Aktuelles- November 2012

29.11.2012

 

KSV Witten 07 beim Tabellen-Vierten SC „Siegfried“ Kleinostheim - Trainer mit großen Verletzungssorgen

Im Hinkampf am „Tag der Deutschen Einheit“ sah das Wittener Publikum einmal mehr eine packende Auseinandersetzung – der KSV setzte sich seinerzeit in der Husemannhalle mit „Siegfried“ Kleinostheim auseinander und gewann 19:15. Die Entscheidung fiel dabei erst im vorletzten Kampf zugunsten der Hausherren.

 

Ob das auf der Kleinostheimer Matte zu wiederholen ist, scheint mehr als fraglich. Fatih Sirin, der weiterhin Trainer Frank Weniger vertritt, lernte in den letzten Wochen die Schattenseiten seines Amtes kennen. Die Verletzungsliste beim KSV-Zweitligaaufgebot wurde zuletzt immer länger. Da war Improvisation gefordert, und das klappte gar nicht mal schlecht. Immerhin gab’s gegen „Angstgegner“ Hösbach einen Zähler, beim Abstiegskandidaten Köln-Mülheim sogar beide. Kleinostheim und Witten sind Tabellennachbarn, die Mainfranken rangieren mit 18:10 Zählern auf Platz vier, der KSV weist als Tabellen-Fünfter 15:13 Punkte auf. Beiden kann insofern nicht mehr viel passieren.

 

Die Gastgeber legten bei den Neuzugängen in diesem Jahr qualitativ mächtig zu. Herausragend ist dabei der Deutsche Meister Robin Ferdinand (96 kg), ein „Rohdiamant“, der sowohl bei der Junioren-WM als auch beim Olympia-Qualifikationsturnier in Sofia mit fünften Rängen überzeugte und in der Zukunftsplanung von Bundestrainer Alexander Leipold eine wesentliche Rolle spielt. Er ist in der 120 kg-Klasse gegen Mirko Klein zu erwarten, der seinen Gewichtsvorteil ins Spiel bringen muss, um punkten zu können.

 

Natürlich können die „Siegfrieds“ nicht auf diesen einen Ringer reduziert werden: auch die jungen Tobias Schröder (60 kg), Tim Heininger (66 kg) und Kubilay Cakici (74 kg) haben ihre Ligatauglichkeit unter Beweis gestellt und fleißig Punkte für ihr Team gesammelt. Jan Gündling (66 kg), Tobias Jung und Michael Krol (84 kg) sind dagegen schon routiniert und bringen seit Jahren ihre Leistung für die Gästestaffel. Zuletzt war auch der als Abgang gemeldete Kamil Witaszewski (84 kg) wieder dabei – also ein Team, mit dem nur eine komplette KSV-Staffel auf Augenhöhe wäre. Doch komplett war der KSV zuletzt gar nicht, es fehlten mit Jens Steffen, Mesut Kayar und Ibro Cakovic gleich drei der KSV-Punktgaranten. Steffen fällt mit Sicherheit weiter aus. Wie es mit den anderen Rekonvaleszenten aussieht, wird sich in der Woche entscheiden. Sicher wird Fatih Sirin wieder improvisieren müssen, Ringer in eine höhere Kategorie beordern oder auf Kämpfer aus der Landeliga-Mannschaft zurückgreifen.

 

So sind die Vorzeichen alles andere als gut. Für den KSV gilt es, diese prekäre Situation ordentlich zu bewältigen – allein schon, um für den Heimkampf am kommenden Wochenende gegen TSV Gailbach zu werben.

 

Kampfrichter ist Karsten Jahnke aus Hamburg.

 

KSV-Reserve will bei der RG Heros / Siegen punkten - Glückliches Remis für Witten in der Hinrunde

 

Mit gemischten Gefühlen blicken die Reserveringer des KSV Witten auf die Hinbegegnung gegen die Kampfgemeinschaft Heros Dortmund / Goldene Matte Siegen zurück. Die Gäste um den 10 fachen Deutschen Mannschaftsmeister Heros lagen lange Zeit in Front, erst in der letzten Begegnung konnte Martin Tasev das Remis retten.

 

Das bleib bislang allerdings auch der einzige Verlustpunkt der Ringer um die Betreuer Matthias Blum, Dietmar Appel und Wilfried Lutter. Inzwischen liegen sie deutlich vor dem RC Ehrenfeld, der schon sechs Minuspunkte aufweist. Insofern sind die Wittener ihrem Ziel schon recht nahe, Meisterschaft und Aufstieg zur Verbandsliga zu feiern.

 

Die Ringergemeinschaft aus Dortmund und Siegen belegt Platz vier der Tabelle und hat sichere 18:10 Punkte gesammelt. Aber die routinierten Kämpfer der RG werden den größtenteils jungen Nachwuchsathleten des KSV das Matten-Leben wieder schwer machen. Die stärksten Athleten der Mannschaft aus Dortmund und Siegen sind Stanislaw Meier (96 kg), der in der Saison noch unbesiegt ist, und Alexander Pogorazdov (66 kg), der erst einmal verlor. Auch der 55 kg-Ringer Akin Kandemir und Blagoj Trendov (84 kg) zählen zu den Stützen der Kampfgemeinschaft. Der Kampf wird in der Hombrucher Schulturnhalle Eierkampstraße ausgetragen.

27.11.2012

 

Ringen / Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Frauen in Saarbrücken

Vivi und Lina sind wieder Deutscher Meister mit der NRW-Mannschaft

Ringerverband Nordrhein-Westfalen verteidigt Mannschaftsmeisterschaftstitel

 

Am vergangenen Wochenende war die Sporthalle Gersweiler in Saarbrücken – nicht, wie angekündigt, in Eppelborn – Austragungsort der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2012 der Frauen im Ringen. Die RG Saarbrücken war Ausrichter des Turniers, es traten sieben Teams der Landesverbände des Deutschen Ringer-Bundes an. Die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen ging dabei als Titelverteidiger und Favorit auch 2012 ins Rennen.

Mit dabei auch zwei junge Ringerinnen des KSV Witten 07, die bereits im Vorjahr den Titel mit dem NRW-Team gewonnen hatten: Lina Dussin war in der 44 kg-Klasse nominiert, Viviane Herda in der Kategorie bis 63 kg. Beide hatten natürlich keinen leichten Stand, trafen sie doch auf z.T. ältere, erfahrene und auch international erfolgreiche Athletinnen. Dennoch schlugen sie sich gut und trugen ihren Teil am erneuten Titelgewinn der NRW- Mannschaft bei.

NRW startete gegen Bayern und gewann am Ende mit 22:11. Dabei sicherte Lina Dussin mit einem Schultersieg vier wichtige Punkte gegen Franziska Gaa. Viviane Herda wurde noch nicht eingesetzt, da in der gleichen Gewichtsklasse mit Kimberley Grieß aus Ückerath eine weitere starke NRW-Ringerin im Aufgebot stand, die ihre Begegnung allerdings verlor.

Der zweite Kampf führte die Nordrhein-Westfälinnen gegen Nordbaden, hier war das Ergebnis beim 23:13 ähnlich hoch wie in der Auftaktbegegnung. Mit einem weiteren Schultersieg gegen Antonia Weis konnte Lina wiederum punkten. Viviane Herda kam in der 63 kg-Klasse zum Einsatz und hatte mit der früheren Junioren-Europameisterin Jessica Bechtel eine ganz starke Konkurrentin. Immerhin lieferte sie einen offenen Kampf, unterlag dennoch in zwei Runden.

Das bedeutete bereits den Gruppensieg für das NRW-Team, im anderen Pool konnte sich erwartungsgemäß Südbaden durchsetzen. Somit lautete das „Traum-Finale" Südbaden gegen Nordrhein-Westfalen. Hier kamen sowohl Lina als auch Viviane wiederum zum Einsatz, trafen jedoch abermals auf hochklassige Konkurrenz. Lina musste sich mit der amtierenden Vize-Europameisterin der Kadettinnen, Annika Wendle, auseinandersetzen. Die Wittenerin kämpfte sehr stark mit, errang selbst Punkte, verlor jedoch nach guten Aktionen im zweiten Kampfabschnitt entscheidend. Und auch Viviane Herda traf auf eine international erfolgreiche Athletin: gegen die diesjährige WM-Zehnte der Juniorinnen Kathrin Neumaier kämpfte sie einmal mehr beherzt und verlor nach starkem Kampf.

Spannend blieb dieses Finale bis zum Schluss. Erst im letzten Kampf sicherte sich das Team des Ringer-Verbandes NRW mit 18:14 erneut Titel und Meisterschaft. Platz drei belegte Nordbaden, das sich im „kleinen Finale" mit 22:12 gegen Thüringen durchsetzte, dahinter Hessen, Bayern und das Saarland.

„Es war eines der spannendsten Turniere, die wir erlebt haben", waren sich Beobachter am Rande dieser DMM einig. Denn dort kämpften die vorher favorisierten Teams gegeneinander und lagen bis zum Ende auf Augenhöhe – mit einem verdienten, gleichwohl knappen Sieg der Ringerinnen aus NRW. Einig waren sie sich auch darin: „Die KSV-Mädels haben sich sehr gut verkauft!" Und für Lina Dussin und Viviane Herda war dieser Wettkampf ein weiterer Schritt auf der sportlichen Karriereleiter – Kämpfe gegen starke nationale Konkurrenz sind für die kontinuierliche Entwicklung dabei unerlässlich.



26.11.2012

 

DMM-Endrundenauslosung

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen 2012/13
DMM-Endrundenauslosung.pdf
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25.11.2012

 

KSV siegt auch mit der Variante "Jugendstil" beim Schlusslicht Köln-Mülheim - 26:12-Erfolg nie in Gefahr

 

Mit einem souveränen 26:12-Erfolg verabschiedeten sich die Ringer des KSV Witten 07 am Samstag vom so gut wie sicheren Absteiger aus der Domstadt. Dabei wurden die Sorgenfalten von Interimscoach Fatih Sirin bei der Abfahrt ins Rheinland immer grösser. Jens Steffen, Mesut Kayar fielen eh schon verletzungsbedingt aus - bei Ibro Cakovic und Piotr Pankow wollte man die Blessuren nicht weiter ausreizen und hofft darauf, dass die beiden in der kommenden Woche wieder fit sind. Dazu fiel Emre Yilmaz mit einem privaten Termin aus. So reiste der KSV mit sieben Athleten unter 23 Jahren zum Kellerkind. Mit im Gepäck waren noch die beiden Oldtimer Akaki Kuntchulia und Mirko Klein - Rabbia Khalil stiess als "Kölsche Jung" mit Heimvorteil zur Mannschaft.

 

In der KSV-Ecke musste allerdings nicht lange gezittert werden. Denn die Gastgeber hatten schon im ersten Kampf keinen Athleten für Dawid Dykier (55 G) auf die Waage stellen können (0:4). Im Schwergewicht kontrollierte Mirko Klein (120 F) Wladimir Remel in Runde Eins nach Belieben und schulterte ihn sogar in Runde Zwei (0:8). Gegen Yunier Castillo kam Akaki Kuntchulia (60 F) nach der siegreichen ersten Runde nicht mehr entscheidend zu seinen gefürchteten Beinangriffen durch. Der Spanier mit kubanischen Wurzeln im Dress der Hausherren rang clever und und siegte mit 3:1 (3:9). Dennis Böddeker (96 G) tat sich lange Zeit schwer im Kampf gegen Wladimir Kurle. Allerdings präsentierte er sich für diesen nach Punktrückstand in Runde Drei zu clever und siegte in letzter Sekunde knapp aber verdient mit 3:0 (3:12). Im Duell der KSV-Talente gelang dem aktuellen KSV-Juwel Martin Tasev (66 G) in seinem ersten Zweitliga-Einsatz ein couragierter Kampf gegen den ehemaligen KSVer Daniel Schlemmer. Tasev wehrte sich nach kräften und wollte dem frischgebackenen 18-jährigen Schlemmer keinen Sieg zum Geburtstag schenken. Nach zwei knappen Runden sowie einem Rundengewinn Schlemmers durch einen verkehrten Ausheber war das Debüt für Tasev beendet - jedoch achtbar mit 0:3 (6:12 zur Pause).

 

Nach der Pause konnte Ufuk Canli (84 F) zeigen, dass er zu Recht als Ersatzmann im Kader steht. Gegen den eine Klasse aufgerückten Dominik Picklapp war er nur in einer Situation etwas unachtsam und verpasste zum Ende einen möglichen Sieg durch technische Überlegenheit (7:15). Alexander Storck (66 F) hatte mit Vladyslav Vorononok keine Probleme. Immer wieder gelangen ihm pfeilschnelle Beinangriffe. Im Anschluss an eine 5er-Wertung des Witteners gerieten beide  unglücklich mit den Köpfen zusammen. Die Folge: Platzwunde und direkte Aufgabe des Kölners (7:19). Nico Brunner (84 G) kontrollierte Anatolij Judin von Beginn an, verletzte sich allerdings dann leicht und ging ein wenig vorsichtiger zu Werke. Belohnt wurde er für diese clevere Ringweise mit einem 3:1-Punkterfolg (8:22).

 

Das erwartete Bruderduell der beiden Khalils fiel ins Wasser - Mülheims Rame besiegte Lukas Faber (74 G) technisch überlegen nach Punkten (12:22). Sein Bruder Rabbia Khalil (74 F) tat ihm dies aber für die Wittener Farben gleich. Gegen Eric Hötgen zeigte er ungeahnte Freistilqualitäten und setzte ebenfalls technisch Überlegen den Schlusspunkt auf eine geschlossene KSV-Mannschaftsleistung (12:26).

 

Mit soviel Jugendstil kompensierte der KSV eindrucksvoll die momentanen Ausfälle wichtiger Leistungsträger. Am kommenden Wochenende geht es dann erneut auf Reisen - mit dem SC Kleinostheim wartet dann ein dickerer Brocken auf die Ringer aus der Ruhrstadt. Die "Siegfrieds" haben seit dem Hinrundenkampf in Witten keinen Kampf mehr verloren, sogar Spitzenreiter Aachen-Walheim besiegt und kratzen jetzt an Platz Zwei, auf dem noch der KSC Niedernberng sitzt.

Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Gr.-röm. 55   Dawid Dykier EU 0:4 OG 0:0  
Freistil 60 Yunier Castillo EU Akaki Kuntchulia N 3:1 PS 0:1 2:0 1:0 1:0 08:00
Gr.-röm. 66A Daniel Schlemmer Martin Tasev J 3:0 PS 2:1 4:0 1:1 06:00
Freistil 66B Vladislav Vorononok Alexander Storck 23 0:4 AS 0:7 0:9 01:57
Gr.-röm. 74A Rame Khalil Lukas Faber J 4:0 4:0 4:0 6:0 05:06
Freistil 74B Erik Hötgen J Rabbia Khalil 0:4 TÜ 3:4 0:7 0:6 03:36
Gr.-röm. 84A Anatolij Judin 23 Nico Brunner 23 1:3 PS 3:4 0:4 1:1 0:1 08:00
Freistil 84B Dominik Picklapp J Ufuk Canli ND 1:3 PS 0:5 5:1 1:3 3:6 08:00
Gr.-röm. 96 Wladimir Kurle 23 Dennis Böddeker 23 0:3 PS 0:1 0:1 2:3 06:00
Freistil 120 Wladimir Remel 23 Mirko Klein 0:4 SS 1:6 0:3 02:26

23.11.2012

 

KSV reist zum Tabellenletzten nach Köln

(Sa., 24.11., 19.30 Uhr, Sporthalle Bergischer Ring, Köln)

Aufsteiger AC Mülheim noch ohne Sieg – KSV mit viel Verletzungspech

Landesliga-Tabellenführer KSV 2 hat frei



AC Mülheim 1892

Zugänge :
Islam Umashev (PSV Lippe Detmold), Chadzij-Murad Istapayev (TKV Oberforstbach), Wladimir Remmel (TV Essen-Dellwig), Bilal Abdurasshidov (Belgien), Yunier Castillo (Spanien), Daniel Schlemmer (PSV Rostock), Hambert Durdisev (KSK Neuss), Ahmed + Bakar Alaudinov (KV Riegelsberg).

 

Abgänge :
Azamat Batuyev (TKSV Bonn-Duisdorf), Roman Kübler (TKSV Bonn-Duisdorf), Thorsten Meurer (TV Essen-Dellwig), Alexander Kamke (AC Ückerath), Mohamad Bagheri (TV Essen-Dellwig).

 

Kader:
55 Kg: Bilal Abduraschidov, Amir Iranzad, Bakar Alaudinov, 60 Kg: Yunier Castillo, Vladislav Vorononok, Ahmed Alaudinov, 66 Kg: Daniel Schlemmer, Islam Umashev, Erik Hötgen, David Sefidroudi, 74 Kg: Hambert Durdisev, Dominik Picklapp, Rame Khalil, 84 Kg: Wladimir Remmel, Ali Hasan Pour, Anatoliy Judin, 96 Kg: Wladimir Kurle, Daniel Thron, 120 Kg: Chadzij Murat Istapayev.

 

Trainer: Günter Tabel, Yasar Yavuz, Akbar Tehranipour

Drei NRW-Vereine sind in diesem Jahr in der 2. Ringer-Bundesliga, Gruppe Mitte, vertreten: Liga-Favorit TV Walheim aus Aachen, der KSV Witten 07 und Aufsteiger AC Mülheim aus Köln. In genau dieser Konstellation präsentiert sich denn auch das aktuelle Tabellenbild dieser Liga – die Aachener führen souverän mit nur zwei Minuspunkten, der KSV liegt im Mittelfeld mit ausgeglichenen 13:13 Zählern und die Kölner zieren das Tabellenende, haben bislang lediglich einmal ein Remis erzielt und dementsprechend erst einen Pluspunkt auf dem Konto.

So fährt der KSV Witten an diesem Samstag eigentlich als klarer Favorit zur Sporthalle am Bergischen Ring in Köln – eigentlich! Doch zahlreiche Verletzungen der letzten Wochen haben die Reihen der Zweitligakämpfer aus der Ruhrstadt arg dezimiert: zunächst fiel Jens Steffen langfristig aus, der Punktgarant der 74 kg-Klasse; dann Mesut Kayar, der in der Kategorie bis 84 kg fast ausnahmslos Siege für sein Team einfuhr. Er wurde in der vergangenen Woche operiert, ob und wann er wieder zur Verfügung steht, muss abgewartet werden. Dann musste am vergangenen Wochenende auch Pjotr Pankow verletzungsbedingt passen, er laboriert an einer schmerzhaften Knöchelverletzung. Zudem fällt auch Emre Yilmaz aus, der studienbedingt nicht zur Verfügung steht.

Da muss sich KSV-Trainer Fatih Sirin schon einiges einfallen lassen, um eine halbwegs schlagkräftige Truppe auf die Matte des AC Mülheim zu bringen. Denn der Club vom Rhein hat trotz der Niederlagenserie einiges an Potenzial und verstärkte sich für die Saison fast in Mannschaftsstärke. U.a. der Exil-Kubaner Castillo Silveira (Spanien), Bilal Abdurashidov (Belgien), Vladimir Remel (Dellwig), Vladimir Kurle (Hürth) und die Ex-Wittener Daniel Schlemmer (Rostock)und Hambert Durdysev (Neuss) stehen im AC-Kader – eigentlich nicht so recht nachvollziehbar, dass nur ein Punkt aus dem 20:20 gegen Mit-Aufsteiger „Frankonia" Großostheim auf dem Konto der Mülheimer steht.

Trotzdem dürfte dem KSV Witten ein „heißer Tanz" bevorstehen – denn Derbys haben trotz der unterschiedlichen Tabellenkonstellation ihren eigenen Charakter. Einige der zehn anstehenden Einzelkämpfe versprechen besondere Spannung: zum einen, wenn der KSV-Georgier Akaki Kuntchulia auf Yunier Castillo trifft, wenn der Ex-Wittener Daniel Schlemmer, der jetzt in Frankfurt/Oder lebt, gegen einen seiner Nachfolger im Wittener Trikot kämpft oder wenn sich die jungen Nico Brunner mit Anatolij Judin oder Dennis Böddeker mit Vladimir Kurle messen.

Der KSV wird versuchen, nach dem Remis in der Vorwoche gegen Hösbach den Platz im Mittelfeld zu halten – die Kölner dagegen, mit einem Sieg im NRW-Derby eine Aufholjagd einzuläuten und das rettende Ufer in der Saison vielleicht doch noch zu erreichen. Also sind alle Voraussetzungen für einen spannenden Ringkampf-Abend vorhanden. Geleitet wird die Begegnung von Daniel Keim aus Bönen.

Die Landesligamannschaft hat an diesem Wochenende kampffrei.



23.11.2012

 

„Katori Shinto Ryu" beim KSV Witten

Jörg Pechan organisiert europaweiten Lehrgang in alter japanischer Kampfkunst

An diesem Wochenende in der Mannesmann-Halle

 

An diesem Wochenende (24. und 25.11.) ist das KSV-Trainingszentrum an der Mannesmannstraße Schauplatz einer wohl für Witten bisher einmaligen Veranstaltung: Jörg Pechan, der beim KSV Witten Kurse in Aikido (waffenlose Kunst der Selbstverteidigung) und Kenjutsu (japanischer Schwertkampf) durchführt, hat einen europaweit ausgeschriebenen Lehrgang in einer japanischen Kampfkunst vorbereitet und organisiert, die zu den ältesten ihrer Art überhaupt zählt.

„Katori Shinto Ryu" heißt die Kunst des japanischen Schwertkampfes aus dem Mittelalter. „Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu", wie die genaue Bezeichnung lautet, umfasst den Umgang mit einer ganzen Reihe von Waffen, den ein Samurai vor ca. 550 Jahren lernen musste. Im Mittelpunkt steht das Katana und Bokken (Langschwert), dazu kommen Bo (Langstab), Naginata (Hellebarde), Yari (Speer) und waffenlose Techniken. In NRW ist Witten einer von wenigen Standorten, wo dieser Kampfsport praktiziert wird.

Nun treffen sich Anhänger von „Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu" aus ganz Europa, um sich an zwei Tagen in Witten auszutauschen und gemeinsam zu trainieren. Der Lehrgang wird von Philippe Banai geleitet, der aus Brüssel nach Witten kommt und Träger des 4. Dan ist.



23.11.2012

 

Viel Lob für den KSV Witten 07

Ausrichtung des Grappling-Finales findet hohe Anerkennung


Am vergangenen Samstag war der KSV Witten einmal mehr Ausrichter einer Veranstaltung der „Deutschen Grappling Liga" DGL. Nicht irgendeiner, diesmal war es das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Tolle Kämpfe, tolle Stimmung und einen verdienten neuen Meiser Taifun Luta Livre aus Düsseldorf gab's in der Husemannhalle zu sehen.

Für diese Ausrichtung erfuhr der KSV Witten viel Lob – u.a. auf der Seite „kakutogi.net" im Internet. Hier schrieb Peter Angerer folgendes:

Nachbetrachtung des DGL Finales

Seit drei Jahren darf ich ein Teil der DGL sein. Vom ersten Tag an habe ich miterlebt, wie aus dem Baby ein Kleinkind wird, aus dem Kleinkind ein Teenager... Und gestern war plötzlich schon Abitur! Die Entwicklung der DGL geschieht aus meinem Empfinden heraus in Zeitraffer.

Seinen Höhepunkt hatte diese "Zeitraffer Entwicklung" gestern durch das dritte Finale der DGL. Schon als ich die Halle am Morgen sah, wusste ich, dass das etwas ganz besonderes wird. Dank der Man-Power und der vorbildlichen Ausrichtung durch den KSV Witten 07 wurde das Finale der Saison 2012 zu einem Spektakel, das ich im Grapplingsport so noch nie gesehen habe. Berichterstattung durch das Fernsehen und die Lokalpresse, große Videoleinwände, Kampfmoderation durch den Ringsprecher, VIP Tribünen und und und ... Man hatte das Gefühl, dass man auf einer Weltmeisterschaft ist und ich möchte an dieser Stelle nochmals den Verantwortlichen des Ausrichters KSV Witten 07 für die Gastfreundschaft und die hervorragende und vorbildliche Arbeit gestern danken.



21.11.2012

 

Legenden-Treffen der besonderen Art – Olympia-Ringer von 1972 trafen sich nach 40 Jahren in der Pfalz

 

Da wurden Erinnerungen wach: 40 Jahre nach den denkwürdigen Olympischen Spielen in München trafen sich am vergangenen Wochenende fast zwei Dutzend Ringer beider Stilarten, Trainer und Offizielle in Edenkoben (Rheinland-Pfalz) zu einem fröhlichen Wiedersehen. Voller Vorfreude war der Organisator und zugleich achtfache deutsche Meister Werner Schröter, der zusammen mit dem damaligen Masseur Günter Reiland und dem ehemaligen Schifferstädter Fliegengewichtler Willi Heckmann an der Planung dieses Revival-Wochenendes gestrickt hatte: „Das gibt eine echte Gaudi, viele von uns haben sich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen“.

 

Eingeladen waren auch ehemalige Wittener Internationale wie z. B. Günter Kowalewski und Klaus Rost (dieser aber wegen eines Urlaubs nicht mit anreisen konnte) sowie Heinz Eichelbaum, Fritz Huber und Gerhard Weisenberger. Auch Silbermedaillengewinner Hans-Jürgen Veil und der damalige Drittplatzierte Adolf Seger waren angereist. Keine Schwierigkeiten gab es dann auch beim Eintreffen der damaligen Aktiven, die ehemaligen Mitstreiter und Freunde zu identifizieren. Angehörige wurden von Adolf Seger direkt mit den Worten begrüßt „Ich bin der Adolf und schwer in Ordnung“.

 

Nach dem Einchecken in der landschaftlich herrlich gelegenen Sportschule in Edenkoben ging es direkt im Konvoi weiter zur Weinprobe der dort ansässigen Winzergenossenschaft. Dort angekommen wurde die Delegation bereits vom Bürgermeister Edenkobens sowie der aktuellen Weinkönigin in Empfang genommen. Bei der folgenden Besichtigung und Verköstigung der Pfälzer Weine wurde der Grundstein für die lange Nacht gelegt.

 

Über die Feierlichkeiten am Abend gibt es im Grunde nicht viel zu berichten, denn jeder weiß, dass bei solchen Ereignissen weder Presse noch Fotografen gerne gesehen werden… Ein paar Schnappschüsse sind dann allerdings doch noch gelungen (s. unten).

 

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen drehte sich alles um die Heimat von Wilfried Dietrich, dem „Kran von Schifferstadt“. Am Waldfriedhof wurde das Grab des „Dicken“, wie Dietrich noch heute von seinen damaligen Freunden genannt wird, besucht. Erinnerungen wurden ausgetauscht, gefachsimpelt und natürlich sprach man auch über den legendären Schultersieg Dietrichs gegen den fast 400 Pfund schweren US-Amerikaner Chris Taylor bei eben jener Olympiade 1972. Anschließend ging es noch zum Schifferstädter Rathaus, wo ein weiterer Sekt-Empfang bei der Bürgermeisterin Ilona Völk auf dem Programm stand.

 

Gegen Mittag beendete man dann das Wiedersehens-Wochenende mit einem Besuch im Schifferstädter Ringer-Museum, welches mit Fotos, Videos, Presseberichten und vielen Ringer-Erinnerungsstücken gespickt ist. Heinz Eichelbaums Idee, von jetzt an alle 6 Wochen ein solches Treffen zu veranstalten, dürfte nicht ganz so einfach zu realisieren sein, jedoch verabschiedeten sich die „Legenden“ voneinander nicht ohne das Versprechen, bis zum nächsten Wiedersehen nicht wieder 40 Jahre ins Land gehen zu lassen.

21.11.2012

 

Wittener Jugendringerinnen kämpfen um Deutsche Mannschaftsmeisterschaft - Lina Dussin und Viviane Herda vom KSV im Team des Ringerverbandes NRW - DMM Samstag in Eppelborn / Saarland

 

Mit zwei Wittener Nachwuchsringerinnen startet die NRW-Auswahl der Ringerinnen am kommenden Wochenende, wenn es in Eppelborn bei Saarbrücken um den Titel der „Deutschen Mannschaftsmeisterschaft“ der Frauen geht: wie im Vorjahr, als die jungen Damen des Ringerverbandes NRW den Titel holten, sind auch diesmal wieder zwei Talente des KSV Witten im Team NRW am Start.

 

Viviane Herda (63 kg) tummelt sich schon seit einigen Jahren in der nationalen Spitze und wird auch in Saarbrücken wieder zu den Punktesammlern der NRW-Auswahl zählen; mit Lina Dussin (44 kg) ist ein weiteres Talent aus dem Ringer-Leistungszentrum auf dem Weg dorthin. Sie will im Saarland ihre zuletzt guten Leistungen gegen die nationale Konkurrenz bestätigen.

 

Der Deutsche Ringer-Bund führt diese Mannschaftsmeisterschaft jährlich durch – Vereinsmeister werden (noch) nicht ermittelt, wohl aber die besten Ländermannschaften. Zuletzt zeigte sich das Team vom RV Nordrhein-Westfalen überlegen, es wird auch diesmal wieder hoch gewettet. Das Gros der NRW-Staffel stellt der AC Ückerath, ein Verein, der sich auf den weiblichen Ringkampf konzentriert und wo auch ein Stützpunkt des DRB für die Damen beheimatet ist.

 

Darüber, dass der KSV Witten wieder mit zwei Sportlerinnen vertreten ist, freut man sich im KSV besonders. Zeigt es doch, dass die Bemühungen im Nachwuchsbereich - und hier auch bei den Mädchen - Früchte tragen. Vielleicht wächst ja die eine oder andere Sportlerin heran, die demnächst auch das NRW-Trikot bei der Deutschen Meisterschaft tragen darf.

