Aktuelles - März 2015

29.03.2015

 

KSV-Mitglieder wählten 2. Vorsitzende zur Bestätigung – Positives Jahresergebnis und anstehende Renovierungen die Hauptthemen bei harmonischer Jahreshauptversammlung

 

Auf der am bereits letzte Woche  Freitag stattfindenden Jahreshaupt-versammlung des KSV Witten gab es viel Erfreuliches zum abgelaufenen Jahr 2014 und aber auch als Ausblick auf die Zukunft zu berichten.

 

Der Eröffnung und Totenehrung folgend gab der erste Vorsitzende, Thomas Altstadt, einen ausführlichen Bericht über das Vereinsleben ab. So stellte er den im Winter 2014 neu formierten KSV-Förderkreis allen Anwesenden etwas näher vor und konnte auch über stetig wachsende Mitgliederzahlen berichten. Die Ringer-Saison wurde sowohl von Oberliga- als auch Zweitliga-Team mit mehr als zufriedenstellenden Ergebnissen abgeschlossen.

 

Kernthema in Altstadts Bericht sollte dann aber ein anderes werden: Durch die enorme Mithilfe vieler KSV-Freunde bei den Großveranstaltungen im abgelaufenen Jahr, kann man nun über einige Reparaturen und Sanierungen in der städtisch verwalteten Mannesmann-Halle hin arbeiten. „Die hier zum Großteil trainierenden Mitglieder haben geholfen, dieses tolle Ergebnis zu erzielen. Also sollen sie auch davon profitieren“ lobte der KSV-Vorsitzende den Einsatz aller Ehrenamtlichen Helfer. Geplant sind somit in naher Zukunft Erneuerungen in den Sanitärräumen sowie in den Umkleiden aber auch in den Trainingshallen selber soll hier und da ein wenig nachgebessert werden.

 

Um möglichst alle Ziele realisierbar werden zu lassen, wurde eine Aktion aus früheren Jahren erneut ins Leben gerufen: Die 100 x 100-Spendentafel des KSV. Vor Jahren wurde diese eingesetzt, um den damals finanziell schwächelnden Verein weiter aufrecht zu erhalten. Jetzt soll sie für die Mitglieder dazu genutzt werden, um Spenden zu tätigen, die dann direkt in weitere Sanierungen der Mannesmannhalle einfließen sollen. Weiteres dazu wird es in Kürze auf unserer Homepage zu berichten geben.

 

Es folgten die Sportberichte der einzelnen Abteilungssprecher, in dem Frank Weniger den Start machte und von einer mehr als gelungenen Saison für Oberliga- und Zweitliga-Team berichten konnte. Die frisch ins NRW-Oberhaus aufgestiegene Reserve des KSV konnte die Klasse mit deutlichem Abstand zum Abstiegsplatz halten. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass 17 der 20 eingesetzten Ringer noch als Jugendliche zählen und somit das „Baby-Team“ der Oberliga stellten. Auch in Liga Zwei gelang nach dem Vorjahrestitel erneut ein Platz unter den ersten Drei. Hinter der Über-Mannschaft aus Ispringen sicherte man sich die Vize-Meisterschaft und konnte dabei den souveränen Aufsteiger am letzten Kampftag sogar noch in heimischer Husemann-Halle mit 20:16 niederringen.

 

Bahaddin Tasdemir, der im letzten Jahr das Amt des Jugendvorsitzenden von Frank Bartel übernahm, konnte danach von vielen Erfolgen der KSV-Jugend berichten. Dabei standen natürlich auch die aktuellen Ereignisse bereits im Fokus. Viviane Herda wurde EN-Sportlerin des Jahres in ihrer Altersklasse und ebenso zur Bürgersportlerin gewählt. Mit Julian Lejkin gab es erst am letzten Wochenende einen frisch gebackenen Medaillengewinner bei einer Deutschen B-jugendmeisterschaft. Er kehrte mit Silber aus dem hessischen Rimbach nach Witten zurück. Die Jugendstaffel des KSV errang vor wenigen Wochen als Mannschaft die Westfalenmeisterschaft und darf nun an der deutschen Mannschaftsmeisterschaft teilnehmen. Die Schüler landeten knapp hinter Konkordia Neuss auf dem zweiten Rang. Dazu berichtete Tasdemir von reichhaltigen Erfolgen und Medaillengewinnen bei diversen nationalen und internationalen Turnieren bzw. Meisterschaften.

