Aktuelles - Juli 2012

27.07.2012

 

Die Olympiastarter des Deutschen Ringer- Bundes - Kurzportraits

von Jörg Richter (DRB)

 

Der Deutsche Ringer- Bund entsendet eine Ringerin und drei Ringer zu den Olympischen Spielen nach London: Alexandra Engelhardt (48 kg / SV Friesenheim), sowie Tim Schleicher (60 kg / SV Johannis Nürnberg / Freistil), Nick Matuhin (120 kg / 1. Luckenwalder SC / Freistil) und Frank Stäbler (66 kg / TSV Musberg / griechisch-römischer Stil) vertreten die deutschen Farben im August beim größten Sportfest der Welt.

 

Viel stürzt derzeit auf die vier Athleten ein, die sich zwar schon in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung befinden, sich aber dennoch den Fragen vieler Journalisten stellen. Dazu gab es in Mainz-Laubenheim, direkt nach der Ausstattung der deutschen Ringer-Delegation mit der neuen Olympia-Kleidung für London 2012, eine Pressekonferenz. Die Journalisten kamen auf ihre Kosten, da neben den Athleten und ihren Trainern auch Funktionäre und Verantwortlichen des DRB befragt werden konnten, darunter auch DRB-Präsident Manfred Werner.

Olympia-Starter DRB
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Alle Olympia-Teilnehmer 2012
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27.07.2012

 

Die Jungen Wilden kommen! DRB-Ringernachwuchs sorgt bei der Kadetten-EM für reichlich Medaillensegen

von Jörg Richter (DRB)

 

Katowice - „Einfach geil“, unter diese Überschrift könnte man die Europameisterschaften der Kadetten (A-Jugend) in Katowice (Polen) setzen: grandiose Stimmung herrschte in den drei deutschen Teams, aber auch um die Kämpfer herum. Viele Eltern, Freunde und Verwandte waren mit den deutschen Mannschaften nach Polen gereist und sorgten für großartige Ringkampfatmosphäre in der Eishockeyarena ‚Sportek‘, wenn deutsche Ringer auf die Matten traten.

 

Der Funke sprang über, denn die DRB-Ringer und -Ringerinnen legten sich ordentlich ins Zeug und sammelten insgesamt 9 Medaillen und erreichten gute Platzierungen in den Nationenwertungen der einzelnen Stilarten. Dabei standen die Wettkämpfe vor allem bei den jungen Männern im Freistil und griechisch-römischen Stil auf hohem Niveau. Deutschland gelang es als einziger westeuropäischen Nation, mit der Übermacht aus Osteuropa, den Balkanstaaten und Skandinavien mitzuhalten.

 

„Es waren hochklassige Kämpfe, mit Erik Thiele (85 kg/KFC Leipzig – Anmerkung des KSV Witten: Sohn des ehemaligen Wittener KSV-Ringers Sven Thiele), der die erste Medaille in Katowice für Deutschland gewann, sowie Schwergewichtler Holger Fingerle (100 kg/TSV Dewangen) haben wir vor allem in den schweren Kategorien Ringer auf dem Siegertreppchen feiern können“, war Nachwuchs-Bundestrainer Jürgen Scheibe mit dem Abschneiden seiner Freistilringer insgesamt zufrieden. „Der Kampfgeist stimmte - und das ist gerade in dieser jüngsten bei internationalen Meisterschaften zugelassenen Altersklasse das Wichtigste“, so Scheibe, der den Bogen zu den Junioren spannt, die bei ihren Europameisterschaften im Juni in Zagreb (Kroatien) ebenfalls schon mit guten Leistungen und zwei Medaillen glänzten.