 

Das Turnier wird am Samstag in der Hellberghalle in Eppelborn ausgetragen, der KSV „Siegfried“ Eppelborn ist Ausrichter.

19.11.2012

KSV Witten 07 ehrte Olympia-Referee Uwe Manz

Ringer-Kampfrichter war in London auf der Matte

 

D. Englich, U. Manz, A. Roy-Nass

Die Olympischen Spiele 2012 in London sind Vergangenheit. Trotzdem gab es am vergangenen Samstag, beim Zweitligakampf des KSV Witten gegen KSC Hösbach, einen olympischen „Nachschlag" auf dieses sportliche Mega-Event.

 

Zwar war kein Ringer, keine Ringerin des KSV Witten 07 auf den Wettkampfmatten des Exhibition Centre in London dabei. Trotzdem – ein Mitglied des KSV hielt die Fahne der Stadt und des Vereins in der britischen Metropole hoch. Natürlich auf der Ringer-Matte. Uwe Manz, 48 jähriger Polizeibeamter aus Bönen, der als Kampfrichter für den KSV Witten aktiv ist, war einer der weltweit 50 besten „Unparteiischen", die in London zum Einsatz kamen. 2011 hatte er sich qualifiziert, stieg in die höchste internationale Kategorie der Kampfrichter, die „Olympische", auf. Und bestätigte seine Leistung 2012 bei der Europameisterschaft in Belgrad – der Weg nach London war bereitet.

 

Samstag nun hatte der KSV-Vorstand endlich einmal die Gelegenheit, Uwe Manz dafür zu beglückwünschen und zu ehren. Denn der Terminplan des Familienvaters ist voll: Familie, Beruf, Sport – als Kampfrichterreferent des Ringerverbandes NRW, stellvertretender Chef der Kampfrichter des Deutschen Ringer-Bundes und last not least Abteilungsleiter der Ringer des TuS Bönen. Da bleibt nicht viel Zeit. Am Samstag aber war er ohnehin in Witten, als Leiter der Verbandsligabegegnung der SU Annen gegen AC Ückerath. Nach Ende des Kampfes kam er von der Erlenschule zur Husemannhalle, wo die Ehrung in einer Kampfpause durchgeführt wurde. Dabei hob der KSV seine Bodenständigkeit hervor: „Uwe Manz ist einer der besten Kampfrichter der Welt – gleichzeitig ist er sich nicht zu schade, auch bei der Wittener Ringer-Stadtschulmeisterschaft zu wirken oder in unteren Ligen auf Landesebene zu pfeifen. Das zeichnet ihn aus, das macht ihn symphatisch", meinte KSV-Vorsitzender Detlef Englich. Der übergab gemeinsam mit KSV-„Vize" Andreas Roy-Nass ein Präsent und einen Strauß Blumen für den gelungenen Olympia-Auftritt des internationalen Top-Kampfrichters des KSV Witten.

 

Nach Ende des Zweitligakampfes der Wittener nahm Manz sich dann noch Zeit, mit dem KSV-Trainerteam und einigen Ringern über die eine oder andere Wertung im Kampf zu diskutieren, die vorher gegeben – oder eben nicht gegeben – worden war.

18.11.2012

 

Stommeln kann KSV-Reserve nicht überraschen – Souveräner 31:9-Erfolg des Landesliga-Ersten im Rheinland

 

Auch der Stommelner RV kann die Reserve im Landeanflug auf die Verbandsliga nicht stoppen. Trotz einer relativ guten Aufstellung der Gastgeber am Sonntagmorgen kamen die KSV-Ringer beim souveränen 31:9-Erfolg im Rheinland kaum ins Grübeln.

 

Zu Beginn legte Aldin Dikezi (55 GR) seinen Gegner nach zwei verkorksten Runden – zugegeben überraschenderweise – noch auf die Schultern (0:4). Für den ins Schwergewicht aufgerückten Ufuk Canli (120 FR) stellten die Hausherren keinen Gegner (0:8). In der Folge gab es für Diyar-Murat Dündar (60 FR) gegen seinen starken Kontrahenten dann allerdings nicht viel zu bestellen – er verlor am Ende durch technische Überlegenheit des Gegners (4:8). Christopher Faber (96 GR) und Nick Jacobs (66 GR) erhöhten dann den Zwischenstand allerdings für den KSV schon zur Pause auf ein doch recht beruhigendes 4:15.

 

Im zweiten Abschnitt hatten Ebubekir Aksu (84 FR) und Yves-Heiko Gies (66 FR) mit ihren Gegnern kaum Probleme (Schultersiege in Runde Zwei und Eins), bevor die Gastgeber noch einmal vier kampflose Punkte abgriffen (84 GR, 8:23). Den Abschluss bildeten dann Martin Tasev (74 GR) und Lukas Faber (74 FR), die zum einen technisch überlegen und per Aufgabe siegreich waren (9:31).

 

Drei Kampftage vor Ende der Saison steht die KSV-Reserve nun mit 5 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten auf dem Platz an der Sonne. Der Verfolger RC Ehrenfeld hat allerdings noch einen Kampf mehr zu bestreiten. Dennoch sollten sich die jungen Athleten um Trainertrio Blum – Appel – Lutter den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen. Das kommende Wochenende ist für den Spitzenreiter kampffrei, bevor es am 01.12. zum schweren Duell beim derzeit Drittplatzierten RG Heros Dortmund/Siegen geht.


Stommelner RV KSV Witten 07 II 9:31
55 Schymonski, Robin Dikezi, Aldin (JN) SS 0:4
  Runden: 3:0, 4:1, 0:4 — Σ:(7:5), Δ:2
60 Hamian, Jean-Michel (N) Dündar, Diyar-Murat (J) 4:0
  Runden: 4:0, 6:0, 3:0 — Σ:(13:0), Δ:13
66 A Seligmann, Achim Jacobs, Nick (J) 0:4
  Runden: 0:6, 0:4, 1:7 — Σ:(1:17), Δ:16
66 B Heintz, Daniel (J) Gies, Yves-Heiko (J) SS 0:4
  Runden: 0:3 — Σ:(0:3), Δ:3
74 A van Berkum, Gunnar Tasev, Martin (J) 1:4
  Runden: 1:4, 0:6, [1]:1, 2:4 — Σ:(4:15), Δ:11
74 B van Berkum, Erik Faber, Lukas (J) AS 0:4
  Runden: 3:0, 1:4, 1:0 — Σ:(5:4), Δ:1
84 A Brück, Patrick KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
84 B Brück, Rene Aksu, Ebubekir (ND) SS 0:4
  Runden: 0:4, 0:5 — Σ:(0:9), Δ:9
96 Krochmal, Max Faber, Christopher PS 0:3
  Runden: 0:1, 1:4, 0:1 — Σ:(1:6), Δ:5
120 Canli, Ufuk (ND) KL 0:4
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0

18.11.2012

 

KSV erkämpft einen Punkt gegen „Angstgegner" KSC Germania Hösbach

Nichts für schwache Nerven: Cakovic sichert Remis im letzten Kampf

Mammut-Programm für KSV-Helfer



Gr.-röm.

55

Dawid Dykier

Stefan Oberle

4:0

SS 6:0 7:0 3:0

Freistil

60

Akaki Kuntchulia

Niklas Dorn

3:0

PS 3:0 1:0 1:0

Gr.-röm.

66 A

Emre Yilmaz

Daniel Hugo

0:3

PS 0:2 0:1 0:1

Freistil

66 B

Alexander Storck

Klaus Maier

3:0

PS 1:0 2:0 2:2

Gr.-röm.

74 A

Rabbia Khalil

Kevin Müller

1:3

PS 0:1 0:1 1:0 0:2

Freistil

74 B

Ibro Cakovic

Christoph Henn

3:1

PS 1:0 1:2 5:0 1:0

Gr.-röm.

84 A

Nico Brunner

 

4:0

OG 0:0

Freistil

84 B

Piotr Pankow

Benjamin Sezgin

0:4

AS 0:5 0:6 0:0

Gr.-röm.

96

Dennis Böddeker

Zsolt Dajka

0:4

SS 0:4

Freistil

120

Mirko Klein

Kevin Schwäbe

0:3

PS 0:1 0:1 0:2

       

18:18

 



Das war nichts für schwache Nerven, die Zweitliga-Begegnung des KSV Witten gegen den KSC Germania Hösbach am Samstagabend in der Husemannhalle. Die Mainfranken bestätigten ihren Ruf als „Angstgegner" der Ruhrstadt-Ringer, gegen die es bislang in der vergangenen und der laufenden Saison noch nichts zu gewinnen gab. Und auch am Samstag mussten die ca. 250 Wittener Ringer-Fans wieder bis zum Abpfiff im letzten Kampf warten, ehe sie zumindest einen Teilerfolg feiern konnten. Ibro Cakovic hatte mit 3:1 gewonnen und aus dem 15:17 noch ein 18:18-Remis gemacht.

 

Der KSV ist in dieser Saison schon gebeutelt: nachdem Jens Steffen, in der vorletzten Woche operiert und am Samstag in der Husemannhalle herzlich begrüßt wurde, für den Rest der Saison ausfällt, musste sich in der Woche auch Mesut Kayar, der etatmäßige 84 kg-Freistilspezialist der Wittener, verletzt abmelden. Für ihn sprang Pjotr Pankow ein, der seine Stärken eindeutig im klassischen Stil hat.

 

Erstmals in der Rückrunde war der polnische Neuzugang Dawid Dykier in der leichtesten Gewichtsklasse (55 kg) aufgeboten worden. Er zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll er für sein Team sein kann. Gegen den jungen Stefan Oberle dominierte er jederzeit und kam über 6:0 und 7:0 zum umjubelten Schultersieg im dritten Durchgang – 4:0. Einen schweren Stand hatte Mirko Klein in der 120 kg-Klasse, zog sich allerdings beachtlich aus der Affäre. Der Deutsche Meister 2011 und EM-Neunte Kevin Schwäbe, ein ausgemachter Freistil-Spezialist, benötigte in den ersten beiden Runden den „Clinch" – den angeordneten Beingriff, weil Klein über die jeweils zweiminütige Kampfzeit keine Wertung zugelassen hatte. Im Clinch gelangen dem Hösbacher dann die Wertungen, am Ende lag er mit 3:0 vorn. Damit der Zwischenstand 4:3.

 

Akaki Kuntchulia (60 kg) brachte die Halle wieder einmal zum Kochen. Mit einem rasanten Ausheber holte er drei Wertungspunkte in Runde eins, danach brachte er auch die Abschnitte zwei und drei mit jeweils 1:0 routiniert gegen den starken Nachwuchsringer Niklas Dorn über die Bühne und bescherte einen 3:0-Erfolg. Stand des Kampfes: 7:3. Seiner Unerfahrenheit musste Dennis Böddeker Tribut zollen. Zsolt Dajka, ein ungarischer Ringer von internationalem Format, setzte in der angeordneten Bodenlage einen verkehrten Ausheber an, gegen den Böddeker kein Rezept fand. Der KSC-Ringer beförderte den jungen Wittener in der ersten Runde auf beide Schultern, nachdem im Standkampf zuvor keine Wertung gefallen war – 7:7. Den Platz für den aufgerückten Ibro Cakovic besetzte Emre Yilmaz in der 66 kg-Klasse. Er machte Druck in allen drei Runden, konnte jedoch in den Bodenrunden keinen Vorteil ziehen. Im Gegenteil – mit einem Konter schaffte Daniel Hugo eine Wertung und statt mit 0:1 – wie es bei drei Runden ohne Punkte geheißen hätte – ging der letzte Kampf vor der Pause mit 3:0 an die Gäste (7:10).

 

Mit einer Niederlage ging es auch nach der Pause weiter. Pjotr Pankow, der für den verletzten Mesut Kayar in der 84 kg-Klasse einsprang, stand gegen den Ex-Erstliga-Ringer Benjamin Secgin im freien Stil auf verlorenem Posten. Der Hösbacher konnte in der Bodenlage immer wieder klassische Freistil-Aktionen durchbringen, gewann 5:0 und 6:0, ehe Pankow nach einer Verletzung im dritten Kampfabschnitt aufgeben musste. Damit setzten sich die Gäste weiter ab: 7:14. Alex Storck (66 kg) war es vorbehalten, seine Farben wieder näher heranzubringen. In einer engen Begegnung „bekämpfte" er Klaus Maier erfolgreich und gewann beim 1:0, 2:0 und 2:2 drei Punkte für den KSV Witten, der auf 10:14 verkürzen konnte. In der folgenden 84 kg-Klasse (gr.-r. Stil) hatten die Germanen keinen Ringer aufgeboten, so dass Nico Brunner kampflos zu vier Punkten kam und das Konto somit zum 14:14 ausglich.

 

Jetzt lag – einmal mehr – die Verantwortung bei den Akteuren der abschließenden 74 kg-Klasse. Rabbia Khalil eröffnete das Duett im klassischen Stil und versuchte, die taktische Linie von Trainer Fatih Sirin einzuhalten, gegen Kevin Müller keine entscheidende Wertung abzugeben. Fast wäre es gelungen – erst im vierten Kampfabschnitt schaffte der Hösbacher eine Wertung, die zum 3:1-Ergebnis führte. Zuvor hatte Khalil Runde drei gewonnen (15:17). Aufgerückt in die 74 kg-Klasse und dort mit deutlichem Gewichtsnachteil, legte Ibro Cakovic gegen Christoph Henn stark vor und gewann Abschnitt eins; der nächste ging durch Unachtsamkeit mit 1:2 an Henn – Rundenausgleich. Hektisch wurde es danach, als die laut protestierenden Zuschauer den KSC-Ringer deutlich auf den Schultern gesehen hatten. Kampfrichter Wolfgang Spänle aus Bruchsal indes entschied anders, Cakovic gewann „nur" mit 5:0. So musste der KSV-Ringer auch den vierten Kampfabschnitt holen, um zumindest das Unentschieden zu sichern. Das gelang ihm unter Applaus des Publikums und seiner Mannschaftskameraden mit 1:0 – Cakovic wurde ob seines 3:1-Sieges und des daraus resultierenden 18:18-Remis zu Recht als Held des Tages gefeiert.

 

Nach vier Niederlagen nun wieder einmal ein Punktgewinn für den KSV Witten in der 2. Bundesliga – Fatih Sirin war am Ende geschafft: „Es war der erwartet schwere Kampf, Hösbach liegt uns einfach nicht!" Mit dem Einsatz seiner Ringer war er mehr als zufrieden: „Toll, wie die Mannschaft den Ausfall von zwei der stärksten Stammringer kompensiert hat." Zwar trauerte er dem nicht gegebenen Schultersieg von Ibro Cakovic nach – „ich meine auch, dass er seinen Gegner auf den Schultern hatte!", doch mit dem Punkt war er am Ende zufrieden. Jetzt geht es am kommenden Samstag nach Köln zum AC Mülheim und auch in zwei Wochen steht beim SC Kleinostheim eine Auswärtsbegegnung auf dem Kampfplan.