 

Die Breitensportabteilungen (Fitness-Gesundheit-Freizeit sowie Kampfsport) hielten sich in ihren Berichten kurz und bündig – hier gab es keinerlei Probleme vorzutragen. Elvira Henz legte mit ihrem Kassenbericht ein gewohnt souveränes Bild vor. Aus den leicht „roten Zahlen“ des Vorjahres schloss man im Jahr 2014 mit einer erfreulichen „schwarzen Bilanz“ ab, welche von den Kassenprüfern Horst Köbke und Wolfgang Runte auf den Punkt bestätigt werden konnte, die auch daraufhin die Entlastung von Kassiererin und Gesamtvorstand befürworten konnten.

 

Nachdem die anwesenden Mitglieder die Entlastung des Vorstands durchgeführt hatten, kam es zur erneuten Wahl der drei zweiten Vorsitzenden beim KSV. Andreas Roy-Nass, Frank Weniger und Thomas Limper waren bereits letztes Jahr in diese Ämter gewählt worden – allerdings mit einem Formfehler, da die Wahl als „en bloc“-Wahl nicht satzungskonform abgewickelt wurde. Um die formgerechte Eintragung im Vereinsregister vornehmen zu lassen, bedurfte es nun einer Bestätigungswahl. Weitere Kandidaten gab es hier nicht und alle drei wurden jeweils einstimmig in ihre Ämter gewählt bzw. bestätigt.

 

Nachdem die Wahlformalitäten ad acta gelegt werden konnten, stellte Thomas Altstadt den Antrag des Vorstandes auf Beitragsanpassung noch einmal detailliert vor und konnte den Anwesenden durch stetig steigende Energiekosten schon in aller Kürze den Hauptgrund für diese Anpassung nennen. Auch dieser Antrag wurde von den Mitgliedern zur Zustimmung gebracht, bevor die harmonische Sitzung gegen 20.45 Uhr für beendet erklärt werden konnte.

29.03.2015

 

Kräftemessen mit Utrechts Talenten

 

Die Jugendabteilung des Zweitligisten KSV Witten 07 blüht derzeit richtig auf. Die Trainingsgruppen sind bestens gefüllt, die Erfolge bei den entsprechenden Meisterschaften blieben zuletzt auch nicht aus. Dennoch ruht man sich nicht auf den ersten Lorbeeren aus, sondern schaut auch über den eigenen Tellerrand und hinüber ins Ausland, um weitere Fortschritte zu machen.

 

Zuletzt folgte der KSV-Nachwuchs so zum Beispiel einer Einladung aus den Niederlanden und gastierte zu einem Trainingstag in Utrecht. Jugendtrainerin Yvonne Englich, die die zwölf Jungen ins Nachbarland begleitete: „Das ist doch eine tolle Möglichkeit für die jungen Sportler, sich weiter zu verbessern, auch mal andere Methoden kennenzulernen.“ Vor allem die Intensität des Trainings bei den Niederländern beeindruckte Englich: „Die gehen an ihre Übungseinheiten genau so hart und kernig ‘ran wie an einen Wettkampf. Dass unseren Jungs mal zu zeigen, war schon eine wichtige Erfahrung.“

 

Neben der eigentlichen Trainingsarbeit stand in dem schmucken Clubhaus des befreundeten Vereins in Utrecht auch noch ein Freundschaftskampf zwischen den beiden Jugend-Auswahlen an. „Da zuletzt ja erst die Deutschen Meisterschaften stattgefunden hatten, waren unsere besten Ringer aber gar nicht dabei“, erklärte Yvonne Englich. Und so verwunderte es nicht, dass die niederländischen Talente durchweg als Sieger aus den Duellen hervorgingen. „Für einige aus unserer Trainingsgruppe war es aber mal ganz gut, zu sehen, auch in solchen Trainingskämpfen richtig Vollgas geben zu müssen“, meinte die KSV-Übungsleiterin, die als Aktive schon viele große Turniere erlebt hat.

