Aktuelles - Dezember 2015

21.12.2015

 

Im KSV wächst etwas zusammen - Saisonabschluss & Weihnachtsfeiern

 

Die Führung des KSV hat sich als Ziel gesetzt, dass man als Ringerfamilie mehr Wert auf Gemeinsamkeiten legen will. Ab diesem Jahr ließ man wieder Traditionen aufleben, dazu gehören Weihnachtsfeiern in den Trainingsgruppen sowie der emotionale Abschied der vergangen Woche von Mirko Englich.

 

Im KSV wächst etwas zusammen, eine tolle Truppe zeichnet sich ab. Am Freitag kamen 70 Jugendringer bis 15 Jahren mit Eltern und teilweise Großeltern zusammen, um den Jahresausklang gemeinsam zu feiern. Die Löwen- und Talentfördergruppe kann auf ein erfolgreiches Jahr zurück blicken. Die B-Jugend-Medaille der DM von Julian Lejkin sowie der tolle 5. Platz von Marlon Schwarz, Titelgewinna der Mitteldeutschen Meisterschaften durch Gregor Eigenbrodt sowie der Polnischen Meisterschaften durch Artur und Radoslaw Szczesny, steigende Teilnehmerzahlen im Jugendtraining, staunende Blicke als der KSV mit knapp 30 Sportlern beim Sichtungsturnier im Oktober antrat, es gibt noch vieles mehr, worauf man stolz hinweisen könnte.

 

Das Trainerteam der Löwengruppe um Jan Kramarczyk mit unserem Tülle (Willfired Lutter), Ludger Steckelbach und neu ins Team dazu gestoßen Pascal Wittke haben bereits die ersten Sportler, die sich prächtig entwickeln, an die Talentfördergruppe abgeben können. Die Talentfördergruppe um Trainerteam Klaus Eigenbrodt und Yvonne Englich arbeitet effektiv an weiteren Medaillen bei großen Turnieren, hier kommt teilweise unterstützend Mirko Englich hinzu, jedoch ist er zunehmend bei den Senioren eingebunden.

 

Im Foyer der Husemannhalle hatte das „Orga-Team der Jugend“ ein schönes Ambiente gezaubert. Das unglaubliche Buffet aus Elternspenden versorgte alle 150 hungrigen Gäste. Das Trainerteam ehrte den jeweils fleißigsten Sportler jeder Gruppe (Ümitcan Tasdemir, Gabriel Steckelbach) ebenso Sportler die fast täglich den weiten Weg aus Herbede bzw. Hagen mit Bus und Bahn auf sich nehmen um im KSV zu trainieren wurden nicht vergessen (Tim Oberboßel, Gensche Gereev).

 

Im gemütlichen Rahmen gab es Bescherung und die Überraschung ist dem „Orga-Team“ gelungen, KSV Witten-Ringer-Socken in Vereinsfarben und mit dem brüllenden Löwen, da gab es allerhand große Kinderaugen zu bestaunen, passen dazu eine Ringermütze rundete die Bescherung ab.

 

Alle Sportler ab 16 Jahren, die Ringeramazonen sowie die erste und zweite Mannschaft gingen am 4. Advent Kartfahren um anschließend gemeinsam über den Weihnachtsmarkt zu bummeln.

 

Die jungen Sportler wurden im Laufe des Jahres intensiv ins Trainingsgeschehen der Senioren eingebunden, Trainer Mirko Englich und Attila Bayrak legen viel Wert auf gemeinsame Trainingseinheiten und Aktionen. Erwartungsgemäß hatten alle viel Spaß. Bei den Kartrennen auf der Bahn wurde niemandem kampflos der Sieg überlassen, wie auf der Matte mangelnde es nicht am Kampfgeist.

 

Die Oberligamannschaft konnte die Saison als Letzter ihrer Gruppe beenden, Vorstand und Trainer wollen für 2016 das Team verstärken, beide Trainer sind bereits in Gespräche eingebunden. Die erste Mannschaft konnte sich souverän als Meister der 2. Liga West feiern und wird im nächsten Jahr einige personelle Veränderungen vornehmen. Die Ringeramazonen, koordiniert durch Yvonne Englich, konnten mit dem Titelgewinn bei der DM durch Saskia Rakete eine weitere Goldmedaille im Verein feiern. Die Gruppe der Mädchen wächst beständig, mittlerweile trainieren knapp 15 Mädchen im Verein. Im nächsten Jahr wird die Landesmeisterschaft im weiblichen Bereich am 20.02.2016 in Witten stattfinden. Dort will sich der KSV mit einer starken Truppe beweisen.

 

Der Zusammenhalt im KSV erinnert an alte Zeiten und alle waren sich einig, es wächst etwas zusammen und so darf es gerne weitergehen. Gedanken, in den nächsten Jahren vielleicht auch mal wieder eine dritte Mannschaft zu stellen, wurden reichlich diskutiert.

