Aktuelles - Dezember 2012

28.12.2012

 

DMM-Halbfinals stehen an – evtl. Aufstiegskämpfe für die 2. Bundesliga - VfK Schifferstadt ist wieder erstklassig

 

Die Saison 2012/2013 in den Ringer-Ligen ist weitgehend beendet, lediglich die Kämpfe um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft sind noch in vollem Gange. Die Halbfinalbegegnungen zwischen KSV Köllerbach und RWG Mömbris-Königshofen sowie ASV Nendingen und ASV Mainz 88 werden am 5. und 12. Januar ausgetragen. U.U. finden noch Aufstiegskämpfe für die 2. Bundesliga statt.

 

Absteiger aus den beiden Gruppen der 1. Bundesliga sind die WKG Leipzig-Taucha und SV Johannis Nürnberg. Dafür sollen aus den drei 2. Ligen jeweils zwei Mannschaften ins Oberhaus aufrücken.

 

In der 2. Bundesliga, Gruppe Mitte – wo der KSV eine weitere erfolgreiche Saison bestritten hat – setzte sich der Liga-Favorit TV Walheim sicher durch und qualifizierte sich für die 1. Liga. Begleitet werden die Aachener vom SC Siegfried Kleinostheim. Der Aufsteiger war der Absteiger: der AC Mülheim konnte in der gesamten Saison nur einen Punkt erzielen und verabschiedete sich in Richtung Oberliga NRW.

 

Für die Kölner könnte ein Verein aus der Nachbarschaft aufrücken in Liga zwei: dem KSV Hohenlimburg gelang in der Oberliga ein hauchdünner Erfolg vor dem Zweiten, RC Merken: bei gleichem Punktverhältnis hatten die Lennestädter im direkten Vergleich einen winzigen Punkt mehr als die Rheinländer (36:35). Ob es ggf. Aufstiegskämpfe geben wird, dürfte der DRB im Verlaufe des Januar festlegen, denn am 15.1. endet die Meldefrist für die Ligen auf Bundesebene. Absteiger aus der Oberliga ist die Zweitvertretung des Bundesligisten TKSV Bonn-Duisdorf.

 

Gegner der Hohenlimburger für eine evt. Aufstiegsrunde könnte der Meister der hessischen Oberliga RV „Felsenfest“ Haibach sein, der sich gegen den letztjährigen Zweitliga-Absteiger ASV Schaafheim durchsetzte. Haibach ist eine Gemeinde vor den Toren Aschaffenburgs – als evt. Aufsteiger also ein weiterer Verein aus dieser ringkampfstarken Region! Die 2. Bundesliga Nord wurde von den Vereinen aus den neuen Bundesländern dominiert. Hier setzte sich der FC Erzgebirge Aue sicher vor dem KAV Mansfelder Land aus Eisleben durch, beide bereichern künftig die 1. Liga. Absteiger aus dieser Gruppe ist der ehemalige Erstligist AC Werdau.

 

Mit dem VfK Schifferstadt gelang einem „alten Bekannten“ des KSV Witten 07 der Weg in die Erstklassigkeit: die Pfälzer setzten sich in der 2. Liga Süd sicher vor dem nordbadischen Vertreter KSV Schriesheim durch, der ebenfalls aufsteigt. Dieser VfK Schifferstadt ist allerdings nicht mehr der Verein, gegen den der KSV mehr als drei Jahrzehnte um Titel und Meisterschaftspunkte kämpfte: der „alte“ VfK ging 2006 den Weg in die Insolvenz und wurde als VfK 2006 neu gegründet. Aus dieser Gruppe verabschiedete sich die RG Hausen-Zell als Tabellen-Letzter in die südbadische Oberliga.

28.12.2012

 

Viertelfinal-Aus für Titelverteidiger Weingarten - RWG Mömbris-Königshofen nun gegen Köllerbach -  Mainz und Nendingen mit klaren Siegen ebenfalls im Halbfinale

von Jörg Richter, Pressereferent des Deutschen Ringer-Bundes

 

Es wird einen neuen Deutschen Mannschaftsmeister 2012 geben, denn der Titelverteidiger SV Germania Weingarten ist nach dem Viertelfinale gegen die RWG Mömbris-Königshofen ausgeschieden.

 

Nach der 16:20-Hinrunden-Niederlage in Aschaffenburg ließ Weingarten zwar einen 21:19-Heimsieg folgen, doch in der Gesamtrechnung beider Begegnungen reichte es für den Titelverteidiger nicht. Für die RWG Mömbris-Königshofen waren vor allem die Rundengewinne der Verlierer ausschlaggebend, als Saba Bolaghi (66 kg/FR), Peter Weisenberger (84 kg/FR) und Martin Szabo (74 kg/GR) trotz ihrer 2:3-Rundenniederlagen insgesamt sechs Punkte auf das Konto der Gäste in der Europa-Halle Karlsruhe brachten. RWG-Weltergewichtler Kakhaber Khubezhty (74 kg/FR) machte im letzten Kampf mit einem 3:0-Erfolg über Soner Demirtas den Sack für Mömbris-Königshofen zu, die RWG zieht mit dem 21:19 von Karlsruhe ins Halbfinale ein und trifft dort auf Vizemeister KSV Köllerbach.

 

Köllerbach setzte sich mit zwei Erfolgen gegen den SV Wacker Burghausen durch und tritt am 5. Januar zuerst mit Heimvorteil gegen die RWG Mömbris-Königshofen an. Burghausen bot in Köllerbach nach der 17:20-Heimniederlage aus dem Hinkampf noch einmal alles auf, um vielleicht doch noch die Wende herbeizuführen. Doch Andry Shyyka (74 kg/FR) und Timo Badusch (74 kg/GR) stellten nach wechselvollem Kampfgeschahen in den letzten beiden Kämpfen mit ihren Siegen den 22:15-Heimerfolg der Saarländer sicher.

 

Im zweiten Halbfinale stehen sich der ASV Nendingen und der ASV Mainz 88 gegenüber. Nendingen hatte sich im Viertelfinale mit zwei klaren Siegen gegen den 1. Luckenwalder SC durchgesetzt, einem 32:10-Auswärtssieg in der Luckenwalder Fläminghalle ließen die Schützlinge von Trainer Volker Hirt nun vor 2000 begeisterten Zuschauern einen ebenso deutlichen 26:12-Erfolg folgen. Nur Mirko Englich (96 kg/GR) und Nick Matuhin (120 kg/FR) konnten in Nendingen dem LSC-Konto Siegpunkte beisteuern, acht Mal verließen die Gastgeber die Matte als Sieger.

 

Der ASV Mainz hielt sich gegen den TuS Adelhausen in beiden Duellen schadlos. Mainz legte vor einer Woche einen 22:15-Auswärtssieg in Südbaden vor, nun machte der ASV mit einem 25:12-Sieg den Einzug ins Halbfinale perfekt. Der ASV Nendingen hat am 5. Januar zunächst Heimvorteil, Mainz ist am 12. Januar Gastgeber des Halbfinal-Rückkampfes.

 

Viertelfinal-Rückkämpfe:

KSV Köllerbach - SV Wacker Burghausen 22:15

ASV Mainz 88 - TuS Adelhausen 25:12

SV Germania Weingarten - RWG Mömbris-Königshofen 21:19

ASV Nendingen - 1. Luckenwalder SC 26:12

 

Vorschau Halbfinale

Hinrunde: Samstag, 05.01.2013

KSV Köllerbach - RWG Mömbris-Königshofen

ASV Nendingen - ASV Mainz 88

 

Rückkämpfe: Samstag, 12.01.2013

RWG Mömbris-Königshofen - KSV Köllerbach

ASV Mainz 88 - ASV Nendingen

24.12.2012

 

Weihnachtsgrüße unserer Jugendabteilung

 

Liebe KSV-Fans,

 

wir, die Schüler und Jugend des KSV Witten 07, möchten uns auf diesem Weg für die Spenden der Zuschauer, die am letzten Samstag den Kampf des KSV Witten 07 gegen den KSC Niedernberg gesehen haben, recht herzlich bedanken.

 

Allen KSV-Fans wünschen wir ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches und spannendes Jahr 2013.

 

Für uns beginnt das neue Jahr mit einem Turnier der weiblichen Jugend, die am 5. Januar nach Heusweiler ins Saarland fährt, um dort bei den "21. Saarland Ladies Open" gut abzuschneiden. Natürlich hofft man auch, die eine oder andere Medaille mit nach Hause bringen zu können.

 

Drückt uns die Daumen dafür!!!!

Dankeschön!

23.12.2012

 

Weihnachtsringen beim KSV: hochklassig und spannend bis zum Schluss - Witten und Niedernberg schenken sich beim 24:15 nichts - Nico Brunner leitet Wende ein

 

Samstagabend in der Husemannhalle: Saisonausklang der 2. Ringer-Bundesliga, Gruppe Mitte – der KSV Witten empfängt den KSC „Germania“ Niedernberg aus der bayerisch-hessischen Region um Aschaffenburg. Für beide Mannschaften geht es um nichts mehr, beide haben im Verlaufe der Saison sichere Plätze im Mittelfeld der Tabelle erkämpft. „Könnte ein entspannter Abend werden“, meinen denn auch viele der etwa 400 Zuschauer, die sich zum „Weihnachtsringen“ in Wittens aufgehübschter Sportarena eingefunden hatten.

 

Die lagen mit ihrer Meinung aber deutlich daneben, denn was sie zwei Tage vor dem Fest auf der Matte zu sehen bekamen, war Ringkampf vom Feinsten, gespickt mit Technik, Taktik und Dramatik. Und daran hatten beide Mannschaften ihren Anteil: Niedernberg war nicht gewillt, die Punkte als vorgezogenes Weihnachtspräsent abzuliefern, die KSV-Athleten wollten sich mit einer guten Leistung aus der Saison verabschieden. Das gelang beiden Mannschaften eindrucksvoll. Doch der Reihe nach.

 

Es begann mit dem vorgezogenen Kampf der 96 kg-Klasse, wo Dennis Böddeker auf Georgi Petkov, einen weiteren Hochkaräter dieser Klasse, traf. Der Bulgare im KSC-Trikot zeigte sich vor allem taktisch überlegen und nahm dem jungen Wittener beim 1:3, 0:3 und 0:2 die Punkte ab (0:3). In der Kategorie bis 55 kg trafen mit Nikolai van Berkum und Andrej Kurockin zwei junge Akteure aufeinander. Runde eins verschlief der KSV-Ringer etwas und gab diese bereits vor Ablauf der ersten Minute mit 0:7 ab. Danach hatte er sich besser auf den KSC-Akteur eingestellt, musste dennoch auch die nächsten Abschnitte mit jeweils 0:1 abgeben (0:6).