 

Im kommenden Jahr wollen die Wittener noch einmal einen Abstecher über die Landesgrenze machen und wieder bei den Kollegen in Utrecht vorbeischauen. Die wiederum werden wohl schon im Juni im KSV-Trainingszentrum aufschlagen - die Einladung haben die Youngster aus den Niederlanden jedenfalls bereits in der Tasche.

 

„Dieser Besuch hat sicherlich eine Menge gebracht, um unseren Jugendlichen auch mal mit anderen Trainings-Konzepten vertraut zu machen. Wenn wir 2016 wieder nach Utrecht reisen, dann haben wir aber sicherlich unsere besten Talente dabei“, freut sich die frühere Deutsche Meisterin schon auf eine Revanche auf der Ringermatte.

Quelle: WAZ.de

24.03.2015

 

Saskia Rakete ist Deutsche Meisterin - KSV feiert mit seinen Nachwuchs-Athletinnen

 

Bei der Deutschen Meisterschaft der Jugendringerinnen in Berlin waren am Wochenende drei Athletinnen des KSV Witten 07 erfolgreich. Den Vogel schoss dabei Saskia Rakete ab, die Deutsche Meisterin wurde. Auch die Ergebnisse der beiden anderen können sich sehen lassen:

 

Lina Dussin erwischte bis 52 kg unter zwölf Teilnehmerinnen ein hartes Los. Gleich am Freitagabend musste sie gegen die amtierende Deutsche Meisterin Serena Bölke starten, die auch diesmal am Ende Gold holte und gegen die sie auf den Schultern landete. Am Samstag ging es gegen Fabienne Manz aus Bönen verheißungsvoll weiter: Schultersieg nach 4:0 Führung. Doch dann wartete mit Maria Wuchterl die Bronzemedaillengewinnerin 2014 dieser Gewichtsklasse auf sie. Hier stemmte sich Lina über die gesamte Zeit gegen eine dann doch nicht abwendbare Punktniederlage. Damit schied sie aus dem Pool aus und wurde insgesamt Achte.

 

Dilara Bayrak trat bis 60 kg als Außenseiterin in die Fußstapfen von Viviane Herda, die in dieser Gewichtsklasse 2014 Silber holte. Der Freitag verhieß einen guten Start für die junge Ringerin, die den leichteren Pool erwischte und mit einem 9:3 Punktsieg gegen Sabrina Wiederhold startete. Ihr erster Erfolg bei einer Deutschen Meisterschaft! Nach zwei Niederlagen war sie dann am Samstag Pooldritte und kämpfte so im Finale um Platz Fünf. Hier landete sie gegen die Württembergerin Ronja Stribick auf den Schultern und wurde so insgesamt sechste von neun Teilnehmerinnen.

 

Ein tolles Ergebnis krönte den Einsatz von Saskia Rakete. Die Vorjahresdritte bis 65 kg ging wieder in dieser Gewichtsklasse an den Start und traf auf neun Konkurrentinnen. Sie dominierte ihren Pool mit drei Siegen: Nach einem Freilos in der ersten Runde besiegte sie in Durchgang Zwei Anna Illi mit 10:2. Es folgten eine technische Überlegenheit gegen Michelle Lange und ein Aufgabesieg gegen Ana Alicia Claußnitzer. Im Finale ging es dann noch einmal über die gesamte Zeit bis zum letztlich ungefährdeten 8:0 gegen die Brandenburgerin Anne Kathrin Roick – die Goldmedaille war erreicht!