 

Das KSV-Helferteam hatte am Samstag wieder einmal Schwerstarbeit zu verrichten: ab 10 Uhr morgens begannen die Vorbereitungen für das Grappling-Turnier, das pünktlich vor dem Zweitliga-Kampf beendet war. Es war fast Mitternacht, als die Husemannhalle wieder hergerichtet war!

 

Der KSV-Vorstand bedankt sich bei den fast 50 Helferinnen und Helfern, die einmal mehr daran mitgewirkt haben, dass sich der Verein als kompetenter, engagierter und professioneller Ausrichter eines sportlichen Großereignisses präsentieren konnte!

18.11.2012

Neuer Deutscher Meister kommt aus Düsseldorf: Taifun Luta Livre

Meisterschaftsfinale der Deutschen Grappling Liga in der Wittener Husemannhalle

Hochklassige Kämpfe, zufriedene Zuschauer, tolle Organisation


Die „Deutschen Grappling Liga DGL" ist inzwischen in Witten zu Hause und weiß im KSV Witten 07 einen kompetenten, engagierten und routinierten Partner an ihrer Seite. Am Samstag wurde das wieder einmal unter Beweis gestellt, als die DGL ihren Meister 2012 in der Ruhrstadt kürte. Grappling, ein Kampfsport zwischen Ringen und Judo, hat sich inzwischen etabliert. Einsatz, technische Klasse und Ausgeglichenheit der Teams, die sich in der Finalrunde in der Husemannhalle präsentierten, waren beachtlich. Gut 200 Zuschauer – bei den Grapplern heißen sie „Supporter" – gingen denn auch enthusiastisch und emotional mit, wenn ihre Kämpfer auf der Matte standen.

Die DGL-Verantwortlichen Franco De Leonardis (Großostheim) und Daniel Ackerman (Mainz) hatten im Vorfeld die Vorbereitungen mit den KSV-Verantwortlichen optimal abgestimmt, so dass die Wettkämpfe pünktlich um 13 Uhr mit den Viertelfinals starteten und um 18 Uhr mit dem Finale beendet wurden. In den Vorrunden standen sich die für dieses DMM-Finale qualifizierten Teams aus den Gruppen Süd und West gegenüber.

Im Vorfeld hatten die Veranstalter noch mit einem Erfolg der „Ruhrpott Lutadores" als Lokalmatadoren geliebäugelt, doch wurde diese Hoffnung gleich in der ersten Begegnung zunichte gemacht. Die Münchener „Grapplekinx" wiesen die Kämpfer aus dem Revier in die Schranken und siegten mit 20:13. Dafür rückte eine andere Mannschaft aus NRW in den Focus: „Geheimfavorit" Taifun Luta Livre fertigte den Titelverteidiger aus Mainz, die Mogons, mit 18:4 ab und schlüpfte damit selbst in die Favoritenrolle. Der Meister des Jahres 2010, die Spartaner aus Essen, mussten beim 8:19 die Überlegenheit der „Southside Connection" aus dem Raum Freiburg anerkennen und verabschiedeten sich damit früh aus dem Titelrennen. Dramatisch lief die Begegnung zwischen Pantarei Luta Livre aus Aachen gegen die Stuttgart Muchachos ab: vor dem letzten Kampf lagen die Aachener zwar mit 8:10 im Rückstand, doch mit dem Deutschen Juniorenmeister der Ringer, Martin Otto, hatten sie noch ein Ass im Ärmel, das den Kampf zu ihren Gunsten entscheiden sollte. Der junge Ringer des TV Walheim ging engagiert ins Rennen, musste am Ende aber seiner Unerfahrenheit im Grappling Tribut zollen: seine unerlaubte Aktion brachte die Disqualifikation, fünf Zähler für die Stuttgarter, die damit dann deutlich 15:8 siegten.

Im ersten Halbfinale ging es ganz knapp zu. Die Munich Grapplekinx hatten eine Gewichtsklasse nicht besetzt, was letztlich den Ausschlag zugunsten von Taifun Luta Livre gab. 14:13 setzten sich die NRW-Landeshauptstädter durch und standen als erster Finalteilnehmer fest. Mit einem sicheren 18:11 gewannen die Stuttgart Muchachos das Baden-Württembergische Duell gegen die Southside Connection und hatten sich damit gleichfalls für den Endkampf qualifiziert.

Hier zeigten die Düsseldorfer Kämpfer gleich, dass sie sich im quasi „Heimkampf" die Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollten und gingen nach Siegen in den unteren Gewichtsklassen deutlich in Führung. Die war bereits nach der fünften von sieben Begegnungen uneinholbar für das Team aus Stuttgart – mit 16:5 stand Taifun Luta Livre da schon als neuer Titelträger fest. Zum Endstand von 16:13 feierten die Muchachos noch zwei Siege zu einem am Ende versöhnlichen Resultat, doch am ersten Titelgewinn für Düsseldorf konnte das nichts mehr ändern.

Bei der Siegerehrung erhielten sowohl Vizemeister Stuttgart Muchachons als auch der neue Deutsche Meister Taifun Luta Livre Medaillen und Riesen-Pokale von Franco de Leonardis und Daniel Ackerman überreicht – überschäumender Jubel natürlich bei den glücklichen Siegern aus der NRW-Landeshauptstadt.

Für den besten Kampf der gesamten Veranstaltung wurden Nico Penzer aus Stuttgart und Gregor Herb von der Southside Connection geehrt, als sich in einer hochklassigen Partie der routinierte Herb knapp gegen den jungen Penzer durchsetzen konnte.

Und zwei Damen zeigten, dass auch dieses Kampfsport-Terrain für das „schwache Geschlecht" geöffnet ist. Ana Yagües besiegte in einem Demonstrationskampf dabei Liz Olbert.

Ein glücklicher Franco de Leonardis resümierte nach Ende der Veranstaltung: „Wir haben super Kämpfe gesehen, das Niveau hat sich enorm entwickelt, die Mannschaften waren sehr ausgeglichen und am Ende gibt es einen verdienten Meister. Auch die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Dem KSV Witten kann ich für die hervorragende Ausrichtung nur danken und zur perfekten Organisation beglückwünschen!"

Dem ist nichts hinzuzufügen – nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft. Auch 2013 wird die Deutsche Grappling Liga sicher wieder Station in Witten machen!





Die Resultate
             
Viertelfinale:            
             
13.00 Uhr Munich Grapplekinx - Ruhrpott Lutadores   20:13
13.45 Uhr Mainz Mogons - Taifun Luta Livre   04:18
14.30 Uhr Pantarei Luta Livre - Stuttgart Muchachos   08:15
15.15 Uhr Sparta Essen - Southside Connection   08:19
             
Halbfinale:            
             
16.00 Uhr Munich Grapplekinx - Taifun Luta Livre   13:14
16.45 Uhr Stuttgart Muchachos - Southside Connection   18:11
             
Finale:            
             
18.00 Uhr Taifun Luta Livre - Stuttgart Muchachos   16:13
             
Deutscher Mannschaftsmeister DGL 2012: Taifun Luta Livre, Düsseldorf

15.11.2012

 

„Angstgegner“ KSC Hösbach kommt zum KSV Witten (Sa. 17.11., 19.30 Uhr Husemannhalle Witten) - Bislang gab’s nur Niederlagen gegen die „Germania“ - Erst Grappling, dann Bundesliga-Ringen - KSV 2 reist zum Stommelner RV

 

Ganz im Zeichen des Kampfsports steht die Wittener Husemannhalle am Samstag: ab 13 Uhr finden die Finalrundenkämpfe der Deutschen Grappling Liga um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft statt; das Finale wird um 18 Uhr ausgetragen – quasi als „Vorkampf“ zur Ringer-Bundesligabegegnung des siebenfachen Deutschen Ringermeisters KSV Witten 07, der ab 19.30 Uhr gegen den „Angstgegner“ KSC Germania Hösbach antritt.

 

Zwei Niederlagen gab es für den KSV Witten im Vorjahr gegen den Ex-Erstligisten aus dem Raum Aschaffenburg, und auch in dieser Saison konnten die Ruhrstädter bei den Franken keinen Blumentopf gewinnen: es war beim 17:19 zwar knapp, dennoch blieb am Ende wieder nur die Erkenntnis: „dieser Gegner liegt uns nicht!“ Dabei gingen die unteren Gewichtsklassen weitgehend an den KSV, während Hösbach sich in den oberen schadlos halten konnte.

 

Trotzdem rangieren die Mainfranken in der Tabelle hinter den Wittenern. Während der KSV bei 12:12 Zählern immerhin ein ausgeglichenes Punktverhältnis aufweist und Rang sechs belegt, folgt der KSC mit 11:13 Punkten direkt dahinter. Denn ähnlich wie bei den Hausherren lief es zuletzt auch bei Hösbach nicht besonders gut. Bis auf den Erfolg gegen Aufsteiger Köln-Mülheim brachten sie in den letzen Begegnungen auch nichts Produktives zustande – gegen den hohen Favoriten TV Walheim verkauften sie sich allerdings beim 18:20 in Aachen ausgesprochen gut.

 

Zwar mussten die Gastgeber in diesem Jahr einige Abgänge verkraften, dennoch haben sie ein junges, starkes und ausgeglichenes Team auf der Matte. Ganz stark der Jugendmeister Niklas Dorn, auch die jungen 84-kg-Ringer Benjamin Sezgin und Niklas Schäfer und der Deutsche Ex-Meister und EM-Neunte von 2011, Kevin Schwäbe, gehören zur nationalen Spitze. Internationales Format hat der Ungar Zsolt Dajka, doch auch der Restkader des KSC Germania ist nicht zu verachten. Trainer des KSC sind Jens Gündling, in Hessen auch hauptamtlicher Landestrainer, und Jens Genßler - beide ehemalige deutsche Spitzenringer und Bundesliga-Akteure in verschiedenen Vereinen aus dem Aschaffenburger Raum.

 

Obwohl Jens Steffen beim KSV definitiv ausfällt, will der KSV die schwarze Serie gegen die „Germania“ endlich beenden. Interims-Trainer Fatih Sirin gibt sich kämpferisch: „Wir stellen so stark wie möglich, wollen endlich gegen diesen Gegner einmal punkten!“ Dabei muss er mit Partner Emre Yilmaz den richtigen Weg finden, dieses Ziel zu erreichen. Dazu gibt es verschiedene Optionen, um den Steffen-Ausfall zu kompensieren. Zuletzt rückte der weiterhin unbesiegte Ibro Cakovic in die 74 kg-Kategorie auf und siegt auch hier prompt.

 

Witten und Hösbach blicken auf eine gemeinsame Bundesliga-Historie zurück. Ende der achtziger Jahre kämpften Ringer des KSC in einer Kampfgemeinschaft mit SV Aschaffenburg-Damm in der ersten Liga, in der Saison 1991 dann der KSC Hösbach allein. Kampfrichter ist Wolfgang Spänle aus Hambrücken in Nordbaden.

 

Wittener Landesliga-Aufgebot am Sonntag beim Stommelner RV

 

Landesliga-Tabellenführer KSV Witten 2 tritt erst am Sonntag um 11.15 Uhr beim RV Stommeln an, dem Stammverein des Neu-Witteners Nikolai van Berkum. Der Verein aus dem Raum Köln, genauer: aus Pulheim, belegt Rang sieben in der Landesliga-Tabelle, Witten führt unangefochten mit nur einem Minuspunkt. Das soll auch am Samstag so bleiben, wenn der KSV mit einem kompletten Team um Gies, Tasev & Co beim RV kämpft. Ein Sieg gegen den Stommelner RV wäre ein weiterer Schritt in Richtung Meisterschaft. In der Hinrunde setzte sich Witten 2 beim 29:7 deutlich durch und gab dabei nur zwei einzelne Kämpfe ab.

14.11.2012

 

Meisterschaftsfinale der Deutschen Grappling Liga in der Wittener Husemannhalle - Kampfsportler suchen ihren Mannschaftsmeister – acht Teams dabei - Viertelfinals starten um 13 Uhr, das Finale um 18 Uhr

 

Acht Teams der „Deutschen Grappling Liga DGL“ aus ganz Deutschland sind am Samstag in Witten am Start, 56 Kämpfer, nämlich sieben Gewichtsklassen pro Kampf, insgesamt sieben Begegnungen, ein Deutscher Meister 2012. Grappling, ein Kampfsport zwischen Ringen und Judo – visuell aber deutlich unterschiedlich, schon allein wegen der bunten Kampfanzüge der Grappler. Dennoch haben sich zahlreiche Ringer und Judoka dieses zweite sportliche Standbein geschaffen und werden am Samstag ab 13 Uhr in der Husemannhalle sicher auch klar auszumachen sein.

 

Die DGL-Verantwortlichen Franco De Leonardis (Großostheim) und Daniel Ackerman (Mainz) haben ihre Vorbereitungen abgeschlossen, der KSV Witten als Ausrichter der Veranstaltung ebenfalls. Dabei haben die Wittener Ringer inzwischen einige Erfahrung bei der Durchführung von Grappling-Kämpfen, organisierten sie im letzten und in diesem Jahr doch schon einige Vorrunden-Turniere.

 

Franco De Leonardis sieht die Wichtigkeit dieses Endrunden-Turniers von Witten: „Es ist extrem wichtig für den Sport und vor allen Dingen für die Sportler, sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können; dazu die „Supporters“, die aus ganz Deutschland anreisen, um ihre Teams vor Ort zu unterstützen!“ Er ist, wie sein Partner Ackerman, froh und glücklich, im KSV Witten einen zuverlässigen und routinierten Verein gefunden zu haben, der diese Veranstaltung organisiert.

 

Taifun Luta Livre aus Düsseldorf, Ruhrpott Lutadores, Sparta Essen und Pantarei Luta Livre aus Aachen – den besten Teams der Division West – sowie Southside Connection, Stuttgarter Muchachos, Munich Grapplekinx und Meister Mogons Mainz aus dem Süden sind die acht Finalteilnehmer.

 

Der Vorjahresmeister aus Mainz ist natürlich wieder favorisiert. Der Teamkapitän des amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister Patrick Herring, meint zwar: „Also wir gehen da mal ganz entspannt an die Sache ran!“ Doch weiter:„ Dass wir ganz oben mitspielen wollen und können, haben wir mit unserer Meisterschaft und unseren bisherigen Saisonleistungen eindrucksvoll bewiesen!“

 

Die Mogons bekommen es mit einem Mit-Favoriten zu tun, dem Taifun Luta Livre aus Düsseldorf. Dazu sagt Herring: „Zum Finale kommen wir in Bestbesetzung und haben auch noch jede Menge Möglichkeiten, uns taktisch gut zu stellen. Wir fahren nach Witten, um super Grappling zu zeigen, Spaß zu haben und unseren Titel zu verteidigen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die Begegnung gegen Taifun, für uns ist das eine absolute Traumpaarung Süd gegen Nord!“

 

Ein gewichtiges Wort will auch der Meister 2010, Sparta Essen, mitsprechen. Gegen die Southside Connection sind die Spartaner aber sofort gefordert.