21.12.2015

 

Oberliga NRW: KSV-Reserve gelingt auch zum Saisonfinale kein krönender Abschluss – 16:24-Niederlage in Neuss

 

Auch im letzten Kampf der Saison wollte dem Team von Trainer Attila Bayrak kein Überraschungscoup gelingen. Es hätte schon mehr als alles passen müssen, um bei den starken Rheinländern die Punkte zu entführen. Als sich dann auch noch Schwergewichtler Mattaios Engonidis kurz vor Kampfbeginn eine Handverletzung zuzog, rechnete man im Wittener Lager schon mit dem Schlimmsten.

 

Idris Ibaev sammelte aber gewohnt souverän die ersten vier Zähler ein, die man mit dem Ausfall Eggonidis‘ direkt wieder abgab. Bahtiyar Dündar unterlag hoch nach Punkten, was aber Simeon Stankovich durch seinen schnellen Schultersieg wieder wettmachte. Überraschend dann der Auftritt von Mert Tasdemir, der seinen Kontrahenten nach nicht einmal 40 Sekunden auf die Schultern drückte. Die Punkte waren aber ebenso schnell wieder futsch, denn in der Klasse bis 86 kg Freistil konnte man beim KSV keinen Vertreter auf die Matte schicken. Fahim Nasari zählte zwar eh als 3. Ausländer im Team nicht wertend dazu, war aber auch im Kampf sichtlich unterlegen.

 

Nick Jacobs legte zum Saisonende nochmal einen schönen Hüftschwung aufs Parkett, mit dem er seinen Kontrahenten auf die Schultern drückte, ehe man in den beiden Abschlussbegegnungen mit Diyar-Murat Dündar und Aldin Dikezi jeweils technisch unterlegen war.

 

Somit beendet der KSV-Nachwuchs die Saison mit 6:26 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Da die Liga allerdings eh unterbesetzt ist, wird es hier keinen Pflichtabsteiger geben. Aufgrund dieser Tatsache ist dieser letzte Platz natürlich zu verschmerzen. Für die Verantwortlichen des KSV ist dieser letzte Platz allerdings kein Grund zur Besorgnis. Die Mannschaft ist sehr jung und auch nur minimal besetzt. Für die nächsten Jahre soll auch der Unterbau der „Ersten“ wieder ein wenig verstärkt werden, um hier den Weg für hoffnungsvolle Talente zu ebnen.

13.12.2015

 

Mirko Englichs perfekter Abschied – Finalsieg gegen Viernheim - KSV-Reserve unterliegt auch starken Herdeckern

 

Es sollte der letzte Auftritt auf der Bundesliga-Matte für KSVs ringenden Coach Mirko Englich sein. Dass es aber so emotional werden würde, damit hatten im Vorfeld vielleicht nur wenige gerechnet. Um den zeremoniellen Part gebührend feiern zu können, wurde der Kampf von Andreas Eisenkrein (66 G) gegen Thomas Karnauka zu Beginn vorgezogen. Hier konnte der KSVer zwar mit dem Gast über die volle Distanz gehen, unterlag aber mit 0:6 nach Punkten (0:2). Den eigentlichen Starter beim KSV, Edwin Dominguez (57 G), störte die Verspätung nicht wirklich. Er legte zum Abschluss noch einmal alles auf die Matte und besiegte Mirko Hilkert noch vor der Pause technisch überlegen (4:2).

 

Eindeutig mehr zu tun bekam Imants Lagodskis (130 F) mit Aylin Ashim Kudret. Dieser machte es dem Letten im KSV-Dress äußerst schwer, seinen Kampfstil durchzubringen. Nach 2:4-Rückstand gelang Lagodskis die letzte Wertung zum siegbringenden 1:0-Erfolg (5:2). Arthur Eisenkrein (61 F) legte nach und brachte sein Team nun sogar mit 9:2 in Front, nachdem er Pascal Hilkert mit 19:2 technisch überlegen zurück in seine Ecke schickte.

 

Es folgte der letzte Auftritt Mirko Englichs (98 G) auf der großen Bundesliga-bühne. Nach 158 Kämpfen in der ersten sowie nun 38 Duellen in der 2. Bundesliga im KSV-Trikot wollte der Coach auch im 14.Saisonkampf ungeschlagen bleiben. Gegen Viernheims Sebastian Otto tat er sich im ersten Vergleich noch ein wenig schwer, in seiner letzten Mattenschlacht demonstrierte er aber Nerven- und Willensstärke, zwang seinen Gegner zu andauernder Passivität und folgerichtig drei Verwarnungen nach 5:44. Nachdem auch der letzte in der Halle realisiert hatte, dass der Kampf damit vorbei war, brachen alle Dämme. Der Coach herzte Freunde und Familie am Mattenrand, ließ sich von Hallensprecher Tommy Eigenbrodt seine unzähligen Erfolge amüsant verpackt aufzählen. Seine Mannschaft sowie die u. a. von ihm gecoachte Jugendabteilung beschenkten Englich, der dann bei komplett abgedunkelter Halle auf der Video-Leinwand zu „Time to say Goodbye“ sein Ringerleben noch einmal bebildert vor sich sah. Arm in Arm stehend mit Vater Detlef sowie seinen Kindern Noah und Lotta im Arm konnte sich Wittens Vorzeigeathlet das ein oder andere Tränchen nicht verkneifen. Ein mehr als gebührender Abschied konnte in der Pause schon einmal ein Stück verarbeitet werden (13:2).

