Aktuelles - Oktober 2014

27.10.2014

 

KSV-Ringerinnen glänzen bei NRW-Hallenolympiade

 

Fünf Ringerinnen der Jugendabteilung des KSV Witten 07 fuhren am Sonntag zur offiziellen NRW-Hallenolympiade für Mädchen 2014 des Landesverbandes nach Dortmund-Kirchlinde. Neben Teamgeist und Spaß stand auch eine sportliche Positionsbestimmung an, die von den Frauenreferenten des Landes, Janine Hannes und Heinz Schmitz, aufmerksam verfolgt wurde.

 

Wie funktioniert diese Hallenolympiade? Alle Ringerinnen werden nach der Waage in Mannschaften gelost. Diese Mannschaften treten in sechs Disziplinen gegen einander an: Basketball, Tauziehen, Parcourslauf, Hüpfballrennen, Torschuss und Ringen. Nach den fünf allgemein-sportlichen Vergleichen gilt dem abschließenden Ringerturnier naturgemäß das größte Interesse:

 

Seitens des KSV holten Lina Dussin, Rebecca Steckelbach und Elisabeth Rockholtz mit ihrem Team „Die Pikachus“ hier wie in allen anderen Wettbewerben den Sieg und belegten dementsprechend in der Endabrechnung mit 60 Punkten Platz 1. Lina besiegte in ihrer Gewichtsklasse ihre beiden Gegnerinnen. Rebecca gewann bis 49 kg ihre drei Kämpfe. Elisabeth schloss nach zwei Siegen und einer Niederlage ebenfalls mit einer positiven Bilanz ab.

 

Dilara Bayrak sammelte in ihrem Team „Die Tussis“ (Platz 2 mit 50 Punkten) nach ihrer Knieentzündung wieder Turnierpraxis und gewann neben zwei Niederlagen auch einen Kampf. Dana Boric konnte mit ihren drei sämtlich siegreichen Kämpfen die Platzierung ihres Teams „Die Schreckschrauben“ nicht weiter steigern. An ihr lag es nicht, dass die Mannschaft am Schluss mit 46 Punkten „nur“ Platz 3 belegte.

 

Da Turniere für die weibliche Jugend in NRW dünn gesät sind, fanden die Sportlerinnen in der Olympiade eine lohnende Ergänzung. Dass dann noch gute Leistungen dazu kamen, verstärkte ihre Laune auf der Rückfahrt.

27.10.2014

 

Halbzeit in den Ringerligen - Ein Überblick über 1. und 2. Bundesligen, Oberliga- und Verbandsliga NRW

 

Der KSV Witten ist an diesem Wochenende mit beiden Mannschaften in die Rückrunde gestartet – beide waren dabei erfolgreich. In allen Gruppen der 2. Bundesligen stand Kampftag eins der Rückrunde auf dem Terminplan - die beiden Gruppen der 1. Bundesliga dagegen beendeten gerade die Hinrunde. In der Rückrunde werden die Stilarten in den einzelnen Gewichtsklassen gewechselt – das kann für die eine oder andere Mannschaft, je nach Größe und Qualität des Kaders, Vor- oder Nachteile bringen. Beim KSV dürfte dies in beiden Teams ohne große Auswirkungen bleiben, vielleicht abgesehen davon, dass über die Qualität des bisher ungeschlagenen Leon Suhov jetzt im klassischen Stil noch nicht die ganz große Erkenntnis besteht.

 

Hier ein kleiner Überblick über die einzelnen Ligen:

 

Die 1. Bundesliga, Gruppe Nord, wird von zwei Teams mit gleichen Punkten angeführt – vorn der Saar-Club KSV Köllerbach (10:2) vor Ex-Meister ASV Mainz 88. Nur zwei Zähler weniger hat RWG Mömbris-Königshofen (8:4). Am Tabellenende ohne Punktgewinn der NRW-Vertreter TV Aachen-Walheim, der möglicherweise den Weg zurück in die 2. Liga antritt und dann u.U. wieder auf den KSV Witten treffen könnte …

 

Wladimir Remel, der Ex-Wittener, steht inzwischen im Team des ASV Mainz, jetzt allerdings in der 98 kg-Klasse. Dreimal kam er zum Einsatz, dreimal unterlag „Wladi“, der beim KSV noch in der 86 kg-Kategorie glänzen konnte.

 

In der Südgruppe der 1. Bundesliga führt SVG Weingarten – mit dem Ex-Wittener Adam Juretzko – punktgleich mit Meister ASV Nendingen die Tabelle an. Nendingen schaffte dabei am ersten Kampftag das Kunststück, beim VfK Schifferstadt zur spät zu Waage zu erscheinen und so beim 0:40 die Punkte am grünen Tisch abzugeben. Auf Rang drei der TuS Adelhausen (8:4), am Tabellenende punkt- und sieglos der SV Triberg. Der KSV Aalen, wo jetzt die Ex-Wittener Ibro Cakovic und Iljas Özdemir kämpfen, liegt mit ausgeglichenem Punktestand (6:6) im Mittelfeld. Juretzko, bei der DM in Witten noch Deutscher Meister in der 75 kg-Klasse, kam noch nicht so recht in Fahrt: in vier Begegnungen – allerdings gegen starke internationale Konkurrenz und einmal in der 86 kg-Klasse – konnte er nur einen Erfolg verzeichnen. Gegen Iljas Özdemir siegte er mit 1:0. Der wiederum kam bei vier Einsätzen nur zu einem Sieg. Neuling in Liga eins ist Ibro Cakovic. Der wurde unterschiedlich eingesetzt – in der 66 kg-Klasse sowohl im griechisch-römischen als auch Freistil, einmal bis 75 kg. Einem Sieg stehen vier Niederlagen gegenüber.

 

Ex-Bundesligist FC Erzgebirge Aue führt die 2. Bundesliga Nord deutlich an: mit 10:2 haben die Ringer um den Ex-Wittener Nico Schmidt schon einen Vorsprung gegenüber Rotation Greiz, ein Verein, der ebenfalls bereits in Liga eins Gegner des KSV Witten war. Am Tabellenende geht’s eng zu. Drei Zähler weist der Letzte RSK Gelenau auf, fünf hat RV Thalheim auf dem Konto und sechs die WKG Plauen-Pausa. Davor mit Markneukirchen und Leipzig zwei weitere Ex-Erstligisten. Die Südgruppe der 2. Liga hat gleich drei Mannschaften punktgleich vorn: es führen Wacker Burghausen und Johannis Nürnberg – die Absteiger der beiden letzten Jahre aus der 1. Liga – und TSV Westendorf mit jeweils 12:4 Punkten. Mit Urloffen, Anger und Freiburg bilden drei ehemalige Erstligisten das Mittelfeld. Der ASC Bindlach steht mit 0:16 ganz unten; noch im Vorjahr duellierte sich der KSV Witten in der Gruppe Mitte der 2. Liga mit de Franken. Der KSV Witten hat in dieser Saison in der Gruppe West neue Gegner – u.a. den KSV Ispringen. Der angesagte Favorit führt ungeschlagen die Liga an, der KSV Witten ist nur mit der Niederlage gegen diese international besetzte Mannschaft belastet. Am Tabellenende liegen KSV Hohenlimburg und Aufsteiger AC Heusweiler punktgleich mit 2:10. Überraschend gut schlägt sich NRW-Aufsteiger RC Merken, der mit 7:9 Zählern schon fast gesichert im Mittelfeld zu finden ist.

 

Die 2. Mannschaft des KSV ist in dieser Saison in die Oberliga NRW aufgestiegen. Dass es nur um den Klassenerhalt gehen kann, war von Beginn an klar. Da ist die Truppe von Attila Bayrak auf einem guten Weg, hat mit 8:10 Punkten ein fast ausgeglichenes Punktverhältnis. Der eine oder andere Punkt würde aber sicher noch guttun …

 

Ganz unten rangiert die Kampfgemeinschaft aus Hürth und Rheinbach, davor der RC Ehrenfeld. Tabellenführer ist der Vorjahresmeister TV Essen-Dellwig mit 17:1 Punkten. Die Ringer um den Ex-Wittener Björn Holk gaben lediglich einen Zähler beim AC Mülheim ab. Ex-Erstligist KSK Neuss liegt als erster Verfolger auf Lauer (15:3), der AC Mülheim dahinter schon in einigem Abstand.

 

Auch in der Verbandsliga NRW liegt mit dem TKSV Bonn-Duisdorf ein langjähriger Erstligist mit 16:2 an der Tabellenspitze (die Bonner zogen im letzten Jahr zurück), gleichauf die Kampfgemeinschaft Annen-Heros Dortmund. Der gelang der einzige Sieg gegen die Rheinländer, mussten sich selbst aber beim KSV Jahn Marten geschlagen geben, der Rang drei belegt. Im Tabellenkeller finden sich Mülheim-Styrum und die Zweitvertretung des TV Walheim.

26.10.2014

 

Heusweiler stoppt geschwächten KSV Witten nicht – Ungefährdeter 22:12-Erfolg zum Rückrundenstart

 

Bereits vor der Abfahrt ins rund 330 Kilometer entfernte Heusweiler war man sich eines Auswärtserfolges beim Aufsteiger sicher, obwohl bereits feststand, dass man in zwei Gewichtsklassen den Gegnern Punkte schenken würde.

 

So konnte Leon Suhov (57 F) zum Rückrundenstart nur mit Übergewicht auf die Matte gehen. Den jungen Bulgaren hatte eine Grippe erwischt und so konnte er in den Tagen vor dem Kampf kein vernünftiges Training mehr absolvieren und brachte demzufolge auch zu viel auf die Waage (4:0). Das glich dann aber der jetzt im Schwergewicht bis 130 kg startende Lette Imants Lagodskis im freien Stil direkt aus. Gegen Peter Himbert benötigte er knapp fünf Minuten, um den Sieg durch technische Überlegenheit fix zu bekommen (4:4). Zwischen Arthur Eisenkrein (61 F) und Ismail Sougtani entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. Zur Pause führte der Gastgeber hauchdünn mit 4:2, ehe Eisenkrein aufdrehte und Punkt um Punkt einsammelte. Der 12:4-Erfolg brachte drei weitere Zähler auf das KSV-Konto (4:7).