 

Gut aufgestellt zeigten sich auch die jungen Damen um Bundestrainer Rainer Kamm, die mit Silbermedaillen durch Annika Wendle (38 kg/ASV Altenheim) und Francy Rädelt (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), sowie mit einer Bronzemedaille glänzten, die durch Luisa Niemesch (52 kg/SV Weingarten) erkämpft wurde. Dabei hatten die Damen auch noch Pech, Eva Sauer wurde die Möglichkeit zur erneuten Titelverteidigung durch einen Kampfrichterfehler genommen, während Jenny Singer (beide VfK Schifferstadt) einfach nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Auch Luzi Manzke (65 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) wollte nach EM-Silber im Vorjahr erneut eine Medaille, doch dann waren es starke Gegnerinnen und die eigenen Nerven, die es diesmal ‚nur‘ Platz 5 werden ließen, „... wobei in dieser stark besetzten Gewichtsklasse das Erreichen des kleinen Finals schon als Erfolg zu werten war“, resümierte der verantwortliche Trainer Rainer Kamm. Die deutschen Mädchen bewiesen einmal mehr, dass sie mit einigen Athletinnen im Konzert der großen Nationen mitmischen können.

 

Sprichwörtlich ‚den Vogel abgeschossen‘ haben die Griechisch-Römisch-Spezialisten, die es in Katowice auf 4 Medaillen brachten und für einen großartigen Schlusspunkt der Titelkämpfe sorgten. Muhammed Yeter (63 kg/KV Riegelsberg) kämpfte sich zu Silber, während Julian Neumaier (85 kg/KSV Hofstetten), Etka Sever (100 kg/VfK Schifferstadt) und Christopher Krämer (54 kg/TSV Westendorf) Bronze erreichten. „Mit dem Ausscheiden des Kadetten-Weltmeisters Denis Kudla (VfK Schifferstadt) und dem EM-Dritten des Vorjahres Nico Brunner (KSV Witten/Leistungszentrum Frankfurt/O.), die beide in den älteren Juniorenbereich wechselten, sind wir hier mit einer recht jungen Mannschaft angetreten, deren überwiegender Teil auch noch im kommenden Jahr bei den Kadetten kämpfen kann“, freute sich Bundestrainer Maik Bullmann und hob dabei zugleich die sehr gute Zusammenarbeit innerhalb des Trainer- und Betreuerteams hervor.

 

Für ein sehr gutes Umfeld der Europameisterschaften in Katowice, sorgten die polnischen Gastgeber, die übers Internet eine Live-Übertragung der Kämpfe ermöglichten, aber auch sonst für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Die stimmungsvolle Atmosphäre schafften die vielen Zuschauer selbst, so das die Titelkämpfe von Katowice den deutschen Ringern noch lange in guter Erinnerung bleiben dürften.

 

„Die Erfolge im Nachwuchs machen Mut, nun muss der Anschluss zur Spitze im Männer und Frauenbereich hergestellt werden, was mit jungen Ringern wie Tim Schleicher, Frank Stäbler und Nick Matuhin, die uns bei den anstehenden Olympischen Spielen in London vertreten werden, auch schon in ersten Schritten gelungen ist“, unterstrich DRB-Vizepräsident Sport Günter Maienschein bei der DRB-Vorstandssitzung in Karlsruhe-Ettlingen. Wobei er Alexandra Engelhardt als vierte Athletin im deutschen Olympia-Kleeblatt für London 2012 nicht unterschlagen wollte, die als Einzige mit der Erfahrung von Peking 2008 ins Olympische Rennen geht und zu den erfahrenen Ringerinnen gehört.

23.07.2012

 

Uwe Manz ist unser Mann in London - Ringer-Kampfrichter bei den Olympischen Spielen dabei

 

Ein Ringer aus dem aktuellen Aufgebot des Zweit-Bundesligisten KSV Witten 07 (… oder eine Ringerin) ist bei den Olympischen Spielen in London, die Ende der Woche beginnen, nicht dabei. Auch Mirko Englich, der 2008 in Peking Olympia-Silber gewann, und Ehefrau Yvonne – beide leben inzwischen in Frankfurt/Oder – konnten sich in der Qualifikation für London nicht durchsetzen. Trotzdem ist ein Mitglied des KSV in der britischen Metropole am Start: Uwe Manz, der 48 jährige Polizeibeamte aus Bönen, ist als Bundesligakampfrichter für den KSV Witten 07 aktiv. Er ist Chef der NRW-Kampfrichtergilde und – hinter Antonio Silvestri aus Württemberg – stellvertretender Kampfrichter-Referent des Deutschen Ringer-Bundes.

