Aktuelles - September 2013

29.09.2013

 

KSV-Verbandsligateam siegt denkbar knapp beim TuS Bönen - Faber und Jacobs sichern Sieg trotz Niederlagen - Tasev disqualifiziert

 

Das war knapp für die Verbandsliga-Mannschaft des KSV Witten 07: beim TuS Bönen gab es am Samstag einen hauchdünnen 19:18-Erfolg. Die Mannschaft des TuS um den ehemaligen Wittener Bundesliga-Ringer Ingo Manz machte den Gästen das Leben schwer wie noch keine andere. Kurios, dass zwei knappe Niederlagen in den letzten beiden Kämpfen den Erfolg der Schützlinge von Dietmar Appel und Wilfried Lutter letztendlich sicherten.

 

Den Sieg hatte zuvor Martin Tasev massiv gefährdet, als er sich im Kampf zu passiv zeigte und vollkommen unnötig disqualifiziert wurde. Statt erhoffter Pluspunkte für den KSV gab es so gleich vier für die Hausherren. In den beiden letzten Kämpfen mussten die KSV-Akteure knappe Niederlagen hinnehmen, brachten ihrerseits jedoch jeweils einen Zähler mit, was letztlich zum Sieg reichte.

 

KSV-Youngster Bahtiyar Dündar (55 kg) musste sich technisch unterlegen geschlagen geben (0:4). Hart zu kämpfen hatte Bundesligaringer Mesut Kayar (120 kg), gab einen Gegenpunkt ab und kam so „nur“ zu einem 3:1-Erfolg (3:5). In den nächsten Kämpfen gaben die Wittener Akteure den Ton an: Dennis Rerich (60 kg) war technisch überlegen (7:5), auch Ufuk Canli (96 kg) siegte deutlich mit 3:0 (10:5) und Tufan Taskiran (66 kg) durfte sich gar über einen Schultersieg freuen (14:5).

 

Nach der Pause das Debakel mit Martin Tasev (84 kg), der eine Passivitäts-Disqualifikation hinnehmen musste und dafür sorgte, dass die Gastgeber wieder in Sichtweite kamen (14:9). Den Vorsprung baute Akaki Kuntchulia (66 kg) dann aber wieder aus und kam – diesmal im griechisch-römischen Stil – zu einem 3:0-Erfolg (17:9). Der junge Julian Zimmermann (84 kg) musste sich gegen TuS-Trainersohn Fabian Manz technisch geschlagen geben – es blieb spannend (17:13).

 

Die abschließenden 74 kg-Klassen sind eigentlich eine Domäne des KSV – diesmal nicht. Immerhin brachten Lukas Faber und Nick Jacobs bei ihren Niederlagen mit 1:3 (18:16) bzw. 1:2 (19:18) jeweils einen Zähler mit – und das reichte dann, um die Begegnung knapp zugunsten des Gästeteams zu entscheiden!

 

Damit bleibt der KSV Witten weiter ungeschlagen und ohne Punktverlust. Die KG Annen / Heros musste beim RC Ehrenfeld einen Punkt abgeben, hat jedoch einen Kampf mehr absolviert als der KSV und liegt so noch um einen Punkt in Führung.

 

TuS Bönen 01  

KSV Witten 07 II  

18:19

55

Wegner, Karsten (J)

Dündar, Bahtiyar (J)

4:0

60

Thiemann, Dennis (J)

Rerich, Denis (J)

0:4

66 A

Kosch, Frederik

Taskiran, Tufan

SS

0:4

66 B

Wiens, Igor

Kuntchulia, Akaki (N)

PS

0:3

74 A

Korte, Lukas

Faber, Lukas (J)

PS

3:1

74 B

Keim, Daniel

Jacobs, Nick (J)

PS

2:1

84 A

Manz, Fabian

Zimmermann, Julian (J)

4:0

84 B

Falkenstein, Tobias

Tasev, Martin (J)

DS

4:0

96

Strzalka, Sebastian

Canli, Ufuk (ND)

PS

0:3

120

El-Cheickh Hassan, Jihad

Kayar, Mesut (ND)

PS

1:3

29.09.2013

 

"Deutsche Grappling-Liga" ermittelte in Witten die Finalrunden-Teilnehmer - Spannung bis zum Schluss - Sparta Essen muss passen

 

Grappling in Witten – inzwischen hat sich dieser Kampfsport in der Ruhrstadt etabliert und war am Samstag einmal mehr zu Gast in der Ruhrstadt. Die Kooperation zwischen dem KSV Witten und der Deutschen Grappling Liga DGL ist im dritten Jahr, nachdem der erste Wettkampf 2011 in der Ostermannhalle stattgefunden hatte. Die Husemannhalle war diesmal Austragungsstätte des zweiten und entscheidenden Kampftages der „Division Dragons“.

 

Neun Teams gingen auf die Matte und ermittelten in sieben Begegnungen die Teilnehmer für die Finalrunde, die am 9. November wiederum in Witten ausgetragen wird. Spannung war am Samstag angesagt, ehe sich vier Teams für die Endkämpfe qualifiziert hatten – der Meister des Jahres 2011, Sparta Essen, unterlag im letzten Kampf der Veranstaltung und verpasste damit die Chance auf die erneute Meisterschaft.

 

Aus Hamburg und Hannover waren Teams am Start, ansonsten kamen die Mannschaften aus NRW. Der „Ruhrpott“ war durch Sparta Essen, Bochum Underdogs, die Gelsenkirchener Teams Caverhinia und Triangel und Sub Unit stark vertreten. Aus dem Großraum Aachen trat das Team „Shock Doctor Titans“ an.

 

Bunt ging es wieder zu, manchmal exotisch doch durchaus symphatisch. Die Kämpfer starteten wieder in unterschiedlichen, mehr oder weniger bunten Shirts und Hosen, barfuß oder in Ringerschuhen. Vornehmlich in der Bodenlage versuchten die Kämpfer, durch Hebel- oder Würgeaktionen zum Erfolg zu kommen. Das hört sich gefährlich an – war es tatsächlich aber nicht. Sehr aufmerksam und – wenn nötig – auch schnell wurde der Kampf in kritischen Situationen von den Kampfrichtern beendet. Die eingesetzten Sanitäter waren fast arbeitslos. Das bewährte Team des KSV Witten 07 sorgte einmal mehr für eine mustergültige Organisation. In vier Stunden waren die Kämpfe reibungslos über die Bühne gebracht. Die Ergebnisse:

Team Triangel  - Ground fighters BJJ Hamburg  06:23
Shock Doctor Titans  - Paderborn Wombats  14:12
Lowland Alliance Hannover - Sub Unit  20:15
Ground fighters BJJ Hamburg  - Team Caverhinia  33:00
Paderborn Wombats - Underdogs Bochum  33:00
Sub Unit - Team Triangel  25:10
Sparta Essen - Shock Doctor Titans  10:19

In der Gruppe 1 sicherten sich die Shock Doctor Titans Platz eins, gefolgt vom Neuling Paderborn Wombats; in Gruppe 2 setzten sich punktgleich die Ground Fighters Hamburg und Sub Unit durch – diese vier Teams werden am 9. November beim Finale in Witten dabei sein.

Platz Gruppe 1 Pkt.     
Gruppe 2 Pkt.
1 Shock Doctor Titans 16 Ground Fighters BJJ Hamburg  12
2 Paderborn Wombats 12 Sub Unit Ruhrpott 12
3 Sparta Essen 8 Lowland Alliance Hannover 10
4 Bochum Underdogs 4 Team Triangel GE 6
5 Team Andyconda Köln  0 Team Caverhinia GE 0

28.09.2013

 

KSV besiegt Burgebrach an der Waage und auf der Matte - 26:9 bzw. 40:0 im Schnelldurchgang

 

Das Duell zwischen dem KSV Witten und dem TSV Burgebrach war mit Spannung erwartet worden. Galt es doch aufgrund des holprigen Saisonstarts des KSV als richtungsweisend. Jedoch präsentierten sich die Gäste aus Oberfranken, mit denen sich der KSV in den bisherigen Duellen immer schwer getan hat, als sehr spendabel. So war bereits bei der Anreise klar, dass Burgebrachs Jan Stretz in der 96-kg-Klasse mit Übergewicht über die Waage gehen würde. Dass aber dann auch noch Dragos Cimpanu (60 kg) mit etwas zuviel Kleidung über die Waage ging, machte schon an der Waage den 40:0-Erfolg der Gastgeber perfekt.

 

Die Kämpfe im Einzelnen:

 

Dawid Dykier (55 FR) und der Freistil werden keine Freunde mehr. Gegen Edwin Domenguez zeigte sich Wittens Greco-Spezialist zwar mit der bislang besten Leistung in der fremden Stilart, jedoch unterlag er den Kampf kurz vor Ende der sechs Minuten bei 1:12 Punkten auf Schultern. Gegen den stabil stehenden Jens Brosowski liess Oldie Mirko Klein (120 GR) nichts anbrennen. Von Beginn an machte er dem Gast klar, wer den Kampf gewinnen würde. 5:0 technische Punkte standen am Ende auf dem Punktezettel. Es folgten vier Zähler auf dem KSV-Punktekonto, denn Arthur Eisenkrein (60 GR) brachte sein Gewicht im Gegensatz zu seinem Gegner Dragos Cimpanu auf die Waage. Der Burgebracher siegte allerdings im Einlagekampf deutlich.

 

Die nächsten vier Punkte für den KSV sackte dann Mirko Englich (96 FR) gegen seinen ebenfalls übergewichtigen Kontrahenten ein. Im Schaukampf machte der Heimkehrer allerdings deutlich, dass es wohl auch ohne das Gewichtsproblem düster für den TSV-Athleten ausgesehen hätte. Gegen Yunier Castillo (letzte Saison noch für den AC Köln-Mülheim kämpfend) hatte schon Akaki Kuntchulia seine liebe Müh und Not. Alexander Storck (66 FR) ging es nicht besser. Im einem hochwertigen Kampf gab es sehenswerte Attacken beider Ringer - aber ohne Erfolg für den Gastgeber. Mit 0:4 technischen Punkten musste sich Storck geschlagen geben.

 

Im ersten Kampf nach der Pause zeigte Michael Krol (84 GR), wofür er vom KSV verpflichtet wurde. Aggressiv bearbeitete er Ricardo Gil und siegte eindrucksvoll mit 6:0. Andreas Eisenkrein (66 GR) liess gegen Leonardo Quintero den letzten nötigen Biss ein wenig vermissen. Der Gästeringer war hier in vollen sechs Minuten überlegen und gewann am Ende auch verdient mit 7:0. Ebenfalls den Start komplett verschlafen hatte dann auch Wladimir Remel (84 FR). Gegen Burgebrachs Mattenfuchs Michael Giehl lief er direkt in zwei Dreier-Wertungen, sammelte dann aber Punkt um Punkt und griff weiter mutig an. Beim Stand von 7:6 verletzte sich der Gast leider schwer am Knie und musste den Kampf vorzeitig aufgeben. Hier hätten die Zuschauer sicherlich von beiden noch ein wenig mehr Mattenfeuerwerk zu sehen bekommen.

