Aktuelles - Februar 2015

28.02.2015

 

Sportlerehrung im Stadtwerke-Haus - KSV-Ringer in voller Stärke präsent

24.02.2015

 

KSV-Mädels erringen sieben Mal Gold auf Landesebene - Gold und Silber bei den Freistil-Herren

 

Am Wochenende fanden in Dormagen die Ringer-Landesmeisterschaften im Freistil für die männliche C-Jugend, die Männer sowie die weiblichen Altersklassen statt. Insgesamt 21 Sportler des KSV Witten 07 reisten an und scheffelten zahlreiche Erfolge:

 

In der leichtesten Klasse der C-Jugend bis 29 kg konnten unter fünf Teilnehmern gleich zwei Athleten um die Medaillen ringen: Der Kampf um Silber und Bronze war lange Zeit ausgeglichen, und Kutkagan Öztürk setzte Justus Eigenbrodt unter Druck, indem er mit 10:9 zur Pause führte. Beide Sportler zeigten eine tolle Leistung mit dem glücklicheren Ende für Justus Eigenbrodt.

 

Die 31-kg-Klasse dominierte Noah Englich mit insgesamt 49:1 Punkten. Mit technischen Überraschungen und Feingefühl wurde er mit fünf Siegen zum ersten Mal Landesmeister (6 Tln.) Eine Klasse höher bis 34 kg versuchte Deyvid Zlatkov sein Glück. Ringerisch kann er in dieser starken Klasse mithalten, jedoch durch sein zu niedriges Kampfgewicht in dieser Klasse war mehr als Platz 6 nicht drin (9 Tln.). Tim Oberboßel hatte in der teilnehmerstärksten 38-kg-Klasse kein Losglück (12 Tln.). Eine Medaille wäre unter Umständen möglich gewesen, trotz kämpferischer guter Leistung und viel Mut landete er auf Platz 5. Einen schweren Kampf hatte Alexander Boric bereits vor dem Wettkampf durch Grippe in der Vorbereitung hinter sich gebracht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte er alles auf eine Karte und belegte als Jüngster in dieser Klasse einen sehr guten 3. Platz (10 Tln.).

 

In den weiblichen Altersklassen konnte der KSV am Sonntag sogar die Vereinswertung mit 119 Punkten knapp vor dem gastgebenden AC Ückerath (110 Punkte) erringen:

 

Bei den Schülerinnen krönte Jasmina Tritsch gleich ihre erste Landesmeisterschaft bis 19 kg mit Gold (3 Tln.). Bis 28 kg traf ihre Schwester Lara-Sophie Tritsch in einem Dreierfeld auf die Vereinskameradin Vera Engelkamp. Den entscheidenden Kampf um Gold und Silber entschied Vera mit 8:0 für sich. Lotta Englich wurde bis 30 kg zweite von vier Ringerinnen. Im Kampf um Gold hatte sie Grund, mit den Entscheidungen des Kampfrichters zu hadern und verlor bei Punktgleichheit denkbar knapp. Emily Weiß zeigte bis 40 kg Moral: Nach drei Niederlagen in Folge kämpfte sie sich noch einmal auf einen achtbaren vierten Platz heran (6 Tln.). Bis 46 kg dominierte Dana Boric ihre Viererklasse klar mir 32:0 Punkten. Das bekam bei ihrem dritten ungefährdeten Sieg auch ihre Clubkollegin Larissa Willfried zu spüren, die das Vereinsduell verlor und insgesamt Bronze holte.

 

In der weiblichen Jugend hinterließ die Grippewelle ihre Spur. Elisabeth Rockholtz startete geschwächt in der leichtesten Klasse bis 35 kg und war nach zwei Niederlagen mit Bronze nicht ganz glücklich (3 Tln.). Für Rebecca Steckelbach fand sich bis 49 kg leider keine Gegnerin, so dass sie kampflos Landesmeisterin wurde und ihren Einlagekämpfen eine gute Leistung zeigte. Lina Dussin dagegen traf in einem vollen Siebenerfeld bis 49 kg gleich auf eine starke Gegnerin. Nachdem sie Fabienne Manz risikoreich besiegt hatte, nutzte sie mit drei Folgesiegen ihre Chance auf Gold. Bei Dilara Bayrak starteten bis 60 kg zusätzlich zu den sieben Jugendlichen auch zwei Juniorinnen außer Konkurrenz. Als Poolzweite bewies sie viel Kampfgeist und gewann im Kleinen Finale Bronze. Ähnlich zusammengesetzt war das Feld für Saskia Rakete bis 65 kg. Im volleren Pool stand sie nach drei Siegen im Finale, das sie beim Stand von 9:0 mit einem Schultersieg entschied.