 

Er träumte von der Olympia-Teilnahme, glaubte eigentlich jedoch nicht wirklich daran, dass dies einmal Realität werden könnte. Zunächst qualifizierte er sich 2011 für die höchste internationale Kategorie der Kampfrichter, die „Olympische“. Die musste dann 2012 nochmals bestätigt werden. Dies gelang ihm u.a. bei der diesjährigen Europameisterschaft in Belgrad, wo er seinen Job – wie gewohnt – sicher, umsichtig und regelgerecht ausübte. Und das brachte Uwe Manz schließlich die Berufung in den Kreis von insgesamt 57 Refereés, die in der Liste des Weltverbandes „FILA“ veröffentlicht wurden. Gemeinsam mit Antonio Silvestri.

 

Bodenständig ist Uwe Manz, der „nebenher“ auch Abteilungsleiter der Ringer des TuS Bönen ist. Dort, wo sein Bruder Ingo, lange Jahre Klasse-Ringer beim KSV, das Traineramt inne hat. Bodenständig deshalb, weil er es sich z.B. nicht nehmen lässt, bei den jährlich stattfindenden Ringer-Stadtschulmeisterschaften die jungen Kampfrichter – Jugendliche des KSV und der SUA – anzuleiten. Oder weil er sich nicht zu schade ist, bei der letztjährigen Ringer-Europameisterschaft in Dortmund oder beim letzten Grand Prix in der Nachbarstadt als Leiter des Fahrdienstes zu fungieren. Dass er denn bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften im Februar in der Wittener Husemannhalle als „Ober-Kampfrichter“ fungierte, versteht sich fast von selbst.

 

Ähnlich wie bei aktiven Sportlern ist auch die Kampfrichterei zeitaufwändig, besonders für Uwe Manz. Als NRW-Obmann organisiert er sowohl die Nachwuchs-Ausbildung als auch die Fortbildung für „gestandene“ Schiris. Ähnliches gilt für seine Funktion im Deutschen Ringer-Bund. Auch die Einteilung seiner Kollegen für Turniere und Mannschaftskämpfe fällt in sein Ressort. Daneben aktive Einsätze bei den NRW-Meisterschaften und –Turnieren, bei Deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften der verschiedenen Altersklassen und ab August / September die Bundesligakämpfe hinzu, wo er regelmäßig, auch bei Endrunden- und Finalbegegnungen, zum Einsatz kommt – ein strammes Programm, verteilt über das ganze Jahr!

 

So ist der Polizeibeamte, der seinen Dienst in Unna versieht, denn auch dankbar. Seinem Arbeitgeber – dem Land NRW bzw. der Polizeibehörde Unna – und seiner Ehefrau, die ihn bei seinem Hobby stets unterstützt und hilfreich zur Seite steht. „Sonst wäre dies so nicht zu erreichen gewesen“, weiß Manz.

 

Jetzt geht’s am 1. August nach London – ein Abenteuer, ein Traum für den KSV-Kampfrichter. Dort will er wieder mit tadellosen Leistungen überzeugen. Sein größter Wunsch: an der Themse als dritter Mann auf der Matte in dem einen oder anderen Finalkampf vertreten zu sein!

15.07.2012


Einladung an die Schülerinnen und Schüler der Wittener Schulen:

Sportangebot in den Sommerferien – 9.7. bis 21.8.

Der KSV Witten 07 lädt alle Schülerinnen und Schüler,

die während der Sommerferien zuhause bleiben und noch nicht wissen was sie unternehmen sollen, zum Ringertraining ein.

 

Dieses findet

montags und mittwochs von 16.45-18.00 Uhr und freitags von 17.30-19.00 Uhr statt. Die etwas älteren (13-18 Jahre) können am Dienstag und Donnerstag von 17.30-19.00 Uhr trainieren.

