Aktuelles - November 2014

30.11.2014

 

KSV Witten besiegt die Germanen ohne große Probleme - Reserve beim 12:19 mit großem Kämpferherz

 

Der im Vorfeld erhoffte und erwartete Sieg des KSV WItten gegen den KSC Germania Hösbach ist eingetroffen. Mit 26:7 wurden die Gäste aus dem unterfränkischen auf die Heimreise geschickt. Beachtenswert jedoch dabei auch, dass die von Verletzungen geplagten Gäste eine Staffel mit zehn deutschen Ringern aufbot und dabei einige durchaus bekannte Nachwuchshoffnungen in ihren Reihen hatten.

 

Die einzige Führung gelang den Hösbachern direkt nach Kampf Nummer Eins. Leon Suhov (57 G) war gegen den deutschen Meister von 2011, Tahir Zaidov, kämpferisch auf der Höhe, konnte aber die Niederlage durch technische Überlegenheit nicht verhindern (0:4). Punktegarant Imants Lagodskis (130 F) machte mit Tobias Jung kurzen Prozess. Nach nicht einmal zwei Minuten war er mit dem Punktesammeln fertig – 16:0 der Endstand (4:4). Nur wenige Sekunden mehr benötigte Arthur Eisenkrein (61 F). Auch er hatte den Kampf gegen Yannick Ott mit 16:0 vorzeitig beendet (8:4).

 

Logisch, dass Mirko Englich (98 G) sich da nichts nachsagen lassen wollte – gegen Peter Stadtmüller bewies er erneut seine starken Techniken und punktete des Gast eine halbe Minute vor dem Ende technisch überlegen aus (12:4). Einzig Andreas Eisenkrein (66 G) gab dann gegen Daniel Hugo noch einmal Mannschaftspunkte ab. Der Hösbacher Athlet bekam Eisenkrein einmal in die Bodenlage und punktete ihn dort zum 8:0-Sieg (12:7).

 

Nach der Pause legte sich Ufuk Canli (86 F) gegen den aufgerückten Simon Sauer ins Zeug und bot den rund 250 Zuschauern einige gelungene Griffaktionen. Mit 16:0 war auch hier der Kampf nach vier Minuten vorzeitig beendet (16:7), während sich Yunier Castillo (66 F) gegen den ebenfalls eine Klasse aufgerückten Stefan Oberle als Kurzarbeiter unter Beweis stellte. Sehenswerten Aktionen des agilen Spaniers folgte der 18:0-Sieg nach nicht einmal 90 Sekunden (20:7).

 

Nico Brunner (86 G) bekam es mit Ralf Eisert zu tun. Der machte Brunner zwar zu Beginn noch das Leben schwer, musste sich aber dann auch zweimal in Perfektion vom Wittener werfen lassen. Dieser hatte dann nach fünf Minuten die 15 Punkte zur technischen Überlegenheit beisammen (24:7). Es folgte der wohl emotionalste Moment des Abends: Piotr Pankow (75 G) gelang endlich wieder ein Erfolg. Von Verletzungen zuletzt mehr als geplagt rang er seinen Stil gegen Jan Gündling erfolgreich durch und wurde am Ende mit dem 2:0-Punktsieg belohnt (25:7). Auch Alexander Storck (75 F) gelang gegen Christoph Henn die Revanche für die knappe Hinkampf-Niederlage. Diesmal hatte der Wittener routiniert und abgezockt mit 4:2 das bessere Ende für sich (26:7).

 

Mit dem Heimerfolg steht man nun weiter auf Platz Zwei in der Tabelle, allerdings dicht gefolgt vom ASV Hüttigweiler (ein Punkt dahinter). Es dürfte somit noch ein spannendes Duell im Kampf um die Vize-Meisterschaft anstehen. Am nächsten Samstag reist die Staffel von Fatih Sirin zum NRW-Derby nach Merken, wo man eine harte Aufgabe vor sich sieht. Für die Fahrt gibt es nur noch wenige Restplätze im KSV-Bus – Anfragen dazu sind an Thomas Limper (thomas.limper@ksv-witten.de) zu richten.

 

Für die KSV-Reserve ging es vor der Begegnung gegen den Nachbarn aus Herdecke möglichst darum, den Schaden in Grenzen zu halten. Dann allerdings boten die Nachwuchs-Athleten aus Witten eine mehr als überzeugende Leistung in einem Kampf, der erst mit der letzten Begegnung entschieden wurde.

 

Zum Start legte Idris Ibaev (57 G) ein Griff-Feuerwerk hin und sammelte die ersten drei Zähler für seine Farben. Mattaios Engonidis (130 F) überzeugte gegen Ex-KSVer Max Lodwich zum 4:0-Punktsieg (5:0). Für Bahtiyar Dündar (61 F) war der Sprung eine Klasse höher etwas zu viel. Auf Schultern unterlag er Daniel Beucke (5:4). Geburtstagskind Simeon Stankovich (98 G) lieferte sich mit dem zweiten Ex-Wittener im Herdecker Dress, Dennis Böddeker, ein Duell vom Allerfeinsten. Spektakulär siegreich war der KSVer mit 13:10 (7:4). Auch Pascal Wittke (66 G) zeigte großes Kämpferherz und siegte knapp mit 2:0 (8:4). Für Tufan Taskiran (86 F) ist diese Gewichtsklasse ebenfalls ein wenig zu viel. Technisch unterlegen war er am Ende seinem Gegenüber (8:8). Denis Rerich (66 F) unterlag nach 90 Sekunden auf Schultern (8:12) - ebenso chancenlos war Julian Zimmermann (86 G) gegen Routinier Nils Holk (8:16). Nick Jacobs brachte mit dem Schultersieg seine Farben bis auf 12:16 heran, doch im letzten Kampf hatte Lukas Faber (75 F) zwar einen Punktsieg vor Augen, musste sich aber am Ende doch noch deutlich nach Punkten geschlagen geben (12:19).

 

Am kommenden Samstag startet die Reserve beim KSV Germania Krefeld, der zwei Plätze und 6 Punkte über der jungen KSV-Garde postiert im sicheren Mittelfeld steht.

 

KSV Witten KSC Hösbach 26:7  
57 G Leon Marinov Suhov Tahir Zaidov 0:4 TÜ 0:16
61 F Arthur Eisenkrein Yannick Ott 4:0 16:0
66 G Andreas Eisenkrein Daniel Hugo 0:3 PS 0:8
66 F Yunier Castillo Stefan Oberle 4:0 18:0
75 G Piotr Pankow Jan Gündling 1:0 PS 2:0
75 F Alexander Storck Christoph Henn 1:0 PS 4:2
86 G Nico Brunner Ralf Eisert 4:0 15:0
86 F Ufuk Canli Simon Sauer 4:0 16:0
98 G Mirko Englich Peter Stadtmüller 4:0 16:0
130 F Imants Lagodskis Tobias Jung 4:0 16:0
         
  KSV Witten 07 II TSG Herdecke 12:19
57 G  Ibaev, Idris Schwarz, Konstantin 15:4 PS 3:0
61 F  Dündar, Bahtiyar Beucke, Daniel 0:11 SS 0:4
66 G  Wittke, Pascal Friedhoff, Jens 2:0 PS 1:0
66 F  Rerich, Denis Thoß, Stephan 0:12 SS 0:4
75 G  Jacobs, Nick Althof, Felix 9:0 SS 4:0
75 F  Faber, Lukas Habibivand, Nima 5:16 PS 0:3
86 G  Zimmermann, Julian Holk, Nils 0:15 TÜ 0:4
86 F  Taskiran, Tufan Hatos, Szabolcs 0:16 TÜ 0:4
98 G  Stankovich, Simeon Böddeker, Dennis 13:10 PS 2:0
130 F  Engonidis, Mattaios Lodwich, Maximilian 4:0 PS 2:0

29.11.2014

 

Ehemaliger Angstgegner Hösbach zu Gast beim KSV - Nachbar-schaftsduell für KSV 2 -  TSG Herdecke ist im Vorkampf favorisiert

 

Am Samstag (29.11.) empfängt der KSV Witten 07 den KSC Hösbach zum fälligen Bundesligakampf in der Husemannnalle. Zwei Niederlagen mussten die Ruhrstädter zuletzt hinnehmen, bei den Auswärtsbegegnungen im Saarland. Diese Negativ-Serie wollen die Ringer um Coach Fatih Sirin gegen die Mannschaft aus dem hessisch-bayerischen Grenzgebiet um Aschaffenburg nun beenden. Was gar nicht so leicht werden dürfte, wenngleich der KSV den Hinkampf recht sicher mit 17:9 für sich entschied. Das war in der Hinrunde – in der zweiten Serie wurden die Stilarten in den einzelnen Gewichtsklassen getauscht, was sich für die Wittener offensichtlich nicht gerade positiv auswirkte!

 

Beide Vereine haben einige Parallelen: sie wurden jeweils im Jahr 1907 gegründet, kämpften bereits in der 1. Bundesliga. Die Wittener deutlich länger als die Mainfranken, die allein oder in einer Kampfgemeinschaft nur wenige Jahre der Eliteklasse angehörten. In den letzten Jahren waren die Ringer die Hösbacher so etwas wie die „Angstgegner“ des KSV, nach Kämpfen nahezu auf Augenhöhe gab es auch eine heftige Niederlage. In diesem Jahr nun bestreiten die Gäste ihre Kämpfe durchweg ohne Verstärkung aus dem Ausland – was denn auch einen Platz im unteren Tabellendrittel bescherte. Gleichwohl hat die Mannschaft durchaus Qualität, was der Erfolg gegen den starken Aufsteiger aus Merken belegt.

 

Überragender Athlet des KSC ist der Deutsche Meister von 2011, Tahir Zaidov, der in den unteren Gewichtsklassen zum Einsatz kommt und dort ein sicherer Punktesammler ist. Ein weiterer Top-Mann, Kevin Schwäbe, ebenfalls schon Deutscher Meister, wurde zuletzt nicht eingesetzt. Mit Niklas Dorn, Christoph Henn, Jan Gündling, Tobias Jung, Niklas Schäfer und Sebastian Christoffel haben die Gäste aber Akteure mit überdurchschnittlichem Zweitliga-Niveau. Der KSV Witten ist noch Tabellen-Zweiter, hat jedoch noch die schwere Abschluss-Aufgabe am letzten Kampftag gegen das Top-Team aus Ispringen vor sich. Die Saarland-Vereine aus Riegelsberg und Hüttigweiler lauern, um den KSV zu überholen – der damit sein Saisonziel, nämlich einen „Medaillenplatz“, verfehlen könnte. Mit einer Niederlage gegen Hösbach würde man dies noch weiter aus den Augen verlieren – von da her ist ein Sieg eigentlich Pflicht. Kampfrichter ist Sükrü Cakmak aus dem Saarland.

 

 

Ab 17.30 Uhr trifft die Oberliga-Formation des KSV Witten 07 am Samstag auf das Team vom Herdecker Bleichstein, die TSG. Dies wird erneut eine schwere Aufgabe für die junge Mannschaft des Aufsteigers!

