Aktuelles - Januar 2016

28.01.2016

 

Wittke mag’s dramatisch

von Oliver Schinkewitz (www.derwesten.de)

 

Mehr als ein Dutzend Titelgewinne räumte der KSV Witten bei der Westfalenmeisterschaft in Dortmund-Marten ab.

 

Reihenweise erste Plätze gab’s für die Ringer des KSV Witten 07 bei den jüngsten Turnieren um die Westfalenmeisterschaft. Gastgeber war diesmal der KSV Jahn Marten - und in der Nachbarstadt holten die Kampfsportler von der Ruhr mehr als ein Dutzend Goldmedaillen.

 

Die Westfalenmeisterschaften waren für die Aktiven von den D-Junioren bis hinauf zur Männer-Klasse eine erneute Standortbestimmung auf Bezirksebene. In der Gesamtbilanz stehen für den KSV Witten 07 in beiden Stilarten 556 Punkte zu Buche - das sind knapp doppelt so viele wie sie der KSV Hohenlimburg (285 Punkte) und der PSV Lippe Detmold (278) holten. „Die aufwändige und tagtägliche Jugendarbeit zahlt sich aus“, so KSV-Jugendleiterin Yvonne Englich nicht ohne Stolz. Viel Wert legt das Trainerteam des Zweitliga-Meisters auf den technisch/taktischen Bereich, genau dort fielen Wittens Ringer positiv auf.

 

Mit 33 Sportlern war man erneut der teilnehmerstärkste Verein, am Ende gewann man 24 Medaillen. Gold ging jeweils an Idris Ibaev, Pascal Wittke, Nico Brunner, Radoslaw Szczesny, Artur Szczesny, Mert Tasdemir, Noah Englich, Andreas Zenger, Can Oguz, Marlon Schwarz, Justus Eigenbrodt, Gregor Eigenbrodt, Alexander Boric, Leon Suslin und Ümitcan Tasdemir. Besonders hervorzuheben war dabei der an Spannung nicht zu übertreffende Finalkampf von Pascal Wittke. Kurz vor Ende der Kampfzeit übernahm er die Führung und gewann noch mit 9:6. Teamkollege Idris Ibaev wurde erneut vom Trainerteam bei den Männern eingesetzt. Alle fünf Kämpfe gewann der kleine Tschetschene technisch überlegen und zeigte seine Greco-Klasse. Andreas Zenger musste diesmal im Finale gegen seinen Dauerrivalen ‘ran, taktisch klug und ohne Nervenflattern rief er sein ganzes Können ab und siegte souverän mit 10:0.

 

Silber ging an derweil an Bahtiyar Dündar, Niklas Schinner, Gensche Gereev und Maximilian Nowicki. Über Bronze freuten sich darüber hinaus Diyar-Murat Dündar, Dersim Oguz, Tim Oberboßel, Moritz Schaller und Kutkagan Öztürk. Die Plätze vier bis sechs gingen an Jamie Hosang (5.), Tidiane Jagusch (4.), Carlo Kubigsteltig (5.) ebenso wie an Romeo Bernhardt, Wahe Mkrtchyan (4.), Nick Engelkamp (4.), Ben Schaller (6.) und Julian Zimmermann (4.).

 

Schon am kommenden Wochenende (30./31. Januar) müssen sich die Griechisch-römisch-Spezialisten auf NRW-Ebene beweisen, wenn es in der Nachbarstadt Herdecke bei den Landesmeisterschaften um die Tickets für die Deutschen Meisterschaften geht.

28.01.2016

 

Mattaios Engonidis erkämpft sich den Vizetitel

von Marcel Kling (www.derwesten.de)

 

Nach Simeon Stankovich, der vor 14 Tagen die Silbermedaille bei den bulgarischen Einzelmeisterschaften errungen hat, stand am vergangenen Samstag auch der zweite „schwere Junge“ vom KSV Witten 07 fast ganz oben auf dem Siegertreppchen. Mattaios Engonidis, der in der abgelaufenen Saison auch schon Zweitligaluft schnupperte und Punktegarant der KSV-Reserve in der 130 Kilo-Klasse war, hat bei seinem bisher größten Erfolg ebenfalls nur knapp den Meistertitel seines Heimatlandes Griechenland verpasst.