 

Den Beginn der beiden Abschlusskämpfe machte Ibro Cakovic (74 FR) gegen Pascal Marechal. Mit Angriffen auf technisch hohem Niveau überzeugte Cakovic erneut und liess das Wittener Publikum beim Stand von 10:0 sogar den Schultersieg bejubeln. Sein Repertoire an Griffen und Techniken stellte dann auch Grzegorz Wanke (74 GR) dem staunenden Publikum zur Schau. In weniger als zwei Minuten war für ihn der Arbeitstag gegen Felix Pflauger bei seinem 13:2 Punktsieg vorzeitig beendet.

 

Mit 26:9 verliessen die Akteure also am Ende die Matte - gleichwohl das Ergebnis aufgrund der beiden unbesetzten Klassen der Gäste vom souverän agierenden Mattenleiter Georg Goczol zu einem 40:0 im Protokoll abgeändert wurde. Nach der Niederlage der vergangenen Woche in Hösbach scheint nun das Team um Coach Fatih Sirin in Form gekommen zu sein. Dies läast für die nächsten Aufgaben hoffen. Schon am nächsten Samstag geht es da für den KSV zu einem weiteren "Unbekannten", dem ASC Bindlach. Sollte den Ruhrpott-Ringern die lange Fahrt (ca. 470 km) nicht zu sehr in den Knochen stecken, so rechnet man sich auch hier einen engen Kampf mit Siegchancen aus.

    KSV Witten TSV Burgebrach Punkte Wertung
FR 55 Dawid DYKIER EU Edwin DOMENGUEZ EU 0:4 SS 1:12
GR 60 Arthur EISENKREIN 23 Dragos CHIMPANU EU 4:0 ÜG 0:12
FR 66A Alexander STORCK 23 Yunier CASTILLO EU 0:2 PS 0:4
GR 66B Andreas EISENKREIN 23 Leonardo QUINTERO N 0:3 PS 0:7
FR 74A Ibro CAKOVIC N6 Pascal MARECHAL 23 4:0 SS 10:0
GR 74B Grzegorz WANKE EU Felix PFLAUGER J 4:0 13:2
FRl 84A Wladimir REMEL 23 Michael GIEHL 4:0 AS 7:6
GR 84B Michal KROL EU Ricardo GIL EU 3:0 PS 6:0
FR 96 Mirko ENGLICH Jan STRETZ 4:0 ÜG 5:0
GR 120 Mirko KLEIN Jens BROSOWSKI 3:0 PS 5:0

27.09.2013

 

Wittener Ringerinnen beim Brandenburg-Cup

Neu im KSV-Trikot: Saskia Rakete

Der Ringerverband NRW schickt eine Mannschaft der weiblichen Jugend (Kadettinnen) zum "‚Internationalen Brandenburg Cup 2013". Lina Dussin, Dilara Bayrak und Viviane Herda vom KSV Witten 07 werden in Frankfurt an der Oder am Samstag die Klassen bis 46, 49 und 60 kg besetzen. Die Neu-Wittenerin Saskia Rakete tritt bis 65 kg an. Trainer Attila Bayrak begleitet die Mädchen. Außer in der Mannschaftswertung gemeinsam mit ihren beiden auswärtigen Landesteam-Kameradinnen winken auch Einzelmedaillen. Fans und Anhang hoffen auf ein erfolgreiches Wochenende.

25.09.2013

 

Weltmeisterschaft in Budapest / Zusammenfassung

von Jörg Richter / DRB

 

Frank Stäbler (66 kg/TSV Musberg) hat bei der Weltmeisterschaft der Ringer in Budapest eine Bronzemedaille erkämpft, damit schließt sich der Kreis, denn die letzte WM-Medaille der Griechisch-Römisch-Spezialisten erkämpfte Konstantin Schneider (74 kg/KSV Köllerbach) 2005 – in der ungarischen Hauptstadt. Nach dem Sieg Stäblers über Hasan Aliyew (Aserbaidschan) im kleinen Finale brachen beim deutschen Team alle Dämme. Bundestrainer Michael Carl und DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis stürmten auf die Matte und schlossen ihren Schützling in die Arme, während etwa 200 – 300 deutsche Fans unter den vielleicht 6000 Zuschauern in der Laszlo-Popp-Arena jubelten. Selbst die Großen des Ringkampfsportes wie Russland, Iran, Aserbaidschan, oder aus den USA applaudierten anerkennend.

 

Mit 5:3 bezwang der Musberger im kleinen Finale Hassan Aliew (Aserbaidschan) und krönte damit seine Turnierleistung. "Das war Teamwork", jubelte DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis, der seiner gesamten Mannschaft dankte, die die Sportler im Umfeld betreuen. Ein harter Tag steckt in den Knochen von Frank Stäbler, der sich in seinem Auftaktduell gegen Yerbol Konyratow (Kasachstan) mit 3:2 Punkten durchsetzte und auch gegen den Litauer Edgaras Wenckaitis nach Punkten klar die Oberhand behielt. "Auch das schon starke Ringer, die man erst einmal bezwingen muss", unterstrich DRB-Präsident Manfred Werner, dass der DRB-Ringer die schwere Vorrundengruppe erwischt hatte.

 

Mit einer Fehlentscheidung stoppten die Kampfrichter den Sturmlauf von Frank Stäbler im Viertelfinalduell, als der DRB-Ringer gegen Islam-Beka Albiew (Russland) trotz zahlreicher Angriffsversuche die erste Passivitätsverwarnung bekam, aus der Albiew mittels Ausheber drei Punkte schaffte. Stäbler konterte und bekam dafür zwei Punkte. Doch das Kampfgericht erkannte Stäblers Punkte wegen angeblicher Beinarbeit nicht an, gab dem DRB-Ringer eine Verwarnung und dem Russen zwei Punkte oben drauf. "Das verstehe wer will, die Verwarnung war eine Frechheit, die Aktionen gingen alle von Frank aus", ärgerte sich Bundestrainer Michael Carl über diese Entscheidung. Frank Stäbler musste erneut in die Unterlage und Albiew band den Sack mit einem weiteren Ausheber zum 7:0 zu. Da Islam-Beka Albiew das Finale erreichte, konnte Frank Stäbler zumindest in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen, wo er den Kubaner Petro Mulens Herrera mit 3:2 Punkten bezwang und sich damit für den Kampf um Bronze qualifizierte. "Für mich war das eine absolute Weltklasseleistung, zudem Frank Stäbler die eindeutig stärkere Gruppe gelost hatte", so auch DRB-Präsident Manfred Werner überglücklich.

 

Schwergewichtler Eduard Popp (120 kg/VfL Neckargartach) begann das Turnier mit einem Auftaktsieg über Wachik Yeghiazaryan (Armenien) durch einen Verwarnungspunkt. Gegen Levan Arabuli (Georgien) gewann der DRB-Schwergewichtler sein Achtelfinalduell mit 6:4. Der Deutsche Meister griff immer wieder an, der Georgier kam am Ende des Kampfes kaum noch auf die Beine. Seinen Viertelfinalkampf verlor Eduard Popp dann allerdings gegen den Iraner Amir Aliakbari klar, konnte jedoch ebenso in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen, da der Iraner das Finale erreichte. Doch da stand dem DRB-Ringer der Olympiadritte von London 2012, Johann Euren /Schweden) gegenüber, der den Kampf für sich entschied.

 

Eine unglückliche Niederlage musste Florian Neumaier (74 kg/VfK Mühlenbach) gegen Ilja Gulbataschwili (Georgien) hinnehmen. Nach sechs Minuten stand es ebenfalls durch einen Verwarnungspunkt 0:1. Neumaier war damit ausgeschieden, da der Georgier das Finale verfehlte, verdiente sich jedoch in diesem Duell ebenfalls Bestnoten.

 

"Heute haben alle drei Athleten hervorragend gekämpft , natürlich überwiegt die Freude über die Bronzemedaille, doch auch Eduard Popp und Florian Neumaier haben hervorragend gekämpft, ihr Leistungsvermögen ausgeschöpft", so Bundestrainer Michael Carl mit einer ersten Bilanz des letzten Kampftages diese Weltmeisterschaft. Dieses Lob weitete Carl später auf seine gesamte Mannschaft aus, denn selbst Lukas Höglmaier (55 kg/TSV Gailbach) und Eugen Ponomartschuk (84 kg/SV Wacker Burghausen) kämpften im Rahmen ihrer Möglichkeiten tapfer mit und auch Oliver Hassler (96 kg/RG Hausen-Zell) verzieh man seinen ‚Opferwurf‘, mit dem er sich selbst um ein Weiterkommen im WM-Turnier brachte.

 

Auch Freistilspezialisten signalisieren: Ziel erfüllt

 

Die Freistilspezialisten erkämpften durch Saba Bolaghi (66 kg/RWG Mömbris-Königshofen) und Gabriel Seregelyi (84 kg/AC Goldbach) zwei 7. Plätze und auch Marcel Ewald (55 kg/SV Weingarten) setzte mit seinen, beiden Siegen zumindest ein Achtungszeichen. „Alle drei haben aus ihrem Los das Beste gemacht, die Kontrahenten, die sie besiegen können, haben sie auch bezwungen“, sieht DRB-Präsident Manfred Werner die junge Mannschaft um Freistil-Bundestrainer auf einem guten Weg. „Klar sind wir von der Spitze noch ein ganzes Stück entfernt, doch geht es Schritt für Schritt vorwärts“, hat das Freistilteam mit diesen beiden 7. Plätzen aus Sicht des DRB-Präsidenten die Erwartungen erfüllt.

