Aktuelles - September 2017

27.09.17

KSV Witten startet in die „englische Woche“:

Zunächst NRW-Duell beim TV Aachen-Walheim

Auch KSV 2 dreimal gefordert

 

Vor einer ereignisreichen Woche steht Ringer-Bundesligist KSV Witten 07: drei Kämpfe in sieben Tagen sind zu bestreiten – eine sog. „englische Woche“, die am Samstag mit der Begegnung in Aachen-Walheim beginnt. Danach empfangen die Sirin-Schützlinge am „Tag der deutschen Einheit“ den Saarland-Vertreter AC Heusweiler, ehe am darauffolgenden Wochenende das NRW-Derby Nr. 2 beim RC Merken wartet.

 

Inwieweit der KSV Witten in diesen Begegnungen seine komplette Mannschaft auf die Matte bringen kann, entscheidet sich teilweise recht kurzfristig. Zuletzt fehlten mit Ibro Cakovic, Dawid Ersetic und Mateusz Wolny drei der stärksten Wittener Ringer, die diesmal aber wieder dabei sein könnten. Immerhin bieten sich in verschiedenen Kategorien aber auch Akteure der Reservemannschaft des KSV an, die sich bereits in der Bundesliga beweisen konnten.

 

In der Kaiserstadt Aachen beginnt die Wittener Mission an diesem Wochenende; der TV Eintracht Walheim empfängt das Team aus der Ruhrstadt – und diese Begegnungen waren in den letzten Jahren stets spannend, sehr ausgeglichen und am Ende war es ein kleiner Vorteil, der über Sieg und Niederlag entschied. Zuletzt setzten sich die Wittener knapp mit 11:8 durch, im letzten Jahr allerdings noch in Liga zwei.

 

Jetzt also steht der Kampf in der 1. Bundesliga auf dem Programm, und beide Mannschaften liegen fast auf Augenhöhe. Der KSV hat erst zwei Begegnungen hinter sich, gewann zweimal und weist somit vier Zähler auf. Wie auch die Eintracht, die allerdings einmal mehr auf der Matte stand und gegen den Gruppenfavoriten KSV Köllerbach eine Niederlage kassierte – somit 4:2 Punkte auf dem Konto hat. Der KSV 07 will auch in Aachen seine weiße West behalten, doch die Hausherren werden das nicht ohne Gegenwehr zulassen. Haben sie doch Spitzenringer in ihren Reihen, gegen die es ihre KSV-Konkurrenten durchaus schwer haben dürften: so der 61 kg-Ringer Stoyan Spasov, in der 75 kg-Kategorie Ahmed Huseyn und Gevorg Sahakyan, die Gebrüder Otto bis 80 bzw. 130 kg oder Zviad Metreveli in der 98 kg-Klasse. Mit Rhabbia Khalil steht ein Ex-Wittener im Aufgebot der Gastgeber.

 

Für einen KSV-Athleten wird dies ein ganz besonderer Kampf werden: Neuzugang Kazim Aras stammt ursprünglich vom TV Walheim, kam dann über Mainz 88 in dieser Saison zum KSV Witten. Er wird im Schwergewicht wohl auf Martin Otto treffen – beide kennen sich bestens. Der Wittener hat Gewichtsvorteile, Martin Otto ist um einige Jahre jünger. Da darf man sich auf einen spannenden Kampf freuen!

 

Kampfrichter ist Andreas Adam aus Oberbexbach.

 

Auch KSV 2 muss in der Woche dreimal ‘ran

Bayrak-Staffel will Mittelfeld-Platz in der Verbandsliga halten

 

Wie in der Bundesliga, so wird auch auf Landesebene in der kommenden Woche gleich dreimal gekämpft. Die 2. Mannschaft des KSV Witten trifft dabei auf das Reserveteam von Oberligist TV Dellwig, auf den RC Ehrenfeld und den bis dato verlustpunktfreie RG Hürth/Rheinbach. Dabei hoffen die KSV-Verantwortlichen, dass der eine oder andere Punkt erkämpft werden kann, um einen Platz im vorderen Mittelfeld halten zu können.