 

Bei den Frauen/Juniorinnen war für den KSV Viviane Herda bis 63 kg am Start. Sie besiegte ihre einzige Gegnerin souverän nach 40 Sekunden und zeigte darüber hinaus in ihren Einlagekämpfen eine prima Leistung.

 

Die mitgereisten Trainer Attila Bayrak, Klaus Eigenbrodt, Yvonne Englich, Wilfried Lutter und Ludger Steckelbach sowie der Jugendvorsitzende Bahaddin Tasdemir waren mit der Leistung der Athleten insgesamt vollauf zufrieden.

 

Gold und Silber für Freistil-Männer des KSV Witten 07

 

Nur zwei Ringer des KSV hatten den Weg aus der Ruhrstadt ins Rheinland gefunden – die Ausbeute war dann allerdings fast optimal. Gold und Silber gewannen die KSV-Athleten, die Qualität war also durchaus zufriedenstellend. Besonders ein Akteur wusste dabei zu überzeugen: Fahim Nasari, der in der Wittener Oberliga-Auswahl zum Einsatz kommt, gewann die Konkurrenz in der Klasse bis 65 kg. In der Vorrunde war er zweimal technisch überlegen, seine Gegner aus dem niederländischen Landgraaf, Wesley Mulder und Alex Paulanyi, mussten beim 0:10 bzw. 0:13 die Klasse des Ringers von der Ruhr anerkennen. Auch der Annener David Mohammad, der bei 8:16 Punkten gegen den KSV-Akteur auf den Schultern landete. Das Finale war dann ebenso deutlich, Jan Mentler vom TuS Bönen war beim 1:12 ebenfalls technisch unterlegen – damit war der bislang größte der Erfolg des jungen Mannes vom KSV, der eine interessante Vita hat, perfekt.

 

Der 18 jährige kam vor vier Jahren als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland – allein, ohne Familie. In Dortmund wurde er zunächst aufgenommen, machte beim KSV Jahn Marten die ersten Schritte auf der Ringermatte. Schon bald zog er nach Witten um, absolvierte hier seine schulische Ausbildung und lernte nebenher fleißig in den Übungsstunden des KSV Witten den Ringkampf. Und da hat er sich in den wenigen Jahren erstaunlich entwickelt. In der KSV-Oberligamannschaft gewann er in der abgelaufenen Saison bereits die Hälfte seiner Kämpfe, in diesem Jahr dürften es durchaus mehr werden. Daneben wird er demnächst eine Ausbildung beginnen – ein bestes Beispiel für gelungene Integration, wie sie durch Sport und Vereine ermöglicht wird!

 

Mit „Silber“ kam der zweite Starter des KSV aus Dormagen zurück, Schaman Kasumov, der in der Bundesliga-Saison in der 86 kg-Kategorie auf die Matte ging, diesmal aber bis 97 kg startete. Auf dem Weg zum Finale kam er zu drei technisch überlegenen Erfolgen, jeweils mit 10:0 besiegte er Alexander Meffert (AC Ückerath), Fehmi Güney (TuS Bönen) und Justin James (TKSV Duisdorf). Im Finale traf er auf Waldemar Peil (TV Walheim), der zuletzt im Erstliga-Team der Aachener aktiv war. Beim 11:2 hatte der TV-Akteur die Nase am Ende deutlich vorn – immerhin Platz zwei und eine Silbermedaille für Schaman Kasumov.

 

Am kommenden Wochenende nun werden die Spezialisten im griechisch-römischen Stil beim TuS Bönen um die NRW-Meistertitel kämpfen. Da sollten bei den Herren mehr KSV-Teilnehmer als zuletzt in Dormagen am Start sein!