Die Trainingsstätte ist die Ostermann-Halle. Sie befindet sich direkt hinter der „Wittener WerkStadt“. Bringt nur bequeme Sportsachen und Turnschuhe mit. Für alle, die nach dem Training duschen wollen: Handtuch, Badeschlappen und Seife nicht vergessen.


Ihr werdet an diesen Tagen von fachkundigen Trainern des Ringersports betreut.

Die genaue Adresse lautet: KSV Witten 07 - Mannesmannstr. 8 - 58455 Witten

Die Trainingstage finden in der Zeit vom 09.Juli bis zum 21. August statt.

Die Trainingsstunden sind selbstverständlich kostenfrei. Hier könnt Ihr Eure Kräfte mal auf einer dicken Schaumstoffmatte messen, ohne Verletzungen davonzutragen. Aber auch unsere Aufwärmarbeit, mit interessanten Spielen, Erlernen von turnerischen Elementen und Ringertricks, werden Euch sicher großen Spaß bereiten.



Ihr seid uns herzlich Willkommen, w
ir freuen uns auf Euren Besuch!

10.07.2012

 

Kooperation zwischen KSV Witten und DJK BW Annen - Nutzung der Trainingshallen, Nutzung der Sportangebote - Während der Sommerferien „Nordic Walking“ auf dem Rheinischen Esel

 

Auf Anregung des StadtSportBundes kam es jetzt zu einer Kooperation zwischen dem KSV Witten 07 und der DJK Blau-Weiß Annen. Die Annener mussten ihre langjährige Trainingsstätte aufgeben, der KSV suchte Ergänzung für sein Angebot „Gesundheit – Fitness – Freizeit“. Da lag es nahe, dass Susanne Fuchs, die Abteilungsleiterin der DJK, gleichzeitig Übungsleiterin, einige Sportangebote jetzt in der Mannesmann-Halle des KSV offeriert – für die Mitglieder der DJK und des KSV gleichermaßen zu nutzen. So was nennt man neudeutsch „Synergie“ – in diesem Falle nützlich und sinnvoll!

 

So können die Mitglieder sowohl des KSV Witten als auch der DJK BW Annen während der Sommerferien regelmäßig etwas für die Fitness tun: Jeweils donnerstags um 19 Uhr trifft sich die KSV-BWA-Sportgruppe auf der neu angelegten Stecke des „Rheinischen Esel“, Höhe der Straße „Am Hang“, unter der qualifizierten Leitung von Susanne Fuchs zum Nordic Walking. Weitere Informationen bei der Übungsleiterin unter 0173-9964141.

 

Und nach den Sommerferien geht’s dann weiter mit Susanne Fuchs in der KSV-Mannesmann-Halle: „Rücken-Fit-Mixed“ (für Männer und Frauen) und „Pump & Work“ (für Frauen) heißen die Kurse, die regelmäßig dort stattfinden.

 

Auskünfte dazu gibt es auf unserer Seite im Bereich Trainingszeiten/Fitness-Gesundheit-Freizeit.

10.07.2012

 

KSV-Jugend beim Ladenburger „Römer-Cup“ erfolgreich - Sieg für Viviane Herda, dazu dreimal Bronze für die männliche Jugend

 

Am vergangenen Wochenende (7.-8.7.) fand die 19. Auflage des internationalen Ringer-Turniers um den „Römer-Cup“ beim nordbadischen ASV Ladenburg statt. Auch der KSV Witten war mit einem Aufgebot bei diesem hochklassigen internationalen Jugend-Wettkampf am Start und konnte sich über einen Sieg und weitere gute Platzierungen freuen.