 

Denn danach saß der nun „nur-noch-Trainer“ Englich auf dem Bock und begleitete seine fünf Schlussringer ins Saisonfinale. Mit Ufuk Canli (86 F) machte dabei ein Rekonvaleszent den Anfang. Gegen SRC-Trainer Tony Seifert merkte man ihm allerdings noch die Wettkampfpause an – in den zweiten drei minuten brach Canli ein und musste sich letztendlich mit 2:10 geschlagen geben (13:5). Im wohl hitzigsten Duell des Abends fand sich Yunier Castillo (66 F) mit Shukri Shukriev wieder. Beide Ringer behakten sich hier in einem spannenden Kampf, in dem Wittens kubanischer Spanier hauchzart mit 2:1 die Nase vorn hatte und danach erst einmal mit den Fans „auf die Pauke“ schlug (14:5).

 

Auch Nico Brunner (86 G), der wohl eine seiner besten Saisonleistungen zeigte und nach fünf minuten mit 6:0 gegen Vladimir Stoychev führte, wäre ein Sieg zum Abschluss mehr als zu wünschen gewesen. Allerdings trickste ihn der Gast mit einer Aktion lupenrein aus und Brunner fand sich zügig auf den Schultern wieder (14:9). Somit hätte es noch einmal spannend werden können, wenn der KSV nicht Ilie Cojocari (75 G) in seinen Reihen hätte. Mit einer erneut mehr als souveränen Leistung gelang ihm direkt bei der ersten gelungenen Aktion eine vierer-Wertung und ein zügiger Schultersieg über Norman Balz (18:9). Somit fehlte nur Alexander Storck (85 F), um den Abend perfekt zu machen. Und das wäre ihm auch fast gelungen, wäre der Kampf nur zwei Sekunden eher beendet gewesen. Denn genau in diesen gab Mr. Zuverlässig noch eine Wertung am Boden ab – dies bedeutete die Drehung des Kampfes von 4:3 auf 4:5 für seinen Kontrahenten Matthias Schmidt (18:10).

 

Nach dem Kampf schmissen sich die KSV-Ringer zügig die Meistershirts über und feierten nach einer kurzen Verschnaufpause mit Fans, Freunden und Familie im Foyer der Husemann-Halle weiter. Ungeschlagen und mit nur zwei Unentschieden ausgestattet hatten sich alle die Party verdient.

 

Nicht ganz so viel Grund zum Feiern gab es bei der Reserve des KSV in der Oberliga. Im Vorfeld rechnete man sich eventuell noch Chancen auf einen Sieg über den Nachbarn Herdecke aus, aber die TSG war mit ihrer stärksten Staffel angereist und ließ der KSV-Jugend beim 12:23 kaum eine Chance.

 

Zum Start sammelten Idris Ibaev (TÜ) und Mattaios Engonidis (Aufgabe) noch eine 8:0-Führung heraus. Bahtiyar Dündar unterlag technisch unterlegen, ebenso wie Ex-KSVer Dennis Böddeker dem stark aufringenden Simeon Stankovich. Es sollte der letzte Erfolg des KSV sein, denn Pascal Wittke unterlag knapp nach Punkten, Rostyslav Pervachuk zählte festgerungen zur ersten Mannschaft, Fahim Nasari zählte als 3. Ausländer. Aldin Dikezi ging mit Übergewicht ins Rennen, während Nick Jacobs und Diyar-Murat-Dündar in den Abschlusskämpfen nach Punkten unterlegen waren.

 

Mit zwei Punkten Rückstand auf den AC Mülheim geht es nun nächsten Samstag zum Saisonfinale nach Neuss. Die „Konkordia“ zeigte zuletzt einige Schwächen im Meisterrennen, musste den KSV Hohenlimburg inzwischen mit Riesenschritten vorbeiziehen lassen. Für die junge Garde von Übungsleiter Attila Bayrak besteht somit noch Hoffnung, die rote Laterne am letzten Kampftag abzugeben. Dazu muss allerdings ein eigener Sieg her und die TSG aus Herdecke sollte ihre Aufgabe gegen Mülheim erfolgreich bestreiten.

  KSV Witten SRC Viernheim 18:10  
57 G Edwin Dominguez EU Mirko Hilkert 4:0 15:0
61 F Arthur Eisenkrein Pascal Hilkert 4:0 19:2
66 G Andreas Eisenkrein Thomas Karnauka 0:2 PS 0:6
66 F Yunier Castillo EU Shukri Shukriev EU 1:0 PS 2:1
75 G Ilie Cojocari EU Norman Balz 4:0 SS 4:0
75 F Alexander Storck Matthias Schmidt 0:1 PS 4:5
86 G Nico Brunner Vladimir Stoychev EU 0:4 SS 6:4
86 F Ufuk Canli Tony Seifert 0:3 PS 2:10
98 G Mirko Englich Sebastian Otto 4:0 DV 14:0
130 F Imants Lagodskis EU Aylin Ashim Kudret EU 1:0 PS 4:4
  KSV Witten II TSG Herdecke 12:23  
57 G Idris Ibaev Walter Lisin 4:0 16:0
61 F Bahtiyar Dündar Tibor Pal 0:4 TÜ 0:16
66 G Pascal Wittke Daniel Beucke 0:2 PS 1:6
70 F Fahim Nasari Stephan Thoß 0:4 3. AL
75 G Nick Jacobs Peter Schwarzburg 0:2 PS 0:6
75 F Diyar-Murat Dündar Nima Habibivand 0:3 PS 0:13
80 G Aldin Dikezi Nils Holk 0:4 ÜG
86 F Rostyslav Pervachuck Szabolsc Hatos 0:4 1.M.
98 G Simeon Stankovich Dennis Böddeker 4:0 19:4
130 F Mattaios Engondis Gantulga Munkbat 4:0 3.AL