 

Für die ersten KSV-Zähler sorgte dann Mirko Klein, der im Schwergewicht seine körperlichen Vorteile gegen Freistil-Spezialist Waldemar Peil clever ausspielte und mit 3:1 sicher gewann. Dass er Runde drei bei 1:1 abgab, war eher ein Schönheitsfehler (3:7). Einmal mehr war es dann Akaki Kuntchulia (60 kg), der die Halle zum Kochen brachte. Mit rasanten Aktionen beendete er den ersten Kampfabschnitt schon nach einer Minute durch technische Überlegenheit, hatte den Griechen Dionysios Safaridis dabei am Rande einer Schulterniederlage. Der gab schließlich in Runde drei verletzungsbedingt auf – vier Zähler für den Wittener Publikumsliebling (7:7).

 

Im letzten Kampf vor der Pause musste sich Emre Yilmaz (66 kg) mit dem starken Alexander Maier auseinandersetzen. Der Niedernberger zeigte sich körperlich überlegen und setzte Yilmaz unter Dauerdruck. In Runde drei zog sich der Mediziner in Reihen des KSV eine schmerzhafte Prellung zu und musste den Kampf aufgeben – die Germanen lagen jetzt mit 7:11 in Führung.

 

Einen Kampf auf Augenhöhe lieferten sich der gerade genesene Mesut Kayar und Rafal Lewon in der 84 kg-Klasse. Über fünf Runden gab es technisch-taktischen Anschauungsunterricht im Freistil-Ringen. Der Wittener verausgabte sich dabei komplett, konnte dennoch in Abschnitt fünf einen 1:0-Vorsprung mit Unterstützung des engagiert mitgehenden Publikums ins Ziel retten – 3:2-Sieg für Kayar (10:13). Einen ähnlichen Verlauf hatte die Freistil-Begegnung bis 66 kg, wo Alex Storck auf Patrick Dominik traf. Drei Runden gewann der Wittener mit 1:0, zwei der Niedernberger mit dem gleichen Resultat. Auch der Erfolg von Storck wurde gefeiert, hatte er doch den Vorsprung des KSC erneut verringert (13:15).

Die Wende leitete dann Nico Brunner (84 kg) an, der den gewiss nicht schwachen Alexander Rollmann von der Matte fegte. Schon zu Beginn hatte er seinen Gegner fast auf den Schultern, der konnte sich gerade noch in die Pause retten. Der KSV-Kämpfer beendete die Begegnung, die er durch technische Überlegenheit gewann, mit der Höchstwertung: fünf Punkte für einen Klasse-Wurf und ein Punktverhältnis von 18:0 sprechen für sich (17:15).

 

Noch ein Sieg in den beiden abschließenden 74 kg-Kämpfen, dann könnte der Heimsieg des KSV bereits gesichert sein. Rabbia Khalil tat sich im klassischen Stil gegen den Deutschen Juniorenmeister Ibrahim Fallacara recht schwer, konnte seine körperlichen Vorteile nicht zur Geltung bringen. Dreimal 1:0 – kein glänzender Sieg für den Kölner im KSV-Trikot, aber einer, der schon im vorletzten Kampf die Entscheidung zugunsten der Hausherren brachte: 20:15 lagen die Ringer von Trainer Fatih Sirin vor dem letzten Kampf uneinholbar in Führung.

 

Ibro Cakovic und Michael Heeg lieferten sich ein offenes Gefecht, in dem der Niedernberger zunächst Vorteile hatte und nach zwei gewonnenen Runden vor einem Sieg stand. Cakovic gelang im dritten Kampfabschnitt eine sehenswerte – und erfolgreiche – Aktion, mit der er den Kontrahenten zunächst in die gefährliche Lage und dann auf die Schultern beförderte. Unbeschreiblicher Jubel in der Halle, bei den Zuschauern und der KSV-Mannschaft gleichermaßen!

 

Dem hohen Niveau der Kämpfer passte sich Mattenleiter Wolfgang Spänle aus Nordbaden an. Über den einen oder anderen Punkt gab es durchaus Diskussionen, doch der Unparteiische lag mit seinen Bewertungen richtig.

 

Der Kampf zwischen dem KSV und den Gästen aus Niedernberg war noch einmal eine Werbung für den Ringkampfsport, und beide Mannschaften hatten daran ihren Anteil. Er war ein Dankeschön an die Zuschauer, die den KSV auch in dieser Saison wieder eindrucksvoll unterstützt haben und er war gleichzeitig Einladung zur kommenden Saison. „Wir haben richtig guten Sport gesehen, alles das, was Ringen so schön macht; am Ende war es ein verdienter Erfolg meiner Mannschaft, die eine starke kämpferische Leistung gezeigt hat“, war KSV-Trainer Fatih Sirin mit dem Auftritt seiner Ringer mehr als zufrieden.

 

Am Ende bedankte sich die Mannschaft des KSV Witten mit einem großen Banner: Danke allen Fans, Sponsoren und Helfern für eine tolle Saison!

Gr.-röm. 55 Nikolai van Berkum Andrej Kurockin 0:3 PS 0:7 0:1 0:1 04:55
Freistil 60 Akaki Kuntchulia Dionysios Safaridis 4:0 AS 6:0 4:0 3:0 03:24
Gr.-röm. 66A Emre Yilmaz Alexander Maier 0:4 AS 0:6 0:2 0:2 03:44
Freistil 66B Alexander Storck Patrick Dominik 3:2 PS 1:0 0:1 1:0 0:1 1:0 10:00
Gr.-röm. 74A Rabbia Khalil Ibrahim Fallacara 3:0 PS 1:0 1:0 1:0 06:00
Freistil 74B Ibro Cakovic Michael Heeg 4:0 SS 0:1 2:3 5:0 04:44
Gr.-röm. 84A Nico Brunner Alexander Rollmann 4:0 4:0 4:0 10:0 05:13
Freistil 84B Mesut Kayar Rafal Lewon 3:2 PS 0:1 4:2 1:0 0:2 1:0 10:00
Gr.-röm. 96 Dennis Böddeker Georgi Petkov 0:3 PS 1:3 0:3 0:2 06:00
Freistil 120 Mirko Klein Waldemar Peil 3:1 PS 1:0 4:0 1:1 1:0 08:00

21.12.2012

 

Letzter Saisonkampf für den KSV Witten in der 2. Bundesliga - Wiedergutmachung für Hinkampf-Niederlage ist angesagt - Erst “Weihnachts-Ringen", dann Abschlussparty in der Husemannhalle - Trainer Fatih Sirin macht auch im neuen Jahr weiter

 

Wiedergutmachung ist angesagt, wenn der KSV Witten 07 im letzten Saisonkampf zu Hause (Sa., 22.12., 19.30 Uhr, Husemannhalle) auf den KSC Niedernberg trifft. Denn in der Hinrunde gab’s bei den Mainfranken mit 13:23 eine recht deftige Niederlage, für die sich die Wittener nun rehabilitieren wollen.

 

Saisonausklang in der 2. Ringer-Bundesliga. Zum „Weihnachtsringen“ empfängt der KSV Witten den KSC Germania Niedernberg aus der bayerisch-hessischen Region bei Aschaffenburg. Die Germanen belegen derzeit Rang vier in der Tabelle der Gruppe, können mit einem Sieg aber noch den dritten Platz erkämpfen. Damit wäre die Zielstellung der Saison – Platz vier – übertroffen, allerdings blieb Niedernberg in den letzten vier Begegnungen sieglos. Mit einer weiteren Niederlage wird sich der KSC sicher nicht aus der Saison verabschieden wollen. Die Gastgeber ihrerseits rangieren „nur“ auf Rang sieben, weisen aber mit 17:17 ein ausgeglichenes Punktekonto auf und könnten bei einem Erfolg noch nach vorn rücken. So ist noch ein durchaus interessantes Duell in diesem letzten Saisonkampf zu erwarten. Und danach steigt die Abschlussparty im Foyer der Husemannhalle, bei der sich Ringer, KSV-Verantwortliche, Fans und Sponsoren noch einmal treffen, um die abgeschlossene Kampfzeit Revue passieren zu lassen.

 

Die Gäste gingen mit einem fast unveränderten Kader in die Saison, ähnlich wie der KSV. Einige der KSC-Ringer haben sehr gehobenes Zweitliga-Niveau, so der amtierende Juniorenmeister Ibrahim Fallacara, der seinen Titel im Februar in Witten gewann. Schwergewichtler Georgi Petkov kämpfte früher bei der RWG Mömbris-Königshofen, der Ex- Vizemeister der Junioren, Waldemar Peil, ging vor zwei Jahren noch beim Nachbarn TSG Herdecke auf die Matte. Auch Leichtgewichtler Lukas Fecher gewann im Jugendbereich schon Titel und Medaillen bei Deutschen Meisterschaften. Und der Grieche Safaridis war bereits Meister seines Landes, zuletzt wurde in der leichtesten Gewichtsklasse (55 kg) allerdings der sehr starke Pole Kurockin eingesetzt, der durchweg Siege verbuchte.

 

Die Wittener Ringer dürften – bis auf Jens Steffen – wieder komplett stehen. Und Mesut Kayar wird – anders als in der Vorwoche in Großostheim – auch wieder mit dem Kampfgewicht über die Waage gehen. Allerdings hat Trainer Fatih Sirin, der Frank Weniger weiter vertritt, trotzdem nicht die große Auswahl – der Wittener Bundesliga-Kader ist eben eher überschaubar.

 

Für die KSV-Ringer wird dies kein lockerer Ausklang werden, dazu haben die Gäste zu viel ringerisches Potenzial in ihren Reihen. So wird Akaki Kuntchulia schon hart kämpfen müssen, wenn er auf Fallacara trifft. Das gilt auch für Dennis Böddeker, der es wohl mit dem Bulgaren Petkov zu tun bekommen wird, oder Mesut Kayar, wenn er sich mit dem Polen Lewon auseinandersetzen wird.

 

Im Blickpunkt darf am Samstag auch Fatih Sirin stehen: der KSV-Übergangscoach hat seine Zusage gegeben, auch im neuen Jahr als Trainer im Männerbereich zu fungieren. Er hatte bei seinem „Aushilfsjob“ in der Saison die Wittener Verantwortlichen überzeugt, die nun längerfristig mit dem ehemaligen Deutschen Juniorenmeister planen.