 

Nach einem 8:0-Überlegenheitssieg gegen Mpousoulas hätte dabei schon im Viertelfinale Schluss sein können: Nikolaos Leon forderte dem in Wuppertal geborenen KSVer alles ab. Engonidis zog beim Stand von 2:2 nur aufgrund der höheren Wertung ins Halbfinale ein. Dort fertigte er seinen Gegner Chalkidis wieder problemlos ab, 8:0 hieß es in diesem Kampf am Ende.

 

Somit war der Weg ins Finale frei, wo mit Xenofon Koutsioumbas kein geringerer wartete als der ehemalige Vize-Welt- und -Europameister. Hier zog Mattaios Engonidis knapp den Kürzeren. Dennoch hinterließ er beim griechischen Nationaltrainer wohl einen so starken Eindruck, dass er jetzt auf die Nominierung für eines der Olympia-Qualifikationsturniere für Rio 2016 hoffen darf. Ein schöner Erfolg für den Griechen in Reihen des KSV Witten 07, der in der zurückliegenden Oberliga-Saison 13 seiner insgesamt 16 Kämpfe im Schwergewicht für sich entschied.

28.01.2016

 

Viviane Herda stark in Form

von Marcel Kling (www.derwesten.de)

 

Beim Kaderturnier in Ladenburg ist die Kämpferin vom KSV Witten nicht zu stoppen. Dilara Bayrak landet auf dem vierten Rang.

 

Die Bundestrainer aller Kadersportlerinnen ließen die Ringerinnen im nordbadischen Ladenburg antreten, um sich vor den anstehen deutschen Meisterschaften einen Überblick zu verschaffen. Für die Kadersportlerinnen ging es vorwiegend darum, sich für internationale Maßnahmen zu empfehlen. Mit dabei war auch ein Quintett vom KSV Witten 07.

 

Viviane Herda ging bei den Frauen bis 60 Kilo über die Waage. Sie hatte im letzten Jahr keinen guten Start erwischt und hat sich aus diesem Grund in einigen Dingen verändert. Neue Trainingsimpulse, neue Trainerin und die Zusammenarbeit mit dem Leistungszentrum Dormagen verschafften ihr den Schub, um am Wochenende ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Ihr Ziel für 2016 ist klar: Herda will Deutschlands beste Juniorin werden und zu internationalen Meisterschaften fahren.

 

Ronja Stribik und Tabea Trinkner ließ sie mit 10:0 in der Vorrunde hinter sich. Im Aufeinandertreffen mit Andrea Grasruck ging es bereits um einiges. Im letzten Jahr verlor Herda die entscheidenden Kämpfe gegen Grasruck. Taktisch durch Trainerin Yvonne Englich gut eingestellt, ließ Herda nichts anbrennen und besiegte Grasruck mit 10:0. Selbst der zuständige Bundestrainer der Junioren, Rainer Kamm, lobte Herda für diese Leistung. Doch noch war der schwerste Brocken im Rennen, Eveline Neumann. Herda besiegte auch sie mit 5:0 und konnte sich über den wichtigen Turniersieg freuen. Zur Belohnung fährt Herda kommende Woche mit der Nationalmannschaft ins Trainingslager nach Paris.

 

Ebenfalls vom KSV am Start waren in der weiblichen Jugend Dilara Bayrak (72 kg), Elisabeth Rockholtz (40 kg), Lina Dussin (52 kg) und Dana Boric (46 kg). Bayrak verpasste als Vierte das Treppchen. Rockholtz hatte keinen guten Tag erwischt und wurde nach fünf Niederlagen Letzte. Lina Dussin landete gesundheitlich angeschlagen auf Rang zehn. Die jüngste Wittenerin Dana Boric belegte nach zwei Pleiten Platz acht.

21.01.2016

 

KSV-Kämpfer demonstrieren ihre Stärke

von Marcel Kling - www.derwesten.de

 

Westfalenmeisterschaft:Wittener Kämpfer holen in Hohenlimburg insgesamt 17 Medaillenund feiern neun Titelgewinne. KSV Witten 07 ist damit der mit Abstand stärkste Verein.

 

Der KSV Witten ist im Freien Stil der stärkste Verein in Westfalen. Bei den Westfalenmeisterschaften aller Altersklassen in Hohenlimburg schickte der KSV insgesamt 36 Ringer ins Rennen. Das Resultat: 17 Medaillen, darunter neun Titel. In der Gesamtwertung lag der KSV Witten mit 275 Punkten deutlich vorne, Platz zwei ging an KSV Hohenlimburg mit 163 Punkten und Rang drei an die PSV Lippe Detmold mit 154 Punkten.