11.12.2015

 

KSV als Meister-Gastgeber zum Saisonende gegen Viernheim – Reserve muss gegen Herdecke hart um jeden Punkt kämpfen

 

Als Meister stand der KSV schon vor drei Wochen beim Auswärtskampf in Merken fest, seitdem folgt die Kür in der 2. Bundesliga West mit dem krönenden Abschluss am morgigen Samstagabend (19.30 Uhr) gegen den Aufsteiger SRC Viernheim. Bereits im ersten Aufeinandertreffen mit dem Ligen-Neuling gab es zwar einen am Ende souveränen 15:8-Erfolg für den KSV, allerdings ließen die Hessen, die ausschließlich von Baden-Württembergischen Gebiet umgeben sind, durchaus ihre Stärken spüren.

 

Mit Mirko und Pascal Hilkert sind zwei talentierte Eigengewächse im Viernheimer Kader, die bereits in der Hinrunde Edwin Dominguez alles abverlangten und Arthur Eisenkrein überraschend schnell auf die Schultern beförderte. Auch Shukri Shukriev, der wahrscheinliche Kontrahent Yunier Castillos war bis zum ersten Kampf der beiden noch unbesiegt und hat in dieser Saison bereits zweimal deutlich Aachens Yashar Jamali deutlich besiegt. Weiter oben bei den schwereren Jungs hat Sascha Helmling noch eine Rechnung mit Nico Brunner offen – der Wittener konnte den Hinkampf mit 8:4 für sich entscheiden. Auch Für Rostyslav Pervachuk wird es noch einmal ungemütlich. Gegen Tony Seifert gelang ihm ein sensationeller 25:15-Erfolg – ob es noch einmal so spektakulär wird?

 

Für die beiden Schwergewichte sollten beim KSV eigentlich Pflichtsiege auf dem Programm stehen. Eigentlich, da Imants Lagodskis mit Aylin Kudret im Hinkampf wenig Mühe hatte. Mirko Englich, der am Samstag seinen letzten Kampf bestreiten wird, steht allerdings nochmal eine harte Nummer auf dem Papier. Gegen Sebastian Otto setzte er sich mit 2:0 durch und will natürlich zum krönenden Abschluss seiner Karriere die perfekte Saison mit 14 Siegen hinlegen.

 

Nicht ganz so perfekt läuft dagegen die Saison für die KSV-Reserve. Logisch weiß man, dass man mit diesem enorm jungen und kleinen Kader in der Oberliga schon einige Wunder benötigt, um mit den Spitzenteams mithalten zu können. Am vorletzten Kampftrag trifft man nun allerdings auf einen direkten Tabellennachbarn, der TSG Herdecke. Mit 6:22 Punkten steht der KSV-Nachwuchs auf dem neunten und somit letzten Tabellenplatz – die TSG aus der Nachbarstadt mit 10:18 Punkten zwei Plätze darüber.

 

Auch wenn es keinen Pflichtabsteiger gibt, da die Liga eigentlich aus 10 Teams besteht, will man sich beim KSV dennoch nicht seinem Schicksal fügen und noch weitere Zähler bis zum Saisonende einfahren, um die Kampfzeit nicht mit der roten Laterne zu beenden. Gestartet wird die Begegnung am Samstag bereits um 17.30 Uhr.

11.12.2015

 

Ringer Mirko Englich und sein letzter großer Kampf

 

Quelle: Kirsten Simon - WAZ (www.derwesten.de)

 

Olympisches Silber, diverse Meistertitel: Mirko Englich zählt zu den besten Ringern Deutschlands. Nach über 20 Jahren auf der Matte ist Schluss.

 

Wenn Mirko Englich die Matte betritt, haben seine Gegner in der Regel wenig zu lachen. Zehn deutsche Meistertitel, Medaillen bei Europameisterschaften und Silber bei Olympia in Peking haben ihm noch mehr Gewicht verliehen, als der Fast-100-Kilo-Mann ohnehin in einen Wettkampf wirft. Der Wittener zählt zu den erfolgreichsten Ringern Deutschlands. Jetzt ist er allerdings besiegt worden: von seiner Vernunft. Schluss, aus. Samstag (12. Dezember 2015, 19.30 Uhr Husemannhalle) soll eine lange und erfolgreiche Karriere in Witten, seiner sportlichen Heimat, ausklingen. Auch wenn es da noch ein „Aber“ gibt – doch dazu am Ende mehr. Alles tut ein bisschen weh

 

„23 Jahre in der Bundesliga sind genug. Ich möchte meinen Abschied vom Leistungssport selbst bestimmen, nicht bestimmt werden“, sagt der 37-Jährige. Es ist nicht so, dass er jeden Morgen seine Knochen zurechtrücken muss, um es alleine aus dem Bett zu schaffen. „Doch alles im Körper tut ein bisschen weh.“ Nebenwirkungen des Hochleistungssports.