19.12.2012

 

Saisonausklang gegen Niedernberg - KSV feiert Saisonabschluss mit seinen Fans

 

Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) fällt in der Husemannhalle der letzte Vorhang der diesjährigen Ringer-Saison für den KSV Witten 07. Die Staffel von Coach Fatih Sirin empfängt dann den derzeitigen Tabellen-Vierten vom KSC Niedernberg (20:14 Pkt.). Vorbeiziehen kann man an den Unterfranken aus dem Landkreis Miltenberg nicht mehr - das Ziel lautet dennoch für alle KSV-Ringer, sich mit einer ordentlichen Leistung noch einmal von den Fans zu verabschieden. Zudem hat man gegen die "Germanen" noch eine Rechnung aus dem Hinkampf offen: dort unterlagen die Ruhrstadt-Ringer in einem Kampf mit vielen knappen Duellen am Ende doch deutlich mit 13:26. Bis auf Jens Steffen kann man auf Seiten des KSV auf alle Athleten zurückgreifen.

 

Allerdings wird auch der Gast vermutlich keine Reisegruppe zum Saisonabschluss an die Ruhr schicken. Gegen Punktegaranten wie Ibrahim Fallacara, Michael Heeg, Rafal Lewon, Georgi Petkov, Waldemar Peil und Patrick Dominik wird es schwer genug, zum Erfolg zu kommen.

 

Wie der letzte Saisonkampf auch ausgehen mag - danach gilt es für alle Freunde der KSV-Familie im Foyer der husemannhalle noch ein wenig zu verweilen und gemeinsam mit dem Team zu feiern.

16.12.2012

 

Weihnachtsfeier der Ringerjugend

 

Nach dem Training der Jugendringer des KSV Witten am Freitag verwandelte sich die Ringermatte zum Ort einer fröhlichen Weihnachtsfeier. Einige fleißige Eltern übernahmen das Catering mit einem tollen Buffet, viele flinke Hände dekorierten und schleppten Bierzelt-Garnituren unter der Organisation des Jugendwarts Frank Bartel herbei. Diese Abfolge erwies sich als angenehm: Zum einen hatten die Kinder ihren Bewegungsdrang im Training bereits gestillt, zum anderen bekam der Anhang einen schönen Eindruck vom Geschehen auf der Matte und der Atmosphäre des Olympiastützpunktes Ostermannhalle.

 

Zur Weihnachtsfeier kam auch der Weihnachtsmann. Er war wohlinformiert über Trainingsstand und Verhalten der kleinen und größeren Racker, blieb aber trotz des drohenden Rutenbündels ein wahrer Kinderfreund. Für jedes Kind eine Tüte Leckeres und ein großes Handtuch. Letzteres ist noch grau und gesichtslos, aber ein echtes KSV-Handtuch wird es dann durch richtigen Ringerschweiß werden, denn am Montag geht das Training weiter. Auch in den Weihnachtsferien trainieren die Nachwuchsringer nämlich in der Ostermannhalle fleißig.

 

Zu den Bildern der Weihnachtsfeier geht es H I E R.

16.12.2012

 

KSV unterliegt bei heimstarken Großostheimern – 16:23 im letzten Auswärtskampf der Saison

 

Ärgerlich für den KSV Witten 07 – Gelang im Hinkampf noch ein deutlicher 34:3-Erfolg gegen die damals stark dezimierten „Frankonen“, so mussten sich die Ringer von der Ruhr diesmal mit 16:23 in der Großostheimer Athletenhalle geschlagen geben. Mesut Kayars Punkte gingen dabei direkt an die Hausherren. Er konnte aufgrund seiner mehrwöchigen Verletzungspause kaum Gewicht machen – so galt es für ihn, Wettkampfpraxis für den letzten Heimkampf zu sammeln. Aber der Reihe nach:

 

Nikolai van Berkum (55 G) und Dario Keimig kennen sich von unzähligen Jugendturnieren bestens – so ausgeglichen gestaltete sich der Kampf auch – Keimig war allerdings am Ende den Hauch cleverer und somit 3:2 siegreich (3:2). Gegen Attila Szmik, den ersten von drei Ungarn beim Aufsteiger, versuchte Mirko Klein (120 F) sein Glück mit Greco-Aktionen. Diese blieben jedoch ohne zählbaren Erfolg und so kam der Gastgeber mit gezielten Freistil-Attacken zum siegbringenden 3:0-Erfolg (6:2).

 

Im georgischen Landesduell hatte Akaki Kuntchulia (60 F) gegen Georgi Gelash routiniert sicher, wenn auch in allen drei Runden knapp, das bessere Ende für sich verbuchen können (6:5). Abwartend und doch arg passiv sah Ivan Nemeth, der zweite Balaton-Ringer der Mainfranken, gegen Dennis Böddeker (96 G) aus. Dieser fand außer in der ersten Runde aber kein Heilmittel und sah sich am Ende mit 1:3 im Hintertreffen (9:6). Besonders ärgerlich war dann die Niederlage von Emre Yilmaz (66 G) gegen Lukas Fischmann, der gegen den Wittener „Medizinmann“ ebenfalls in drei Runden sehr passiv wirkte. Yilmaz konnte dies in zwei Bodenrunden nicht ausnutzen und entschied sich in Runde Drei selbst für die Unterlage. Diese eine Chance nutzte sein Kontrahent und sicherte sich einen 3:0-Sieg im letzten Kampf vor der Pause (12:6).

 

Es folgte der bereits erwähnte Einlagekampf von Mesut Kayar (84 F), der zwar drei Runden einsammelte, aber durch einige Gramm zuviel die vier Punkte an die Heimstaffel abgab (16:6). Der KSV verkürzte noch einmal in Person von Alexander Storck (66 F). Gegen den zwei Klassen aufgerückten Nachwuchsringer Daniel Seibold haderte Storck nicht lange und schulterte ihn direkt in Runde Eins mit einer 7:0-Führung im Rücken (16:10).

 

Mit zwei 3:2-Erfolgen kamen Fatih Sirins Mannen vor dem letzten Kampf noch einmal etwas näher heran. Nico Brunner (84 G) glänzte dabei gegen Renato Kun, den dritten international erfahrenen Import der Großostheimer, und zeigte dabei, was er in diesem Jahr für einen Riesensprung nach vorne gemacht hat (18:13). Sichtlich Spaß an siegreichen Kämpfen hat auch Rabbia Khalil (74 G) gefunden. Gegen Viktor Parubtschischin gelang ihm in fünf harten Runden nach dem Erfolg der Vorwoche Sieg Nummer Zwei in Folge (20:16). Im abschließenden Kampf durfte man allerdings keine Wunderdinge und somit ein mögliches Unentschieden von Ibro Cakovic (74 F) erwarten. Er traf auf den Bundesligaerfahrenen Ringer-Trainer Engin Ürün, der selbst ein wenig in die Jahre gekommen noch immer ein Punktegarant für seine Farben ist. Unterlag Cakovic in Runde Eins noch äußerst knapp, so gingen die Runden Zwei und Drei dann doch abgeklärt an den Trainer der daraufhin siegreich feiernden Gastgeber (23:16).

 

Mit einem KSV in Bestbesetzung hätte man hier wohl auf zwei weitere Zähler für das Gesamtklassement hoffen dürfen – so stand am Ende jedoch guter Ringkampfsport in der von Kampfrichter Helmut Steininger hervorragend geleiteten Partie im Vordergrund. Der KSV steht nun ausgeglichen mit 17:17 Punkten auf Platz sieben der Tabelle und empfängt am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Husemannhalle) den derzeit viertplatzierten KSC Niedernberg zum letzten Duell der Saison. Vor heimischer Kulisse sicherlich noch einmal ein Anreiz für die KSV-Athleten, den Fans tolle Kämpfe zum Weihnachtsfest unter den Baum zu legen.

 

Gratulieren kann man an dieser Stelle bereits dem SC Kleinostheim. Dieser sicherte sich durch einen 32:5-Auswärtserfolg beim TSV Gailbach mit nun drei Punkten Vorsprung auf den KSV Seeheim den zweiten Tabellenplatz und steht hinter dem souveränen Zweitliga-Meister aus Aachen-Walheim als Mitaufsteiger ins Bundesliga-Oberhaus fest.

Gr.-röm. 55 Dario Keimig J Nicolai Van Berkum J 3:2 PS 0:1 7:0 0:3 1:0 6:0 09:45
Freistil 60 Georgi Gelash Akaki Kuntchulia N 0:3 PS 0:2 0:1 1:1 06:03
Gr.-röm. 66A Lukas Fischmann 23 Emre Yilmaz 3:0 PS 1:0 1:0 4:0 06:00
Freistil 66B Daniel Seibold J Alexander Storck 23 0:4 SS 0:7 01:16
Gr.-röm. 74A Viktor Parubtschischin Rabbia Khalil 2:3 PS 1:0 1:1 0:1 3:0 0:1 10:00
Freistil 74B Engin Ürün Ibro Cakovic J 3:0 PS 1:0 3:0 6:0 05:07
Gr.-röm. 84A Renato Kun EU Nico Brunner 23 2:3 PS 0:1 1:0 2:3 2:0 0:1 10:00
Freistil 84B Jörn Wolf 23 Mesut Kayar ND 4:0 ÜG 0:1 1:2 2:3 06:00
Gr.-röm. 96 Ivan Nemeth EU Dennis Böddeker 23 3:1 PS 0:2 1:0 1:0 4:1 08:00
Freistil 120 Attila Szmik EU Mirko Klein 3:0 PS 1:0 2:1 3:0 06:00

16.12.2012

 

KSV-Reservemannschaft bleibt in der Saison unbesiegt - Im letzten Saisonkampf schmerzt Punktverlust nicht mehr

 

Im letzten Kampf einer erfolgreichen Landesliga-Saison musste der KSV Witten den zweiten Punktverlust hinnehmen: nach einem Remis gegen die RG Heros Dortmund / GM Siegen in der Hinrunde gab es beim KSV Gütersloh zum Abschluss beim 20:20 „nur“ einen Teilerfolg für die Schützlinge von Matthias Blum, Dietmar Appel und Wilfried Lutter. Dabei gaben die Wittener schon an der Waage ihr Weihnachtsgeschenk bei den Gastgebern ab, denn zwei Klassen – das Halbschwer- und Schwergewicht – konnten sie nicht besetzen und lagen damit schon 0:8 im Hintertreffen. So kann das Unentschieden gegen den früheren Oberligisten aus Ostwestfalen durchaus noch als Erfolg gefeiert werden.

