KSV-Ringer scheitern bei Olympia-Qualifikation

20.05.2024

Cojocari, Knystautas und Lefter in Istanbul mit Pech ausgeschieden


Drei Ringer aus dem KSV-Bundesligakader waren in der vergangenen Woche in Istanbul am Start, als es um die letzten Teilnahmeplätze für Olympia ging: Ilie Cojocari ging für Rumänien in der 77 kg-Klasse auf die Matte, Mantas Knystautas (130 kg) für Litauen – beide im griechisch-römischen Stil – sowie Neuzugang Radu Lefter für Moldawien in der 97 kg-Kategorie Freistil. Knystautas und Lefter durften lange von Olympia träumen, mussten den Traum dann jedoch kurz vor dem Ziel begraben. 
Für Cojocari dagegen war der bereits nach einer unglücklich verlaufenen Begegnung im 1/16-Finale beendet. 1:1 hieß es am Ende gegen den Serben Viktor Nemes, der aufgrund der letzten Wertung siegte. Da dieser im Viertelfinale gegen den Georgischen Qualifikanten Lomadze verlor, hatte der Wittener dann auch keine Chance mehr auf die Hoffnungsrunde.
Besser lief es für Knystautas: der begann in der Qualifikationsrunde mit einem 5:2-Sieg gegen Perez Hellburg (Venezuela). Das Achtelfinale führte den Litauer gegen Dawid Ovasapyan (Armenien), gegen den er sich mit 2:0 durchsetzte. Ähnlich wie Cojocari musste sich der KSV-Schwergewichtler im Viertelfinale bei 1:1 gegen den Shariati (Aserbaidschan) unglücklich geschlagen geben. Der gewann dann aber auch sein Halbfinale – wiederum mit 1:1! –so dann der KSV-Ringer noch eine Chance in der Hoffnungsrunde bekam. Hier traf er auf den Griechen Ntounias, den er mit 9:0 technisch besiegte. Im Kampf um Platz drei, der eine Option auf den dritten Olympia-Startplatz war, musste er sich dem Weißrussen Hlinchuk knapp mit 5:6 geschlagen geben. Ein achtbarer, gleichwohl unglücklicher fünfter Rang war das Ergebnis für Mantas, Hlinchuk und Shariati qualifizierten sich neben dem Rumänen Cuirariu für Paris.
Mit dem gleichen Ergebnis trat Radu Lefter die Heimreise nach Moldawien an. Er startete gegen Sarco Colmenarez (Venezuela) mit einem 10:1-Sieg in der Qualifikation. Im Achtelfinale traf er auf den Griechen Kyriakidis, den er mit 13:3 abfertigte. Das Viertelfinale gewann er 8:7 gegen Bataev (Bulgarien) und traf im Halbfinale auf den Usbeken Ibragimov – und auch hier unglückliche Parallele zu seinen KSV-Mitstreitern Cojocari und Knystautas: bei unentschiedenem Kampfergebnis von 2:2 unterlag er aufgrund des Reglements. Lefter kämpfte danach um Rang drei – dies eröffnete noch die Chance auf Olympia. Die machte ihm der deutsche Starter Erik Thiele zunichte. Mit 3:0 Punkten setzte sich der Sohn des ehemaligen KSV-Ringers Sven Thiele durch und qualifizierte sich damit für Paris. Für den KSV-Moldawier blieb nach einem gutem Wettkampf also auch nur Platz fünf. 
Immerhin zeigte das Turnier, dass der KSV mit seinen internationalen Athleten für die kommende Bundesligasaison rechnen kann.