 

Dabei rangiert Herdecke in der Tabelle nur einen Platz vor dem KSV, doch immerhin mit einem positiven Punktverhältnis von 13:11. Zuletzt sorgte die TSG für einen Paukenschlag, als es einen 24:9-Sieg gegen den Ex-Bundesligisten Neuss gab. Der KSV hingegen hat 8:16 Zähler auf seinem Konto, gefolgt lediglich von Köln-Ehrenfeld und Hürth-Rheinbach. Vier Kampftage vor Ende der Saison ist der Abstieg damit noch nicht endgültig vom Tisch.

 

Die Schützlinge von Trainer Attila Bayrak wollen sich gegen den starken Gegner aus der Nachbarstadt ordentlich aus der Affäre ziehen, ähnlich wie bei der 11:23-Niederlage im Hinkampf. In Herdecke kämpfen mit Pjotr Demjanow, Dennis Böddeker und Max Lodwich gleich drei ehemalige Erstligaringer des KSV Witten, dazu mit Nils Holk einer der besten Ringer dieser Gewichtsklasse in der Liga. Das wird für die Jungspunde des KSV allerdings richtig schwer …

28.11.2014

 

„Helmi“ jetzt auch ein Fünfziger - Jörg Helmdach blieb dem Ringersport verbunden

 

Ein weiterer Ringer aus der „großen Zeit“ des KSV Witten feierte dieser Tage seinen 50. Geburtstag: Jörg Helmdach, der langjährige Federgewichtler im Bundesliga-Team des KSV, begeht am heutigen Freitag dieses runde Jubiläum.

 

Familienbedingt fand Jörg dem Weg zum Ringersport – wie sein Großvater, der 1927 den sechsten Platz in der Schwergewichtskonkurrenz der Deutschen Meisterschaft für den AC Hörde erkämpft hatte. So war denn auch die damalige Talentschmiede aus dem Dortmunder Süden die erste Station in der Ringer-Laufbahn des jungen Helmdach. Schon früh wurde man beim KSV Witten auf dessen Talent aufmerksam: im Alter von 14 Jahren machten er mit einem 9. Platz bei der Jugend-DM erstmals auf sich aufmerksam, 1979 wechselte er dann zum KSV – als Ringer in einer Gewichtsklasse, die es heute in den nationalen und internationalen Wettkämpfen nicht mehr gibt. Das „Papiergewicht“, die Kategorie bis 48 kg, war damals das unterste Limit und wurde auch von den Bundesligavereinen gern mit taltentierten Jugendlichen besetzt, die dort eine Art „Grundausbildung“ erfuhren. Dies war denn auch die Einstiegsklasse für Jörg, der in den Folgejahren nach zwei Vizemeisterschaften 1982 erstmals Deutscher Jugendmeister wurde.

 

In der Junioren- und Männerklasse musste sich Jörg Helmdach erst wieder an die Spitze heranarbeiten. Der Durchbruch gelang 1986 mit dem Meistertitel in der 62 kg-Kategorie. Einer seiner Hauptkonkurrenten kam damals aus seinem Verein KSV Witten, sie waren Trainingspartner, sie schafften gemeinsam den Weg auch in die internationale Spitze: Ralf Lyding, der ebenfalls kürzlich den 50. feierte! In den Folgejahren feierte er regelmäßig DM-Medaillen – von Gold bis Bronze. Zwei Jahre nicht für den KSV, da hatte sich Jörg dem rheinischen Konkurrenten TKSV Bonn-Duisdorf angeschlossen, kehrte aber 1991 zurück.

 

Internationale Erfolge schlossen sich an: zwei zweite Ränge bei den Weltmeisterschaften der Junioren und Kadetten waren die Ausbeute des Jahres 1982, Höhepunkt war Platz fünf bei den Olympischen Spielen 1988 im Koreanischen Seoul ! Andere Position, gleicher Verein: 1997 übernahm Helmdach die Bundesligastaffel des KSV Witten als Trainer. Mit Erfolg, für viele dennoch enttäuschend: 1999 wurde seine Mannschaft Deutscher Vizemeister – mit denkwürdigen Begegnungen gegen den KSV Aalen, die am Ende nicht wie erhofft verliefen.

 

Eine neue Herausforderung folgte 2001, als Helmi Nachwuchs-Bundestrainer beim Deutschen Ringer-Bund wurde. Im nationalen Spitzenverband war weiter in verschiedenen Positionen als Trainer tätig – 2012 kamen seine Vorstellungen mit denen des DRB nicht mehr in Einklang. Sein Wechsel zum Österreichischen Verband in die Position des Sportdirektors war da nur logisch! Man sieht – Helmi war, ist und bleibt dem Ringersport eng verbunden. Heimisch ist er weiter in Dortmund, wenngleich sein Arbeitsplatz häufig im Ausland – in Österreich oder irgendwo in der Welt, wo Ringer-Wettkämpfe stattfinden – liegt. Ehefrau Conny und Tochter Ciara haben dafür viel Verständnis – ohne dies ginge es wohl auch nicht!

 

Der KSV Witten wünscht dem Jubilar weiterhin viel Gesundheit, Glück und Erfolg und viele positive Energie für unseren Sport!

26.11.2014

 

Die Menschen beim KSV im Hintergrund

Heute: Ringerjugend und Kampfrichter

 

Der KSV Witten 07 ist ein Sportverein, ein „multi-sportiver“. Will sagen, dass dort verschiedene Sportarten betrieben werden, vornehmlich in den Bereichen Kampfsport sowie „Fitness-Gesundheit-Freizeit“. Viele Menschen betreiben in „unserem“ Verein aktiv Sport, von ganz jung bis ziemlich alt. Allen macht es Spaß, für alle ist dies gesundheits- und gemeinschaftsfördernd. Einige dieser Sporttreibenden haben aber höhere Ziele bei der Ausübung ihres Sportes: sie bestreiten Wettkämpfe, Turniere, Meisterschaften, messen sich mit anderen. Das sind beim KSV traditionell und vor allem die Ringer /-innen. Viele betreiben den Ringkampf „nur so“, zum Spaß. Etliche aber orientieren sich an den Vorbildern, die sie im Verein reichlich haben – zuletzt Mirko Englich, früher Klaus Rost, Mithat Bayrak und und und...

 

Sie wollen gewinnen, Pokale und Medaillen mit nach Hause bringen, vielleicht sogar ‘mal bei Olympia dabei sein; die jungen Männer möchten sicher einmal in einer der Wittener Mannschaften in der Husemannhalle vor großem Publikum auftreten. Um diese Ziele vielleicht einmal erreichen zu können, sind viele Menschen im Hintergrund tätig, die mit ihrer Arbeit eher selten im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. Da ist der Vorstand, der alles organisiert, auch dafür sorgen, dass Trainer und Betreuer vor Ort sind. Solche, die sich um die erwachsenen Sportlerinnen und Sportler kümmern und bemühen. Vor allem aber auch die, die sich mit den jungen „Ringer-Eleven“ befassen. Die sind besonders gefordert, sollen sie doch gleichermaßen die Freude am Sport, vorzugsweise am Ringkampf, und die langsame, aber stetige Entwicklung der Talente im Auge halten.

 

Einige dieser engagierten und verdienstvollen Frauen und Männer aus dem Nachwuchsbereich haben wir bei einem der letzten Jugendturniere in Herdecke auf dem Foto festgehalten:

v.l. Mirko Englich, Sven Lutter, Bahaddin Tasdemir (Jugendvorstand), Yvonne Englich, Ludger Steckelbach, Wilfried Lutter und Klaus Eigenbrodt. Es fehlt Attila Bayrak.

 

Danke für Euer Engagement!

 

Gleiches gilt für eine andere „Hintergrund-Gruppe“ im KSV, die auch zu den Ringern zählt. Zum Wettkampf gehört – wie die Ringermatte – ein Kampfrichter bzw. eine Kampfrichterin. War diese Spezies in der Vergangenheit im Verein selten zu finden, hat sich dieses Bild in der letzten Zeit massiv und positiv verändert.

 

Uwe Manz ist dabei unser „Top-Mann“ – der Kampfrichter, der auf internationaler Ebene, u.a. bei Olympia, eingesetzt wird; im Deutschen Ringer-Bund ist er „Vize-Chef“, im Ringerverband NRW der erste Mann. Genauso gut pfeift er aber regelmäßig bei der Wittener Stadtschulmeisterschaft, unterweist dort auch die jugendlichen Nachwuchs-Referees. Und hat bei dieser Gelegenheit zuletzt einige für die offizielle Laufbahn als Kampfrichter /-in gewinnen können.

Zwei davon sind auf dem Foto zu sehen, das bei dem gleichen Turnier in Herdecke entstand: Rebecca und Tristan Steckelbach – an der Seite ihres „Ziehvaters“ Detlev Ewert. Der ist als Mitglied des KR-Ausschusses im RV NRW für die Ausbildung im Bezirk Westfalen zuständig. In Herdecke beobachtete und unterstützte er verantwortlich die jungen Akteure in weiß - Detlev Ewert ist Kampfrichter des KSV Witten 07! Mit Elisabeth Rockholtz hat der KSV sogar noch eine weitere Jugendkampfrichterin!

 

Last not least hat jüngst Igor Tasev, Vater des KSV-Oberligaringers Martin und selbst früherer Spitzenringer, die Bezirkslizenz als Kampfrichter erworben und war schon bereits bei einigen Turnieren dabei.

 

So hat sich aus einem früheren „Sorgenkind“ des KSV Witten inzwischen eine florierende Gruppe entwickelt – wir freuen uns, dass wir auch in dieser Hinsicht Spitze in NRW sind!

24.11.2014

 

NRW-Mädels im Finale hauchdünn unterlegen - Südbaden holt sich die Mannschaftsmeisterschaft

 

Fünf Jugendringerinnen des KSV Witten 07 nahmen an diesem Wochenende an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Frauen in Neuss teil. Das Gastgeberland Nordrhein-Westfalen stellte zwei Teams auf: Dana Boric, Viviane Herda und Saskia Rakete landeten in Team I, Rebecca Steckelbach und Lina Dussin in Team II. Unter den Augen von Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, schlugen die fünf Talente sich wie folgt:

 

Youngster Dana Boric zeigte bis 40 kg bei ihrem ersten Einsatz auf Bundesebene trotz angeschlagener Gesundheit ein gutes Turnier. In ihrem ersten Kampf war sie zunächst 6:2 überlegen, ehe sie unglücklich auf den Schultern landete. Danach gelang ihr gegen die Saarländerin Sophie Seimetz nach 4:0 Punktführung in der ersten Runde ein Schultersieg. Im Finale erkämpfte sie gegen die Südbadenerin Xenia Burger zunächst eine Punktführung, ehe sie geschultert wurde.