16.02.2015

 

KSV-Helfer feierten ausgelassen am Karnevalssamstag

 

Die Helfer des KSV, die sonst bei jeder Veranstaltung, Reparatur oder sonstigen Hilfestellung immer für den Verein parat stehen, durften sich am vergangenen Samstag in Schale - oder besser gesagt Kostüm - schmeissen und sich vom KSV-Vorstand bewirten lassen.

 

Bei reichlich flüssiger und fester Nahrung zeigten die Ehrenamtlichen, dass Witten auch Karneval kann. Auch nach Mitternacht wurde noch fleissig gesungen, getanzt und geschunkelt.

 

Auch für all diejenigen, die leider an diesem Samstag nicht konnten, sei hier nochmals der Dank für ein hervorragendes Jahr 2014 ausgesprochen. Wir wissen, dass es ohne Euch nicht geht im Verein.

12.02.2015

 

Saskia Rakete bestätigt ihre gute Form bei den Flatz Austrian Open

 

Das internationale Ringerturnier „Flatz Austrian Open 2015“ im österreichischen Wolfurt zog am Wochenende 219 Sportler und Sportlerinnen an. Darunter auch zwei Wittener Ringerinnen, Lina Dussin und Saskia Rakete.

 

Lina Dussin konnte in der 52-kg-Klasse der Kadettinnen mit einem 5. Platz abschneiden. Mit einem Schultersieg gegen die Slowenin Reka Bacsfaiva startete sie ins Turnier, musste aber der körperlich stärkeren Alicja Czyzowicz den Einzug ins Finale überlassen. Um Platz 3 gegen Carina Schimböck aus Österreich war es anfangs ein enger Kampf, doch die Kraft reichte nicht aus, um die Medaille zu gewinnen.

 

Saskia Rakete startete ebenfalls mit einem Schultersieg gegen eine Slowenin in der 65-kg-Klasse der Kadettinnen. Die Schulterniederlage gegen die spätere Turniersiegerin Alexandra Sandahl aus Schweden kostete das Finale. Um sich die Medaille zu sichern, besiegte sie Lina Huisinga vom AC Ückerath und wurde verdient 3. Mit dieser Medaille zeigte sie einmal mehr ihre gute Form.

12.02.2015

 

Saison-Auswertung der Ringer: Mirko Englich holt die meisten Punkte in West-Gruppe der 2. Bundesliga West - Yunier Castillo und Imants Lagodskis knapp dahinter - KSV Witten setzt nur 14 Akteure ein

 

Nach der Saison ist vor der Saison: die Kampfzeit 2014 liegt nun schon wieder zwei Monate hinter uns, die neue steht vor der Tür. Nach der letzten Entscheidung des Deutschen Ringer-Bundes bleibt nun doch alles beim Alten – es wird – wie gehabt – die 1. und die 2. Bundesliga geben, die Vereine können in die Planung eintreten. Relativ spät zwar, doch nicht zu spät. Die Wechselliste wird am 31. Mai geschlossen.

 

Dabei ist bei der Vorbereitung auf die Saison ein Blick in die Liga-Datenbank des DRB ganz aufschluss- und hilfreich. Und dort ist schwarz auf weiß nachzulesen: Altmeister Mirko Englich vom KSV Witten 07 war der fleißigste Punktesammler der West-Gruppe der 2. Bundesliga in vergangenen Saison! 49 Zähler stehen für den Olympia-Zweiten von 2008 auf der Haben-Seite, nur zwei gab er ab – saldiert ergeben das 47 Punkte für den KSV-Akteur. In 14 Begegnungen ging er 13 mal als Sieger von der Matte, nur gegen den ungarischen 130 kg-Riesen Lam Balint vom Meister KSV Ispringen musste er sich nach Punkten geschlagen geben.