 

Mit Ufuk Canli, Jörg Lenk, Christopher Faber, Markus Blum und Simeon Stankovich stand gleich ein halbes Team nicht zur Verfügung. Dies konnten die jungen KSV-Ringer nicht ganz auffangen, immerhin aber fünf Kämpfe gewinnen und so das Unentschieden sichern. Zwar ging Witten mit dem Überlegenheitssieg von Aldin Dikezi (55 kg) in Führung, dann aber glichen die Hausherren aus und lagen bis zum letzen Kampf stets in Führung.

 

In der 120 kg-Klasse glichen die Gastgeber zum 4:4 aus, Denis Rerich (60 kg) unterlag dem ehemaligen Wittener Bundesligaringer Pasquale Cariglia auf Schultern und auch die 96 kg-Kategorie ging ohne Kampf an Gütersloh – da stand es schon 12:4 für die Ostwestfalen. Nick Jacobs (66 kg) konnte seine Farben mit einem Schultersieg wieder etwas heranbringen (12:8), doch Ebubekir Aksu (84 kg) verlor entscheidend und Gütersloh lag wieder deutlich mit 16:8 in Front.

 

Yves-Heiko Gies (66 kg), im Saisonverlauf nur zweimal unterlegen, konnte die KSV-Reserve mit einem Überlegenheitssieg wieder heranführen: 16:12. Für Julian Zimmermann gab es gegen den früheren Zweitliga-Ringer Philip Lübking nichts zu gewinnen – Zimmermann musste aufgeben und die Gastgeber hatten beim 20:12-Zwischenstand vor den beiden letzten Kämpfen das Unentschieden schon erreicht. Einmal mehr war es dann das Wittener 74 kg-Duo, das acht Zähler einsammeln und so zumindest den Teilerfolg sichern konnte: Martin Tasev, ebenfalls in den Ligakämpfen nur zweimal unterlegen, kam zum Aufgabesieg und Lukas Faber, der im Saisonverlauf lediglich dreimal verlor, gewann mit technischer Überlegenheit – beim 20:20 verabschiedeten sich die jungen KSV-Ringer schiedlich-friedlich aus einer insgesamt mehr als erfolgreichen Saison, die Meisterschaft und Aufstieg zur Verbandsliga bescherte.


KSV 02 Gütersloh KSV Witten 07 II 20:20
55 Papadopoulos, Konstantinos (JND) Dikezi, Aldin (JN) 0:4
  Runden: 4:[4], 0:6, 0:6 — Σ:(4:16), Δ:12
60 Cariglia, Pasquale Rerich, Denis (J) SS 4:0
  Runden: 6:0, 4:0 — Σ:(10:0), Δ:10
66 A Gündüz, Timur (J) Jacobs, Nick (J) SS 0:4
  Runden: 0:1, 0:4 — Σ:(0:5), Δ:5
66 B Dzamulaev, Eli (J) Gies, Yves-Heiko (J) 0:4
  Runden: 1:6, 1:4, 0:6 — Σ:(2:16), Δ:14
74 A Wolf, Frederic (N) Tasev, Martin (J) AS 0:4
  Runden: 0:[0] — Σ:(0:0), Δ:0
74 B Müller, Jerrit Faber, Lukas (J) 0:4
  Runden: 0:6, 0:6, 0:7 — Σ:(0:19), Δ:19
84 A Lübking, Philipp Zimmermann, Julian (J) AS 4:0
  Runden: [0]:0 — Σ:(0:0), Δ:0
84 B Kaltenbach, Sascha Aksu, Ebubekir (JND) SS 4:0
  Runden: 5:4, 4:0 — Σ:(9:4), Δ:5
96 Lübking, Moriz KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
120 Stockmeyer, Nils KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0

16.12.2012

 

Sven Thiele folgt auf Alexander Leipold - Ehemaliger KSV-Ringer jetzt Bundestrainer beim DRB

Pressemeldung des Deutschen Ringer-Bundes

Überraschend schnell hat der Deutsche Ringerbund (DRB) einen Nachfolger für den zurückgetretenen Bundestrainer Alexander Leipold präsentiert. Mit dem früheren Weltklasseringer Sven Thiele konnte nach Aussage von DRB-Präsident Manfred Werner der Wunschkandidat für den Posten des Freistil-Bundestrainers gewonnen werden.

 

Der 1969 in Merseburg geborene Thiele wurde von 1992 bis 2008 17-mal deutscher Meister im Schwergewicht (die meisten Titel sammelte er für den KSV Witten 07) und gewann in dieser Zeit zahlreiche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Sven Thiele ist gelernter Elektro-Technikermeister und war während seiner aktiven Zeit als Ringer Hauptfeldwebel der Bundeswehr. Seit 2006 ist er Stützpunkttrainer am Leistungszentrum Leipzig. Er absolvierte das Studium zum "Diplom-Trainer des DOSB" und studierte anschließend "Sport und angewandte Trainingswissenschaft" (B.A.).

 

"Aufgrund seiner überragenden Qualität als Diplom-Trainer hätten wir uns keinen besseren Kandidaten für die Trainerstelle wünschen können", sagte Werner. "Wir sind sicher, dass wir mit ihm wieder an frühere Erfolge anknüpfen und den Anschluss an die Weltspitze schaffen werden."

 

Thiele freut sich ungemein auf seine neue Aufgabe. Die Stelle des Bundestrainers Freistil sei eine riesengroße Herausforderung, die er mit vollem Elan angehen werde. Ziel müsse es sein, bei den Olympischen Spielen in vier Jahren wieder eine Medaille zu gewinnen. Ringen sei ein faszinierender Sport, der wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden müsse. "Dies gehe nur über internationale Erfolge", sagte der künftige Bundestrainer.

 

Neben Thiele ist mit Jörg Helmdach – er ist im DRB für die Frauen verantwortlich – ein weiterer Bundestrainer im Ringen tätig, der früher für den KSV Witten 07 auf die Matte ging.

12.12.2012

 

Alexander Leipold verlässt als Bundestrainer Freistil den DRB

(Presseerklärung des DRB)

Alex 1999 in Diensten des KSV

Um seiner Familie mehr Raum geben zu können, beendet der jetzige Bundestrainer Freistil, Alexander Leipold, die Zusammenarbeit mit dem DRB und wird wieder in der Industrie arbeiten.

 

Alexander Leipold verlässt den DRB auf eigenem Wunsch. Der DRB dankt Herrn Alexander Leipold für seine geleistete gute Zusammenarbeit. Alexander Leipold war ein überragender erfolgreicher Weltklasseathlet, sowie ein geachteter, fachkompetenter, erfolgsorientierter Bundestrainer. Der DRB bedauert sein Ausscheiden sehr und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

 

Die Suche nach einem Nachfolger ist bereits in vollem Gange. Der DRB steht bereits mit mehreren Kandidaten, unter anderem einem früheren Weltklasseathleten, in Verbindung. Der Präsident des DRB, Manfred Werner geht davon aus, dass kurzfristig ein hervorragender Nachfolger präsentiert werden kann, der die Arbeit von Alexander Leipold erfolgreich fortführen wird.

12.12.2012

 

KSV am Samstag beim SC „Frankonia“ Großostheim - Letzter Auswärtskampf in Mainfranken - KSV 2 schließt Saison in Gütersloh ab

 

Der vorletzte Saisonkampf steht für Ringer-Zweitligist KSV Witten 07 an: die Reise geht noch einmal in die Region Aschaffenburg, zum SC Frankonia Großostheim. Der Aufsteiger hatte Anfang der Saison Startschwierigkeiten, dann auch Verletzungsprobleme. Der Kampf in der Hinrunde beim KSV war eine Farce, als die Frankonen mit nur neun Ringern aufliefen, ihre besten Kräfte nicht dabei hatten und nur eine einzige Begegnung gewannen. 34:3 lautete das Resultat zugunsten der Hausherren – die in der Folgezeit dann aber auch selbst Probleme bekamen und verletzungsbedingt nicht mehr die Bestbesetzung aufbieten konnte.

 

Wie dies am Samstag aussehen wird, muss sich wieder unter der Woche entscheiden. Das Trainerduo Fatih Sirin und Emre Yilmaz – letzterer auch noch auf der Matte aktiv – hofft, bis auf Jens Steffen wieder alle Ringer aufbieten zu können. Also auch Mesut Kayar, der zuletzt in einigen Begegnungen fehlte.

 

Großostheim hat als Tabellen-Achter inzwischen elf Punkte gesammelt, mit dem Abstieg also nichts mehr zu tun. Der KSV belegt Rang fünf und weist ein positives Punktverhältnis von 17:15 auf. Das soll in den beiden letzten Begegnungen ausgebaut werden – mit Siegen in Großostheim und am nächsten Wochenende beim letzten Kampf gegen KSC Niedernberg wollen sich die Wittener noch weiter nach vorn bringen. Das wäre, nach dem dritten Rang im Vorjahr, besonders angesichts der Verletzungen in der Saison wieder ein tolles Ergebnis.

 

Am letzten Samstag verkauften sich die „Frankonen“ beim Lokalkonkurrenten KSC Hösbach mit 16:21 gut und hatten mit Giorgi Gelash, Viktor Parubtschischin, Trainer Engin Ürün und den Ungarn Renato Kun und Attila Szmik ihre stärksten Ringer dabei. Die werden wohl auch jetzt wieder auf die Matte gehen, so dass durchaus mit einer harten Auseinandersetzung für den KSV Witten 07 zu rechnen ist.

 

Kampfrichter ist Helmut Steininger aus Stuttgart.

 

KSV Witten 2 hat in Gütersloh Saisonausklang

 

Die 2. Mannschaft des KSV Witten steht bereits als Meister der Landesliga und Aufsteiger zur Verbandsliga fest. Am Samstag nun kommt es zum Saisonausklang beim KSV Gütersloh. Die Ostwestfalen belegten lange Zeit den dritten Rang, fielen aber zuletzt durch einige verlorene Kämpfe auf den sechsten Platz zurück. Am letzten Wochenende gab’s eine 0:32-Niederlage in Walheim, weil drei Gewichtsklassen nicht besetzt werden konnten.

 

Die Wittener werden nochmals ihr junges Team aufbieten, das die Saison so bravourös bestanden hat. Auch wenn die Hausherren wohl diesmal mit kompletter Mannschaft antreten und nicht schon an der Waage verlieren werden, sind die Schützlinge von Matthias Blum, Dietmar Appel und Wilfried Lutter eindeutig Favorit. Die erste Niederlage in der letzten Begegnung werden sie sich nicht erlauben wollen.