 

Vor dem Finale werden Demonstrationskämpfe der derzeit besten deutschen Frauen ausgetragen – die zeigen sollen, dass das „schwache Geschlecht“ inzwischen auch in diesem Kampfsport zu Hause ist! Übrigens hat sich das WDR-Fernsehen angesagt, um von dieser Veranstaltung zu berichten!

Der Ablauf  
   

12.45 Uhr

 

Einmarsch der Mannschaften,

Eröffnung

 

 

Viertelfinale:

 

13.00 Uhr

A   Munich Grapplekinx - Ruhrpott Lutadores

13.45 Uhr

B   Mainz Mogons - Taifun Luta Livre

14.30 Uhr

C   Sparta Essen - Southside Connection

15.15 Uhr

D   Pantarei Luta Livre - Stuttgart Muchachos

 

 

Halbfinale:

 

16.00 Uhr

Sieger Kampf A - Sieger Kampf B

16.45 Uhr

Sieger Kampf C - Sieger Kampf D

 

 

17.30 Uhr

 

 

Ladies Fights:

Ana Yagüs vs. Liz Olbert
Charlotte v. Baumgarten vs. Yasmin Wilson

 

 

Finale:

 

18.00 Uhr

Sieger Kampf A/B - Sieger Kampf C/D

anschl.

Siegerehrung des Deutschen Meisters DGL

13.11.2012

 

„KSV-Held von Bad Reichenhall“ wurde operiert - Neues Gelenk für Hüsamettin Öngör im Krankenhaus Langendreer

Hüsamettin Öngör war in den siebziger Jahren ein Klasse-Ringer des KSV Witten, der in der 74 kg-Klasse wichtige und entscheidende Punkte für seine Mannschaft sammelte. Mittlerweile 72 Jahre alt, lebt er seit einigen Jahren wieder in seiner türkischen Heimat am Schwarzen Meer. Jetzt machte er wieder mal einen Besuch in Deutschland – das aber eher unfreiwillig.

 

Im Knappschafts-Krankenhaus in Langendreer wurde ihm ein neues Kniegelenk implantiert. Der Sport und seine Spätschäden … Doch nach dem Eingriff ist er inzwischen auf dem Wege der Besserung. Nach einem dreiwöchigen Reha-Aufenthalt in Vlotho - Bad Seeheim hofft Hüsamettin Öngör, wieder gesund in seine Heimat zurückkehren können.

 

Der sympathische Ringer kam 1972 vom KSV Wiesental nach Witten und war auf Anhieb einer der Leistungsträger des KSV Witten. Die meisten Kämpfe absolvierte der Freistil-Spezialist in der Klasse bis 74 kg, wenn es sein musste, aber auch bis 82 oder 90 kg. Der Höhepunkt seiner Ringer-Karriere in Deutschland war der Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in der Saison 1973/1974. Unvergessen der Kampf gegen den AC Bad Reichenhall im Halbfinale, als er im Reichenhaller Hexenkessel gegen Manfred Schöndorfer und in Witten gegen Franz Berger siegte. Im Finale gegen Schorndorf schulterte er im Hin-und Rückkampf seine Gegner und trug somit entscheidend zum damals zweiten Mannschaftstitel des KSV Witten bei. Öngör arbeitete, wie viele andere der Wittener Ringer auch, in der Firma des langjährigen KSV-Vorsitzenden Emil Olsberger. Vielen Wittenern begegneter er später auch als freundlicher Taxi-Fahrer.

 

Der KSV Witten 07 wünscht Hüsamettin Öngör auf diesem Weg eine schnelle und komplikationsfreie Genesung und alles Gute für seine weitere Zukunft.

13.11.2012

 

Zweimal Gold und zweimal Silber für die KSV-Jugend beim NRW-Sichtungsturnier in Duisburg

 

Mit insgesamt nur vier Teilnehmern trat man letzte Woche Sonntag die Fahrt nach Duisburg an, wo der AKS Rheinhausen 2012 das Landes-Sichtungsturnier im B-C-D- und E-Jugendbereich veranstaltete. Ausgetragen wurde das Turnier im gr.-röm. Stil. Nur im E-Jugendbereich wurde Freistil gerungen. Auf insgesamt drei Ringermatten kämpften dort ca. 150 Teilnehmer aus NRW um die Medaillen.

 

Im C-Jugend-Bereich erkämpfte sich Julian Lejkin in der 42 kg Klasse (4 Tln.) den ersten Rang durch zwei Schultersiege gegen Eric Buhring und Nico Vidovic. Beide Kämpfer starteten für den RC Merken. Maxim Aumann vom KSK Neuss besiegte er „Technisch Überlegen“ mit 0:8/0:6 nach Punkten.

 

Bei den D-Jugendlichen erkämpfte sich Florian Ernst in der 31 kg Klasse die Silbermedaille. Im ersten Kampf landete er gegen Bastian Schmidt vom AC Hörde nach einer 5:0-Führung noch einen Schultersieg. Lukas Dörr vom ASV Atlas Bielefeld war ein fast ebenbürtiger Gegner, der äußerst knapp in zwei Runden mit jeweils 0:1 gegen Florian verlor. Maximilian Heffel vom KSV Efferen war sein dritter Gegner, der nach einem Punkterückstand noch auf die Schultern gezwungen wurde (0:7/0:4/SS). Erst im vierten Kampf traf Florian Ernst auf seinen Bezwinger Devin Schäfer vom KSK Konk. Neuss. Dieser besiegte den Wittener nach einer Punkteführung auf Schultern (0:8/0:4/SS).

 

Nikita Lejkin trat in der Gewichtsklasse bis 38 kg an. Insgesamt hatte er es mit sechs Gegnern zu tun. Leon Werner vom ASV Atl. Bielefeld musste als Erster die Überlegenheit des Witteners anerkennen. Er verlor nach einem 2:0/4:0 Punkterückstand noch auf Schultern. Gegen Kevin Gurov vom KSV 02 Gütersloh landete er einen Punktsieg (0:6/0:5). Im dritten Kampf kam Nikita gegen seinen Mannschaftskameraden Alexander Boric, den er eindeutig mit 0:6/0:6 „Technisch Überlegen“ besiegte. Gold für Nikita Lejkin.

 

Alexander Boric belegte trotz dieser Niederlage noch einen hervorragenden zweiten Platz. Er besiegte Karim Masaev vom AC Köln-Mülheim nach einer Punkteführung auf Schultern (2:2/5:5/SS). Auch David Becker vom AC Ückerath musste nach einem Punkterückstand noch eine Schulterniederlage hinnehmen (0:7/0:4/SS). Christian Alewelt vom TuS Bönen 01 gewann die erste Kampf-Runde mit 7:4, bevor Alexander die zweite Runde für sich mit 3:0 nach Punkten ausgleichen konnte. In der entscheidenden dritten Kampfrunde ließ er nichts anbrennen und besiegte seinen Gegner nach einer 4:2 Punkteführung noch auf Schultern.

 

Die mitgefahrenen Trainer Kurt Schroer und Attila Bayrak waren mit der Leistung ihrer Schützlinge sehr zufrieden.

12.11.2012

Kampfsport-Großereignis in Witten: DMM-Finale der Grappler (Sa. 17.11.2012)

Husemannhalle sieht die acht besten Mannschaften aus Deutschland

Die Ruhrstadt ist „Wohnzimmer" der Kampfsportler geworden

 

Zum „Wohnzimmer" der Grappler ist mittlerweile die Ruhrstadt Witten geworden. Schon 2011 gastierten die Kampfsportler im bunten Outfit beim KSV, 2012 fanden die Vorrundenkämpfe der Division West ebenfalls wieder in Witten statt. Nach den Vorrunden kommt nun der Höhepunkt: am kommenden Samstag, 17. November, sieht die Husemannhalle das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die acht besten Mannschaften stehen sich ab 13 Uhr gegenüber, um den Titelträger 2012 zu ermitteln.

 

Grappling – was ist das? Seit einigen Jahren wird diese Kampf-Mischform auch in Deutschland betrieben, während sie sich international schon lange großer Beliebtheit erfreut. Grappling ist ein Sammelbegriff für diesen Kampfsport, der Elemente des Ringkampfes, Judo, Jiu-Jitsu, Sambo und Luta Livre enthält. Dadurch ist vielen Kampfsportlern die Möglichkeit gegeben, sich miteinander zu messen. Ziel des Kampfes ist es, den Gegner durch Hebel oder Würgegriffe zu besiegen – wobei es so gut wie keine Verletzungen gibt! Denn die Sportler gehen achtsam miteinander um und die aufmerksamen Kampfrichter unterbinden gefährliche Situationen sehr schnell. International findet Grappling unter dem Dach des Ringer-Weltverbandes „FILA" statt.

Titelverteidiger sind die „Mogons Mainz", im Jahr davor gewannen die Spartaner aus Essen die Mannschaftsmeisterschaft. Beide Teams sind auch diesmal wieder am Start und gehören sicherlich zu den Favoriten. Aber auch Taifun Luta Livre aus Düsseldorf, die Ruhrpott Lutadores und Pantarei Luta Livre aus Aachen aus der West-Division sowie „Southside Connection", die Stuttgarter Muchachos und die Münchener Grapplekinx aus der Süd-Gruppe sind nicht zu unterschätzen.

Die Verantwortlichen der „Deutschen Grappling-Liga DGL", Franco De Leonardis und Daniel Ackerman, und der ausrichtende KSV Witten 07 haben ihre Vorbereitungen abgeschlossen. Die Grappling-Gemeinde fiebert dem Abschluss und Höhepunkt der Saison entgegen. Der Zeitplan sieht die Paarungen des Viertelfinales ab 13 Uhr vor. Die Halbfinalkämpfe finden ab 16 Uhr statt, das Finale mit anschließender Siegerehrung erfolgt um 18 Uhr.

 

Anschließend steht ab 19.30 Uhr der Kampf des Ringer-Zweitligisten KSV Witten 07 gegen den „Angstgegner" KSC Hösbach auf dem Programm.



11.11.2012

 

Zu viele Ausfälle verderben den Sieg - KSV in Seeheim mit 16:20 knapp geschlagen - Van Berkum mit Sensations-Sieg

 

Ohne den in der letzten Woche schwer am Knie verletzten und bereits operierten Jens Steffen sowie den auf einem beruflichen Lehrgang befindlichen Dennis Böddeker trat der KSV-Tross um Interims-Coach Fatih Sirin die Reise zum Tabellendritten aus Seeheim an.

 

Doch auch ohne diese beiden Leistungsträger startete der KSV furios. Nikolai van Berkum (55 GR) unterstrich seine guten Leistungen und den erkennbaren Aufwärtstrend der letzten Wochen mit einem deutlichen Ausrufezeichen. Gegen den auch schon international eingesetzten Letten Mihails Vasiljevs gab er die beiden ersten Runden hauchdünn ab, bevor er seinen Kontrahenten in Runde Drei auskonterte und ohne Kompromisse auf die Schultern drückte. Ein Highlight für das Kölsche KSV-Talent, für den der Karnevalsauftakt schon einen Tag verfrüht auf der Matte stattfand (4:0). Mirko Klein (120 FR) bekam es mit ebenfalls aus Lettland stammenden Imants Lagodskis in der Königsklasse zu tun. Hier war der Seeheimer in seiner bevorzugten Stilart einen Hauch cleverer und punktete Wittens Schwergewicht dreimal knapp mit 1:0 aus (4:3). Seeheims Talent Miguel Gutierrez wartete dann auf Wittens georgische Wunderwaffe Akaki Kuntchulia (60 FR). Die pfeilschnellen Angriffe konnte Kuntchulia immer prompt beantworten und so gab es nach drei Runden den eingeplanten 3:0-Erfolg in der Wittener Ecke zu bejubeln (7:3).

 

Durch den Ausfall Böddekers rückte Mesut Kayar (96 GR) eine Klasse nach oben und ging stilartfremd gegen Rene Jünger voller Elan auf die Matte. Jünger gelang gegen Kayar in vollen vier Runden kein einziger Griffansatz. Dennoch wurde der Gastgeber in zwei Runden als aktiverer Ringer vom Mattenleiter gesehen. Dazu fing sich der Gast zwei fragwürdige Verwarnungen ein und stand somit sehr unglücklich auf verlorenem Posten (8:6). Im letzten Kampf vor der Pause gab es für Emre Yilmaz (66 GR) gegen Cihan Görgü nicht allzu viel zu bestellen. Zu dominant war der Seeheimer Athlet, allerdings konnte der angehende Ringerdoktor im KSV-Dress eine Niederlage durch technische Überlegenheit abwehren (8:9).

 

Noch war also alles drin für die Gäste aus der Ruhrstadt. Zu Beginn des zweiten Abschnitts vertrat Piotr Pankow (84 FR) den aufgerückten Kayar. Mit Armands Zvirbulis – seines Zeichens 5. bei der WM 2011 - traf er bei seiner Freistilpremiere gleich auf einen weiteren lettischen Top-Athleten in Reihen der Hausherren, der ihm in drei punktreichen Runden allerlei Freistil-Tricks zeigte (8:13). Für Alexander Storck (66 FR) war es dann nur eine Frage der Zeit, bis er aus der zweiten Mannschaft aufgerückten und völlig überforderten Bernd Plößer ausgepunktet hatte (12:13). Nun kam es zum Duell zwischen dem Ungarn Laszlo Antunovits, einer weiteren internationalen Größe auf Seiten der Bergsträsser, und Nico Brunner (84 GR). Unterlag der Wittener in Runde Eins noch mit einem Ausheber am Rande der Legalität, so waren die Runden Zwei und Drei sehr offen, aber am Ende leider trotzdem zugunsten des Seeheimer Athleten auf dem Punktezettel zu notieren (12:16).

 

Rabbia Khalil (74 GR) traf im vorletzten Kampf auf Zoltan Lakatos, einer weiteren ungarischen Top-Kraft beim KSV Seeheim. Einer korrekten Verwarnung wegen Beinarbeit in Runde Eins gegen den Wittener folgten zwei weitere doch recht unverständliche Verwarnungen, die zur Disqualifikation des Kölners im Wittener Trikot führten (12:20). Somit war der Mannschaftskampf bereits entschieden, als der ebenfalls eine Gewichtsklasse aufgerückte Ibro Cakovic den wohl angeschlagenen Florian Fischer in Runde Eins zügig auf die Schultern beförderte (16:20).