 

Bis 48 kg wurde Rebecca Steckelbach nur einmal eingesetzt, weil die Landestrainer der erwachsenen Ioanna Kyriakou ansonsten den Vorzug gaben. Gegen die Beinangriffe der deutschen Vizemeisterin Lissy Bielau fand sie kein Gegenmittel und verlor in der zweiten Runde auf Schultern.

 

Auch Lina Dussin (53 kg) sah sich in ihrem ersten Kampf der deutschen Vizemeisterin in ihrer Gewichtsklasse gegenüber: Gegen Annika Wendle verlor sie auf Schultern. Im zweiten Kampf war ihr die deutsche Meisterin Serena Bölke kräftemäßig überlegen (SN). Im Finale um Platz 5 in der Mannschaftswertung lieferte sie sich dann ein spannendes Duell mit der Sächsin Anne Nürnberger, gegen die sie zeitweise in Führung lag, dann aber gegen Ende der ersten Runde auf den Schultern landete.

 

Viviane Herda (55 kg) steuerte drei überlegene Siege in den Poolkämpfen bei: In ihrem ersten Kampf zeigte sie die Coolness, fast über die gesamte Zeit hin geduldig Punkte bis zur technischen Überlegenheit zu sammeln. Ihr zweites Duell gewann sie kampflos, ehe sie in ihrem dritten Poolkampf erneut Nerven bewies und sich einen 15:0 Sieg diszipliniert erarbeitete. Eine gute Leistung der EM-Dritten! Im Finale vermied sie dann bei ihrer 2:7 Punktniederlage immerhin noch zwei Wertungspunkte für den Gegner.

 

Bis 63 kg traf Saskia Rakete in den Poolkämpfen ausschließlich auf erwachsene Gegnerinnen, die ihr zum Ende hin meist körperlich überlegen waren: In ihrem ersten Kampf stand es zur Pause noch 0:2, bevor sie geschultert wurde. Ähnlich erging es ihr im zweiten Duell. Gegen die Saarländerin Rebecca Schwarz führte sie zunächst, ehe sie dann beim Stande von 2:2 auf den Schultern landete. Der spannendste Kampf erwartete sie dann im Finale, in dem ihr über die volle Kampfzeit alles abverlangt wurde und sie schließlich knapp mit 2:4 verlor.

 

Am Ende hatte in einem denkbar knappen Finale das Team Südbaden die Nase vorn: Nach neun Kämpfen stand es nach Punkten 14:14, aber die Südbadenerinnen konnten einen Sieg mehr verbuchen und wiederholten so das Vorjahresergebnis. Trotzdem: Der KSV-Nachwuchs bewies bei den Erwachsenen sein großes Potenzial! Am Samstagabend will der WDR, der das Turnier mit einem Fernsehteam begleitete, in seiner Sendung „Sport im Westen“, einen ausführlichen Bericht zeigen.

23.11.2014

 

Das Saarland schmeckt dem KSV derzeit nicht - 18:11-Niederlage in Hüttigweiler

 

Mit einer 18:11-Niederlage kehrten die Ringer des KSV Witten am Samstagabend von ihrer letzten Saarland-Tour dieser Saison zurück. Was auf den ersten Blick ein wenig hoch und chancenlos klingt, hätte auch durchaus in die andere Richtung umschlagen können. Gescheitert sind die Siegespläne allerdings an zugegeben starken und hochmotivierten Gastgebern, zum Teil der eigenen Kampfeinstellung und nicht zuletzt am schwachen Mattenleiter Baumgartner aus Südbaden.

 

Dieser übersah direkt im ersten Kampf einen äußerst unsauberen Griff des Hüttigweiler Ringers gegen Leon Suhov (57 G). Mit einer Aktion gegen das Gelenk des jungen Bulgaren zwang er Suhov auf die Schultern. Unnötig schmerzhaft und eigentlich durch den Unparteiischen zu unterbinden (4:0). Die erste Punkte für die Ringer aus der Ruhrstadt sammelte danach Imants Lagodskis (130 F) gegen Nedelcho Nedelchev ein, der gegen den lettischen Freistilkünstler nach sechs Minuten mit 4:12 das Nachsehen hatte (4:3). In einem hochklassigen Kampf ging es zwischen Arthur Eisenkrein (61 F) und Dimitar Zhelev hin und her. Mit ein wenig mehr Fortune wäre hier auch ein Erfolg für den KSV im Bereich des Möglichen gewesen. Das Glücklichere Ende hatte allerdings der Hüttigweiler für sich und siegte mit 11:8 (6:3).

 

Dem setzte Mirko Englich (98 G) allerdings ein souveränes 16:0 gegen Kim Werkle entgegen, was die zwischenzeitliche 6:7-Führung für die Gäste bedeutete. Andreas Eisenkrein (66 G) rang zwei Minuten noch passabel gegen Lukas Wagner mit, ergab sich aber dann seinem Widersacher im Wurf und landete auf den Schultern (10:7).

 

Ufuk Canli (86 F) hatte im Hinkampf noch das glücklichere Ende gegen Khetag Kesaev für sich. Diesmal allerdings wurde der junge Wittener etwas zu spät wach und konnte den 6:0-Rückstand nur noch auf 6:3 verkürzen (12:7). Bei Yunier Castillo (66 F) ist man im Wittener Lager spektakuläre Kämpfe und Siege inzwischen gewohnt. Gegen den starken Danny Hippchen gelang ihm sogar eine Sekunde vor Ende der Partie noch ein Angriff zum umjubelten 9:1-Erfolg (12:10). Dem ließ Nico Brunner (86 G) einen hochklassigen Kampf auf Messers Schneide folgen. Gegen Till Bialek setzte er sich trotz einer schmerzhaften Verletzung an der Hand mit 7:5 durch (12:11).

 

Es folgte der Pechvogel der Saison, was Verletzungen angeht. Piotr Pankow (75 G) wurde bei einem Durchdreher seines Kontrahenten Franck Hassli unglücklich über die Schulter abgerollt. Unter starken Schmerzen folgte eine mehr als zweiminütige Behandlungspuse, die den Aufgabesieg für den Monegassen im Trikot der Gastgeber bedeutete (16:11). Der Kampf war also bereits gelaufen, aber Alexander Storck (75 F) wollte gegen den stark einzuschätzenden Mathias Schwarz alles für seine Farben versuchen, um eine Ergebniskosmetik herbeizuführen. Dabei wurde er allerdings durch dauerhaftes Handeglenk- und Finger-Fassen des Gastgebers deutlich gehindert. Dieser nutze einen Angriff gegen Ende des Kampfes, um den "Deckel drauf" zu machen (18:11).

 

Zwei Wochenenden im Saarland, zwei Niederlagen für den KSV - zugegeben bei starken Verfolgern aus Riegelsberg und Hüttigweiler, die jetzt mit zwei bzw. sogar nur einem Punkt hinter den Wittenern liegen. Der Titelfavorit aus Ispringen dürfte dem KSV somit für ein spannendes Saisonfinale enteilt sein. Dennoch will man im Lager von Coach Fatih Sirin gegen Hösbach und Merken punkten, um den dann wohl feststehenden Meister aus Württemberg noch ein wenig bei seiner Aufstiegsfeier zu ärgern.

  ASV Hüttigweiler KSV Witten 18:11  
57 G Christian Vaginiuc Leon Marinov Suhov 4:0 SS 10:0
61 F Dimitar Zhelev Arthur Eisenkrein 2:0 PS 11:8
66 G Lukas Wagner Andreas Eisenkrein 4:0 SS 15:0
66 F Danny Hippchen Yunier Castillo 0:3 PS 1:9
75 G Franck Hassli Piotr Pankow 4:0 AS 8:0
75 F Mathias Schwarz Alexander Storck 2:0 PS 4:0
86 G Till Bialek Nico Brunner 0:1 PS 5:7
86 F Khetag Kesaev Ufuk Canli 2:0 PS 6:3
98 G Kim Werkle Mirko Englich 0:4 TÜ 0:16
130 F Nedelcho Nedelchev Imants Lagodskis 0:3 PS 4:12

21.11.2014

 

KSV Witten reist erneut ins Saarland - ASV Hüttigweiler will Überraschung schaffen

 

Der zweite Auswärtskampf der KSV-Bundesligaringer in Folge führt erneut ins Saarland, wo sich das Team von Trainer Fatih Sirin beim ASV Hüttigweiler vorstellt. In der Vorwoche gab’s beim Nachbarverein KV Riegelsberg beim 14:21 eine empfindliche Niederlage – Grund für die Gastgeber, mit einer weiteren Überraschung zu liebäugeln. „Nachdem Witten am vergangenen Wochenende überraschend in Riegelsberg eine klare Niederlage hinnehmen musste, dürfen wir uns auch berechtigte Hoffnungen auf einen Überraschungserfolg machen“, heißt es auf der Homepage der Saarländer, die dabei auf lautstarke Unterstützung ihres Publikums hoffen.

 

Die Hinbegegnung war beim 20:10 des KSV eine relativ klare Angelegenheit, in sieben von zehn Begegnungen setzten sich die Hausherren durch. Dabei waren allerdings eine überraschende Resultate – zugunsten der Wittener, so die Siege von Arthur Eisenkrein und Ufuk Canli. Dass es bei Hüttigweiler aber auch umgekehrt laufen kann, macht der 17:3-Sieg im Saar-Derby gegen Riegelsberg deutlich. Da gelangen den Ringern des favorisierten Vorjahres-Vizemeisters vom KV gerade einmal drei 1:0-Erfolge. Einen solchen Lauf dürfen die KSV-Akteure der Heimmannschaft gar nicht erst gestatten – sonst könnte es wirklich eine weitere Überraschung geben!

 

Hüttigweiler zählt zur Spitzengruppe der 2. Liga West – hinter dem Top-Team aus Ispringen (20:0), Witten (16:4) und Riegelsberg (14:6) liegt der ASV mit 13:7 nur knapp hinter dem Führungstrio. Und der ASV kämpfte in der Rückrunde bereits gegen Ispringen ….

 

Hüttigweiler, ein Ortsteil der Gemeinde Illingen im Landkreis Neunkirchen, liegt etwa 20 km nördlich von Saarbrücken. Der ASV ist außerordentlich erfolgreich – seit 36 Jahren kämpft der Verein auf Bundesebene, sprich 1. oder 2. Bundesliga; auch in Liga eins traf der KSV Witten in der Vergangenheit auf das Saar-Team, das immerhin sechs Jahre der höchsten Klasse des Deutschen Ringer-Bundes angehörte.