 

Nun ist es an der Zeit, etwas mehr an den Arbeitgeber zu denken. An den, der den Sport mit all den Terminen und Unwägbarkeiten unterstützt hat. Mirko Englich ist Feuerwehrmann in Dortmund. „In diesem Job muss ich fit sein.“

 

Ein neues Leben ohne Ringen? Nicht mit einem Englich. Hier wurde eine ganze Familie mit dem Ringer-Gen geboren. Vater Detlef war selbst Jahrzehnte lang erfolgreicher Athlet und später Vorsitzender des KSV, des traditionsreichen Kraftsportvereins Witten. Schwester Nina galt in den 90er-Jahren als eine der ersten Top-Ringerinnen Deutschlands. Ehefrau Yvonne gehörte ebenfalls zur bundesweiten Elite. Und was ist wohl der Lieblingssport der gemeinsamen Kinder Noah (12) und Lotta (8)? Kleiner Tipp: Es ist nicht der Fußball.

 

Kein Wunder, dass Mirko Englich sagt: „Möchte ich meine Familie sehen, muss ich nur in die Halle gehen.“ Der Weg wird ihn sowieso weiter dorthin führen, denn seit dieser Saison ist er nicht nur Aktiver im Zweitligateam, er ist auch Trainer. Und das wird er bleiben.

 

Samstag also der letzte große Auftritt als Sportler. Eine letzte Begegnung auf der Matte, ein letzter Körperkontakt mit dem Gegner, die letzten Schweißperlen, vielleicht die letzten Kratzer vom Sport am durchtrainierten Körper. „Den Gedanken daran versuche ich noch wegzuschieben“, sagt Englich wenige Stunden vor dem großen Tag. Gut möglich aber, dass er nach dem Wettkampf in der Umkleidekabine sitzen und erneut ringen wird – mit seinen Emotionen.

 

Bislang begleiten Mirko Englich eher Glücksgefühle als Wehmut, wenn er an seine großen Erfolge zurückdenkt. Ganz oben strahlen da das Olympia-Silber 2008 und der Gedanke an die Fackel, an die deutsche Fahne, an das Rampenlicht, in dem er plötzlich stand. So etwas gehört nicht zum Alltag des Vertreters einer Randsportart, „die ist das Ringen, ohne Zweifel“. Er konnte kein Profi werden. „In Deutschland wird alles vom Fußball aufgefressen. Das sieht man bei den Zuschauerzahlen und bei den Sponsoren.“ Häufiger kam es vor, dass der Olympiamedaillengewinner zunächst seine Gegner auf die Matte katapultierte – und kurz darauf ein Feuer löschen oder eine Katze vom Baum retten musste.

 

Ganz nebenbei ist die Geschichte, die der Ringer zu erzählen hat, um vieles mitreißender als das, was mancher Fußballprofi tagein, tagaus zum Besten gibt. „Einen meiner größten Momente“ nennt er es, wenn er daran zurückdenkt, wie er seine heutige Frau Yvonne kennengelernt hat (natürlich in der Sporthalle). Oder wie sich Stolz in seine Worte mischt, wenn er den Tag beschreibt, an dem er seine Kinder zum ersten Mal ringen sah.

 

Mirko Englichs ziemlich letzter Kampf führt ihn am Samstag, 12. Dezember 2015, in die heimische Halle in Witten. Sein KSV steht bereits als Meister der Gruppe West fest. Das war’s für ihn dann mit der Karriere. Und jetzt kommt das „Aber“: „Aber ich werde noch einmal zurückkehren. Ich habe meinem Sohn versprochen, mit ihm zusammen in einer Mannschaft anzutreten. So wie es mein Vater mit mir gemacht hat.“ In zwei Jahren könnte es so weit sein, dann ist Noah 14 und alt genug. Papa wird sich fit halten.

11.12.2015

 

Serie: Was macht...? Klaus Rost – Wittener Ringer von Weltrang

 

von Oliver Schinkewitz - WAZ (www.derwesten.de)

 

Drei Olympiateilnahmen, 18 Deutsche Meistertitel: Klaus Rost ist Wittens erfolgreichster Sportler. Seine späteren Hobbys: Tischtennis und Tauben.

 

Ehrensache, dass er am kommenden Samstag beim letzten Saisonkampf der Zweitliga-Ringer des KSV Witten 07 wieder neben seiner Frau Jutta auf seinem Stammplatz sitzen wird: Klaus Rost, wohl der erfolgreichste Sportler, den die Ruhrstadt je hervorgebracht hat, zieht es immer wieder gerne zu dem Verein, der einen Großteil seines Lebens geprägt hat. Eines mit zahlreichen Erfolgen gespickten Lebens, das ihn fast über den gesamten Erdball geführt hat.