 

Endlich nicht mehr gegen die ganz so dicken Brocken darf Mirko Englich (98 G) jetzt wieder eine Klasse tiefer ringen. Sein Gegner Evtim Evtimov war dem Wittener Ass nach nicht einmal 90 Sekunden bereits technisch unterlegen (4:11). Schon im Hinkampf gelang Andreas Eisenkrein (66 G) gegen Pascal Ruffing mit einer sehenswerten Aktion ein Schultersieg – warum also jetzt nicht auf ein Neues…? Und so kam es auch zur unausweichlichen Niederlage für den AC-Athleten nach sehenswertem Kopfhüftzug durch den zweiten Eisenkrein im KSV-Dress (4:15 zur Pause).

 

Jeweils zu Beginn der Kampfabschnitte gab man allerdings Punkte beim KSV ab – denn auch in der Klasse bis 86 kg (F) konnte Coach Fatih Sirin nicht wie gewünscht aufstellen. Schaman Kasumov fiel kurzfristig aus und Ufuk Canli kämpfte bereits am Vorabend für die KSV-Reserve um wichtige Punkte. Somit musste der Ersatz vom Ersatz spontan einspringen und der hieß am Samstagabend Daniel Schlemmer. Eine Klasse höher als gewohnt und dazu in der fremden Stilart war er gegen Vladimir Petkov ohne Chance, stellte sich aber somit vorbildlich in den Dienst der Mannschaft (8:15). Für Yunier Castillo (66 F) galt es, die Schmach des Hinkampfes gegen Veliko Lyutskanov wettzumachen. Dort unterlag er etwas nervös beim ersten Auftritt vor heimischer Kulisse auf Schultern. Nun aber hatte er den Mann im roten Trikot deutlich besser unter Kontrolle und sorgte mit gezielten Attacken immer wieder für wichtige Nadelstiche. Kurz vor dem Ende gelang ihm bei eigener Führung und Unkonzentriertheit seines Gegenübers noch eine sehenswerte 4er-Wertung zum 11:5 Punktsieg. (8:17).

 

Mit Nico Brunner (85 G) folgte ein weiterer Punktegarant auf Seiten der Gäste. Gegen Niklas Maurer, der den starken Franzosen Alain Hassli vertrat, hatte Brunner kaum Probleme und zog beeindruckend kurz nach der Pause zum 15:0-Punktsieg davon (8:21). Piotr Pankow (75 G) ist dagegen derzeit etwas vom Pech verfolgt. Musste er letzte Woche in Ispringen noch verletzungsbedingt das Handtuch werfen, so wurde er diesmal bei einem an sich sehr verheißungsvoll ausgeführten Überstürzer abgefangen und landete direkt auf den Schultern. Kampfrichter Schmitt, der auch ansonsten sehr unauffällig blieb, wertete dies folgerichtig als Schultersieg für die Gastgeber (12:21). Die Entscheidung war zwar längst gefallen, aber Alexander Storck (75 F) wollte hier natürlich auch keine Punkte unnütz liegenlassen. Gegen Halef Cakmak rang er gewohnt clever und abgezockt seinen Stil und sammelte die nötigen Punkte zum 3:1-Erfolg und den damit verbundenen 12:22-Endstand.

 

Am kommenden Wochenende bleibt die Zweitliga-Mannschaft des KSV kampffrei. Sicherlich kommt diese Pause dem ein oder anderen Ringer ganz gelegen, um kleinere und größere Blessuren auszukurieren, bevor es dann am 8. November wieder mit Volldampf zur Sache geht. Dann erwartet man den derzeitigen Tabellenletzten vom KSV Hohenlimburg zum Derby in der Husemann-Halle.

  AC Heusweiler KSV Witten 12:22  
57 G Motaleb Giesen Leon Marinov Suhov EU 4:0 ÜG 1:0
61 F Ismail Sougtani EU Arthur Eisenkrein 23 0:3 PS 4:12
66 G Pascal Ruffing 23 Andreas Eisenkrein 23 0:4 SS 0:5
66 F Veliko Lyustkanov EU Yunier Castillo EU 0:2 PS 5:11
75 G Niklas Bredy 23 Piotr Pankow 4:0 SS 4:2
75 F Halef Cakmak Alexander Storck 0:1 PS 1:3
86 G Niklas Maurer 23 Nico Brunner 23 0:4 TÜ 0:15
86 F Vladimir Petkov EU Daniel Schlemmer 23 4:0 SS 4:0
98 G Evtim Danielov Evtimov EU Mirko Englich 0:4 TÜ 0:15
130 F Peter Himbert Imants Lagodskis EU 0:4 TÜ 0:15

25.10.2014

 

KSV reist zum Rückrundenstart nach Heusweiler - Saarländer gefährlicher als ihr vorletzter Tabellenplatz aussagt

 

Für die Zweitliga-Ringer des KSV Witten 07 geht es am Samstag beim Rückrundenstart zum Tabellen-Vorletzten aus dem Saarland, dem AC Heusweiler. Die Gastgeber standen bis zur Vorwoche noch auf dem letzten Platz, gewannen aber dann das Duell um die "rote Laterne" gegen den KSV Hohenlimburg überraschend deutlich mit 23:11. Zu Saisonbeginn konnten die Athleten von Trainer Fatih Sirin einen 14:9-Heimerfolg über den Aufsteiger feiern. Dabei stand dieser Kampf allerdings lange Zeit "auf der Kippe". Leon Suhov siegte seinerzeit mit nur einem Punkt Vorsprung, ebenso wie Alexander Storck und auch bei Daniel Schlemmers Erfolg stand nur ein 2:0 auf der Punktetafel. Yunier Castillo landete bei seinem ersten Auftritt für den KSV nach einem überraschenden Angriff seines Gegenübers sogar auf den Schultern.

 

Der Stilartenwechsel wirkt sich beim KSV allerdings kaum aus - In den leichten Gewichtsklassen wird nun Leon Suhov im ungeliebten griechisch-römisch auflaufen, während Arthur Eisenkrein im eher bevorzugten freien Stil auflaufen wird. Bei den schweren Jungs tritt Mirko Englich in seiner Stamm-Gewichtsklasse bis 98 Kilogramm im klassischen Stil an, während der Lette Imants Lagodskis zu den schweren Jungs bis 130 kg Freistil aufrücken wird.

 

Ein Sieg gegen den saarländischen Aufsteiger ist zwar beim KSV fest eingeplant - unterschätzen wird man den AC "Siegfried" Heusweiler aber keinesfalls. Gegen Hösbach und Hüttigweiler unterlag man nur knapp. Beim KSV ist man nach der ersten Niederlage am vergangenen Wochenende in Ispringen nun wieder voll auf Sieg programmiert.

25.10.2014

 

KSV 2 schafft Befreiungsschlag - Hartes Stück Arbeit für Wittener Ringer

 

Gut 100 Zuschauer waren am Freitagabend in der Ostermann-Halle Zeugen eines spannenden, aktionsreichen und teilweise hochklassigen Oberliga-Ringkampfes: die Wittener Reserve empfing den „Weggefährten“ RC Ehrenfeld aus Köln, mit dem man seit Landesligazeiten den jährlichen Aufstieg in die höchste NRW-Liga schaffte. Die Kölner stehen – wie auch der KSV –, im unteren Tabellendrittel und konnten bislang lediglich zwei Zähler auf ihrem Konto verbuchen. Das wollten sie offensichtlich gegen die Schützlinge von Trainer Attila Bayrak ändern, kamen mit einer kompakten und hoch motivierten Mannschaft ins Ringer-Leistungszentrum an der Mannesmannstraße. Der Wittener Coach hatte seinerseits einige Veränderungen im Team vorgenommen, um die starken Akteure der Gäste – besonders die Brüder Pelzer, die zur Junioren-Elite in Deutschland zählen – zu neutralisieren.

 

So war es kein Wunder, dass die Entscheidung erst im letzten Kampf des Abends (75 kg) fiel. Ein Unentschieden war dem KSV da schon sicher, nämlich dann, wenn Nick Jacobs gegen den starken Enes Özcan im ungewohnten Freistil vier Punkte abgegeben hätte. Der junge KSV-Akteur jedoch ging geschickt und engagiert zu Werke, punktete selbst und wurde am Ende bei seiner 6:9-Niederlage gefeiert!

 

Dabei war der KSV stark in die Begegnung gegangen: Bahtiyar Dündar (57 kg) wurde nach einer Serie von Durchdrehern nach gut zwei Minuten technisch überlegener Sieger (4:0) gegen Mustafa Aslan. Schwergewichtler Mattaios Engonidis bestritt den ersten Freistil-Kampf seines Lebens – in Griechenland hatte er sich ausschließlich im klassischen Stil geübt! Trotzdem war der 3:0-Punkterfolg gegen Wladimir Zimmermann sicher (6:0). Pascal Wittke hatte in einem zunächst offenen Kampf das bessere Ende für sich: gegen Robert Fink siegte er nach einer halben Minute im zweiten Kampfabschnitt auf Schultern, nachdem er bereits 12:4 geführt hatte (10:0). Simeon Stankovich (98 kg) ließ seinem Gegner David Haubrich nicht den Hauch einer Chance: er benötigte gerade einmal 48 Sekunden, um den Kölner mit sehenswerten Aktionen 15:0 technisch auszupunkten (14:0).