 

Aline Focken ist der neue Stern am deutschen Ringerhimmel

 

Ebenso wie Frank Stäbler, so kämpft sich auch Aline Focken (67 kg/KSV Krefeld) immer mehr an das Weltspitzenniveau heran. Nach ihrer Durststrecke mit dem Übergang vom überaus erfolgreichen Junioren- in den weitaus härteren Frauenbereich weist ihre Leistungskurve nun beständig steigende Tendenz auf. In Budapest stand die hübsche Krefelderin im Kampf um Bronze, wo sie von der Japanerin Sara Dosho bezwungen wurde. „Doch im gesamten Turnierverlauf hat Aline Focken gezeigt, das sie zur Spitze dazu gehört“, freute sich Frauen-Bundestrainer Nicolae Githa. Mit Jaqueline Schellin (48 kg/TV Mühlacker), Nina Hemmer (51 kg/AC Ückerath) und Maria Selmaier (72 kg/KSC Motor Jena) hat das Frauentrainer-Trio mit Nicolae Githa, Patrick Loes und Alexandra Engelhardt weitere Ringerinnen zur Verfügung. „Die Niederlagen dieser Kämpferinnen waren einfach Kopfsache“, sieht der erfahrene Rumäne Githa in seiner jungen Mannschaft viel Potential auf dem Weg nach Rio 2016.

 

Die Weltmeisterschaft in Budapest ist Geschichte, doch sie war auch ein Neubeginn – für den Ringkampfsport, der sich innerhalb kürzester Zeit reformiert hat und damit im olympischen Programm geblieben ist, aber auch für die deutschen Ringer, die mit ihren jungen Athleten viel Potential auf ihren weiteren Weg in Richtung Rio 2016 sehen.

 

Die nächsten Höhepunkte sind mit der Europameisterschaft 2014 in Helsinki (Finnland) bereits in Sichtweite, nach Abschluss der WM in Budapest wurde der Staffelstab auch gleich nach Taschkent (Usbekistan) weiter gegeben, wo die Weltmeisterschaft 2014 ausgetragen wird.

23.09.2013

 

KSV Witten will sich rehabilitieren - Aber: TSV Burgebrach wird ein harter Brocken - Davor Qualifikationsturnier der Deutschen Grappling Liga - KSV 2 vor schwerem Gang zum TuS Bönen

 

Zweimal Kampfsport steht am kommenden Samstag (28.9.) in Witten auf dem Programm: ab 12 Uhr erobern wieder die Grappler der Deutschen Grappling-Liga DGL die Matte der Husemannhalle und kämpfen um die Teilnahme am Finalturnier. Ein Vorrundenturnier wurde bereits im Mai durchgeführt, jetzt fallen die Entscheidungen, welche Mannschaften die Endkämpfe erreichen. Sie haben phantasievolle Namen, die Teams der „Dragon-Division“, die am Samstag wieder mit Würfen, Hebeln oder Würgegriffen erfolgreich sein wollen: Ex-Meister Sparta Essen, die Underdogs Bochum, Paderborn Wombats, Shock Doctor Titans, Team Caverhinia, Team Triangel, Lowland Alliance Hannover, Ground Fighters BJJ Hamburg und Sub Unit.

 

Ab 19.30 Uhr treten dann die Bundesligaringer des KSV Witten 07 an: nach der – zumindest in dieser Höhe – nicht erwarteten Niederlage beim Mit-Favoriten KSC Hösbach geht es an diesem Wochenende weiter mit dem Heimkampf gegen den TSV Burgebrach. Da ist Wiedergutmachung angesagt – doch das dürfte leichter gesagt als getan sein. Denn die Franken sind nicht unbedingt der Lieblingsgegner des KSV.

 

Vor zwei Jahren setzte es für die Mannen aus der Husemannhalle eine 17:18-Heimniederlage, in der Vorsaison gingen die Wittener auf der TSV-Matte mit 14:21 baden. In dieser Saison kamen die Gäste bisher zu Sieg und Niederlage: gegen Seeheim verlor man auswärts denkbar knapp mit 18:19, Aufsteiger Hohenlimburg wurde beim 19:14 deutlich distanziert.

 

Dabei musste der Verein aus dem Landkreis Bamberg vor der Saison einige Abgänge verkraften. U.a. verließ der Ex-Wittener Erstligaringer Stoyko Rusev Burgebrach. Doch mit einigen Neuzugängen, vornehmlich aus Spanien, wurde der Kader gut ergänzt. Wobei Spanien nun nicht eine große Ringer-Nation ist – doch z.B. der Ex-Mülheimer Castillo ist ein eingebürgerter Kubaner, und Kuba gehört zu den internationalen Schwergewichten im Ringkampfsport! So waren in der Begegnung des TSV gegen KSV Hohenlimburg auch drei der vier Spanier erfolgreich, der 55 kg-Ringer Domingues verlor nur knapp gegen den starken Bulgaren auf Seiten der Hohenlimburger.

 

Da muss beim KSV nun schon einiges besser zusammen passen als zuletzt in Hösbach oder auch im ersten Heimkampf gegen Hüttigweiler. Nur mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung lassen sich die Franken besiegen. Dass dabei wieder einige Ringer im Team von Fatih Sirin Stilart-fremd antreten müssen, ist klar und wird sich in der Hinrunde auch nicht mehr ändern. Manchmal kann auch eine knappe Niederlage entscheidend für das Mannschaftsergebnis sein. Eine gute taktische Einstellung und voller Einsatz aller Akteure des KSV Witten ist am Samstag gefragt, will man nicht plötzlich als – von der Konkurrenz benannter – Meisterschaftsfavorit schon frühzeitig die Chancen verlieren.

 

Kampfrichter ist Georg Goczol aus Eppelborn im Saarland.

 

Verbandsliga-Team des KSV Witten beim Tabellen-Dritten TuS Bönen

 

Vor einem schweren Gang stehen auch die Verbandsliga-Ringer des KSV Witten: noch ungeschlagen und als Tabellenzweiter reisen die Schützlinge der Betreuer Dietmar Appel und Wilfried Lutter nach Bönen, wo sie auf den Viertplatzierten TuS 01 treffen. Bönen liegt gleichauf mit Ehrenfeld und hat nur eine Niederlage erlitten, nämlich bei der Kampfgemeinschaft SU Annen / Heros Dortmund. Dem stehen drei Erfolge gegenüber, zuletzt beim Dortmunder Verein KSV Jahn Marten.

 

Auf der Trainerbank beim TuS Bönen sitzt ein alter Bekannter des KSV Witten: der langjährige Bundesligaringer in Reihen des KSV, Ingo Manz, leitet die sportlichen Geschicke des Vereins aus dem Landkreis Unna. Und mit Uwe Manz steht ein internationaler Top-Kampfrichter der Ringerabteilung des Großvereins TuS Bönen vor, der auch mit dem KSV verbunden ist: er leitet Kämpfe der Bundesliga offiziell für den KSV Witten 07.

 

Diese freundschaftlichen Verbindungen werden sicher nicht dazu führen, dass die Wittener Ringer Gastgeschenke mitnehmen. Sie wollen mit einem Sieg weiter dranbleiben an der Kampfgemeinschaft aus Annen und Dortmund – und am 12. Oktober kommt es dann zum Aufeinandertreffen dieser beide Spitzenteams der Verbandsliga.

22.09.2013

 

Hösbach beweist seine Favoritenrolle – KSV allerdings mit 21:11 etwas zu hoch abgefertigt

 

Es sollte das Elefantentreffen der 2. Liga Mitte werden zwischen den beiden Top-Favoriten KSC Hösbach und dem KSV Witten. Am Ende gab es allerdings ein auf dem Papier recht deutliches 21:11 für die Gastgeber aus dem Spessart. Die ohne den beruflich verhinderten Mirko Englich erwartete harte Nuss überrollte den KSV dann auch vom ersten Kampf an.

 

Gegen Hösbachs Jugendlichen Yannick Ott drehte Dawid Dykier (55 kg) richtig auf, führte schon mit 9:0, ehe er selbst attackiert wurde und mit diversen Beinschrauben dann sogar 9:14 hinten lag. Bei einer Drehung fiel der Hösbacher Athlet unabsichtlich auf den Fuß von Dykier, der sich auf dem Bauch liegend direkt bemerkbar machte, zur Seite abrollte und behandelt werden musste. Vom Mattenleiter wurde dies allerdings als Aufgabe in einer gefährlichen Lage angesehen. So sorgte schon der erste Kampf für viele Diskussionen (4:0). Gegen den international routinierten Zsolt Dajka konnte Mirko Klein (120 kg) zwar lange Zeit gut mithalten, zu Punkten kam er allerdings kaum. Gegen Ende schraubte der Ungar das Ergebnis sogar auf 7:1 (7:1).

 

Arthur Eisenkrein (60 kg) hatte mit dem Hösbacher Mattenfuchs Tahir Zaidov ebenfalls seine Mühen und konnte nach knapp vier Minuten die Niederlage bei technischer Überlegenheit nicht abwehren (11:1). Englich-Ersatz Ufuk Canli (96 kg) konnte seinen Kampf eigentlich nur gewinnen. Gegen den ehem. Dt. Meister und Kaderringer Kevin Schwäbe griff er couragiert an und wehrte erfolgreich Angriffe ab. Aber auch hier war nach etwas mehr als vier Minuten der Deckel drauf und die technische Überlegenheit des Hösbachers auf der Anzeigetafel (15:1). Im letzten Kampf vor der Pause bekam es dann Alexander Storck mit dem starken ungarischen Talent Norbert Lukasc zu tun. In einem Duell auf Augenhöhe kämpfte Storck verbissen, unterlag am Ende nur hauchdünn mit 1:2 (17:2).

 

Zur Halbzeit also schon ein sattes Pfund auf dem Punktezettel. Dass hier noch ein Gesamtsieg gelingen sollte, daran mochte man in der Wittener Ecke nicht mehr Recht glauben. Jetzt galt es, die Gastgeber nicht ganz so weit davonziehen zu lassen.

 

Den Beginn machte nach der 30-minütigen Pause Michal Krol (84 kg). Unterlag er aufgerückt in die 84-kg-Klasse noch im letzten Jahr für Kleinostheim startend seinem Widersacher Niklas Schäfer recht deutlich, so legte er jetzt in seinem zweiten Kampf für den KSV die Nervosität ab, zeigte einen taktisch ausgebufften Kampf und siegte mit 3:0 technischen Punkten. (17:4). Der zweite Eisenkrein im KSV-Team, Andreas (66 kg), stand gegen Hösbachs finnischen Import Petteri Martikainen auf dem Prüfstand. Auch hier lieferten sich beide ein Duell, in dem keiner nachgeben wollte. Martikainen hatte hier die Nase aber mit 2:0 vorn. Mattenleiter Volker Adam hatte hier anscheinend das alte Regelwerk im Hinterkopf, denn in sechs Kampfminuten gab es nicht eine Ermahnung/Verwarnung gegen einen der beiden Athleten (19:4).