 

„Ja, wir sind damals schon ganz schön ‘rumgekommen. Ich habe viel gesehen von der Welt“, sagt der heute 75-Jährige und blickt stolz auf den Trophäenschrank daheim in seiner Wohnung auf dem Sonnenschein. Vermutlich könnte Klaus Rost mit all den Pokalen, Medaillen und Urkunden, die sich in seiner aktiven Karriere angesammelt haben, ein ganzes Zimmer füllen.

 

Die für ihn bedeutsamsten Dokumente seines Schaffens auf der Matte hat er in einer Vitrine fein säuberlich aufgereiht. „Das ist das bedeutendste Stück aus meiner Sammlung“, sagt Rost und greift sich die Handteller große Silbermedaille, die er 1964 bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen hatte. Ob er sich an den Finalkampf in Japan noch erinnert? Auch jetzt, über 50 Jahre danach? „Natürlich, die Bilder habe ich immer noch vor Augen“, sagt der Pensionär und lächelt.

 

In einem der prall gefüllten Alben, wo er zahllose Ausschnitte aus Zeitungen und Broschüren minutiös aufgeklebt hat und die er immer gerne mal wieder zur Hand nimmt, wenn jemand zu Besuch kommt, der ihn nach den großen Ringkämpfen von damals fragt, deutet er auf das Foto, welches den entscheidenden Leichtgewichtskampf gegen den Bulgaren Enju Valtschew Dimow zeigt. „Der war einfach bärenstark, auch wenn ich ganz gut mitgerungen habe“, sagt Klaus Rost. „Vorab hätte ich ja nie gedacht, dass ich da die Chance auf eine Medaille habe. Ich war ja schon froh, überhaupt dabei sein zu können.“ Auf dem Flug nach Japan habe ihn sein Nationalmannschafts-Kollege Heinz Kiehl gefragt, ob er sich gut in Form fühle. Rosts launige Antwort: „Ach, für den Einmarsch wird’s reichen.“ Rost erlebte Terror-Attentat bei Olympia in München 1972

 

Insgesamt hat der Wittener an drei Olympischen Spielen teilgenommen: 1964 in Tokio, 1968 in Mexiko-Stadt und 1972 in München. An das auch heute noch verstörend beängstigende Attentat am 5. September, als Mitglieder einer palästinensischen Terrororganisation das Wohnquartier der israelischen Mannschaft stürmten, kann sich Rost auch noch gut erinnern. „Den Tag werde ich auch nie vergessen. Das war genau gegenüber von unserer Wohnung. Wir sind in Deckung gegangen, damit man auf uns nicht auch noch schießt.“

 

Für Rost endete mit den Spielen von München, wo er einen Kampf gewann und dann gegen einen US-Amerikaner unterlag, die internationale Karriere. Dritter war er 1963 bei der WM in Helsingborg (Schweden) geworden, später jeweils undankbarer Vierter bei der WM in Argentinien 1969 und im jahr zuvor bei Olympia in Mexiko-Stadt. Dort hatte der 70-kg-Ringer, der in beiden Stilarten gleichermaßen stark war, sowohl im freien als auch im griechisch-römischen Stil quasi als „ringender Zehnkämpfer“ auf der Matte gestanden. „Elf Kämpfe an zwei Tagen - sowas wäre ja heute gar nicht mehr vorstellbar“, sagt Klaus Rost.

 

Als Elfjähriger war er seinerzeit zum Ringen gekommen, hatte sich einfach einem guten Freund angeschlossen und schaute beim KSV Witten 07 vorbei. Heute, mehr als sechs Jahrzehnte und insgesamt 16 deutsche Einzelmeisterschaften sowie zwei Mannschafts-Titel später ist Rost Ehrenmitglied des Traditionsvereins. Und steht dem aktiven Geschehen durchaus kritisch gegenüber: „Das heutige Ringen gefällt mir gar nicht mehr. Da wird nur noch ‘rumgeschoben, aus der Matte ‘rausgedrückt. Das hat es bei uns nicht gegeben“, erklärt er die vor allem technischen Unterschiede zum Ringkampfsport in den Sechzigern und Siebzigern. Dass der KSV jetzt als Zweitliga-Meister auf dem besten Weg zurück in die nationale Erstklassigkeit ist, freut den mittlerweile als Hobby-Tischtennisspieler aktiven, sportlichen Senior. „Aber da wird man den Kader deutlich verändern müssen. Da werden sicherlich sechs, sieben gute neue Leute gebraucht“, sagt der Fachmann, der einst wegen seines Armdrehgriffs auf der Matte so gefürchtet war. Taubenschlag in seinem ehemaligen Haus musste er abreißen

 

Ein geliebtes Hobby hat Klaus Rost vor zwei Jahren aufgegeben. „Ich habe 40 Jahre lang Tauben gezüchtet - und ich war damit auch ziemlich erfolgreich.“ Den Taubenschlag in seinem ehemaligen Haus hat er aber abreißen müssen - schweren Herzens. „Ich fahre zwar heute auch noch einmal im Jahr zur großen Zuchtschau nach Dortmund in die Westfalenhalle - aber ohne eigene Tauben hab’ ich manchmal schon einen toten Punkt“, sagt Klaus Rost wehmütig und legt die mit so vielen schönen Erinnerungen behaftete Silbermedaille aus Tokio wieder zurück an ihren Platz in die Vitrine. Bis mal wieder jemand vorbeischaut und sich die wunderbaren Anekdoten von damals erzählen lässt.