 

Dann begann der RC Ehrenfeld – wie erwartet – die Aufholjagd. Der junge Tristan Steckelbach ging gegen den DM-Dritten Melvin Pelzer engagiert in den Kampf, die technische Niederlage mit 0:16 nach 1.30 Min. konnte er nicht verhindern (66 kg). Der RC kam damit zu den ersten Punkten (14:4). Ufuk Canli (86 kg), der in der Zweitliga-Mannschaft des KSV bereits gute Leistungen gezeigt hat, baute – nach zu kurzfristiger Gewichtsreduktion – gegen Maximilian Otto am Ende stark ab und konnte die 6:9-Niederlage nicht verhindert – 14:6. Denis Rerich (66 kg) war ungewohnt im Freistil aufgeboten. Er ließ sich bei der ersten Aktion von Justin Colling überraschen und landete nach einer halben Minute auf den Schultern (14:10).

 

Ein Griff-Feuerwerk veranstaltete Martin Tasev (86 kg) gegen Paschalis Stavridis: nach einer knappen Minute hatte er 18:2 Punkte gesammelt, dabei zwei Fünfer-Wertungen, und seinem Team damit schon zumindest das Remis gesichert (18:10). Gegen den zweiten Pelzer-Bruder, Robin, stand Diyar Murat Dündar anfangs sicher, doch dann setzte sich der Kölner mit einigen Aktionen stark in Szene und kam nach einem 12:0-Zwischenstand noch im ersten Abschnitt zum Schultersieg (18:14).

 

Unentschieden oder Sieg für den KSV – Nick Jacobs hatte es in der Hand. Geschickt stand er gegen den Kölner Özcan, ging zwischenzeitlich sogar in Führung und verteidigte am Ende den knappen Punktrückstand. Nur nicht entscheidend verlieren, das war die Direktive aus der Wittener Ecke. Es gelang – knapp aber durchaus verdient hielt der KSV die Punkte in der Ostermann-Halle.

 

Die Zuschauer waren in der unterhaltsamen Begegnung nicht mit allen Entscheidungen des Unparteiischen Dirk Steinle aus Detmold einverstanden.

 

KSV Witten 07 II

RC Ehrenfeld 1976

18:16

57

Dündar, Bahtiyar

Aslan, Mustafa

4:0

61

Wittke, Pascal

Fink, Robert

SS

4:0

66 A

Steckelbach, Tristan

Pelzer, Melvin

SS

0:4

66 B

Rerich, Denis

Colling, Justin

SS

0:4

75 A

Dündar, Diyar-Murat

Pelzer, Robin

SS

0:4

75 B

Jacobs, Nick

Özcan, Enes

PS

0:2

86 A

Tasev, Martin

Stavridis, Paschalis

4:0

86 B

Canli, Ufuk

Otto, Maximilian

PS

0:2

98

Stankovich, Simeon

Haubrich, David

4:0

130

Engonidis, Mattaios

Zimmermann, Wladimir

PS

2:0

19.10.2014

 

KSV verkauft sich bei 8:19-Niederlage in Ispringen mehr als teuer – Reserve ohne Chance in Mülheim

 

Er wurde als Highlight angekündigt und hielt, was er versprach – der Kampf zum Hinrundenausklang zwischen dem Tabellenersten und Top-Favoriten auf den Aufstieg in Liga Eins, dem KSV Ispringen, und dem schärfsten Verfolger aus Witten auf Tabellenplatz Zwei. Schon vor der Abreise zum hochkarätig besetzten Aufsteiger aus der Nähe Pforzheims war man sich beim KSV durchaus im Klaren, dass schon alles optimal laufen muss, wenn man von dieser Auswärtstour mit Punkten heimkehren will. Im schlimmsten Fall war man aber auch auf eine deutliche Niederlage vorbereitet.

 

Dass es anders kam und sich die Wittener Ringer mehr als teuer verkauften, zeigten sie den rund 300 Zuschauern in der stimmungsvollen Festhalle im Herzen Ispringens von Beginn an. Dort sorgte Leon Suhov (55 F) gegen Hasan Yilmaz direkt für die erste große Stille bei den heimischen Fans. Denn nach den vollen sechs Minuten hielt er den Gastgeber mit7:5 nach Punkten auf Distanz und verschaffte dem KSV somit einen ersten Zähler (0:1). Gegen den komplett mit 130 Kilogramm besetzten Junioren-Weltmeister von 2012, Balint Lam, versuchte Mirko Englich (130 G) zwar alles, um auch hier Zählbares auf die Punktetafel zu bringen, hatte aber mit dem 2-Meter-Mann aus Ungarn seine Liebe Müh und Not. Dieser beförderte ihn „nur“ fünfmal aus der Kampffläche, was den 5:0-Punktsieg perfekt machte (2:1).

 

Arthur Eisenkrein (61 G) konnte die Partie gegen den noch ungeschlagenen Ivan Lizatovic bis zur Pause offen gestalten, ehe er mit Durchdrehern zum 15:0 befördert wurde (6:1). Ebenfalls bis kurz nach der Pause hielt es Patrick Sauer gegen Wittens Letten Imants Lagodskis (98 F) aus. Mit der gewohnt ruhigen aber sicheren Ringweise erkämpfte sich Lagodskis Punkt um Punkt zum 16:0-Endstand (6:5). Den wohl packendsten Kampf des Abends lieferten sich dann Yunier Castillo (66 F) und der ebenfalls bislang nur siegreiche Salam Kachaev auf Seiten der Gastgeber. Konnte der Spanier in Diensten des KSV bislang die heimischen Fans mit seinen blitzschnellen Angriffen begeistern, so gelang ihm dies auch bei den Ispringer Zuschauern. In einem spektakulären Kampf gelang ihm beim 8:6 ein weiterer Punktsieg. 6:6 stand somit zur Pause auf der Anzeigetafel. Damit war man schon mal mehr als zufrieden im Wittener Lager.

 

In Hälfte Zwei brachte Nico Brunner (86 G) dann seine Farben wieder einmal in Führung. Gegen Waldemar Streib ließ er sich nicht von dessen unbequemer und zermürbender Ringweise anstecken, blieb ruhig und souverän, rang den Gastgeber nach sechs Minuten mit 3:0 Punkten nieder (6:8). Mit Tonimir Sokol wartete auf Andreas Eisenkrein (66 G) eine mehr als unliebsame Aufgabe auf den jungen Wittener. Dieser packte auch von der ersten Sekunde an hart und erbarmungslos zu, ließ Eisenkrein keine Chance, wieder Luft zu holen und siegte noch in der ersten Minute technisch überlegen (10:8). Schamhan Kasumov (86 F) ließ gegen Michael Kaufmehl bis zur Pause kaum etwas anbrennen, lag nur knapp im Hintertreffen. Im zweiten Abschnitt ging er jedoch teils unvorbereitet in die Beinangriffe, welche der Gastgeber dann clever zu seinen Gunsten ausringen konnte. Mit 1:11 zog Kasumov letztendlich hier den Kürzeren (13:8).

 

Die letzten beiden Kämpfe mussten also nun über den Platz an der Sonne entscheiden. Gegen Tim Müller konnte Alexander Storck (75 F) auch hier lange Zeit den Kampf offen gestalten. Aber auch hier fehlte letztendlich ein Quäntchen Glück, um die benötigten Punkte am Ende auf seiner Seite zu haben (15:8). Piotr Pankow (75 G) traf im letzten Kampf des Abends auf David Wagner. Mit einer sehenswerten Vierer-Wertung zog Pankow erst einmal davon. Allerdings kam er dann bei einer Aktion, in der ihn sein Gegenüber in die Bodenlage brachte so unglücklich mit dem Gesicht und ordentlich Schwung auf der Matte auf, so dass er kurze Zeit weggetreten war und einige Zeit brauchte, um wieder auf den Beinen zu stehen. Logische Folge dieser Aktion war somit die Aufgabe und vier geschenkte Punkte an die Württemberger. Zumindest transportfähig ging es für Pankow dann mit seinem Team Richtung Heimat (19:8).

 

Bedenkt man die Führung im letzten Kampf, so hätte das Ergebnis bei einem knappen Sieg Pankows mit 15:9 oder 15:10 etwas sparsamer ausfallen können. So steht ein wie von vielen Experten vor der Partie in der Höhe prophezeites 19:8 für Ispringen auf dem Punktezettel. Im Wittener Lager war man trotz des Ergebnisses sehr zufrieden mit der Leistung der eigenen Sportler. Bei vier gewonnen Kämpfen und einem lange Zeit offenen Duell steht man nun weiterhin zurecht als erster Verfolger des Top-Teams Ispringen auf Platz Zwei. Nächste Woche wartet dann zum Rückrundenauftakt eine erneute Auswärtsfahrt auf die Ringer um Coach Fatih Sirin – dann soll beim Tabellen-Vorletzten AC Heusweiler erneut gepunktet werden.

 

Reserve des KSV bleibt ohne Chance in Köln-Mülheim

 

Nicht ganz so optimal lief dagegen der Kampf für die Reserve des KSV im Oberliga-Kampf beim AC Mülheim am Rhein. Mit 6:30 unterlag man dort bereits am Freitagabend und kehrte mit dem siebten Tabellenplatz nach der Vorrunde aus der Domstadt heim.

 

Für die junge Staffel um Trainer Attila Bayrak hingen die Trauben in Köln dann doch etwas zu hoch. So unterlagen Bahtiyar Dündar (57 F), Denis Rerich (66 F) und Lukas Faber (86 F) technisch unterlegen, der aufgerückte Aldin Dikezi (75 F) und sogar Mattaios Engonidis (130 G) landeten diesmal sogar auf den Schultern. Punktsiege für die Gastgeber konnten Pascal Wittke (61 G) und Nick Jacobs (75 G) nicht verhindern, während der kurzfristig eingesprungene Jugendliche Tristan Steckelbach (66 G) bei seinem ersten Einsatz in der KSV-Reserve übergewichtig auf die Matte ging.