 

Den Anfang macht die Begegnung am Samstag, 30.9., in Essen. Der TV Dellwig war im Vorjahr mit der ersten Garnitur noch in der 2. Bundesliga vertreten, kämpft in dieser Saison in der Oberliga. Und in der Verbandsliga treffen jetzt also erstmals die Zweitvertretungen der beiden Vereine aufeinander. Der TV schaffte zuletzt den ersten Zähler gegen Kirchlinde, was aber über die Qualität der Mannschaft wenig aussagt. Neben jungen Akteuren aus dem starken TV-Nachwuchs sind einige ehemalige Zweitliga-Ringer dabei.

17.09.17

KSV dominiert auch Hüttigweiler

Eindeutig weist der KSV Witten den bisherigen Tabellenersten ASV Hüttigweiler in die Schranken. Beim 19:7 brillieren vor allem zwei Ersatzleute.

Als wären sie nie weg gewesen aus der ersten Liga: Die Ringer des KSV Witten 07 zeigten am Samstag auch bei ihrer Heimpremiere in dieser Saison eine richtig starke Vorstellung, stießen den ASV Hüttigweiler eindeutig mit 19:7 vom Thron und sind nun neben dem erklärten Topfavorit KSV Köllerbach als einziges Team noch ohne Punktverlust im Bundesliga-Westen.

Da die Wittener im Vergleich zum Auftaktsieg in Riegelsberg gleich vier Änderungen in der Startformation vornehmen mussten, gab man sich vorab eher zurückhaltend, redete den Gegner stark. Auf der Matte allerdings war davon schon in der ersten Kampfhälfte nicht viel zu sehen. Alle fünf Duelle gingen - mehr oder weniger eindeutig - an den siebenmaligen Deutschen Mannschaftsmeister, der mit einem stolzen 12:0-Polster in die Kabine ging.

Gerade mal etwas mehr als drei Minuten benötigte Arthur Eisenkrein (57 F) für seinen vorzeitigen 16:0-Punktsieg gegen Steven Ecker. „Auch Kasim Aras hat danach wieder einen starken Kampf gezeigt“, lobte Trainer Fatih Sirin den Neuzugang, der im 130-kg-Limit (gr.-röm.) Till Bialek mit 7:1 klar beherrschte. Nachdem dann Andreas Eisenkrein (61 G) den erst 15-jährigen Luca Taibi mit 8:0 in die Schranken gewiesen hatte, folgte das packendste Duell des Abends. Imants Lagodskis (98 F) hatte in Denis Balaur einen ganz unbequemen Widersacher. Der Mann aus dem Saarland führte bis weit in die zweite Hälfte mit 3:0, ehe der KSV-Lette allmählich auftaute und seinerseits zu erfolgreichen Aktionen kam. Drei starke Attacken - da hieß es 6:3 für den Wittener, die rund 300 Zuschauer in der Husemannhalle sprangen zum ersten Mal begeistert von ihren Sitzen. Am Ende hieß es 6:5 für Lagodskis, der zumindest einen Teamzähler an Land zog. Publikumsliebling Yunier Castillo (66 F) verbuchte zwei weitere beim 3:0 über Mihai Esanu. Für die Vorentscheidung zugunsten des KSV Witten sorgten nach der Pause zwei Ringer, die zuletzt in der Verbandsliga-Reserve auf die Matte gingen. Eigengewächs Ufuk Canli (86 G) sammelte vier Zähler beim 16:0-Triumph über den chancenlosen Marco Maurer, und der junge Tschetschene Idris Ibaev vergoldete seine eindrucksvolle Bundesliga-Premiere mit einem 13:2-Erfolg über Yannik Parisi. „So richtig nervös war ich vor dem Kampf eigentlich gar nicht“, gestand Ibaev später. Gleich die erste Aktion aber brachte per Überwurf vier Zähler - das brach für ihn das Eis, mit dem Publikum im Rücken zeigte er dann, warum ihn auch Trainer Fatih Sirin für einen Rohdiamanten hält. „An ihm werden wir noch viel Freude haben.“

Nach dem 19:0-Zwischenstand war die Luft dann eigentlich ‘raus, die verbleibenden drei Kämpfe gingen an Hüttigweiler. Cakovic-Vertreter Pascal Wittke (80 F) verlor in fremder Stilart erwartet deutlich, Alexander Storck und Ilie Cojocari gaben die beiden 75-kg-Duelle gegen starke Gegner ab. „Insgesamt ein prima Auftritt, auf den wir aufbauen können für die nächsten Wochen“, sagte Fatih Sirin.