 

Wladimir Remel (84 kg) hatte sich für den Kampf gegen Tobias Jung einiges vorgenommen und wollte die knappe Niederlage aus der Vorwoche schnellst möglich vergessen machen. Der Siegener in Diensten des KSV marschierte nach vorne und hätte auch ein paar Punkte mehr erzielt bzw. „Zu-Null“ ringen können (5:1 am Ende), wenn er nicht wegen vermeintlicher Passivität verwarnt worden wäre. Dazu wurde er vom Unparteiischen bei der Vorbereitung und Ausführung von Beinangriffen immer wieder ermahnt, den Kopf oben zu lassen. Wie dies bei Freistil-Kämpfen gelingen soll, wissen wohl nicht einmal Weltmeister und Olympiasieger (20:6).

 

Ibro Cakovic (74 kg) wollte nun ebenfalls zur Punkteverbesserung beitragen und griff gegen Christoph Henn ein ums andere Mal beherzt in die Beine, sammelte fleißig Punkt um Punkt. Allerdings wurden auch ihm am Ende Punkte verweigert, so dass es „nur“ zu einem 11:1 reichte (21:9). Der zweite polnische Neuzugang im Dress des KSV, Grzegorz Wanke (74 kg), zeigte dann erneut seine Qualitäten und zermürbte Daniel Hugo mit seiner aktiven und forschen Ringweise. Der Gastgeber fand dagegen kein rechtes Mittel und legte über sechs Minuten den Rückwärtsgang ein. Nach der neuen Regelauslegung sollte man meinen, dass dies einen 4:0-Disqualifikationssieg nach sich ziehen würde. Hier kam der Ringer in Rot mit lediglich der ersten Passivitäts-Ermahnung davon (21:11).

 

So lässt sich diese Auswärtstour des KSV in wenigen Worten zusammenfassen: Sehr starke, aber verwundbare Hösbacher, die zurecht als Favorit in diese Saison gestartet sind – Ein Mattenleiter, dem man gewünscht hätte, die Regeln konsequenter umzusetzen und mit mehr Fingerspitzengefühl zu agieren – Sowie der Tatsache, dass Trainer Fatih Sirin weiterhin bei dem ein oder anderen Athleten noch einiges mehr herauskitzeln muss, will man nicht gegen den TSV Burgebrach (nächsten Samstag, 19.30 Uhr, Husemann-Halle) eine böse Überraschung erleben.

Freistil 55 Yannick OTT J Dawiel Dykier EU 4:0 AS 14:9
Gr.-röm. 60 Tahir ZAIDOV Arthur Eisenkrein 23 4:0 11:0
Freistil 66A Norbert Lukasc EU Alexander Storck 23 2:1  PS 2:1
Gr.-röm. 66B Petteri Matikainen EU Andreas Eisenkrein 23 2:0 PS 2:0
Freistil 74A Christoph HENN 23 Ibro Cakovic N6 1:3 PS 1:11
Gr.-röm. 74B Daniel HUGO Grzegorz Wanke EU 0:2 PS 0:2
Freistil 84A Tobias JUNG Wladimir Remel 23 1:2 PS 1:5
Gr.-röm. 84B Niklas SCHÄFER 23 Michael Krol EU 0:2 PS 0:3
Freistil 96 Kevin SCHWÄBE 23 Ufuk Canli EU 4:0 11:0
Gr.-röm. 120 Zsolt Dajka EU Mirko Klein 3:1 PS 7:1

21.09.2013

 

KSV-Reserve übernimmt kurzzeitig Tabellenführung Schwerer Sieg gegen AKS Rheinhausen Tolle Kämpfe in der Ostermann-Halle – Zuschauer waren begeistert!

 

Einen gelungenen Kampfabend erlebten etwa 150 Ringer-Fans am Freitagabend im Ringer-Leistungszentrum Ostermann-Halle: die Reservemannschaft des KSV Witten 07 traf auf den AKS Duisburg-Rheinhausen – ein Gegner, gegen den man aufgrund des Tabellenstandes eigentlich einen Sieg erwarten musste (Rheinhausen lag vorher mit 2:4 Punkten auf Rang sechs). Aber so einfach machten es die Gäste der Heimmannschaft denn doch nicht, obwohl sie gleich im ersten Kampf ein Gastgeschenk mitbrachten!

 

Die Zuschauer sahen tolle, offene und punktreiche Kämpfe, die begeisterten. Die Ringer beider Mannschaften zeigten hochklassige Partien mit starken Griffen und Würfen. Der guten Leistung der Ringer schloss sich Kampfleiter Arslan Kulakac an, der tadellos agierte.

 

Das Gastgeschenk kam gleich in der 55 kg-Klasse, als der Gästeringer Pietro Sabatino ganze 100 Gramm zu schwer war. Vier unerwartete Punkte also gab’s für den KSV-Youngster Bahtiyar Dündar, der seine Mannschaft damit 4:0 in Führung brachte. Schwergewichtler Christopher Faber setzte nach, ließ sich auch durch Pausenrückstand gegen Süleyma Baysal nicht irritieren und gewann am Ende verdient mit 12:7 (7:1). Auch Denis Rerich hatte in der 60 kg-Klasse anfangs schlechte Karten gegen Max Semjonov, lag schnell in Rückstand und fast auf den Schultern. Er drehte den Spieß aber um und legte den Gegner seinerseits noch im ersten Abschnitt auf beide Schultern (11:1).

 

Gleich zehn Kilo Gewichtsnachteil hatte Julian Zimmermann in der 96 kg-Klasse gegen Ewgenij Jurenko. Der punktete den jungen Wittener mit 14:2 aus und kam zu vier Zählern für seine Farben (11:5). Den alten Abstand stellte Akaki Kuntchulia (66 kg) im letzten Kampf vor der Pause wieder her, als er innerhalb nur einer Minute elf Punkte zum technischen Sieg über Alex Winke sammelte (15:5).

 

Martin Tasev bewies nach der Pause in der 84 kg-Klasse „Steherqualitäten“. Mit 3:1 ging er gegen den unbequemen Maksim Siroglazov bereits in die Pause und brachte dieses Resultat auch über die zweite Hälfte (17:6). Fahim Nasari (66 kg) kam durch einen zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus dem Tritt, in Halbzeit zwei drehte er nochmal auf und kam am Ende zum umjubelten 12:7 über Nikolai Kress (20:7).

 

Unnötig schien die Niederlage von Ebubekir Aksu in der Klasse bis 84 kg. Nach Führung verlor er seine Linie und unterlag am Ende gegen Muhammed Sanlialp mit 6:12 (21:10). Dagegen fuhr Lukas Faber einen sicheren Sieg in der 74 kg-Kategorie ein. Er ließ Vitalij Vycerov keine Chance und fertigte ihn schnell mit 14:1 technisch überlegen ab (25:10). Im letzten Kampf zwischen Nick Jacobs und Wladislaus Eirich stand es zur Pause noch 0:0. Im zweiten Abschnitt ließ sich der junge Wittener überraschen und landete auf den Schultern – eine Niederlage, die nicht mehr schmerzte.

 

Damit hat der KSV zumindest über Nacht wieder die Tabellenführung der Verbandsliga vor der KG Annen / Heros übernommen. Die tritt an diesem Kampftag gegen die 2. Mannschaft des Erstligisten TKSV Duisdorf an und müsste in der Begegnung eigentlich zu den Punkten kommen und damit wieder Platz eins übernehmen.

  KSV Witten 07 II AKS Rheinhausen 25:14
55 Dündar, Bahtiyar (J) Sabatino, Pietro (JND) ÜG 4:0
60 Rerich, Denis (J) Semjonow, Max (J) SS 4:0
    Technische Punkte: 4:8
66 A Kuntchulia, Akaki (N) Winke, Alexander 4:0
    Technische Punkte: 11:0
66 B Nasari, Fahim (JN) Kress, Nikolai (J) PS 3:1
    Technische Punkte: 12:7
74 A Faber, Lukas (J) Vycerov, Vitalij (JN) 4:0
    Technische Punkte: 14:1
74 B Jacobs, Nick (J) Eirich, Wladislaus (J) SS 0:4
    Technische Punkte: 0:7
84 A Aksu, Ebubekir (ND) Sanlialp, Muhammed (J) PS 1:3
    Technische Punkte: 6:12
84 B Tasev, Martin (J) Siroglazov, Maksim (J) PS 2:1
    Technische Punkte: 3:1
96 Zimmermann, Julian (J) Jurenko, Ewgenij 0:4
    Technische Punkte: 2:14
120 Faber, Christopher Baysal, Süleyman (ND) PS 3:1
    Technische Punkte: 12:7

20.09.2013

 

Ringer-WM in Budapest - Stimmungsbericht zur Halbzeit - Neues Regelwerk der FILA bewährt sich - WM hat erste Sensation

von Jörg Richter, DRB-Pressereferent

 

Budapest – Bei den Ringer-Weltmeisterschaften in Budapest (Ungarn) ist Halbzeit: die Freistilringer haben bereits den Weg nach Hause angetreten, bei den Frauen stehen nur noch zwei Gewichtsklassen auf dem Plan und die Griechisch-Römisch-Spezialisten rüsten sich für ihre Wettkämpfe.

 

Am vierten Wettkampftag hatten diese Titelkämpfe auch ihre erste handfeste Sensation, nachdem die Lokalmatadorin Marianna Sastin (63 kg/Ungarn) die favorisierte Japanerin Ayaka Ito im Halbfinale schulterte und im Finale auch die Bulgarin Taybe Yusein bezwang. Die Laszlo-Popp-Arena stand am Abend des 4. Kampftages erstmals richtig Kopf, die Ungarischen Fans waren aus dem Häuschen, das restliche Publikum applaudierte respektvoll.

 

Für die deutschen Ringer waren die ersten Tage durchwachsen, für das deutsche Freistilteam standen zwei siebte Ränge durch Saba Bolaghi (66 kg/RWG Mömbris-Königshofen) und Gabriel Seregeliy (84 kg/AC Goldbach) zu Buche. „Sieht man, was hier für ein hohes Niveau herrscht, dann muss man diese beiden Top-Ten-Platzierungen durchaus als Erfolg werten, haben sich diese beiden Athleten doch schon an die Weltspitze heran gepirscht; auch Marcel Ewald hat mit zwei Siegen eine starke Leistung abgeliefert“, zeigte sich DRB-Präsident Manfred Werner mit dem Team um Bundestrainer Sven Thiele durchaus zufrieden.

 

Enttäuscht war man dagegen vom bisherigen Abschneiden der Frauen. „Das war nicht viel, hier haben wir schon mehr erwartet“, ärgerten DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis die knappen Niederlagen von Jaqueline Schellin (48 kg/TV Mühlacker) und Nina Hemmer (51 kg/AC Ückerath), die schon nach ihren Auftaktkämpfen aus dem Rennen waren. Noch viel mehr ärgerten sich die deutschen Damen selbst, die mit einem Sieg im weiteren Turnierverlauf wohl noch weit gekommen wären. Nicole Hauptmann (55 kg/KFC Leipzig) war am vierten Kampftag chancenlos, unterlag gleich im ersten Kampf der Türkin Bediha Gün klar mit 0:8 und war damit ebenfalls ausgeschieden, da Gün das Finale verfehlte.