 

Somit konnten lediglich Ufuk Canli (98 F) mit technischer Überlegenheit und Martin Tasev (86 G) mit einem herausgerungenen Punktsieg die Zähler aufs Punktekonto bringen.

 

Betrachtet man die komplette Hinrunde, so ist dieser mittelfeldplatz ein toller Erfolg für diese junge Mannschaft. Bleibt zu hoffen, dass hier und dort auch in der Rückrunde ein Ausrufezeichen gesetzt werden kann und man sich im ersten Jahr Oberliga weiter im Mittelfeld etablieren kann. Zum Start der Rückrunde erwartet man am kommenden Freitagabend (20 Uhr, Ostermann-Halle) dann den Ringer-Club aus Ehrenfeld, bei dem man im Hinkampf mit 20:12 die Oberhand behielt.

 

  KSV Ispringen KSV Witten 07 19:8  
F 57 Hasan Yilmaz Leon Suhov 0:1 PS 5:7
G 61 Ivan Lizatovic Arthur Eisenkrein 4:0 15:0
F 66 Salam Kachaev Yunier Castillo 0:1 PS 6:8
G 66 Tonimir Sokol Andreas Eisenkrein 4:0 16:0
F 75 Tim Müller Alexander Storck 2:0 PS 4:0
G 75 David Wagner Piotr Pankow 4:0 AS 3:4
F 86 Michael Kaufmehl Schamhan Kasumov 3:0 PS 11:1
G 86 Waldemar Streib Nico Brunner 0:2 PS 0:3
F 98 Patrick Sauer Imants Lagodskis 0:4 TÜ 0:16
G 130 Balint Lam Mirko Englich 2:0 PS 5:0
          
  AC Mülheim am Rhein KSV Witten 07 II   30:6
F 57 Furin, Max Dündar, Bahtiyar TÜ 15:0 4:0
G 61 Hergert, Denis Wittke, Pascal PS 16:5 3:0
F 66 Alaudinov, Bakar Rerich, Denis TÜ 16:0 4:0
G 66 van Berkum, Nikolai Steckelbach, Tristan ÜG 4:0
F 75 Eskijev, Lom-Ali Dikezi, Aldin SS 8:0 4:0
G 75 Khalil, Rabbia Jacobs, Nick PS 9:0 3:0
F 86 Hassanpour, Ali Faber, Lukas TÜ 17:2 4:0
G 86 Maksic, Marko Tasev, Martin PS 4:11 0:2
F 98 Thron, Daniel Canli, Ufuk TÜ 0:15 0:4
G 130 Dok, Anton Engonidis, Mattaios SS 5:2 4:0

16.10.2014

 

KSV-Reserve reist zum Mittelfeld-Duell nach Köln – Wiedersehen mit alten Bekannten am Freitagabend

 

Für die Reserve des KSV Witten steht schon am Freitagabend (20 Uhr, Sporthalle Bergischer Ring) ein spannendes Duell gegen einen Mittelfeld-Nachbarn an. Beim AC Mülheim will die junge Garde um Trainer Attila Bayrak die ein oder andere Überraschung landen und möglichst beide Punkte aus der Domstadt entführen.

 

Dass dies aber keine leichte Übung sein wird, zeigen die Ergebnisse der Gastgeber, die noch vor zwei Jahren mit der „Ersten“ des KSV in der 2. Bundesliga um Punkte kämpften. So gab es beim TV Essen-Dellwig ein überraschendes 16:16-Remis – der KSV unterlag dort mit 32:1 ! Gegen die anderen Teams aus der oberen Tabellenhälfte wie z.B. Oberforstbach/Raeren, Neuss und Herdecke standen jeweils nur knappe Niederlagen im Kampfprotokoll.

 

In Reihen der Mülheimer Ringer findet man ebenso zwei ehemalige KSV-Akteure wieder: Nikolai van Berkum (66 G) und Rabbia Khalil (75 G) standen noch vor zwei Jahren im Zweitliga-Kader des KSV und sind nun zwei Säulen im Team von Trainer-Duo Günter Tabel und Yasar Yavuz, ebenfalls einem ehemaligen KSV-Ringer zu Bundesliga-Zeiten.

 

Nach dem zuletzt erfolgreichen Kampf gegen die RG Hürth/Rheinbach weiß man im Lager des KSV allerdings um die Schwere dieser Auswärtsaufgabe – mit viel Einsatz soll aber der ein oder andere entscheidende Punkt auf dem Gästekonto landen.

15.10.2014

 

2. Ringer-BL: KSV Witten tritt beim Spitzenreiter in Ispringen an - Zweitliga-Neuling will unbedingt Aufstieg in Liga eins

 

„Neuland“ betritt der siebenfache Deutsche Ringer-Mannschaftsmeister KSV Witten 07 an diesem Samstag. Er reist erstmals zum Liga-Neuling KSV Ispringen, wie Witten noch unbesiegt in der laufenden Saison, aber mit einem weitaus besseren Einzelpunktverhältnis ausgestattet als der KSV von der Ruhr: 159:28 gegen 106:61! Die einzelnen Kampfresultate der Hausherren sind entsprechend, die „knappsten“ Ergebnisse lauten 21:5, 24:5 oder 28:6 gegen Hösbach, Riegelsberg und Hüttigweiler. Der KSV Ispringen ist der Überflieger der Liga mit einem klaren Ziel!

 

Ispringen – ein Ort mit etwa 6.000 Einwohnern, am Rande von Pforzheim in Baden-Württemberg gelegen, knapp 400 km von Witten entfernt, mit einem Ringerverein, der in diesem Jahr die Liga rockt: KSV Ispringen, dem Nordbadischen Ringerverband angehörig, wurde 1906 gegründet. Immer mal wieder tauchte der Vereinsname irgendwo in Ringer-Deutschland auf, aber nie wirklich nachhaltig oder mit großen Schlagzeilen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, der Verein mit seinem Vorsitzenden Werner Koch an der Spitze – gleichzeitig großzügiger Sponsor und Mäzen – will in die deutsche Spitze. Er ist auf dem besten Weg dorthin, dafür wurde alles bereitet. Ein Weg, der sich über fast 10 Jahre hinzieht.

 

Denn 2005 kämpfte Ispringen noch in der Nordbadischen Landesliga – mit mäßigem Erfolg. 2006 bis 2008 in der Verbandsliga – auch dort nur Plätze im unteren Mittelfeld. 2009 lässt die Mannschaft aufhorchen, wird Vizemeister und steigt in die Oberliga Nordbaden auf. Dort gelingt 2010 auf Anhieb Rang drei, im Jahr darauf folgt die Vizemeisterschaft und 2012 die Meisterschaft der Oberliga, verbunden mit dem Aufstieg in die Regionalliga Baden-Württemberg. Diese Liga ist nur Durchgangsstation, auch dort gelingen Meisterschaft und Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch auch hier will man sich wohl nicht lange aufhalten, das eindeutige Ziel ist die 1. Bundesliga, und das scheint dann noch nicht das Ende des Weges zu sein. Denn mit dem AVG Weingarten, dem Verein des Ex-Witteners Adam Juretzko, ist ein Verein aus der nordbadischen Region, gut 20 km entfernt von Ispringen, schon einige Jahre in der deutschen Ringer-Spitze vertreten, und den gilt es abzulösen!

 

Als erste Maßnahme wurde ein erfahrener und erfolgreicher Erstliga-Trainer engagiert. Mit Bernd Reichenbach konnte jemand gewonnen werden, der nicht nur die Arbeit auf der Matte versteht, sondern auch über beste Transfer-Kontakte verfügt. Der ergänzte den Kader des KSV Ispringen gleich mal um 13 hochkarätige Neuzugänge aus der nationalen und internationalen Spitze. Dass sich diese Investition gelohnt hat, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Dann wurde eine Werbeagentur eingeschaltet, die den Liga-Neuling professionell vermarktet. „Der Verein soll über kurz oder lang nicht nur von meinen finanziellen Zuwendungen profitieren“, stellt der Unternehmer und KSV-Mäzen Werner Koch klar.

 

Gekämpft wird in der Ispringer Turn- und Festhalle wo etwa 400 Zuschauer Platz finden können. Die werden am Samstag sicher anwesend sein, wenn es zum „Show down“ der Liga kommt. Dabei sind die Rollen klar verteilt, Vorjahresmeister Witten ist deutlicher Außenseiter. Das macht auch der Ispringer Trainer deutlich: „Ich weiß genau, auf was ich mich beim KSV Ispringen eingelassen habe“, versichert der Ringer-Trainer. „Wir starten in diesem Jahr durch.“

 

Top-Zugänge sind der Kroate Neven Zugaj (86 kg), amtierender Vize-Weltmeister, der vom Mannschaftsmeister ASV Nendingen nach Ispringen wechselte, Schwergewichtler Balint Lam aus Ungarn, der Weltcup-Vierte diesen Jahres – mit 130 kg ein echter Koloss, und der Gewinner des Dortmunder Grand Prix in diesem Jahr, der Pole Radoslaw Baran. Auch der Kroate Ivan Lizatovic ist als Zweiter der diesjährigen Mittelmeerspiele ein internationaler Hochkaräter – die Liste ließe sich fortführen … Neu in den Reihen des nordbadischen KSV sind auch der Deutsche Meister Michael Kaufmehl (86 kg), der zur Zeit an einer Verletzung laboriert, und Vizemeister Tim Müller (75 kg).

 

Man kann wohl davon ausgehen, dass die Hausherren am Samstag ihr bestes Team auf die Matte bringen werden – um die Position zu verteidigen und gleichzeitig ein deutliches Zeichen zu setzen. Man darf gespannt sein, wie der KSV dagegen halten wird. Für Wittens Top-Ringer wird es mehr als schwer werden, ihre Top-Resultate zu wiederholen. Sicher ist aber, dass sich die Ringer um Coach Fatih Sirin nicht kampflos ergeben werden.