 

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Aufgebot der Gäste nur unwesentlich verändert – qualitativ allerdings deutlich verbessert. Mit Christian Vaginiuc (57 kg), Dimitar Zhelev (61), Lukas Wagner (66), Mathias Schwarz (75), Tim Bialek (86) oder Nedelcho Nedelchev (130) haben die Gastgeber Spitzenringer der Liga in ihren Reihen. Beim KSV wird es wichtig sein, von Beginn an den Kampf zu übernehmen. Dazu muss Leon Suhov in der leichtesten Klasse wieder gesund und fit sein, darüber hinaus auch das Kampfgewicht auf die Waage bringen. Die „Top-Scorer“ der Wittener, Imants Lagodskis, Mirko Englich und Yunier Castillo, dürften auch in dieser Begegnung wieder für KSV-Punkte sorgen. Der KSV Witten hat seine Trümpfe bislang stets vor der Pause, danach lief es eher gemischt. Wichtig wird eine geschlossene Mannschaftsleistung sein – dazu gehört auch, die Niederlagen gegen starke Gegner möglichst knapp zu halten.

 

Kampfrichter ist Thorsten Baumgartner aus Rheinfelden in Südbaden.

 

Die Oberligamannschaft des KSV Witten hat kampffrei.

19.11.2014

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen in Neuss

 

Am Samstag, 22. November, wird in Neuss die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen ausgetragen. Ausrichter ist KSK Konkordia Neuss, der die Kämpfe in der Hammfeldhalle, Anton-Kux-Straße, durchführt.

 

Beginn ist um 9.30 Uhr, die Siegerehrung wird etwa gegen 15 bis 16 Uhr erwartet. Am Start sind die Ländermannschaften aus Württemberg, dem Saarland, Südbaden, Brandenburg, Sachsen, Thüringen und NRW, das mit zwei Teams dabei sein wird. Der RV NRW hat mit Viviane Herda, Dana Boric und Saskia Rakete drei junge Akteurinnen des KSV Witten für die Mannschaft NRW 1 nominiert, im Team NRW 2 werden mit Lina Dussin und Rebecca Steckelbach zwei weitere Wittenerinnen auf die Matte gehen.

 

NRW war in den vergangenen Jahren der dominierende Landesverband, gewann mehrfach den Wettbewerb und belegte im Vorjahr Rang zwei.

18.11.2014

 

Stark besetztes Freistil-Turnier in Kleinostheim

 

Am Sonntag den 16.11.2014 nahmen zwei Sportler vom KSV Witten betreut von Klaus Eigenbrodt an dem wohl stärksten Freistil Nachwuchsturnier Deutschlands teil. Das 18. Philipp-Seitz Gedächtnisturnier wurde in 4 Alterskategorien von den Junioren bis zur C-Jugend in der Maingauhalle in Kleinostheim ausgetragen. National erscheint hier so ziemlich alles, was Rang und Namen hat und es sind auch jedes Jahr starke ausländische Teams dabei. Diesmal aus Südafrika, Finnland, Polen, Belgien und Österreich. In Zahlen: 93 Vereine, 388 Teilnehmer und laut Veranstalter weitere 150 Meldungen, denen abgesagt werden musste, um die Kapazitätsgrenze nicht zu sprengen. Gerungen wurde auf 8 Matten von 9:45 Uhr bis 19:00 Uhr.

 

Bei den Junioren war Lukas Faber der einzige KSV-Starter, nachdem Fahim Nasari, der auch gemeldet war, sich am Freitag im Oberliga-Kampf eine Nackenverletzung zuzog. Lukas hat das Pech, dass sich sein Körpergewicht von 79 KG genau zwischen 2 Gewichtsklassen befindet. Er müsste 5 KG abtrainieren, um die 74 KG Klasse zu erreichen. Das wäre eine zu große Tortur während der Mannschaftsrunde. Also startete Lukas in der Kategorie bis 84 KG. In seinem Auftaktkampf gegen Gaziev Abdoullah von Sultan Liège aus Belgien zeigte er kämpferisch eine ordentliche Leistung, führte zur Pause mit 5:4. In der zweiten Runde war es bis in die fünfte Minute ein Kampf auf Augenhöhe. Danach waren die Körner aufgebraucht und er musste dem Gewichtsnachteil Tribut zollen. Am Ende gab es eine 7:12 Punktniederlage. Da auch bei den Junioren im Poolsystem gekämpft wurde, bekam Lukas einen zweiten Kampf. Hier war der spätere Turniersieger Benjamin Opitz vom RV Thalheim sein Gegner. Ihm war Lukas schon rein körperlich unterlegen. Lukas versuchte auch hier gegen zu halten, was ihm allerdings gegen diesen Klassemann nicht lange gelang. Am Ende stand eine technische Überlegenheit des Thalheimers, was jedoch keine Schande ist. Das Fazit für Lukas aus diesem Turnier: Er muss deutlich Muskelmasse zulegen und in die höhere Gewichtsklasse reinwachsen.

 

Auch bei den C-Jugendlichen hatten wir leider eine kurzfristige Absage von Noah Englich zu verkraften, sodass hier nur Gregor Eigenbrodt die Farben des KSV Witten vertrat. Er startete in der Gewichtsklasse bis 31 KG und wurde in den stärkeren der beiden Pools gelost. Seinen Auftaktkampf bestritt er gegen Roan van der Merwe aus Menlopark Pretoria. Das Südafrikanische Team war zu einem Lehrgang zu Gast in Leipzig und nahm das Turnier als Standortbestimmung mit. Gregor punktete den Südafrikaner sehr konzentriert aus und gewann durch technische Überlegenheit in der zweiten Runde. Im zweiten Kampf ging es gegen seinen alten Bekannten Giovanni Comparetto vom KSV Köllerbach. Zur Pause noch in Führung liegend, riss der Faden unmittelbar nach Wiederanpfiff. Durch einen Doppelbeinangriff mit anschließenden Beinschrauben geriet Gregor 8:13 in Rückstand. Er versuchte alles, konnte auch noch punkten, wurde aber ein ums andere Mal ausgekontert und unterlag am Ende in einem spektakulären Kampf mit 12:21.

 

Das dritte Match führte in gegen Elysa Satar vom ASV Hof. Hier vermochte Gregor selbst seine Beinschraube anzusetzen und seinen Gegner technisch überlegen auszupunkten. In Runde 4 war Akseli Erkkola aus Finnland Gregors Gegner. Die Finnen sind momentan zu Gast in Hösbach und nutzten ebenfalls dieses Turnier. Gegen den sehr kompakten Gegner kam Gregor überhaupt nicht klar und unterlag kurz vor Schluss etwas unter Wert technisch unterlegen. Für Gregor blieb somit nur der Kampf um Platz 5. Gehandicapt durch eine Schleimbeutelreizung musste sich Gregor hier gegen Mansour Vagabov von Sultan Liège aus Belgien behaupten. Sehr konzentriert und 14:2 in Führung liegend konnte er den Belgier mit tschetschenischen Wurzeln in der zweiten Runde schultern und den fünften Platz erkämpfen. Das Fazit für Gregor aus diesem Turnier: Beinangriffe und die Beinabwehr müssen vermehrt trainiert werden um gegen die guten Gegner eine Siegchance zu haben. Gegen 22:00 Uhr waren alle froh wieder in Witten zu sein.

18.11.2014

 

Saskia Rakete gewinnt Goldmedaille in Berlin

 

Am 8. November nahmen drei Nachwuchsringerinnen des KSV Witten 07 am 9. internationalen Frauen- und Mädchenturnier in Berlin teil:

 

In der weiblichen Jugend ging Dilara Bayrak bis 60 kg an den Start. Bei zwölf Teilnehmerinnen musste sie schon in ihren ersten beiden Poolkämpfen gegen die die späteren Zweit- und Viertplatzierten ringen. Sie unterlag beide Male und schied deshalb nach den Poolkämpfen aus. Saskia Rakete landete bis 66 kg unter zehn Teilnehmerinnen auch im stärkeren Pool. Sie siegte aber zwei Mal und erreichte so das Finale gegen Lina-Maria Huisinga aus Ückerath. Auch dort ließ sie mit einem Schultersieg nichts anbrennen und holte so ohne einen einzigen technischen Gegenpunkt Gold. Ein schöner Erfolg!

 

Bei den Kadettinnen war Viviane Herda (bis 56 kg) indisponiert. In ihrer Gewichtsklasse mit zwölf Teilnehmerinnen musste sie deshalb beide Kämpfe aufgeben.

Saskia Rakete

16.11.2014

 

Riegelsberg gelingt Revanche für Vorjahres-Pleite – KSV beim 14:21 mehr als unglücklich

 

Dem KV Riegelsberg ist die Revanche für die verpasste Zweitliga-Meisterschaft des Vorjahres geglückt. Im Dezember vergangenen Jahres feierten die Ruhrstadt-Ringer lautstark ihren ersten Titel in dieser Liga überhaupt.

 

Dass dieser Erfolg im Saarland nicht wiederholt werden konnte, hatte gleich mehrere gute Gründe…

 

Leon Suhov (57 G) und Arthur Eisenkrein (61 F) laborieren derzeit an kleineren Verletzungen, was beim Bulgaren zum Nicht-Erreichen des Kampfgewichts sowie bei Eisenkrein zu einer deutlich zu hohen 1:17 Punktniederlage führte.

 

In der Zwischenzeit hatte Imants Lagodskis (130 F) keine Probleme mit Kevin Arend und sorgte mit seinem technisch-überlegenen Punktsieg für den vorübergehenden Ausgleich. Diesen stellte Mirko Englich in seinem Kampf (98 G) gegen Waldemar Minich dann erneut mittels technischer Überlegenheit her. Gegen Riegelsbergs Kaderringer Muhammed Yasin Yeter befand sich Andreas Eisenkrein (66 G) im letzten Kampf vor der Halbzeit dann allerdings zu sehr im Rückwärtsgang. Es folgte die Disqualifikation bei 0:11-Rückstand.

 

Noch witterte man im Wittener Lager beim Resultat von 12:8 für die Hausherren die Chance auf einen Auswärtserfolg.

 

Aber schon in Ufuk Canlis (86 F) Kampf gegen den mit Kopfstößen agierenden Andreas Skodawessely wurden diese zunichte gemacht. Mit blutender Nase, einer Platzwunde an der Stirn und einem ordentlichen Schädelbrummen Canlis wurde dem Gastgeber dann noch durch den phasenweise schwach agierenden Kampfleiter eine Verletzungs-Wertung geschenkt. Vorgetäuscht hatte der Wittener Athlet diese Blessuren allerdings mit Sicherheit nicht (15:8).

 

Es folgte ein weiterer mit unsauberen Aktionen gespickter Kampf zwischen Yunier Castillo (66 F) und Yakup Sari. Letzterer griff direkt mehrere male an Hals bzw. ins Gesicht des Spaniers – ermahnt wurde allerdings nur der Gästeringer. Dieser nahm es freundlich nickend zur Kenntnis und drehte dann einmal so richtig auf. Nach dreieinhalb Minuten schulterte er den Saarländer beim Stande von 18:0 sogar noch (15:12).

