (Freistil) steht das fest – doch sie dürften mit Cakici und Krol die stärksten Akteure der Gastgeber gegen sich haben. Also – vieles erscheint offen, eines nicht: Spannung und hochklassige Partien sind garantiert! Das ganze findet unter der Leitung von Mario Baumeiser (Fürth) statt.

 

KSV 2 in Dortmund: Tabellenführer will Spitze beim VfL Kemminghausen verteidigen Samstag (5.11., 19.00 Uhr, Herder-Grundschule Dortmund, Gretelweg)

 

Vor dem Wochen-Kampftag lag Gastgeber VfL Kemminghausen – gemeinsam mit der KSV-Reserve und Gütersloh – mit jeweils nur zwei Verlustpunkten vorn in der Tabelle. Am Dienstag nun unterlag der VfL bei Oberliga-Absteiger KSV Gütersloh und ist dadurch auf Rang drei zurückgefallen.

 

Das heißt aber nicht, dass es für die 2. Mannschaft des KSV einfacher wird. Die Gastgeber konnten in Gütersloh eine Klasse nicht besetzen – der KSV war beim 45:10 in Werries komplett, also schon ein kleiner Vorteil der Mannschaft um das Betreuerteam Blum/Lutter/Appel.

 

Den Hinkampf gewann Witten mit 32:24. Der Sieg müsste schon wiederholt werden, will man die voraussichtliche Entscheidung um Meisterschaft und Aufstieg am 10. Dezember in der Begegnung gegen Gütersloh erzwingen.

02.11.11

 

Doppelkampftag in der 1. Ringer-Bundesliga – Ex-Wittener im Einsatz

Ein kurzer Überblick über die Runden 11 und 12

 

Das vergangene Wochenende mit den in einigen Bundesländern unterschiedlichen Feiertagen „Reformationstag“ und „Allerheiligen“ nutzte die 1. Bundesliga der Ringer zu einem Doppel-Kampftag. Dabei waren wieder einige ehemalige Wittener KSV-Akteure im Einsatz – hier die Ergebnisse:

 

In der Begegnung der West-Gruppe zwischen TKSV Bonn-Duisdorf und Tabellenführer RWG Mömbris-Königshofen (15:22) kam Sylvester Charzewski (66 kg, gr.-r.) für die Gastgeber zu einem technisch überlegenen Sieg (7:0, 6:0, 8:0) gegen Jens Rung.

 

Sergiy Skripka kämpfte für KSK Neuss beim Tabellenzweiten ASV Mainz 88 (24:9) in der 55 kg-Kategorie (gr.-r.) gegen den Deutschen Meister Tahir Zaidov. Es fielen keine Punkte aus dem Kampf heraus – mit 1:0, 1:0, 0:1 und 1:0 gab es jeweils nur „Hilfspunkte“, so dass der Mainzer diese Begegnung am Ende mit 1:0 gewann.

 

Björn Holk war für den KSV Köllerbach zweimal im Einsatz (96 kg, gr.-r.). Beim Heimkampf gegen TSV Musberg (29:9) setzte er sich mit 3:0 (1:0, 1:0, 4:0) gegen Alexander Meinero durch und beim Tabellen-Ersten RWG Mömbris-Königshofen (25:15 für die RWG) unterlag er dem Bulgaren Vladislav Metodiev 0:2, 0:2, 0:2 (0:3).

 

Für Musberg stand der Pole Radoslaw Marcinkiewicz zweimal in der 84 kg-Klasse (Freistil) auf der Matte: gegen Köllerbach siegte er 3:0 (2:0, 1:0, 2:0) gegen Konstantin Völk, bei der Heimbegegnung gegen Mainz 88 (13:24) konnte er sich gegen den starken Rumänen Stefan Georgitha ebenfalls 3:0 (2:0, 1:0, 2:0) behaupten.

 

Adam Juretzko musste für Weingarten wieder in der Klasse bis 84 kg ‘ran. Gegen den TuS Adelhausen (21:17) traf er auf Manuel Fix, dem er beim 3:0, 5:0 und 1:0 – Wertung 3:0 – keine Chance ließ.

 

In der Ost-Gruppe setzte sich der 1. Luckenwalder SC gegen den SV Untergriesbach 33:1 durch, Mirko Englich traf auf dem rumänischen WM-Neunten Alin Alexuc-Ciurariu. Beim 1:0, 3:0 und 6:0 schrammte der Ex-KSV’er nur knapp an vier Mannschaftszählern vorbei.

 

Im Westen führt weiter die RWG Mömbris-Königshofen verlustpunktfrei vor Mainz, Köllerbach und Weingarten (je sechs Verlustpunkte). Am Tabellenende immer noch KSK Konkordia Neuss.

 

Die Ost-Liga wird von Burghausen (zwei Verlustpunkte) vor Aalen und Luckenwalde (je vier) angeführt – danach ein tiefer Graben zu Hallbergmoos (10:12) und Thalheim (9:11). Schlusslicht ist jetzt Johannis Nürnberg.