 

Kampfrichter ist Ralf Schneider aus Lauffen in Württemberg.

14 .10.2014

 

„Stimme des KSV“ feiert runden Geburtstag -

Tommy Eigenbrodt wird 50

 

„Wir sind hier doch nicht beim Kindergeburtstag“ – das ist einer der launigen Sprüche bei den Kämpfen des KSV Witten, die das oft doch recht ernsthaft betriebene Geschehen auf der Matte deutlich entspannen und auflockern. Gesprochen von der „Stimme des KSV“, „Tommy“ Thomas Eigenbrodt – der feiert heute Geburtstag, eigentlich den rundesten aller runden, den 50.! Er kommentiert die Kämpfe professionell und sachkundig – das kommt nicht von ungefähr, hat er doch eine eigene ringerische Laufbahn ebenso hinter sich wie Jahre an verschiedenen Mikros der Ringer-Republik.

 

Gemeinsam mit seinem ein Jahr älteren Bruder Klaus begann er mit dem Ringersport beim ASV Heros Dortmund, dem mit 10 Titeln Immer-Noch-Deutschen-Rekordmeister. Es folgte der Wechsel zum KSV Kirchlinde in den Dortmunder Westen. Vater Edgar unterstützte seine Ringer-Jungen, fuhr sie regelmäßig zum Stützpunkttraining in die Dortmunder Ringerhalle im Westfalen-Stadion, unter der dortigen Südtribüne. Dank dieser Förderung nahm er erstmals 1978 an einer Deutschen Meisterschaften teil: in der B-Jugend belegte Rang acht – in der 29 kg-Klasse! 1981 folgte der Wechsel zum AC Hörde, zur damaligen Zeit in der 2. Bundesliga, dem er zehn Jahre die Treue hielt. Für Hörde feierte er dann auch seinen größten Erfolg im Nachwuchsbereich, wurde 1982 Deutscher Meister der A-Jugend im Freistil. Auch bei den Männern konnte er eine Medaille erringen, als er 1987, in seinem letzten Jahr für den AC, Vizemeister der Klasse bis 57 kg wurde.

 

In dem Jahr kam er dann zum KSV Witten, kämpfte in der 57 kg-Klasse im Freistil, wenn nötig auch mal griechisch-römisch. Bei seiner letztmaligen Teilnahme an einer Deutschen Einzelmeisterschaft – 1990 in Mainz – belegte er in der 62 kg-Kategorie immerhin noch Rang 4. In der Wittener Bundesligamannschaft war er noch einige Zeit aktiv, ehe er die Schuhe an den berühmten Nagel hängte. In den Trainingshallen des KSV ist er indes noch immer aktiv, als Hobby- und Freizeitsportler.

 

Dafür startete er einige Jahre später eine neue Karriere: beim Dortmunder Grand Prix der Ringer, ausgerichtet vom Ringerverband NRW in der Körnig-Halle. Zunächst als Co-Hallensprecher beim Ansage-Profi Frank Piontek, übernahm er diese Aufgabe später allein und selbständig. Das war der Zeitpunkt, als auch der KSV Witten wieder auf ihn aufmerksam wurde. In Witten hatte man die Bundesligabegegnungen schon frühzeitig nicht nur angesagt, sondern auch fachlich kommentiert. Aufgrund der Erkenntnis, dass der Ringkampf manchmal doch ziemlich kompliziert sein kann – gerade für Zuschauer, die sich neu diesem Sport widmen. Denen wurde gesagt, wie und warum eine Aktion, eine Wertung, eine Verwarnung zustande (oder eben nicht zustande) kam. Diese Aufgabe war Thomas Eigenbrodt auf den Leib geschrieben – er konnte so sein Talent als Sprecher und das Fachwissen als Ex-Ringer einbringen und tat dies auch. Bis heute. Damit sind wir – vom Informations- wie auch Unterhaltungswert – bei deutschen Ringkampf-Veranstaltungen weit vorn!

 

Auf dieses Talent wurde auch der Deutsche Ringer-Bund aufmerksam, verpflichtete den Wittener, der in Dortmund lebt, für die jährlich ausgetragenen Deutschen Meisterschaften im Männer- und Frauenbereich. Auch dort überzeugt er durch Fachwissen und Eloquenz. Der KSV gratuliert herzlich zum runden Geburtstag und hofft auf noch viele von Tommy kommentierte Ringkämpfe in der Husemannhalle!

12.10.2014

 

Packendes NRW-Duell mit besserem Ende für den KSV Witten – Sirin-Staffel punktet Merken mit 16:14 aus

 

Es war das vorab erwartete Duell auf Augenhöhe. Der RC Merken kam fast mit seiner besten Staffel an die Ruhr und bot dem KSV ordentlich Paroli. Das Duell des Aufsteigers beim weiterhin verlustpunktfreien KSV aus Witten stand nach einer – man muss schon fast sagen „wie gewohnt“ – bärenstarken ersten Hälfte gegen Ende noch gewaltig auf der Kippe.

 

Der aus den letzten Kämpfen leicht angeschlagene Leon Suhov (57 F) sorgte bei den Ruhrstadt-Ringern erneut für einen Auftakt nach Maß. Gegen Massud Khesraw hatte er zwar in den ersten drei Minuten eine Führung herausgearbeitet, baute diese aber nach der Pause zügig aus und siegte technisch überlegen mit 16:0 (4:0). Mirko Englichs Gegenüber Daniel Anderson (130 G) hatte im kompletten Kampf Probleme, den Vorwärtsgang zu finden. Gegen den KSV-Routinier konnte er keinen Griff ansetzen und war ständig in der Passivitätszone zu finden. Bestraft wurde dies jedoch nicht ausreichend. Bei lediglich zwei Verwarnungen blieb Englich „nur“ ein 8:1-Punkterfolg (6:0).

 

Die Begegnung zwischen Arthur Eisenkrein (61 G) und Juri Baron war dann ein erstes Schlüsselduell. Der junge Wittener legte hier aber einen couragierten Auftritt hin, sammelte erfolgreiche drei Punkte, ohne jedoch viel zuzulassen. Mit dem 3:1-Erfolg war man im Wittener Lager schon mehr sehr zufrieden (7:0) Schlüsselduell Nummer Zwei folgte sogleich – denn im Anschluss standen sich die beiden WM-Teilnehmer Imants Lagodskis (98 F) und Jozef Jaloviar gegenüber. Nach rund vier Minuten führte der Gast zwar mit 0:3, baute jedoch danach konditionell ab. Für den clever ringenden Lagodskis war der 6:3-Erfolg dann noch ein ganzes Stück Arbeit, welches er sich aber durch taktische Finesse souverän herausgearbeitet hat (9:0). Gegen Yunier Castillo (66 F) stellten die Gäste mit dem Jugendlichen Frederic Bondank nicht die optimale Lösung – Castillo indes war dies relativ egal. Er beeindruckte mit seinen schnellen Angriffen und überraschenden Aktionen zum vorzeitigen Punktsieg und einer souveränen 13:0-Pausenführung.

 

Als im ersten Kampf nach der Pause dann Nico Brunner (86 G) seinen Kontrahenten Alexander Kleer mit Bilderbuchangriffen und –würfen mit 15:6 niederrang, stand bereits fest, dass es an diesem Abend maximal noch ein Unentschieden für die Gäste geben könnte (16:0). An diesem schnupperten sie allerdings gefährlich nahe heran, denn die letzten vier Kämpfe gingen allesamt an die Rheinländer. So konnte Andreas Eisenkrein (66 G) die technische Überlegenheit von Maxim Mamulat (16:4) ebenso wenig verhindern wie Schaman Kasumov (86 F) den 2:20-Erfolg des schlaksigen Gästeringers Abusupiyan Magomedov (16:8).

 

Und dann kam ja auch noch das Duell, auf dass sich viele Ringkampffans in Witten gefreut hatten: Alexander Storck (75 F) traf auf seinen Vorgänger und somit Ex-KSVer Jens Steffen, der nach seiner längeren Auszeit durch seine Knieverletzung nun für den Aufsteiger auf die matte ging. Und dass jener Steffen nichts verlernt hatte, zeigte er im ersten Abschnitt. Für Storck ging so gut wie nichts im Angriff. Erst nach der Pause drehte der Wittener auf und lieferte sich mit dem bestens bekannten Ex-Trainingspartner einen heißen Tanz. Mit 5:1 konnte Steffen diesen Kampf gewinnen, was aber für seine Farben auch die endgültige Niederlage bedeutete (16:10).

 

Für Piotr Pankow (75 G) war klar, dass mit Gästeathlet Zoltan Lakatos ein Punktegarant auf der Matte stand. Und das ließ er Pankow auch direkt spüren. Ohne Chance war der KSVer beim 0:16 nach zweieinhalb Minuten (16:14).