 

Gut kam hingegen das neue Regelwerk an. "Das ist eine Belebung für's Ringen, im Freistil sind auch die Verwarnungskriterien übersichtlicher geworden; im griechisch-römischen Stil muss man das erst einmal abwarten, aber es hängt viel von den Kampfrichtern ab, wie sie gerade diese Verwarnungskriterien umsetzen“, wurde aus Sicht des DRB-Präsidenten Manfred Werner in kürzester Zeit sehr viel erreicht. Die FILA hat in den wenigen Monaten viel umgesetzt und wir haben tatkräftig mitgeholfen“, verwies Manfred Werner auf ein Schreiben des neuen FILA-Präsidenten Nenad Lalovic, in dem der Serbe dem DRB für die Mitarbeit dankt. Auch DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis zeigte sich beeindruckt; „... es fallen weitaus mehr Punkte, die Ringer geben bedingt durch die Ermahnungen und Verwarnungen ihre defensive Taktik auf, kaum ein Kampf, in dem nicht mindestens zehn Wertungspunkte vergeben werden“.

 

Überraschend war die große Anzahl der deutschen Ringkampfanhänger, die nach Budapest gekommen sind, mindestens 200 deutsche Zuschauer verfolgten die Kämpfe an den ersten Tagen und drücken nun den restlichen deutschen Startern die Daumen. „Von Medaillen wollen wir nicht sprechen, aber wir wollen unsere Athleten kämpfen sehen“, unterstreicht Zamanduridis seine Forderung an die DRB-Starter. „Auf das ‚Wie‘ kommt es an“, so auch DRB-Präsident Manfred Werner. „Angesichts dieses hohen Niveaus kann man auch einen Kampf verlieren, aber dann muss man zumindest alles gegeben haben“, sind sich Präsident und Sportdirektor einig, dass die Elle in Budapest sehr hoch liegt.

 

Kurz vor Beginn der Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil wurde seitens der FILA die neue Weltrangliste in dieser Stilart veröffentlicht. Frank Stäbler (66 kg/TSV Musberg) rückte nach seinem zweiten Platz beim hoch dotierten Pytlashinski-Turnier in Warschau (Polen) auf den vierten Rang vor. Eduard Popp (120 kg/VfL Neckargartach) nimmt nach seinem 2. Platz beim Grand Prix von Rumänien den 9. Platz ein und Lukas Höglmaier (55 kg/TSV Gailbach) steht nach guter Leistung beim heimischen Grand Prix in Dortmund auf Rang 14 dieser Liste, die nach den Weltmeisterschaften neu gewichtet wird.

 

Frank Stäbler, der bei den letzten Weltmeisterschaften 2011 in Istanbul (Türkei) Platz 5 erreichte und auch bei den Olympischen Spielen 2012 in London Fünfter wurde, geht damit als Weltranglisten-Vierter ins WM-Turnier und ist damit die größte deutsche Medaillenhoffnung an den letzten drei WM-Tagen.

18.09.2013

 

KSV-Zweitligateam vor schwerem Gang: am Samstag beim KSC Hösbach - Wittener Reserve schon am Freitag gegen Rheinhausen (20 Uhr/Ostermann-Halle)

 

Am vergangenen Samstag startete Ringer-Zweitligist KSV Witten 07 in die neue Saison: mit einem hart erkämpften 19:16 gegen den ASV Hüttigweiler wurden die erste Zähler eingefahren. Leichter als gegen die Saarländer wird es auch am kommenden Samstag (21.9.) nicht werden, wenn sich die Sirin-Schützlinge beim unterfränkischen KSC Hösbach vorstellen. Der Liga-Fünfte des Vorjahres konnte am vergangenen Kampftag mit einem deutlichen 25:9 beim Aufsteiger KSV Hohenlimburg punkten und seine sowohl individuelle als auch mannschaftliche Klasse demonstrieren. Gerade einmal zwei Begegnungen konnte der Aufsteiger von der Lenne für sich entscheiden!

 

In der Vorsaison waren die Wittener fast auf Augenhöhe mit den Mainfranken: 19:17 lautete das Ergebnis von Hösbach zugunsten des KSC, in der Wittener Husemannhalle trennte man sich 18:18. Auch in diesem Jahr sind ähnlich knappe Ergebnisse zu erwarten – aufgrund des Heimvorteils und der besseren Variationsmöglichkeiten dürfte Hösbach am Samstag leicht favorisiert sein.

 

Mit dem Deutschen Meistern von 2011, Tahir Zaidov (60 kg) und Kevin Schwäbe (96 kg) stehen den Gastgebern zwei überragende Athleten zur Verfügung – Schwäbe konnte bei der EM im Jahr seiner Meisterschaft zudem einen guten 9. Platz erkämpfen. Der Finne Petteri Martikainen (66 kg), Simon Sauer (74 kg), Tobias Jung und Niklas Schäfer (84 kg) sowie der Ungar Zsolt Dajka haben ebenfalls überdurchschnittliches Zweitliga-Niveau, so dass man sich beim KSV schon etwas einfallen lassen muss, will man erneut siegreich bleiben.

 

Klar, auch die Wittener haben hochklassige Athleten in ihren Reihen, die durchaus punkten können. Doch da scheint Trainer Fatih Sirin gefordert, er muss die richtige Taktik entwickeln. Es bestehen einige Optionen, es können innerhalb der Mannschaft Umstellungen vorgenommen werden, vielleicht kommt auch der eine oder andere Ringer neu ins Team.

 

Die Begegnung gegen Hüttigweiler war ein guter Aufgalopp für Witten – gegen Hösbach dürfte es ein Stück weit schwerer werden. Denn neben dem KSV wurde auch der mainfränkische KSC als Meisterschaftsaspirant genannt – am Samstag also das Aufeinandertreffen dieser beiden Zweitliga-Topmannschaften. Für Kampfrichter Volker Adam aus Idar-Oberstein wird das sicherlich keine einfache Aufgabe!

 

Der KSV setzt wieder einen Bus für die Fahrt nach Hösbach ein, es sind noch einige Mitfahrerplätze frei. Anmeldungen nimmt KSV-Vize Thomas Altstadt, E-Mail thomas.altstadt@ksv-witten.de entgegen.

 

Wittener Verbandsliga-Team will an Spitzenreiter RG Annen-Heros dran bleiben Gäste vom AKS Rheinhausen stiegen gemeinsam mit Witten 2 auf

 

Der Mitaufsteiger zur Verbandsliga, AKS Rheinhausen, stellt sich an diesem Freitag (20.9., 20 Uhr) als Tabellen-Sechster im Trainingszentrum Ostermann-Halle vor. Die Duisburger stehen dabei mit 2:4 Punkten in der Tabelle – zwei Niederlagen stehen einem Sieg gegenüber. Wenn man aber weiß, dass die Niederlagen – gegen Bönen und Marten – jeweils mit nur einem Punkt Unterschied zustande kamen, relativiert sich dieses Bild schon deutlich. Ein Spaziergang wird das für die KSV-Reservisten also auf keinen Fall werden!

 

Witten steht mit zwei gewonnenen Kämpfen auf Rang zwei der Verbandsliga-Tabelle, ist also voll im Soll. Die RG Annen-Heros hat einen Kampf und einen Sieg mehr, führt also die Tabelle an. Wäre schon toll, wenn sich diese Konstellation bis Mitte Oktober halten würde, wenn beide Mannschaften aufeinander treffen.

 

Das Betreuer-Team Dietmar Appel und Sven Lutter kann aus einem großen Kader auswählen, ihnen stehen zahlreiche junge wie auch routinierte Ringer zur Verfügung. Aus diesem Reservoir werden sie auch am Freitag wieder ein schlagkräftiges Team auf die Beine stellen – das aber muss auf jeden Fall wieder hart kämpfen, um gegen den AKS Rheinhausen im dritten Kampf den dritten Sieg einzufahren

16.09.2013

 

KSV-Mädchen erobern Hessenpokal

 

Acht Athletinnen des KSV Witten 07 kämpften vergangenen Samstag in Haibach um den Hessenpokal mit. Neben zahlreichen Medaillen eroberten sie in der Mannschaftswertung den zweiten Platz und damit einen Pokal.

 

Wenn Westfälinnen nach Franken in Bayern zum Hessenpokal fahren, klingt das zunächst verwirrend. Aber das vom fränkischen Ringerverein RV Felsenfest Haibach in der Nähe von Aschaffenburg durchgeführte starke Turnier heißt nun einmal so. Unter 106 Athletinnen tummelten sich acht Schülerinnen und Jugendliche des KSV – mit Erfolg! In der Mannschaftswertung errangen sie den Pokal für den zweiten Platz mit 29 Punkten hinter SV Luftfahrt Berlin (36 Punkte). Trainer Wilfried Lutter strahlte: „Keines der Mädchen war ein Ausfall. Sie haben alle eine prima Leistung geboten.“ Auch die anderen Trainer Attila Bayrak, Sven Lutter und Ludger Steckelbach sowie die mitgereisten Angehörigen waren zufrieden. Die Ergebnisse im Einzelnen:

 

Bei den Schülerinnen unterlag Helena Ernst ihrer einzigen Gegnerin (Gewicht bis 21 kg) und holte Silber. Die erst sechsjährige Vera Engelkamp (bis 23 kg) strahlte in einem Dreierfeld über Bronze. Bei Dana Boric, bis 38 kg ebenfalls in einem Dreierfeld, blieb es bis zum Schluss spannend für den Ausgang, denn die Konkurrentinnen besiegten sich jeweils gegenseitig (Platz 2).

 

Erstmals bei den Jugendlichen trat die erst zwölfjährige Rebecca Steckelbach bis 43 kg an, schied aber nach tapferem Kampf zweimal technisch unterlegen nach der dritten Runde aus (achte von zehn Ringerinnen). Die meiste Arbeit bewältigte Lina Dussin bis 46 kg in einer nordischen Sechsergruppe. Drei Schultersiege, darunter gegen die dritte der Deutschen Meisterschaften, und eine technische Überlegenheit bei nur einer Schulterniederlage brachten verdient Silber. Dilara Bayrak (bis 49 kg) krönte ihre gute Leistung mit einem abschließenden technisch überlegenen Sieg (zwei Dreierwertungen) nach zwei Niederlagen (TU, SN, 3. Platz). Viviane Herda gab bei ihrem Weg zur Goldmedaille bis 60 kg keinen Kampf ab: In den Poolkämpfen schulterte sie drei Gegnerinnen und war sogar im Finale noch technisch überlegen. Saskia Rakete holte bis 65 kg ebenfalls Gold durch einen Schultersieg, zählte bei der Mannschaftswertung allerdings noch für ihren alten Verein KSV Kirchlinde.