 

An der heimischen Ostermannhalle bereitete das in der KSV-Mitgliederversammlung am Freitag frisch ernannte Ehrenmitglied Frank Bartel gemeinsam mit einigen Helfern einen würdigen Empfang für die Ringerinnen und Trainer Attila Bayrak. Auch der Vorstand und der Jugendvorsitzende ließen es sich nicht nehmen, diesen bisher größten Erfolg des Vereins in diesem Jahr zu feiern.

21.03.2015

 

Jubiläums-Stadtschulmeisterschaft im Ringen findet im Mai statt - Vorbereitungen auf die 25. Auflage sind in vollem Gange - SSV-Fachschaft Ringen organisiert Jubiläumsturnier

 

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus: am 6. Mai wird die „Wittener Stadtschulmeisterschaft im Ringen“ in der Husemannhalle ausgetragen, und es wird ein „Jubiläumswettkampf“ sein. Denn dieses Turnier, das fest im Kalender der Wittener Grundschulen steht, wird bereits zum 25. Mal ausgetragen. 25 Jahre Schulringen in Witten – das Talent vieler der heute erfolgreichen Mattenakteure der Ruhrstadt für den Ringkampf wurden dabei entdeckt.

 

Ausrichter sind traditionell das Schulamt und der StadtSportVerband Witten, organisiert wird das Mammut-Turnier von der „SSV-Fachschaft Ringen“ mit den Wittener Vereinen KSV und SU Annen. Eingeladen sind alle Wittener Grund- und Förderschulen – und die meisten davon haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. So rechnen die Veranstalter mit einer Rekordzahl von über 400 Mädchen und Jungen, die um Titel, Medaillen und Ehrenpreise kämpfen werden.

 

Die Vorbereitungen laufen bereits einige Zeit. So ist die Ausschreibung erstellt und den Schulen zugeleitet worden, jetzt wird vereinbart, wann die Trainer der Wittener Vereine zur Vorbereitung in die Schulen gehen und die Sportart Ringen dort im Sportunterricht vorstellen – oder die Kinder mit ihren Lehrern den Weg in die Trainingszentren an der Mannesmannstraße (KSV Witten) bzw. am Kälberweg (SU Annen) finden. Und natürlich bieten die Wittener Vereine den Schülerinnen und Schülern auch kostenloses Schnupper-Training zur Vorbereitung auf das Jubiläumsturnier an: Ringer-Zentrum „Ostermann-Halle“, Witten, Mannesmannstraße (hinter Wittener WerkStadt“ / Feuerwehr) - montags 16.45 Uhr, freitags 17.30 Uhr, Info bei Bahaddin Tasdemir, Tel. 0179 9741554 oder Frank Bartel, Tel. 02302 425836 (www.ksv-witten.de); Ringer-Zentrum Kälberweg, Witten-Annen, dienstags 17.00 Uhr, donnerstags 17.30 Uhr, Info bei Klaus-Dieter Werder, Tel. 02302 68375 (www.sua-ringen.com).

 

Meldeschluss ist der 24. April, Nachmeldungen werden bis zum 30. April akzeptiert. Die Wittener Vereine planen zur Vorbereitung noch einen Workshop für Lehrerinnen und Lehrer der Wittener Schulen – die neue Schulamtsdirektorin Maria Reusch hat bereits ihre Zustimmung signalisiert.

 

Die Schulsportveranstaltung wird für die Organisatoren erneut zu einer großen Herausforderung: die wollen dem Turnier natürlich einen angemessenen „Jubiläums-Rahmen“ verpassen: die alt-ehrwürdige Husemannhalle soll besonders geschmückt und dekoriert werden; für Teilnehmer und Schulen will man besondere Siegerpreise, Erinnerungsgeschenke und Auszeichnungen zur Verfügung haben, die an das Jubiläum erinnern. Das können der SSV und die Organisatoren nicht allein stemmen, einige Wittener Sponsoren haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Das Logo für die 25. „SportScout“-Stadtschulmeisterschaft wurde von der Artworkschmiede Stefan Grafe in Annen gestaltet.