 

Die rund 300 Zuschauer verließen zufrieden die Husemann-Halle, denn der KSV steht nach sechs Kämpfen nun weiterhin ungeschlagen knapp hinter dem KSV Ispringen auf Rang zwei in der Tabelle. Nächste Woche kommt es zum Ende der Vorrunde dann zum Gipfeltreffen. Dann reist der KSV-Tross nach Baden-Württemberg, um sich dem diesjährigen Titelfavoriten zu stellen. Dies dürfte bei dem international durchwegs Top besetzten Ispringer Kader eine mehr als schwere Aufgabe werden, aber es muss erst einmal gerungen werden…

 

Interessierte Mitfahrer können sich dem KSV-Team gerne anschließen. Anmeldungen sind ab sofort bei Thomas Limper (thomas.limper@ksv-witten.de) möglich

  KSV Witten RC Merken 16:14  
F 57 Levon Marinov Suhov Massud Khesraw 4:0 16:0
G 61 Arthur Eisenkrein Juri Baron 1:0 PS 3:1
F 66 Yunier Castillo Frederic Bondank 4:0 16:0
G 66 Andreas Eisenkrein Maxim Mamulat 0:4 TÜ 0:15
F 75 Alexander Storck Jens Steffen 0:2 PS 1:5
G 75 Piotr Pankow Zoltan Lakatos 0:4 TÜ 0:16
F 86 Schamhan Kasumov Abusupiyan Magomedov 0:4 TÜ 2:20
G 86 Nico Brunner Alexander Kleer 3:0 PS 15:6
F 98 Imants Lagodskis Jozef Jaloviar 2:0 PS 6:3
G 130 Mirko Englich Daniel Anderson 2:0 PS 8:1

12.10.2014

 

KSV-Reserve schultert rheinische Kampfgemeinschaft - RG Hürth-Rheinbach in der Husemannhalle ohne Chance

 

Mit einem nie gefährdeten 28:8-Kantersieg gegen den Tabellenletzten RG Hürth-Rheinbach verschaffte sich die junge Oberliga-Truppe des KSV Witten Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Das Team um Trainer Attila Bayrak in lag nach sieben Einzelkämpfen bereits uneinholbar 28:0 in Führung, ehe den Gästen mit ihrem Trainer Guido Dickmeis, einem früheren Bundesliga-Akteur des KSV, in den letzten drei Begegnungen eine geringfügige Ergebniskorrektur gelang.

 

Bahtiyar Dündar (57 kg) lag bereits 11:0 vorn, ehe er Cihan Atici nach 1.20 Min. auf die Schultern legte (4:0). Es folgte Mattaios Engonidis (120 kg), der gegen Burak Kurt nach 1.40 Min. 15 Punkte für die technische Überlegenheit gesammelt hatte (8:0). Auch Pascal Wittke machte es in der 61 kg-Klasse schnell, gegen Florian Fenna kam er beim 4:0-Zwischenstand nach einer Minute zum entscheidenden Sieg (12:0). Da wollte Mesut Kayar (98 kg) nicht nachstehen, der immerhin fast vier Minuten benötigte, ehe er Alihan Kasumov beim Stand von 12:0 schulterte (16:0). Vier Zähler steuerte Tufan Taskiran (66 kg) bei, der seinen Gegner van de Loo mit 16:0 schon nach zwei Minuten technisch ausgepunktet hatte (20:0). Mit einem kampflosen Sieg stellte Martin Tasev (86 kg) dann bereits den Mannschaftserfolg sicher, da Hürth-Rheinbach in dieser Klasse keinen Ringer stellte (24:0). Den letzten KSV-Sieg holte in der siebten Begegnung Denis Rerich, als er in der 66 kg-Kategorie nach 2.30 Min. beim 20:4 gegen Süleyman Atici technisch überlegen gewann (28:0).

 

Die letzten drei Begegnungen gingen dann an die Gäste: Lukas Faber (86 kg) konnte sich gegen Simon Meul nicht entscheidend in Szene setzten, gab bei der 3:7-Punktniederlage jedoch nur zwei Mannschaftszähler ab (28:2). Diyar-Murat Dündar musste die Überlegenheit von Daniel Surikow anerkennen, als er nach 2.30 Min. mit 2:17 technisch ausgepunktet wurde (28:6). Nick Jacobs (75 kg) schließlich lieferte dem stärksten Gästeringer Tim Stoll einen couragierten Kampf, kam an einer 0:3-Niederlage aber nicht vorbei – das ergab den überzeugenden Endstand von 28:8 zu Gunsten des KSV Witten.

 

Damit hat die KSV-Reserve nun mit 6:8 Punkten wieder Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle, wo Krefeld und Köln-Mühlheim mit jeweils 7:7 Punkten rangieren.

 

Die Ergebnisse:

 

KSV Witten 07 II

RG Hürth/ Rheinbach

28:8

F 57

Dündar, Bahtiyar

Atici, Cihan

SS

4:0

G 61

Wittke, Pascal

Fenna, Florian-Jordi

SS

4:0

F 66

Taskiran, Tufan

van de Loo, Andreas

4:0

G 66

Rerich, Denis

Atici, Süleyman

4:0

F 75

Dündar, Diyar-Murat

Surikow, Daniel

0:4

G 75

Jacobs, Nick

Stoll, Tim

PS

0:2

F 86

Faber, Lukas

Meul, Simon

PS

0:2

G 86

Tasev, Martin

KL

4:0

F 98

Kayar, Mesut

Kasumov, Alihan

SS

4:0

G 130

Engonidis, Mattaios

Kurt, Burak

4:0

11.10.2014

 

KSV-Reserve muss gegen rheinische Kampfgemeinschaft punkten - RG Hürth-Rheinbach kommt in die Husemannhalle (Heute, 17.30 Uhr)

 

Viel Lehrgeld zahlte die junge Oberliga-Truppe des KSV Witten um Trainer Attila Bayrak in den letzten Kämpfen. Als (noch) zu stark erwiesen sich die Top-Teams der Liga, vor allem Essen-Dellwig und Ex-Erstligist Neuss, wo es z.T. deftige Niederlagen setzte. Das allerdings kam nicht unerwartet, sind doch meistens gleich acht der zehn Ringer des KSV im Jugend- und Juniorenalter.

 

Mit vier Zählern auf der Habenseite ist man noch im Soll, doch müssen nun, gegen die Teams aus dem unteren Tabellenbereich, weitere Punkte her, will man das Saisonziel „Liga-Verbleib“ frühzeitig realisieren. Da kommt Tabellen-Schlusslicht RG Hürth-Rheinbach gerade recht, denn die Rheinländer konnten noch keinen Punkt erkämpfen und haben 0:12 Punkte auf dem Konto. Dennoch wird auch diese Begegnung mit Sicherheit kein Selbstläufer, stehen doch in Reihen der Gäste einige starke Akteure. Da ist an erster Stelle der Ringer der 75 kg-Klasse, Tim Stoll, zu nennen, und auch Simon Meul (86 kg) hat eine positive Bilanz.

 

Der RC Hürth ist ein relativ junger Club, wurde erst 2002 gegründet. Der RC war schon in früheren Jahren in der Oberliga vertreten und hat mit Guido Dickmeis einen ehemaligen Wittener Meisterringer als Trainer. Ergänzt wird das Team durch Kämpfer des RSV Rheinbach, ein Verein, der sich der Integration verschrieben hat und 2006 ins Leben gerufen wurde. Der KSV-Ringer Shaban Kasumov entstammt diesem Projekt.

 

Erfolgreichster Ringer im jungen Wittener Team mit 5:1 Siegen ist Schwergewichtler Mattaios Engonidis, einer der beiden „Senioren“ beim KSV. Der andere, Mesut Kayar, schaffte ein Kampfverhältnis von 3:1 Siegen. Von den jüngeren Aktiven konnten sich bislang Nick Jacobs (4:2) und Pascal Wittke (3:3) am besten in Szene setzen. Dies sind auch die Ringer, die am Samstag für den nötigen Grundstock an Punkten sorgen müssen, doch sind weitere Siege für den Gesamterfolg erforderlich.

09.10.2014

 

Witten gegen einen bärenstarken Aufsteiger - Merken kommt mit internationalen Athleten (Sa., 11.10., 19.30 Uhr Husemannhalle)

 

Von wegen „Aufsteiger = Pflichtaufgabe = Punkte bleiben in Witten“ – am Samstag wird dies deutlich anders aussehen, wenn Aufsteiger RC Merken mit seinem internationalen Team erstmals zu Gast in der Husemannhalle ist. Gleichzeitig kommt es zum zweiten NRW-Derby, denn der Club aus dem Landkreis Düren kam - neben Hohenlimburg und Witten – in dieser Saison als dritter Vertreter aus dem Land in die 2. Bundesliga. Gegen die Nachbarn aus dem Hagener Vorort gingen sowohl der KSV als auch der RC Merken bereits auf die Matte: während sich die Schützlinge von Fatih Sirin recht deutlich mit 23:8 behaupteten, setzte der Liga-Neuling noch einen ‘drauf und siegte gleich mit 25:4! Lediglich zwei Siege konnte Hohenlimburg dabei verbuchen – also ein mehr als deutlicher Fingerzeig für die Wittener Ringer, diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen!

 

Der kam erst auf einem kleinen Umweg in die zweithöchste Ringer-Klasse: Aufstiegsrecht hätte der letztjährige Oberligameister TV Essen-Dellwig gehabt, der indes verzichtete und dem Zweitplatzieren aus Merken den Weg nach oben eröffnete. Im Vergleich dieser beiden – am Ende punktgleichen – Mannschaften hatte ein winziger Punkt den Ausschlag zu Gunsten der Essener gegeben.