Quelle: WAZ - Oliver Schinkewitz

14.09.17

Heimdebüt in Bundesliga 1: KSV Witten empfängt Tabellenführer ASV Hüttigweiler

Verbandsliga-Staffel gegen TuS Bönen

 

Acht Jahre ist es her, als der KSV Witten seine Staffel aufgrund finanzieller Probleme aus der 1. Ringer-Bundesliga zurückziehen musste. Danach ging es Jahr für Jahr wieder aufwärts, jetzt ist ein vorläufiger Höhepunkt erreicht. Am Samstag stellen sich die Ringer aus der Ruhrstadt dem heimischen Publikum als neuer Erstligist vor, nachdem sie am Vorwochenende mit einer Auswärtspartie starteten. Und es ist kein geringerer als der aktuelle Tabellenführer ASV

Hüttigweiler zu Gast, der aus zwei bisherigen Begegnungen vier Zähler erkämpfte.

 

Bereits in den zurückliegenden Kampfzeiten trafen beide Teams aufeinander, seinerzeit allerdings noch in der 2. Liga. Doch einfach machten es die Saar-Ringer aus dem Kreis Neunkirchen den Wittenern nie – ein Remis aus der Saison 2015 (16:16) ist vielen Ringkampffreunden noch in bester Erinnerung.

 

Die Erfolge der Gäste in den ersten Saison-Begegnungen beim AC Heusweiler sowie gegen den RC Merken haben die KSV-Verantwortlichen aufhorchen lassen, waren sie so nicht unbedingt zu erwarten. Das liegt u.a. an der starken ausländischen Achse des ASV, die mit Mihai Esanu (66), Mihai Bradu (75 kg), Alexandru Burca (80 kg) und Denis Balaur (98 kg) sehr gut besetzt ist. Dazu kommen mit Yannik Parisi, Mathias Schwarz sowie Jan und Till Bialek starke Ringer, die der nationalen Spitze angehören. Das sieht also nach viel Arbeit für die Wittener „Gladiatoren“ aus!

 

Sieht also danach aus, dass die Männer um Trainer Fatih Sirin Top-Leistungen werden abrufen müssen, um die Punkte an der Ruhr zu behalten. Auf der Gegenseite werden die ASV-Trainer Jürgen Weiskircher, Christoph Gall und Thomas Reinshagen mit ihrem Team versuchen, den „Platz an der Sonne“, nämlich die Tabellenspitze, weiter zu behalten.

 

Die Wittener Staffel hat auch in der neuen Umgebung weitgehend das Gesicht des Vorjahres, lediglich zwei Neuzugänge konnte Fatih Sirin begrüßen. Die allerdings haben es in sich: mit Mateusz Wolny (86 kg) und Mehmet Kazim Aras (130 kg) sind zwei Erstliga-erfahrene Ringer zur Mannschaft gestoßen, die bereits in der Begegnung in Riegelsberg zu überzeugen wussten. Beide dürften von ihren Hüttigweiler Konkurrenten sicherlich stark gefordert werden, beide wollen sich in ihrem ersten Heimkampf aber von der besten Seite zeigen. Gespannt sein darf man auch, wie sich der junge Pascal Wittke präsentiert, der seine erste Saison in der Bundesliga bestreitet.

 

Ein Manko wird indes das Fehlen von Ibro Cakovic sein, der in Riegelsberg gemeinsam mit seinem Gegner disqualifiziert wurde. Zumindest in dieser Woche wird er fehlen, wenn nicht noch eine zusätzliche Sperre verhängt wird. Wer den Platz in der Mannschaft einnimmt, dürfte Trainer Sirin einiges Kopfzerbrechen bereiten.