Schulmeisterschaft 2015 - Ausschreibung
Schulmeisterschaft 2015-Ausschreibung.pd[...]
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16.03.2015

 

DM-Silber für Julian Lejkin

 

Bei den verschiedenen Deutschen Meisterschaften im Ringen an den beiden vergangenen Wochen starteten sechs Nachwuchsringer des KSV Witten 07 – an sich schon ein erfreuliches Ergebnis.

 

Martin Tasev startete in Lünen bei den Junioren im griechisch-römischen Stil bis 84 kg und erreichte dort unter 15 Teilnehmern den geteilten fünften Platz. Er drang zunächst bis ins Halbfinale vor, hatte dann aber Pech: Er traf auf den späteren Meister Julian Neumaier, dem er technisch unterlegen war. Beim anderen Juniorenturnier im fränkischen Hösbach trat Diyar-Murat Dündar im Freistil bis 74 kg an und Viviane Herda bei den Juniorinnen bis 59 kg. Viviane führte im Viertelfinale 6:4 nach Punkten, schied aber dennoch aus, als sie unglücklich auf den Schultern landete. Für Diyar war unter der hohen Zahl von 30 Teilnehmern im Achtelfinale mit einer Schulterniederlage Endstation des Turniers.

 

Ins nahegelegene Herdecke waren an diesem Wochenende zahlreiche Unterstützer angereist, um den B-Jugendlichen Andreas Zenger anzufeuern. Er traf bis 34 kg schon in den ersten Runden auf zwei sehr starke Gegner und schied dadurch aus. Im ersten Kampf verlor er nur knapp 4:5 nach Punkten gegen den späteren Silbermedaillengewinner. Zum Grecoturnier der B-Jugend fuhren schließlich Julian Lejkin und Marlon Schwarz nach Rimbach im Odenwald. Julian erarbeitete sich bis 54 kg unter 15 Teilnehmern in vier kraftraubenden Punktsiegen die Finalteilnahme! Nur im Finale musste er sich am Sonntag mit 2:5 Mohammed Schwäbisch aus Bayern geschlagen geben. Er ging in jedem seiner Kämpfe über die volle Zeit und errang mit seiner Energieleistung verdient die Silbermedaille. Auch Marlon Schwarz (bis 69 kg) beendete seine erste Deutsche Meisterschaft mit einer positiven Bilanz. Nach zwei Schultersiegen und zwei Niederlagen erreichte er zunächst unter zehn Teilnehmern Platz drei im Pool. Im Finale um Platz Fünf führte er bereits mit 4:3, bevor er seinen saarländischen Gegner Fabio La Carruba schultern konnte.

 

Am Ausgangspunkt der Erfolge, dem Trainingszentrum Ostermannhalle, fanden sich am Sonntag einige Begeisterte des Vereins zum Empfang der Rückkehrer ein.

02.03.2015

 

KSV-Jugend verteidigt Titel als Landesmannschaftsmeister

 

Bei der Landesmeisterschaft der Jugend am Sonntag in Bönen reiste der KSV Witten 07 als Titelverteidiger an. Auch dem diesjährigen Team gelang der Sieg. In den beiden Poolkämpfen gewannen die Ringer 33:4 gegen Ehrenfeld und 25:8 gegen Lippe-Detmold. Eng wurde es mit 18:16 im letztlich erfolgreichen spannenden Finale gegen Krefeld, dessen Ausgang bis zum Schlusskampf offen blieb. Beteiligt an der hervorragenden Teamleistung waren folgende Athleten (Ergebnisse und Gewichtsklasse in Klammern):

 

Dersim Oguz (42 kg, drei kampflose Siege KL), Artur Szczesny (46 kg, ein Punktsieg PS, 1 KL, einmal technisch überlegen TÜ), Idris Ibaev (54 kg, zwei Schultersiege SS, 1 TÜ), Bahtiyar Dündar (58 und 63 kg, 2 SS, eine Schulterniederlage SN), Farhod Rajabov (58 kg, 1 SN), Mert Tasdemir (63 kg, 1 KL, 1 SN), Aldin Dizeki (69 kg, 1 SS, 1 TÜ, einmal technisch unterlegen TU), Nick Jacobs (76 und 85 kg, 1 KL, 1 PS, eine Punktniederlage PN), Diyar-Murat Dündar (76 und 85 kg, 2 SS, 1 PS) und Julian Zimmermann (100 kg, 1 KL, 1 TÜ, 1 PN).