 

Am Samstag gingen die über Zwölfjährigen an den Start. In der B-Jugend setzten sich Niklas Schinner (4. Platz), Tim Oberboßel (2.), Can Oguz (3.), Gensche Gereev (2.) und Moritz Schaller (4.) mit guten Ergebnissen in Szene. Die stärksten B-Jugendlichen hatte der KSV bewusst zu Hause gelassen, da sie am DM-Vorbereitungslehrgang teilnahmen. Sie gehen kommenden Samstag im griechisch-römisch Stil an den Start, um sich für eine DM zu empfehlen. Mert Tasdemir mit starker Leistung

 

In der A-Jugend ließ Trainer Mirko Englich Idris Ibaev außen vor und setzte ihn bei den Junioren/Männern ein. So konnte Mert Tasdemir eine starke Turnierleistung abliefern und diese Klasse für sich entscheiden. Dersim Oguz verlor dagegen seinen einzigen Kampf und wurde Zweiter. Linus Stamm nutzte indes seine Chance und gewann in der mit nur zwei Teilnehmern schwach besetzten Klasse den Kampf für sich.

 

Bei den Junioren/Männern wurde Idris Ibaev Dritter. Bahtiyar Dündar und Diyar-Murat Dündar belegten jeweils Platz fünf. Nick Jacobs vergab die Chance auf eine Medaille und wurde Vierter. Ufuk Canli gewann die 97 Kilo-Klasse, gefolgt von Julian Zimmermann (3.) und David Kaim (6.).

 

Sonntags ging es für die Youngster ans Kämpfen. Die C-Jugend dominierten Justus Eigenbrodt ebenso wie sein Bruder Gregor Eigenbrodt. Beide holten sich den Titel in ihrer Klasse. Maximilian Nowicki setzte sich in seiner Klasse souverän durch, Ben Schaller kam hier auf Platz fünf. Kutkagan Öztürk (3.) freute sich ebenfalls über eine Medaille. In der starken 38 Kilo-Klasse konnte kein Wittener vorne landen, Vatan Ülger (4.) und Nick Engelkamp (6.) gingen leer aus. Ähnlich die 46 Kilo-Klasse: Emily Weiß (5.) und Larissa Willfried (6.) konnten sich hier nicht gegen ihre männliche Konkurrenz durchsetzen. Alexander Boric gewann seinen Kampf um Gold souverän.

 

Die D-Jugend dominierten Lotta Englich und Ümitcan Tasdemir nach Belieben, beide setzten sich souverän in ihren Klassen durch. Romeo Bernhardt gelang Platz vier. Fünfte Plätze gingen an Melis Cosun und Julius Tuschinsky, sechste Plätze an Andriy Butau, Vera Engelkamp, Carlo Kubistetig und Tidiane Jagusch. Wahe Mkrtchyan belegte Rang sieben.

 

Bei den Jüngsten im Wettbewerb, den E-Jugendlichen, ging Ole Koch kämpferisch voran und belegte den dritten Platz, gefolgt von seinem Teamkameraden Taner Coskun auf Rang vier.

13.01.2016

 

DRB-Ligabetrieb im Umbruch

von Marcel Kling - www.derwesten.de

 

Der Ligabetrieb im deutschen Ringen steckt mitten im Umbruch. Das wurde auf der Tagung der Erst- und Zweitligisten, die am Wochenende in Darmstadt stattfand, mehr als deutlich. Das vorläufige Resultat teils hitziger Diskussionen: Die eingleisige erste Bundesliga kommt und die Anzahl der Ausländer im Team wird gesenkt.

 

Für den KSV Witten ändert sich vorerst nicht viel: Die Staffeln in der zweiten Liga bleiben wie sie sind und auch in der kommenden Saison gibt es keine Aufstiegspflicht. Neben den Wittenern hatten auch die Meister der Staffeln Nord und Süd, der RSV Rotation Greiz und der SV Wacker Burghausen, auf den Aufstieg ins Oberhaus verzichtet. „Der Sprung ist einfach viel zu groß“, sagt Wittens zweiter Vorsitzender Thomas Limper, der sich in Darmstadt mit den Kollegen der anderen Vereine ausgetauscht hat.