 

Die meisten Siege sammelte indes der Ungar Zoltan Lakatos vom NRW-Konkurrenten RC Merken: in seinen 14 Kämpfen blieb er unbesiegt – sammelte aber „nur“ 39:0 Punkte; ähnlich stark wie Mirko Englich auch Tahir Zaidov (Hösbach) mit 13 Siegen in 14 Kämpfen und 46:0 Punkten; auch der Ex-Wittener Beslan Abuev, der für Hohenlimburg auf die Matte ging, präsentierte sich meisterlich. In 14 Begegnungen war er dabei und gewann 13 Kämpfe, Punktverhältnis 47:2. Mit Yunier Castillo folgt dann schon ein weiterer KSV-Akteur in der Spitzengruppe der Liga: der Exil-Kubaner war ebenfalls in 13 von 14 Begegnungen erfolgreich und erzielte dabei 42:4 Punkte. Auch Imants Lagodskis weist eine beeindruckende Bilanz auf: elf Siegen stehen zwei Niederlagen bei 41:4 Punkten gegenüber.

 

Erfolgreich war die Saison auch für den jungen Nico Brunner: der Juniorenmeister konnte in 14 Kämpfen elfmal gewinnen (24:5 Punkte). Überwiegend siegreich waren in den Liga-Kämpfen auch Alexander Storck (neun Siege bei fünf Niederlagen) und Leon Marinov Suhov (8:5), während Arthur Eisenkrein mit je sieben Siegen und Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz aufweist. Insgesamt setzte KSV-Trainer Fatih Sirin in der Saison lediglich 14 Akteure ein – der KSV hatte nur einen kleinen Kader zur Verfügung! Insgesamt setzten die acht Vereine der Gruppe West der 2. Ringer-Bundesliga 123 Ringer ein – also etwa 15 pro Mannschaft im Durchschnitt. Meister KSV Ispringen schickte während der Saison 18 Akteure auf die Matte.

10.02.2015

 

ASV Nendingen alter und neuer Deutscher Meister - Weingartener Festzelt bebte - doch Gäste nahmen den Titel mit nach Hause

von Jörg Richter, DRB-Pressereferent

 

Der ASV Nendingen hat seinen Deutschen Mannschaftsmeistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt: in der Höhle des Löwen, beim SV Germania Weingarten, gewann die Mannschaft des Trainergespannes Volker Hirt/Marc Buschle vor 2.500 Zuschauern mit 11:7 und sicherte sich damit den zweiten Titel in der Vereinsgeschichte. Die Begegnung wurde im Festzelt an der Mineralix-Arena in Weingarten ausgetragen.

 

„Wir sind heute wieder wie in der ganzen Saison mit allen Ringern auf oder neben der Matte eine verschworene Gemeinschaft gewesen, sie alle haben einen gleichen Anteil an diesem tollen Triumph“, so Volker Hirt nach der Siegerehrung überglücklich.

 

Vor allem in den schweren Gewichtsklassen zeigte Nendingen Klasse, neben Giorgi Sakandelidze (130 kg/FR), der den 36 kg leichteren deutschen Auswahlringer William Harth mit 9:0 Wertungspunkten fest im Griff hatte, sorgte vor allem Peter Öhler (98 kg/GR) für eine Vorentscheidung. Der Mühlenbacher besiegte den schwedischen Bronzemedaillengewinner von London 2012, Jimi Lidberg, mit einem herrlichen Wurf. Am Ende lag er mit 8:0 Wertungspunkten in Front und sicherte damit drei Zähler für sein Team.

 

Beide Mannschaften konnten in diesem wiederum dramatischen Finale jeweils fünf Siege verbuchen, Nendingen allerdings die höherwertigen Erfolge. Gab es zumindest noch einen Hoffnungsfunken für Weingarten angesichts des 3:7-Rückstandes zur Halbzeit, so erlosch dieser nach den beiden Niederlagen im Mittelgewicht. Weingartens Achmed Dudarov (86 kg/FR) unterlag gegen Piotr Ianulow gleich mit 0:8 und gab weitere drei Mannschaftspunkte an Nendingen ab; auch der Kroate Nenad Zugaj, der in der Vorwoche gegen den deutschen Militärweltmeister von 2014 Ramsin Azizsir noch verloren hatte, ebnete nun mit einem 2:0 Nendingens Weg zur erneuten Meisterschaft endgültig.