 

Beim KSV war man sich nach dem Kampf sicher: Ohne die beiden Ausfälle wäre ein Auswärtserfolg im Bereich des Möglichen gewesen. Somit steht der KSV nun ausgeglichen (12:12 Punkte) auf Platz 6 und somit im Mittelfeld der 2. Bundesliga Mitte. Ziel sollte es in den verbleibenden Kämpfen der Rückrunde nun sein, Ausfälle gut zu kompensieren, um den Kontakt zum oberen Mittelfeld beizubehalten und die Saison mit einem positiven Punktekonto abschließen zu können.

Gr.-röm. 55 Mihails Vasiljevs EU Nikolai van Berkum J 0:4 SS 3:1 1:0 0:2 04:42
Freistil 60 Miguel Gutierrez 23 Akaki Kuntchulia N 0:3 PS 0:5 0:1 0:1 06:00
Gr.-röm. 66A Cihan Görgü N6 Emre Yilmaz 3:0 PS 3:0 5:0 2:0 06:00
Freistil 66B Bernd Plößer Alexander Storck 23 0:4 TÜ 0:6 0:7 0:6 02:34
Gr.-röm. 74A Zoltan Lakatos EU Rabbia Khalil 4:0 DQ 3:0 5:0 03:55
Freistil 74B Florian Fischer 23 Ibro Cakovic N6 0:4 SS 0:7 00:27
Gr.-röm. 84A Laszlo Antunovits EU Nico Brunner 23 3:0 PS 6:0 1:0 2:0 05:40
Freistil 84B Armands Zvirbulis EU Piotr Pankow 4:0 2:0 5:0 7:0 04:58
Gr.-röm. 96 René Jünger 23 Mesut Kayar ND 3:1 PS 1:0 0:2 1:0 1:0 08:00
Freistil 120 Imants Lagodskis EU Mirko Klein 3:0 PS 1:0 1:0 1:0 06:00

10.11.2012

 

KSV-Reserve mit Kantersieg gegen KSV Hohenlimburg 2 - Wittener verteidigen Tabellenführung souverän

 

Ohne Probleme verlief der Auftritt des Wittener Landesliga-Teams gegen den Nachbarn KSV Hohenlimburg 2. Mit ähnlich deutlichem Resultat wie im Hinkampf – damals gewannen die Ringer um das Betreuertrio Matthias Blum / Dietmar Appel / Sven Lutter mit 31:8 – fertigte der Tabellenführer der Landesliga die Zweitvertretung des sauerländischen Oberligisten 31:7 ab.

 

Dabei machten es die Hohenlimburger den Hausherren auch nicht besonders schwer, denn sie gaben die beiden Eröffnungskämpfe gleich ab, als sie in den Klassen bis 55 kg und 120 kg für Aldin Dikezi und Markus Blum keine Gegner stellten – damit bereits 8:0 für den KSV Witten.

 

Die ersten Zähler erzielten die Lennestädter, als Denis Rerich in der 60 kg-Klasse 0:3 unterlag (8:3). Christopher Faber (96 kg), Yves-Heiko Gies (66 kg) und Ufuk Canli (84 kg) mit Schultersiegen sowie Nick Jacobs (66 kg) mit einem Punktsieg bauten den Vorsprung auf uneinholbare 23:3 aus.

 

Ebubekir Aksu (84 kg), in der Vorwoche noch einer der „Matchwinner“, spendierte den Gästen dann noch weitere vier Zähle, als er auf Schultern unterlag (23:7). Die abschließenden Begegnungen der 74 kg-Klasse gingen dann wieder an die Hausherren, denn Martin Tasev und Lukas Faber kamen noch zu Schultersiegen und schraubten das Ergebnis auf 31:7.

 

Vier Kampftage vor Ende der Serie führen die Wittener das Feld der Landesliga mit nur einem Minuspunkt souverän an. Am kommenden Wochenende stellen sich die Wittener beim rheinischen RV Stommeln vor, dem Stammverein der KSV-Bundesligaringers Nikolai van Berkum.

  KSV Witten 07 II KSV Hohenlimburg II 31:7
55 Dikezi, Aldin (JN) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
60 Rerich, Denis (J) Klusak, Sebastian (J) PS 0:3
  Runden: 0:2, 0:4, 1:3 — Σ:(1:9), Δ:8
66 A Jacobs, Nick (J) Golz, Timo PS 3:0
  Runden: 1:0, 2:0, 3:2 — Σ:(6:2), Δ:4
66 B Gies, Yves-Heiko (J) Giesbrecht, Alexander SS 4:0
  Runden: 8:2, 3:0 — Σ:(11:2), Δ:9
74 A Tasev, Martin (J) Kulakac, Alpay (J) SS 4:0
  Runden: 5:1, 3:0, 3:0 — Σ:(11:1), Δ:10
74 B Faber, Lukas (J) Dilgirligi, Tolga (J) SS 4:0
  Runden: 6:0, 6:0 — Σ:(12:0), Δ:12
84 A Aksu, Ebubekir (JND) Hausegger, Tobias SS 0:4
  Runden: 0:4 — Σ:(0:4), Δ:4
84 B Canli, Ufuk (ND) Giaklos, Dimitrios SS 4:0
  Runden: 6:0 — Σ:(6:0), Δ:6
96 Faber, Christopher Nuss, Denis SS 4:0
  Runden: 5:0 — Σ:(5:0), Δ:5
120 Blum, Markus KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0

09.11.2012

 

Vorrunden-Statistik des Deutschen Ringer-Bundes - 2. Bundesliga, Gruppe Mitte: Ibro Cakovic bester Ringer - Akaki Kuntchulia auf Rang sieben

 

Nach Ende der Vorrunde veröffentlichte der Statistik-Referent des Deutschen Ringer-Bundes, Wolfgang Stampp (Mainz), die Bestenlisten der einzelnen Ringer-Ligen auf Bundesebene. Dabei u.a. auch die 2. Bundesliga, Gruppe Mitte – hier ist der heimische KSV Witten 07 am Start.

 

Und ein Ringer des KSV schaffte auch den Sprung an die Spitze der Liga-Wertung: Ibro Cakovic, der in der Gewichtsklasse 66 kg kämpft – sowohl im griechisch-römischen als auch Freistil – blieb in neun Kämpfen neunmal siegreich. Dabei kam er auf 33 von maximal 36 Punkten – mehr holte keiner der insgesamt 138 eingesetzten Athleten dieser Zweitliga-Gruppe! Dahinter rangieren mit 32, 31 und 28 Zählern der Lette Imants Lagodskis (Seeheim), der Grieche Dionysos Safaridis (Niedernberg) und der Bulgare Stoyan Spasov (Walheim).

 

Dicht dahinter, auf Rang sieben, rangiert Akaki Kuntchulia, der in acht Begegnungen siebenmal siegreich blieb und auf 27 Punkte kam. Und das im griechisch-römischen Stil, den der kleine Georgier eher nicht so gut beherrscht! Und auch Mesut Kayar bewegt sich noch in der Spitze, er wurde neunmal eingesetzt, siegte davon siebenmal und gewann 25 Punkte.

 

Die weiteren KSV-Ringer mit positiven Ergebnissen: Jens Steffen – acht Kämpfe, fünf Siege, 20 Punkte – Mirko Klein mit den gleichen Werten und Alexander Storck (neun Kämpfe, fünf Siege, 19 Punkte).

09.11.2012

 

„Gebeutelter“ KSV Witten am Samstag in Seeheim (10.11., 19.30 Uhr, Kultur- und Sporthalle Seeheim) - Verletzung von Jens Steffen bereitet Probleme


Seinen dritten Rückrundenkampf bestreitet Ringer-Zweitligist KSV Witten 07 am kommenden Samstag (10.11.) beim hessischen KSV Seeheim. Die Gastgeber des KSV trumpfen in dieser Saison auf – mit 15:7 Zählern belegen sie derzeit Tabellenrang drei – nur einen Punkt hinter dem Zweiten KSC Niedernberg. Der KSV befindet sich im gesicherten Mittelfeld und weist jetzt 12:10 Punkte auf.

 

Am Vorwochenende lieferte der KSV gegen den Liga-Favoriten TV Walheim einen bravourösen Kampf, der allerdings von der schweren Verletzung des Wittener Top-Ringers Jens Steffen überschattet wurde. Steffen, der die 74 kg-Klasse im Freistil besetzte, steht definitiv in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung. Hier müssen die KSV-Trainer nun eine ordentliche Lösung finden, um ihr Team bis zum Saisonende nicht zu sehr zu schwächen. So steht Lukas Faber aus dem Wittener Landesliga-Kader zur Verfügung, eine Option wäre aber auch, einen Ringer der 66 kg-Klasse – Ibro Cakovic oder Alex Storck – nach oben zu ziehen.

 

Der KSV Seeheim verfügt über einen starken internationalen Kader: die Letten Mihails Vasiljevs, ein Neuzugang, Armands Zvirbulis und Imants Lagodskis, dazu die Ungarn Zoltan Lakatos und Laszlo Antunovits kämpfen auch international erfolgreich für ihre Länder. Top-Athlet der Gäste ist Armands Zvirbulis, der bei der Weltmeisterschaft 2011 Platz fünf erreichte und damit bei Olympia in London starten durfte, wo er einen guten 10. Platz belegte. Ergänzt wird das Aufgebot der Gastgeber durch die Nachwuchskräfte Cihan Görgü, Carlos Cordon, Alexander Reimann, Florian und Christian Fischer sowie Rene Jünger und Tobias Bauer.

 

Im Hinkampf behielt der KSV Witten in der Husemannhalle beim 21:16 die Oberhand – Seeheim hatte allerdings auch „nur“ drei seiner internationalen Top-Ringer dabei. Das wird am Samstag sicher anders aussehen – zu Hause dürften die Bergsträßler sicher mit kompletter Besetzung aufwarten. Dann wird es für die Kuntchulia, Cakovic, Storck, Kayar & Co. sicher ganz, ganz schwer, den Erfolg aus der Hinrunde zu wiederholen. Vielleicht aber finden die Interimstrainer Fatih Sirin und Emre Yilmaz auch das richtige Rezept, um nach nunmehr drei Niederlagen in Serie wieder in die Erfolgsspur zu kommen.

09.11.2012

 

Jens Steffen nach schwerer Knieverletzung bei Dr. Johann im Klinikum Merzig operiert

Jens Steffen, Ringer-Ass des KSV Witten 07, zog sich am vergangenen Samstag in der Zweitliga-Begegnung der Wittener gegen den TV Walheim eine schwere Verletzung zu. Bekanntlich musste er im letzten Kampf des Abends – als der Sieg der Gäste schon feststand – gegen den Bulgaren Dimitar Georgiev schon in der ersten Kampfminute aufgeben, als er sich das Knie verdreht hatte. Er wurde unmittelbar in ein Wittener Krankenhaus eingeliefert, wo die ersten Untersuchungen erfolgten.

 

Operiert wurde er dann im Laufe der Woche im Klinikum in Merzig / Saarland vom bekannten Ringer-Arzt Dr. Claus Johann, der früher selbst beim KSV Köllerbach in der Bundesliga gekämpft hatte. Und der stellte fest: Kreuzband gerissen, Meniskus angerissen, Muskelabriss – eine verheerende Diagnose! Damit steht fest, dass Steffen in dieser Saison nicht mehr beim KSV zum Einsatz kommen kann – wie es in der Zukunft aussehen wird, kann derzeit nur spekuliert werden.

 

Der KSV Witten wünscht Jens auf diesem Weg gute Besserung und viel Kraft, die schwere Verletzung zu meistern!

06.11.2012

 

KSV-Reserve empfängt KSV Hohenlimburg 2 (Fr., 9.11., 20.30 Uhr Ostermann-Halle) - Tabellenführer der Landesliga ist hoher Favorit

 

Ohne Probleme verlief der Auftritt des Wittener Landesliga-Teams in der Hinrunde beim Nachbarn KSV Hohenlimburg 2. Mit 31:8 fertigten die Ringer um das Betreuertrio Matthias Blum / Dietmar Appel / Wilfried Lutter seinerzeit die Zweitvertretung des sauerländischen Oberligisten ab. Und so geht der Tabellenführer aus der Ruhrstadt auch diesmal als klarer Favorit in die Kämpfe, die am Freitag (9.11.) um 20.30 Uhr in der Ostermann-Halle stattfinden.

 

Die Wittener haben einen famosen Lauf, sie nehmen jetzt mit drei Punkten Vorsprung vor Verfolger Ehrenfeld die Tabellenspitze ein. Und zuletzt hatten sie auch das notwendige Quäntchen Glück, als der Sieg zweimal mit 20:19 denkbar knapp ausfiel. So eng dürfte es gegen die Lennestädter nicht werden, obgleich die sicher nicht unterschätzt werden sollten. Hohenlimburg belegt Platz acht in der Tabelle, sammelte bislang fünf Zähler.

 

Die Hausherren müssen wahrscheinlich auf Lukas Faber (74 kg) verzichten, der erster Anwärter auf den durch die Verletzung von Jens Steffen im Bundesliga-Aufgebot frei gewordenen Platz ist. So sollten die anderen Leistungsträger wie Sven Lutter, Yves-Heiko Gies, Martin Tasev oder Ufuk Canli schon an Bord sein, um die notwendigen Siegpunkte gegen KSV Hohenlimburg 2 zu sichern.

06.11.2012

 

Ringerjugend des PSV Detmold Trainingsgast im Wittener Leistungszentrum

 

Am vergangenen Sonntag fand ein Landessichtungsturnier der Jugend des Ringerverbandes NRW in Duisburg-Rheinhausen statt. Zur Vorbereitung darauf reiste die Jugendmannschaft des PSV Detmold bereits am Samstag nach Witten, wo im Ringer-Leistungszentrum „Ostermann-Halle“ gemeinsame Trainingseinheiten mit den jugendlichen Sportlern des KSV Witten abgehalten wurden. Die Detmolder Delegation übernachtete dann auch in der Ostermann-Halle und reiste am Sonntagmorgen nach Rheinhausen, wo sie mit einigem Erfolg an den Wettkämpfen teilnahm. Der Vorsitzende des PSV Detmold, Marco Bazalik, bedankte sich mit der nachfolgenden E-Mail beim KSV:

 

"Lieber Detlef, ich wollte mich nochmal ganz herzlich von Vorstand zu Vorstand für die Ermöglichung des gemeinsamen Trainingslagers bei euch bedanken. Wir waren alle hoch zufrieden und haben uns sehr wohl und prima betreut gefühlt.

 

Ein besonderes Lob gilt Frank Bartel, der mit viel Engagement und persönlichen Einsatz zum Gelingen dieses Treffens und dem herzlichen Klima beigetragen hat. Euren beiden Trainern Kurt Schroer und Klaus Eigenbrodt sowie meinen Detmolder Jugend-Trainern Waldemar Miller und Philipp Weigandt gilt ebenfalls mein Dank. Den Jugendlichen hat es sehr gefallen, sie haben einiges gelernt und die Trainer haben sich hervorragend ergänzt. Da passt einfach die Chemie.