 

Nico Brunner (86 G) hatte Sebastian Janowski im Hinkampf noch knapp besiegen können – diesmal gab es nichts zu ernten für den deutschen Junioren-Meister. Mehrere Aktionen Brunners wurden vom Kampfrichter nicht einmal mit einer Aktions-Wertung honoriert, was den jungen Wittener ein wenig aus dem Konzept brachte (17:12). Wenig zu bestellen hatte danach Piotr Pankow im vorletzten Kampf des Abends gegen Ruhullah Gürler (75 G). Dieser bekam Pankow einmal so gut in den Griff, dass dies gleich zu drei (leider) sehenswerten 5er-Wertungen ausgenutzt wurde. 21:12 vor dem letzten Kampf der Partie, die somit bereits unter tosendem Beifall für die Gastgeber entschieden war.

 

Aber auch die hatte es noch einmal in sich. Robin Paulus wehrte sich mit Händen und besonders austretenden Füßen gegen die ausgebuffte Ringweise von Alexander Storck (75 F). Dieser blieb aber besonnen und cool wie ein Eisberg – ließ sich auf keine Provokationen ein und rang seinen 3:0-Punktsieg sicher nach Hause. Diese Ergebniskosmetik brachte den 21:14-Endstand,

 

Beim KSV Witten hatte man sich sicherlich einen anderen Ausgang des Kampfes erhofft, aber zu viele Faktoren konnten am diesem Abend einfach nicht mehr ausgebügelt werden. Jetzt gilt es, die kleineren und größeren Blessuren schnellstmöglich zu heilen und für den nächsten Auswärtskampf bestens vorbereitet auf die Reise zu gehen. Dieser findet am kommenden Samstag beim zweitschärfsten Verfolger, dem ASV Hüttigweiler (Platz 4), statt. Für die Mitfahrt im KSV-Bus steht Thomas Limper (thomas.limper@ksv-witten.de) als Ansprechpartner zur Verfügung.

  KV 03 Riegelsberg KSV Witten 07 21:14  
G 57 Kevin Müller Leon Marinov Suhov 4:0 ÜG 4:0
F 61 Nico Zarcone Arthur Eisenkrein 4:0 17:1
G 66 Muhammed Yasin Yeter Andreas Eisenkrein 4:0 DQ 11:0
F 66 Yakup Sari Yunier Castillo 0:4 SS 0:18
G 75 Ruhullah Gürler Piotr Pankow 4:0 15:0
F 75 Robin Paulus Alexander Storck 0:2 PS 0:3
G 86 Sebastian Janowski Nico Brunner 2:0 PS 5:0
F 86 Andreas Skodawessely Ufuk Canli 3:0 PS 13:0
G 98 Waldemar Minich Mirko Englich 0:4 TÜ 0:15
F 130 Kevin Arend Imants Lagodskis 0:4 TÜ 0:16

16.11.2014

 

KSV-Reserve wird deklassiert: 0:33 - Spitzenreiter aus Essen zeigt sein Zweitliga-Format

 

Dass das erste Oberligajahr für die Wittener Nachwuchsringer ein Lehrjahr werden würde, war bereits vor der Saison klar. Dass dann aber doch so viel „Lehrgeld“ bezahlt werden muss, ist dennoch bitter. Wie am Freitagabend, als der souveräne Spitzenreiter TV Dellwig aus Essen seine Visitenkarte im Wittener Trainingszentrum „Ostermann-Halle“ abgab. Nicht eine von zehn Gewichtsklassen konnten die Hausherren für sich entscheiden, mussten gar fünfmal dem Gegner das Optimum von vier Zählern überlassen – und eine Klasse konnte das KSV-Team erst gar nicht besetzen.

 

Allerdings: die Essener repräsentieren schon durchaus Zweitliga-Format, werden in der kommenden Saison möglicherweise auch in der 2. Bundesliga starten, in der sie - als Oberligameister des Vorjahres – eigentlich auch schon hätten stehen können. So kommt es dann im nächsten Jahr evt. zu einem Aufeinandertreffen zwischen der ersten Garnitur des KSV und dem TV Dellwig …

 

Da machte sich schon ein wenig Frust bei den jungen Männern um Coach Attila Bayrak ob der Überlegenheit der Gäste breit. Und dabei begann es gar nicht schlecht, als Bahtiyar Dündar (57 kg) schnell sechs Punkte sammelte. Die holte Ramzan Awtaew aber auf und schulterte ihn noch vor der Pause nach 2.59 Min. (0:4). Mattaios Engonidis (130 kg) ist kein Freistilringer – gegen den deutlich leichteren Schamil Kasumov kam er gar nicht zurecht, lag bereits 0:5 im Rückstand, um dann noch den Ehrenpunkt zum 1:5 zu erzielen (0:6). Zahlreiche Punkte fielen in der 61 kg-Klasse – allerdings nur für den Ringer im blauen Trikot, Ekrem Gülönü. Der setzte sich im freien Stil nach 3.51 Min. mit 16:0 gegen Wittens Greco-Spezialisten Pascal Wittke durch (0:10).

 

Ein wenig Hoffnung ruhte auf Simeon Stankovich (96 kg), der sich mit dem ehemaligen KSV-Erstligakämpfer Björn Holk auseinandersetzen musste. Der junge Wittener ging zwar in Führung, im Laufe des Kampfes setzte Holk aber seine ganze Routine ein und gewann mit 12:3 (0:13). Schnell ging es danach in die Halbzeitpause, denn Denis Rerich (66 kg) stand gegen Alex Winke gerade einmal eine Minute auf der Matte, als er bereits 16 Zähler abgegeben hatte und damit technisch unterlag (0:17).

 

Nach der Pause das gleiche Bild: Lukas Faber (86 kg) überließ Selim Karpuz die Initiative, was am Ende zum 14:1-Sieg für den Essener führte (0:20). Den bis dahin einzig offenen Kampf zeigte Fahim Nasari, der sich mit Ertugul Agca einen wechselvollen Kampf lieferte. 3:0 lag der Mann vom TV Dellwig in Führung, der Wittener ging 4:3 nach vorn – ehe er nach 5.30 Min. auf den Schultern landete – ärgerlich (0:24)! Die 86 kg-Klasse im gr.-römischen Stil konnte der KSV nicht besetzen, da Martin Tasev verletzungsbedingt ausfiel (0:28).

 

Diyar-Murat Dündar (75 kg) erreichte die Pause nicht, denn nach 2.45 Min. hatte Eduard Klipel bereits 16:0 Zähler zum technisch überlegenen Sieg zusammen (0:32). Einen halbwegs versöhnlichen Abschluss verschaffte Nick Jacobs, der im ungewohnten Freistil antrat und sich mit Arash Darvishi einen offenen Kampf lieferte. Das bessere Ende hatte indes der Essener mit einem knappen 3:2 für sich – auch in der letzten Begegnung eine Niederlage für die Hausherren, die das 0:33 besiegelte.

 

In der kommenden Woche haben die Bayrak-Schützlinge nun erst einmal Pause – da können sie sich die „Wunden lecken“ und auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Da kann es dann eigentlich nur besser werden …

 

KSV Witten 07 II

TV Essen-Dellwig

0:33

G 57

Dündar, Bahtiyar

Awtaew, Ramzan

SS

0:4

F 61

Wittke, Pascal

Gülönü, Ekrem

0:4

G 66

Rerich, Denis

Winke, Alex

0:4

F 66

Nasari, Fahim

Agca, Ertugrul

SS

0:4

G 75

Dündar, Diyar-Murat

Klipel, Eduard

0:4

F 75

Jacobs, Nick

Darvishi, Arash

PS

0:1

G 86

Vaisi, Mohammad Shoan

KL

0:4

F 86

Faber, Lukas

Karpuz, Selim

PS

0:3

G 98

Stankovich, Simeon

Holk, Björn

PS

0:3

F 130

Engonidis, Mattaios

Kasumov, Schamil

PS

0:2

 

15.11.2014

 

KSV Witten tritt beim KV Riegelsberg an - Tabellennachbarn wiederholen Vorjahres-Finale

 

Im vergangenen Jahr war es das Finale der Zweitliga-Saison, das Top-Ereignis, in dem der Meister der 2. Bundesliga Mitte gekürt wurde. Der Kampf – es war der letzte der Rückrunde – hielt seinerzeit, was er versprach: erst in der allerletzten der zehn Einzelbegegnungen war es Ibro Cakovic, der seinen KSV Witten auf die Siegerstraße und zur Meisterschaft brachte – das 18:14 der Ruhrstädter war ein vorläufiger Höhepunkt in der ereignisreichen Historie des Vereins!

 

In dieser Saison erfolgt das Aufeinandertreffen im zweiten Saisonabschnitt nun zu einem früheren Zeitpunkt, am dritten Rückrunden-Kampftag. Die Hausherren belegen in der aktuellen Tabelle Rang drei (12:6), der KSV rangiert hinter Top-Team Ispringen mit 16:2 auf dem zweiten Platz. In der Hinrunde setzte sich die Heimmannschaft in der Husemannhalle mit 16:11 durch, die Gäste aus dem Saarland konnten dabei immerhin vier Siege in den zehn Einzelkämpfen für sich verbuchen.

 

Riegelsberg ist eine ehemalige Bergbau-Stadt wie Witten, ca. 15.000 Einwohner und ca. 12 km nördlich von Saarbrücken entfernt. In Ringerkreisen ist der KV bekannt, entwickelte schon immer gute Talente – von denen die meisten irgendwann beim KSV Köllerbach landeten. Wie nach der letzten Saison die beiden hoffnungsvollen Nachwuchsathleten Etienne Kinsinger (60 / 66 kg), der Junioren-Weltmeister, und Gennadij Cudinovic (96 / 120), amtierender Deutscher Juniorenmeister. Trotz dieser Abgänge hat der KV weiterhin ein starkes Team, das den Wittenern am Samstag erneut alles abverlangen wird. Denn mit Kevin Müller (57 kg), Nico Zarcone (81), Yasin Yeter (66), Robin Paulus, Pajtim Sefaj (beide 75) oder Andreas Skodawessely (86) haben die Saarländer noch immer herausragende Akteure.

 

Natürlich hat der KSV als Tabellenzweiter bislang seine Qualität bewiesen – die wird in Riegelsberg erneut erforderlich sein, um dem KSV Ispringen auf den Fersen bleiben zu können. Da ist wieder das erfolgreiche Quartett im Wittener Aufgebot gefordert: Leon Suhov, Yunier Castillo, Mirko Englich und Imants Lagodskis sollen, wie meistens bisher, für die notwendigen Punktebasis sorgen. Dazu einige weitere Siege, dann könnte der Ausflug ins Saarland durchaus erfolgreich verlaufen!

 

Coach Fatih Sirin und „Co“ Dr. Emre Yilmaz fallen wegen privater Termine aus, dafür wird voraussichtlich Mesut Kayar die Wittener Ringer betreuen.

 

Kampfrichter ist Christian Lotz aus Alzenau in Hessen – auf den sicher keine leichte Aufgabe wartet!