 

Bis zur Halbzeit hielten Vasyl Shuptar (61 kg/FR) und Ionut Panait (66 kg/GR) Weingarten im Rennen, in der zweiten Hälfte des Kampfabends siegten Anatoli Guidea (66 kg/FR) und Adam Juretzko (75 kg/GR). Den Schlusspunkt setzte AVG-Ringer Georg Harth (75 kg/FR) mit seinem knappen Sieg über Samet Dülger – insgesamt jedoch zu wenig Mannschaftspunkte, um die Titelverteidigung des ASV Nendingen zu verhindern.

 

Das DRB-Aushängeschild Frank Stäbler (75 kg/GR) konnte sich gegen Weingartens 43-jährigen Kapitän Adam Juretzko gar eine knappe 0:1-Niederlage leisten, brachte gegen den Deutschen Meister dennoch den Titel in trockene Tücher. Der Siegpunkt von Georg Harth war am Ende nur noch Ergebniskosmetik zum 7:11-Endstand, der im Jubel des neuen Titelträgers und dessen etwa 500 mitgereisten Schlachtenbummlern unterging.

 

„Es war eine Werbung für den Ringkampfsport, sowohl in Nendingen als auch heute in Weingarten haben sich die beiden Finalisten großartige Kämpfe auf Augenhöhe geliefert und auch mit vielen Helfern für ein schönes Umfeld gesorgt“, so DRB-Präsident Manfred Werner, der zusammen mit den beiden Vizepräsidenten Günter Maienschein (Sport) und Ralph Diener (Bundesligaangelegenheiten) die Siegerehrung vornahm.

04.02.2015

 

Auch im Greco gutes Abschneiden der KSV-Ringerjugend

 

Auch in der griechisch-römischen Stilart konnte die Ringerjugend des KSV Witten 07 gute Erfolge bei der Landesmeisterschaft einfahren. Am Wochenende gingen in Gütersloh insgesamt 20 Nachwuchsringer auf die Matte. Dabei erzielten die teilnehmenden Athleten gute Ergebnisse:

 

Bei den Junioren konnte sich in der Klasse bis 74 kg, die mit 12 Teilnehmern sehr stark besetzt war, Nick Jacobs den 5. Platz und Diyar Murat Dündar den 6. Platz erkämpfen. Beide agierten mit Licht und Schatten, konnten einige Siege verbuchen, mussten aber auch bittere Niederlagen einstecken. Den Landesmeistertitel konnte sich Martin Tasev bis 84 kg „erkämpfen“. In seinem angestammten Gewicht hatte er allerdings überhaupt keinen Gegner, so dass er kurzerhand in der 96-kg-Klasse startete und sogar hier aufs Treppchen gekommen wäre. Unangefochten dominierte Simeon Stankovic in dieser Klasse seine Kontrahenten und gewann alle seine Kämpfe deutlich mit insgesamt 28:1 technischen Punkten (6 Tln.).

 

In der A-Jugend fehlte es bis 42 kg auch Artur Szczesny an Gegnern. Er gewann aber sämtliche Freundschaftskämpfe gegen schwerere Athleten und ist nach seinem Freistilerfolg nun überlegener Doppel-Landesmeister. Idris Ibaev (54 kg) hatte in seinen beiden Kämpfen keine Probleme und gewann ohne Gegenpunkt zwei Mal technisch überlegen mit einer sehr guten Leistung Gold (3 Tln.). Bis 58 kg traf Bahtiyar Dündar auf Mert Tasdemir und gewann das vereinsinterne Duell. Bahtiyar holte nach drei weiteren Schultersiegen und seiner Finalniederlage gegen Denis Hergert Silber (6 Tln.). Mert erholte sich zunächst mit einem Sieg von seiner Auftaktniederlage und wurde letztendlich Vierter. Tristan Steckelbach (69 kg, 4 Tln.) traf in seinem ersten Kampf gleich auf den starken Sebastian Klusak. Auch er fing sich nach dieser Niederlage und holte am Ende Bronze. Julian Zimmermann dominierte wie schon im Freistil das Feld bis 85 kg (3 Tln.) deutlich. Er errang ohne technischen Gegenpunkt mit zwei Schultersiegen gegen seine beiden Gegner Gold.