 

Auch die Schüler stellten diesmal eine Mannschaft, die ebenfalls ihre Poolkämpfe deutlich beherrschte. Gegen Krefeld siegte sie mit 32:6 Punkten und gegen Gastgeber Bönen mit 36:4. Erst im Finale mussten sich die KSV-Schüler dem Neusser Team mit 15:23 geschlagen geben und errangen so Silber. Auch hier die Einzelergebnisse:

 

Noah Englich (31 kg, 2 TÜ, 1 SS), Radoslaw Szczesny (34 kg, 2 SS, 1 PN), Andreas Zenger (38 kg, 1 SS, 1 KL, 1 PS), Tim Oberboßel (38 und 42 kg, 1 KL, 1 SS, eine Aufgabeniederlage AN), Can Oguz (42 kg, 1 SS, 2 SN), Alexander Boric (46 kg, 1 PN, 1 SS, 1 TU), Nikita Lejkin (50 kg, 1 SS, 1 TU), Gensche Gereev (50 kg, 1 KL), Julian Lejkin (55 kg, 3 SS), Tugkagan Öztürk (2 SN, 1 KL) und Marlon Schwarz (76 kg, 2 SS, 1 KL).

 

Zuvor hatten am Samstag, ebenfalls in Bönen, noch die Greco-Landesmeisterschaften der C-Jugend stattgefunden. Hier holte Justus Eigenbrodt unter sechs Teilnehmern bis 29 kg Bronze (1 SS, 1 PN, 1 SN, 1 TÜ, 1 PS). Sein Clubkamerad Kutkagan Öztürk wurde in dieser Gewichtsklasse Sechster. Nikita Lejkin musste sich bis 50 kg seinem einzigen Gegner nach Punkten geschlagen geben und holte die Silbermedaille.

 

Der mitgereiste Jugendvorsitzende Bahaddin Tasdemir lobte nach diesem Wochenende eine „sehr gute“ Leistung der Athleten.

02.03.2015

 

Ein Jahrhunderttalent wird 75: Zum Geburtstag von Klaus Rost

 

Olympia-Silbermedaillengewinner Klaus Rost feiert am heutigen 2. März mit Ehefrau Jutta, selbst einmal eine erfolgreiche Spitzensportlerin, und Freunden seinen 75. Geburtstag.

 

Begonnen hat Klaus Rost seine beispiellose Sport-Karriere mit 11 Jahren, als die Ringermatte noch aus Seegras bestand und die Kampfzeit noch 2 mal 6 Minuten betrug. Trainiert wurde seinerzeit beim Schülertrainer Karl Brockhoff in der alten Sporthalle des heutigen Ruhrgymnasiums am Synagogenweg. Schnell lernte Klaus die nötigen Techniken, um seine Gegner gleich reihenweise aufs Kreuz zu legen.

 

Klaus Rost ist einer der erfolgreichsten Deutschen Ringer der Nachkriegs-geschichte und darf als einer der besten Techniker dieser Sportart bezeichnet werden. Er gehörte zu den wenigen Ringern, die beide Stilarten gleich gut beherrschten. Viele seiner erfolgreichen Techniken hat er Spitzenringern aus allen Ländern der Welt abgeschaut und diese individuell modifiziert. Außerordentlich erfolgreich war er mit seinem Spezialgriff, dem Armdrehschwung, den er in beiden Stilarten durchsetzen konnte. Gefürchtet zudem seine "Einsteiger" in der Bodenlage und seine Verteidigung aus der Bodenlage heraus mit sogenannten "Abklemmern".

 

Mit dem Gewinn der Silbermedaille 1964 in Tokio, im Alter von 24 Jahren, stand er auf dem Zenit seines Könnens.