16.09.2013

 

Weltmeisterschaften in Budapest (HUN) vom 16.-22.09.2013

von Jörg Richter, DRB-Pressereferent

 

Bei den Weltmeisterschaften der Ringer in der ungarischen Metropole Budapest bahnt sich eine riesen Party an. Eine Woche nach dem Voting der IOC-Mitglieder, Ringen im olympischen Programm zu belassen, treffen sich nun die besten Ringer und Ringerinnen der Welt, um bei den ersten Titelkämpfen nach Olympia 2012 Titel und Medaillen unter sich aufzuteilen.

 

Gespannt blickt die Ringergemeinde in Richtung Laszlo-Popp-Arena, die nach Angaben der Veranstalter mit 15.000 Plätzen wohl aus allen Nähten platzen wird. Stark vertreten wird dabei auch der deutsche Fanblock sein. Die deutschen Fans sind bei Weltmeisterschaften durchaus leidgeprüft, stammt doch die letzte WM-Medaille des DRB bei den Freistilringern aus dem Jahr 1999, Alexander Leipold erkämpfte in Ankara (TUR) die Silbermedaille. Die Griechisch-Römisch-Spezialisten waren zuletzt 2005, eben in der Laszlo-Popp-Arena in Budapest, durch Konstantin Schneider (74 kg/KSV Köllerbach) erfolgreich, der mit WM-Bronze glänzte. Nur die Frauen punkteten immer wieder bei Welttitelkämpfen: Maria Müller (72 kg/SV Lok Altenburg) gewann 2006 in Guangzhou (CHN) Bronze, Stephanie Groß (59 kg/AC Ückerath) glänzte 2007 in Baku (Aserbaidschan) mit WM-Silber und 2012 war es Jaqueline Schellin (48 kg/TV Mühlacker), die bei den Weltmeisterschaften in Kanada Bronze gewann. Nur die Frauen tragen im olympischen Jahr Welttitelkämpfe aus, da bislang nur vier der sieben Gewichtsklassen olympisch waren.

 

Eine große Bürde also für die DRB-Auswahlringer, auf deren Schultern nun der Druck ruht, die für den DRB so wichtigen Medaillen zu holen. „Nachdem die Entscheidung des IOC zugunsten des Ringkampfsportes gefallen ist, müssen wir nun versuchen, auf der internationalen Bühne Fuß zu fassen“, will DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis mit jungen Sportlern, aber auch einem stark verjüngten Trainerteam den Anschluss zur Weltspitze schaffen. „Es muss uns gelingen, die Spitzenleistungen aus dem Nachwuchsbereich und die der Europameisterschaften im Seniorenbereich nun auch auf die Weltmeisterschaften zu übertragen“, so Zamanduridis weiter. Die Umfeldbedingungen für leistungssportliche Ausbildung wurden verbessert, Ringen ist in der Sportfördergruppe der Bundeswehr gut aufgestellt, doch auch die Landesorganisationen haben bei Polizei, Berufsfeuerwehr und verschiedenen Sponsoren den Fuß in der Tür, können mit gestreckten- und sportfreundlichen Ausbildungs- und Arbeitsstellen punkten.

 

Der Startschuss zu den Weltmeisterschaften fällt bei den Freistilringern ab Montag in Budapest; Marcel Ewald (SV Weingarten) vertritt den DRB im leichtesten Limit bis 55 kg, die Kategorie bis 60 kg lässt Bundestrainer Sven Thiele unbesetzt. Saba Bolaghi (RWG Mömbris-Königshofen) vertritt die deutschen Farben im Limit bis 66 kg, Andriy Shyyka (KSV Köllerbach) will im Weltergewicht (74 kg) um eine WM-Medaille kämpfen. Im Mittelgewicht (84 kg) bekam Gabriel Seregelyi vom AC Goldbach das Vertrauen von Bundestrainer Sven Thiele, William Harth (ASV Mainz 88) erkämpfte sich seit 2011 einen Stammplatz in der DRB-Auswahl im Halbschwergewicht (96 kg). Johannes Kessel (KSV Wiesental) besetzt das Schwergewicht (120 kg).

 

Das Trainergespann Nicolae Githa, Parick Loes und Alexandra Engelhardt schickt in Budapest die WM-Dritte des Vorjahres, Jaqueline Schellin (TV Mühlacker) im leichtesten Limit bis 48 kg auf die Matte. Juniorenringerin Nina Hemmer (51 kg/AC Ückerath) tritt nach der Junioren-EM, wo sie Bronze gewann und der JWM vor vier Wochen in Sofia (BUL) nun auch bei den Frauen an. Die Leipzigerin Nicole Hauptmann besetzt das Limit bis 55 kg. In der olympischen Kategorie bis 63 kg haben die Frauentrainer keine Ringerin aufgeboten, während die Hoffnungen in der Gewichtsklasse bis 67 kg auf den Schultern von Aline Focken lasten, die zuletzt mit guten Leistungen aufwarten konnte. Maria Selmaier (KSC Motor Jena) besetzt das schwerste Limit bis 72 kg bei den Frauen.

 

Die Griechisch-Römisch-Spezialisten haben sich im August beim Pytlashinski-Turnier in Warschau (POL) schon einmal gegen große Teile der Weltspitze getestet. Bundestrainer Michael Carl sprach danach Lukas Högelmaier (55 kg/TSV Gailbach), den deutschen Meistern Frank Stäbler (66 kg/TSV Musberg), Florian Neumaier (74 kg/VfK Mühlenbach), Eugen Ponomartschuk (84 kg/SV Wacker Burghausen) und Eduard Popp (120 kg/VfL Neckargartach) das Vertrauen aus. Das Limit bis 60 kg ließ Carl frei, da Erik Weiß (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) derzeit mitten in der Prüfungen in seiner Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann steht. Oliver Hassler (96 kg/RG Hausen-Zell) folgt in den Spuren von Mirko Englich, der 2008 in dieser Kategorie olympisches Silber gewann.

 

Mit Spannung wird auch die Umsetzung des neuen Regelwerkes erwartet. Bei den vorangegangenen Internationalen Meisterschaften im Nachwuchsbereich, aber auch bei den Testwettkämpfen war deutlich mehr Aktion spürbar.

 

Nun kann sie starten, die einwöchige Party in Budapest, bei der neben großen Kämpfen auch weitere Neuerungen, wie die Veränderungen der Gewichtsklassen- und eine neue Medienoffensive des FILA-Weltverbandes erwartet werden.

 

Zeitplan:

Montag, 16.09.: 55 kg, 66 kg, 96 kg (Freistil)

Dienstag, 17.09.: 60 kg, 84 kg, 120 kg (Freistil)

Mittwoch, 18.09.: 74 kg (Freistil), 48 kg, 51 kg (Frauen)

Donnerstag, 19.09.: 55 kg, 59 kg, 63 kg (Frauen)

Freitag, 20.09.: 67 kg, 72 kg (Frauen), 55 kg (griechisch-römischer Stil)

Samstag, 21.09.: 60 kg, 84 kg, 96 kg (griechisch-römischer Stil)

Sonntag, 22.09.: 66 kg, 74 kg, 120 kg (griechisch-römischer Stil)

14.09.2013

 

KSV mit gelungenem Saisonauftakt – 19:13-Erfolg gegen den ASV Hüttigweiler – Aber: Noch Luft nach oben

 

Der KSV Witten feierte am Samstagabend einen gelungenen Einstand in die neue Zweitliga-Saison. Von den Mitstreitern zum Favoriten ernannt kam das Team um Coach Fatih Sirin beim Auftakt aber mit einigen Hürden ins Rollen.

 

So trafen direkt in der Klasse bis 55 kg gleich zwei Greco-Spezialisten im Freistil an. Dawid Dykier liegt dies allerdings noch weniger als seinem Kontrahenten, was man dann auch im Kampf bemerken konnte. Inklusive einer Platzwunde am Kopf ging der polnische Startringer für den KSV mit 0:12 Punkten von der Matte (Stand 0:4). Wesentlich besser machte seine Sache dann der erfahrene Routinier Mirko Klein (120 G). Gegen den fast 20 Kilo leichteren Tim Werkle schaffte er nach 6:0-Führung noch im ersten Kampfabschnitt einen sehenswerten Schultersieg (4:4). Gespannt waren dann die Augen auf Neuzugang Nummer Eins, Arthur Eisenkrein (60 G), gerichtet. Der Athlet, der zusammen mit Bruder Andreas das Ringen beim KSV erlernte, kam zur neuen Saison mit eben diesem zusammen aus dem mehrjährigen Intermezzo beim KSV Germania Krefeld zurück in die Ruhrstadt. Mit dem unbequem zu ringenden Johannes Wagner hatte er allerdings einen harten Brocken vor sich, setzte sich am Ende aber couragiert und hauchdünn mit 2:1 durch (6:5).

 

Die mit Spannung erwartete Rückkehr von Mirko Englich (96 F) musste dieser allerding im nicht so beliebten freien Stil gegen Aleksandr Chukrai austragen. Die Klasse und auch die Erfahrung waren aber auch im Freistil auf Seiten des Witteners. ‚Mit 12:1 setzte er sich schließlich durch und sammelte vier weitere Zähler für seine Farben (10:5). Noch vor der Pause konnten die Gäste allerdings erneut verkürzen. In einem spannenden Fight unterlag Alexander Storck (66 F) dem saarländischen Gast in Person von Danny Hippchen mit 0:4 Wertungspunkten (10:7).

 

Nach der Pause wollte Michal Krol, Neuzugang vom SC Kleinostheim, sein Können unter Beweis stellen. Krol, bisweilen in der Klasse bis 74 kg beheimatet, musste sich mit dem in der nationalen Ringerszene bekannten Till Bialek auseinandersetzen. Und dieser bereitete ihm einige Schwierigkeiten. Der polnische Neuzugang wirkte zwar meist aktiver, allerdings machte der Gast hier clever Punkt um Punkt. Am Ende ein 2:4 aus Sicht des Witteners. (11:9). Es folgte der zweite Eisenkrein-Bruder im Bunde, Andreas, in der Klasse bis 66 kg gr.-röm. Stil. Dieser verschlief allerdings den Kampf gegen Hüttigweilers Lukas Wagner und fand nicht richtigen Zugang zu seinem Gegner. So ging auch dieser Kampf mit 2:6 verloren – die Gäste holten auf (12:11). Auch Wladimir Remel konnte die Gäste nicht stoppen. In einem spektakulären Freistilkampf (bis 84 kg) lag Wittens Junioren-WM-Dritter meist im Hintertreffen. Es folgte eine furiose Aufholjagd und beinahe noch mit dem Schlussgong das Happy End. Aber nur beinahe. Hüttigweilers Nedelcho Nedelchev wehrte sich nach Kräften und verteidigte seinen 9:8-Punktsieg (13:13).