 

Kampfrichter ist Stefan Bittmann aus Apolda in Thüringen.

 

 

KSV 2 prüft den TuS Bönen (17.30 Uhr)

Bayrak-Staffel wurden Punkte aberkannt

 

Bis zum letzten Wochenende war die KSV-Verbandsligamannschaft ohne Verlustpunkt, führte die Klasse an. Nach dem Start der Bundesliga wurden dann allerdings Punkte abgezogen. Arthur Eisenkreis und Pascal Wittke kämpften am vergangenen Samstag in Riegelsberg, zählen als Erstliga-Stammringer und können keine Punkte für die untere KSV-Mannschaft erzielen. So wurde aus dem Sieg beim KSV Kirchlinde eine 17:20-Niederlage und der Kantersieg beim RC Kelmis fiel mit 27:8 nicht ganz so deutlich aus. 4:2 Punkte haben die Sportler um Coach Attila Bayrak damit zu Buche stehen, ebenso viele wie der Gast am Samstag, der TuS Bönen. So liegen die Teams auch Kopf an Kopf auf den Rängen drei und vier der Tabelle.

 

Bönen gewann, wie der KSV in der Vorwoche, bei Jahn Marten und danach gegen Dellwig 2. Eine Niederlage gab’s gegen den Tabellenführer VfK Lünen Süd. So entscheidet sich in der Begegnung, in welche Richtung es für beide Vereine weitergeht. Der Sieger hält Anschluss an die Tabellenspitze, für den Verlierer bleibt vorläufig ein Platz im Mittelfeld.

 

Am vergangenen Wochenende konnten sich aufseiten des KSV Witten die jungen Andreas Zenger und Mert Tasdemir trotz der Niederlagen auszeichnen, auf sie hofft Attila Bayrak auch diesmal wieder. Daneben sollen natürlich die Wittener Asse Andreas Eisenkrein, Idris Ibaev, Schojah Zaryala, Ufuk Canli und Simeon Stankovic stechen – dann könnte ein Erfolg gegen den TuS Bönen durchaus möglich sein.

11.09.17

Landessichtungsturnier Freistil
 
Am gestrigen Sonntag startete die KSV-Jugend mit 21 Kindern beim Landessichtungsturnier Freistil in Dortmund Marten.
Es war die erste Standortbestimmung nach den großen Ferien. Gekämpft wurde schon in den Altersklassen, die eigentlich erst 2018 gelten.

Das Turnier verlief überaus erfreulich für den KSV. Konnten wir doch mit 4 x Gold 8 x Silber und 4 x Bronze insgesamt 16! Medaillen erkämpfen.
Das war gleichzeitig der Gesamtsieg in der Vereinswertung mit 108 Punkten vor dem AC Mülheim mit 93 Punkten und dem PSV Lippe-Detmold mit 74 Punkten.
Insgesamt war das Turnier mit 183 Teilnehmern gut besucht.
 
Ein Sonderlob verdienten sich diesmal Niclas Weiß und Vatan Ülger sowie die Labes Brüder Jan Ole und Mika Noel und Ilias Stuckas.
Jan Ole erkämpfte sich in der Klasse bis 21 kg in der E-Jugend ebenso Silber wie Mika Noel in der 32 kg Klasse der D-Jugend. Ilias Stuckas kam in 5 Kämpfen der 25 Kg Klasse der E-Jugend zu 4 Siegen und schnappte sich auch Silber.
In der C-Jugend bis 38 kg konnte Niclas Weiß in all seinen Kämpfen überzeugen und musste sich lediglich dem Kölner Ausnahmetalent Abdul Malik Zubairaev im Poolfinale geschlagen geben. Den Kampf um Bronze gewann er souverän auf Schultern.
Vatan Ülger zeigte großen Kampfgeist und zog verdient ins Finale bis 50 kg der B-Jugend ein. Auch hier enttäuschte er nicht, konnte allerdings die Niederlage gegen den älteren der Zubairaev Brüder, Dhukwaka nicht abwenden.
 