 

Ich wünsche euch bei der weiteren Jugendarbeit alles Gute. Eure Rahmenbedingungen sind ja mit den Trainingshallen, Top-Jugendtrainern und eurem Jugendbetreuer Frank Bartel ideal. Es wäre schön, wenn wir auch zukünftig unsere Jugendarbeit weiter durch solche gemeinsame Aktivitäten stärken können.

 

Im nächsten Jahr ist Eure Jugendabteilung ganz herzlich bei uns zum Wochenend-Trainingslager eingeladen. Eine Idee ist, dass wir dann auch einen Ausflug in Norddeutschlands größten Kletterpark am Hermannsdenkmal einplanen, um den Austausch untereinander besser zu fördern.

 

Ich werde mit Frank Bartel weiter Kontakt halten. Auch da passt die Chemie einfach ideal, so dass es für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation ist.

 

Viele Grüße aus dem Lipperland Marco Bazalik PSV Lippe-Detmold e.V. | Ringerabteilung 1. Vorsitzender | www.psv-ringen-detmold.de"

05.11.2012

 

Konstruktives Gespräch des KSV-Vorstandes mit der Jugendabteilung - Irritationen sind aus der Welt

 

Einige Irritationen hatte es zuletzt im KSV-Vorstand gegeben, nachdem ein Artikel über das KSV-Talent Martin Tasev in einer Wittener Zeitung erschienen war. „Fehlende Strukturen“ hatte KSV-Jugendtrainer Kurt Schröer da beklagt. Vorsitzender Detlef Englich und seine „Vize“ Thomas Altstadt, Oliver Oelrich und Andreas Roy-Nass hatten daraufhin ein Gespräch veranlasst.

 

„Es tut mir leid, dass meine Aussage missverständlich war und ein falscher Eindruck entstanden ist“, stellte der Jugendtrainer zu Beginn des Gesprächs klar. Schröer weiter:“Ich wollte damit keineswegs den Vereinsvorstand angreifen.“ Und das Thema müsse sicher zunächst intern besprochen und geregelt werden, ehe es in die Öffentlichkeit gelangt.

 

Klar, dass Schröer die Bedingungen im Wittener Ringer-Leistungszentrum optimieren möchte und sich am Vorbild in Frankfurt/Oder orientiert. Dort sind im Internat, am Olympiastützpunkt und im Verein allein fast ein Dutzend hauptamtlicher Trainer in einer erstklassigen Infrastruktur am Werk - das ist in Deutschland einmalig und lässt sich in der Ruhrstadt sicher nicht kopieren.

 

Man war sich aber einig, dass in Witten versucht werden soll, ein „Frankfurt im kleinen Maßstab“ zu etablieren. Dazu sei hier bereits eine gute Basis vorhanden, so mit dem Teilinternat des SSV Witten, das auch eine Reihe der KSV-Talente besucht, und der optimalen Trainingsstätte „Ostermann-Halle“. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Kreis, dem SSV und dem Jugend-Fördersystem „SportScout“ der Stadtwerke sei hervorragend, so die Aussage des KSV-Trainers, des ebenfalls anwesenden Jugendvorstandes Frank Bartel und des Vereinsvorstandes.

 

Dazu soll die bereits vorhandene Zusammenarbeit mit Grund- und weiterführenden Schulen weiter ausgebaut, die gezielte und individuelle Förderung der eigenen Talente intensiviert werden. Die Kommunikation im Trainerteam war ebenfalls Gesprächsthema – sie soll verbessert werden. Last but not least wurde das duale System, soll heißen: die parallele Förderung in Schule / Ausbildung und Sport, für die Ringer-Talente aus Witten diskutiert. Man war sich einig, dass dies für die Zukunft der Königsweg ist, um aus Talenten nationale und internationale Spitzensportler zu formen.

04.11.2012

 

Goldene Verdienstnadel des Deutschen Ringer-Bundes für Herbert Oelrich - KSV-Urgestein von Generalsekretär Dittmann geehrt


KSV Witten richtet Deutsche Männermeisterschaft 2014 aus - Ringen im griechisch-römischen Stil in der Husemannhalle

Am Rande des Zweitliga-Spitzenkampfes zwischen dem KSV Witten und dem TV Walheim gab es am Samstag eine bedeutende Ehrung für Herbert Oelrich, langjähriges Vorstandsmitglied und „Urgestein“ des KSV Witten 07. Karl Martin Dittmann, der Generalsekretär des Deutschen Ringer-Bundes DRB und gleichzeitig Präsident des Ringerverbandes NRW, überreichte ihm die Goldene Verdienstnadel des Bundesverbandes. Damit wurden Oelrichs Verdienste für den Ringersport und „seinen“ KSV angemessen gewürdigt.

 

Herbert Oelrich kam 1962 vom damaligen KSV Welper nach Witten. Als Ringer der 2. Mannschaft übernahm er schon bald auch offizielle Aufgaben: er wurde Mannschaftsführer der Reservemannschaft, die mit ihm 1971 den Aufstieg in die Oberliga schaffte.

 

In den achtziger Jahren stieg er in den Führungskreis des damaligen Erstliga-Vereins auf, er zum 2. Vorsitzenden des KSV Witten gewählt. Später übernahm er zusätzlich das Amt des Sportwartes und des Mannschaftsführers der Wittener Bundesligamannschaft. Nach einigen Jahren schöpferischer Pause wurde er 1995 nochmals 2. Vorsitzender des Vereins und war in dieser Funktion bis 2002 tätig.

 

Natürlich hat Oelrich, der regelmäßiger Beobachter bei den Heimkämpfen des KSV ist, die Ehrungen des Vereins empfangen. Seit 2008 ist er Ehrenmitglied des KSV Witten 07, nachdem ihm zuvor die Ehrennadeln des Vereins verliehen wurden.

 

Der KSV Witten gratuliert auf diesem Wege zu dieser ehrenvollen Auszeichnung!

 

KSV Witten richtet die Deutschen Männermeisterschaften 2014 aus

 

Nach der Laudatio für den Geehrten überraschte der DRB-Generalsekretär Publikum wie auch die KSV-Offiziellen mit einer brandheißen Nachricht: der KSV Witten wird mit der Ausrichtung der Deutschen Männermeisterschaft im Jahr 2014 betraut! Zwar ist das noch nicht offiziell, es fehlt noch der formelle Beschluss des zuständigen DRB-Gremiums. Dies allerdings, so Dittmann, sei nur noch eine Formsache.

 

Nachdem der Verein für die Durchführung der NRW-Meisterschaften 2011 und besonders der Deutschen Juniorenmeisterschaften im Februar diesen Jahres viel Lob von allen Seiten geerntet hatte, entschloss sich der KSV-Vorstand, eine Bewerbung für die Männermeisterschaft 2014 im griechisch-römischen Stil auf den Weg zu bringen.

 

Es hat seinen guten Grund, dass der KSV Witten gerade diese Meisterschaft haben wollte. Denn die Greco-Männer kämpfen – anders als bei der kombinierten Freistil-Männer- und Frauen-Meisterschaft – nur auf zwei Matten. Die lassen sich in der Husemannhalle gut auslegen, genügend Zuschauerplätze sind dann auch vorhanden.

 

Um erneut eine Premium-Veranstaltung präsentieren zu können, wird für die Organisatoren viel Arbeit zu bewältigen sein. Das Organisations-Komitee wird sich daher wohl noch in diesem Jahr gründen.

04.11.2012

 

KSV-Reserve mit Standard-Ergebnis: Walheim 20:19 besiegt - Christopher Faber und Aksu sind Siegesgaranten

 

Eigentlich sah es vor dem Kampf nach einem deutlichen Erfolg des Landesliga-Tabellenführers KSV 2 gegen die Walheimer Reservisten aus, denn der TV gab gleich zwei Gewichtsklassen kampflos ab. Dennoch wurde es wieder ganz knapp. Wie schon am Donnerstag in Ehrenfeld lautete das Ergebnis am Ende 20:19 für die Wittener Ringer um das Betreuer-Trio Matthias Blum – Dietmar Appel – Wilfried Lutter. Für den Sieg sorgten diesmal Christopher Faber und Ebubekir Aksu, die zu unerwarteten Schultersiegen kamen. Dazu die beiden kampflosen Siege - da waren schon 16 Punkte auf dem Konto der Wittener.

 

Vor guter Zuschauerkulisse – der TV Walheim war mit einem Fanbus angereist – bereiteten die Gäste den Wittenern einen ungemütlichen Abend. Fünf Kämpfe konnten sie für sich entscheiden, ebenso viele wie auch der KSV – der allerdings inklusive der kampflosen. Die machten dann wohl den knappen Unterschied aus.

 

Aldin Dikezi (55 kg) holte sich die Punkte ohne Kampf ab, der KSV ging damit 4:0 in Führung. Die baute Christopher Faber (120 kg) mit einem famosen Sieg aus, als er den früheren Zweitligaringer Ralf Richter auf die Schultern legte (8:0). Die Ringer aus der Kaiserstadt glichen aus, denn Diyar-Murat Dündar (60 kg) und Denis Yanmaz (96 kg) unterlagen entscheidend (8:8).

 

Nick Jacobs (66 kg) brachten seine Farben wieder nach vorn, er gewann deutlich nach Punkten. Dabei fehlte nur ein einziger Zähler am Überlegenheitssieg (11:8). Im 84 kg-Limit ging Ufuk Canli den Kampf couragiert an und gewann Runde eins. Dann verlor er seine Linie und verlor mit 1:3 Runden (12:11). Durch den kampflosen Sieg von Yves-Heiko Gies (66 kg) setzten sich die Hausherren erneut ab: 16:11. Die Entscheidung schaffte dann Ebubekir Aksu (84 kg), der gegen den auch in der Bundesliga eingesetzten Fabian Ostlender einen umjubelten Schultersieg feierte (20:11).

 

Da war am Ende nur noch eine Randnotiz, dass gleich beide 74 kg-Ringer des KSV, sonst eigentlich eine „Bank“, auf den Schultern landeten. Martin Tasev war gegen den rumänischen Internationalen Mocanu, immerhin WM-Fünfter der Junioren 2011, noch zu unerfahren und verlor in Runde eins (20:15). Und auch Lukas Faber zahlte Lehrgeld, als er sich im ersten Kampfabschnitt überraschen ließ und entscheidend unterlag (20:19). Ende gut, alles gut – jetzt geht es schon am kommenden Freitag weiter, wenn der KSV die Zweitvertretung des KSV Hohenlimburg in der Ostermann-Halle empfängt (9.11., 20.20 Uhr).

  KSV Witten 07 II TV Aachen-Walheim II 20:19
55 Dikezi, Aldin (JN) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
60 Dündar, Diyar-Murat (J) Ragimov, Tsagur (JN) SS 0:4
  Runden: 0:7, 0:6, 0:3 — Σ:(0:16), Δ:16
66 A Jacobs, Nick (J) Kreutz, Marco (J) PS 3:0
  Runden: 4:0, 5:0, 4:3 — Σ:(13:3), Δ:10
66 B Gies, Yves-Heiko (J) KL 4:0
  Runden: — Σ:(0:0), Δ:0
74 A Tasev, Martin (J) Mocanu, Florin (N) SS 0:4
  Runden: 0:7 — Σ:(0:7), Δ:7
74 B Faber, Lukas (J) Gönder, Sinan (J) SS 0:4
  Runden: 0:4 — Σ:(0:4), Δ:4
84 A Aksu, Ebubekir (JND) Ostlender, Fabian SS 4:0
  Runden: 1:0, 0:3, 5:0 — Σ:(6:3), Δ:3
84 B Canli, Ufuk (ND) Otto, Maximilian (J) PS 1:3
  Runden: 1:[1], 4:0, 1:3, 1:3 — Σ:(7:7), Δ:0
96 Yanmaz, Denis Hermanns, Frank AS 0:4
  Runden: 0:1, 0:6, 0:4 — Σ:(0:11), Δ:11
120 Faber, Christopher Richter, Ralf SS 4:0
  Runden: 4:0 — Σ:(4:0), Δ:4

03.11.2012

 

Auch KSV kann Aachen nicht stoppen – 15:24-Niederlage gegen den Liga-Primus – Packende Duelle auf der Matte – Steffen schwer verletzt

 

Die 350 Zuschauer in der gut gefüllten Husemann-Halle sahen beim Zweitliga-Kampf zwischen dem KSV Witten 07 und dem Spitzenreiter TV Aachen-Walheim packende und zeitweise hochklassige Duelle auf der Ringermatte. Die Kaiserstädter zeigten allerdings, warum sie derzeit ohne Verlustpunkt auf Platz Eins stehen und mit dem Erfolg in Witten wohl den Aufstiegssekt für die erste Liga langsam kalt stellen können.

 

Gleich zu Beginn musste Nikolai van Berkum (55 GR) wieder gegen einen richtig schweren Brocken antreten. Mit Stoyan Spasov stand ihm ein Klasse-Athlet gegenüber. Wie in all seinen Kämpfen versuchte Nikolai zwar mitzuringen und zu punkten, aber die Routine und Klasse des Aachener Gastes zwang ihn bereits in Runde Eins auf die Schultern (0:4). Ebenso auf einem wahrlich schweren Posten stand Mirko Klein (120 FR) gegen den bulligen Kasim Aras. In einem Duell auf Messers Schneide war der Gast hier den Hauch effizienter und siegte am Ende mit 2:3 Runden – dennoch zwei beachtliche Rundenerfolge für Wittens Schwergewicht (2:7). Akaki Kuntchulia (60 FR) war es dann vorbehalten, die Halle in einen Hexenkessel zu verwandeln. Im Kampf gegen Adrian Mosa ging es hin und her, aber am Ende setzte sich Wittens wuseliger Georgier mit einer Energieleistung in Runde Fünf gegen Mosa durch (5:9). Es folgte das Duell der Junioren-Meister dieses Jahres (96 GR). Der DM-Dritte (Wittens Dennis Böddeker) traf auf den amtierenden deutschen Meister (Martin Otto). Im wohl abwechslungsreichsten Kampf des Abends ging es turbulent zu. Eine Aktion startend gab es Konter und weitere Wertungen. In Runde Eins noch mit dem besseren Ausgang für das Wittener Greco-Talent – die folgenden drei Runden holte sich dann allerdings der amtierende Junioren-Meister und sammelte so weitere Punkte für seine Farben (6:12). Für einen knapperen Pausenstand sorgte Ibro Cakovic (66 FR) in seinem Kampf gegen Nikolay Georgiev. Mit konzentrierten Angriffen setzte Cakovic immer wieder Nadelstiche und sicherte sich in vier Runden den 9:13-Pausenstand. Cakovic steuert mit diesem Sieg weiterhin auf eine perfekte Saison ohne Niederlage zu und für den KSV war in Durchgang Zwei noch alles drin.