 

In der B-Jugend hatte der KSV bis 34 kg mit Radoslaw Szczesny und Andreas Zenger zwei Eisen im Feuer (4 Tln.). Radoslaw konnte sich wie zuvor im Freistil den ersten Platz erkämpfen, Andreas den dritten, obwohl Andreas den direkten Vergleich 4:2 gewann. Allerdings unterlag er Leon Schneider 2:13, während Radoslaw diesen mit 10:0 auspunktete. In der Klasse bis 50 kg (3 Tln.) konnte Tugkagan Öztürk leider seine beiden Niederlagen nicht verhindern und landete auf Platz 3. Bis 54 kg (5 Tln.) musste sich Julian Lejkin nur dem Utrechter Tyrone Sterkenburg nach Punkten geschlagen geben. Alle drei anderen Gegner wurden entweder geschultert oder technisch überlegen nach Punkten besiegt – Silber. Marlon Schwarz (69 kg) verbuchte drei Schultersiege und konnte so den Landesmeistertitel erringen (4 Tln.). Gegen Tarik Tutkun, dem er eine Woche zuvor noch unnötig unterlegen war, lieferte er diesmal einen kuriosen Kampf: Zunächst 0:8 im Rückstand, erkämpfte er noch einen überraschenden Schultersieg.

 

Als Trainer vor Ort fungierten an den beiden Wettkampftagen Klaus Eigenbrodt, Mirko und Yvonne Englich, Mesut Kayar, Wilfried Lutter sowie Ludger Steckelbach. Auch Bahaddin Tasdemir war als Jugendvorsitzender mit in Gütersloh und freute sich auf der Rückfahrt über Platz 1 in der Mannschaftswertung.

 

Da die Mädchen und die weibliche Jugend nicht Greco ringen, nutzten einige von ihnen die Möglichkeit, an einem Turnier des Landesverbandes Hessen teilzunehmen:

 

KSV Ringermädels liefern in Bensheim starke Leistung ab

 

Im Altersbereich der Schülerinnen konnte Vera Engelkamp in der 27-kg-Klasse mit zwei Niederlagen und einem souveränen Sieg gegen ihre ältere Vereinskollegin Lara-Sophie Tritsch die Bronzemedaille erkämpfen (4 Teilnehmerinnen). Lara-Sophie Tritsch musste zwei weitere Niederlagen hinnehmen und wurde Vierte. Lotta Englich (30 kg) gewann ihre ersten beiden Kämpfe deutlich. Im Finale musste sie jedoch in einem hart umkämpften Kampf den Sieg der schwereren und älteren Celine Scharfscheer überlassen – Silber (4 Tln.). Emily Weiß konnte sich in der 40-kg-Klasse nach zwei Schultersiegen, vor denen sie jeweils nach Punkten in Führung lag, überraschend über Gold freuen (3 Tln.).

 

In der weiblichen Jugend konnte Elisabeth Rockholtz eine starke Leistung mit vier Schultersiegen vorzeigen, konsequent und energisch nutzte sie ihre Chancen. Erst im Finale wurde sie von der starken Lisa Höflich gestoppt (Platz 2, 35 kg, 10 Tln.). Larissa Willfried hätte eigentlich noch in der 46-kg-Klasse (8 Tln.) bei den Schülerinnen starten können, hatte dort allerdings keine Gegnerin und musste bei der weiblichen Jugend mitringen. Sie kämpfte beherzt, allerdings konnte sie sich nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und wurde 8. Lina Dussin (52 kg, 6 Tln.) startete nach einer 6:4-Führung einen unbedachten Angriff und verlor auf Schultern gegen Kathleen Kinzel, die sie noch vor drei Wochen besiegen konnte. Nach zwei weiteren Niederlagen und zwei Siegen wurde sie Dritte. In der 60-kg-Klasse hatte Dilara Bayrak nur einen Kampf und nicht viel Mühe mit Lara Martini: Sie gewann frühzeitig auf Schultern und sicherte sich den Turniersieg.

 

In der Vereinswertung konnten sich der KSV hier über den zweiten Platz freuen. Die mitgereisten Trainer Yvonne Englich, die selbst aktiv für den SC Korb Gold holte, und Wilfried Lutter und zeigten sich zufrieden mit dem starkes Auftreten der Ringerinnen.