Die Ergebnisse im einzelnen:
 
E-Jugend
Clarissa Ernst 5 Platz.
Jan Ole Labes 2. Platz
Ilias Stuckas 2. Platz
Adrian Guseeva 3. Platz
 
D-Jugend
Mika Noel Labes 2. Platz
Kamil Gereev 3. Platz
Kathi Boric 3. Platz.
 
C-Jugend
Rasmus Rodeheger 8. Platz
Romeo Bernhard 7. Platz.
Felix Weniger 9. Platz
Niclas Weiß 3. Platz.
Lotta Englich 1. Platz.
Ümit Can Tasdemir 1. Platz.
 
B-Jugend
Justus Eigenbrodt 2. Platz.
Max Nowicki 7. Platz.
Noah Englich 1. Platz.
Kuti Öztürk 2. Platz.
Gregor Eigenbrodt 1. Platz.
Vatan Ülger 2. Platz.
Tim Oberboßel 2. Platz.

Alex Boric 2 Platz.

10.09.17

Der KSV Witten 07 startet mit einem 22:4-Triumph in Riegelsberg in die neue Saison. Ein Wittener Ringer aber wird disqualifiziert.

 

Das Stressigste für die Ringer des KSV Witten 07 war am Samstag vermutlich die lange An- und Abreise. Rund acht Stunden Autobahnfahrt standen für die Mannschaft von Trainer Fatih Sirin an - doch die lohnten sich allemal, den der siebenmalige Deutsche Mannschaftsmeister startete mit einem 22:4-Erfolg beim KV Riegelsberg in die Bundesliga-Serie.

„Das war eine richtig starke Vorstellung von unserem Team“, lobte Sirin seine Schützlinge, die ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht wurden. Lediglich zwei der insgesamt zehn Kämpfe gingen an die Riegelsberger, die letztlich aber chancenlos waren gegen den Zweitliga-Meister aus dem Revier.

Die KSV-Ringer starteten optimal, führten nach den ersten beiden Duellen gleich mit 5:0. Arthur Eisenkrein (57 F) fertigte Kevin Müller mit 13:4 ab - nach Angaben seines Trainers aber hätte es sogar noch etwas deutlicher ausfallen können. „Arthur hat am Anfang zu zurückhaltend gekämpft - da war sicher eine Vierer-Wertung möglich“, so Sirins Urteil. Sehr angetan war er vom Wittener Debüt des Ex-Aacheners Kasim Aras (130 G), der gegen den talentierten Serhat Deveci mit 6:1 die Oberhand behielt, stets auf dem Vormarsch war. In herausragender Form: Wittens Alexander Storck (unten) punktete quasi nach Belieben, gewann sein Duell gegen einen starken Gegner mit 10:1.

Die erste Niederlage der neuen Saison bezog dann Edwin Dominguez (61 G), der gegen Moritz Paulus schon mit 0:8 hinten lag, zu spät zu seinem Rhythmus fand und am Ende mit 6:9 unterlag. „Da hat der Kampfrichter aber auch einige fragwürdige Entscheidungen getroffen“, stellte Fatih Sirin fest, der sich wegen Betretens der Matte prompt eine gelbe Karte einhandelte. Immerhin musste er beiden letzten beiden Kämpfen vor der Pause nicht mehr so aus dem Sattel gehen. Sowohl Imants Lagodskis (98 F) als auch Yunier Castillo (66 F) fertigten ihre Widersacher mit 16:0-Zählern ab, holten vier Punkte für den KSV Witten, der zur Pause mit 13:2 vorne lag.