 

Der RC kommt gleich mit einer ganzen Auswahl internationaler Ringer, die im Kader des Aufsteigers stehen. So die für Ungarn startenden Istvan-Lajos Nemeth (66 kg), Zoltan Lakatos (75 kg) und Ede Komaromi (66 kg), alle bereits mit Erstliga-Erfahrung. Oder der Slowake Jozef Jaloviar (98 kg), der zuletzt bei der diesjährigen EM und WM für sein Land auf die Matte ging. Weitere Top-Athleten anderer Nationen gehören zum Aufgebot des RC, für die eine oder andere Überraschung könnten sie so sicher sorgen. Ergänzt wird die Elite-Auswahl aus dem Rheinland von hochklassigen deutschen Zweitliga-Akteuren, angeführt vom Ex-Wittener Jens Steffen (75 kg). Der KSV hätte ihn gern in seinen Reihen gehalten, gerade nach dem Weggang von Ibro Cakovic zum KSV Aalen – doch die Vorstellungen beider Seiten kamen leider nicht überein. Gerade gegen seinen Stammverein wird er besonders ehrgeizig sein – keine leichte Aufgabe für seinen Widerpart auf KSV-Seite, Alex Storck. Überhaupt bieten sich am Samstag einige Erstliga-reife Kämpfe an: so vom kubanischen KSV-Spanier Yunier Castillo gegen Nemeth oder dem bisher ungeschlagenen Neuzugang aus Lettland, Imants Lagodskis, gegen Jaloviar. Auch Mirko Englich wird sich schwer ins Zeug legen müssen, hat er im ehemaligen Jugend- und Juniorenmeister Daniel Anderson doch einen sperrigen Gegner. Arthur Eisenkrein (61 kg) konnte sich bislang im ungeliebten klassischen Stil recht gut in Szene setzen – gegen den ehemaligen Hohenlimburger Juri Baron dürfte er wieder voll gefordert werden. Das gilt für die gesamte Wittener Mannschaft, die mit voller Konzentration in diese Begegnung gehen muss, will sie die Punkte in der Husemannhalle halten.

 

In der Mattenecke der Gäste steht ein in Witten gut bekannter Akteur: Tim Nettekoven kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo er in den 90 er-Jahren für den KSV in der 1. Bundesliga kämpfte.

 

Der Kampf wird geleitet von Daniela Ewert aus Essen.

09.10.2014

 

Kaum zu glauben: Ralf Lyding ist jetzt 50!

 

Einer der erfolgreichsten Ringer des KSV Witten feierte kürzlich seinen 50. Geburtstag – kaum zu glauben, wenn man ihn heute sieht! Immer noch „kernig – kunstvoll – kraftvoll – kühn“ kommt er daher, wirkt deutlich jünger und dynamisch!

 

Unendlich lang ist die Liste seiner Erfolge – angefangen in der Jugendklasse B, als er 1977 mit einem 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im gr.-r. Stil, Klasse bis 34 kg, auf sich aufmerksam machte. Deutscher Jugendmeister wurde er dann erstmals 1978 in der Altersklasse „B“, als er im Freistil in der Kategorie bis 37 kg siegte.

 

Weitere Siege und Top-Platzierungen im Nachwuchsbereich folgten, ehe er in der Männerklasse ins Geschehen eingriff. 1981, noch als A-Jugendlicher, eroberte er die Bronzemedaille in der 48 kg-Klasse, und zwar im Freistil. Auf diese Stilart hatte sich Ralf inzwischen konzentriert – kein Wunder, hatte er doch mit Michael Kuhn einen Trainer, der gerade in dieser Stilart Spitzenleistungen mit seinen Athleten produzierte.

 

Eine Deutsche Meisterschaft gewann der Wittener Ringer, der bei Einzelmeisterschaften über all die Jahre nur für den KSV auf die Matte ging, im Jahr 1993, bei jenen denkwürdigen Titelkämpfen im freien Stil in Berlin: acht Medaillen gewannen dort Ringer des KSV damals, davon gleich vier Deutsche Meistertitel durch Volker Anger (52 kg), Ralf Lyding (62 kg), Ingo Manz (90 kg) und Sven Thiele (130 kg); Jörg Helmdach (62 kg) und Bodo Lukowski (90 kg) wurden Zweite, Sven Schmücker (48 kg) und Christian Graupeter (62 kg) Dritte – unglaublich diese Bilanz. Im gleichen Jahr gab es im klassischen Stil noch einen weiteren Titel durch Olaf Brandt, zweite Plätze für Oliver Thomas und Ömer Cetin und eine Bronzemedaille durch Adam Juretzko – wahrlich meisterliche Zeiten!

 

International knüpfte Ralf Lyding an seine nationalen Erfolge an, insbesondere durch seinen Europameister-Titel von 1990, als er sich gegen den DDR-Ringer Carsten Polky aus Luckenwalde durchsetzte.

 

Zum Ende seiner Laufbahn versuchte er sich nochmal beim KSK Neuss. Aufgrund von Verletzungen erledigte sich dieses Thema schnell, Ralf Lyding musste seine aktive Laufbahn beenden.

 

So ganz oft sieht man ihn heute (leider) nicht mehr bei den Kämpfen des KSV oder im Kraftraum der Ostermann-Halle, ab und an aber immer noch in der Stadt in Witten, wo er mit vielen Fans von damals über den KSV speziell und den Ringkampf im allgemeinen diskutiert.

 

Wir gratulieren Ralf ganz herzlich und wünschen ihm – wenngleich verspätet – einen guten Start in die zweite Lebenshälfte!

05.10.2014

 

Nach vier Monaten: neue Ringer-Mattendecke in der Ostermann-Halle ausgelegt Einbruchsdiebstahl vom Mai wurde nicht geklärt

 

„Das gibt es doch nicht – Mattendecke aus der Ostermann-Halle geklaut“, so lautete die Schlagzeile nach einem spektakulären Diebstahl Ende Mai im Wittener Ringer-Trainingszentrum. Damals, in der Nacht vom 29.5. (Do., Himmelfahrt) auf Fr., 30.5., wurde dort eine Mattendecke (Plane) der Maße ca. 18 x 9 m, mit zwei Kampfflächen in gelber Farbe und roter Sicherheitszone, entwendet. Da die Plane ein erhebliches Gewicht hatte, wurde vermutet, dass der Abtransport durch mehrere Personen und mit einem geeigneten Fahrzeug erfolgt sein musste und die Täter Sach- und Ortskenntnis hatten.

 

Es wurde Anzeige bei der Wittener Kriminalpolizei erstattet – die Ermittlungen verliefen indes ergebnislos, das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Auch die Belohnung, die der KSV Witten ausgesetzt hatte, brachte keine sachdienlichen Hinweise. Gut, dass der Verein eine Versicherung hat, die bei derartigen Schäden einspringt – z.B. bei einem Einbruchsdiebstahl, wie in diesem Fall. Denn ein „Billigprodukt“ ist eine derartige Mattendecke keinesfalls. So war die Plane erst kurz vor dem Diebstahl von der Fa. Foeldeak für ca. 1.500 Euro repariert worden.

 

Die Versicherung prüfte den Fall und gab dem KSV grünes Licht für die Neubeschaffung einer entsprechenden Mattendecke bei der Firma Foeldeak; der Auftrag wurde im Juni erteilt. Jetzt erfolgte die Lieferung zur Ostermann-Halle, wo jetzt die Mattenfläche wieder komplett ist. Damit haben die Ringer des RV-NRW-Kaders und des KSV nach vier Monaten der Improvisation wieder optimale Trainingsbedingungen. Für immerhin gut 3.000 Euro …

 

Dank geht an den TuS Bönen, der für die Übergangszeit eine Mattendecke der Größe 9 x 9 m zur Verfügung stellte und damit dafür sorgte, dass zumindest ein Teil der Fläche für das Ringertraining nutzbar war.

04.10.2014

 

KSV behält auch in Hösbach seine weiße Weste – 17:9-Auswärtserfolg und für eine Nacht auf Platz Eins – Reserve unterliegt den Germanen aus Krefeld

 

Der KSV Witten hat zumindest für einen Tag den Platz an der Sonne in der zweiten Bundesliga West erklommen. Mit dem souverän herausgerungenen 17:9-Erfolg beim KSC Hösbach stehen die Ruhrpott-Ringer nun mit 10:0 Punkten ganz vorne – der KSV Ispringen kann allerdings am Samstagabend nachlegen und die Wittener Ringerstaffel wieder auf den zweiten Platz verdrängen.

 

In der Hösbacher Kultur- und Sportanlage ließen die Mannen von Coach Fatih Sirin wie gewohnt von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass man auch hier zwei weitere Punkte entführen wollte.

 

Zu Beginn startete mit Leon Suhov (57 F) ein echter Top-Einkauf beim KSV. Allerdings tat er sich gegen Ende ein wenig schwer, um gegen Yannick Ott den Sack vorzeitig zu zumachen und sammelte mit seinem 10:2-Punktsieg die ersten Zähler für seine Farben an diesem Abend (0:3). Die volle Punktzahl staubte dann Routinier Mirko Englich (130 G) ab. Gegen Peter Stadtmüller punktete er emsig, bis ihm sogar noch vor der Pause der umjubelte Schultersieg gelang (0:7). Ebenfalls kurz vor der Pause war der Kampf für Arthur Eisenkrein (61 G) beendet - allerdings ohne Punkte. Die kassierte dafür sein starker Gegenüber, Tahir Zaidov, der den jungen Wittener abgezockt auspunktete und ihm kaum Chance zum Luftholen ließ (4:7).

 

Mit Imants Lagodskis (98 F) stand der nächste Pausenverweigerer auf der Matte. Der Lette in Diensten des KSV war kurz vor der Pause ebenfalls mit seiner Arbeit fertig. Diese ließ er allerdings heute gegen den jungen Ralf Eisert eher gemächlich angehen und punktete ihn zum 16:0 aus (4:11). „Señor“ Yunier Castillo (66 F) benötigte dann allerdings die volle Distanz für seinen 5:0-Punktsieg. Gegen Hösbachs Kaderringer Niklas Dorn gab es ein offenes und lange Zeit ausgeglichenes Duell zu bestaunen, welches der KSV-Athlet aber immer besser in den Griff bekam und somit für den 13:4-Pausenstand sorgte.