09.12.2012

 

Ehre, wem Ehre gebühret … KSV Witten feiert erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler

 

Ehrungen standen vor dem Zweitliga-Kampf des KSV Witten 07 gegen TSV Gailbach am Samstag in der Husemannhalle auf Programm. Zu feiern gab es neben sportlichen Erfolgen von KSV-Akteuren auch einen besonderen beruflichen.

 

Da waren zunächst die KSV-Amazonen Lina Dussin und Viviane Herda, die beide in der Mannschaft des Ringer-Verbandes NRW standen, die Ende November ihren Titel als Deutscher Mannschaftsmeister verteidigen konnte. In Saarbrücken wurden sie in den Gewichtsklassen bis 44 kg bzw. 63 kg eingesetzt und hatten wesentlichen Anteil am Erfolg des NRW-Teams. Dafür gab’s Blumen und einen Gutschein vom KSV-Vorstand für Lina – Viviane wurden die Präsente ans Krankenbett geschickt, wo sie eine Grippe auskuriert.

 

Einen großen beruflichen Schritt hat KSV-Ringer und Co-Trainer Emre Yilmaz getan: er legte kürzlich sein medizinisches Staatsexamen ab und ist jetzt Arzt. Die Promotion soll Anfang des kommenden Jahres folgen – dafür bekam er einen Blumenstrauß und den Applaus von Publikum und Mannschaft.

 

Schließlich lief die 2. Mannschaft des KSV Witten, die zuvor gegen AKS Rheinhausen gewonnen hatte, nochmals ein, um die Ehrung als Meister der Landesliga und Aufsteiger zur Verbandsliga entgegen zu nehmen. Alle eingesetzten Ringer und das Betreuer-Trio Matthias Blum, Dietmar Appel und Wilfried Lutter erhielten unter großem Beifall das Meister-Shirt von Thomas Altstadt und Oliver Oelrich, beide 2. Vorsitzende des KSV, überreicht.

09.12.2012

 

Gailbach bereitet KSV Witten keine Probleme - Nur zwei KSV-Niederlagen beim 28:11 – ausgerechnet für Ibro Cakovic

 

Im Kampf zweier Mannschaften mit großen Verletzungsproblemen konnte der KSV Witten 07 am Samstag in der Husemannhalle das bessere Ende für sich verbuchen: beim 28:11-Erfolg der Ringer von Trainer Fatih Sirin machte der TSV Gailbach deutlich, weshalb die Mannschaft in dieser Saison noch nicht recht in Schwung gekommen ist und den vorletzten Tabellenplatz belegt. Acht der zehn Begegnungen gewannen die Hausherren, nur zweimal mussten die KSV-Ringer geschlagen die Matte verlassen.

 

Und ausgerechnet der Wittener „Top-Scorer“ war dabei, Ibro Cakovic, bisher in der Saison noch ungeschlagen. Er traf in der letzten Begegnung des Abends allerdings auf den stärksten Gästeakteur, Sascha Büchner. Der Ex-Erstligaringer hatte im Verlaufe der Saison bislang erst einmal verloren, im Hinkampf u.a. auch gegen Jens Steffen gewonnen. Cakovic bemühte sich, musste aber immer wieder Punkte abgeben, als Büchner seine Beinangriffe präzise durchbrachte. Am Ende war sicher auch der Gewichtsunterschied von sieben Kilo zugunsten des Gailbachers ausschlaggebend – Cakovic hat während seiner Verletzungspause einiges an Masse und Substanz eingebüßt. 1:2, 0:2 und 0:6 standen die drei Runden zu Buche – ein deutlicher 3:0-Erfolg für Sascha Büchner.

 

Begonnen hatte es mit drei klaren 4:0-Ergebnissen zugunsten der Hausherren. Bis 55 kg brannte Dawid Dykier ein Feuerwerk gegen den Erstliga-erfahrenen Cem Güvener ab und siegte beim 1:0, 6:0 und 7:0 mit technischer Überlegenheit. Mirko Klein (120 kg) hatte es gegen Jonas Trautmann eilig. Schon vor Ablauf der ersten Minute hatte er seinen Konterpart auf beide Schultern gedrückt. Und auch Akaki Kuntchulia (60 kg) zeigte sehenswerte Griffe und Aktionen, als er den überforderten Tom Wünsch beim 6:0, 5:0 und 6:0 technisch auspunktete.

 

In einem punktreichen Kampf – 28 Zähler standen am Ende auf dem Punktzettel – tat sich der grippegeschwächte Denis Böddeker (96 kg) anfangs schwer gegen Peter Stadtmüller, verlor Runde eins mit 0:4. Gegen den abbauenden TSV-Ringer setzte er nach, gewann die Folgerunden 8:5, 4:1 und 6:0 und sicherte seinen Farben damit einen 3:1-Rundensieg. Schwer zu kämpfen hatte Co-Trainer Emre Yilmaz (66 kg) gegen Frederik Linz. Stark, wie er in Runde eins fast mit dem Schlussgong mit einem Durchdreher punktete. Danach blieb es beim 1:0, 0:1 und 1:0 weiter eng – am Ende ein verdienter 3:1-Sieg des KSV-Athleten.

 

Wittens Nachwuchsmann Ufuk Canli (84 kg) hatte gegen den abgeklärten Marcel Fröhlich keine Chance. 5:0, 5:0 und 3:0 sammelte der Gästeringer durch effektive Angriffe seine Punkte zum technischen Überlegenheitssieg. Keine Probleme dagegen hatte Alexander Storck gegen den angeschlagen in die Partie gegangenen Svetoslav Neychev (66 kg). Nach 6:0 im ersten Abschnitt gab der TSV-Akteur in der zweiten Runde auf.

 

Klarer, als es das 3:1-Ergebnis besagt, hatte Nico Brunner (84 kg) seinen Gegner Dimitri Streib im Griff. Beim 3:0, 2:0, 0:2 und 1:0 ließ er immer wieder sein Potenzial aufblitzen. Die abschließenden Kämpfe der 74 kg-Klasse sahen dann noch Sieg und Niederlage für die heimischen Akteure. Rabbia Khalil musste gegen Evgenij Titovski an seine Grenzen gehen, um sich 1:0, 0:1, 1:0 und 1:0 zu behaupten. Ein Durchdreher brachte eine technische Wertung und damit das 3:1 für den KSV-Athleten. Den Abschluss machte Ibro Cakovic gegen Sascha Büchner – ein klarer und verdienter 28:11-Erfolg mit sehenswerten Kämpfen sicherte dem KSV jetzt mit 17:15 ein positives Punktverhältnis und den gesicherten fünften Tabellenplatz der 2. Bundesliga.

 

Am kommenden Samstag reist die Mannschaft zum vorletzten Kampf der Saison beim SC „Frankonia“ Großostheim, ehe es in zwei Wochen „Christmas-Wrestling“ gegen den KSC Niedernberg in der Husemannhalle gibt.

 

Laura Ferdinand aus Großholbach (bei Montabaur) leitete die Kämpfe ruhig, sachlich und souverän.

Gr.-röm. 55 Dawid Dykier EU Cem Güvener 4:0 1:0 6:0 7:0 05:40
Freistil 60 Akaki Kuntchulia N Tom Wünsch 23 4:0 6:0 5:0 6:0 03:48
Gr.-röm. 66A Emre Yilmaz Frederik Linz 23 3:1 PS 2:0 1:0 0:1 1:0 08:00
Freistil 66B Alexander Storck 23 Svetoslav Neychev EU 4:0 AS 6:0 3:0 02:16
Gr.-röm. 74A Rabbia Khalil Evgenij Titovski 23 3:1 PS 1:0 0:1 1:0 1:0 08:00
Freistil 74B Ibro Cakovic N6 Sascha Büchner 0:3 PS 1:2 0:2 0:6 06:00
Gr.-röm. 84A Nico Brunner 23 Dimitri Streib 23 3:1 PS 3:0 2:0 0:2 1:0 08:00
Freistil 84B Ufuk Canli ND Marcel Fröhlich 23 0:4 TÜ 0:5 0:5 0:3 06:00
Gr.-röm. 96 Dennis Böddeker 23 Peter Stadtmüller 3:1 PS 0:4 8:5 4:1 6:0 06:46
Freistil 120 Mirko Klein Jonas Trautmann 23 4:0 SS 3:0 00:43

09.12.2012

 

Landesliga-Meister KSV Witten 2 bestätigt Titel eindrucksvoll - Nur drei KSV-Niederlagen beim 26:11 - Gies lässt sich überraschen - Bundesliga-Kampfleiterin übernimmt Begegnung nach dem zweiten Kampf

 

Als Meister stand die 2. Mannschaft des KSV Witten 07 in der Landesliga schon am vergangenen Wochenende fest. Dies galt es nun am Samstag zu bestätigen, als sich der Tabellen-Dritte AKS Rheinhausen-Hochemmerich in der Husemannhalle vorstellte. Dem jungen Team um die Betreuer Matthias Blum, Dietmar Appel und Wilfried Lutter gelang das beim 26:11-Erfolg eindrucksvoll. Siebenmal verließen die KSV-Akteure als Sieger die Matte, zeigten dabei sehenswerte Griffe und Aktionen und machten deutlich, dass dieser Titel sicher noch nicht das Ende der Entwicklung sein wird.

 

Im Verlaufe des Kampfes kam es zu einem Novum in der alt-ehrwürdigen Husemannhalle, die schon hunderte Mattenschlachten erlebt hat. Kampfleiter Günther Hangebrauck (Lünen) war gesundheitlich angeschlagen, konnte nach der zweiten Einzelbegegnung nicht mehr weiter machen. Glücklicherweise war die Bundesliga-Kampfrichterin Laura Ferdinand bereits vor Ort und übernahm ohne große Diskussion die weitere Leitung. Sicher nicht alltäglich! Dass ihre Leistung auf der Matte dann ohne Fehl und Tadel war, versteht sich von selbst.

 

Zurück zum Kampf des KSV gegen Rheinhausen: vorgezogen wurde die Klasse 84 kg, und Jörg Lenk brachte sein Team mit einer abgeklärten Leistung beim 3:0-Punktsieg gleich auf die Siegerstraße. Aldin Dikezi (55 kg) musste hart kämpfen, um sich mit 3:1 durchzusetzen und baute das Resultat auf 6:1 aus. 10:1 hieß es nach Kampf Nr. 3, als Christopher Faber seinem Gegenüber keine Chance ließ und sich mit feinen Beinangriffen technisch überlegen durchsetzte.