 

Den Anfang machte Mesut Kayar (84 FR) im Duell gegen Rouzbeh Khoshbin-Nazdik. Dass es zwischen diesen beiden öfter hitzig zugeht, wusste man. Wittens Freistil-Ass hatte sich aber gut im Griff und rang zu einem umjubelten 3:0-Erfolg. Sein Kontrahent hatte sich dagegen nicht so gut im Griff und hätte mit seinen unsportlichen Aktionen, die sich auch gegen den Kampfrichter äußerten, sogar ganz von der Matte gestellt werden können (12:13). Nun ruhten die Sieg-Hoffnungen auf Alexander Storck (66 GR). Gegen Yashar Jamali, amtierender deutscher Senioren-Meister, gab es zuletzt für die KSV-Ringer nur Siege zu verzeichnen. Diesmal hatte sich der Aachener Freistiler aber besser eingestellt und ließ dem sonst so trickreichen Storck in drei Runden kaum eine Chance (12:16). Ein Sieg Nico Brunners musste nun her, damit man weiterhin an die Sensation im Wittener Lager glauben konnte. Gegen Dominique Engel zog Brunner am Boden tolle Wurftechniken und wurde dafür mit einem 3:1-Sieg belohnt. Die Runde für den Gast resultierte aus einer umstrittenen Verwarnung Brunners. Auch er musste zahlreiche unfaire Aktionen über sich ergehen lassen, allerdings blieb der Athlet in Blau unbestraft (15:17). Die Spannung war spürbar, als Rabbia Khalil (74 GR) im vorletzten Kampf gegen Laszlo Szucz auf die Matte ging. Ein Sieg oder gar eine knappe Niederlage und alles wäre noch drin gewesen im Abschlusskampf. Beide lieferten sich einen recht offenen Kampf im Stand - in den Bodenrunden war der Gast allerdings konsequent mit Aktionen erfolgreich (15:20). Die Entscheidung über Sieg und Niederlage der beiden NRW-Top-Teams war also bereits vor dem letzten Kampf gefallen, dennoch wollte Jens Steffen den Zuschauern einen krönenden Abschluss gegen Dimitar Georgiev (74 FR) liefern. Gleich zu Beginn gelang ihm dies auch. Steffen ging in Führung, verdrehte sich aber dann bei einem Beinangriff Georgievs sein Knie und lag schmerzverzerrt bis zum Ablauf der Verletzungszeit auf der Matte. Betreuer und Ärzteteam waren direkt vor Ort, um den KSV-Athleten zu pflegen, der allerdings nicht um weitere Untersuchungen im Krankenhaus herumkam.

 

Für Aachen sollte dieser Erfolg nun ein endgültiger Schritt in Richtung Erste Liga bedeuten, während es für den KSV Witten und das Trainer-Team um Interimscoach Fatih Sirin jetzt erst einmal gilt, den neuerlichen Ausfall eines Leistungsträgers zu verkraften und für den Kampf am kommenden Samstag beim KSV Seeheim (19.30 Uhr, Kultur- und Sporthalle Seeheim) eine schlagkräftige Truppe parat zu haben.

Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Gr.-röm. 55 Nikolai van Berkum J Stoyan Spasov EU 0:4 SS 0:4 00:48
Freistil 60 Akaki Kuntchulia N Adrian Mosa EU 3:2 PS 1:0 0:1 1:1 0:1 1:0 10:05
Gr.-röm. 66A Ibro Cakovic N6 Nikolay Georgiev EU 3:1 PS 1:0 0:1 4:0 3:0 08:00
Freistil 66B Alexander Storck 23 Yaschar Jamali 23 0:3 PS 0:1 0:1 0:1 06:05
Gr.-röm. 74A Rabbia Khalil Laszlo Szucz EU 0:3 PS 0:3 0:2 0:2 06:00
Freistil 74B Jens Steffen Dimitar Georgiev EU 0:4 AS 1:2 00:28
Gr.-röm. 84A Nico Brunner 23 Dominique Engel 3:1 PS 1:0 1:0 0:1 1:0 08:00
Freistil 84B Mesut Kayar ND Rouzbeh Khoshbin-Nazdik 23 3:0 PS 1:0 1:0 1:0 06:00
Gr.-röm. 96 Dennis Böddeker 23 Martin Otto 23 1:3 PS 7:0 1:3 2:5 2:5 07:39
Freistil 120 Mirko Klein Kasim Aras 2:3 PS 0:1 1:0 1:0 0:1 0:1 10:17

02.11.2012

Das große NRW-Ringer-Duell: KSV empfängt TV Walheim (Sa., 3.11., 19.30 Uhr Husemannhalle)

Gäste aus Aachen sind Aufstiegsfavorit Nr. 1

Fatih Sirin: „Wir wollen sie ein bisschen ärgern ...!"

Vorher Reserveteams im „kleinen Lokalderby" der Landesliga



TV Aachen-Walheim

Zugänge:
Adrian Mosa, Florin Mocanu, Dominique Engel, Mogamedchabib Sulikov, Nazim Aras

Abgänge:
Gevorg Vardanyan

Mannschaftskader:
55/60 kg: Stoyan Spasov, Adrian Mosa, 66 kg: Jashar Jamali, Florin Mocanu, Marco Kreutz, Nikolay Georgiev, 74 kg: Peter Otto, Dimitar Georgiev, Lazslo Szucz, Fabian Ostlender, 74/84 kg: Denis Novakov, 84 kg: Dominique Engel, Rousbeh Khosbin-Nazdik, 96 kg: Mogamedchabib Sulikov, Martin Otto, 120 kg: Nazim Aras, Kasim Aras



Zwei NRW-Duelle zwischen dem KSV Witten und TV Walheim stehen am Samstag (3.11.) in der Wittener Husemannhalle auf dem Programm. Um 17.30 Uhr beginnen die Zweitvertretungen der Vereine mit dem Landesliga-Kampf, ehe es um 19.30 Uhr zum großen NRW-Duell in der 2. Bundesliga kommt.

Die Kaiserstädter führen die Tabelle der Gruppe Mitte souverän an: 20:0 Punkte haben sie gesammelt und weisen damit schon sechs Zähler Vorsprung auf den Zweiten, KSC Niedernberg, und gar acht auf den KSV Witten auf, der auf Platz vier rangiert. Das sind deutliche Zahlen – dennoch gehen die Ringer aus der Ruhrstadt optimistisch und voller Vorfreude in das große Derby. Denn in bester Erinnerung ist noch die famose Partie aus der Vorsaison, als die Wittener in einer bis zur letzten Begegnung fesselnden und spannenden Begegnung die Kaiserstädter im wahrsten Sinne des Wortes „nieder rangen". Mit 21:17 ging der Sieg in der Husemannhalle damals vor feiernden Fans an die Hausherren.

Und das Interims-Trainerteam Fatih Sirin und Emre Yilmaz ist optimistisch, diesmal wieder alle Mann an Bord zu haben. Die Chancen, dass u.a. Akaki Kuntchulia, Jens Steffen und Nico Brunner wieder in der Mannschaft stehen, sind nicht schlecht. Das macht Sirin denn auch hoffungsvoll, wenngleich er realistisch bleibt: „Klar ist Walheim Favorit, aber das war im letzten Jahr auch so, als wir nach einem tollen Kampf gewinnen konnten." Der KSV-Coach, der selbst jahrelang zum Stamm-Personal im Wittener Bundesligaaufgebot zählte, setzt denn auch auf eine geschlossene Mannschaftsleistung: „Vielleicht können wir die Gäste mit kompletter Mannschaft ein wenig ärgern!"

Den Hinkampf auf Aachener Matte verloren die Wittener Ringer recht deutlich mit 13:23, konnten da nicht in Bestbesetzung antreten. Auch am letzten Wochenende zeigte der KSV in Burgebrach Ersatz- und Verletzungsbedingt nur eine durchschnittliche Leistung. Die Gäste allerdings schwächelten zuletzt auch etwas, als sie zu Hause gegen KSC Hösbach „nur" knapp mit 20:18 siegten.

Die amtierenden Deutschen Meister Yasar Yamali (Männer) und Martin Otto (Junioren) sowie Ex-Junioren-Europameister Kasim Aras bilden das starke Rückgrat der Gästestaffel, die mit erstklassigen ausländischen Ringern optimal ergänzt wird. Das wird eine ganz, ganz schwere Aufgabe für die Hausherren, die sich aber sicher wieder auf die Unterstützung des heimischen Publikums verlassen kann. Vielleicht gelingt es wirklich: „die Ringer vom TV Walheim etwas zu ärgern!"

Kampfrichter ist Jörg Fleiter aus Gütersloh.

 

Witten 2 gegen Walheim 2 – auch ein Kampf mit Brisanz

Gäste mit Verstärkung aus dem Bundesliga-Kader

Eigentlich müsste der KSV klarer Favorit sein, denn der Tabellenführer konnte bislang in der ersten Landesliga-Saison überzeugen. Die Gäste dagegen zeigten sich mit wechselnden Resultaten eher „launisch". Das könnte daran liegen, dass die Mannschaft immer mal wieder mit Ringern der 1. Mannschaft verstärkt wird und dann natürlich eher zum Erfolg kommt.

Das könnte natürlich auch am Samstag der Fall sein. Das „normale" TV-Team ist eher Durchschnitt, es belegt einen Platz im unteren Mittelfeld der Landesliga-Tabelle. Der verstärkte TV Walheim 2 hingegen könnte dem KSV durchaus gefährlich werden.

Die Aufstellung beider Mannschaften könnte schon ein Anhaltspunkt dafür sein, wie später die Zweitliga-Mannschaften der Vereine auf die Matte gehen.

Auf dem Weg zum Aufstieg dürfte sich die Mannschaft um die Betreuer Blum – Appel – Lutter allerdings auch vom TV Walheim nicht aus der Spur bringen lassen. Sie ist gleichmäßig gut besetzt und gewann schon den Hinkampf in Aachen mit 25:16.



02.11.2012

KSV-Reserve besiegt RC Ehrenfeld im Spitzenkampf

Martin Tasev ist beim 20:19 der Siegesgarant

Kölner um van Rienen präsentieren sich sehr stark

 

Lange sah es am Feiertag „Allerheiligen" in der Kölner Sporthalle Lindenweilerhof nicht danach aus, als könnte der KSV Witten 2 im Spitzenkampf der Ringer-Landesliga seine Tabellenführung gegen den Zweiten RC Ehrenfeld verteidigen. Am Ende hatten die Ringer um das Betreuer-Trio Matthias Blum – Dietmar Appel – Wilfried Lutter jedoch das bessere Ende für sich, sie gewannen knapp mit 20:19.

Die ca. 150 Zuschauer sahen einen Kampf, der an Qualität und Dramatik kaum zu toppen war. Denn die Hausherren lagen vom dritten bis zum vorletzten Einzelkampf fast immer in Führung, erst die allerletzte Begegnung gab den Ausschlag zugunsten des KSV Witten. Die Wittener waren auf Nummer sicher gegangen und hatte einige Athleten aus dem Bundesliga-Kader eingebaut. Zum einen natürlich, um das junge KSV-Team zu verstärken, darüber hinaus aber auch, um diesen Ringern, die zuletzt in der Wittener Zweitligamannschaft fehlten, wieder „Mattengefühl" zu vermitteln.

Es begann planmäßig für die Ruhrstädter, als Aldin Dikezi in der 55 kg-Klasse zum Schultersieg kam (4:0). Doch schon in der 120 kg-Klasse glich Ehrenfeld aus, denn hier stand mit Kevin van Rienen der Top-Ringer des RC, der im letzten Jahr noch im Wittener Bundesliga-Aufgebot stand. Gegen den hatte Markus Blum einen schweren Stand und verlor dann auch auf Schultern (4:4). Danach zogen die Domstädter davon: Denis Rerich (60 kg) musste die Überlegenheit des erstmals in dieser Gewichtsklasse aufgebotenen Ukrainers Olexander Kogan anerkennen, der technisch überlegen gewann (4:8). Christopher Faber (96 kg) verlor nach Punkten, als er auf den in dieser Saison noch unbesiegten David Haubrich traf (4:11). Im letzten Kampf vor der Pause ging es mit der Ehrenfelder Serie weiter, denn Sven Lutter (66 kg) verlor gegen den Ex-Jugendmeister Robin Pelzer auf Schultern (4:15).

Im zweiten Kampfabschnitt kamen dann die KSV-Trümpfe zum Zuge und machten die Begegnung wieder spannend. Ufuk Canli (84 kg) gewann durch technische Überlegenheit und sicherte seinen Farben vier Zähler (8:15). Akaki Kuntchulia holte weitere Punkte durch seinen Schultersieg (12:15). Jens Steffen (84 kg) war es dann vorbehalten, den KSV Witten erstmals wieder in Führung zu bringen, als er einen Sieg mit technischer Überlegenheit feierte (16:15).

Jetzt war der KSV wieder obenauf, mussten doch die abschließenden Wittener 74 kg-Kämpfer als Favoriten angesehen werden. Martin Tasev, der im Hinkampf gegen Melvin Pelzer auf Schultern verloren hatte, war für den freien Stil nominiert worden, den Platz im griechisch-römischen Stil nahm dafür Emre Yilmaz ein. Doch auch der ließ sich von Melvin Pelzer, ebenfalls ein ehemaliger Jugendmeister, überraschen und landete auf den Schultern – 16:19 lagen die Kölner Ringer nun vor der letzten Begegnung in Führung.

Einmal mehr lag es jetzt an Martin Tasev, für ein positives Resultat seiner Mannschaft zu sorgen. Ein Schultersieg oder ein Sieg mit technischer Überlegenheit musste her, um den Ausflug des KSV in die Domstadt erfolgreich zu gestalten. Ein Punktsieg ohne Gegenpunkt hätte zum Remis gereicht, jeder Gegenpunkt zum Sieg für die Hausherren geführt.

Und Tasev behielt die Nerven: im ungewohnten Freistil kämpfte er seinen Gegner nieder und holte die zum technische Sieg erforderlichen Punkte – 4:0 für das junge Wittener Talent, 20:19 für die Landesligamannschaft des KSV Witten, die damit eine Vorentscheidung im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg herbeigeführt hat.

Am Samstag (3.11., 17.30 Uhr, Husemannhalle Witten) heißt es nun, diesen „Platz an der Sonne" gegen die Reserve des TV Walheim zu verteidigen



 

RC Ehrenfeld 1976

KSV Witten 07 II

19:20

55

Fink, Robert (J)

Dikezi, Aldin (JN)

SS

0:4

60

Kogan, Olexandr (N)

Rerich, Denis (J)

4:0

66 A

Pelzer, Robin

Lutter, Sven

SS

4:0

66 B

Fink, Kevin (J)

Kuntchulia, Akaki (N)

SS

0:4

74 A

Pelzer, Melvin

Yilmaz, Emre

SS

4:0

74 B

Tarighati, Kawe

Tasev, Martin (J)

0:4

84 A

Stavridis, Paschalis (ND)

Steffen, Jens

0:4

84 B

Selamet, Mustafa (ND)

Canli, Ufuk (ND)

0:4

96

Haubrich, David

Faber, Christopher

PS

3:0

120

van Rienen, Kevin

Blum, Markus

SS

4:0

   
     
     

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