 

Infobox: Von 1952 bis 1960 gehörte Klaus Rost seinem Stammverein KSV Witten 07 an, wechselte dann zum Stadtrivalen SU Annen (bis 1964). Seinerzeit gab’s rund um diesen Wechsel einige Reibereien - Rost wurde vererinsintern vom KSV gesperrt, verpasste aufgrund der folgenden Verbandsstrafe dadurch zwei DM-Teilnahmen. 1965 folgte ein Jahr beim badischen Club in Wiesental, ehe Rost wieder zum KSV Witten zurückkehrte, mit dem er 1970 und 1974 Mannschaftsmeister wurde.

06.12.2015

 

KSV Witten liefert nächste Gala ab

 

Der 13. Kampftag war für den KSV Witten schnell erledigt: Mit 24:2 fertigte man den KV Riegelsberg ab.

 

So ringt der „Pott“ - und so ringt vor allem der Meister der zweiten Bundesliga: Auch das Rückrunden-Duell mit dem KV Riegelsberg geriet für den KSV Witten 07 zu einer ganz eindeutigen Angelegenheit. Die Mannschaft von Trainer Mirko Englich setzte sich im Saarland überlegen mit 24:2 durch und bleibt damit weiterhin ungeschlagen.

 

Das passte hervorragend am Samstagabend: Mit diesem beeindruckenden Sieg schraubte der KSV sein Punktekonto auch auf 24:2, liegt nun vor dem abschließenden Kampftag am kommenden Samstag (12. Dezember) gegen den SRC Viernheim neun Zähler vor den nachfolgenden Teams. „Das war danach auch mal wieder eine richtig schöne Rückfahrt - feiern können wir mittlerweile“, meinte der KSV-Coach ganz gelöst.

 

Die Riegelsberger, im vergangenen Jahr noch einer der ärgsten Konkurrenten der Wittener Ringer, sahen wie schon beim Hinkampf (26:1) kein Land. „Das ist zwar eine richtig gute Mannschaft. Aber dort, wo sie ihre besten Ringer haben, stellen wir sogar noch ein wenig stärkere“, so Englich. Es ging auch gleich richtig gut los mit einem deutlichen 8:1-Punktsieg von Edwin Dominguez (57 G), der sich dabei eine leichte Verletzung am Auge zuzog. „Aber nichts Schlimmes“, wie der Trainer versicherte. Gar nichts anbrennen ließen dann Schwergewichtler Imants Lagodskis (130 F) bei seinem technisch überlegenen Erfolg über Kevin Arend sowie Arthur Eisenkrein (61 F), der sich beim 12:4 gegen Moritz Paulus deutlich verbessert zeigte.

 

Von sich selbst überrascht war dann im Duell mit dem unangenehm zu ringen Waldemar Minnich der KSV-Coach: „Mein Sohn Noah hat mir morgens noch gesagt: Papa, du musst im Kampf mal wieder was Spektakuläres machen - das hat dann auch ganz gut geklappt“, so der 37-Jährige über seinen perfekten Kopf-Hüftschwung, der ihm schon nach 30 Sekunden einen Schultersieg einbrachte. Den 14. Wittener Punkt steuerte vor der Pause Andreas Eisenkrein (66 G) bei, der beim 2:0 gegen Pascal Ruffing „noch ein wenig mehr hätte ‘rausholen können. Ihm fehlt es momentan an Selbstvertrauen“, urteilte der KSV-Trainer.

 

Im zweiten Durchgang dominierten die Wittener auch weiterhin das Geschehen. Nach Rostyslav Pervachuks toller Aufholjagd (10:7-Erfolg nach 0:6-Rückstand) lieferte auch Yunier Castillo mal wieder eine Glanzleistung ab. Auch er lag deutlich hinten, gewann dann aber noch mit 9:6 und profitierte abermals von seiner bemerkenswerten Beweglichkeit.

 

Riegelsbergs einzige Zähler gab es, als Nico Brunner gegen KV-Ringer Marius Braun trotz guter Leistung im zweiten Abschnitt mit 1:4 verlor. Ilie Cojocari per Schultersieg und Alexander Storck mit einem nie gefährdeten 5:0-Erfolg rundeten die KSV-Gala ab.

 

von Oliver Schinkewitz, WAZ (www.derwesten.de)

  KV 03 Riegelsberg KSV Witten 07 2:24 Wertung
57 G Kevin Müller Edwin Dominguez 0:2 PS 1:8
61 F Moritz Paulus Arthur Eisenkrein 0:3 PS 4:12
66 G Pascal Ruffing Andreas Eisenkrein 0:1 PS 0:2
66 F Suren Eloyan Yunier Castillo 0:2 PS 6:9
75 G Ruhullah Gürler Ilie Cojocari 0:4 SS 1:4
75 F Robin Paulus Alexander Storck 0:2 PS 0:5
86 G Marius Braun Nico Brunner 2:0 PS 4:1
86 F Andreas Skodawessely Rostyslav Pervachuk 0:2 PS 7:10
98 G Waldemar Minnich Mirko Englich 0:4 SS 0:4
130 F Kevin Arend Imants Lagodskis 0:4 TÜ 0:15

Bonn eine Spur zu abgezockt für den KSV-Nachwuchs

 

Gegen die Punktesammler und Top-Athleten wie Vasileios Tersenidis, Iba Mavua Kazai, Stefan Daniliuc oder auch Daniel Persch hatte die KSV-Reserve zwar ein paar Punkte mitnehmen können, aber zum Gesamterfolg hat es bei der 13:24-Niederlage in der ehemaligen Hauptstadt nicht gereicht.