13.11.2014

 

KSV-Reserve empfängt Top-Team der Oberliga (Fr., 14.11., 20 Uhr, Ostermann-Halle) - TV Essen-Dellwig führt die Tabelle deutlich an

 

„Das erste Oberliga-Jahr wird ein Lehrjahr für die KSV-Reserve“ – das war die Aussage der Verantwortlichen des Wittener Ringerclubs vor der Saison, das Ziel könne nur „Klassenerhalt“ lauten. Das hat sich bisher bewahrheitet, gehört doch der Großteil der Wittener Oberligaringer dem Altersbereich Junioren bzw. Jugend A, teilweise sogar Jugend B an: Farhod Rajaboc, Bahtiyar Dündar, Dennis Rerich, Aldin Dikezi, Pascal Wittke, Fahim Nasari, Lukas Faber, Nick Jacobs, Murat Dündar, Tufan Taskiran, Martin Tasev, Julian Zimmermann, Ufuk Canli und Simeon Stankovich befinden sich alle noch der Lehrzeit ihrer Sportkarrieren. Allein der in der Hinrunde eingesetzte Mesut Kaya und Schwergewichts-Neuzugang Matteos Eggonidis sind dem Nachwuchsalter entwachsen.

 

Da kommt jetzt Vorjahresmeister TV Dellwig in die Ostermann-Halle, der auch in dieser Saison bereits die Tabelle mit deutlichem Vorsprung anführt. Die Gäste mussten bislang in der Oberliga-Saison lediglich einen Zähler (beim Remis gegen AC Mülheim) abgeben, die Verfolger Neuss und Mülheim weisen dagegen bereits sieben Minuspunkte auf. Bei noch fünf ausstehenden Kampftagen ist den Essenern die Meisterschaft somit kaum noch zu nehmen – eine extrem schwere Prüfung für Witten 2!

 

Dellwig (mit den ehemaligen Wittener Erstliga-Akteuren Pasquale Cariglia, Kevin Schoska, Olaf Holländer und Björn Holk) verzichtete im Vorjahr auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga, den dafür der RC Merken wahrnahm. In diesem Jahr will der Verein aus dem Essener Norden offensichtlich den Weg nach oben antreten – bei der Qualität der Mannschaft durchaus angemessen! Bereits im Hinkampf gab es eine heftige 1:32-Niederlage für die Schützlinge von Trainer Attila Bayrak, als lediglich Mesut Kayar einen Sieg erkämpfen konnte.

 

So kann es am Freitag (14.11., 20 Uhr) für das Wittener Nachwuchsteam nur darum gehen, sich ordentlich in diesem eigentlich ungleichen Duell zu präsentieren, und Erfahrungen zu sammeln – gegen vornehmlich ehemalige Erst- und Zweitliga-Ringer in Reihen des TV Dellwig!

 

11.11.2014

 

Fast Heimkampfatmosphäre für KSV-Jugend in Herdecke

 

Für das Landessichtungsturnier in Herdecke hätte sich am Sonntag ein Bus gelohnt. Neben den 20 Nachwuchsringern kamen noch einmal so viel Familienmitglieder, dazu der komplette Trainerstab, Kampfrichter und Vereinsfunktionäre in die Bleichsteinhalle am Hengsteysee. Die Kinder und Jugendlichen sicherten dem KSV Witten 07 einen erfreulichen zweiten Platz in der Mannschaftswertung mit folgenden Einzelplatzierungen:

 

Bei der E-Jugend beginnen wir gleich mit zwei Ausnahmen, denn hier waren Mädchen zugelassen, und Freistil wurde gerungen. Zwei Nachwuchstalente nutzen das trefflich: Bis 24 kg trat Vera Engelkamp beherzt auf, verpasste aber durch eine Fehlentscheidung die verdiente Medaille (4. von 5 Teilnehmern). Lotta Englich (27 kg) gewann alle ihre fünf Kämpfe ohne einen einzigen Gegenpunkt und holte verdient die Goldmedaille (6 Tln.)

 

Gleich sechs Jungen traten in der gut besuchten D-Jugend an: Für Maximilian Nowicki (27 kg) bestand der Wettkampftag aus zwei Hälften, denn er begann mit drei Siegen, bevor ihn die Mittagsmüdigkeit am Ende zu einer ausgeglichenen Bilanz führte (6. von 13). Bis 29 kg traten Ben Schaller und Niclas Weiß unter 12 Teilnehmern an. Beide schieden allerdings nach den Poolkämpfen aus, bevor es zu einem vereinsinternen Duell kommen konnte. Nick Engelkamp verpasste mit zwei technisch überlegenen Siegen und drei Niederlagen knapp eine Medaille (4. von 6). Ümit Can Tasdemir (10 Tln. bis 34 kg) wurde in seinem Pool Zweiter und verlor danach das kleine Finale (2 Siege, 2 Niederlagen). Für Leon Suslin wurde in der D-Jugend keine Gewichtsklasse eingerichtet, so dass er gegen zwei C-Jugendliche bis 58 kg antrat, dort aber verlor und Bronze bekam (3. von 3).

 

In der C-Jugend rangen sogar sieben KSV-Grecos: Bis 31 kg trafen Damian Rib und Noah Englich in einer Achtergruppe aufeinander. Damian verlor das Vereinsduell und wurde mit einer ausgeglichenen Kampfbilanz Fünfter. Noah holte wie seine Schwester überragend Gold ohne Gegenpunkt (3 Siege). Niklas Schinner gewann einen seiner vier Kämpfe und wurde bis 34 kg Sechster (8 Tln.). Bis 38 kg landeten Vatan Ülger und Tim Oberboßel in verschiedenen Pools (11 Tln.). Während Vatan im Pool ausschied, erreichte Tim das kleine Finale (4., 2 Siege, 2 Niederlagen). Souverän ohne Gegenpunkt gewann Nikita Leijkin bis 46 kg Gold. Unter drei Teilnehmern kassierte er keinen Gegenpunkt, auch nicht gegen seinen Vereinskameraden Eduard Letr, der Bronze bekam.

 

Jeweils eine Medaille errangen die fünf B-Jugendlichen! Radoslaw Szczesny und Andreas Zenger landeten bis 34 kg in einer kuriosen Endwertung, denn die ersten drei besiegten sich untereinander gegenseitig. Über die spannende Punktwertung landeten die beiden dann hauchdünn ‚nur’ bei Silber und Bronze. Bis 50 kg sammelte Tugkagan Öztürk gegen zwei starke Gegner erst einmal Turniererfahrung (3. von 3). Julian Leijkin tat es bis 54 kg seinem Bruder Nikita gleich und holte überlegen mit einer tollen Leistung ebenfalls ohne Gegenpunkt Gold (4 Tln.). Marlon Schwarz unterlag in einem zunächst offenen Duell in seinem einzigen Kampf bis 69 kg und holte die Silbermedaille.

 

Eine reiche Ausbeute an guten Platzierungen und Zugewinn an Turniererfahrung – nicht nur die Sportler, sondern auch die zahlreichen Begleiter konnten insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden sein.

 

09.11.2014

 

KSV hält Hohenlimburg im Derby auf Distanz – Reserve gerät in Oberforstbach unter die Räder

 

Schon im Vorfeld war allen Beteiligten klar, dass es in diesem derzeit ungleichen Derby zwischen dem KSV Witten und dem Namensvetter aus Hohenlimburg aufgrund der personellen Engpässe der Gäste keine große Spannung geben würde. Beim Nachbarschaftsduell kam somit auch bis auf wenige Ausnahmen leider keine großartige Stimmung auf – zu deutlich war in den Duellen jeweils der Leistungsunterschied.

 

So setzte Leon Suhov (57 G) erst einmal seine Siegesserie gegen den übergewichtigen Timo Golz mit einem Schultersieg im Einlagekampf fort (4:0). Auch Imants Lagodskis (130 F) ließ sich nicht lange bitten und benötigte für seine technische Überlegenheit gegen Viktor Nowikowski knapp zweieinhalb Minuten (8:0). Gegen den angeschlagenen Arthur Eisenkrein (61 F) hatte der russische Top-Athlet Beslan Abuev für die Gäste leichtes Spiel und beförderte den Wittener blitzschnell auf die Schultern (8:4). Mirko Englich (98 G) stellte den alten Abstand aber dann zügig wieder her. Seinem enormen Einsatz gegen Christian Zuhr folgte die technische Überlegenheit nach 70 Sekunden (12:4). Im muntersten Kampf des Abends wehrte sich Ex-KSVer Yves-Heiko Gies gegen Yunier Castillo (66 F) nach allen Kräften und probierte auch einige Beinangriffe. Allerdings wusste sich der Spanier in Diensten des KSV jederzeit zu helfen und legte seinerseits flotte Aktionen an den Tag, die das Publikum begeisterten. Kurz nach der Pause stand auch hier der entscheidende Punktsieg fest (16:4).

 

Nach der Pause sollte es mit den zügigen Kampfpaarungen auch direkt weitergehen, denn Ufuk Canli (86 F) hatte mit Liga-Neuling Vitaliy Chaliy leichtes Spiel, holte nach nicht einmal zwei Minuten die erforderlichen 15 Punkte zur nächsten „Vier“ (20:4). Konnte Andreas Eisenkrein (66 G) in der Hinrunde noch gut gegen Sergej Skrypka mithalten und diesen an den Rand einer Niederlage bringen, so war er in diesem Vergleich fast ohne Chance. Zu clever rang der Hohenlimburger Routinier die Aktionen aus und siegte verdient mit 11:4 Punkten (20:6). Der spannendste Kampf des Abends stand zwischen Nico Brunner (86 G) und David Arndt auf dem Plan. Beide kämpften bereits etliche Male gegeneinander und wussten um die Stärken des Kontrahenten. Nicht ganz so deutlich wie im Hinkampf, aber am Ende dennoch siegreich verließ der Gastgeber mit einem 4:3 auf dem Punktekonto die Matte (21:6).

 

Gegen Sali Sezgin Sali wollte Daniel Schlemmer (75 G) im vorletzten Kampf des Abends die Niederlage des Hinkampfes vergessen machen. Und dazu war er vier Minuten lang auf dem besten Wege. Immer wieder gelangen Schlemmer Wurfaktionen, die Sali meistens geschickt zu kontern wusste. So war die 13:9-Führung für den jungen Wittener Athleten nicht gerade unverdient. In einer fragwürdigen Bodenlage verletzte dieser sich allerdings beim ersten Versuch eines Durchdrehers des Gästeringers. Die Folge: weitere, unzählige Ankipper und Durchdreher ohne Gegenwehr des Witteners, der nach dem 13:28-Endergebnis gestützt von Coach Fatih Sirin und Mannschaftsarzt Emre Yilmaz von der Matte gebracht wurde (21:10).

 

Im letzten Kampf des Abends zeigte dann Alexander Storck (75 F) eine erneut souveräne und couragierte Leistung gegen Nils Hausegger. Sein 4:1-Punkterfolg stand in den sechs Minuten zu keinem Zeitpunkt unter Gefahr (23:10).