 

Ein tolles Turnier lieferte Viviane Herda ab, die in der weiblichen Jugendklasse bis 56 kg auf die Matte ging. Fünf Kämpfe, fünf Siege, alle auf Schultern – Viviane dominierte ihre Kategorie eindeutig: Laura Ruffing (Heusweiler), Ronja Stribick (Holzgerlingen), Tuyba Ceylan (Möckmühl) und Jana Hartmann mussten in der Vorrunde schon die Überlegenheit der KSV-Amazone anerkennen. Und auch Samantha Blum (Weitenau-Wieslet) ging es im Finale nicht besser. 4:0 hieß es in der ersten Runde, die entscheidende Aktion von Viviane Herda zum Schultersieg in Runde zwei, die zum Turniersieg für die junge Ringerin des KSV Witten führte!

Dilara Bayrak, die in der weiblichen Schülerklasse bis 47 kg startete, gelang der Sprung aufs Treppchen nicht ganz. Sie startete mit einem Schultersieg, musste sich in der zweiten Begegnung dann jedoch geschlagen geben. In der Begegnung um Platz 3 hatte sie gegen Andrea Jakobi (Renchen) das Nachsehen und unterlag entscheidend – Platz vier in der Endabrechnung.

 

Die besten Platzierungen bei der männlichen Jugend, die im griechisch-römischen Stil kämpfte, erreichten Julian Zimmermann (B-Jugend, 76 kg), Julian Lejkin (C-Jugend 38 kg) und Martin Tasev (Kadetten, 69 kg). Alle drei konnten sich die Bronzemedaillen in ihren Klassen sichern und damit ihr Talent eindrucksvoll unter Beweis stellen.

 

Julian Zimmermann begann mit einem Sieg über Eike Jahn (Fahrenbach), unterlag dann gegen Kevin Drehmann (Pausa). Im Bronze-Kampf setzte er sich in drei Runden gegen Marvin Aliov (Urloffen) durch.

 

Drei Siege errang Julian Lejkin: gegen Max Elembaev (Ladenburg) und David Weinberg (Neckargartach) setzte er sich in der Vorrunde durch, gegen den Krefelder Daniel Kuliskin verlor er knapp nach Punkten. Die Begegnung sah den jungen Wittener dann wieder auf der Siegerstraße, als er gegen Lorenz Gölz (Bensheim) einen Schultersieg erreichte.

 

Mit vier erfolgreichen Begegnungen startete Martin Tasev ins Turnier: Yannik Parisi (Riegelsberg), Fabian Schneider (Dewangen), Lukas Schmitt (Laudenbach) und Patrick Jung mussten die Überlegenheit des KSV-Ringers anerkennen. Im Halbfinale traf er auf Mohammed Yeter, der für die Auswahl des Deutschen Ringer-Bundes antrat. In drei Runden mit 7:7, 0:6 und 0:2 hatte Tasev hier das Nachsehen – trotzdem ein sehenswerter Kampf! Um Platz 3 traf er auf Ilja Klasner (Stuttgart), gegen den in zwei Runden sicher gewann.

 

In seinem ersten Turnier für den KSV erreichte Simeon Stankovich (Kadetten, 100 kg) den vierten Rang. Mit Sieg und Niederlage erreichte er das kleine Finale und unterlag hier gegen Paul Schüle (Ziegelhausen). In der gleichen Kategorie ging Tom Jacobs nach einer halbjährigen Verletzungspause erstmals wieder auf die Matte. In der Vorrunde blieb er einmal siegreich, musste dann jedoch zwei Niederlagen hinnehmen. Im Kampf um Platz fünf gegen Justin James (Duisdorf) musste er dann aufgeben und belegte am Ende Rang 6.

 

Verheißungsvoll startete bei seinem ersten Turnier im KSV-Trikot Neuzugang Nikolai van Berkum (58 kg) mit zwei Siegen. Einer Niederlage in Runde drei folgte ein weiterer Erfolg, dann erneut eine Niederlage. Auch er musste seinen Kampf um Platz 5 gegen Henry Hofmann (Gelenau) aufgeben und wurde so ebenfalls Turnier-Sechster.

 

Bahtyar Dündar (B-Jugend, 46 kg), Nick Jacobs (Kadetten, 63 kg), Dennis Rerich (Kadetten, 58 kg) und Diyar Dündar konnten sich nicht in den vorderen Rängen platzieren.