 

Bayhtiyar Dündar (durch Aufgabe) und Simeon Stankovich (technische Überlegenheit) sammelten dabei volle vier Zähler ein, Fahim Nasari gelang mit seinem hohen Punktsieg immerhin ein "Dreier", während Mattaios Engonidis im fremden freien Stil erneut einen Punktsieg hinlegte und auch zwei Zähler zu den 13 Punkten beisteuern konnte.

 

Der Rest war dann allerdings der Klasse der Hausherren geschuldet. Am kommenden Samstag steht somit vor der Zweitliga-Begegnung mit der Partie gegen den Nachbarn aus Herdecke ein Duell auf Augenhöhe auf dem Plan. Hier rechnen sich die Schützlinge den ein oder anderen Sieg aus, um am Ende die beiden Zähler in Witten behalten zu können.

  TKSV 1906 Duisdorf KSV Witten 07 II 24:13 Wertung
57 G Vasileios Tersenidis Idris Ibaev 4:0 3.AL
61 F Daniel Lajger Bahtiyar Dündar 0:4 AS 4:10
66 G Daniel Persch Pascal Wittke 4:0 19:4
70 F Michael Schubert Fahim Nasari 0:3 PS 4:13
75 G Ibrahim Mavua Kazai Nick Jacobs 4:0 16:0
75 F Stefan Daniliuc Aldin Dikezi 4:0 16:0
80 G Salih Sahin Diyar-Murat Dündar 4:0 SS 2:0
86 F David Harth Ufuk Canli 4:0 AS 12:0
98 G Artur Ortmann Simeon Stankovich 0:4 TÜ 0:16
130 F Justin James Mattaios Engonidis 0:2 PS 10:13

04.12.2015

 

Auswärtsfinale in Riegelsberg – KSV will nachlegen – Reserve erwartet heißen Fight in Bonn

 

Der 26:1-Heimsieg in der Hinrunde gegen die Saarländer täuscht über die gezeigten Leistungen der Riegelsberger eindeutig hinweg. Besonders in der Rückrunde stehen die Saarländer nun Dank Stilartwechsels und weniger Verletzten deutlich besser, gewannen sogar die drei letzten Kämpfe. Darunter war auch ein 13:12-Sieg beim Nachbarn aus Heusweiler und in der vergangenen Woche sogar eine 22:11-Demontage des RC Merken. Ein Spaziergang wird es für die Wittener Meisterringer bei ihrer letzten Auswärtstour in dieser Saison somit ganz bestimmt nicht.

 

Offene Duelle erwartet man im KSV-Lager beispielsweise direkt im ersten Kampf beim Schweden Edwin Dominguez (trifft wohl gegen Kevin Müller). Hier direkt einen Erfolg als Grundstein zu legen, wäre enorm wichtig, denn die kleine Sporthalle der Lindenschule könnte sonst zu einem wahren Hexenkessel werden. Mit hoher Spannung erwartet werden die Duelle von Yunier Castillo (gegen Suren Eloyan, im Hinkampf 19:10 für den Spanier) oder auch Nico Brunner (gegen Marius Braun mit 2:4 unterlegen), der nach einer kleinen Formkrise und einem übermächtigen Gegner aus der vergangenen Woche nun Richtung Saisonende noch einmal positive Zeichen setzen soll.

 

Die Gastgeber stehen derzeit mit 13:11 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, könnten aber bei positiven Kampfverläufen am Saisonende noch den Rivalen aus Hüttigweiler abfangen und hinter dem KSV als Vizemeister ins Ziel einlaufen.

 

Mit nur drei Punkten Differenz unterlag die KSV-Reserve im Hinkampf dem TKSV1907 Duisdorf aus Bonn. Um am Samstag zwei wichtige Zähler aus der ehemaligen Hauptstadt zu entführen, bedarf es aber einer konzentrierten Teamleistung. Besonders mit ihrem Sieg gegen das Top-Team aus Neuss haben die Bonner vor 14 Tagen unterstrichen, dass man sie jederzeit auf dem Radar haben sollte. Mit Routinier Vasileios Tersenidis (57 kg) sowie Punktegarant Stefan Daniliuc (75 kg) stellen die Gastgeber zwei wichtige Stützen in ihrem Team. 12:16 lautet das Punktekonto des TKSV – damit steht man im gesicherten Mittelfeld. Für die KSV-Reserve, die derzeit mit 6:20 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz rangiert, dürfte somit gerne etwas Zählbares im Rheinland herausspringen.

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