04.02.2015

 

Ringer-DMM: Remis im ersten Finale zwischen Nendingen und Weingarten - Entscheidung fällt am kommenden Samstag in Weingarten

von Jörg Richter, Pressereferent des Deutschen Ringer-Bundes

 

Der Final-Hinkampf zwischen dem ASV Nendingen und dem SV Germania Weingarten ist Geschichte: das erste Duell um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2014/15 im Ringen endete in der Arena Geisingen vor 2500 Zuschauern 12:12 – es bleibt also, wie im Vorjahr, als sich beide Vereine bereits gegenüber standen, spannend bis zum Ende! Zunächst gab es vom Hallensprecher Entwarnung. Nachdem in einem Gespräch zwischen dem Vorstand des Deutschen Ringer- Bundes und Vertretern der Erstligavereine Einigung erzielt worden war, wird es auch im kommenden Jahr - wie gewohnt - eine 1. Ringer-Bundesliga geben.

 

Danach erlebten die Fans auf beiden Seiten ein Wechselbad der Gefühle; zunächst der Schock auf Nendinger Seite, als Baris Diksu (61 kg/GR) nach wenigen Sekunden von Weingartens Donior Islamov auf beide Schultern gedrückt wurde. "Ein Schultersieg, der erst einmal vier Punkte bringt und schwer wiegt", jubelte Weingartens Trainer Frank Heinzelbecker und erinnerte an das 32:32 aus dem Vorjahr, als am Ende die Anzahl der Siege zur Ermittlung des Meisters herangezogen werden mussten. Nendingen hatte damals in beiden Duellen 11:9 Siege gesammelt und stand nun als Titelverteidiger erneut im Finale.

 

Der litauische Schwergewichtler Mindaugas Mizgaidis nutzte die 28 kg, die er mehr auf die Waage brachte als Nendingens Peter Öhler, zum knappen Punktsieg für Weingarten. Ghenadi Tulbea (57 kg/GR) und Nicolai Ceban (98 kg/FR) holten Siegpunkte für Nendingen, während Weingartens Anatoli Guidea (66 kg/FR) mit einem knappen Punktsieg über den Deutschen Meister Alexander Semisorow für den 8:5 Pausenstand aus Sicht der Gäste sorgte.

 

Ein Vorsprung wurde durch Ramsin Azizsir (86 kg/GR) und Ionut Panait (66 kg/GR), die Klassik-Spezialisten des SVG, gar noch auf 12:5 geschraubt. Azizsir begann druckvoll, war aber gegen Nenad Zugaj stets auf der Hut, denn der schnelle Kroate deutete mehrfach seine Wurfgefährlichkeit an. In Runde zwei gelang dem bei Einzelmeisterschaften weiter für den ASV Hof kämpfende Azizsir ein schöner Wurf, mit dem der Militärweltmeister den Punktestand auf 4:1 schraubte. Am Ende kam Zugaj stark auf, doch der Weingartener gewann das Duell letztendlich mit 4:3 Punkten.

 

Dann der Endspurt des Titelverteidigers, der mit 2000 Fans im Rücken (Weingarten hatte etwa 500 Schlachtenbummler mit nach Geisingen gebracht) das Unentschieden aus dem Feuer riss. Piotr Ianulov (86 kg/FR), Saba Khubezhty (75 kg/FR) und DRB-Aushängeschild Frank Stäbler, der den 42-jährigen Routinier Adam Juretzko mit 5:2 in die Schranken wies, hielten den Titelverteidiger mit ihren Erfolgen aus den letzten drei Begegnungen im Rennen.

 

"Mit dem Ergebnis können wir gut leben, auch wenn vielleicht das eine oder andere Pünktchen mehr für uns drin gewesen wäre", so Frank Heinzelbecker, der mit dem Heimbonus im Rücken in einer Woche mit seinem Team den Titel holen will. Ähnlich die Stimmen aus dem Lager der Gastgeber: "Mit dem 12:12 ist alles möglich", so Volker Hirt, Cheftrainer des ASV Nendingen.

 

Am kommenden Samstag findet in Weingarten der Rückkampf statt, die 2500 Zuschauer fassende Mineralix-Arena ist bereits ausverkauft.

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