 

Die erste Niederlage musste dann Diyar-Murat Dündar (60 kg) einstecken, brachte beim 2:3 aber immerhin zwei Zähler für seine Farben mit (12:4). Pjotr Pankow kann sich auf seinen Hüftschwung verlassen – das machte der Wittener in der 96 kg-Klasse deutlich, als er seinen Gegner mit dieser Aktion mehrfach überraschte und schließlich Schultersieger wurde (16:4). Nick Jacobs gab dem Rheinhausener keine Chance, sein 3:0-Erfolg in der 66 kg-Klasse war sehr sicher (19:4).

 

Mit dem gleichen Resultat unterlag dann Ebubekir Aksu (84 kg) gegen einen der stärksten AKS-Ringer, die Gäste konnten auf 19:7 verkürzen. Danach ein überraschendes Ergebnis, denn Yves-Heiko Gies (66 kg), eigentlich ein Siegesgarant, ließ sich von dem Zweitliga-erfahrenen Alexander Winke auskontern und auf die Schultern befördern. Damit hatte Rheinhausen beim 19:11 noch die theoretische Chance auf ein Remis. Nämlich dann, wenn die abschließenden Kämpfe der 74 kg-Klasse mit je 4:0 gewonnen worden wären.

 

...wären! Doch Martin Tasev und Lukas Faber gehören zu den stärksten Akteuren dieser Gewichtsklasse in der Liga – und stellten dies auch am Samstag wieder unter Beweis. Tasev kam durch eindrucksvolle Würfe, die mit der Höchstwertung von fünf Punkten belohnt wurden, zum überzeugenden 4:0-Überlegenheitssieg und schaffte beim 23:11 die Entscheidung. Dem stand Lukas Faber nichts nach. Beim 3:0-Sieg musste er zwar kämpfen, kam dabei jedoch nie in Gefahr. 26:11 lautete damit das Endergebnis – eines Liga-Meisters durchaus würdig!


KSV Witten 07 II AKS Rheinhausen 26:11
55 Dikezi, Aldin (JN) Sabatino, Pietro (JND) PS 3:1
  Runden: 2:1, 0:1, 4:0, 2:0 — Σ:(8:2), Δ:6
60 Dündar, Diyar-Murat (J) Semjonow, Max (J) PS 2:3
  Runden: 0:2, 1:0, 1:0, 0:3, 0:4 — Σ:(2:9), Δ:7
66 A Jacobs, Nick (J) Kress, Nikolai (J) PS 3:0
  Runden: 1:0, 1:0, 1:0 — Σ:(3:0), Δ:3
66 B Gies, Yves-Heiko (J) Winke, Alexander SS 0:4
  Runden: 0:5 — Σ:(0:5), Δ:5
74 A Tasev, Martin (J) Coban, Lokman (ND) 4:0
  Runden: 6:0, 6:0, 5:0 — Σ:(17:0), Δ:17
74 B Faber, Lukas (J) Sanlialp, Muhammed (J) PS 3:0
  Runden: 1:0, 4:0, 2:1 — Σ:(7:1), Δ:6
84 A Lenk, Jörg Rolf Siroglazov, Nikolaj (J) PS 3:0
  Runden: 2:0, 1:0, 1:0 — Σ:(4:0), Δ:4
84 B Aksu, Ebubekir (ND) Wegner, Dimitri PS 0:3
  Runden: 0:7, 0:1, 1:2 — Σ:(1:10), Δ:9
96 Pankow, Piotr Baysal, Süleyman (ND) SS 4:0
  Runden: 7:2, 7:0 — Σ:(14:2), Δ:12
120 Faber, Christopher Kolak, Mehmet (ND) 4:0
  Runden: 7:1, 3:1, 5:0 — Σ:(15:2), Δ:13

07.12.2012

 

KSV Witten hat den vorletzten Heimkampf der Saison

TSV Gailbach stellt sich in der Husemannhalle vor

(08.12., 19.30 Uhr Husemannhalle Witten)

Landesligameister KSV 2 empfängt AKS Rheinhausen (17.30 Uhr)



TSV Gailbach

Zugänge:

Cem Güvener, Hamza Fallacara (beide KSC Niedernberg), Dawid Wolny, Alwin Scheiermann (eig. Jugend), Dimitri Streib (Rostock), Evgenij Titovski (AV Schaafheim), Ondrej Ulip (ASV Hof), Heiko Müller (reaktiviert)

Abgänge:
Paul Illgen (RV Haibach), Ilhan Myumyunov (RWG Mömbris Königshofen), Sebastian Höglmeier, Sebastian Rüppel (beide SV Weingarten), Damian Patalong (Einigkeit Damm).

 

Kader:

55 kg (FR): Dawid Wolny (16), Tom Wünsch (19), (GR): Cem Güvener (40), 60 kg (FR/GR): Svetoslav Neychev (25), 66 kg (FR): Hamid Mohammadi (29), 60/66 kg (FR): Alwin Scheiermann (17), 66 kg (GR): Ondrej Ulip (26), Hamza Fallacara (25), 66/74 kg (FR): Frederik Linz (17), 74 kg (FR): Sascha Büchner (25), (GR): Evgenij Titovski (19), Florian Priebe (24), 84 kg (FR): Marcel Fröhlich (19), (GR): Dimitri Streib (21), Alexander Resch (20), 96 kg (FR): Jonas Trautmann (18), 96/120 kg (FR): Vlad Bogdan Boeriu (27), (GR): Peter Stadtmüller (22), Heiko Müller (36).

 

Trainer: Peter Fornoff

Mit dem TSV Gailbach empfängt Ringer-Zweitligist KSV Witten am Samstag (8.12, 19.30 Uhr Husemannhalle) einen Gegner, der in der Vorsaison zweimal deutlich dominierte: in Aschaffenburg, wo der TSV zu Hause ist, unterlagen die Wittener heftig-deftig mit 12:22, und auch beim Rückkampf in der Husemannhalle sah es beim 14:23 nicht viel besser aus. Anders dagegen in diesem Jahr, als sich die Ringer aus der Ruhrstadt auf fremder Matte mit 24:18 durchsetzten. Da allerdings waren beim KSV noch „alle Mann an Bord", was inzwischen nicht mehr der Fall ist. Jens Steffen ist definitiv nicht dabei; wie es bei Mesut Kayar und Ibro Cakovic aussieht, entscheidet sich kurzfristig.

Doch mit Dawid Dykier oder Nikolay van Berkum (55 kg), Akaki Kuntchulia (60 kg), Alexander Storck (66 kg), Nico Brunner 84 kg), Dennis Böddeker (96 kg) und Mirko Klein stehen dem Trainerteam Fatih Sirin und Emre Yilmaz – die beide zuletzt aufgrund der Personalmisere beim KSV selbst noch auf die Matte gingen – gestandene Zweitliga-Ringer zur Verfügung, die für die nötigen Punkte sorgen könnten. Ob beide auch jetzt wieder selbst ins Kampfgeschehen eingreifen müssen, bleibt abzuwarten.

Zwar konnte sich der TSV in diesem Jahr wieder über einige Verstärkungen freuen, mit Güvener und Ulip kamen sogar Erstliga-erfahrene Athleten zum Aschaffenburger Vorort-Club. Der Ungar Ondrey Ulip (66 kg) sowie Sascha Büchner und Evgenij Titovski (74 kg) waren bislang die stärksten Akteure des Gästeteams, auch der junge EM-Medaillengewinner Dawid Wolny, ein hochbegabtes Nachwuchs-Talent der Ringermatte, sammelte schon fleißig Punkte. Trotzdem kam die Mannschaft um Trainer Peter Fornoff nicht wirklich in Fahrt, erst fünf Zähler sammelten die Mainfranken und belegen damit den vorletzten Tabellenplatz.

Die Wittener haben dagegen ein ausgeglichenes Punktverhältnis (15:15) und wollen dies gern auch zum Saisonende vorweisen. Dazu ist ein Sieg an diesem Samstag Pflicht, denn dann folgen noch zwei schwere Kämpfe zum Saisonabschluss – die Auswärts-Aufgabe in Großostheim und die abschließende Begegnung in der Husemannhalle gegen KSC Niedernberg. Bei aller Verletzungsmisere des KSV: das emotionale und lautstarke Publikum in der Husemannhalle hat auch in dieser Saison wieder bewiesen, dass es die eigenen Ringer zu ungeahnten Leistungen tragen kann – das Remis gegen „Angstgegner" Hösbach vor einigen Wochen ist der beste Beweis. So soll es auch gegen den TSV Gailbach sein, wenn unter der Kampfleitung von Laura Ferdinand aus Großholbach (bei Montabaur) die Kämpfe ab 19.30 Uhr über die Bühne gehen werden.

Am Rande der Veranstaltung wird der KSV Witten einige Ehrungen vornehmen: für Lina Dussin und Viviane Herda, die mit der Mannschaft des Ringerverbandes NRW erneut die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen gewannen; die Reservemannschaft des KSV Witten, die sich bereits in der Vorwoche die Meisterschaft der Landesliga sicherte; und auch für Emre Yilmaz, der sein medizinisches Examen kürzlich erfolgreich ablegte.

 

Meister KSV Witten 2 empfängt den Tabellendritten AKS Rheinhausen

 

Schon am letzten Wochenende machten die Schützlinge von Matthias Blum, Dietmar Appel und Wilfried Lutter alles klar und gewannen die Landesliga-Meisterschaft mit einem Erfolg bei der RG Heros Dortmund / GM Siegen vorzeitig. Am Samstag steht gegen AKS Rheinhausen-Hochemmerich nun ein Spitzenkampf der Liga auf dem Programm, denn die Gäste belegen immerhin Rang drei in der Tabelle. Die Duisburger Vorstädter weisen mit 20:8 nur zwei Minuspunkte mehr auf als der RC Ehrenfeld – es geht für sie also noch um den begehrten zweiten Platz, der u.U. noch zum Aufstieg berechtigen kann.

Der AKS Rheinhausen hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Zu früheren Zeiten kämpfte der Verein sogar in der 2. Bundesliga, später in der Oberliga, dann in der Verbandsliga. Zuletzt gab es einen Neuaufbau – so sind die meisten Ringer im Team der KSV-Gastgeber Nachwuchsringer. Wie auch beim KSV.