Wittens zweiter Neuer, Mateusz Wolny (86 G), machte es dann ebenso deutlich. „Er hat seinen Gegner förmlich überrollt, wie ein Panzer“, schwärmte Sirin. Nach 2:53 Minuten hieß es 16:0 aus Sicht des Ex-Aaleners, an dem der Wittener Anhang gewiss noch viel Freude haben wird. Youngster Pascal Wittke (71 G) kassierte dann in seinem ersten Bundesligakampf eine 4:10-Niederlage, gab zwei Teamzähler ab. „Hier und da wurde er aber leider auch etwas verpfiffen“, so Fatih Sirin. Packend wurde es dann im 80-kg-Duell (Freistil) zwischen Ibro Cakovic und Andreas Skodawessely. Beide Rivalen schenkten sich nichts, der Riegelsberger ging oft unsauber zu Werke. Anfangs der zweiten Runde sah Sirin einen Tritt des KV-Ringers, kurz darauf erhielten beide Akteure die Rote Karte. Ärgerlich: Cakovic fehlt damit gegen Hüttigweiler. Zum Abschluss gewannen Alexander Storck (75 F; „der beste Kampf des Abends“, so Sirin), der Georgiy Zlatov beim 10:1 nach allen Regeln der Kunst in die Schranken wies, und Ilie Cojocari (75 G; 8:2) ihre Begegnungen problemlos.
Quelle: WAZ Oliver Schinkewitz

10.09.17

 

Auch Jahn Marten stoppt KSV-Reserve nicht: deutlicher 24:12-Sieg

 

Im Vorjahr gehörte der Dortmunder West-Verein KSV Jahn Marten 05 noch zu den führenden Teams der Verbandsliga, hätte in die Oberliga aufsteigen können, verzichtete jedoch darauf. In dieser Saison kamen die Schützlinge des Ex-Anneners Bekir Gencer noch nicht so recht in Schwung – auch nicht gegen die Reservemannschaft des KSV Witten 07. Die Mannschaft von Coach Attila Bayrak setzte sich sicher durch, führte schon zur Pause deutlich und kam am Ende zu einem ungefährdeten Erfolg, der sich schon zur Pause bei 16:1 Punkten abzeichnete.

 

Trotz ihrer Niederlagen wussten vor allem die jungen Andreas Zenger (57 kg) und Mert Tasdemir (86 kg) zu gefallen. Zenger hielt den Kampf gegen den körperlich überlegenen Wahab Naderi lange Zeit offen und gab erst kurz vor Ende des Kampfes die entscheidende Wertung ab. Tasdemir hatte es mit dem routinierten Ex-Herdecker Szabocs zu tun. Er unterlag zwar nach Punkten, vermied jedoch kampfstark eine höhere Niederlage.

 

Die erwarteten Höchstwertungen von je vier Zählern erzielten Tukgagan Öztürk (61 kg, kampflos), Andreas Eisenkrein (66 kg, technisch überlegen), Idris Ibaev (71 kg, technisch überlegen), Schojah Zaryala (75 kg, technisch überlegen), Ufuk Canli (98 kg, Aufgabesieg) und Simeon Stankovic (130 kg, technisch überlegen).

 

Neben Zenger und Tasdemir unterlagen lediglich Bahtiyar Dündar (75 kg, technisch nach Punkten) und Khalid Omarzi, der als dritter Ausländer nicht in die Wertung kam. Seinen guten Kampf verlor er indes mit nur einem Punkt Differenz.

08.09.17

KSV Witten startet „Abenteuer 1. Bundesliga“ im Saarland

Verbandsliga-Team KSV 2 gastiert in Marten

 

Für den siebenmaligen Deutschen Mannschaftsmeister beginnt am Samstag eine neue Ära: der Verein kehrt nach siebenjähriger Abwesenheit zurück in die höchste deutsche Ringer-Liga – „1. Bundesliga“! Erinnern wir uns kurz zurück: 2009 kam das Aus für die Wittener aus der Elite-Liga, finanzielle Gründe zwangen die Vereinsverantwortlichen zu diesem Schritt. In der Oberliga ging’s weiter, nach zwei Jahren dann schon der Aufstieg in die 2. Liga. Dort etablierte man sich schnell, gewann zuletzt die Meisterschaften der West-Gruppe – und ist jetzt wieder an alter Wirkungsstätte.

 

Doch die hat inzwischen ein etwas anderes Gesicht. Der Deutsche Ringer-Bund DRB sah sich gezwungen, aus einigen verbliebenen Vereinen der Liga eins und bisherigen Zweitligisten eine neue „1. Bundesliga“ einzurichten. Denn die stärksten Vereine schlossen sich zur „Deutschen Ringerliga DRL“ zusammen und betreiben die Kämpfe nun unter eigener Regie. Was am Ende daraus wird – man wird sehen.