 

Der KSV Witten (16:2 Pkt.) bleibt somit der hartnäckigste Verfolger des Top-Favoriten aus Ispringen (18:0). Am kommenden Wochenende reist man allerdings zum Spitzenkampf nach Riegelsberg. die Saarländer stehen mit 12:6 Punkten derzeit auf Platz 3 und werden dem KSV das Leben sicherlich richtig schwer machen.

 

KSV 2 im deutsch-belgischen Grenzgebiet ohne Chance

 

Das Oberliga-Team des KSV Witten war bei der RG Oberforstbach/Raeren ohne echte Chance. Die Gastgeber aus dem deutsch-belgischen Grenzgebiet waren für die junge Staffel von Trainer Attila Bayrak eine Nummer zu groß. Lediglich Nick Jacobs (75 G) und Simeon Stankovich (98 G) konnten jeweils die volle Punktzahl für ihre Farben einfahren. Bahtiyar Dündar, Aldin Dikezi und Fahim Nasari landeten allesamt auf den Schultern, während Pascal Wittke, Lukas Faber und auch Mattaios Engonidis technisch ausgepunktet wurden. Lediglich Denis Rerich und Martin Tasev konnten ihre Kämpfe über die volle Distanz gestalten und unterlagen am Ende nach Punkten.

 

Der nächste dicke Brocken wartet bereits am kommenden Freitag auf die KSV-Reserve. Dann gibt der ungeschlagene Tabellenführer vom TV Essen-Dellwig seine Visitenkarte in der Ostermann-Halle ab.

 

  KSV Witten KSV Hohenlimburg 23:10  
G 57 Leon Marinov Suhov Timo Golz 4:0 ÜG 10:0
F 61 Arthur Eisenkrein Beslan Abuev 0:4 SS 0:4
G 66 Andreas Eisenkrein Sergej Skrypka 0:2 PS 4:11
F 66 Yunier Castillo Yves-Heiko Gies 4:0 18:0
G 75 Daniel Schlemmer Sali Sezgin Sali 0:4 TÜ 13:28
F 75 Alexander Storck Nils Hausegger 2:0 PS 4:1
G 86 Nico Brunner David Arndt 1:0 PS 4:3
F 86 Ufuk Canli Vitaliy Chaliy 4:0 15:0
G 98 Mirko Englich Christian Zuhr 4:0 16:0
F 130 Imants Lagodskis Viktor Nowikowski 4:0 16:0
  RG Oberforstbach/ Raeren KSV Witten 07 2 30:8
G 57 Gamboulatov, Djakhar Dündar, Bahtiyar SS 12:0 4:0
F 61 Zhanbolatov, Adam Wittke, Pascal TÜ 16:0 4:0
G 66 Knorr, Oliver Nasari, Fahim SS 2:2 4:0
F 66 Angelov, Sandyo Yordanov Rerich, Denis PS 13:0 3:0
G 75 Mizilin, Georgiy Jacobs, Nick TÜ 4:19 0:4
F 75 Madajev, Murad Dikezi, Aldin SS 6:0 4:0
G 86 Hunds, Andreas Tasev, Martin PS 12:2 3:0
F 86 Omarov, Abdoullah Faber, Lukas TÜ 16:0 4:0
G 98 Ganser, Norbert Stankovich, Simeon AS 0:4
F 130 Sulikov, Magomedchabib Engonidis, Mattaios TÜ 17:1 4:0

07.11.2014

 

Nachbarschafts-Derby in der Husemannhalle - KSV Witten empfängt KSV Hohenlimburg - Reserve zeitgleich in Oberforstbach/Raeren zu Gast

 

Obgleich die Tabellenkonstellation eindeutig ist, steht die Ringer-Fan-Gemeinde aus Witten und Hohenlimburg an diesem Wochenende unter Spannung: am Samstag (8.11.) kommt es um 19.30 Uhr zum Nachbarschafts-Derby zwischen dem Gast aus dem Hagener Vorort und den Ringern aus der Ruhrstadt – immer eine emotionale Angelegenheit!

 

Mit 14:2 Zählern liegen die Hausherren derzeit knapp hinter Liga-Primus KSV Ispringen (16:0), die Lennestädter dagegen enttäuschten bislang und kamen lediglich zu einem einzigen Sieg (14:13 gegen KSC Hösbach). Dabei hatte man sie vor Saisonbeginn für eine Top-Platzierung auf der Rechnung, die Rede war von internationalen Verstärkungen. In der Saison 2013 hatte Hohenlimburg als Tabellenvorletzter – punktgleich mit Absteiger Burgebrach – gerade soeben die Klasse erhalten.

 

Jetzt steht der Namensvetter aus der Nachbarstadt wieder mit dem Rücken zur Wand – doch ein Derby hat häufig seine eigenen Gesetze. So wie im Vorjahr, als Witten zwar zweimal siegte (23:13 bzw. 23:14), Hohenlimburg den Favoriten jedoch deutlich ärgerte. Werbung für’s Ringen waren die Begegnungen allemal – so soll es auch jetzt wieder sein. Denn die Gäste kommen mit einigen hochkarätigen Akteuren, an der Spitze der Russe Beslan Abuev (57 / 61 kg). Der Freistil-Spezialist überzeugte auch im klassischen Stil, hatte nur einmal das Nachsehen, als er gegen den Ispringer Izatovic, einen kroatischen Internationalen, unterlag. Das wird ihm im Freistil wohl kaum passieren – wenngleich KSV-Akteur Arthur Eisenkrein, auch ein Freistil-Spezialist, ihn am Samstag fordern will (61 kg). Gleiches gilt für dessen Bruder Andreas, der ebenfalls auf einen der Top-Scorer der Gäste trifft: Sergej Skripka, ehemals beim KSV Witten in der 1. Bundesliga aktiv, ist mit seiner Routine und Kampfkraft einer der stärksten Ringer der Liga in der 66 kg-Klasse, gr.-römischen Stil. Er unterlag lediglich – und das mit 0:1, 1:1, 0:0 jeweils denkbar knapp – zweimal dem Riegelsberger Juniorenmeister Yeter und dem Ispringer Kroaten Sokol – für Andreas Eisenkrein also diesmal eine mehr als undankbare Aufgabe!

 

Eine dritte Bank in Reihen der Hagener ist Weltergewichtler Sali Sezgin Sali, ein junger bulgarischer Ringer, der im klassischen Stil bislang überzeugte (75 kg). Auf Wittener Seite hat Trainer Fatih Sirin die Wahl zwischen Daniel Schlemmer und Pjotr Pankow, für beide dürfte es gleichermaßen ein schwerer Kampf werden.

 

Ein Erfolg oder Teilerfolg der Gäste von der Lenne wäre allemal eine Riesen-Überraschung – ärgern wollen und können die Ringer um Trainer Thorsten Busch die Wittener allemal!

 

Die Begegnung wird von Michael Faller aus Neuss, einem der Top-Kampfrichter des Deutschen Ringer-Bundes, geleitet.

 

KSV Witten 2 reist zur deutsch-belgischen Grenze - RG Oberforstbach-Raeren inzwischen im sicheren Mittelfeld

 

Zur deutsch-belgischen Kombination aus Oberforstbach und Raeren geht die Reise der Wittener Oberliga-Ringer an diesem Samstag. Oberforstbach, ein Aachener Stadtteil in der Voreifel. Rearen gleich nebenan hinter der Grenze im deutschsprachigen Teil Belgiens gelegen. Beide sind traditionelle Ringer-Standorte, beide haben allerdings schon bessere Zeiten gesehen, waren in der Vergangenheit auch ohne Unterstützung in den NRW-Ligen etabliert. Vor drei Jahren schlossen sich die Vereine zu einer Kampfgemeinschaft zusammen, haben sich seitdem in der Oberliga des Landes behaupten können. In Belgien, so auch Raeren, hat Ringen in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung genommen, zogen doch viele Familien aus Tschetschenien, einer Region im Nord-Kaukasus, nach dort. Tschetschenien war und ist eine der Kernzellen des Ringkampfsports der Welt, von dort kamen und kommen immer wieder dominierende Kampfsportler. Daneben natürlich eine Vielzahl talentierter Nachwuchs-Ringer – und davon stehen bei der RG aus dem deutsch-belgischen Grenzgebiet eine ganze Reihe.

 

Die Gastgeber haben inzwischen 10:10 Punkte gesammelt und nehmen einen Platz in der Mitte der Tabelle ein. Die Wittener liegen mit 8:12 zwar im Soll, möchten aber noch einige Zähler verbuchen, um ganz sicher mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Ob das in der Sporthalle der Tannenallee in Aachen-Oberforstbach gelingen kann, scheint eher fraglich. Konnten doch die RG-Ringer in den letzten Kämpfen einige überraschende Erfolge feiern – so die Siege in Herdecke (am letzten Kampftag 23:11), in Krefeld (24:14) und in Köln-Mülheim (18:14). Auch beim Liga-Primus TV Dellwig hielten sich die Grenzland-Ringer beim 17:20 hervorragend. Gegen den KSK indes gab es einen herben Rückschlag, als auf heimischer Matte nur sieben Ringer der RG antraten und die 0:36-Niederlage am grünen Tisch abholten.

 

Zwar gelang den jungen Akteuren um KSV 2-Coach Attila Bayrak beim Hinkampf ein 23:16-Sieg – wenn die RG komplett antritt, muss schon alles stimmen, will man diesen Erfolg wiederholen. Das junge Wittener Team ist weiter in der Entwicklungsphase, gleich sieben Ringer sind noch im Jugend- oder Juniorenalter. Gegen die starke Kampfgemeinschaft aus Deutschland und Belgien gilt es, weitere Erfahrungen zu sammeln – sportliches Kapital für die Zukunft!

05.11.2014

 

Langer Einsatz des KSV-Nachwuchses in Bonn belohnt

 

Das 17. Willy-Boley-Gedächtnisturnier am Sonntag in Bonn forderte allen Beteiligten Kondition ab. Durch eine technische Panne begannen die Kämpfe mit 322 Teilnehmern erst nach 11 Uhr, so dass die zehn jungen Ringer des KSV Witten 07 insgesamt 14 Stunden unterwegs waren.

 

In der E-Jugend zeigte Vera Engelkamp (bis 25 kg) eine enorme kämpferische Leistung. Mit einem Schultersieg gegen Ruben Maruhn (Euskirchen) startete sie gut in ihrem Achterfeld. Insgesamt wurde sie Sechste. Lotta Englich besiegte bis 28 kg zunächst drei Jungen. Nur als in ihrem letzten Kampf die Kräfte nachließen, verlor sie knapp mit 5:6. Dank des besseren direkten Vergleichs gewann sie am Ende zwar glücklich, aber verdient Gold!