 

Unvergessen für viele Wittener ist der Autokorso vom Hauptbahnhof durch die Wittener Innenstadt, wo ihn Wittens damaliger Bürgermeister Reinke in Empfang nahm, bis nach Witten-Annen, wo man nur vier Jahre früher seinen mittlerweile verstorbenen damaligen Vereinskollegen, Günther Maritschnigg, Silbermedaillengewinner von Rom, zujubelte.

 

Der Träger des Silbernen Lorbeerblattes, noch überreicht durch den ehem. Bundespräsidenten Heinrich Lübke, griff vier Jahre später bei der Olympiade in Mexico, wieder nach Edelmetall. Durch die Tatsache, dass er in beiden Stilarten rang, absolvierte er in nur zwei Tagen insgesamt 11 Kämpfe und verfehlte, durch Manipulation zweier Ringer aus den damaligen sozialistischen Staaten, eine verdiente Medaille. Ohne Niederlage schied er aus dem Turnier aus und wurde "nur" Vierter im gr.-röm Stil. Im freien Stil belegte er einen großartigen sechsten Rang.

 

Auch im Jahre 1972 in München kam man nicht an ihn vorbei. Er war immer noch Deutschlands bester Leichtgewichtler. Seine ständigen Knieprobleme führten allerdings zu einem vorzeitigen Ausscheiden nach einem Sieg und zwei Niederlagen.

 

Dekoriert ist er mit insgesamt 16 Deutschen Einzel-Meistertiteln in beiden Stilarten und jeweils vier zweiten Plätzen. Im Jahre 1959 wurde er erstmalig Deutscher Seniorenmeister im Freistil, nachdem er ein Jahr zuvor Deutscher Jugendmeister wurde. Siebenmal nahm er an Weltmeister-schaften teil, wo er im Jahre 1963 in Schweden, im gr.-röm. Stil, die Bronzemedaille errang. In Argentinien, im Jahre 1969, wurde er in derselben Stilart Vierter. Fünfmal nahm er an Europameisterschaften teil. Nicht auszudenken, wenn er seinerzeit schon unter den sogenannten, damaligen Staats-Amateur-Bedingungen hätte trainieren können.

 

Mit der Bundesliga-Mannschaft des KSV Witten 07 hatte er maßgeblichen Anteil an den großen Erfolgen. Erstmalig holte er mit der Mannschaft des KSV Witten 07 im Jahre 1970 den Titel nach Witten. Vier Jahre später sicherte er sich und der Mannschaft, durch einen spektakulären Schultersieg im Endkampf gegen den ASV Schorndorf abermals den Titel eines DMM. Zu den weiteren vier Vize-DMM, die ebenfalls mit auf sein Konto gingen, hatte er maßgeblichen Anteil. Insgesamt trug er bei 30 Länderkämpfen das Trikot der Nationalmannschaft, wo er u.a. mit der Ringerlegende Wilfried Dittrich, dem Kran von Schifferstadt, in einer Mannschaft stand.

 

Unvergessen sind seine spannenden Kämpfe gegen den Perser Alvandi von Heros Dortmund, Franz Schmitt vom ASV Mainz oder Manfred Schöndorfer vom Bad Reichenhaller Athletikclub, um nur einige zu nennen.

 

Heute trainiert Klaus Rost immer noch dreimal in der Woche – allerdings an der Tischtennisplatte. Eine Sportart, die er trotz seines lädierten Knies noch intensiv ausübt. Regelmäßiges Schwimmen runden seine sportlichen Aktivitäten ab.

 

Als langjähriges Ehrenmitglied des KSV Witten 07, verfolgt er die meisten Wettkämpfe seines Vereins mit seiner Ehefrau als Zuschauer an der Matte.

 

Die große Ringerfamilie des KSV Witten 07, seine ehemaligen Mannschafts-gefährten und viele seiner zahlreichen Fans, die er in ganz Deutschland hat, wünschen ihm und seiner Gattin, Gesundheit und noch viele schöne gemeinsame Jahre und natürlich noch viele spannende Ringkämpfe seines Vereins, dem KSV Witten 07.

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