 

Die 1. Bundesliga des DRB indes startete bereits am vergangenen Wochenende in den drei Gruppen mit je sieben Mannschaften – der KSV hatte noch frei, steigt an diesem Wochenende ins Wettkampfgeschehen ein. Und es geht wieder mal ins Saarland, zum „alten“ Zweitliga-Konkurrenten KV Riegelsberg. Der „Kraftsportverein“ war besonders in der Saison 2013 ein starker Gegner, erst im letzten und entscheidenden Saisonkampf setzten sich die Wittener knapp gegen Riegelsberg durch und feierten die erste Meisterschaft in Liga 2.

 

In dieser Saison gab’s zu Beginn gleich eine derbe Niederlage zum Auftakt beim RC Merken. Nominell hat sich dort gegenüber dem Vorjahr nicht viel getan – sehr stark präsentierte sich in der ersten Begegnung allerdings der Franzose Maxime Francois. Und beim KSV? Auch hier tat sich nicht viel – zwei Neuzugänge sind zu verzeichnen: mit Mateusz Wolny (80 kg) kam ein erstliga-erfahrener Akteur vom KSV Aalen an die Ruhr und aus Mainz der Deutsche Vizemeister von 2014 in Witten und 2015, Mehmet Kazim Aras (130 kg). Der hat seine sportlichen Wurzeln in Aachen beim TV Walheim und war über viele Jahre ein harter Konkurrent des zehnfachen Deutschen Meisters vom KSV Witten, Mirko Englich.

 

Eine kleine Änderung gab’s auch bei den Gewichtsklassen: nur noch eine Kategorie wird doppelt, also in beiden Stilarten gekämpft, die Klasse bis 75 kg. Darunter wurde die 71 kg-Klasse eingeführt, darüber die bis 80 kg. Wie sich das für den KSV-Kader auswirkt, wird man sehen. Auf jeden Fall könnten die Schützlinge von Alt- und Neutrainer Fatih Sirin einen guten Start hinlegen – wenn Arthur Eisenkrein wieder das 57 kg-Limit schafft und im zweiten Kampf mit Kazim Aras einer der stärksten deutschen Klassik-Schwergewichtler folgt. Und nach gutem Beginn folgen die weiteren KSV-Asse, so dass die Ringer von der Ruhr gegen die von der Saar zumindest leicht favorisiert sein dürften.

 

 

KSV 2 bei Jahn Marten 05

 

Vehement startete die Zweitvertretung des KSV in die Saison. In neuer Umgebung – die Wittener gingen nach fast 40 Jahren freiwillig in die Verbandsliga – gab’s bisher zwei glatte Siege. Zwar mit leichter Unterstützung aus dem Erstliga-Kader, dennoch mit vielen ganz jungen Akteuren. Der Kantersieg mit 32:0 beim RV Kelmis war schon überzeugend und wird sicherlich Balsam für den in der Vorsaison arg gebeutelten Coach Attila Bayrak sein.

 

Die Dortmunder Vorstädter hingegen kamen nicht gut in die Saison, sie mussten sich zweimal geschlagen geben. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Bayrak-Staffel als Favorit ins Rennen geht, denn Marten gehörte in der Vorsaison und sicher auch in diesem Jahr zu den Top-Teams der Liga. So muss man abwarten, wie der Wittener Verbandsligist ohne Verstärkung der „Ersten“ zurechtkommt. Doch mit Andreas Zenger, Idris Ibaev, Pascal Wittke, Schojah Zaryala und Simeon Stankovic hat der KSV einige hochkarätige Asse am Start, die schon für die nötigen Punkte sorgen könnten.

 

Interessant dabei, dass mit Ibaev und Zaryala zwei Akteure im KSV-Aufgebot stehen, die als Flüchtlinge in die Ruhrstadt kamen und nun zu den Säulen ihrer Mannschaft gehören. Das ist Integration!

Unsere Sponsoren:

Besucher