Ehemaliger KSV-Meisterringer Gerhard Weisenberger ist tot

30.04.2024


Die Nachricht kam aus Hessen und machte auch schnell beim KSV Witten die Runde: die Wittener Ringergemeinde trauert um einen ihrer ehemaligen Meisterringer, Gerhard Weisenberger. Er war Mitglied der KSV-Mannschaften, die 1981 und 1982 die Deutsche Meisterschaft gewannen, er verstarb in dieser Woche im Alter von 72 Jahren.
Der Verstorbene hatte seine Wurzeln im bayerisch-hessischen Grenzbereich. Die ersten Ringerschritte machte Weisenberger in Kleinostheim und gehörte schon bald zu den führenden Jugendringern in Deutschland. Nach zahlreichen Jugend- und Juniorenmeisterschaften war er dann 1972 auch bei den Männern erfolgreich und sicherte sich die erste Deutsche Meisterschaft. Und er verstärkte die Mannschaft des damaligen Bundesligisten SV Aschaffenburg-Damm. Der größte internationale Erfolg war der Gewinn der Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1975, die in Ludwigshafen ausgetragen wurden. „Eisenfuß“ war sein Spitzname – wegen seiner harten Gangart auf der Matte und daneben. Privat hingegen war er ruhig und liebenswert.
Beim KSV Witten stand er lange auf der Wunschliste. 1980 gelang es dem damaligen KSV-Vorsitzenden Emil Olsberger endlich, den Freistil-Leichtgewichtler als Nachfolger für Klaus Rost ins Wittener Team zu lotsen. Und das lohnte sich – zwei Mannschaftsmeisterschaften des KSV Witten waren der Erfolg.
Gerhard Weisenberger lebte nach der aktiven Laufbahn weiter im Raum Aschaffenburg und trainierte verschiedene Mannschaften – u.a. den später über einige Jahre dominierenden AC Goldbach. Und als Landestrainer des Hessischen Ringer-Verbandes arbeitete er bis vor wenigen Jahren erfolgreich, ehe er sich zurückzog.
Sohn Peter trat als Ringer in die Fußstapfen des Vaters – selbst auf der Matte als deutscher und internationaler Spitzenringer und ebenfalls als Trainer am Mattenrand.
Der KSV Witten und etliche seiner damaligen Mannschaftskameraden werden Gerhard Weisenberger ein ehrendes Andenken bewahren.