 

In der weiblichen Jugend errang Elisabeth Rockholtz (34 kg) unter fünf Teilnehmerinnen mit einer ausgeglichenen Kampfbilanz Bronze. Besonders konnte sie sich über ihren Auftaktsieg gegen Lina Sue Odenthal (Ückerath) freuen, gegen die sie letzte Woche bei der Hallenolympiade noch verloren hatte. Dana Boric (43 kg) setzte ihre Erfolgsserie eindrucksvoll konsequent fort. Mit drei Schultersiegen holte sie in ihrer Vierergruppe ohne einen einzigen Gegenpunkt Gold. Der Turniersieg gelang auch Lina Dussin bis 53 kg. Nach einer Schrecksekunde gegen Fabienne Manz (Bönen), die sie in der Brücke stand, drehte sie diesen Kampf noch zu einem Schultersieg und gewann ihre beiden folgenden Duelle technisch überlegen. Dilara Bayrak bezwang bis 64 kg in ihrem Startduell die spätere Turniersiegerin Lexi Roelof (Utrecht). Lediglich ihr mittlerer Kampf gelang ihr nicht optimal, so dass die nach einem weiteren Sieg am Schluss Dritte wurde.

 

In der AB-Jugend verlor Dersim Oguz seinen einzigen Kampf gegen den starken Magomed Emi Aliev(Neuss). Die Silbermedaille bis 42 kg wird aber seinen ohnehin in letzter Zeit guten Trainingsfleiß zu weiteren Erfolgen antreiben. Mert Tasdemir konnte gegen Scott Sabee (Utrecht) den ersten Sieg in seiner noch jungen Ringerkarriere feiern. Bis 58 kg wurde er unter 15 Ringern achtbarer Achter. Tristan Steckelbach (69 kg) hatte die Belastungen durch den Oberligaeinsatz am Vorabend unterschätzt. Er konnte übermüdet seine Fähigkeiten nicht abrufen und schied nach den Poolkämpfen aus.

 

Ebenso erging es bei den Junioren Aldin Dikezi. Auch er verlor nach dem Senioreneinsatz am Samstag in Neuss ohne technische und körperliche Frische seine beiden Kämpfe, wurde aber bei drei Teilnehmern bis 74 kg zumindest mit der Bronzemedaille belohnt. Die mitgereisten Trainer Attila Bayrak, Klaus Eigenbrodt und Yvonne Englich sowie der ebenfalls anwesende Jugendvorsitzende Bahaddin Tasdemir lobten den guten Einsatz und das sportliche Verhalten unserer Athleten insgesamt.

05.11.2014

 

Ringerverband NRW wählte neues Präsidium -  Jens Nettekoven neuer Präsident, Nina Kahriman Rechtsausschuss-Vorsitzende

 

Am vergangenen Samstag führte der Ringerverband Nordrhein-Westfalen seine jährliche Mitgliederversammlung durch. Im Dortmunder Mercure-Hotel an den Westfalenhallen trafen sich an die 100 Delegierte der Vereine, um u.a. ein neues Präsidium zu wählen. Der langjährige Präsident Karl-Martin Dittmann (Kirchlinde) hatte frühzeitig angekündigt, nach fast 20 Jahren in diesem Amt nicht wieder zu kandidieren. Wie er in seinem Rechenschaftsbericht darlegte, war dieser Schritt nicht nur seinen Wahlen in die Präsidien des Europäischen Ringer-Komitees „CELA“ und des Ringer-Weltverbandes „UWW“ geschuldet. Der hauptamtliche Generalsekretär des Deutschen Ringer-Bundes, zu Anfang des Jahrtausends auch kurzzeitig Vorsitzender des Wittener Ringer-Bundesligisten KSV 07, wollte den Weg frei machen für neue Kräfte und Gedanken im Verband. So wohnten denn auch DRB-Präsident Manfred Werner (Würzburg), die Vizepräsidentin des LSB, Gisela Linnemann, und Werner Stürmann vom Sportministerium NRW als Gäste der Veranstaltung bei und würdigten in ihren Grußworten auch das Schaffen Dittmanns.

 

Sie waren auch dabei, als die erfolgreichste aktuelle Athletin im NRW-Verband, die frisch gekürte Weltmeisterin Aline Focken (Krefeld), geehrt wurde. Neben Blumen und Präsenten erhielt sie auch den Titel der „Ringerin des Jahres“ durch den Deutschen Ringer-Bund.

 Im Vorfeld der Versammlung war eine Findungskommission des Verbandes unterwegs, um Kandidaten für vakante Positionen zu rekrutieren. So gab es neben etlichen „Wiederwahlen“ auch einige neue Besetzungen im Präsidium des Ringerverbandes. Die wichtigste: für Karl-Martin Dittmann wurde in Jens Nettekoven (Remscheid) ein adäquater Nachfolger gefunden. Der 36 jährige entstammt den Bonner Ringer-Dynastien Nettekoven und war früher selbst aktiver Ringer in Reihen des TKSV Bonn-Duisdorf. Der Berufssoldat ist seit 2013 Mitglied des Landtages von NRW. Er erhielt eine satte Stimmenmehrheit, obgleich mit dem ehemaligen KSV-Jugendtrainer Kurt Schröer (jetzt Hörde) ein Gegenkandidat antrat.

Der KSV Witten ist jetzt ebenfalls im Präsidium des RV NRW vertreten: mit Nina Kahriman (geb. Englich) wurde eine ehemalige Spitzen-Ringerin in den Rechtsausschuss gewählt. Die in Dortmund lebende Juristin war sechsfache Deutsche Meisterin in der Frauenklasse, gewann neun internationale Medaillen, darunter zwei Europameisterinnen-Titel. 2003 musste sie sich verletzungsbedingt vom aktiven Sport verabschieden – nun kommt sie als Funktionärin zurück. Im Rechtsausschuss kann sie ihre sportlichen und juristischen Kenntnisse bündeln und zum Wohle des Ringersports einsetzen. Nina Kahriman arbeitet als Juristin bei der Kreishandwerkerschaft Ruhr – die auch für Witten zuständig ist – in Bochum.

03.11.2014

 

KSV-Reserve unterliegt Neuss erneut mit 12:24

 

Wie Trainer Attila Bayrak bereits im Vorfeld befürchtete, gab es für die junge Garde des KSV im Rückkampf bei der KSK Konkordia aus Neuss nur wenig zu holen. Vier Punkte verschenkten die Hausherren dabei schon an der Waage. Bis 57 kg kam Bahtiyar Dündar kampflos zu den Zählern. Erkämpft wurden dann jeweils vier weitere Zähler von Pascal Wittke (61 F, Schultersieg bei 15:4-Führung) und Simeon Stankovich (98 G, Disqualifikationssieger bei 14:1-Führung).

 

In den übrigen sieben Begegnungen waren die KSV-Akteure den Rheinländern klar unterlegen. Denis Rerich gab in einem Top-Kampf nur eine „Zwei“ ab (12:18-Punktniederlage), Nick Jacobs (2:10) und Mattaios Engonidis (0:11) jeweils eine „Drei“.

 

Für Tristan Steckelbach, Aldin Dikezi, Julian Zimmermann und Lukas Faber gab es aber bei ihren deutlichen Niederlagen gegen Bundesliga-erfahrene Akteure kaum Chancen auf Ergebniskosmetik.

 

Mit nunmehr 8:12 Punkten steht man nun weiter auf Platz Sieben in der Oberliga-Tabelle, allerdings noch mit Anschluss an das Mittelfeld. Am kommenden Samstag geht es dann zur RG Oberforstbach/Raeren, die im Hinkampf noch mit 23:16 bezwungen werden konnten und mit 10:10 Punkten nur knapp vor der KSV-Reserve rangieren.

  KSK Konkordia Neuss KSV Witten 07 II 24:12
57 G  Dündar, Bahtiyar KL 0:4
61 F  Deziev, German Wittke, Pascal SS 4:15 0:4
66 G  Dombaev, Murad Rerich, Denis PS 18:12 2:0
66 F  Efremov, Anatolij Steckelbach, Tristan TÜ 16:0 4:0
75 G  Sel, Gökalp Jacobs, Nick PS 10:2 3:0
75 F  Surikow, Kirill Dikezi, Aldin TÜ 15:0 4:0
86 G  Alvarez Hernandez, Jorgisbell Zimmermann, Julian SS 15:2 4:0
86 F  Marjalke, Erich Faber, Lukas TÜ 18:3 4:0
98 G  Luck, Florian Stankovich, Simeon DS 1:14 0:4
130 F  Vaillant-Cantero, Jackson Engonidis, Mattaios PS 11:0 3:0

01.11.2014

 

Harry Kassauski jetzt ein 75er

 

Am heutigen Samstag feiert eine weitere große KSV-Stütze seinen 75. Geburtstag - Harry Kassauski

 

Harry zählt zum großen KSV-Helfer-Team, ohne das einfach nichts gehen würde im Verein. Sei es beim Aufbau der Wettkampfstätten, Renovierungsarbeiten oder ob einfach nur mal eine helfende Hand benötigt wird - auf ihn ist immer Verlass.

 

Sportlich ist Harry ebenfalls beim KSV aktiv - beim Fussball, in den Herren-Trimmergruppen oder auch "nur" bei einem Saunagang. So hält sich der rüstige Rentner fit und kann heute das Dreiviertel-Jahrhundert feiern.

 

Der KSV-Vorstand wünscht ihm zu seinem Ehrentage alles Gute, vor allen Dingen aber Gesundheit und viele weitere Lebensjahre.

 

Happy Birthday, Harry

01.11.2014

 

KSV 2 am Samstag beim Tabellenzweiten KSK Neuss

 

Aufgrund eines Antrages des KSK Neuss wurde der Oberligakampf der Rheinländer gegen den KSV Witten verlegt – vom 22.11. auf den 1.11. An diesem Wochenende muss der derzeitige Tabellenzweite dann zweimal ran – am Freitag bereits gegen den Tabellenführer aus Essen-Dellwig und am Samstag dann gegen Witten.

 

Neuss zog sich vor zwei Jahren aus der 1. Bundesliga zurück und machte in der Oberliga NRW einen Neuanfang – ähnlich wie der KSV Witten 2009. In der letzten Saison landete der KSK auf Rang vier der Abschlusstabelle, in diesem Jahr hat sich die Mannschaft verstärkt und liegt derzeit auf Rang zwei – hinter dem Top-Team von TV Dellwig.

 

Einige Bundesligaerfahrene Ringer haben die Neusser noch in ihren Reihen, so der starke Kubaner Jackson Vaillant-Cantero, gegen den sich Mirko Englich in der Vergangenheit packende Duelle lieferte. Der Neusser ist auch heute noch ein Punktgarant für seine Mannschaft, wie auch Mimoun Touba, der ebenfalls Erstliga-Erfahrung vorweisen kann. Mit Jorgisbell Alvarez Hernandez steht ein weiterer Kubaner im Team der Hausherren, der in der Oberliga unbesiegt ist.

 

Das bedeutet, dass auf die junge Garde des KSV eine ganz schwere Aufgabe zukommt. Im Hinkampf unterlagen die Eleven von Trainer Attila Bayrak mit 12:24 – es dürfte mehr als schwer werden, beim Rückkampf in Neuss ein besseres Resultat zu erzielen!

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