Erfahrenster Akteur bei den Gastgebern ist Alex Winke (66 kg), der lange Jahre bei verschiedenen Vereinen in der Oberliga und sogar schon in der 2. Bundesliga kämpfte. Auch Dimitri Wegener und Leo Bechtold (84 kg) können schon auf erfolgreiche Einsätze in höheren Ligen zurückblicken.

Im Hinkampf in Duisburg setzten sich die Wittener knapp mit 21:18 durch – mit einem ähnlichen Resultat wären die Wittener diesmal wahrscheinlich auch zufrieden.



05.12.2012

 

KSV-Teams gehen in die Endphase - Zweitligist trifft am Samstag auf Gailbach - Die Reserve empfängt AKS Rheinhausen

 

Für die Ringer des KSV geht es so langsam in die Endphase der Saison. Die Zweitliga-Vertretung steht in der 2. Bundesliga Mitte auf dem sechsten Platz (15:15 Pkt.) und trifft am Samstag (19.30 Uhr) auf den Tabellen-Vorletzten TSV Gailbach (5:25 Pkt.). Im Hinkampf gelang dem KSV der erste Sieg gegen die Aschaffenburger Vorstädter - da konnten beide Teams allerdings noch aus dem Vollen schöpfen. Inzwischen sind beide personell angeschlagen. Letzten Samstag stellte sich sogar Interimscoach Fatih Sirin in den Dienst der Mannschaft und komplettierte den Kader. Bei den Gästen, die am letzten Wochenende auf heimischer Matte nur neun Ringer stellen konnten und ebenfalls mit Verletzungssorgen kämpfen, sieht die Lage nicht anders aus. Es dürfte aber trotz der Ausfälle ein spannendes Duell auf Augenhöhe werden.

 

Die Landesliga-Ringer des KSV hingegen feierten letztes Wochenende bereits vorzeitig die Meisterschaft (Platz 1, 27:1 Pkt.) und wollen gegen den Tabellen-Dritten aus Rheinhausen (20:8 Pkt.) nun vor heimischen Publikum noch einmal zeigen, warum ihnen ein so glanzvoller Durchmarsch in der Liga gelungen ist. Im Hinkampf war es lange Zeit ein spannendes Duell. Erst die beiden Schlussringer konnten da den Spiess umdrehen und aus einem 14:18-Rückstand noch einen 21:18-Erfolg feiern. Anpfiff dieser Begegnung ist am Samstag bereits um 17.30 Uhr.

05.12.2012

 

KSV-Trainerteam erweitert: Ringer-Kinder lernen bei Eda Güner  

 

Auf den Ringermatten im Leistungszentrum Ostermann-Halle wird hart und intensiv gearbeitet. Es wird gerungen – Griffe lernen, Kombinationen, dazu Kraft, Kondition und Koordination. Anweisungen schallen durch die Halle:“Geh‘ an die Beine; schneller! Ausheben! OK, jetzt Liegestütze …“ Das waren bisher männliche Stimmen. Seit einigen Wochen ist das anders. Ringerinnen und Ringer der Jugendabteilung des KSV Witten 07 hören jetzt auf eine junge Frau - eine Trainerin auf der Matte, jung, hübsch und offensichtlich schon sehr kompetent.

 

Eda Günter gehört seit einigen Wochen zum KSV-Trainerteam. Die 18 jährige machte kürzlich ihren Trainerschein „C“ in der Sportschule Hennef, lernte in Seminaren des Ringerverbandes NRW viel über Theorie und Praxis des Ringkampfsportes und legte am Ende eine Prüfung ab. Erfolgreich. Und jetzt steht sie auf der Matte und sammelt erste praktische Erfahrungen im neuen Amt. Und setzt das, was sie gelernt hat, wirkungsvoll um. Dabei kann sie auf ihre eigenen Erfahrungen aus einer mehr als zehnjährigen Laufbahn als aktive Ringerin zurückgreifen.

 

Vor einem Jahr noch startete sie bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend, hatte sich als NRW-Meisterin dafür qualifiziert. Zuvor hatte sie Titel und Medaillen bei nationalen und internationalen Meisterschaften und Turnieren gesammelt, bis gesundheitliche Probleme auftraten. Die Knie machten nicht mehr mit – vorläufiges Ende der aktiven Laufbahn und Wechsel auf die andere Seite der Ringer-Halle.

 

Das sieht richtig gut aus, was sie da macht. Die 10 bis 12 jährigen Jungen und Mädchen hören aufmerksam zu, wenn sie was erklärt – Ringergriffe oder spielerische Übungen. Die Kinder reagieren, wenn sie eine Anweisung gibt – das kann auch mal etwas lauter sein. Wenn sich dann mal jemand weh tut, ist sie ebenfalls schnell zur Stelle, tröstet, gibt Zuspruch. Es ist ein schönes Bild, Eda mit ihrer Gruppe zu beobachten.

 

Die junge Trainerin besuchte bis 2011 die Holzkamp-Gesamtschule in Witten. Nach ihrem Abschluss begann sie ein Studium an der Westfalen-Akademie in Dortmund. Sie will Physio-Therapeutin werden, ein Beruf, der für ihre sportlichen Aktivitäten auch sehr wichtig und hilfreich ist. Das ist ihr berufliches Ziel. Auch im Sport will sie sich weiterentwickeln. Die Lizenzerhöhung soll demnächst erfolgen, vom „C“- zum „B“-Trainer, vielleicht auch mal die Kategorie „A“.

 

„Es macht Freude, die Entwicklung der Kinder zu beobachten; wie sie Dinge umsetzen, die ich vorgebe, wie sie Bewegungsabläufe lernen“, ist Eda Güner von ihrer neuen Tätigkeit begeistert. Doch so ganz hat sie ihre eigene sportliche Karriere noch nicht ad acta gelegt – klar, mit 18 … „Ich hoffe, dass ich nach eine Knie-OP wieder aktiv auf die Ringer-Matte kann, um vielleicht doch noch mal anzugreifen. Zumindest auf nationaler Ebene“, ist sie optimistisch, nochmal ins Wettkampfgeschehen eingreifen zu können.

 

Wenn das nicht – oder nicht so, wie sie es sich vorstellt – klappen sollte, hat sie ja schon das zweite Standbein gefunden: als erste Ringer-Trainerin im KSV wird sie auch zukünftig viel schöne Arbeit mit dem Wittener Ringer-Nachwuchs haben!

02.12.2012

 

KSV-Lazarett verkauft sich achtbar in Kleinostheim –

Fatih Sirin greift bei 10:23-Niederlage selbst zum Trikot

 

Weiterhin ohne die drei verletzten Punktegaranten Ibro Cakovic, Jens Steffen und Mesut Kayar machte sich der KSV auf den Weg zum SC Siegfried Kleinostheim. Die bisherigen drei Zweitliga-Begegnungen konnten die Pottringer allesamt knapp für sich entscheiden. Zu kompensieren waren die Ausfälle aber diesmal nicht wie noch letzte Woche in Köln und der derzeitige Siegeslauf der Gastgeber (acht Siege in Folge) konnte somit vom KSV nicht gestoppt werden.

 

Als vorgezogener Einlagekampf sollte die Partie zwischen Kleinostheims übergewichtigem Tim Heininger und Alexander Storck (66 FR) ausgetragen werden. Storck beendete die Partie gegen seinen zudem verletzungsgeplagten Kontrahenten zügig mit einem Schultersieg (0:4). Dem unter der Woche mit einer Erkältung und jetzt mit Przemyslaw Witych kämpfenden Nikolai van Berkum (55 G) konnte man den Siegeswillen nicht abstreiten. Allerdings gelang dem KSV-Athleten kein entscheidendes Durchkommen gegen seinen polnischen Kontrahenten (3:4). Im Schwergewicht stand Mirko Klein (120 F) im ungeliebten freien Stil gegen Kaderringer und DRB-Nachwuchs-Hoffnung Robin Ferdinand zwar nicht komplett auf verlorenem Posten, dennoch war Ferdinand in drei Runden den Tick cleverer (6:4).

 

Zurück auf die Siegesspur wollte dann wieder Akaki Kuntchulia (60 F) kommen. Nach der Niederlage in der Vorwoche kontrollierte er in seinem Kampf seinen Gegenüber und ließ keinen Zweifel am Ausgang dieser Partie aufkommen (6:7). Im letzten Kampf vor der Pause musste sich Dennis Böddeker (96 G) dann mit dem zweiten polnischen Ass im Kleinostheimer Ärmel, Przemyslaw Malinowski, auseinandersetzen. Der Siegfried-Athlet ließ das Wittener Talent einige Male ins offene Messer laufen – Böddeker selbst zog in der Bodenlage auch zwei schöne Wertungen. Diese wurden aber von Mattenleiter Jahncke (Hamburg) nicht mit Punkten belohnt (10:7).

 

Nach der Pause bekam Emre Yilmaz (66 G) mit Jan Gündling einen ordentlichen Zweitliga-Brocken in dieser Gewichtsklasse vor die Brust gesetzt. Der angehende Mediziner zeigte sich sehr aktiv, konnte allerdings bei seiner knappen Niederlage keine technischen Wertungen verbuchen (13:7). Ebenso forsch ging Kayar-Ersatzmann Ufuk Canli (84 F) zu Werke. Zahlreiche Beinangriffe des Witteners waren am Ende allerdings nicht von Erfolg gekrönt, da Tobias Jung im roten Dress der Gastgeber die Punkte clever ausrang (16:7). Nico Brunner (84 G) zeigte gegen Kamil Witaszewski erneut, warum er zu den Top-Talenten in Deutschland zählt. Gab er Runde Eins noch etwas leichtfertig aus der Hand, so gewann er aber auch die folgenden drei Runden souverän und schon sehr routiniert und brachte den KSV noch einmal etwas näher heran (17:10). Für Rabbia Khalil (74 G) ging es dann aber gegen Angstgegner Michal Krol, gegen den er bislang durchweg „Vierer“ abgab, erst einmal um Schadensbegrenzung. Diese gelang ihm auch erstaunlich gut – Krol kam mit seinen gefürchteten Wurftechniken kaum zum Zug und so gab es am Ende nur drei knappe Runden aus Wittener Sicht abzugeben (20:10).