01.11.11

 

KSV-Reserve feiert 45:10-Erfolg in Werries - Jetzt wartet Kemminghausen am Samstag

55 kg gr
Daniel Kleine - Denis Rerich

0:4

60 kg fr ohne Gegner - Phillip Paßlack kampflos

0:4

66 kg gr Dennis Harbach - Yves-Heiko Gies

0:4

74 kg fr Florian Behnke - Ebubekir Aksu SS

0:4

84 kg gr Markus Balk - Tom Jacobs PS

1:3

96 kg fr Andree Feldmann - Ufuk Canli

0:4

120 kg gr Jörg Nuhn - Markus Blum PS

0:3

55 kg fr Daniel Kleine - Diyar-Murat Dündar
SS

4:0

60 kg gr ohne Gegner - Phillip Paßlack kampflos

0:4

66 kg fr Dennis Harbach - Yves-Heiko Gies AS

0:4

74 kg gr Andrzej Kujazew - Martin Tasev SS

0:4

84 kg fr Markus Balk - Tom Jacobs AS

4:0

96 kg gr Andree Feldmann - Ufuk Canli
AS

0:4

120 kg fr Jörg Nuhn - Markus Blum PS

1:3

     

10:45

01.11.11

 

KSV am Samstag bei "Siegfried" in Kleinostheim zu Gast (5.11., 19.30 Uhr, Schulturnhalle Kirchstr., Kleinostheim) - KSV 2 im Bezirksliga-Spitzenkampf beim VfL Kemminghausen

Vor einer undankbaren Aufgabe steht Zweitliga-Aufsteiger KSV Witten 07 am kommenden Samstag (5.11.) beim SC „Siegfried“ Kleinostheim, ein weiterer Verein, der an der Peripherie der Unterfranken-Metropole Aschaffenburg beheimatet ist. Der Gastgeber, in der Vorsaison Tabellen-Vierter der 2. Bundesliga Mitte, hatte sich für dieses Jahr einiges vorgenommen: „Der SC Siegfried Kleinostheim macht jedoch vorab nicht Halt vor einer möglichen Meisterschaft“, hieß es vor der Saison - unter die ersten drei zu kommen, lautete das Saisonziel.

 

Diese Zielsetzung konnte bislang nicht realisiert werden – auf dem vorletzten Platz steht die Mannschaft um Trainer Mario Wohlfahrt. Das spiegelt indes nicht das Leistungsvermögen der Mainfranken wider – beim 18:15 des KSV gegen die Siegfried-Ringer mussten die Hausherren in der Wittener Husemannhalle schon alle Register ziehen, um am Ende siegreich aus dieser Partie hervorzugehen. Gegen den Tabellenzweiten TV Walheim feierte der SC einen Heimerfolg, beim Tabellenführer Mömbris-Königshofen unterlag man gerade mit einem einzigen Punkt – das sind deutliche Zeichen für die Qualität des KSV-Gegners. So darf man in diesem Kampf sicher nicht auf die Tabelle schauen, wo die Heimmannschaft als Vorletzter mit 8:14 Punkten, der Gast aus Witten mit positiven 12:10 Zählern als Fünfter gleichauf mit dem Dritten rangiert. Denn Kleinostheim hat einen attraktiven Kader mit starken Akteuren, die jede Mannschaft der Liga besiegen können. Darauf muss sich der KSV einstellen, will er am Samstag punkten!

 

Kampfleiter ist Mario Baumeister, ein ehemaliger Bundesliga-Ringer aus Nürnberg.

 

Der KSV Witten setzt wieder einen Bus ein, in dem noch einige Mitfahrerplätze frei sind. Interessenten können sich bei KSV-Vize Thomas Altstadt (mail: thomas.altstadt@ksv-witten.de) informieren und anmelden.

 

Brisantes Duell in Dortmund-Kemminghausen:

Es geht um die Tabellenspitze (5.11., 19.00 Uhr, Herder-Grundsch., Dortmund, Gretelweg)

Für die 2. Mannschaft des KSV geht es am Samstag um die Tabellenspitze, denn mit nur zwei Minuspunkten rangierten der KSV und Gastgeber VfL Kemminghausen – gemeinsam mit Gütersloh – bis zum Wochen-Kampftag am Feiertag (1.11.) vorn in der Bezirksliga. Dabei hat der KSV eine Begegnung mehr absolviert und nimmt dadurch die Spitze ein.

 

Im Hinkampf zeigte sich Witten mit 32:24 überlegen – das jetzt zu wiederholen, wird sicher nicht einfach. In Gütersloh unterlag der KSV in der Hinrunde und büßte damit ein wenig an Boden ein auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft.

 

Der KSV Witten trat am Feiertag beim KSV Werries an, während sich Kemminghausen in Gütersloh vorstellte. Je nach Ausgang dieser Partien und dem Samstag-Kampf des KSV in Kemminghausen wird man sehen, wer die Tabelle dann anführt.

Unsere Sponsoren:

Besucher