 

Die zweiten fünf Paarungen versprachen jede Menge Duelle auf Augenhöhe – und sie hielten, was sie versprachen. Nico Brunner (86 G) und Niklas Schäfer standen sich zum Auftakt des zweiten Abschnittes gegenüber – und auch hier war der junge Wittener Athlet cleverer und willensstärker, punktete seinen Kontrahenten gleich zweimal in die Bodenlage – 4:0-Punktsieg und weitere zwei Mannschaftspunkte (4:15). Ein weiteres positives Highlight setzte dann Andreas Eisenkrein (66 G). Sah man in den letzten Wochen durchaus bei ihm noch Potential nach oben, so zeigte er diesmal viel Cleverness und technisches Geschick. Mit zwei sehenswerten Angriffen ging er gegen Daniel Hugo mit 6:0 in Führung, wurde in der Folge allerdings nochmal ein wenig wacklig. Am Ende aber steuerte er mit seinem 6:3-Punktsieg zwei weitere, wichtige Zähler auf die Habenseite des KSV (4:17).

 

Mit drei Niederlagen endete dann das Gastspiel der KSV-Athleten. Waren diese allerdings allesamt durchaus knapp und zum Teil auch unglücklich zu Stande gekommen. Ufuk Canli (86 F) hatte sich gegen Tobias Jung einiges mehr vorgenommen, lag aber zur Pause zurück und wurde erst danach viel mutiger und beherzter in seinen Aktionen. Beim 1:4 war da sicherlich etwas mehr drin für den jungen Wittener Nachwuchs-Ringer (6:17). Weiter verkürzen konnte dann Christoph Henn für die Hausherren gegen Alexander Storck (75 F). Der heimische Kämpfer kam mit zwei Aktionen durch und ließ Storck in der restlichen Kampfzeit kaum Chancen zum Durchkommen. Wie schon bei Canli stand es hier nach sechs Minuten 4:1 für den Hösbacher (8:17).

 

Im abschließenden Kampf dieser Begegnung hatte es Daniel Schlemmer (75 G) mit Jan Gündling zu tun. Beide Athleten waren darauf bedacht, dem Gegenüber keine Angriffsflächen zu bieten und so stand am Ende dieses Kampfes lediglich eine Einer-Wertung wegen einer Verwarnung gegen Schlemmer auf der Beamer-Anzeige (9:17).

 

Nach fünf Kampftagen bleibt man beim KSV also weiterhin ungeschlagen. Aber schon in der kommenden Woche (Sa. 11.10., 19.30 Uhr, Husemann-Halle) empfängt man mit dem RC Merken einen bärenstarken Aufsteiger, der sich zügig in der Liga eingelebt hat und bereits am Freitagnachmittag den NRW-Nachbarn aus Hohenlimburg mit 25:4 nach Hause schickte. Da erwartet die Wittener Ringsportfreunde ein Spitzen-Kampf auf hohem Niveau, wenn die Gäste aus dem Rheinland, angeführt von ihrem Trainer und Ex-KSV-Ringer Tim Nettekoven, in Witten ihre Visitenkarte abgeben.

F 57 Yannick Ott Levon Marinov Suhov 0:3 PS 2:10
G 61 Tahir Zaidov Arthur Eisenkrein 4:0 16:0
F 66 Niklas Dorn Yunier Castillo 0:2 PS 0:5
G 66 Daniel Hugo Andreas Eisenkrein 0:2 PS 3:6
F 75 Christoph Henn Alexander Storck 2:0 PS 4:1
G 75 Jan Gündling Daniel Schlemmer 1:0 PS 1:0
F 86 Tobias Jung Ufuk Canli 2:0 PS 4:1
G 86 Niklas Schäfer Nico Brunner 0:2 PS 0:4
F 98 Ralf Eisert Imants Lagodskis 0:4 TÜ 0:16
G 130 Peter Stadtmüller Mirko Englich 0:4 SS 0:13

 

KSV-Reserve muss sich auch Krefeld beugen

 

Gegen den KSV Germania Krefeld rechnete man sich im Lager der KSV-Reserve doch einige Siegchancen aus, wurde letzten Endes jedoch eines Besseren belehrt. Besonders in den mittleren Gewichtsklassenwaren die Gäste einfach zu stark besetzt und entführten somit die Punkte aus der Ostermann-Halle.

 

Bahtiyar Dündar (57 F) landete bei 0:14-Punktestand noch in der ersten Hälfte des Kampfes auf den Schultern. Diese frühe Rücklage drehten Allerdings Mathaios Engonidis (130 G, 11:1 PS), Pascal Wittke (61 G), 16:0 TÜ) und Tufan Taskiran (98 F, kampflos) zügig in eine 11:4-Führung für die Hausherren.

 

Es folgten die starken 20 Minuten der Gäste – denn sowohl Denis Rerich (66 F, 0:15 TÜ), Martin Tasev (86 G, 0:9 PN), Fahim Nasari (66 G, Disq.), Lukas Faber (86 F, 1:12 PN) und auch Diyar-Murat Dündar (75 F, 0:15 TÜ) konnten den Siegeszug der Rheinländer nicht aufhalten. Beim Stande von 11:22 gelang lediglich Nick Jacobs (75 G) mit einem zügigen Schultersieg noch Ergebniskosmetik.

 

Für das kommende Wochenende peilt man im Lager des Oberliga-Teams beim KSV allerdings einen weiteren Erfolg ein. Dann stellt sich die bislang ohne Punkt am Tabellenende stehende RG Hürth/Rheinbach in der Husemann-Halle vor (Sa., 11.10., 17.30 Uhr).

F 57 Dündar, Bahtiyar Gozalov, Emil SS 0:14 0:4
G 61 Wittke, Pascal Alekseev, Vitali TÜ 16:0 4:0
F 66 Rerich, Denis Tschierschke, Dieter TÜ 0:15 0:4
G 66 Nasari, Fahim Bolakhrif, Ayoub DV 0:8 0:4
F 75 Dündar, Diyar-Murat Rechviasvili, Levan TÜ 0:15 0:4
G 75 Jacobs, Nick Yagan, Eniz SS 4:0 4:0
F 86 Faber, Lukas Jeschke, Vitali PS 1:12 0:3
G 86 Tasev, Martin Schäfer, Waldemar PS 0:9 0:3
F 98 Taskiran, Tufan KL 4:0
G 130 Engonidis, Mattaios Focken, Tim PS 11:1 3:0

01.10.2014

 

KSV reist am Feiertag zur Wundertüte Hösbach – Reserve empfängt Krefeld

 

Nach vier Kampftagen steht der KSV Witten in der 2. Ringer-Bundesliga punktgleich mit dem großen Favoriten KSV Ispringen auf Rang Zwei der Tabelle. Am kommenden Freitagabend geht es für die Sirin-Staffel nun zur „Wundertüte“ des Jahres, dem KSC Hösbach. Bislang konnte die Truppe um die beiden Trainer Mario Wohlfahrt und Jens Genßler nur punktuell überzeugen. So hielt man in heimischer Halle Aufsteiger Merken und den AC Heusweiler knapp in Schach, musste aber beim Ligen-Primus KSV Ispringen mit 21:5 eine deftige Abfuhr hinnehmen und kassierte beim Nachbarn KSV Hohenlimburg am vergangenen Wochenende ebenfalls eine 14:13-Niederlage.

 

Täuschen lassen dürfen sich die KSV-Athleten von diesen Ergebnissen dennoch nicht. Stehen doch mit Kevin Schwäbe und Sebastian Christoffel zwei Top-Athleten in Reihen der Hösbacher, die aber zurzeit vom Verletzungspech verfolgt werden. Nachwuchs-Hoffnung Niklas Dorn war letzte Woche aufgrund eines Einsatzes für das Nationalteam verhindert, so dass auch hier wieder mit mehr Gegenwehr zu rechnen sein dürfte.

 

Beim KSV setzt man dagegen weiter auf die erste Halbzeit, denn mit ihren voraussichtlichen Gegnern gelten Leon Suhov (57 F), Mirko Englich (130 G), Imants Lagodskis (98 F) und Yunier Castillo (66 F) eindeutig zu den Favoriten des ersten Abschnitts. Arthur Eisenkrein wird vermutlich auf Tahir Zaidov treffen – einen starken und unbequem zu ringenden Athleten.

 

Aber auch nach der Pause darf bei den Jungs von Trainer Fatih Sirin wieder etwas mehr Punktesammeln angedacht sein. Nico Brunner (86 G) dürfte hier auf den zu Recht hoch gehandelten Niklas Schäfer treffen – ein richtig schwerer Brocken für den KSV-Rückkehrer und ersten Starter in die zweite Kampfhälfte. Auf Andreas Eisenkrein wartet mit Daniel Hugo ebenfalls ein Gegner der Kategorie „unbequem und sperrig“. Alexander Storck muss am Ende wieder sein ganzes Können gegen Christoph Henn aufbieten, damit dem KSV der nächste Sieg und somit die Verfolgung des KSV Ispringen gelingt.

 

Kampfleiter der Partie, die am Freitagabend um 19.30 Uhr beginnt, wird Peter Giesin aus Südbaden sein. Interessierte Fans können den KSV bei diesem Auswärtskampf wieder begleiten. Anmeldungen dazu bitte bei Thomas Limper (s. KSV-Homepage).

 

KSV-Reserve empfängt den KSV Germania Krefeld

 

Ein weiterer harter Brocken wartet nur wenige Minuten nach dem Start der „Ersten“ dann auf die Reserve des KSV. Ab 20 Uhr geht es dann in der Ostermann-Halle gegen den KSV Germania Krefeld. Die Gäste haben sich bislang durchaus respektabel gegen die „Großen“ der Liga geschlagen, dem Ex-Erstligisten KSK Neuss auswärts sogar ein 17:17-Unentschieden abgerungen.

 

Auch wenn die Staffel um Coach Attila Bayrak in Bestbesetzung antritt, muss schon alles passen, damit man am Ende die Punkte an der Ruhr behält.

 

Fast analog zur Zweitliga-Mannschaft sollten hier besonders in den leichten und schweren Kategorien ordentlich Punkte gesammelt werden, denn die Krefelder sind in den mittleren Gewichtsklassen durchweg überdurchschnittlich stark besetzt.

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