 

Das Highlight des Abends setzte aber dann Wittens Interims-Coach Fatih Sirin. Aufgrund der akuten Personalsorgen schnürte der ehemalige Erstligaringer noch einmal selbst die Ringerstiefel. Gegen Kubilay Cakici, in der zweiten Liga eine feste Größe und fast immer siegreich unterwegs, verkaufte sich der Wittener Trainer mehr als teuer. Immer wieder ging er sogar mit zügigen Beinangriffen zu Werke. Cakici spielte allerdings seinen Trainings- und Wettkampfvorteil aus und besiegte Sirin in drei Runden (23:10). Der Wittener Trainer bewies damit allerdings eindeutig, dass der Spruch „Einer für Alle, Alle für Einen“ vollkommen zurecht auf diese KSV- Mannschaft zutrifft.

 

Am Ende stand somit der erste Kleinostheimer Sieg im vierten Versuch gegen den KSV auf dem Kampfbericht. Dieser war obgleich des geschlossenen, starken Kaders der Gastgeber auch vollkommen verdient. Der KSV platziert sich damit nun auf Rang 6 und einer Bilanz von 15:15 Punkten. Am kommenden Wochenende geht es dann im vorletzten Heimkampf der Saison gegen den derzeit ebenfalls personell dünn besetzten TSV Gailbach. Dennoch dürfen sich die Fans da vor heimischer Kulisse wieder auf einige Interessante Begegnungen freuen (08.12., 19.30 Uhr, Husemannhalle Witten). Vorab gibt es den Meisterschaftskampf unserer Reserve gegen den AKS Rheinhausen, die dann auch vor heimischen Publikum noch einmal zeigen wollen, warum sie als vorzeitiger Landesliga-Meister feststehen (17.30 Uhr).

Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Gr.-röm. 55 Przemyslaw Witych EU Nikolai van Berkum J 3:0 PS 2:0 2:0 2:0 06:00
Freistil 60 Tobias Schröder 23 Akaki Kuntchulia N 0:3 PS 0:4 0:1 0:3 06:00
Gr.-röm. 66A Jan Gündling Emre Yilmaz 3:0 PS 4:0 1:0 1:0 06:00
Freistil 66B Tim Heininger 23 Alexander Storck 23 0:4 ÜG 0:3 00:04
Gr.-röm. 74A Michal Krol EU Rabbia Khalil 3:0 PS 2:0 1:0 3:0 06:00
Freistil 74B Kubilay Cakici 23 Fatih Sirin 3:0 PS 2:0 1:0 4:1 06:00
Gr.-röm. 84A Kamil Witaszewski EU Nico Brunner 23 1:3 PS 2:0 0:1 0:1 0:1 08:00
Freistil 84B Tobias Jung Ufuk Canli ND 3:0 PS 6:1 3:0 1:0 06:00
Gr.-röm. 96 Przemyslaw Malinowski EU Dennis Böddeker 23 4:0 6:0 3:0 6:0 04:29
Freistil 120 Robin Ferdinand 23 Mirko Klein 3:0 PS 2:0 1:0 4:0 06:05

02.12.2012

 

KSV-Reserve ist Landesliga-Meister - Sieg bei RG Heros Dortmund / GM Siegen - Gies und Lenk leiten Sieg ein, Tasev und Lukas Faber vollenden Hartes Stück Arbeit – Witten feiert Meisterschaft und Aufstieg

 

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die KSV-Reserve am Samstagabend in der Sporthalle Eierkampstraße in Hombruch gegen die RG Heros Dortmund / Goldene Matte Siegen leisten musste. Bis zum Kampf Nr. 8 führten die Hausherren, erst die letzten beiden Kämpfe der 74 kg-Klasse sicherten den Sieg für die Ringer um das Betreuer-Trio Matthias Blum – Dietmar Appel – Wilfried Lutter. Am Ende gab’s riesigen Jubel über die vorzeitige Meisterschaft, verbunden mit dem Aufstieg in die Verbandsliga.

 

Die ca. 150 Zuschauer, darunter zahlreiche Wittener, erlebten fast eine Wiederholung des Hinkampfes in der Ostermann-Halle, als die Ringer-Gemeinschaft des 10 fachen Deutschen Mannschaftsmeisters Heros Dortmund mit dem jungen Siegener Club „Goldene Matte“ nach drei Kämpfen schon 12:1 in Führung lag. Dabei hatte sich die KSV-Mannschaftsführung ein wenig „verzockt“: man wollte den starken Stanislaw Maier, bisher in der Liga unbesiegt, „leerlaufen“ lassen, stellte den übergewichtigen Simeon Stankovich in die 96 kg-Klasse und Christopher Faber ins Schwergewicht (120 kg). 96 kg-Mann Maier allerdings stand bis 120 kg auf der Matte und setzte sich auch mit technischer Überlegenheit gegen Faber durch; die Punkte von Stankovich – der im Einlagekampf 3:0 gewann – gingen mit 4:0 an den Dortmunder Steffen Engmann.

 

Den Anfang machte Denis Rerich, der einige Kilo für das 55 kg-Limit abtrainieren musste. Er hatte gute Szenen gegen den routinierten Kandemir, gewann eine Runde und gab in einer weiteren die entscheidende Wertung erst mit dem Schlussgong ab. Beim 1:4 brachte er nach vier Runden immerhin einen Punkt für seine Mannschaft mit. Es folgte die Begegnung bis 120 kg – da stand es bereits 8:1 für die RG.

 

In der 60 kg-Kategorie stand eine „Anleihe“ aus dem Bundesliga-Kader für den KSV auf der Matte. Dawid Dykier beherrschte Gasimov deutlich, gewann Runde eins mit 6:0 und schulterte ihn im zweiten Kampfabschnitt – Witten verkürzte auf 8:5. Durch den Übergewichts-Sieg in der 96 kg-Klasse setzten sich die Hausherren wieder ab, nach vier Begegnungen führte Heros / Siegen 12:5.

 

Es war Nick Jacobs (66 kg) vorbehalten, das Pausenergebnis für die Gastmannschaft zu verbessern: mit seinem 3:1-Punktsieg über Aytas lautete der Pausenstand 13:8 zugunsten der Hausherren.

 

Wer gehofft hatte, dass die Wittener nach der Pause die große Aufholjagd starten würden, sah sich zunächst getäuscht. Denn Ebubekir Aksu (84 kg) ließ sich auskontern und gab in der dritten Runde auf, nachdem er in den beiden ersten bereits technisch unterlegen war – 4:0 für die Hausherren, neuer Zwischenstand: 17:8.

 

Das sollten dann allerdings die letzten Punkte für Heros / Siegen sein. Yves-Heiko Gies (66 kg) hatte mit dem starken Alexander Pogorazdov zu tun, der den Wittener zu Beginn mit sehenswerten Würfen überraschte und Runde eins 6:0 gewann. Dann allerdings zeigte sich Gies konzentriert, gewann Runde zwei und lag auch im dritten Abschnitt vorn, als der RG-Ringer „ausrastete“ – der sichere Kampfleiter disqualifizierte Pogorazdov, der damit seine zweite Liga-Niederlage einstecken musste. Witten verkürzte auf 17:12.

 

Jörg Lenk (84 kg) spielte seine ganze Routine gegen Philip Hochberg eindrucksvoll aus. 3:0, 1:0 und 2:0 gewann er die Runden und führte den KSV auf 17:15 heran. Jetzt lag es an den beiden jungen 74 kg-Kämpfern des KSV, die Entscheidung herbeizuführen. Es begann gut, denn Martin Tasev beherrschte Michael Zimmer diesmal deutlich, nachdem er im Hinkampf noch knapp mit 3:2 gewonnen hatte. Mit 1:0, 3:0 und 5:0 Punkten kam das KSV-Talent zu einem überzeugenden Erfolg, der Witten erstmals die Führung bescherte – 17:19.

 

Lukas Faber ließ nichts mehr anbrennen, er beherrschte Boulakhrif nach Belieben. Alle drei Runden beendete der junge Wittener durch technische Überlegenheit – nach 4.26 Minuten war der Kampf vorbei, 4:0 für den KSV und Faber wurde von seinen Mannschaftskameraden stürmisch gefeiert. Mit 17:22 sicherte er Sieg, vorzeitige Meisterschaft und den Aufstieg für die Wittener Landesliga-Mannschaft. Die hat jetzt noch zwei Kämpfe zu bestreiten, gegen Rheinhausen am kommenden Wochenende, danach in Gütersloh. Fünf Punkte hat der KSV nun Vorsprung vor dem RC Ehrenfeld, kann also nicht mehr eingeholt werden.

 

19 Jahre war der Altersdurchschnitt in der Begegnung in Dortmund – der wurde von „Oldie“ Jörg Lenk mit seinen 40 Lenzen wesentlich beeinflusst. Damit hat die Mannschaft noch ein erhebliches Entwicklungspotenzial, das bis zur nächsten Saison, dann in der Verbandsliga, ausgeschöpft werden soll.


RG Heros Dortmund/ Siegen KSV Witten 07 II 17:22
55 Kandemir, Akin (ND) Rerich, Denis (J) 4:1
  Runden: 7:3, 2:[2], 4:3, 6:0 — Σ:(19:8), Δ:11
60 Gasimov, Farid (N) Dykier, Dawid (N) SS 0:4
  Runden: 0:6, 1:4 — Σ:(1:10), Δ:9
66 A Aytas, Hakan (J) Jacobs, Nick (J) PS 1:3
  Runden: 0:2, 1:0, 1:5, 2:4 — Σ:(4:11), Δ:7
66 B Pogorazdov, Alexander (J) Gies, Yves-Heiko (J) DQ 0:4
  Runden: 6:0, 1:[1], 1:2 — Σ:(8:3), Δ:5
74 A Zimmer, Michael Tasev, Martin (J) PS 0:3
  Runden: 0:1, 0:2, 0:5 — Σ:(0:8), Δ:8
74 B Boulakhrif, Adil (J) Faber, Lukas (J) 0:4
  Runden: 4:13, 0:7, 0:6 — Σ:(4:26), Δ:22
84 A Hochberg, Philipp Lenk, Jörg Rolf PS 0:3
  Runden: 0:3, 0:1, 0:2 — Σ:(0:6), Δ:6
84 B Trendov, Blagoj (N) Aksu, Ebubekir (JND) AS 4:0
  Runden: 7:0, 6:0, 3:0 — Σ:(16:0), Δ:16
96 Engmann, Steffen Stankovich, Simeon (JN) ÜG 4:0
  Runden: 0:1, 0:3, 0:1 — Σ:(0:5), Δ:5
120 Maier, Stanislaw Faber, Christopher 4:0
  Runden: 6:0, 2:1, 7:0 — Σ:(15:1), Δ:14

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