 

Bereits am Freitagabend hatten sich im Vorfeld der Tagung die Vereinsvertreter zusammengesetzt und heftig debattiert. Der DRB-Ligabetrieb steht vor Problemen, für die kommende Saison haben nur zehn Mannschaften für die Bundesliga gemeldet. Zwei Fünfer-Staffeln scheinen aber nicht attraktiv genug. Diskutiert wurde, die erste und zweite Liga zu vermischen und vier Staffeln mit je acht bis zehn Vereinen zu bilden. „Das Ganze war aber noch nicht wirklich ausgereift“, sagt Thomas Limper. Schließlich lief es vorerst auf die eingleisige Bundesliga hinaus. „Das wird nun ein Übergangsjahr. Jetzt bleibt etwas mehr Zeit für neue Konzepte“, sagt Limper, der von einem Umbruch spricht.

 

Beschlossen wurde zudem, dass in der zweiten Liga in der kommenden Saison sechs deutsche Ringer in der Zehnerformation stehen müssen. Die Bundesliga zieht ein Jahr später nach – dann soll im Unterhaus auf sieben Deutsche erhöht werden. „Das kriegen wir hin. Auch, wenn wir einige fest verwurzelte Ausländer haben, auf die wir nicht verzichten wollen“, so Limper.

12.01.2016

 

Stankovich holt Silber in Bulgarien

Quelle: www.derwesten.de

 

Toller Start ins neue Sportjahr für Simeon Stankovich: Der Griechisch-römisch-Spezialist holte in seiner bulgarischen Heimat die Vizemeisterschaft in der 98-kg-Klasse - sein bislang größter Erfolg. In der kommenden Saison soll der 20-Jährige, der bislang in der Oberliga-Reserve des KSV Witten 07 zum Einsatz kam, möglichst die Nachfolge von Mirko Englich antreten.

 

Zum Auftakt des Turniers tat sich der Wittener gegen Suren Mamikone noch ein wenig schwer, lag gegen seinen Konkurrenten zweimal hinten, bog das Duell aber in der entscheidenden Phase noch dank seiner physischen Qualitäten um und setzte sich mit 12:6 durch. Weiterhin feierte er einen Aufgabesieg gegen Hristo Buradiev und gewann dann das Duell mit Daniel Kardashilev auf Schultern. Damit stand der KSV-Ringer bereits im Halbfinale.

 

Hier ging es für Simeon Stankovich gegen Evgeni Genchev. Gegen ihn hatte er im vergangenen Jahr im bulgarischen Juniorenwettbewerb verloren - Genchev wurde später sogar Vize-Europameister bei den Junioren und Dritter bei der U 23-EM. Stankovich lag mit 0:1 hinten, legte seinen Widersacher aber nach vier Minuten mit einem Wurf auf die Schultern. Im Finale stand der Wittener dann Vladislav Metodiev gegenüber, seines Zeichens Vize-Europameister 2013. Beide boten sich einen ganz engen, spannenden Kampf, den Metodiev am Ende mit 1:0 gewann.

11.01.2016

 

KSV-Mädchen sammeln im Saarland vier Medaillen

von Oliver Schinkewitz - www.derwesten.de

 

Heusweiler. Eine prima Bilanz verbuchten die jungen Ringerinnen des KSV Witten beim Turnier in Heusweiler.

 

Die jungen Ringerinnen des KSV Witten 07 haben bereits den ersten Wettkampf im Saarland hinter sich gebracht. Vor allem der Nachwuchs bekam die Chance, sein Können zu zeigen - gegen starke Konkurrenz aus Österreich, Italien, Schweiz, Holland und Frankreich.

 

Bei den Schülerinnen traten drei KSV-Talente an. Darunter auch Vera Engelkamp, die eine sehr gute Leistung zeigte. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen wurde sie verdient Dritte der 27-kg-Klasse. Bis 33 kg (neun Teilnehmer) fand Lotta Englich nicht so recht ins Turnier und musste sich einer starken Französin im ersten Kampf beugen. Auch im zweiten Duell war kein Sieg möglich - überraschend fand sich die Wittenerin auf dem letzten Platz wieder.