 

Die Entscheidung musste in den letzten beiden Kämpfen fallen. Und da präsentierte sich Ibro Cakovic (74 F) in derselben Top-Form wie noch letzte Saison. Mit konzentrierten Beinangriffen schraube er seinen Sieg über Mathias Schwarz auf 12:1 hoch (17:13). Das unentschieden wäre an dieser Stelle noch drin gewesen für die Gäste. Der letzte neue im KSV-Dress, Gregorz Wanke (74 G), machte diesen Traum der Saarländer allerdings mit einem taktisch diszipliniert herausgekämpften 3:0-Erfolg zunichte. Ein 19:13 wurde somit als Schlussergebnis ins Protokoll eingetragen.

 

Unter den Augen von Wittens Bundestagskandidaten Rosemarie Steinhauer (FDP), Dr. Ralf Braucksiepe (CDU), Ralf Kapschack (SPD) und Janosch Dahmen (Grüne) war dies sicherlich ein gelungener Saisonauftakt für den KSV, der allerdings hier und da noch Luft nach oben lässt. Auf Coach Fatih Sirin wartet da in der kommenden Woche ein hartes Stück Arbeit, will man auch den zweiten Kampf der Saison (Sa., 21.09., 19:30 beim KSC Hösbach) erfolgreich bestreiten. Die Reserve des KSV, die an diesem Wochenende kampffrei hatte, muss am kommenden Wochenende ebenfalls wieder auf die Matte. Am Freitagabend (20.00 Uhr, Ostermann-Halle) wartet dann der AKS Rheinhausen auf die bislang verlustpunktfreien Verbandsliga-Ringer des KSV.

 

    KSV Witten 07 ASV Hüttigweiler Punkte Wertung
FR 55 Dawid DYKIER Christian Vasile VAGINIUC 0:4 TÜ 0:12
GR 60 Arthur EISENKREIN
Johannes WAGNER 2:1 PS 1:1
FR 66A Alexander STORCK Danny HIPPCHEN
0:2 PS 0:4
GR 66B Andreas EISENKREIN Lukas WAGNER
1:2 PS 2:6
FR 74A Ibro CAKOVIC
Mathias SCHWARZ 4:0 12:1
GR 74B Grzegorz WANKE
Jan BIALEK 2:0 PS 3:0
FR 84A Wladimir REMEL Nedelcho NEDELCHEV
1:2 PS 8:9
GR 84B Michal KROL Till BIALEK
1:2 PS 2:4
FRl 96 Mirko ENGLICH Aleksandr CHUKHRAI 4:0 12:1
GR 120 Mirko KLEIN Kim WERKLE 4:0 SS 6:0
        19:13  

13.09.2013

 

Liga-Premiere mit viel Prominenz am Mattenrand - Wittener Bundestagskandidaten beim Ringkampf in der Husemannhalle

 

Wenn am Samstag (14.9., 19.30 Uhr) in der Husemannhalle der Startschuss der neuen Zweitliga-Saison für den KSV Witten 07 fällt, werden die Mattenkünstler prominente Zuschauer haben: Die Wittener Bundestagskandidaten Rosemarie Steinhauer, Dr. Ralf Braucksiepe und Ralf Kapschack haben sich zum Kampf zwischen dem KSV Witten 07 und dem Saarland-Vertreter ASV Hüttigweiler angesagt. Vielleicht wollen sie einmal live erleben, wie wirklich gekämpft wird!?

 

Die Politiker werden dabei einen „runderneuerten“ KSV Witten sehen. Aus dem Vorjahr sind am Samstag lediglich Dawid Dykier (55 kg), Alexander Storck (66 kg), Ibro Cakovic (74 kg) und alternativ Mesut Kayar, Dennis Böddeker oder Mirko Klein (96 / 120 kg) zu erwarten. Neu im Team dürften dagegen die Gebrüder Andreas und Arthur Eisenkrein (60 / 66 kg), Grzegorz Wanke (74 kg), Wladimir Remel und Michal Krol (84 kg) sowie Mirko Englich (96 / 120 kg) sein.

 

Wie das Team des KSV Witten präsentiert sich dieses Jahr die 2. Ringer-Bundesliga Gruppe Mitte mit neuem Gesicht. In der vergangenen Meisterschaftsrunde bestimmten die Vereine des Hessischen Ringer-Verbandes das Bild der Liga, sechs der zehn Vereine kamen aus dem Verband. Meister SC Kleinostheim nahm seine Aufstiegspflicht nicht wahr und wurde in die Oberliga Hessen zurückgestuft, Gailbach, Großostheim und Niedernberg zogen ihre Mannschaften zurück und der hessische Oberligameister Haibach wollte nicht aufsteigen. So bleiben gerade noch zwei hessische Vereine übrig, der KSC Hösbach und KSV Seeheim. Beide dürften zum erweiterten Favoritenkreis zählen.

 

Durch eine geographische Neueinteilung kamen die Saarlandclubs ASV Hüttigweiler und KV Riegelsberg in die Gruppe Mitte zurück und mit dem ASC Bindlach gibt es jetzt neben TSV Burgebrach einen zweiten Verein aus dem Bayrischen Ringer-Verband in der Liga. Der KSV Hohenlimburg - Oberligameister Nordrhein-Westfalen - komplettiert das Teilnehmerfeld.

 

Mit dem ASV Hüttigweiler treffen die Wittener Ringer auf einen Verein, mit dem sie sich schon zu Erstligazeiten auf der Matte maßen. Wie stark der als Top-Favorit gehandelte KSV Witten wirklich ist, wird die Begegnung mit den Saarländern zeigen. Witten darf gespannt sein!

 

Die 2. Mannschaft des KSV hat an diesem Wochenende kampffrei.

11.09.2013

 

Ringen ist wieder olympisch - NRW-Ringer atmen auf

ein Radio-Bericht von WDR5

 

Das IOC hat einer Wiederaufnahme zugestimmt. Immerhin ist Ringen eine Sportart der ersten Stunde. Auch der KSV Witten hat mit Spannung der Entscheidung gestern Abend entgegen gefiebert. Im Westblick ist Detlef Englich 1. Vorsitzender des KSV Witten, DER Traditionsringerverein in NRW. Englich ist selbst seit 50 Jahren dem Ringersport verbunden, und war früher als aktiver Sportler im Bundeskader.

 

Zum kompletten Radio-Interview geht es H I E R.

10.09.2013

 

KSV Witten startet in die Bundesliga-Saison (Sa., 14.9., 19.30 Uhr) - Auftaktkampf in der Husemannhalle: ASV Hüttigweiler stellt sich vor - KSV-Team mit vielen neuen Gesichtern

 

Endlich geht es wieder los: am Samstag startet auch die 2. Ringer-Bundesliga in die neue Saison, und in Witten herrscht so etwas wie Spannung. Der „KSV 2013“ geht favorisiert in die neue Kampfzeit – zumindest sieht es die Konkurrenz der Gruppe Mitte so.

 

Klar – mit Mirko Englich, den Gebrüdern Eisenkrein, Wladimir Remel und den Polen Michal Krol und Grzegorz Wanke kamen erstklassige Athleten an die Ruhr. Das wertet die Mannschaft ohne Zweifel auf. Doch mit Nico Brunner verließ auch ein hoch talentierter und erfolgreicher Stammringer den Verein, dazu Rabbia Khalil, Nikolay van Berkum und Yves-Heiko Gies; Jens Steffen und Dennis Böddeker stehen derzeit nicht zur Verfügung. So ist klar, dass die Mannschaft ein neues Gesicht haben wird. Am Samstag dürften dann wohl auch alle Neuen auf die Matte gehen, aus dem Kader 2012 dazu wohl Dawid Dykier, Alexander Storck und Ibro Cakovic.

 

Da kommt der ASV Hüttigweiler aus dem Saarland gerade recht, um eine Standortbestimmung vornehmen zu können. In der Vorsaison starteten die Saarländer in der Gruppe Süd der 2. Bundesliga – einer sehr starken Gruppe, aus der mit Schifferstadt und Schriesheim gleich zwei Teams in Liga eins aufstiegen. Der ASV kam nur im unteren Tabellendrittel ein, was für den Samstag-Kampf allerdings kein Maßstab ist. Denn die Gäste verstärkten sich mit Christian Vaginiuc (55 kg, Rumänien), Alexander Chukrai (96 kg, Bulgarien) und Yannik Parisi (74 kg, KV Riegelsberg) deutlich. Da keiner der Ringer des Vorjahres den Verein aus Illingen verließ, steht den Trainern Jürgen Weiskircher und Christoph Gall eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung, die den KSV Witten sicher fordern wird.

 

Nach der positiven Olympia-Entscheidung des IOC gehen die Ringer mit viel Optimismus und Schwung in die Kämpfe. Durch die Regeländerungen werden attraktive und offensive Kämpfe erwartet – für die Zuschauer ein Grund mehr, die Husemannhalle am Samstag zu besuchen.

 

Kampfrichter ist Alexander Geck aus Netphen.

08.09.2013

 

Ringen muss olympisch bleiben - Ringen bleibt olympisch !

 

Am heutigen Sonntag fand in Buenos Aires die Abstimmung des IOC bezüglich der zusätzlichen Sportart für die Olympischen Spiele statt. Gleich im ersten Wahlgang setzte sich Ringen mit der absoluten Mehrheit (49 von insgesamt 95 Stimmen) gegen die Konkurrenten Baseball/Softabll und Squash durch.

 

Erklärung des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) zur positiven Entscheidung des IOC bezüglich Ringen als olympische Sportart

 

"In den letzten Monaten haben der Ringer Welt-Verband FILA und alle nationalen Verbände die vom IOC im Februar angemahnten Reformen zügig angepackt. Wir haben jede Menge bewegt und waren überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Unser Ziel war und ist, Ringen wieder als attraktiven Kampfsport und die Organisationen modernisiert präsentieren zu können.

 

Wir sind nun überglücklich, dass die IOC-Vollversammlung der Empfehlung des Exekutiv-Ausschusses vom Mai gefolgt ist und Ringen weiter zur Familie der olympischen Sportarten zählt.