Rami und Rabbia Khalil

03.07.2012

 

Wittener Ringer beim Grand Prix ohne Erfolg - Rabbia Khalil erreicht Platz 10 - Nico Brunner mit kurzem Auftritt

 

Am vergangenen Wochenende trafen sich Top-Ringer aus 25 Nationen, um in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle den „Grand Prix“ der Bundesrepublik Deutschland auszukämpfen. Viele Athleten nutzten dabei die Gelegenheit, eine letzte Standortbestimmung vor den Olympischen Spielen 2012 in London vorzunehmen.

 

Erstmals bei den Männern startete in einem so hochklassigen Wettbewerb der Wittener Juniorenringer Nico Brunner, der beim KSV die 84 kg-Kategorie im klassischen Stil besetzten soll. Er traf in der Qualifikationsrunde auf den Tschechen Artur Omarov, der ihm kräftemäßig deutlich überlegen war. Dies war letztlich wohl auch ausschlaggebend für die Schulterniederlage des jungen Witteners im ersten Kampfabschnitt – das schnelle Aus für Nico Brunner. Besser klappte es da schon bei Rabbia Khalil, der „Kölner Jung“, der für das Heimatland seiner Eltern, Palästina, am Start war. In der 74 kg-Klasse (gr.-r.) traf er zunächst auf Pawel Povada aus Tschechien. In drei Runden setzte sich Khalil mit 2:1 durch – eine starke kämpferische Leistung. Auch gegen den späteren Klassensieger Bozo Starcevic aus Kroatien hielt der KSV-Athlet lange Zeit gut mit, musste am Ende aber die Überlegenheit des Gegners anerkennen. In der Hoffnungsrunde traf der Wittener dann auf den DRB-Kaderringer Fabian Jänicke (Frankfurt/O.), gegen den er wiederum beherzt auftrat, ohne diesen allerdings gefährden zu können. Damit das Aus auch für Rabbia Khalil und ein zehnter Rang in dieser Gewichtsklasse - auf jeden Fall aber eine gute Liga-Vorbereitung für ihn.

 

Wenig zufrieden war der Ex-Wittener Mirko Englich, amtierender und 10 facher Deutscher Meister der 96 kg-Klasse im griechisch-römischen Stil. Beim Auftaktsieg gegen den Ungarn Adam Varga lief noch alles nach Plan, die 1:2-Niederlage gegen den DRB-Kaderringer Felix Radinger (Gailbach) war indes nicht abzusehen. Englich war „platt“ nach dem Kampf und beklagte nach dem Verpassen der Olympia-Qualifikation einen deutlichen Trainingsrückstand. Da Radinger gegen den Olympiasieger von 2004, den Ägypter Gaber, knapp unterlag, haderte Englich am Ende mit seinem siebten Platz und sich selbst.

 

Besser machte es da schon der ebenfalls aktuelle und 10 fache Deutschen Meister Nico Schmidt (120 kg, gr.-r.), der – allerdings nur für eine Saison – einmal im Wittener Bundesliga-Aufgebot stand. Er unterlag lediglich dem Turnier-Zweiten Nahar (Weißrussland) und behauptete sich damit auf Platz drei.

 

Eine gute Vorstellung lieferten zwei der vier Ringer aus Puerto Rico, die in der Woche vor dem Turnier Gäste in der Ruhrstadt waren und beim KSV Witten trainierten. Vizeweltmeister Franklin Gomez (60 kg, Freistil) konnte in einer Neuauflage des WM-Endkampfes von 2011 den Russen Kudukhov eindrucksvoll besiegen und damit den Turniersieg erringen. Jaime Espinal (84 kg, Freistil) musste sich lediglich dem russischen Turnier-Ersten Albert Saritov knapp geschlagen geben und konnte sich am Ende über die Bronzemedaille freuen. Weitere Informationen unter http://www.gp-ringen-dortmund.de

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