 

Emily Weiß fuhr erstmals zu einem Turnier mit internationaler Besetzung. Nervös und verhalten ging sie in ihren ersten Kampf, steigerte sich zunehmend und verlor knapp gegen eine starke Österreicherin, die das Turnier auch gewann. Im zweiten Kampf setzte Emily ihren Kampfgeist um und schulterte ihre Gegnerin aus Frankreich bei einem 2:11-Rückstand - das bedeutete die Silbermedaille.

 

Eine Altersklasse höher, in der weiblichen Jugend, stand mit Elisabeth Rockholtz (bis 40 kg) eine weiterer KSV-Sportlerin auf der Matte. Trotz 8:0-Führung vergab sie die Chance auf den Sieg und wurde nach drei Niederlagen Vierte.

 

Lina Dussin versuchte ihr Glück in der 56-kg-Klasse. Nach drei vorzeitigen Siegen stand sie im Finale. Bei ihren Erfolgen zeigte sie sich von ihrer besten Seite und glänzte mit schönen Techniken. Das Finale war lange offen, ehe am Ende Dussins österreichische Konkurrentin überhöht mit 17:6 gewann.

 

Bis 65 kg wurde Wittens Dilara Bayrak gute Dritte. Nach zwei Vorrundensiegen ging es um den Einzug ins Finale gegen eine Südbadenerin. Dilara zeigte sich hier zu verhalten und rang nun nur noch um Bronze. Im kleinen Finale bezwang sie aber ihre Angstgegnerin aus Holland und holte sich eine Medaille ab.

 

Trainerin Yvonne Englich zeigte sich zufrieden mit den ersten Ergebnissen. In zwei Wochen starten die Amazonen beim Kaderpflichtturnier in Ladenburg.

09.01.2016

 

Entscheidung der Vernunft

von Oliver Schinkewitz - www.derwesten.de

 

Jetzt steht der Entschluss des KSV Witten 07 also fest: Auch in der kommenden Ringer-Saison wird man in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Ähnlich wie vor zwei Jahren schon, als man auch den Titel im Unterhaus geholt hatte, entschied man aus Gründen der blanken Vernunft, das mit einem Aufstieg verbundene finanzielle Risiko nicht einzugehen.

 

Kenner der Szene schätzen das nötige Budget in der Bundesliga auf mindestens 250.000 Euro. Und selbst damit würde man ob der potenten Konkurrenz kaum große Sprünge machen können. Trotz der mittlerweile wieder sehr regen Arbeit im KSV-Förderkreis hat man aber selbst eine solche Summe nicht aufbringen können. Die Unternehmer der Ruhrstadt sehen offensichtlich keinen Bedarf in einer weitergehenden Förderung des Ringkampf-Sports. Jahrzehntelang war der KSV Witten eine der bedeutendsten Marken im DRB-Bereich. Weit über die Grenzen der Stadt verband man den Namen Wittens mit seinen herausragenden Kampfsportlern. Die große Vergangenheit des Vereins kehrt offenbar so bald nicht zurück.

08.01.2016

 

KSV Witten sagt „Nein“ zum Aufstieg

von Oliver Schinkewitz - www.derwesten.de

 

Dieses finanzielle Risiko wollten die Verantwortlichen des KSV Witten 07 nicht eingehen: Trotz des Meistertitels in Liga zwei entschied man sich aufgrund des zu klammen Geldbeutels schweren Herzens dafür, auf den Aufstieg in die Ringer-Bundesliga zu verzichten.

 

„Der Aufstieg in die erste Liga ist für uns einfach nicht machbar“, stellte Vorsitzender Thomas Altstadt fest. Zum einen habe man dazu nicht die erforderlichen Sponsorengelder einwerben können – das wurde schon nach den jüngsten Zusammenkünften des Förderkreises deutlich.

 

Darüber hinaus stellte man sich beim KSV Witten die Frage, wie sinnvoll es überhaupt sei, sich der sportlichen Mammut-Aufgabe in der Bundesliga zu stellen. „Die Jugend-arbeit wird dadurch sicherlich nicht besser und unsere Zuschauer würden es auch nicht gutheißen, wenn wir regelmäßig als Verlierer von der Matte gingen“, so Altstadt. Insofern fiel dem KSV-Vorstand der Entschluss leicht, das Team beim Deutschen Ringer-Bund wieder für die zweite Bundesliga zu melden.

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