 

Die Ringerinnen und Ringer auf der ganzen Welt sind erleichtert, dass ihr ganz persönlicher Traum von Olympia als stärkster Motivationsfaktor erhalten bleibt und feiern die Entscheidung begeistert.

 

Unser Kampf hat sich gelohnt. Unser Dank geht an allen Unterstützern aus Sport, Politik und Wirtschaft, sowie der gesamten Ringerfamilie, die uns auf diesem Weg Ihre volle Solidarität zukommen haben lassen. Nun geht es darum, die in den letzten Monaten angestoßenen Reformen auch konsequent umzusetzen. Der DRB sieht das Ganze als Weckruf. Denn eine Sportart wie Ringen, die zwar von Anfang an olympisch war, heute aber nicht immer im Zentrum der Berichterstattung und eines breiten Publikumsinteresses steht, sollte sich nie mehr in einer falschen Sicherheit wiegen. Es geht darum, dauerhaft attraktiv und reformwillig zu sein, ohne den Kern der Sportart zu verwässern. Wir im DRB sind bereit dazu.

 

Manfred Werner, Präsident DRB"

08.09.2013

 

Danke, Schuhhaus Stinshoff – das war Spitze! "Schuhe sammeln für Yvonne" ein weiterer Erfolg der Kampagne - 1.100 Meter Schuhe im Schuhhaus und drum herum: für den guten Zweck

 

Das Schuhhaus Stinshoff in Annen hatte am Samstag eingeladen, und es kamen wieder viele Menschen. Sie brachten ihre gebrauchten Schuhe für den guten Zweck vorbei: „Schuhe sammeln für Yvonne“ war das Motto der dritten Veranstaltung dieser Reihe in Witten. Ziel: die Ermittlung möglicher Stammzellenspender für an Blutkrebs erkrankte Menschen. An dieser tückischen Krankheit leidet auch Yvonne Brune aus Witten, die Partnerin des 2. Vorsitzenden des KSV Witten, Thomas Altstadt. Sie hofft auf einen passenden Spender, der ihr Leben retten könnte – wie viele andere Erkrankte auf der ganzen Welt. Und Geld für die Kosten der Typisierungs-Analysen muss gesammelt werden.

 

Am Samstag ließen sich wieder fast 60 Menschen typisieren, nachdem dies bereits etwa 750 bei der KSV-Saisoneröffnung im August getan hatten. Mit jeder Typisierung verbessern sich die Chancen der kranken Menschen, ein genetisches „Pendant“ zu finden und damit den Krebs zu besiegen.

 

Die Typisierung ist mit Kosten verbunden – nicht unerheblichen. Deshalb erfolgen parallel zur Typisierung Spendenaktionen, um auf diesem Wege Geld zu sammeln. Beim „Laufen für Yvonne“, das der SSV Witten organisiert hatte, kamen bereits 3.500 Euro zusammen, bei der KSV-Saisoneröffnung 10.000 Euro. Und am Samstag konnte sich Axel Stinshoff, Inhaber des Schuhhauses, über einen weiteren namhaften Betrag freuen: der DKMS Deutsche Knochenmark Spenderdatei gehen weitere 4.200 Euro zu, die bei der Aktion zusammen kamen. Den Hauptteil davon hatte freilich Axel Stinshoff selbst beigesteuert.

Zwei Euro pro laufenden Meter gebrauchter Schuhe hatte der Schuhhändler ausgelobt. Und da standen sie dann: Schuhe, fast neue oder ziemlich „ausgelatschte“, gut oder weniger gut erhaltene. Im Schuhhaus, im Treppenhaus, in den Bürogängen. Und auf dem „Rheinischen Esel“, dem Rad- und Wanderweg, unmittelbar vor dem Stinshoff-Gebäude. Vermessen wurde mit dem „Yvonnometer“, einem eigens entwickelten Messstab. Überwacht wurde die Vermessung von Rechtsanwalt Michael Klose, der seine Praxisräume im Stinshoff-Gebäude hat.

 

Er konnte am Ende 1.100 Meter Schuhe vermelden – das waren schon einmal 2.200 Euro. Es kamen weitere Spenden hinzu, u.a. von den Menschen, die sich am Samstag typisiere ließen, von der Gemeinschaft Annener Gewerbetreibender (GAG e.V.) und den „Ruhrtal Engeln“, die sich um das leibliche Wohl der Besucher kümmerten. Axel Stinshoff rundete am Ende großzügig auf, so dass 4.200 Euro zu Buche standen – wiederum ein phantastisches Ergebnis zugunsten der an Blutkrebs erkrankten Menschen!

 

Der KSV Witten will die Typisierungsaktion auch während der Heimkämpfe in der Bundesliga-Saison fortführen: die beginnt am kommenden Samstag, 14. September (19.30 Uhr, Husemannhalle) mit dem Heimkampf gegen den Saarland-Vertreter ASV Hüttigweiler – wie Witten ein ehemaliger Erst-Bundesligist. Nach der erfolgreichen Saisoneröffnung freut sich Witten auf die Kämpfe des KSV, der etliche neue Ringer präsentieren wird.

06.09.2013

 

KSV-Reserve lässt sich auch vom RC Ehrenfeld nicht aus der Spur bringen - 25:11-Erfolg bei tropischen Temperaturen

 

Es war schon mehr als nur ein laues Lüftchen, was am Freitagabend durch das KSV-Trainingszentrum wehte. Bei hochsommerlichen Temperaturen behielten die Verbandsliga-Ringer des KSV allerdings kühlen Kopf und boten dem Publikum teilweise spektakuläre Szenen beim 25:11-Erfolg über den RC Ehrenfeld.

 

Bahtiyar Dündar verschlief den Beginn ein wenig, drehte aber dann den Spieß um und siegte am Ende hauchdünn (Stand 2:1). Mesut Kayar testete seine Zweitliga-Form im Schwergewicht. Im ungewohnten klassischen Stil musste er über die volle Distanz gehen und siegte am Ende souverän mit 3:0 (5:1). Auch Denis Rerich hätte zu einem technisch überlegenen Punktsieg kommen können, gab aber unachtsam eine Wertung ab, am Ende auch hier souverän ein 3:1 für den Wittener Ringer (8:2). Ufuk Canli machte dann beim technisch überlegenen Erfolg genauso kurzen Prozess mit seinem Gegner wie Akaki Kuntchulia, dessen Gegner zudem eh übergewichtig angetreten war. Somit stand eine 16:2-Führung zur Halbzeit im Protokoll.

 

Im ersten Kampf nach der Pause trafen zwei alte Bekannte aufeinander. Piotr Pankow beim KSV und Kevin van Rienen für die Gäste aus dem Rheinland. In einem sehr offenen Duell entschied am Ende die letzte Wertung des ehemaligen KSV-Akteurs den Kampf (17:4). Fahim Nasari lieferte sich dann lange Zeit einen Fight auf Augenhöhe mit seinem Kontrahenten. Nach 5 Minuten war dann allerdings die Luft raus. Nasari ließ sich zu Boden bringen und gleich mehrere Male drehen - technische Unterlegenheit des Witteners (17:8). An Ebubekir Aksu war es nun, den Kampf vorzeitig zu entscheiden. Er ging hochkonzentriert zu Werke und siegte am Ende ungefährdet nach Punkten (20:9).

 

Lukas Faber gelang gegen seinen eher im klassischen Stil beheimateten Gegner nicht all zu viel. Immer wieder ließ er sich auf den Standkampf ein und verlor am Ende nach Punkten (21:11). Ein abruptes und unschönes Ende fand der Kampfabend dann in der Verletzung des abschließenden Gästeringers. Nick Jacobs startete einen Angriff, sein Kontrahent knickte dabei übel mit dem Fuß weg und musste den Kampf vorzeitig aufgeben (25:11).

 

Die KSV-Reserve hat somit auch am zweiten Kampftag gezeigt, dass man mit ihr rechnen muss. Erst am übernächsten Freitag (20.09.) bestreiten die Akteure um Wilfried Lutter und Dietmar Appel ihren nächsten Kampf. Als Gast wird dann der AKS Rheinhausen in der Ostermann-Halle erwartet.

KSV Witten 07 II RC Ehrenfeld 1976 25:11
55 Dündar, Bahtiyar (J) Fink, Robert (J) PS 2:1
    Technische Punkte: 10:9
60 Rerich, Denis (J) Wenigmann, Rene (J) PS 3:1
    Technische Punkte: 11:3
66 A Kuntchulia, Akaki (N) Fink, Kevin (J) ÜG 4:0
    Technische Punkte: 0:0
66 B Nasari, Fahim (JN) Özcan, Enes 0:4
    Technische Punkte: 5:16
74 A Faber, Lukas (J) Pelzer, Robin PS 1:2
    Technische Punkte: 7:9
74 B Jacobs, Nick (J) Kogan, Olexandr (N) AS 4:0
    Technische Punkte: 0:0
84 A Aksu, Ebubekir (ND) Arndt, Patrick PS 3:1
    Technische Punkte: 9:3
84 B Pankow, Piotr van Rienen, Kevin PS 1:2
    Technische Punkte: 1:1
96 Canli, Ufuk (ND) Mundt, Kevin 4:0
    Technische Punkte: 11:0
120 Kayar, Mesut (ND) Zimmermann, Wladimir PS 3:0
    Technische Punkte: 9:0

06.09.2013

 

KSV-Reserve will nächste Hürde überspringen - RC Ehrenfeld heute abend zu Gast in Witten

 

Nach dem erfolgreichen Start am letzten Wochenende will die Zweitvertretung des KSV nun auch weiter auf der Erfolgswelle schwimmen. Gegen den RC Ehrenfeld dürfte dies allerdings ein Stück weit schwieriger werden, als noch letzte Woche beim KSV Kirchlinde.

 

In der letzten Saison gab es gegen den Mitaufsteiger aus dem Rheinland zwar zwei Siege, diese fielen allerdings ziemlich knapp aus und waren hart und heiss umkämpft (20:17 / 20:19). Zählten die Gäste bereits im letzten Jahr mit den Hochkarätern Kevin van Rienen (vor zwei Jahren noch in der 2. BL für den KSV tätig) und den Pelzer-Brüdern Robin und Melvin zu den Spitzenteams, so hat man sich dort nun für diese Saison auch auf einigen vakanten Positionen noch weiter verstärkt.

 

Beim KSV hingegen dürfte die Aufstellung ähnlich aussehen wie noch beim Auftaktkampf. Trotz oder gerade wegen des Fussball-Länderspiels sollten es sich die Zuschauer nicht entgehen lassen, den KSV am heutigen abend um 20.30 Uhr in der Ostermann-Halle tatkräftig zu unterstützen.

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